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Eisenbahnforum.de > Regionalverkehr > E-Netz Rosenheim: Der Meridian


Geschrieben von: 612 hocker am 11 Apr 2010, 14:06
KBS 951 München – Rosenheim – Traunstein – Salzburg
KBS 950 München – Rosenheim – Kufstein
KBS 958/999.20 Rosenheim – Holzkirchen – München (Mangfalltalbahn)

15.12.2013 - 13.12.2025

4,8 - 5,8 Mio. Zkm pro Jahr, in Abhängigkeit der bis zum Betriebsstart vorhandenen Schieneninfrastruktur werden 2 Betriebsstufen ausgeschrieben.

Es werden folgende Eventualpositionen ausgeschrieben:
Eventualposition 1: Für die Betriebsstufe 0 gilt als Eventualposition das Grundangebot der Betriebsstufe 1 mit gegenüber der Betriebsstufe 0 insbesondere tagsüber ausgeweiteten Verkehren mit einem Umfang von 400 000 Zkm pro Jahr

Eventualposition 2: Zusätzlich verkehrt in der Betriebstufe 1 auch außerhalb der Hauptverkehrszeit und am Wochenende der 2-Stunden-Takt mit Express-Zügen von München nach Traunstein mit einem Umfang von 600 000 Zkm pro Jahr;
Über die Beauftragung der Eventualpositionen zu den Betriebsstufen wird mit Zuschlagserteilung entschieden

Eventualposition 3: Die Eventualposition Fahrzeugbeschaffung sieht vor, dass der Auftraggeber bis 15 Monate vor der Betriebsaufnahme die Beschaffung und den Einsatz weiterer Fahrzeuge verlangen kann. Hierfür hat der Bieter entsprechende Kosten zu kalkulieren.
Für die weiteren Einzelheiten bezüglich Art und Umfang der Leistung wird auf die Verdingungsunterlagen verwiesen.


http://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:105328-2010:TEXT:DE:HTML&src=0

Geschrieben von: Tequila am 11 Apr 2010, 15:36
Hier scheint die Ausschreibung bis incl. (!) Salzburg im Gegensatz bei der Berchtesgadener Landbahn kein Problem mehr zu sein.

Hoffentlich wird dann in Salzburg auch eine spätere Abfahrt als momentan letztmalig 21:18 (!!) nach München geboten.

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 11 Apr 2010, 15:42
QUOTE (612 hocker @ 11 Apr 2010, 15:06)
KBS 958/999.20 Rosenheim – Holzkirchen – München (Mangfalltalbahn)

Die S20/S27 wird gleich mit ausgeschrieben?

Naja, so viel ich weiß will doch die BOB die Strecke 958, um dann Bayrischzell/Rosenheim und Tegernsee/Lenggries flügeln zu können und so einen 30-Minuten-Takt fahren zu können. Bräuchte es halt noch die Elektrifizierung nach Bayrischzell. Aber die BOB müsste natürlich auch erstmal die 955, 956 und 957 weiter betreiben dürfen.

Geschrieben von: Iarn am 11 Apr 2010, 15:52
Irgendwie riecht das nach einem neuen bedienkonzept wenn die Mangfalltalbahn gleich bis München aufgeführt wurde oder?

Geschrieben von: 612 hocker am 11 Apr 2010, 15:53
QUOTE
Die S20/S27 wird gleich mit ausgeschrieben?
Steht so im TED. Leider geht der Link mal wieder nicht. In der Vorinformation steht München nur in Klammern. Könnte sich um eine Verlängerung in der HVZ oder ähnliches handeln .

Geschrieben von: spock5407 am 11 Apr 2010, 16:45
Was spräche dagegen, die Mangfalltalbahn mit der S27 durchzubinden?

Geschrieben von: Rohrbacher am 11 Apr 2010, 17:00
QUOTE (spock5407 @ 11 Apr 2010, 17:45)
Was spräche dagegen, die Mangfalltalbahn mit der S27 durchzubinden?

Mir fällt nichts ein. Fände ich eine gute Idee. smile.gif

Geschrieben von: Iarn am 11 Apr 2010, 17:03
QUOTE (spock5407 @ 11 Apr 2010, 17:45)
Was spräche dagegen, die Mangfalltalbahn mit der S27 durchzubinden?

