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[CH] Die alte Waldenburgerbahn ist tot., letzter Betriebstag der Waldenburgerbahn [Zur Themenübersicht]
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FlipsP
  Geschrieben am: 13 Apr 2021, 11:21


Jungspund


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Beiträge: 12




QUOTE (ET 474 @ 12 Apr 2021, 20:36)
In Österreich treffen in Jenbach die Inntalstrecke mit 1435 mm, die Achenseebahn mit 1000 mm und die Zillertalbahn mit 760 mm zusammen. Die Achenseebahn und die Zillertalbahn haben engere Kurven als die Inntalstrecke, weshalb für die Achenseebahn und Zillertalbahn engere Spurweiten als 1435 mm gewählt worden sind. Bei der Zillertalbahn wird auch immer wieder diskutiert, ob diese bei der nächsten Erneuerung des Oberbaus wenigstens auf 1000 mm umgespurt werden soll, weil die Zillertalbahn dann wenigstens mit der Achenseebahn zusammen gelegt werden könnte.


Tut mir Leid, aber es ist Unsinn, dass man Achsensee- und Zilertalbahn streckentechnisch zusammenlegen wollte/will!
Geht auch gar nicht, da die Achenseebahn eine Zahnradbahn ist und beide Bahnen durch die normalspurige Inntalstrecke getrennt sind. Auch stand bei der Zillertalbahn nie eine Umspurung auf 1000mm zur Debatte, es wurde nur einmal angedacht, auf Normalspur umzuspuren (nach dem Motto, wenn Umspuren, dann richtig). Bei 1000 mm hätte man ja nicht wirklich Vorteile im Vergleich zu jetzt.

Dagegen wurde (bzw ist dieser Vorgang gerade im Gange) die Achsenseebahn als Firma in die Zillertalbahn integriert, das hat aber nichts mit einer Umspurung oder Streckenzusammlegung zu tun (weil wie oben beschrieben schwer möglich).


QUOTE (ET 474 @ 12 Apr 2021, 20:36)
Bei der Murtalbahn erhofft man sich von einer Umspurung auf wenigstens 1000 mm eine höhere Reisegeschwindigkeit. Die Murtalbahn ist damals auch aus Kostengründen nur auf 760 mm trassiert worden, weil man mit 760 mm leichter durch das kurvenreiche Murtal trassieren gekonnt hat als mit 1435 mm. Heute wird natürlich geprüft, ob mit einer Umspurung auf wenigstens 1000 mm mit wenigen Mitteln noch mehr rausgeholt werden kann. Eine Umspurung auf 1435 mm gilt hier jedoch eher als unwahrscheinlich, denn wenn die Platz- und Kurvenverhältnisse dieses im Murtal hergeben würden, wäre dieses längst verwirklicht worden.


Auch hier stimmt einiges nicht, denn auch bei der Murtalbahn war nie ein Gedanke an eine Umspurung auf 1000mm, sondern wenn überhaupt immer auf Normalspur. Die Umspurung auf Normalspur gilt trotzdem als unwahrscheinlich und wurde schon des Öfteren verworfen. Aktuell arbeitet man an einem Ausbaukonzept (bzw als Alternative einer Einstellung) für die Murtalbahn.



Die allgemeine Situation der 4 Schmalspurbahnen in Österreich sieht wie folgt aus:

Mariazellerbahn: im Grunde vollkommen erneuert und nicht gefährdet
Zillertalbahn: nicht gefährdet; aktuell möchte man von Diesel auf Wasserstoff als Kraftstoff umsteigen, diese Umstellung ist aber gerüchteweise ins Stocken geraten und es könnte doch auf eine Elektrifizierung hinauslaufen
Pinzgaubahn: nicht gefährdet; es wird über die Elektrifizierung nachgedacht
Murtalbahn: offiziell nicht gefährdet, könnte aber ein Wackelkandidat sein; Das Land Steiermark denkt darüber nach, wie (oder auch ob) man die Bahn in Zukunft betreiben möchte

Persönlich bin ich der Meinung, dass man alle mit einem System ausstatten sollte, damit die gute Zusammenarbeit, die aktuell gelebt wird, weiterhin bestehen bleiben kann.
    
