Nahverkehr München - Augsburg

Strecken und Fahrzeuge des Regionalverkehrs (ohne S-Bahn!)
Antworten
Benutzeravatar
Iarn
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 21335
Registriert: 20 Jul 2007, 13:22

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Iarn »

Die Stationen liegen doch an der Riesbahn *kopfkratz*. Ich glaube, Du hast Dich im Thema vertan.
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
GT6M
Tripel-Ass
Beiträge: 190
Registriert: 17 Mai 2021, 15:49

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von GT6M »

Grad bei Vorbeifahrt mit dem 93ger gesehen viel Feuwehr und RTW + Polizeiaufgebot in Augsburg-Hochzoll Bereich Unterführung. PU? Oder Zufall? DB Navigator zeigt nur Gleiswechsel Mering und St.Afra an. Wie sieht da um 0.30 das Ersatzkonzept aus? Warum fahren wir nicht für DB/BRB? Kissing/Friedberg/Inningen
- Augsburg - Neusäß/Gersthofen würde schon gehen oder? Immerhin hat Augsburg Deutschlands umweltfreundlichste Busflotte 8). Und die Bahn hat ja das selbe Ziel Klimaneutral zu werden :lol: . Seltsam
DUEWAG-IBK
Eroberer
Beiträge: 65
Registriert: 29 Dez 2014, 21:24

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von DUEWAG-IBK »

Ganz einfach: Wenn nichts fährt, wird auch kein CO2 produziert. Umweltfreundlicher geht es wohl kaum! *Duck und weg.*
GT6M
Tripel-Ass
Beiträge: 190
Registriert: 17 Mai 2021, 15:49

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von GT6M »

Wegen der Umbauarbeiten halten in Neusäß zurzeit nur Züge die aus 1xET440/ET425 gebildet sind. Alle anderen fahren durch. In beide Richtungen aber warum Schwerpunkt ist doch Gleis 3?
Benutzeravatar
Rohrbacher
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 13528
Registriert: 10 Apr 2006, 23:21
Wohnort: ja

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Rohrbacher »

Es kommt, wie die Realisten vermutet haben: Mal wieder geht die drecks Ausschreibungskacke ein Betriebsstart in die Hose. Gaby hat 40 Lokführer zu wenig, die Regio-Leute wollten laut Pressebereicht überwiegend doch nicht den Arbeitgeber wechseln, die Leute wachsen nicht auf Bäumen und so muss mit reduziertem Fahrplan gestartet werden, was irgendwie seltsam klingt bei einer Strecke, die es seit 1844 gibt und wo doch aktuell auch Züge fahren ...

Augsburger Allgemeine: Go Ahead muss im Raum Augsburg mit reduziertem Angebot starten
„Herr Otto Mohl fühlt sich unwohl am Pol ohne Atomstrom.“
Benutzeravatar
Rohrbacher
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 13528
Registriert: 10 Apr 2006, 23:21
Wohnort: ja

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Rohrbacher »

Eisenbahngesellschaft kündigt Go-Ahead Vertragsstrafen an, was den Fahrgästen bestimmt richtig viel helfen wird, wie immer wenn von einem Tag auf den anderen durch Veranlassung der BEG irgendwas, was gerade noch halbwegs funktioniert hat, erstmal für längere Zeit komplett kaputt geht. :)
„Herr Otto Mohl fühlt sich unwohl am Pol ohne Atomstrom.“
Benutzeravatar
218 466-1
"Lebende Forenlegende"
Beiträge: 7000
Registriert: 02 Aug 2010, 15:13
Wohnort: Red Bank NJ, ex-Ingolstadt

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von 218 466-1 »

Zumindest die Zuege haben ihre Zulassung erhalten. Wenigstens etwas.
Keine Alternative zum Transrapid MUC
[img]https://abload.de/img/tr09sdtu1f.jpg[/img]
Benutzeravatar
Rohrbacher
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 13528
Registriert: 10 Apr 2006, 23:21
Wohnort: ja

