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Transportsystem Bögl, Nahverkehr Schwebebahn [Zur Themenübersicht]
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bestia_negra
  Geschrieben am: 27 Feb 2019, 18:59


Kaiser


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Beiträge: 1169




QUOTE
Wie der Strom dann ohne Berührung übertragen wird, klingt interessant.



Ich glaube nicht, dass der Strom berührungslos übertragen wird. Dann müsste das über Induktion gehen und dafür braucht man Spulen.

In dem Bild eingezeichnet sind aber keine Spulen, sondern eine Stromschiene.

Ich denke mal, dass die Gleitkufe - wie der Name schon sagt - über die Stromschiene gleitet. Mit einer Art Feder, die die Gleitkufe auf die Stromschiene drückt. Gleichzeitig federt die Feder die auf und ab Bewegungen ab. Wie bei der U-Bahn, nur halt von oben statt von unten.

    
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mmouse
  Geschrieben am: 28 Feb 2019, 01:13


Kaiser


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QUOTE (bestia_negra @ 27 Feb 2019, 18:59)
Ich denke mal, dass die Gleitkufe - wie der Name schon sagt - über die Stromschiene gleitet. Mit einer Art Feder, die die Gleitkufe auf die Stromschiene drückt. Gleichzeitig federt die Feder die auf und ab Bewegungen ab. Wie bei der U-Bahn, nur halt von oben statt von unten.

So richtig klar wird das nirgendwo gesagt, vermutlich hast Du recht.

Allerdings widerspricht das etwas dem "Geräuschlos durch urbane Regionen" und dem "Berührungsloses Schweben – dadurch kein Verschleiß"...

Ich würde mit dem Ding zu gerne mal eine Probefahrt machen.

--------------------
Ein Vier-Milliarden-Tunnel ist kein Ersatz für ein sinnvolles Nahverkehrskonzept.
    
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Galaxy
  Geschrieben am: 28 Feb 2019, 02:24


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 3203




QUOTE (mmouse @ 28 Feb 2019, 02:13)
So richtig klar wird das nirgendwo gesagt, vermutlich hast Du recht.

Allerdings widerspricht das etwas dem "Geräuschlos durch urbane Regionen" und dem "Berührungsloses Schweben – dadurch kein Verschleiß"...

Ich würde mit dem Ding zu gerne mal eine Probefahrt machen.

Laut einem Bögl Patent, scheinen die eine Art Stromschiene zu verwenden.

"Particularly for the use of short-stator linear drives, it is necessary for the vehicle to be supplied with power. This can be effected through the collector device, which is gripped by the propulsion and supporting device. The collector device is preferably arranged at the bottom side of the propulsion and supporting device. However, it can also be located at the side or at the top."

https://patents.google.com/patent/US9604547

Bearbeitet von Galaxy am 28 Feb 2019, 02:25
    
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bestia_negra
  Geschrieben am: 28 Feb 2019, 07:14


Kaiser


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Beiträge: 1169




QUOTE (mmouse @ 28 Feb 2019, 01:13)
So richtig klar wird das nirgendwo gesagt, vermutlich hast Du recht.

Allerdings widerspricht das etwas dem "Geräuschlos durch urbane Regionen" und dem "Berührungsloses Schweben – dadurch kein Verschleiß"...

Ich würde mit dem Ding zu gerne mal eine Probefahrt machen.

Aufgrund der Worte "Stromschiene" und "Gleitkufe" kann es reicht technisch gesehen gar nicht berührungslos sein.

Bei "kein Verschleiß" haben die die Wahrheit wohl etwas gebogen. Der Fahrweg selbst wird (im Gegensatz zum Rad-Schiene-Prinzip) nicht verschlissen.
Die Stromschiene und die Gleitkufe dagegen schon. Das würde ich aber nicht als großes Problem ansehen. So eine Stromschiene kann man recht massiv ausführen, wodurch die nicht allzu oft ausgetauscht werden müssen. Und die Gleitkufen zu tauschen dürfte relativ simpel sein.


"Geräuschlos" ist natürlich völliger Käse. Alles was sich irgendwie bewegt macht auch irgendwelche Geräusche.
Leiser als eine Bahn wird das Ding schon sein, die Frage ist: Wie viel leiser?

Aber auch diese Frage ist mMn eher in der Kategorie "nett zu haben" als bei den tatsächlich wichtigen Punkten einzuordnen.


Mein Problem bei der Geschichte ist, dass ich noch keinen Anwendungsfall gefunden habe wo ich sage: Da macht das total Sinn.