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einen_Benutzernamen
  Geschrieben am: 13 Apr 2021, 12:29


Kaiser


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Mitglied seit: 5 Apr 18
Beiträge: 1722




Hier ist die Strecke: (Quelle: Open Data Schweiz)
KARTE

Die Karte habe Ich selber gemacht daher erlaube Ich das posten hier falls jemand bezüglich des Copyright fragt.

EDIT: Ich habe die Karte gedreht und gezoomt dann kann man die Stationsnamen sehen:
KARTE

Karten in in Links umgewandelt da viel zu groß, und Urheberrecht nicht endgültig klar ist. Martin

Bearbeitet von Martin H. am 13 Apr 2021, 12:52

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ET 474
  Geschrieben am: 13 Apr 2021, 14:11


Kaiser


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Alter: 46
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QUOTE
In anderen Worten: Die Meterspurstrecke war nicht für Regelspur trassiert.

Richtig. Die Strecke war nicht für Regelspur trassiert, die weiteren Kurvenradien für eine spätere Umstellung auf 1435 mm jedoch schon von Anfang an im Flächennutzungsplan vorgemerkt und dementsprechend freigehalten. In den Bahnhöfen und BRücken waren jedoch die Gleiströge schon von Anfang an auf 1435 mm vorbereitet, so dass dort die Umstellung recht einfach ging.

QUOTE
Die Achenseebahn ist auch eine Zahradbahn und zwischen den beiden Schmalspurbahnen liegt in Jenbach eine nicht ganz unwichtige Hauptstrecke in Regelspur, die man nicht niveaugleich mit einem Meterspurgleis kreuzen wird.

Ja und? Die Zahnstange muss nicht zwangsläufig nach Mayrhofen verlängert werden. Die Odontotos Diakopto - Kalabryta hat auch nur auf den steigungsreichsten Abschnitten eine Zahnstange und ansonsten nicht. Also warum nicht auch bei Achensee- und Zillertalbahn? Die Normalspurstrecke in Jenbach muss nicht niveaugleich, sondern kann auch in einer Über- oder Unterführung gekreuzt werden.

QUOTE
Ich kann mich an viele Diskussionen zur Achenseebahn erinnern und an den ein oder anderen Ansatz zur Umspurung der Zillertalbahn auf Regelspur, aber eine betrieblich schwierige und verkehrlich zweifelhafte Zusammenlegung der beiden Strecken ist mir neu. Woher stammt Deine Annahme?

Es gab bis Ende 2020 einen Youtube-Kanal stbtram, da wurden immer sehr schöne Fernsehberichte über Eisenbahn- und ÖPNV-Projekte zusammen gestellt. Ich meine, da wurde auch über die Zillertalbahn und Achenseebahn berichtet. Leider wurde dieser Kanal dann zum Jahreswechsel 2020/21 eingestellt. Schade, denn ich fand die Berichte auf diesem Kanal immer sehr schön.

QUOTE
Sagst du mir eine?

Griechenland: Thessalische Bahn, Peloponnesbahn teilweise von 1000 auf 1435 mm, Odontotos Zahnradbahn Diakopto - Kalabryta von 600 auf 750 mm.
Norwegen: Mehrere vom damaligen Westbahnhof in Oslo ausgehende Strecken nach Aufbrauch der Erst-Ausstattung in den 1870er Jahren von 1067 auf 1435 mm.

QUOTE
Nun, das ist schon lange gestorben.
Den dann müssten Wendeschleifen hin. Das Basler und BLT Tramnetzt fährt mit Einrichtungsfahrzeugen!

Dann werden für die Baseler Straßenbahn zumindest einige 2-Richtungs-Fahrzeuge beschafft. Sowas wurde in Oslo übrigens auch schon gemacht, dass einige verbliebene Straßenbahnstrecken von 1-Richtung auf 2-Richtung umgebaut worden sind, nachdem entschieden worden ist, dass einige Straßenbahnstrecken aufgrund geologischer Schwierigkeiten nicht durch eine U-Bahn ersetzt werden können.

QUOTE
Sagt man eigentlich auch Münchener Strassenbahn? :-)

Ich denke schon. Die Städte heißen München und Basel. Also müsste die Besitzanzeige Münchener und Baseler heißen.
    