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Rohrbacher »

Der übliche Ausschreibungsschaden:
Friedberger Allgemeine: In Mering gibt es bald keine Zugkarten für den Fernverkehr mehr

"Ab 11. Dezember übernimmt der neue Anbieter Go-Ahead die Strecke Augsburg-München. Zwar ist auch er laut Ausschreibung verpflichtet, einen Schalterverkauf aufrecht zu erhalten. Allerdings nur für Nahverkehrstickets. (...) Zum Glück übernehme der Kiosk den Fahrkartenverkauf für den Nahverkehr. (...) "Hinzu kommt, dass mit der Schließung des Fahrkartenschalters auch der beheizte Warteraum geschlossen wird", fügt Petra von Thienen, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Mering, hinzu. (...) Go-Ahead-Sprecher Winfried Frey bestätigt, dass der neue Bahnbetreiber keine Nahverkehrstickets mehr verkauft. Das hat finanzielle Gründe. (...) Go-Ahead (hätte) den Verkauf der Fernverkehrskarten auf eigene Kosten betreiben müssen. Die Deutsche Bahn (DB) habe jedoch die Provision für den Verkauf von zehn auf fünf Prozent gekürzt, stelle zugleich jedoch hohe Auflagen an den Verkäufer der Tickets."

Lösungsvorschlag: Mehr Wettbewerb!!!!!! Hilft bestimmt.
Interessant finde ich aber das Argument mit der Barrierefreiheit, hat das eigentlich schonmal jemand zu Ende gedacht?

"Sollen wirklich alle Bürgerinnen und Bürger, die ihre Fahrkarte nicht online kaufen können, um eine Fahrkarte zu bekommen, nach Augsburg fahren?", beschwert sich Christina Haubrich. "Somit ist kein barrierefreier Zugang zu einer Fahrkarte gewährleistet."
„Herr Otto Mohl fühlt sich unwohl am Pol ohne Atomstrom.“
andreas
"Lebende Forenlegende"
Beiträge: 6483
Registriert: 25 Feb 2004, 15:02
Wohnort: 85777

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von andreas »

wenns in der Ausschreibung nicht verlangt wurde, dann würde ich es auch nicht machen, wenn damit kein Geld zu machen ist. Warum soll man Tickets für die Konkurrenz verkaufen? Wenn die Bahn interesse hat, Fernverkehrstickets zu verkaufen, dann müssen die einen Weg finden.

und wenn sich genug beschweren dann überdenkt die BEG vielleicht mal ihre Ausschreibungen
Benutzeravatar
Lobedan
Kaiser
Beiträge: 1208
Registriert: 01 Jan 2016, 15:02

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Lobedan »

Gleiches gilt übrigens auch für die Reisezentren in Günzburg und Donauwörth: DB geht raus, GABY bzw Transdev übernehmen, aber nur Nahverkehr. Und im Gegensatz zu Mering sind das beides Systemhalte im Fernverkehr.
Selbes Spiel in Regensburg, wo Agilis das Reisezentrum ohne Fernverkehr übernimmt.
Benutzeravatar
Rohrbacher
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 13528
Registriert: 10 Apr 2006, 23:21
Wohnort: ja

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Rohrbacher »

andreas hat geschrieben: 05 Dez 2022, 15:05 Warum soll man Tickets für die Konkurrenz verkaufen?
Mir sind das System und die Mechanismen völlig klar. ;) Das Verkehrssystem Eisenbahn und dessen Reiseketten werden durch den Wettbewerbs- und Konkurrenzwahnsinn und die ganze Aufspalterei aber eher nicht besser, wie man mal wieder deutlich sieht.
„Herr Otto Mohl fühlt sich unwohl am Pol ohne Atomstrom.“
146225
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 15790
Registriert: 01 Apr 2007, 17:45
Wohnort: TH/EDBU

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von 146225 »

Nun, man kann sich durchaus fragen, wo der Auslöser sitzt: wenn man dieser Tage im Fernverkehr unterwegs ist, erlebt man bei der Fahrkartenkontrolle um sich herum durchaus einen sehr hohen Anteil von Online-Tickets, auch immer weiter zunehmend nicht mehr in ausgedruckter Papierform sondern auf mobilen Endgeräten aller Art vorgezeigt.

