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[M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes [Zur Themenübersicht]
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Iarn
  Geschrieben am: 17 Apr 2019, 22:20


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Hot Doc @ 17 Apr 2019, 17:32)
Der Speicher ist zumindest von der Kapazität schon lange nicht mehr das Problem (ob sich das dann wirtschaftlich lohnt ist nochmal eine andere Frage). Eher schon braucht man eine ziemlich üppig dimensionierte Solaranlage um dann bei kürzerer Sonneneinstrahlung den Speicher für die nächste Schlechtwetterphase wieder voll zu kriegen.

Ob es sich wirtschaftlich lohnt ist noch nicht mal die ketzerischste Frage, die Frage ist, lohnt es sich für die Umwelt.
Gerade Akkus für Elektroautos sind nicht gerade unumstritten. Lithium, Kobalt und Mangan werden mit sehr hohem Energieaufwand gewonnen. Ob sich das über die Lebensdauer dann für die Umwelt rechnet ist die Frage.
Das heißt im Übrigen nicht, dass ich gegen Windstrom wäre, im Gegenteil. Allerdings wehre ich mich dagegen, dass diesbezüglich blanken Aktionismus herrscht und Milchmädchenrechnungen aufgestellt werden. Gerade bei den Stadtwerken sehe ich diesen Trend (erst Cham mit Glasfaser, dann Frøya mit Wind), dass man einfach irgendwo ohne Plan aktiv wird um auf dem Papier gut da zu stehen.
Der Trick ist eigentlich die Produktion so weit zu streuen, dass einzelne Schwächephasen in der Produktion (z.B. durch eine lokale Flaute) in der großen Masse untergehen. Allerdings ist das halt nicht kongruent mit dem Bestreben, möglichst schnell auf dem Papier eine 100% Ökostromquote für München zu basteln, um besser da zu stehen als der Rest.
Gleichzeitig sinkt halt mit einem immer breiteren Einsatz die Notwendigkeit mit zweifelhaften Batterien puffern zu müssen. Was ich hingegen als den besseren Weg sehe, ist der power to gas Ansatz. Natürlich auch wieder bäh bäh für den Öko Puristen weil damit lassen sich böse Verbrennungsmotoren, gar in Flugzeugen befüllen. Der Wirkungsgrad ist zugegebenermaßen bescheiden, aber der Vorteil gegenüber Akkus mit energieintensiven Zutaten ist, dass die Elektrolyse Anlagen relativ umweltschonend zu produzieren sind und bei Nichtnutzung auch nicht leiden. Ein Akkus was nicht genutzt wird, kostet entweder Energie oder altert schnell. Selbst wenn man die Energie aufwendet, um die Alterung aufzuhalten, ist dies nur in Grenzen erfolgreich.
Am Effektivsten sind immer noch Pumpspeicherkraftwerke, auch wenn sie Fische schreddern.

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Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
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bestia_negra
  Geschrieben am: 18 Apr 2019, 06:27


Kaiser


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Die gebrauchten Akkus aus alten Elektroautos könnte man gut für solche Zwecke nutzen.

Hätte den Vorteil, dass beim Umbau (aus dem Auto raus und in eine stationäre Batteriespeicheranlage rein) kaum zusätzliche Energie aufgewendet werden muss. Außerdem tut es in der stationären Anlage nicht wirklich weh, wenn der Akku nur noch 70% seiner ursprünglichen Kapazität mitbringt.

Durch diese Zweitnutzung würde auch die Ökobilanz von E-Autos besser werden.


P2G finde ich auch durchaus interessant. Die großen Vorteile sind hierbei, dass das ohnehin vorhandene und gut ausgebaute Gasnetz zum Speichern und Transportieren verwendet werden kann und eben in Verbrennungsmotoren und Heizungen verwendet werden kann.
Ist aber halt beim Wirkungsgrad noch extrem weit von Akkus entfernt.


Unterm Strich wird es eh auf eine Kombination hinauslaufen müssen, da es die eine Technologie, die alle Probleme löst, nicht gibt. Akkus, Lastmanagement, P2G, Pumpspeicher, Gaskraftwerke (gerne mit P2G-Gas betrieben) für die Lastspitzen, etc.
    