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TramBahnFreak
  Geschrieben am: 13 Apr 2021, 15:09


Lebende Forenlegende


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QUOTE (ET 474 @ 13 Apr 2021, 15:11)
Die Normalspurstrecke in Jenbach muss nicht niveaugleich, sondern kann auch in einer Über- oder Unterführung gekreuzt werden.
Wenn die Verbindung nur als Betriebsstrecke benutzt würde und nicht im regulären Fahrplan, wäre einerseits eine Unterführung viel zu teuer, andererseits eine niveaugleiche Kreuzung kein grösseres Problem. Die Arosabahn ist mit dem Stammnetz der RhB in Chur auch über eine derartige höhengleiche Kreuzung über die SBB-Strecke verbunden; da steht man dann als Rangierfahrt halt im Zweifel mal 10 Minuten...


QUOTE (ET 474 @ 13 Apr 2021, 15:11)
Ich denke schon. Die Städte heißen München und Basel. Also müsste die Besitzanzeige Münchener und Baseler heißen.

Wäre zumindest logisch, ist aber falsch. wink.gif

--------------------
Huift ja doch nix...
    
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ET 474
  Geschrieben am: 13 Apr 2021, 15:43


Kaiser


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QUOTE
Wenn die Verbindung nur als Betriebsstrecke benutzt würde und nicht im regulären Fahrplan, wäre einerseits eine Unterführung viel zu teuer, andererseits eine niveaugleiche Kreuzung kein grösseres Problem. Die Arosabahn ist mit dem Stammnetz der RhB in Chur auch über eine derartige höhengleiche Kreuzung über die SBB-Strecke verbunden; da steht man dann als Rangierfahrt halt im Zweifel mal 10 Minuten...

Die von mir skizzierte Durchbindung Achenseebahn - Zillertalbahn soll nicht für Rangierfahrten, sondern eine reguläre Durchbindung Pertisau - Mayrhofen ermöglichen. Zwischen Mayrhofen und Jenbach wird normal im Adhäsions-Betrieb gefahren, zwischen Jenbach und Pertisau wird mit Zahnstange gefahren. Gleiches Prinzip läuft auf der Odontotos zwischen Diakopto und Kalabryta: Nur auf den steigungsreichsten Abschnitten wird mit Zahnstange gefahren, ansonsten nicht. Warum also nicht auch zwischen Mayrhofen und Pertisau?

QUOTE
Wäre zumindest logisch, ist aber falsch.

Da gibt es wohl auch einige regionale Unterschiede. Im Kreis Schleswig-Flensburg wird die Besitzanzeige auch mit 's geschrieben und im übrigen Bundesgebiet stören sich die Deutschlehrer an diesem Anglizismus. Woher die Briten wohl diesen Anglizismus haben? Zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert aus Schleswig nach London eingeschleppt.
    
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guru61
  Geschrieben am: 13 Apr 2021, 16:26


König


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QUOTE

Griechenland: Thessalische Bahn, Peloponnesbahn teilweise von 1000 auf 1435 mm, Odontotos Zahnradbahn Diakopto - Kalabryta von 600 auf 750 mm.
QUOTE

Norwegen: Mehrere vom damaligen Westbahnhof in Oslo ausgehende Strecken nach Aufbrauch der Erst-Ausstattung in den 1870er Jahren von 1067 auf 1435 mm.
Den dann müssten Wendeschleifen hin. Das Basler und BLT Tramnetz fährt mit Einrichtungsfahrzeugen!

Schlechtes Beispiel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Thessalische_...isenbahnen#Ende
Zitat:
1955 wurden die Thessalischen Eisenbahnen verstaatlicht und in die Staatsbahngesellschaft SEK (Sidirodromoi Ellinikou Kratos), Vorläufer der heutigen OSE, integriert.[2] Diese baute bis 1962 die Strecke Larisa–Velestino auf Regelspur um, der sich zwischen Velestino und Volos eine vollständig neu trassierte Normalspurstrecke anschloss.[3] Im Bahnhof Volos wurden die Gleisanlagen teilweise zu Mehrschienengleisen für Fahrzeuge aller sich dort treffenden Spurweiten umgebaut.
Und nicht nach dem Jahr 2'000!

QUOTE
Nun, das ist schon lange gestorben.
Den dann müssten Wendeschleifen hin. Das Basler und BLT Tramnetzt fährt mit Einrichtungsfahrzeugen!


