[M] Y -Trasse und Neubaugebiet Lechenauer Straße

Strecken, Fahrzeuge und Technik von Straßenbahnen und Stadtbahnen
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Aktuell befindet sich ja die Y Tasse in der Kategorie vom Nahverkehrsplan und ist einer der wahrscheinlichen Kandidaten für die erste Stufe der Realisierung.

Es gab am 20. April eine Informationsveranstaltung zum neuen Entwicklungsgebiet Lerchenauer Straße:
Video
Präsentation

Aus meiner Sicht ist auf Folie 30 auffällig dass die Tram relativ weit südlich durch Feldmoching fährt. Auf der Tonspur wurde bei der Folie 30 eine Verbindung zur U-Bahn Station Am Hart und "perspektivisch" westlich nach Dachau genannt.
Auch die eingezeichnete Führung durch die Georg-Zech-Allee verwundert. Anders als der Name Allee vermuten lässt, ist der Straßenquerschnitt nicht sonderlich breit und wie es dann außerhalb des gezeigten Ausschnitts gehen soll, ist herausfordernd. Die nächste Kreuzung zwischen der Georg-Zech-Allee und Feldmochinger Straße darf durchaus als herausfordernd genannte werden.
Und ohne eine Verlängerung nach Dachau (die und das hat man auch nachher in der Fragestunde gesagt, erst ferne Zukunft wäre) dürfte die Tram zu weit südlich situiert sein um in Feldmoching außerhalb des Neubaugebiets nennenswert Fahrgäste zu gewinnen. Und selbst für den nördlichen Rand des Neubaugebiets sollte die S-/U- Station Feldmoching näher sein.

Und für eine "perspektivische" Verbindung nach Dachau sehe ich eigentlich eine Tram, die keinen Übergang zur S1 hat auch für fragwürdig.

Die während der Präsentation auf Seite 39 genannte notwendige Schallschutzwand der unter anderem wegen der Tram lauteren Kreuzung Georg-Zech-Allee / Lerchenauer Straße hin zur Bestandsbebauung wird vermutlich auch noch zu heftigen Streit führen. So sehr ich sonst Anwohnerproteste überzogen halte, die Leute die da wohnen, würde ich verstehen, wenn die nach Verkündung der Pläne auf die Straße gehen.

Wobei die Situation in Feldmoching auch für die Planer sicherlich recht herausfordernd ist, da die Bestandsstraßen und Bebauungsmuster keine gute Grundlage bilden.
Auch bei der Tramführung wüsste ich gerade nicht, wie man es ideal bauen sollte. Allerdings sehe ich aktuell den Sinn einer so südlichen Führung nicht.

Explizit gesagt wurde bei 1:23 dass die Tram noch nicht fertig sein wird, wenn das Gelände vollständig bezugsfertig ist. Es wird dann einen Bus Vorlauf Betrieb geben. Insofern bleibt München seiner Linie treu, Neubaugebiete immer erst nachträglich schienengebunden zu erschließen.
Positiv ist, dass man Rasengleis und Baumbegleitung anstrebt.
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
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