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Iarn
  Geschrieben am: 6 May 2019, 11:05


Lebende Forenlegende


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Rathaus Umschau von heute
QUOTE
Kohleausstieg: Entwurf von Greenpeace und Client Earth  Umweltorganisationen unterstützen Argumentation der SWM 

(6.5.2019) Deutschlands Politik arbeitet derzeit an einem Kohleausstiegsplan. Ziels ist es, den Kohlendioxid-Ausstoß weiter zu verringern und die international vereinbarten Klimaschutzpläne einzuhalten. Die gesetzlichen Grundlagen für den Ausstieg sollen auf Basis der Empfehlungen der Kohlekommission geschaffen werden. 

Nun haben die Umweltschutzorganisationen Greenpeace und ClientEarth einen „Gesetzentwurf“ vorgelegt, der beinhaltet wann welches Kohlekraftwerk vom Netz gehen soll. Der Block 2 im Heizkraftwerk Nord der SWM ist in der Liste der Kraftwerke, die über 2026 hinaus betrieben werden sollen, vor allem auf Grund der Versorgungssicherheit. 

Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung: „Wir haben in den Diskussionen um Nord 2 immer wieder darauf hingewiesen, dass eine ganz kurzfristige Abschaltung nicht umsetzbar ist. Richtig ist dagegen ein bundesweiter Ausstiegsplan nach ökologischen Kriterien sowie unter Berücksichtigung rechtlicher Machbarkeit und der sicheren Versorgung der Münchnerinnen und Münchner mit Energie. Wir freuen uns, dass Greenpeace und ClientEarth dies nun bestätigen. Gemeinsam mit Stadtverwaltung und Stadtrat arbeiten wir weiter daran, eine realistische Strategie für den Kohleausstieg in München zu definieren.“ 

Mehr Informationen zum Entwurf eines Kohleausstiegsgesetzes von Greenpeace und Client Earth: www.greenpeace.de/presse/publikationen/kohleausstiegsgesetz 


Irgendwie ist shcon erstaunlich, dass selbst Greenpeace, nicht gerade als Klimafeinde verschrieben, es für keine gute Idee halten den kohlebetriebenen aber modernen Block2 des Münchner Heizkraftwerks Nord vom Netz zu nehmen.

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bestia_negra
  Geschrieben am: 6 May 2019, 12:13


Kaiser


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Naja, es sollten auch dem größten Kohlegegner zwei Punkte klar sein:

1. Man kann nicht alle Kohlekraftwerke auf einmal abschalten.

2. Wenn man die Kohlekraftwerke schon schrittweise abschaltet (siehe 1.), dann sollte man logischerweise bevorzugt die modernsten Anlagen als letztes abschalten.



Dafür braucht es eigentlich keine technische Expertise. Etwas Menschenverstand reicht da schon...
    
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Iarn
  Geschrieben am: 6 May 2019, 12:48


Lebende Forenlegende


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Der Menschenverstand kommt bei ideologischer Überladung oft zu kurz. Auch hier im Forum haben sich ja einige eindeutig für das Bürgerbegehren ausgesprochen.

Bearbeitet von Iarn am 6 May 2019, 12:59

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Metropolenbahner
  Geschrieben am: 6 May 2019, 14:15


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QUOTE (Iarn @ 6 May 2019, 12:05)
Irgendwie ist schon erstaunlich, dass selbst Greenpeace, nicht gerade als Klimafeinde verschrieben, es für keine gute Idee halten den kohlebetriebenen aber modernen Block2 des Münchner Heizkraftwerks Nord vom Netz zu nehmen.

Naja, ist doch schön, dass Greenpeace die Fakten wertet. So ein Heizkraftwerk hat wg. der Nutzung der Abwärme halt nen tollen Wirkungsgrad. Außerdem wird mit Steinkohle befeuert. SummaSummarum sollte man erstmal die Braunkohlekraftwerke ohne Heizwirkung abschalten,, da hat man mehr davon.
    
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Hot Doc
  Geschrieben am: 6 May 2019, 18:01


Lebende Forenlegende


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QUOTE (bestia_negra @ 6 May 2019, 13:13)
Naja, es sollten auch dem größten Kohlegegner zwei Punkte klar sein:

1. Man kann nicht alle Kohlekraftwerke auf einmal abschalten.

Das ist einfach Quatsch. Selbst das Bundeswirtschaftsministerium musste in zu einer Anfrage der Grünen mit genau dieser Fragestellung zugeben, dass man alle Kohlemailer sofort abschalten könnte und es keinen Versorgungsengpass in Deutschland geben würde.