Dann werden für die Baseler Straßenbahn zumindest einige 2-Richtungs-Fahrzeuge beschafft. Sowas wurde in Oslo übrigens auch schon gemacht, dass einige verbliebene Straßenbahnstrecken von 1-Richtung auf 2-Richtung umgebaut worden sind, nachdem entschieden worden ist, dass einige Straßenbahnstrecken aufgrund geologischer Schwierigkeiten nicht durch eine U-Bahn ersetzt werden können.


Wird aber nicht, wie du im Landratsbericht lesen kannst.

QUOTE

Ich denke schon. Die Städte heißen München und Basel. Also müsste die Besitzanzeige Münchener und Baseler heißen.

In Hamburg vielleicht:
https://de.wikipedia.org/wiki/Straßenbahn_München
Zitat:
Sie wird von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) betrieben und ist in den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) integriert.

https://www.bvb.ch/de/unternehmen/impressum/
Gruss Guru

Bearbeitet von guru61 am 13 Apr 2021, 16:28
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 13 Apr 2021, 16:30


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 13026

Wohnort: ja


QUOTE (TramBahnFreak @ 13 Apr 2021, 16:09)
Wäre zumindest logisch, ist aber falsch. wink.gif

"Münchener" gibt's durchaus, z.B. auch in Namen bekannter Versicherungen und Bands. Bei "Baseler" (statt Basler) oder "Züricher" (statt Zürcher) wird aus meiner Sicht zu Recht mit den Augen gerollt. wink.gif

QUOTE (146225 @ 13 Apr 2021, 06:09)
Insofern ist die hier-zu-Thread geäußerte Vermutung, dass die Waldenburgerbahn in Deutschland nicht mal das Jahr 1970 fahrend erlebt hätte, durchaus mehr als gerechtfertigt. Und mehr ist zu diesem Thema hier auch nicht mehr zu sagen.

Das westliche oder das östliche Deutschland? Richtig ist, dass die Länder schon im 19. Jahrhundert einen sehr unterschiedlichen Umgang mit schmalspurigen Lokalbahnen hatten. Bayern beispielsweise hat bis auf ganz wenige, später zum Teil umgespurte Ausnahmen (Eichstätt!) schon vor dem Ersten Weltkrieg eine Strecke eher mal nicht gebaut als sie schmalspurig zu bauen oder andersrum, zig regelspuriger Lokalbahnen mit den quasi europaweit bekannten kleinen 98ern betrieben, die es so anderswo nicht gab. Diese ganzen Geschichten mit um die 10 t Achslast hat Sachsen als durchgehendes Schmalspurnetz gebaut. In Bayern dagegen war das Lokalbahnnetz nicht durchgehend und ein Sammelsurium an Stichbahnen (was häufig später auch ihr Tod war!) mit Regelspur, aber vielfach so leichtem Oberbau, dass man da kaum sinnvoll mit Einheitsbaureihen fahren konnte. Daher war letztlich beides nicht von Dauer, weil beides nicht standardkonform war.

Und dass manche Strecken mit dem Bus wirtschaftlicher zu betreiben sind, haben übrigens auch nicht die gwamperten Wirtschaftswunderzigarrenraucher erfunden, da gibt es auch Bayern schon von etwa 1920 Quellen, die Lokalbahnbauten vor allem bei geringem Güteraufkommen als nicht mehr sinnvoll erachtet haben mit Verweis auf die neuen Omnibusse der Kraftpost. Ohnehin war in kleinteiligen Flächenländern wie Bayern für das lokale Bahnnetz der Gütertransport der eigentlich wichtigere Aspekt, der Personenverkehr wurde oft halt mitgemacht (Stichwort GmP) und in wirtschaftlichen guten Zeiten 1880-1914 auch eine Art ABM für die Provinz, aber war schon teilweise in der Bewertung beim Bau der Strecke nicht als nennenswert bewertet worden. Entsprechend war die Infrastruktur ausgelegt. Und dass solche Strecken (des Personenverkehrs) auch in der Schweiz und unabhängig von der Spurweite nicht unbedingt eine Überlebensgarantie hatten, zeigt diese Internsetseite. Für mich persönlich immer spannend sind SPNV-eingestellte elektrische Strecken wie Koblenz - Laufenburg, SPNV-Einstellung 1994. Gibt es sowas in Deutschland überhaupt? Und ich meine natürlich nicht Strecken, die nur für den Güter- oder Fernverkehr gebaut wurden und/oder irgendwo im städtischen Bereich parallel zu einer anderern liegen oder Betriebsgleise zu Bw, Aw etc. Die Angebotsumstellungen im Personenverkehr hierzulande waren oft bedauerlich, der Personenverkehr auf den (bayerischen) Stichstrecken aber vorher oft schon eher gering bzw. für durchgehende Fahrten immer schon ein Bus nötig oder die Strecke wegen der Ausrichtung auf den Güterverkehr so blöd angelegt, die Leute wie auf der Verbindung Geisenfeld - Ingolstadt schon 1935 eigentlich lieber den durchgehenden privaten Bus Ingolstadt - Geisenfeld - Landshut genommen haben statt den Umweg über Wolnzach Bf zu fahren. Das muss man schon auch sehen. Der wirkliche Streckentod war das Killen des Güterverkehrs zur Bahnreform, die defacto ab ca. 1985 begonnen hat. Bis dahin war das Nebenbahnnetz an sich weitgehend intakt, selbst wenn schon Jahrzehnte lang die ca. 100 Reisenden am Tag im Bus befördert wurden.