Hatte ich auch schon mal vorgeschlagen, wie den Nordtunnel wink.gif

Geschrieben von: spock5407 am 11 Apr 2010, 17:04
425er dafür nehmen, zwischen Deisenhofen und Holzkirchen durchfahren und schon kann mans als "Express-S-Bahn" verkaufen. ph34r.gif

Geschrieben von: Taschenschieber am 11 Apr 2010, 17:05
QUOTE (spock5407 @ 11 Apr 2010, 17:45)
Was spräche dagegen, die Mangfalltalbahn mit der S27 durchzubinden?

Die fehlenden S-Bahnsteige, zum Beispiel in Kreuzstraße. Da gibt es nur einen S-Bahnsteig, der ist aber nur aus Richtung München befahrbar. Der Regionalbahnsteig hat eine Höhe, bei der man selbst in den 425 schon recht kraxeln muss.

Wäre ein Betrieb mit Regioquietschern (425 oder 426) eine Alternative oder scheitert das dann den S-Bahn-Stationen (DoBrü, MHP, Harras, Ober- und Mittersendling, Siemenswerke und Solln), wo es nur S-Bahn-Hochbahnsteige gibt, oder kann man da auch mit dem 425 sinnvoll halten?

Geschrieben von: lekomat am 11 Apr 2010, 17:10
Auf der ganzen Mangfalltalbahn (mit Ausnahme Holzkirchen, Rosenheim und Aibling Gleis 2 und Kurpark) sind noch Niederflurbahnsteige. Da ich denke, dass wieder mal Neubautriebwagen gefordert werden (Express Züge nach Traunstein vlt. Lokbestpannt) wird es eh eher auf 440 oder 442 rauslaufen.
Das Durchbinden nach München halte ich für eine sehr gute Idee, München steht übrigens nicht in Klammern...

Aus der Ausschreibung kann man leider ja nicht rauslesen, welches Wagenmaterial gefordert ist. Mein Wunsch wären (zumindest München-Salzburg) einstöckige Neubauwaggons smile.gif als Lokbespannte Garnitur. War erst am Wochenende mit Koffern in diversen Neubautriebfahrzeugen und DoStos unterwegs, ein Greuel...

Geschrieben von: spock5407 am 11 Apr 2010, 17:11
Bahnsteige kann man aufhöhen.

Geschrieben von: lekomat am 11 Apr 2010, 17:19
QUOTE
Bahnsteige kann man aufhöhen.


Wenn man will ja... biggrin.gif Eine S27 muss man aber nicht unbedingt mit 423ern fahren!

Geschrieben von: Rohrbacher am 11 Apr 2010, 17:20
QUOTE (lekomat @ 11 Apr 2010, 18:19)
QUOTE
Bahnsteige kann man aufhöhen.


Wenn man will ja... biggrin.gif Eine S27 muss man aber nicht unbedingt mit 423ern fahren!

Und auch nicht als S-Bahn... ph34r.gif

Geschrieben von: spock5407 am 11 Apr 2010, 17:36
Warum den IR aka "Eventualposition Expresszug München-Traunstein" nicht gleich bis Salzburg? mad.gif

Geschrieben von: 612 hocker am 11 Apr 2010, 17:38
QUOTE
Das Durchbinden nach München halte ich für eine sehr gute Idee, München steht übrigens nicht in Klammern...
Jetzt in der Ausschreibung nicht mehr. Aber in der Vorinformation zur Ausschreibung.

QUOTE
oder kann man da auch mit dem 425 sinnvoll halten?
Mit den 425 kann man nicht sinnvoll an einem S-Bahnsteig mit 96 cm halten, weil sie die Stufe im Einstiegsbereich haben. Der Einsatz von FLIRT wäre hier Vorteilhaft, 76 cm Einstieg und für niedrige Bahnsteige steht ein Schiebetritt zur Verfügung.

QUOTE
Was spräche dagegen, die Mangfalltalbahn mit der S27 durchzubinden?
Die Laufzeit des S-Bahn Vertrages bis 2017.

Geschrieben von: lekomat am 11 Apr 2010, 17:42
QUOTE (spock5407 @ 11 Apr 2010, 18:36)
Warum den IR aka "Eventualposition Expresszug München-Traunstein" nicht gleich bis Salzburg? mad.gif

Jede Stunde + FV reicht doch auch nach Salzburg oder? Traunstein ist schon ne gute Wahl, besser als "nur" nach Rosenheim smile.gif Vlt könnte man den Express auch bis Freilassing fahren mit S-Bahn Anschluss?

QUOTE
QUOTE
Was spräche dagegen, die Mangfalltalbahn mit der S27 durchzubinden?
Die Laufzeit des S-Bahn Vertrages bis 2017.

