ICE 511 brennt zwischen Köln und Frankfurt

Strecken und Fahrzeuge von DB Fernverkehr und anderen als DB Fernverkehr.
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rautatie
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Beitrag von rautatie »

aus der Störungschronik Fernverkehr:
Fichtenmoped @ 12 Oct 2018, 09:41 hat geschrieben:Das wird wohl nix mit verbesserter Pünktlichkeit. Jetzt fehlt dauerhaft ein ICE3 und die KRM ist wohl ein paar Tage dicht. Der Grund: der ICE511 hat ganz unmotiviert Feuer gefangen.
https://www.waz.de/panorama/ice-brand-zwisc...tml?service=amp

Die gute Nachricht: alle Passagiere sind unverletzt evakuiert worden.
Die schlechte Nachricht: ein Endwagen und ein Mittelwagen sind wohl Schrott.
Glücklicherweise ist so ein Feuer nicht in einem der langen Tunnels auf den Schnellfahrstrecken ausgebrochen. Wenn sowas z.B. im Rennsteigtunnel passiert, wäre ich mir nicht sicher, dass die Entrauchungsanlagen da wirklich ausreichend gut funktionieren. Weiß jemand, wie gut solche Anlagen funktionieren, um so einen Tunnel vom Qualm zu befreien?
Wo ist das Problem?
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Beitrag von Fichtenmoped »

rautatie @ 12 Oct 2018, 10:17 hat geschrieben: Glücklicherweise ist so ein Feuer nicht in einem der langen Tunnels auf den Schnellfahrstrecken ausgebrochen. Wenn sowas z.B. im Rennsteigtunnel passiert, wäre ich mir nicht sicher, dass die Entrauchungsanlagen da wirklich ausreichend gut funktionieren. Weiß jemand, wie gut solche Anlagen funktionieren, um so einen Tunnel vom Qualm zu befreien?
So wie es aussieht, wurde der Brand bzw. die Rauchentwicklung durch einen mitreisenden Bundespolizisten bemerkt, der die Notbremsung einleitete.

Die Frage ist auch, wieso in nicht mal 30 Minuten der Waggon in Vollbrand stehen konnte.
Der Innenraum ist komplett zu Asche verbrannt, die Schäden an der Struktur selber sind für Aluminium eher normal. Hier gibt es einige Bilder:
https://m.bild.de/regional/frankfurt/frankf...t=1539340305700
Aufgrund von Rostschäden besteht Signaturersatzverkehr!

Wir bitten um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.
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rautatie
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Beitrag von rautatie »

Das ist schon heftig. Ich wäre bislang nicht auf die Idee gekommen, dass ein ICE so rasch so stark in Brand geraten könnte. Was für ein Glück, dass der Brand auf offener Strecke ausgebrochen ist und die Fahrgäste so rasch evakuiert werden konnten.
Wo ist das Problem?
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Beitrag von Metropolenbahner »

Fichtenmoped @ 12 Oct 2018, 09:41 hat geschrieben: Die schlechte Nachricht: ein Endwagen und ein Mittelwagen sind wohl Schrott.
Hat man vielleicht noch "Ersatzteile" in den Depots übrig? Ein 406 hatte doch auch schon mal nen Unfall und sollte irgendwo abgestellt sein.
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Beitrag von 143 »

Schon heftig. Zum Glück gab es keine Verletzen.
Hat wohl das Trafoöl Feuer gefangen.
Die Frage ist, ob der Kessel durch einen etwaigen Initialbrand zerstört wurde (der hätte dann auch schon ziemlich heftig sein müssen) oder durch mechanische Beschädigung.
Bleibt zu hoffen, dass es kein systemisches Problem ist
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Beitrag von 143 »