QUOTE
2. Wenn man die Kohlekraftwerke schon schrittweise abschaltet (siehe 1.), dann sollte man logischerweise bevorzugt die modernsten Anlagen als letztes abschalten.
Das klingt erstmal einfach, wird aber dann im Detail schwierig. Erstens geht es halt nicht nur darum, welches Kraftwerk ist wie modern, sondern auch, wo steht es, wie schaut es mit der Netzstabilität danach aus etc.
Dann kommt es darauf an, wie weit man über den Tellerrand hinausschaut. Klar, wenn wir unsere Kohlekraftwerke anschalten gibts natürlich in Polen noch ältere noch schlimmere, die weiterlaufen....

QUOTE
Dafür braucht es eigentlich keine technische Expertise. Etwas Menschenverstand reicht da schon...
Da braucht es mehr Expertise als mancher gemeinhin denkt. Wenn in München das Kohlekraftwerk ausgeschaltet wird, muss die SWM dafür sauberere Ersatzkraftwerke bauen, das wäre ein wirklicher Gewinn. Wenn irgendwo anders ein altes Kraftwerk abgeschaltet wird, übernimmt vielleicht das Nachbarkraftwerk und läuft halt auch höherer Stufe oder einfach länger. Da ist dann nicht so viel gewonnen.

Ich habe mit damals auch sehr lange überlegt, ob ich für oder gegen den Bürderentscheid bin. Nach langem Überlegen habe ich dann für die Abschaltung gestimmt aus o.g. Gründen.
Lieber wäre mir eine Offensive Solarstrom auf Münchner Dächern gewesen, oder andere Projekte.
Am Ende können wir nämlich Kraftwerke nur abschalten, wenn wir andere dafür bauen. (Ein paar könnten wir auch so abschalten, ohne gleich Gefahr zu laufen in einen Stromengpass zu rutschen, Deutschland ist massiv überversorgt!)
    
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Iarn
  Geschrieben am: 6 May 2019, 18:08


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Hot Doc @ 6 May 2019, 18:01)
Das ist einfach Quatsch. Selbst das Bundeswirtschaftsministerium musste in zu einer Anfrage der Grünen mit genau dieser Fragestellung zugeben, dass man alle Kohlemailer sofort abschalten könnte und es keinen Versorgungsengpass in Deutschland geben würde.

Dann hätte man in München trotzdem einen Versorgungsengpass bei der Fernwärme.

QUOTE
Da braucht es mehr Expertise als mancher gemeinhin denkt. Wenn in München das Kohlekraftwerk ausgeschaltet wird, muss die SWM dafür sauberere Ersatzkraftwerke bauen, das wäre ein wirklicher Gewinn. Wenn irgendwo anders ein altes Kraftwerk abgeschaltet wird, übernimmt vielleicht das Nachbarkraftwerk und läuft halt auch höherer Stufe oder einfach länger. Da ist dann nicht so viel gewonnen.


Was da überhaupt nicht beachtet wird und von bestia negra zurecht angemerkt wird, ist dass das HKW Nord 2 mit Kraft Wärme Kopplung operiert. Das kann man nciht einfach mit anderen Kraftwerken verrechnen. Und wenn durch das Bürgerbegehren ein Kraftwerk mit Kraft Wärme Kopplung durch Heizwerke ersetzt wird, dann ist es kein Gewinn, sondern eine Eselei erster Güte!


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Hot Doc
  Geschrieben am: 6 May 2019, 18:26


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QUOTE (Iarn @ 6 May 2019, 19:08)
Dann hätte man in München trotzdem einen Versorgungsengpass bei der Fernwärme.

Korrekt, war aber überhaupt nicht Bestandteil der Behauptung auf die ich reagiert habe.