Ist das der Not gehorchend von den Reisenden, weil es immer weniger stationären Fahrkartenverkauf gibt? Oder hat DB Fernverkehr mit der Aussage, dass sich der Point of Sale wie auch in anderen Branchen verlagert hat, Recht? Beides? Henne oder Ei?

Es ist auf jeden Fall nicht so, dass dies eine Thematik wäre, welche Reisende vom Fernverkehr abhält. Denn trotz mangelhafter Leistung - Pünktlichkeit miserabel, Qualitätsmängel ("heute ohne...") ständig - sind die Fernverkehrszüge in diesen Tagen knackig voll.
O mia patria, si bella e perduta! (Giuseppe Verdi)
Benutzeravatar
Iarn
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 21335
Registriert: 20 Jul 2007, 13:22

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Iarn »

Wieso sollte ich Ressourcen = Papier verschwenden um mein Ticket auszudrucken?
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
Benutzeravatar
Jean
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 15414
Registriert: 29 Nov 2002, 10:51
Wohnort: München

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Jean »

Iarn hat geschrieben: 05 Dez 2022, 20:21 Wieso sollte ich Ressourcen = Papier verschwenden um mein Ticket auszudrucken?
Weil es nicht abschmieren kann... :lol:
Danke für das Forum

Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Benutzeravatar
Iarn
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 21335
Registriert: 20 Jul 2007, 13:22

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Iarn »

Ich habe quasi immer mindestens zwei Geräte dabei, die zumindest einen QR Code anzeigen können.

Seit unsere Kunden keine Ausdrucke von Online Tickets für Reisekostenabrechnungen mehr wollen, habe ich kein Ticket mehr ausgedruckt.
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
Benutzeravatar
Jean
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 15414
Registriert: 29 Nov 2002, 10:51
Wohnort: München

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Jean »

Iarn hat geschrieben: 05 Dez 2022, 20:39 Ich habe quasi immer mindestens zwei Geräte dabei, die zumindest einen QR Code anzeigen können.
So kann man es auch machen.
Danke für das Forum

Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Benutzeravatar
Iarn
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 21335
Registriert: 20 Jul 2007, 13:22

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Iarn »

Was man übrigens auch machen kann, ist wenn man zu mehreren unterwegs ist, die Codes kreuzweise zu teilen. Machen wir im Team auf Dienstreisen immer.
Selbst in Analogzeiten hatte mein Reisekumpel zumindest den Durchschlag meiner Rückfahr/flugtickets. Besser als nichts.
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
Benutzeravatar
Rohrbacher
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 13528
Registriert: 10 Apr 2006, 23:21
Wohnort: ja

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Rohrbacher »

Iarn hat geschrieben: 05 Dez 2022, 20:39 Ich habe quasi immer mindestens zwei Geräte dabei, die zumindest einen QR Code anzeigen können.
Das ist ein richtig toller, vor allem ressourcensparender Tipp! :lol:
Iarn hat geschrieben: 05 Dez 2022, 20:21 Wieso sollte ich Ressourcen = Papier verschwenden um mein Ticket auszudrucken?
Das ist die völlig falsche Frage! Dann könnte ich auch barrierefreie Züge in Frage stellen, weil sogar 99,8% der Fahrgäste laufen können. Mindestens.