Wie ist eigentlich die Richtlinie zur Evakuierung bei einem Fahrzeug-Brand?
Eigentlich kann man ja nur bei abgeschaltetem bzw geerdetem Fahrdraht evakuieren.
Aber je nach Größe des Brandes dauert das doch u.U. zu lange (speziell wenn der Zug trotz NBÜ im Tunnel zum stehen kommen sollte)?
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Rohrbacher
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Beitrag von Rohrbacher »

rautatie @ 12 Oct 2018, 12:47 hat geschrieben:Das ist schon heftig. Ich wäre bislang nicht auf die Idee gekommen, dass ein ICE so rasch so stark in Brand geraten könnte. Was für ein Glück, dass der Brand auf offener Strecke ausgebrochen ist und die Fahrgäste so rasch evakuiert werden konnten.
Wie kommen da eigentlich immer alle drauf, dass das "rasch" ging? Klar, das Ergebnis sieht spektakulär aus, aber da steht alles irgendwie in keinem Zeitverhältnis. Bei DSO gibt einen Screenshot der TP-Meldungen von ICE 511: 6:32 Uhr Technische Störung am Zug, dann 6:36 Uhr Brand im Zug "Am Wagen 33 brennt eine Achse", 6:37 Uhr Zug wird evakuiert, 7:01 Uhr Zug ist leer. Die Evakuierung scheint unmittelbar nach dem Anhalten des Zugs eingeleitet worden zu sein und war nach ca. 25 Minuten abgeschlossen. Da kann der Wagen eigentlich noch nicht im Vollbrand gestanden haben. Erst dann, wenn man mal hohe Temperaturen hat und dann irgendwann schon die Rauchgase durchzünden, dann geht's richtig ab. Davor hast du erstmal sehr viel Rauch, aber nachdem keiner der 510 Leute im Zug Rauchgasvergiftung abbekommen haben soll, kann es so schlimm noch nicht gewesen sein, als die Leute noch am/im Zug waren. Ich würde mal behaupten, dass der Wagen schon ein paar Minuten gekokelt haben muss bis es nachts auffällt. Während der Evakuierung dürfte auch die Oberleitung noch oben gewesen sein oder die Leute hatten unverschämtes Glück. (Oder kann man die irgendwie aus der Ferne oder mit Bordmitteln nicht nur abschalten, sondern halt auch erden?) Anzunehmen, dass es also 30-40 Minuten gedauert hat, bis der Wagen dann wirklich lichterloh brannte. Und 30 Minuten ist meines Wissens bei Gebäuden auch so eine Zeit, die z.B. Brandschutzwände oder -türen durchhalten müssen. Klingt wenig, ist aber bei einem Brand im Fahrzeug durchaus lange. Es kann keine Rede davon sein, dass der Zug rasch, schnell, plötzlich wie die Hindenburg in Flammen aufgegangen ist.

Ich würde nach dem, was ich weiß, schon sagen, dass das hier alles so abgelaufen ist wie man sich das vorher für so einen Fall bei der Fahrzeugkonstruktion und dem Rettungskonzept überlegt hatte.

Und wenn jetzt in manchen Kommentarspalten schon wieder einige schreiben, dass ein Bundespolizist die Evakuierung geleitet haben soll: Mal angenommen, deswegen lässt man sie ja in Uniform gratis mitfahren, das gehört dann zu ihren Aufgaben als "Bahnpolizei", oder nicht? Die müssen ja dann sogar, oder?
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218 466-1
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Beitrag von 218 466-1 »

Rohrbacher @ 12 Oct 2018, 09:52 hat geschrieben:Und wenn jetzt in manchen Kommentarspalten schon wieder einige schreiben, dass ein Bundespolizist die Evakuierung geleitet haben soll: Mal angenommen, deswegen lässt man sie ja in Uniform gratis mitfahren, das gehört dann zu ihren Aufgaben als "Bahnpolizei", oder nicht? Die müssen ja dann sogar, oder?
Wenn ein Polizist Gefahr erkennt, ja, dann muss er immer sofort handeln. Zumindest im Dienst. Ein Auftrag bzw. Erlaubnis durch die Leitstelle ist nicht erforderlich. Wo sich die Gefahr abspielt und die Art, spielen keine Rolle. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es Polizisten gibt, die nicht ohnehin 24/7 dazu bereit sind, bei jeder Gefahrensituation auch freiwillig einzugreifen.

Hier ein Video von den Löscharbeiten. Wenn man das einmal mit dem vergleicht, was in Karpun übrig war, sieht der ICE eigentlich noch ganz gut aus, zumal die Feuerwehr sich mit Sägen und anderem Schweren Gerät entsprechend Zugang zum Innenraum Verschafft hat und der Wagen daher wahrscheinlich wesentlich deformierter aussieht, als er eigentlich war.