Die Gebiets- (ab 1971) und Schulreform (ab 1966) wird auch gerne vergessen, die die lokalen Verkehrsströme komplett verändert hat gegenüber der Struktur für die die Lokalbahnen mal gebaut wurden. Wenn dann Lokalbahnknoten wie Mainburg oder Beilngries plötzlich keine Kreisstädte mit allem drum und dran sind, dann war das auch blöd für die Eisenbahn als Teil dieses "drum und dran" neben Ämtern, Krankenhaus etc. Und wenn man die Schulen zusammelegt und aus den hintersten Dörfern eine Schülerbeförderung mit Bussen einführt, dann muss man kein Eisenbahnhasser sein, um auf die Idee zu kommen, die paar anderen Fahrgäste in einer Zeit, in der kaum gependelt wurde, dann wie 1920 eben schon bei Neubauten zur Prüfung empfohlen eben auch bei anstehenden Sanierungen mit diesen Bussen zu fahren. Sicher hat die Autolobby ihre Finger massiv im Spiel, ganz so einfach ist es auch wieder nicht, dass man ihr und der durch sie beeinflussten Politik alles zuschreiben könnte.

Bearbeitet von Rohrbacher am 13 Apr 2021, 16:42

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guru61
  Geschrieben am: 13 Apr 2021, 16:45


König


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QUOTE (einen_Benutzernamen @ 13 Apr 2021, 12:29)
Hier ist die Strecke: (Quelle: Open Data Schweiz)
KARTE

Die Karte habe Ich selber gemacht daher erlaube Ich das posten hier falls jemand bezüglich des Copyright fragt.

EDIT: Ich habe die Karte gedreht und gezoomt dann kann man die Stationsnamen sehen:
KARTE

Karten in in Links umgewandelt da viel zu groß, und Urheberrecht nicht endgültig klar ist. Martin

Hallo
Warum denn so kompliziert?
Nimm doch die offizielle Landeskarte der Schweiz : biggrin.gif biggrin.gif
https://map.geo.admin.ch/?lang=de&topic=ech...56591.10&zoom=7
Und hier hast du die Situation von 1950:
https://map.geo.admin.ch/?lang=de&topic=ech...56591.10&zoom=7
Wenn du rechts neben "Zeitreise Kartenwerke" aufs Zahnrad klickst, geht ein Menü, mit Überblendungsfunktion auf. So kannst du vergleichen, wie die Bahn mit der Zeit verlegt und schneller gemacht wurde!
Ein weiteres Beispiel: Noch 1980 klebte die Bahn hinter Hölstein buchstäblich an der Strasse:
https://flic.kr/p/pjC5G3
https://flic.kr/p/p3aSFc

2021sahs dann so aus:
Das Strassenschild steht am gleichen Ort:
user posted image

user posted image
So konnte die HG von 55 der alten Triebwagen auf 70km/h angehoben werden.

Und so wie es aussieht wird die Bahn nochmals verlegt, so das zu erwarten ist, dass neu mit 80km/h gefahren werden kann:
user posted image

im Gegensatz zu allen anderen Baupisten ist das Planum nicht auf Folie angelegt.

user posted image
Der schwarze Klotz im Hintergrund links neben dem Planum ist übrigens schon die neue Gleichrichterstation.