Übrigens wollten wir letzte Woche in Nürnberg ein Bayernticket per App kaufen. Mein Handy schied aus, weil ich ja früher aussteigen musste. Beim Kollegen scheiterte es erst daran, dass die heimische MVG-App kein Bayernticket verkaufen konnte, zumindest nicht in Franken, keine Ahnung, ob's da ein Geoblocking gibt oder die MVG das grundsätzlich nicht kann (?), dann scheiterte es in der DB-App (Gelegenheitsnutzer) zwei, drei Versuche am Login, dann war das Netz kurz unterbrochen, "bestätigen Sie, dass Sie ein Mensch sind und hüpfen Sie auf einem Bein, während sie Hänschen-Klein singen", dann war für die eingegebene Verbindung die Frist nach Abfahrt abgelaufen. Dann waren wir auch schon am Hauptbahnhof, streng genommen bis jetzt immer noch Schwarzfahrer, und ab zum nächstbesten Automaten. Toll, diese Digitalisierung. Das wäre sicherlich reibungslos gegangen, wenn wir die VGN- oder die RVV- oder LMA-App benutzt hätten.

Anderer Betrieb: Meinen QR-Code auf'm Display (2022er Hardware) hat der moderne Robo-Türsteher nicht gefressen, zum Glück hatte ich einen Ausdruck in Reserve. Weil dafür, dass das nicht funzt, bin ja per AGB dann wohl selbst verantwortlich. Die ganzen Onlineverfahren haben den gehörigen Vorteil für die Betreiber = Nachteil für die Kunden, dass mal wieder in diesem Fall technische Verantwortung und die Hardware-Investition ohne Fahrpreisausgleich (!) auf den Kunden abgewälzt wird. Wenn durch Selbstbedienung und den Wegfall des ganzen Service (!) die Preise beim Endkunden sinken würden, hätten wir eine andere Diskussionsgrundlage.

Und selbst wenn man das ausblendet, bleibt die Frage, warum moderne Verkaufsstellen für die regulären Öffis, egal ob online oder offline für Nichtprofis nur ein kaum zu durchblickendes Teilangebot anbieten. Es wäre ja einfach, wenn man man sagen könnte, nimm die DB-App, aber die sagt ja auch dauernd "Teilpreis". Es geht mir hier nicht allein um den Vertriebsweg, sondern die Angebotspalette. Die war im analogen Zeitalter, wo einem der Dorfbahnhof Tickets nach Athen verkaufen konnte, gerade im mobilen Verkauf oft aus logistischen Gründen eingeschränkt. Okay, jetzt haben wir eine digitale und vernetze Welt, aber die Vertriebswege fragmentieren durch die Hemmnisse der Bahnreform immer mehr, weil jeder macht, was er will. Wurscht, ob das Ticket online oder offline beim Fahrgast landet. Das ist nicht der Punkt, sondern dass jeder macht, was ihm grad passt.
146225 hat geschrieben: 05 Dez 2022, 19:18 Es ist auf jeden Fall nicht so, dass dies eine Thematik wäre, welche Reisende vom Fernverkehr abhält. Denn trotz mangelhafter Leistung - Pünktlichkeit miserabel, Qualitätsmängel ("heute ohne...") ständig - sind die Fernverkehrszüge in diesen Tagen knackig voll.
Vielleicht wären sie ja noch voller? Nur weil die Züge voll sind, kann man daraus nicht ableiten, dass keine Leute vergrault werden oder ihr Verhalten irgendwie ändern. Für den Betreiber mag ein voller Zug ein ausreichender, weil wirtschaftlicher Erfolg sein, insbesondere für das Erreichen des politischen Ziels der Verkehrswende oder die Interessen des Reisenden im Einzelfall ist das sicher kein Indikator.
„Herr Otto Mohl fühlt sich unwohl am Pol ohne Atomstrom.“
Benutzeravatar
Iarn
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 21335
Registriert: 20 Jul 2007, 13:22

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Iarn »