DER Wagen wird natürchich bei Scholz oder Bender landen, aber der Rest könnte m.E. wieder repartiert und eingesetzt werden, wenn es ensprechend Ersatz für die Konfiguration gibt. Triebzug-Problem halt.
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Beitrag von Rev »

Haben wir nicht mal gesagt größere Sachen bekommen ein eigenes Thema? Weil wenn in X Monaten der Untersuchungs bericht kommt hier wieder nix mehr zu finden ist?

@mods kann man das noch hier raus trennen?

DER Wagen wird natürchich bei Scholz oder Bender landen, aber der Rest könnte m.E. wieder repartiert und eingesetzt werden, wenn es ensprechend Ersatz für die Konfiguration gibt. Triebzug-Problem halt.
Gibt derzeit keinen anderen 403 der kaputt irgendwo rumsteht... Ggf jetzt Tausch Masse für Wartungen ausbesserungen etc an einzelnen Triebzügen
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Beitrag von Metropolenbahner »

Rev @ 12 Oct 2018, 20:04 hat geschrieben: Gibt derzeit keinen anderen 403 der kaputt irgendwo rumsteht... Ggf jetzt Tausch Masse für Wartungen ausbesserungen etc an einzelnen Triebzügen
Hatte ich schon auf der letzten Seite gefragt. Laut Wiki ist vor ein paar Jahren ein 406er verunfallt, eventuell gäbs von dem noch ein paar funktionierende Wagen. Aber ob es ausgerechnet die passenden sind .. keine Ahnung.
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Beitrag von Rev »

Der 406 der der NS den eine Flankenfahrt erwischt hat wurde mit dem 406 der DB der den Mülllaster hatte verheiratet. Und selbst wenn 406 Trafo Wagen und 403 bekommst du vermutlich so nicht zugelassen.

Ist auch der erste 403 der aus dem aktiven Dienst geht.
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Rohrbacher
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Beitrag von Rohrbacher »

Rev @ 12 Oct 2018, 21:20 hat geschrieben:Und selbst wenn 406 Trafo Wagen und 403 bekommst du vermutlich so nicht zugelassen.
Einfach nur mal angenommen, warum nicht? Vielleicht nicht als 406, aber Deutschland-Zulassung haben beide. Wenn das nicht gehen sollte, gehört das Bahnmanagement und die Industrie geschlossen in die Wüste gejagt. :ph34r:
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Beitrag von Metropolenbahner »

Rev @ 12 Oct 2018, 21:20 hat geschrieben: Der 406 der der NS den eine Flankenfahrt erwischt hat wurde mit dem 406 der DB der den Mülllaster hatte verheiratet. Und selbst wenn 406 Trafo Wagen und 403 bekommst du vermutlich so nicht zugelassen.
Kommt halt auf die baulichen Unterschiede an. Auf Wiki steht nur etwas von zusätzlichen Schaltschränken in den BR406 ggü. BR403. Aber gut - der Teufel könnte im Detail stecken. Warten wir erstmal ab, was passiert. Wenn sowieso keine Ersatzwagen mehr vorhanden sind, da schon zwei Unfallzüge verbastelt wurden, erübrigt sich die Diskussion eh.
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218 466-1
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Beitrag von 218 466-1 »

Rev @ 12 Oct 2018, 13:04 hat geschrieben:Haben wir nicht mal gesagt größere Sachen bekommen ein eigenes Thema?
Wer, Du?
Rev @ 12 Oct 2018, 13:04 hat geschrieben:Weil wenn in X Monaten der Untersuchungs bericht kommt hier wieder nix mehr zu finden ist?
In diesem Thema war bis heute zwei Monate Funkstille...
Rev @ 12 Oct 2018, 13:04 hat geschrieben:Gibt derzeit keinen anderen 403 der kaputt irgendwo rumsteht... Ggf jetzt Tausch Masse für Wartungen ausbesserungen etc an einzelnen Triebzügen
Man braucht mindestens die beiden letzten Wagen, da der Endwagen doch auch einiges abbekommen hat und dessen Aufarbeitung heuer wohl nicht mehr abgeschlossen werden wird.
Kann sein, dass ger ganze Tz erstmal langfristig herumstehen muss, bis (hoffentlich nicht) ein weiterer 403 zu Hälfte nicht mehr einsatzfähig sein wird. oder dass er gar als Eratzteilspender ausgeschlachtet wird. <_<
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Jojo423
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Beitrag von Jojo423 »