So gut kenne ich mich mit den Verträgen auch nicht aus, aber die S27 hat auch nicht so viele KM, evtl. kann man das durch Umschiften auf andere Linien deichseln?

Geschrieben von: 146225 am 11 Apr 2010, 18:46
QUOTE (612 hocker @ 11 Apr 2010, 18:38)
Mit den 425 kann man nicht sinnvoll an einem S-Bahnsteig mit 96 cm halten, weil sie die Stufe im Einstiegsbereich haben.

Man nehme einen (0)425.2 / (0)435.2 - der hat die Stufe nicht mehr. Dürfte in RL allerdings kaum abkömmlich sein. wink.gif

Allerdings gehe ich auch davon aus, daß die BEG da gerne Neufahrzeuge hätte, möglichst vielleicht auch noch die gleichen für alle Leistungen.

Geschrieben von: Electrification am 11 Apr 2010, 19:01
Hier bestätigt sich mal wieder meine Position dass es ein Fehler war die S-Bahn München auf 96 cm Bahnsteighöhe zu bauen. So hätte man einen einheitlichen 76 cm-Standard einführen können oder warum mussten es unbedingt 96 cm sein?
Die Möglichkeit und die Chance das anzugleichen sind längst vergriffen. In Österreich scheint man das aber zu machen, welche genaue Höhe ist dort eigentlich Standard, die S-Bahnen in Wien z. B. halten ja auch an relativ niedrigen Bahnsteigen?

Geschrieben von: 146225 am 11 Apr 2010, 19:02
QUOTE (Electrification @ 11 Apr 2010, 20:01)
Hier bestätigt sich mal wieder meine Position dass es ein Fehler war die S-Bahn München auf 96 cm Bahnsteighöhe zu bauen. So hätte man einen einheitlichen 76 cm-Standard einführen können oder warum mussten es unbedingt 96 cm sein?

Weil man vermutlich Ende der 1960er keinen geeigneten Triebzug mit 760mm - Fußbodenhöhe käuflich erwerben konnte.

Geschrieben von: Rohrbacher am 11 Apr 2010, 19:03
QUOTE
Der Einsatz von FLIRT wäre hier Vorteilhaft, 76 cm Einstieg und für niedrige Bahnsteige steht ein Schiebetritt zur Verfügung.

Noch eine Sorte ET... genial.

Geschrieben von: 146225 am 11 Apr 2010, 19:07
QUOTE (Rohrbacher @ 11 Apr 2010, 20:03)
Noch eine Sorte ET... genial.

Wieso, (0)427 gibt es doch schon in Oberbayern ?

Geschrieben von: luc am 11 Apr 2010, 19:47
QUOTE (146225 @ 11 Apr 2010, 19:46)
Man nehme einen (0)425.2 / (0)435.2 - der hat die Stufe nicht mehr. Dürfte in RL allerdings kaum abkömmlich sein. wink.gif

Allerdings gehe ich auch davon aus, daß die BEG da gerne Neufahrzeuge hätte, möglichst vielleicht auch noch die gleichen für alle Leistungen.

Bisheriger Stand ist, dass die 425 ab 2015 entbehrlich werden. Denn auch in der Vorankündigung des BW-Innenministeriums für die S-Bahn ScheinNeckar stand etwas von Neufahrzeugen. Wobei dies in der Hauptausschreibung ja auch noch entfallen kann, bisher hat ja vor allem der ZSPNV-Süd was gegen die 425. Aber wenn die mal an der Moselstrecke schauen, was für einen Schrott man vom höchstwahrscheinlichen Gewinner der Ausschreibung dann vorgesetzt bekommen wird, zieht man den 425 doch noch vor.

Geschrieben von: 612 hocker am 11 Apr 2010, 20:12
QUOTE
Aber wenn die mal an der Moselstrecke schauen, was für einen Schrott man vom höchstwahrscheinlichen Gewinner der Ausschreibung dann vorgesetzt bekommen wird, zieht man den 425 doch noch vor.
Vielleicht schauen sie ja auch auf die rechte Rheinstrecke. Wenn die FLIRTs ab Dezember rollen dürfen. wink.gif

Geschrieben von: 146225 am 11 Apr 2010, 20:14
QUOTE (luc @ 11 Apr 2010, 20:47)
Bisheriger Stand ist, dass die 425 ab 2015 entbehrlich werden. Denn auch in der Vorankündigung des BW-Innenministeriums für die S-Bahn ScheinNeckar stand etwas von Neufahrzeugen. Wobei dies in der Hauptausschreibung ja auch noch entfallen kann, bisher hat ja vor allem der ZSPNV-Süd was gegen die 425.