Gruss Guru

Bearbeitet von guru61 am 13 Apr 2021, 16:52
    
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ET 474
  Geschrieben am: 13 Apr 2021, 16:57


Kaiser


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QUOTE (guru61 @ 13 Apr 2021, 16:26)
Wird aber nicht, wie du im Landratsbericht lesen kannst.

Etwas anderes habe ich auch nicht behauptet. Ich habe lediglich gesagt bzw. geschrieben, dass bei einer Integration der Waldenburgerbahn in das Baseler Straßenbahnnetz für diese Strecke dann 2-Richtungs-Fahrzeuge beschafft werden müssten. Dieses ist derzeit nicht geplant, technisch aber möglich. Sowas wäre dann eine linienbezogene Fahrzeug-Beschaffung: 2-Richtungs-Fahrzeuge für die Waldenburgerbahn, 1-Richtungs-Fahrzeuge für's restliche Baseler Straßenbahnnetz. Ähnlich wird in Oslo verfahren: 1-Richtungs-Fahrzeuge für das verbliebene Majorstuener Netz, 2-Richtungs-Fahrzeuge für die zu Stadtbahnen aufgewerteten Light-U-Bahnen.
    
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einen_Benutzernamen
  Geschrieben am: 13 Apr 2021, 17:11


Kaiser


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QUOTE
Nimm doch die offizielle Landeskarte der Schweiz : biggrin.gif biggrin.gif
Das komplizierteste war das finden auf der Karte.
Ich werde die ganzen Daten später alle exportieren das Ihr Zoomen könnt was das Herz begehrt.
Meine Karte ist mehr Öffi lastiger als die Schweizer. Ich behaupte mal das Wir die selbe Daten Quelle nutzen. wink.gif

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Südostbayer
  Geschrieben am: 13 Apr 2021, 17:35


Lebende Forenlegende


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QUOTE (ET 474 @ 13 Apr 2021, 14:11)
QUOTE
Die Achenseebahn ist auch eine Zahradbahn und zwischen den beiden Schmalspurbahnen liegt in Jenbach eine nicht ganz unwichtige Hauptstrecke in Regelspur, die man nicht niveaugleich mit einem Meterspurgleis kreuzen wird.

Ja und? Die Zahnstange muss nicht zwangsläufig nach Mayrhofen verlängert werden. Die Odontotos Diakopto - Kalabryta hat auch nur auf den steigungsreichsten Abschnitten eine Zahnstange und ansonsten nicht. Also warum nicht auch bei Achensee- und Zillertalbahn? Die Normalspurstrecke in Jenbach muss nicht niveaugleich, sondern kann auch in einer Über- oder Unterführung gekreuzt werden.

Natürlich sind das technisch prinzipiell lösbare Situationen, aber weder die Über-/Unterführung in Jenbach noch die Beschaffung von gleichermaßen für Adhäsions- und Zahnstangenbetrieb geeigneten Fahrzeugen wäre umsonst zu haben.

Letztlich würde man damit eine teure Lösung für ein nicht vorhandenes Problem schaffen, denn das Verkehrsbedürfnis zwischen Achensee und Zillertal ist auch bei wohlwollender Betrachtung recht gering. Eine angenommene Zillertalbahn in Regelspur würde dagegen Direktverbindungen Richtung Innsbruck oder auch Innabwärts ermöglichen und dem Güterverkehr (Binder Holz) dienen.


QUOTE (ET 474 @ 13 Apr 2021, 14:11)
Es gab bis Ende 2020 einen Youtube-Kanal stbtram, da wurden immer sehr schöne Fernsehberichte über Eisenbahn- und ÖPNV-Projekte zusammen gestellt. Ich meine, da wurde auch über die Zillertalbahn und Achenseebahn berichtet.

Das führt dann zu einer Aussage "Bei der Zillertalbahn wird auch immer wieder diskutiert..."? Wie gesagt, ich kenne keine einzige ernsthafte Diskussion dieser Art und halte den Vorschlag aus genannten Gründen (im Gegensatz zur Umspurung auf Normalspur) auch nicht für sinnvoll.