Wäre ein neuer 403, respektive die beiden Wagen, zulassbar? Sonst baut man sich einen nach. Wenn nicht muss halt ein ICE 4 oder 407 (würde das überhaupt noch gehen?) nachbestellt werden.
Viele Grüße
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Beitrag von 146225 »

Die Einzelwagen von 403 und 406 unterscheiden sich natürlich in ihrem technischen Aufbau, weil beim 406 ja die Zusatzausrüstungen für den Gleichstrombetrieb auch noch irgendwo hin müssen.

Nachdem man 403 nicht als irgendwie verkürzte Einheit betreiben kann, wird man den angebrannten Tz für den Planbetrieb erstmal streichen können. Macht doch nix, DB FV hat ja großzügige Reserven. :ph34r:

EDIT: einen 403-Nachbau bekommt man wahrscheinlich nicht mehr zugelassen, so dass das Szenario mit einem weiteren ICE 4 als Ersatz aktuell noch am wahrscheinlichsten sein dürfte.
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Beitrag von Rev »


Wer, Du?
Nein auch das mod team, das dir das nicht passt ist damals schon negativ aufgefallen, weil du versucht hast einen alles in einen thread rein zu hauen... Klar das das du das selektiv verdrängt hast wenn du magst suche ich dir das aber nochmal raus...


407 bekommt man auch schon in seiner jetzigen Form nicht mehr zugelassen.

Ein wagen von 403 kostet wahrscheinlich dann das gleiche wie ein kompletter 403 damals das macht keinen Sinn wirtschaftlich
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Beitrag von Auer Trambahner »

146225 @ 13 Oct 2018, 08:23 hat geschrieben: Nachdem man 403 nicht als irgendwie verkürzte Einheit betreiben kann,
Och, Kupplung umbauen und als lokbespannte Ersatzgarnitur betreiben! :ph34r:
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Beitrag von Rev »

Ach da gibt es auch noch andere Möglichkeiten Rumpfzug mit 4 Wägen nur wenden ist dann doof :D.... halt auch ned zugelassen....
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Entenfang
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Beitrag von Entenfang »

rautatie @ 12 Oct 2018, 10:17 hat geschrieben:Glücklicherweise ist so ein Feuer nicht in einem der langen Tunnels auf den Schnellfahrstrecken ausgebrochen. Wenn sowas z.B. im Rennsteigtunnel passiert, wäre ich mir nicht sicher, dass die Entrauchungsanlagen da wirklich ausreichend gut funktionieren.
Genau dafür gibts doch die NBÜ.
Die Frage ist auch, wieso in nicht mal 30 Minuten der Waggon in Vollbrand stehen konnte.
Ist halt die Frage, wie lange da was rumgekokelt hat, ehe das jemandem aufgefallen ist. Und 30 Minuten sollte ja wohl ausreichen, um einen Zug zu verlassen. Unter "geordneten" Verhältnissen am Bahnsteig dauert das vielleicht 5 Minuten...

Hier in der Bildergalerie steht bei Bild 11, die Hitze hätte Scheiben splittern lassen. Für mich sieht das eher nach einem benutzten Notausstiegsfenster aus, oder?
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Beitrag von Rev »

Hier in der Bildergalerie steht bei Bild 11, die Hitze hätte Scheiben splittern lassen. Für mich sieht das eher nach einem benutzten Notausstiegsfenster aus, oder?
Richtig das dürfte auch von der Feuerwehr gemacht worden sein für Löscharbeiten und nicht zur Evakuierung von Fahrgästen. Beim 500er Wagen wurde das Wagenende ja auch schon vom Feuer in Mitleidenschaft gezogen, und man hatte wohl Angst das das Feuer wohl ganz übergreift. Für diesen Fall hat man dann gleich Möglichkeiten zum löschen geschaffen. Der 700er Wagen der wohl nicht gefährdet war ist ja noch relativ unversehrt.
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Beitrag von Valentin »