QUOTE
Was da überhaupt nicht beachtet wird und von bestia negra zurecht angemerkt wird, ist dass das HKW Nord 2 mit Kraft Wärme Kopplung operiert. Das kann man nciht einfach mit anderen Kraftwerken verrechnen. Und wenn durch das Bürgerbegehren ein Kraftwerk mit Kraft Wärme Kopplung durch Heizwerke ersetzt wird, dann ist es kein Gewinn, sondern eine Eselei erster Güte!
Das ist - soweit mein letzter Stand - aber auch nicht geplant. Die geplanten Gaskraftwerke, sind durchaus auch als Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung geplant.

Wie geschrieben, ich sehe durchaus bessere Ansätze der Umwelt im Energiesektor was gutes zu tun. Aber auch dieser Schritt wäre einer in die richtige Richtung.
    
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Iarn
  Geschrieben am: 6 May 2019, 18:35


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Hot Doc @ 6 May 2019, 18:26)
Korrekt, war aber überhaupt nicht Bestandteil der Behauptung auf die ich reagiert habe.

Weil Du genauso wie die Initiative diesen Aspekt völlig ausblendest. Siehe unten.


QUOTE
Das ist - soweit mein letzter Stand - aber auch nicht geplant. Die geplanten Gaskraftwerke, sind durchaus auch als Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung geplant.
Auch hier verfängt die Propaganda des Bürgerbegehrens. Es wurde so hingestellt, als würden die Unterföhringer freudig statt des Kohleblocks ein Gaskraftwerk an selber Stelle akzeptieren. Nur dummerweise hat der Unterföhringer Gemeinderat abgelehnt, meines Wissens sogar einstimmig. Deswegen suchen die Münchner Stadtwerke nach Standorten für *Trommelwirbel* Heizwerke.

QUOTE
Aber auch dieser Schritt wäre einer in die richtige Richtung.
Mit Verlaub nein. Heizwerke auch mit gas befeuert sind ein Schritt in die falsche Richtung.

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Jean
  Geschrieben am: 6 May 2019, 18:47


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QUOTE (Iarn @ 6 May 2019, 19:35)
QUOTE (Hot Doc @ 6 May 2019, 18:26)
Korrekt, war aber überhaupt nicht Bestandteil der Behauptung auf die ich reagiert habe.


Mit Verlaub nein. Heizwerke auch mit gas befeuert sind ein Schritt in die falsche Richtung.

Und was ist mit Biogas?

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Für die Freiham Tram, für die Westtangente, für die Nordtangente, für den Nordost Tram Netz

Für die U9, für die U5 nach Pasing, für die U4
    
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Hot Doc
  Geschrieben am: 6 May 2019, 19:09


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Iarn @ 6 May 2019, 19:35)
Weil Du genauso wie die Initiative diesen Aspekt völlig ausblendest. Siehe unten.

Nein, weil ich auf das antworte was geschrieben worden war und das hatte mit der Abschaltung aller Kohlekraftwerke zu tun. Daraus läßt sich ableiten, dass es hier um die allgemeine Stromversorgung ging und nicht um einzelne Spezialfälle unter den Kraftwerken.

QUOTE
Auch hier verfängt die Propaganda des Bürgerbegehrens. Es wurde so hingestellt, als würden die Unterföhringer freudig statt des Kohleblocks ein Gaskraftwerk an selber Stelle akzeptieren. Nur dummerweise hat der Unterföhringer Gemeinderat abgelehnt, meines Wissens sogar einstimmig. Deswegen suchen die Münchner Stadtwerke nach Standorten für *Trommelwirbel* Heizwerke.
Hier verfängt die Planunge der SWM, die bis vor wenigen Monaten genau das versuchte. Tatsächlich (für mich neuer Stand) haben die Unterföhrunger überraschend (ich kann nicht verstehen, warum man ein relativ sauberes Gaskraftwerk einem doch recht alten Kohleofen vorzieht - und das könnte im Endeffekt das Resultat sein) abgelehnt.
Nichtsdestotrotz sind von der CO2-Bilanz die Heiswerke (auch das jetzt meine neuester Recherchestand) deutlich besser als das Kohlekraftwerk. Jetzt ist nur noch die Frage, wo man die Strommenge neu bezieht, das ist aber im Vergleich garnicht mehr so viel. Schafft man das halbwegs modern kommt am Ende, trotz mittelguter Lösung eine CO2 Ersparnis raus.