Aber, aber - BW wird es kaum bezahlen wollen, und RP alleine nicht bezahlen können, von daher bleiben "gebrauchte" ET vermutlich im Rennen.

QUOTE
Aber wenn die mal an der Moselstrecke schauen, was für einen Schrott man vom höchstwahrscheinlichen Gewinner der Ausschreibung dann vorgesetzt bekommen wird, zieht man den 425 doch noch vor.


Ich wußte gar nicht, daß da auch noch Alstom-Fahrzeuge kommen sollen ph34r.gif *duckundweg*

Geschrieben von: Xenon am 11 Apr 2010, 21:18
QUOTE
Eventualposition 2: Zusätzlich verkehrt in der Betriebstufe 1 auch außerhalb der Hauptverkehrszeit und am Wochenende der 2-Stunden-Takt mit Express-Zügen von München nach Traunstein mit einem Umfang von 600 000 Zkm pro Jahr;
Über die Beauftragung der Eventualpositionen zu den Betriebsstufen wird mit Zuschlagserteilung entschieden


Irgendwie liest sich diese Eventualoption so, dass man schon einen IC-Ersatzverkehr plant, falls diese Linie eingestellt wird bzw. auf die irgendwann fertiggestellte ABS über Mühldorf verlagert wird. Immerhin würde das auch Traunstein als Endpunkt erklären (dahinter wäre ja der Weg über Freilassing schneller).

Geschrieben von: tobster am 11 Apr 2010, 21:37
QUOTE (612 hocker @ 11 Apr 2010, 18:38)
Mit den 425 kann man nicht sinnvoll an einem S-Bahnsteig mit 96 cm halten, weil sie die Stufe im Einstiegsbereich haben. Der Einsatz von FLIRT wäre hier Vorteilhaft, 76 cm Einstieg und für niedrige Bahnsteige steht ein Schiebetritt zur Verfügung.

So groß sind da die Probleme gar nicht mal, weil 96cm gibts nur:
Deisenhofen
Heimeranplatz Richtung Pasing
Donnersbergerbrücke

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 11 Apr 2010, 21:41
QUOTE (tobster @ 11 Apr 2010, 22:37)
So groß sind da die Probleme gar nicht mal, weil 96cm gibts nur:
Deisenhofen
Heimeranplatz Richtung Pasing
Donnersbergerbrücke

Am Harras soll aber auch noch dieses Jahr mit dem Umbau auf 96cm begonnen werden....

Heimeranplatz hat seit letztem Jahr übrigens auch der Bahnsteig für die S7/S27 96cm
und nicht nur der nach Pasing

Geschrieben von: Wildwechsel am 11 Apr 2010, 22:02
und in Sauerlach

Geschrieben von: Rohrbacher am 11 Apr 2010, 22:21
QUOTE (146225 @ 11 Apr 2010, 20:07)
Wieso, (0)427 gibt es doch schon in Oberbayern ?

Oberbayern ist groß und du wirst die genau 5 (?) Züge der BLB meinen. Von München aus gibt's mit 423, 425/426 und unterschiedlichen 440 schon genug ET-Baureihen im Regionalverkehr, die nicht zueinander passen. Ich finde da braucht's nicht noch eine in ein und dem selben Unternehmen auf dem selben Betriebshof.

PS: Und schon wieder mal zeigt sich, was für ein Schmarrn 96 cm hohe Bahnsteige heute sind. wacko.gif

Geschrieben von: luc am 11 Apr 2010, 22:29
QUOTE (146225 @ 11 Apr 2010, 21:14)
Aber, aber - BW wird es kaum bezahlen wollen, und RP alleine nicht bezahlen können, von daher bleiben "gebrauchte" ET vermutlich im Rennen.
Stimmt, wenn man keine Kohle hat, weil man einen der schlechtesten Verkehrsverträge Deutschlands hat, muss man auch bei den wenigen Auschreibungen sparen.

QUOTE (146225 @ 11 Apr 2010, 21:14)
Ich wußte gar nicht, daß da auch noch Alstom-Fahrzeuge kommen sollen  ph34r.gif  *duckundweg*

Nö, gerade weil dort kein Coradia Lirex Continental oder Desiro Mainline hinkommt, werden die das geringere Übel wählen und das heißt dann 425/435...