(rautatie @ 12 Oct 2018, 10:17)
Glücklicherweise ist so ein Feuer nicht in einem der langen Tunnels auf den Schnellfahrstrecken ausgebrochen. Wenn sowas z.B. im Rennsteigtunnel passiert, wäre ich mir nicht sicher, dass die Entrauchungsanlagen da wirklich ausreichend gut funktionieren.
Entenfang @ 13 Oct 2018, 11:04 hat geschrieben:Genau dafür gibts doch die NBÜ.
Es wird sicherlich auch kein Zufall sondern Absicht gewesen sein, daß der Zug (dank NBÜ) genau in einer "Nothaltebucht" (Bildzeitung, eher Gleisstück neben einem DB-Bauwerk, daher mit Gleiszugang und direktem Fahrweg zur nächsten Straße) gestoppt hat.

Laut Bild stand der Zug am Vorabend bereits wegen Schmorgeruch in der Werkstatt. Dort konnte aber keine Ursache gefunden werden.
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Jean
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Beitrag von Jean »

Bild? Das ist doch keine Informationsquelle!
Danke für das Forum

Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
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Entenfang
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Beitrag von Entenfang »

Valentin @ 13 Oct 2018, 12:53 hat geschrieben:Es wird sicherlich auch kein Zufall sondern Absicht gewesen sein, daß der Zug (dank NBÜ) genau in einer "Nothaltebucht" (Bildzeitung, eher Gleisstück neben einem DB-Bauwerk, daher mit Gleiszugang und direktem Fahrweg zur nächsten Straße)  gestoppt hat.
Ich denke das Gegenteil - es war purer Zufall. Anhand der Bilder bei Bild und WAZ ist klar erkennbar, dass der Zug auf Höhe km 72,0 bis 72,2 zum Stehen gekommen ist.
Die Stelle liegt also hier. So wahnsinnig toll ist die nicht zugänglich, halt ein normaler Bahndamm. Die Feuerwehr ist ja auch über die Autobahn und nicht über den Waldweg gekommen.

Im Video sind keine gelben Tafeln zur Kennzeichnung eines NBÜ-Abschnitts erkennbar, auch nicht auf dem zu erwartenden Bremsweg. Der letzte vorherige NBÜ-Abschnitt endet bei km 56,0 nach dem Fernthaltunnel. Aus 300 km/h würde ich rund 5...7 km Bremsweg annehmen (~ 1,0...1,2 m/s^2), Einfluss der Neigung ist aufgrund der Achterbahn schwierig einzuschätzen. Folglich müsste der Nothalt irgendwo zwischen km 65 und 67 gezogen worden sein.
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Beitrag von 218 466-1 »

Rev @ 13 Oct 2018, 03:32 hat geschrieben:Ach da gibt es auch noch andere Möglichkeiten Rumpfzug mit 4 Wägen nur wenden ist dann doof :D.... halt auch ned zugelassen....
Auch technisch nicht möglich. Pro Tz bei ICE3 gibt es einige Antriebskomponenten nur einmalig und nur an einem Wagen, nicht wie bei ICE4 mit meheren gleichen Powercars. Wenn nur ein Wagen fehlt, geht der ganze Zug nicht mehr. Nur ein identischer Wagen kann den ersetzen.
ICE1 ist ja ganz anderes, Antrieb nur im TK und es ist egal was und wie viel man dran hängt.
Aber schon ICE2 ist nicht mehr so flexiebel. Ohne Restaurant funzt auch der schon der nichtmehr so, dass regulärer Einsatz möglich wäre.