Rohrbacher hat geschrieben: 05 Dez 2022, 21:15
Iarn hat geschrieben: 05 Dez 2022, 20:39 Ich habe quasi immer mindestens zwei Geräte dabei, die zumindest einen QR Code anzeigen können.
Das ist ein richtig toller, vor allem ressourcensparender Tipp! :lol:
Auf Dienstreisen habe ich zwangsläufig ein dienstliches Gerät mit dabei und - das habe ich ausprobiert, der Scanner von DB FV hat auch ohne zu murren anstandslos den QR Code vom Display meines dienstlichen Laptops gelesen.

Privat habe ich eigentlich immer einen EBook Reader dabei, der auch QR anzeigen kann. Und ich glaube ich lese genug, dass sich die Anschaffung eines Readers mit E Ink Display lohnt gegenüber der Option EBooks auf meinem Mobiltelefon zu lesen.
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
Benutzeravatar
Rohrbacher
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 13528
Registriert: 10 Apr 2006, 23:21
Wohnort: ja

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Rohrbacher »

Mag sein, dass bei DIR das so ist, aber das ist für den Ottonormalnutzer so keine Option und die Anschaffung bestimmter Geräte, die vermutlich auch im Regelsatz von Hartz-IV/Bürgergeld nur unzureichend bedacht sind und von manchen Zielgruppen ggf. gar nicht bedient werden können, würde ich den Leuten überlassen. Ansonsten sind wir in der Richtung unterwegs, wo auch die Leute immer sind, die ÖPNV für nutzlos halten, weil ja jeder ein Auto hat und allen diesen Weg aufgezwängen wollen.

Mit der Komplexität des Angebots der ganz schön vielen Apps oder Automaten einfach komplett überfordert. Aus meiner Sicht braucht es für beides (in Deutschland zumindest) auch bereits tarifliche Vorkenntnisse, die man nicht erwarten kann, jedenfalls wenn es um Reisen im verbundüberschreitenden Verkehr mit oder ohne "Fernverkehr" geht. Genau da rennt man als 75%-Mainstream-Bundesbürger doch ins Reisezentrum. Für eine Fahrt innerhalb des eigenen Teilnetzes, wo's vor zig Jahrzehnten mit den Automaten ja auch losging, könnte man auf "Service" eher noch verzichten. Gerade aber bei komplexeren Sachen, die teils ggf. heute noch nicht online gehen, eine mehr oder weniger vom Zufall bestimmte Online-First-Strategie zu fahren, halte ich für einen Fehler.
„Herr Otto Mohl fühlt sich unwohl am Pol ohne Atomstrom.“
Benutzeravatar
218 466-1
"Lebende Forenlegende"
Beiträge: 7000
Registriert: 02 Aug 2010, 15:13
Wohnort: Red Bank NJ, ex-Ingolstadt

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von 218 466-1 »

Iarn hat geschrieben: 05 Dez 2022, 20:39 Ich habe quasi immer mindestens zwei Geräte dabei, die zumindest einen QR Code anzeigen können.
Ich habe Null Geraete dabei und nichteinmal zu Hause einen Drucker.
Online die Papierform zusenden lassen oder der Automat am Bahnhof. So war das bei mir immer und jegliche Aenderungen wuerde ich nicht akzeptieren! Ich hasse diese "Geraete" weil Touchscreens und ich keine Freunde mehr werden.
Keine Alternative zum Transrapid MUC
[img]https://abload.de/img/tr09sdtu1f.jpg[/img]
Benutzeravatar
Iarn
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 21335
Registriert: 20 Jul 2007, 13:22

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Iarn »

Rohrbacher hat geschrieben: 06 Dez 2022, 00:51 Mag sein, dass bei DIR das so ist, aber das ist für den Ottonormalnutzer so keine Option und die Anschaffung bestimmter Geräte, die vermutlich auch im Regelsatz von Hartz-IV/Bürgergeld nur unzureichend bedacht sind und von manchen Zielgruppen ggf. gar nicht bedient werden können, würde ich den Leuten überlassen. Ansonsten sind wir in der Richtung unterwegs, wo auch die Leute immer sind, die ÖPNV für nutzlos halten, weil ja jeder ein Auto hat und allen diesen Weg aufgezwängen wollen.