Ist im Grunde das gleiche wie mit den Gondeln: Ja, die Leistungsfähigkeit ist vorhanden. Es gibt gewisse Vor- und Nachteile. Aber: Da man hier bei Null anfängt wird die Integration in ein bestehendes Netz immer schwierig, da nur eine einzelne Punkt-zu-Punkt-Verbindung eingerichtet werden würde.
    
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Iarn
  Geschrieben am: 28 Feb 2019, 08:57


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Ich sehe es nicht ganz so kritisch. Eine SUB würde wahrscheinlich genau genommen ein getrenntes Netz sein. Wahrscheinlich ein breiterer, längerer Fuhrpark mit höherer Höchstgeschwindigkeit aber ich würde annehmen, man würde die Netze getrennt betreiben. Klar könnte man die Stadt Trambahnen theoretisch auch auf SUB Strecken einsetzen aber ich seh den Vorteil einer betrieblichen Durchmischung nicht. Einzig bei der Wartung könnte man durch die Platzierung von Wartungseinrichtungen an der Systemgrenze sparen.

Bögl sollte man sich meiner Meinung nach ansehen. Wenn es tatsächlich relativ leise ist, bietet ein leiser, geständerter Fahrtweg halt Möglichkeiten, die andere Verkehrsmittel nicht haben. Gerade wenn ich das Beispiel Dachau Karlsfeld Moosach ansehe. Da kann man mit Bögl am ehesten eine Trassierung über der B304 durchsetzen. Bei einer Tram haben ja diverse Studien kein positives Ergebnis gebracht.

Und mit Bögl sehe ich auch die beste Möglichkeit die Seilbahn am Frankfurter Ring zu verhindern.

--------------------
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front

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bestia_negra
  Geschrieben am: 28 Feb 2019, 09:21


Kaiser


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Beiträge: 1169




QUOTE (Iarn @ 28 Feb 2019, 08:57)
Ich sehe es nicht ganz so kritisch. Eine SUB würde wahrscheinlich genau genommen ein getrenntes Netz sein. Wahrscheinlich ein breiterer, längerer Fuhrpark mit höherer Höchstgeschwindigkeit aber ich würde annehmen, man würde die Netze getrennt betreiben. Klar könnte man die Stadt Trambahnen theoretisch auch auf SUB Strecken einsetzen aber ich seh den Vorteil einer betrieblichen Durchmischung nicht. Einzig bei der Wartung könnte man durch die Platzierung von Wartungseinrichtungen an der Systemgrenze sparen.

Bögl sollte man sich meiner Meinung nach ansehen. Wenn es tatsächlich relativ leise ist, bietet ein leiser, geständerter Fahrtweg halt Möglichkeiten, die andere Verkehrsmittel nicht haben. Gerade wenn ich das Beispiel Dachau Karlsfeld Moosach ansehe. Da kann man mit Bögl am ehesten eine Trassierung über der B304 durchsetzen. Bei einer Tram haben ja diverse Studien kein positives Ergebnis gebracht.

Und mit Bögl sehe ich auch die beste Möglichkeit die Seilbahn am Frankfurter Ring zu verhindern.

Selbst wenn die SUB breitere und längere Fahrzeuge hätte, hätte ein tramartiges Gefährt immer noch den Vorteil, dass man relativ geringe Kurvenradien hat.

Somit könnte diese Bahn beispielsweise in Dachau selbst mehrere Halte einlegen, dann mit großen Haltestellenabständen beispielsweise nach Schleißheim fahren, dort wieder 2 oder 3 Halte einlegen und weiter nach Garching.


Das kann der Bögl nicht.



Und auch am Frankfurter Ring sehe ich das System nicht wirklich (übrigens auch die Gondel nicht).

Für eine schnelle Ost-West-Verbindung in dem Bereich bietet sich der Nordring an.

Für eine feinere Erschließung braucht man deutlich mehr halte. Bei vielen Halten kann der Bögl aber seine Stärken nicht ausspielen.

Ich würde dort den Nordring für S-Bahnen ausbauen und zwei Tramlinien in Ost-West-Richtung bauen. Kieferngarten - Am Hart über die Heidemannstraße und Studentenstadt - Frankfurter Ring (U) über Domagk- und Milbertshofenerstraße.
    
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Iarn
  Geschrieben am: 28 Feb 2019, 09:41


Lebende Forenlegende


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Für mich ist der mögliche (zum Geräusch kann ich keine Aussagen machen aber vermutlich ist der tatsächlich sehr leise) Vorteil von Bögl, dass es eine der wenigen Möglichkeiten für eine Verwendung eine zusätzlichen Ebene bei einer hoffentlich halbwegs gegebenen Akzeptanz ist ohne die Nachteile der Seilbahn (relativ langsam, aufwändige Kurven).
In den genannten Orten ist innerorts halt jetzt schon zuwenig Platz. Man hat ja schon Untersuchungen zur Tram gemacht ohne Ergebnis.