QUOTE (Rohrbacher @ 13 Apr 2021, 16:30)
Für mich persönlich immer spannend sind SPNV-eingestellte elektrische Strecken wie Koblenz - Laufenburg, SPNV-Einstellung 1994. Gibt es sowas in Deutschland überhaupt?

Hier themenfremd, aber auf Anhieb fallen mir ein:
- Hamm - Gelsenkirchen über Lünen
- Duisburg - Düsseldorf über Entenfang und Ratingen
- Falkenberg/Elster - Riesa
    
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FlipsP
  Geschrieben am: 13 Apr 2021, 17:40


Jungspund


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QUOTE (ET 474 @ 13 Apr 2021, 14:11)
Ja und? Die Zahnstange muss nicht zwangsläufig nach Mayrhofen verlängert werden. Die Odontotos Diakopto - Kalabryta hat auch nur auf den steigungsreichsten Abschnitten eine Zahnstange und ansonsten nicht. Also warum nicht auch bei Achensee- und Zillertalbahn? Die Normalspurstrecke in Jenbach muss nicht niveaugleich, sondern kann auch in einer Über- oder Unterführung gekreuzt werden.


QUOTE (ET 474 @ 13 Apr 2021, 15:43)
Die von mir skizzierte Durchbindung Achenseebahn - Zillertalbahn soll nicht für Rangierfahrten, sondern eine reguläre Durchbindung Pertisau - Mayrhofen ermöglichen. Zwischen Mayrhofen und Jenbach wird normal im Adhäsions-Betrieb gefahren, zwischen Jenbach und Pertisau wird mit Zahnstange gefahren. Gleiches Prinzip läuft auf der Odontotos zwischen Diakopto und Kalabryta: Nur auf den steigungsreichsten Abschnitten wird mit Zahnstange gefahren, ansonsten nicht. Warum also nicht auch zwischen Mayrhofen und Pertisau?


Es wurde nie wirklich an eine Verbindung der Achenseebahn mit der Zillertalbahn gedacht, schon gar nicht für durchgehende Züge Pertisau - Mayrhofen. Wieso auch? Die Verkehrsströme gehen klar von den genannten Bahnen auf die Inntalstrecke und nicht auf die jeweils andere Bahnhofsseite.

Deine Argumente sehen für mich nach einem Wunschtraum deinerseits aus.

Das Einzige was wirklich überlegt wurde, war die Umspurung auf Normalspur. Von Schmalspur auf Schmalspur hat in Österreich noch niemand geträumt.
    
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guru61
  Geschrieben am: 14 Apr 2021, 04:36


König


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QUOTE (ET 474 @ 13 Apr 2021, 16:57)
Etwas anderes habe ich auch nicht behauptet. Ich habe lediglich gesagt bzw. geschrieben, dass bei einer Integration der Waldenburgerbahn in das Baseler Straßenbahnnetz für diese Strecke dann 2-Richtungs-Fahrzeuge beschafft werden müssten. Dieses ist derzeit nicht geplant, technisch aber möglich. Sowas wäre dann eine linienbezogene Fahrzeug-Beschaffung: 2-Richtungs-Fahrzeuge für die Waldenburgerbahn, 1-Richtungs-Fahrzeuge für's restliche Baseler Straßenbahnnetz. Ähnlich wird in Oslo verfahren: 1-Richtungs-Fahrzeuge für das verbliebene Majorstuener Netz, 2-Richtungs-Fahrzeuge für die zu Stadtbahnen aufgewerteten Light-U-Bahnen.

jaja, Du hesch rächt und ich min Fride!
    
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guru61
  Geschrieben am: 14 Apr 2021, 04:38


König


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QUOTE (einen_Benutzernamen @ 13 Apr 2021, 17:11)
Das komplizierteste war das finden auf der Karte.
Ich werde die ganzen Daten später alle exportieren das Ihr Zoomen könnt was das Herz begehrt.
Meine Karte ist mehr Öffi lastiger als die Schweizer. Ich behaupte mal das Wir die selbe Daten Quelle nutzen. wink.gif

sorry ich habe den Link mehrfach ausprobiert. Funktioniert er denn nicht?
Gruss Guru
    
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Thema wird von 1 Benutzer gelesen (1 Gäste und 0 Anonyme Benutzer)
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43 Antworten seit 7 Apr 2021, 06:19 Thema abonnieren | Thema versenden | Thema drucken
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