Mit der Komplexität des Angebots der ganz schön vielen Apps oder Automaten einfach komplett überfordert. Aus meiner Sicht braucht es für beides (in Deutschland zumindest) auch bereits tarifliche Vorkenntnisse, die man nicht erwarten kann, jedenfalls wenn es um Reisen im verbundüberschreitenden Verkehr mit oder ohne "Fernverkehr" geht. Genau da rennt man als 75%-Mainstream-Bundesbürger doch ins Reisezentrum. Für eine Fahrt innerhalb des eigenen Teilnetzes, wo's vor zig Jahrzehnten mit den Automaten ja auch losging, könnte man auf "Service" eher noch verzichten. Gerade aber bei komplexeren Sachen, die teils ggf. heute noch nicht online gehen, eine mehr oder weniger vom Zufall bestimmte Online-First-Strategie zu fahren, halte ich für einen Fehler.
Ich habe nicht behauptet, dass es allen so geht wie mir. Ich habe lediglich der These widersprochen, dass sich die Passagiere "der Not gehorchend" dem System "unterwerfen". Es gibt Passagiere wie mich, die keinerlei Bedarf an Papiertickets mehr haben.
Und wenn ich mich gerade hier im ICE Zug umsehe nahe Augsburg erste Klasse dann hat wirklich jeder in Sichtweite einen Laptop vor sich liegen /stehen und keine hat ein Papierticket. Klar wird es im Nahverkehr weniger sein als im Fernverkehr und zweite weniger als erste, aber Leute mit mehreren digitalen Geräten sind in der Bahn keine Seltenheit.
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
andreas
"Lebende Forenlegende"
Beiträge: 6483
Registriert: 25 Feb 2004, 15:02
Wohnort: 85777

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von andreas »

Du mußt halt auch nicht in der 1. Klasse schauen.... Ich kann auch bei den Porsche Kunden eine Umfrage machen und fragen, ob sie sich das Tanken noch leisten können.....
Und ja, die Leute, die wirklich aufs Papierticket und den Vorort Verkauf angewiesen sind dürften wenig sein und das ist natürlich für den BWLer dann Grund, den Vorortverkauf zuzumachen.... Aber solange sich nicht genug beschweren wirds halt auch keinen kümmern.
Benutzeravatar
Iarn
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 21335
Registriert: 20 Jul 2007, 13:22

Re: Nahverkehr München - Augsburg

Beitrag von Iarn »

Wie gesagt es ging mir nur darum aufzuzeigen, dass nicht alle aus Zwang aufs elektronische Ticket umschwenken. Es gibt halt auch Leute die leben zunehmend papierlos.
Abseits der Bahn kann man den Trend auch daran erkennen, dass seit 2011 der Verkauf von Druckern mit leichten Schwankungen konstant sinkt. Nachdem die Kisten durch geplante Obsoleszenzen eher kurzlebiger als langlebiger werden, ist davon auszugehen. dass der Pool an potentiellen Selbstausdruckern schwindet, wenn immer weniger Haushalte ein Gerät haben.
Natürlich wird es immer Leute geben, die ein Papierticket vermissen (mein Vater zum Beispiel ist ein eiserner Verfechter des Papiertickets), aber ich glaube ein Großteil wechselt ihr Verhalten aus anderen Gründen als aus Zwang.
Bei Schülertickets kann ich mir hingegen vorstellen, dass ein physikalisches Ticket vermutlich noch sehr lange Bestand hat (aber halt als Chipkarte).
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
Antworten