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Valentin
  Geschrieben am: 28 Feb 2019, 13:13


Kaiser


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QUOTE (Metropolenbahner @ 27 Feb 2019, 18:27)
Das PDF hier hatten wir noch nicht oder?

https://www.max-boegl.de/produkt/tsb/assets..._bro_tsb_DE.PDF

Da gibts auch eine Schnittzeichnung des Fahrwegs. Gibt 2 Stromschienen links und rechts, die über Gleitkufen erreicht werden:

https://abload.de/img/bglimjsw.jpg



Wie der Strom dann ohne Berührung übertragen wird, klingt interessant.

Bei Bögel schleift der Stromabnehmer von oben über die Stromschiene? Wird das Fahrzeug dann selbst bei bei Raureif ohne Aufzusetzen verkehren können?
Oder benötigt man im Winter dann auch Räum-/Schmierfahrzeuge wie die Berliner U-Bahn?

Wir erschließt sich jetzt nicht der Vorteil des Bögl-Systems. Eine SUB kann auch aufgeständert fahren, ist dafür innerorts bei Bauhöhe 0m zusätzlich auch ohne Aufzug erreichbar.
    
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Hot Doc
  Geschrieben am: 28 Feb 2019, 13:41


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Beiträge: 6558




QUOTE (Iarn @ 28 Feb 2019, 10:41)
Für mich ist der mögliche (zum Geräusch kann ich keine Aussagen machen aber vermutlich ist der tatsächlich sehr leise) Vorteil von Bögl, dass es eine der wenigen Möglichkeiten für eine Verwendung eine zusätzlichen Ebene bei einer hoffentlich halbwegs gegebenen Akzeptanz ist ohne die Nachteile der Seilbahn (relativ langsam, aufwändige Kurven).
In den genannten Orten ist innerorts halt jetzt schon zuwenig Platz. Man hat ja schon Untersuchungen zur Tram gemacht ohne Ergebnis.

Die zusätzliche Ebene stößt (ich habe weiter vorne mal ein paar Beilspiele rausgesucht) in aller Regel eben auf wenig Akzeptanz, vor allem im bewohnten Gebiet. Im unbewohnten macht sie nicht so viel Sinn bzw. läßt sich auch locker von einer Tram/SUB nutzen.
Wenn man wirklich nur die Orte streifen will, dann sollte man halt auf die S-Bahn setzen, will man in die Orte rein, kommt man an einer Tram (o.ä.) fast nicht vorbei.

Die Werbebilder vom Bögl sind je alle wunderbar toll und schön, aber eine 3m Breite Betonwurst (und für einen vernünftigen Verkehr bräuchte man ja wohl eher 2 nebeneinander) ist halt auch aufgeständert eine mittlere Zumutung und in der Ebene unüberwindlich.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr sehe ich nur eine ganz kleine Nische in der dieses Konstukt sinnvoll seine Stärken gegenüber anderen Verkehrsmitteln ausspielen kann.
Eine Verbindung München Nord - Kalrsfeld - Dachau gehört ganz bestimmt nicht dazu. Dafür ist die Strecke und die Haltestellenabstände zu kurz (Geschwindigkeit), das Gebiet zu bewohnt (Kurvenradien und aufgeständert) und die Verknüpfungen dann zu schlecht (Inselsystem).
Für einen Ring um München haben wir sowas ja schon mal angedacht. Solange man die einzelnen Orte nicht im Zentrum anfahren will und man die S-Bahn nicht integrieren will (und das sind schon wieder 2 K.O.-Kriterien für mich), wäre so ein Bögl eine Überlegung wert.

Zur Tram/SUB-Untersuchung: Die Pilotstrecke der SUB (Moosach - Karlsfeld - Dachau) wurde durchaus positiv geprüft. Allerdings wurde dann in Dachau die optimale Strecke aus politischen Gründen als nicht möglich hingestellt, die zweite Variante zugebaut/-geplant und die dritte ist wegen Kopfmachens in Dachau tatsächlich nun nicht mehr wirklich sinnvoll (wenn man eine Weiterführung mitdenkt, was bei Seilbahn und oder Bögl ja auch fraglich wäre). Nebenbei hatte man sich auf eine Streckenführung über den Güternordring festgelegt, die von der Bahn nicht gewünscht war.
Zusammenfassung: jeder hat halt sein eigenes Süppchen gekocht. Technisch möglich und verkehrlich sinnvoll wäre das alles durchaus gewesen. Es hat halt - mal wieder - am politischen Willen gefehlt und vielleicht am gemeinsamen Ziehen an einem Strang.
    
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