Allein, dass Druck in die Sache kommt, halte ich schon für einen Gewinn. Das mit den Geothermieanlagen wird so schneller gehen und vielleicht kommt man ja mal auf andere - auch dezentrale - Ideen..... rolleyes.gif

PS: Ich prophezeihe, dass entweder die Netzagentur da einen Strich durch die Rechnung macht, oder die SWM sich auf Ihren gesetzlichen Versorgungsauftrag berufen und das Kraftwerk zumindest reduziert am Netz lassen. Das ein Vorort wie Unterföhring, der wie kaum ein anderer von der Nähr zu Stadt München profitiert, soetwas entscheiden kann, weckt bei mir immer mal wieder den Drang, dass Eingemeindungen endlich mal erleichtert werden müßten!

Bearbeitet von Hot Doc am 6 May 2019, 19:09
    
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bestia_negra
  Geschrieben am: 6 May 2019, 19:29


Kaiser


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QUOTE (Hot Doc @ 6 May 2019, 18:01)
QUOTE (bestia_negra @ 6 May 2019, 13:13)
Naja, es sollten auch dem größten Kohlegegner zwei Punkte klar sein:

1. Man kann nicht alle Kohlekraftwerke auf einmal abschalten.

Das ist einfach Quatsch. Selbst das Bundeswirtschaftsministerium musste in zu einer Anfrage der Grünen mit genau dieser Fragestellung zugeben, dass man alle Kohlemailer sofort abschalten könnte und es keinen Versorgungsengpass in Deutschland geben würde.

[...]


Am Ende können wir nämlich Kraftwerke nur abschalten, wenn wir andere dafür bauen. (Ein paar könnten wir auch so abschalten, ohne gleich Gefahr zu laufen in einen Stromengpass zu rutschen, Deutschland ist massiv überversorgt!)

Ja was denn nun? Erst schreibst du, dass man alle Kohlekraftwerke sofort abschalten kann und dann, dass man die nur abschalten kann, wenn man neue dafür baut (was ja nicht von heute auf morgen geht).


Ändert aber alles nix daran, dass man das Kraftwerk in Ufg schon wegen der Fernwärme eben NICHT sofort abschalten kann. Und es ist nicht das einzige Kohlekraftwerk in Deutschland, das auch Fernwerme produziert. Und ohne es zu wissen gehe ich davon aus, dass bei den anderen die Wärmeversorgung auch nicht einfach so von heute auf morgen umgestellt werden kann...



https://www.sueddeutsche.de/muenchen/stadtw...werks-1.3943507

Es kostet einen Haufen Geld das relativ moderne Kraftwerk vorzeitig abzuschalten.

Ich halte es für deutlich sinnvoller dieses Geld in andere Maßnahmen im Bereich Klimaschutz / erneuerbare Energien / Energieeffizienz einzusetzen.
    
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Iarn
  Geschrieben am: 6 May 2019, 19:32


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Hot Doc @ 6 May 2019, 19:09)
ich kann nicht verstehen, warum man ein relativ sauberes Gaskraftwerk einem doch recht alten Kohleofen vorzieht

Ja da geht es Dir wohl wie die Initiatoren der Bürgerinitiative. Allerdings nur weil man etwas annimmt, sollte man weder seine Planungen darauf bauen, noch dies quasi als gesicherte Tatsache darstellen. Ich denke wenn das vorher bekannt gewesen wäre, wäre die Initiative nicht erfolgreich gewesen. Aber das hat halt die selbe Methode wie die Milliarden für die Gesundheitsvorsorge beim Brexit.

Im übrigen haben die Utnerföhringer halt gar keinen Bock mehr auf Kraftwerk, weil sie eine der reichsten Gemeinden Deutschlands sind und so was einfach nicht mehr nötig haben (wer hätte damit rechnen können).

QUOTE
Ich prophezeihe, dass entweder die Netzagentur da einen Strich durch die Rechnung macht, oder die SWM sich auf Ihren gesetzlichen Versorgungsauftrag berufen und das Kraftwerk zumindest reduziert am Netz lassen

Darauf hoffe ich auch wink.gif

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Iarn
  Geschrieben am: 3 Jul 2019, 19:02


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Das Kraftwerk soll nach einem neuen Konzept der Stadt mit im Sommer gedrosselter Leistung weiter betrieben werden - Süddeutsche

Bearbeitet von Iarn am 3 Jul 2019, 19:05

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