Ich bezweilfe, dass der Wagen bei Abschluss der Evakuierung schon im Vollbrand gestanden hat. Auf allen Fotos - auch da wo man den ganzen Zug sieht - mit dem Grossfeuer, sind weit und breit keine evakuierten Fahrgäste zu erkennem. Die waren da schon längst weg vom Gleis.
Zudem geht die Sonne in der Gegend z.Z. erst gegen 7:50 Uhr auf und auf den dukelsten = ersten Bildern ist bereits klar die Morgendämmerung zu erkennen, die dort z.Z. nicht vor 7:15 Uhr beginnt.
Notruf war um 6:30 Uhr, Evakuierung um 7:00 Uhr beendet. Also locker nochmal 20-30 Min. mehr bis zu dem Grossfeuer, unterm Strich von der Entstehung während der Fahrt über eine Stunde.
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Beitrag von Rev »

Auch technisch nicht möglich. Pro Tz bei ICE3 gibt es einige Antriebskomponenten nur einmalig und nur an einem Wagen, nicht wie bei ICE4 mit meheren gleichen Powercars. Wenn nur ein Wagen fehlt, geht der ganze Zug nicht mehr. Nur ein identischer Wagen kann den ersetzen.
Ah ja die da wären ?

Anforderungen ist Fahren über Zulassung oder Passagiere brauchen wir mit sowas nicht reden... auch wenn es mit der Luft etwas schwierig wäre es würde schon gehen...

Aber schon ICE2 ist nicht mehr so flexiebel. Ohne Restaurant funzt auch der schon der nichtmehr so, dass regulärer Einsatz möglich wäre.
Das ding fährt ohne Restaurant wunderbar... Problem ist nur das die Sicherheitseinrichtungen wie Personenruf oder Ansagen nicht mehr laufen und damit sind Passagieren dann raus ... Der ICE1 hat das gleiche Problem wenn man keinen Service Wagen dabei hat ;)
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Beitrag von Metropolenbahner »

218 466-1 @ 13 Oct 2018, 14:31 hat geschrieben: Auch technisch nicht möglich. Pro Tz bei ICE3 gibt es einige Antriebskomponenten nur einmalig und nur an einem Wagen, nicht wie bei ICE4 mit meheren gleichen Powercars.
Bist Du Dir da sicher? Soweit ich weiss gibts beim ICE3 alles mindestens doppelt, so z.B: auch 2 Trafos je 4 MW, jeweils im Wagen hinter dem Steuerwagen und einer davon brannte nun ja. Die restlichen Umrichter und Antriebe verteilt auf die 2 Nachbarwagen, aber logischerweise auch doppelt, geht ja nicht anders. Also nen 4-Teiler mit 4 MW sollte man demnach schon zum laufen bringen können - hülfe aber ohne Zulassung in der Praxis natürlich nichts.
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Beitrag von 143 »

Die Strecke bleibt übrigens laut DB-Angaben noch bis Ende nächster Woche gesperrt.
Schänden scheinen also größer zu sein...
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Beitrag von 218 466-1 »

"Wasserstandsmeldung" vom Samstag:
Das Feuer in einem ICE auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln ist von einem technischen Defekt ausgelöst worden. Das teilte die Bundespolizei am Samstag mit. Weitere Details des Vorfalls vom Freitag sind aber weiterhin unklar. „Das kann der Trafo gewesen sein, das kann auch etwas anderes gewesen sein“, sagte ein Sprecher (...) Der Zug war (...) erst kurz vor dem Brand in einem Werk technisch untersucht worden – am Donnerstag wegen Schmorgeruchs. „Dabei wurde eine Klimaanlage aufgrund einer defekten Steuerung ausgeschaltet“, (...)  „Diese Reparatur in einem anderen Wagen des Zuges steht in keinem Zusammenhang mit der Brandursache.“
Technischer Defekt war Ursache für ICE-Brand – Strecke bleibt mindestens eine Woche gesperrt
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Galaxy
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Beitrag von Galaxy »

Wie präzise informiert die Brandmeldeanlage den Lokführer? Ich nehme an er weiß ziemlich genau wo die Rauch/Wärmemelder ausgeschlagen haben?

Valentin @ 13 Oct 2018, 12:53 hat geschrieben:Es wird sicherlich auch kein Zufall sondern Absicht gewesen sein, daß der Zug (dank NBÜ) genau in einer "Nothaltebucht" (Bildzeitung, eher Gleisstück neben einem DB-Bauwerk, daher mit Gleiszugang und direktem Fahrweg zur nächsten Straße)  gestoppt hat.
Das man verhindert dass der Zug im Tunnel zum stehen kommt ist Sinnvoll, das man im freien wälerisch ist beim Halt nicht. So schneller man raus ist desto besser. Den Zug zu retten ist nicht das primär Ziel.
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