Geschrieben von: lekomat am 12 Apr 2010, 06:56
QUOTE
Oberbayern ist groß und du wirst die genau 5 (?) Züge der BLB meinen. Von München aus gibt's mit 423, 425/426 und unterschiedlichen 440 schon genug ET-Baureihen im Regionalverkehr, die nicht zueinander passen. Ich finde da braucht's nicht noch eine in ein und dem selben Unternehmen auf dem selben Betriebshof.


DB Regio wird sich wohl mit 440ern bewerben (falls Neubau-Triebwagen gefordert), bei den anderen "Bahnen" wird man es sehen, vor allem wenn sie die BOB (Veolia) bewirbt wirds spannend, wo wartet man die E-Fahrzeuge dann? Rosenheim, Freilassing?

Geschrieben von: Iarn am 12 Apr 2010, 08:37
QUOTE (lekomat @ 12 Apr 2010, 07:56)

DB Regio wird sich wohl mit 440ern bewerben (falls Neubau-Triebwagen gefordert), bei den anderen "Bahnen" wird man es sehen, vor allem wenn sie die BOB (Veolia) bewirbt wirds spannend, wo wartet man die E-Fahrzeuge dann? Rosenheim, Freilassing?

Ich meine mich zu erinnern, dass die BOB eh scharf auf ein mögliches Werk in Rosenheim war.

Geschrieben von: lekomat am 12 Apr 2010, 09:18
QUOTE
Ich meine mich zu erinnern, dass die BOB eh scharf auf ein mögliches Werk in Rosenheim war.

Platz und Gleisanschluss für ein mögliches BW wären ja vorhanden!

Bin schon auf die Details gespannt, eine Flügelung in Rosenheim wäre sicherlich interessant, aber Ri. Salzburg ist doch das Fahrgastaufkommen etwas höher. Realisieren würde sich ein Konzept (Verstärker ausgenommen)

RB stündlich München-Rosenheim-Salzburg/Kufstein
RE 2-stündlich München-Rosenheim-Traunstein
RB stündlich München-Holzkirchen-Rosenheim

oder (eigentlich fast wie bisher)
RB 2-stündlich München-Rosenheim-Salzburg/Kufstein (NEU mit Flügelung)
RE 2-Stündlich München-Rosenheim-Salzburg
RB 2-stündlich Rosenheim-Kufstein-(Innsbruck)
IRE 2-stündlich München-Rosenheim-Traunstein (NEU)
RB stündlich München-Holzkirchen-Rosenheim

oder (ohne Flügelung)
RB 2-stündlich München-Rosenheim-Salzburg
RE 2-Stündlich München-Rosenheim-Salzburg
IRE 2-stündlich München-Rosenheim-Traunstein (NEU)
RB stündlich München-Holzkirchen-Rosenheim(-Kufstein)
RB stündlich Rosenheim-Kufstein

auch eine stündliche RB z.B. Bruckmühl-Rosenheim-Brannenburg wäre möglich (in HVZ von Holzkirchen nach Kufstein), Potential für einen 1/2 Takt zw. Bruckmühl und Brannenburg sehe ich auf alle Fälle!

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 12 Apr 2010, 11:20

Hallo,

für Wartungsmöglichkeiten stehen auch in Freilassing (ehemaliges BW und Wagenwerkstätte) genügend Räumlichkeiten zur Verfügung. Sicherlich interessant für einen privaten Betreiber. Und es würde neue Arbeitsplätze in Freilassing schaffen nach dem Rückzug der DB aus dem Werkstättenbereich.

Was die Linie München - Traunstein angeht, bin ich gespannt auf die Zwischenhalte. Anbieten würden sich München Ost, Rosenheim, Bad Endorf, Prien, Übersee.

Was nun Übersee anbelangt: Dies ist kein bloßer Dorfhalt, sondern der Einzugsbereich erstreckt sich von Reit im Winkl im Süden bis nach Chieming/Grabenstätt im Norden. Nicht umsonst war Übersee früher regelmäßiger D-Zug-Halt (auch wegen der ehemals abzweigenden Strecke nach Marquartstein). Noch heute hält das IC-Zugpaar Königssee täglich in Übersee.

Gruß

Geschrieben von: Taschenschieber am 12 Apr 2010, 12:00
QUOTE (146225 @ 11 Apr 2010, 19:46)
Man nehme einen (0)425.2 / (0)435.2 - der hat die Stufe nicht mehr.

Damit hast du dann aber z. B. in Kreuzstaße wieder Ärger.

Geschrieben von: Rohrbacher am 12 Apr 2010, 12:19
Sag' ich doch: Eine Spanne von (real existierenden) 20 bis 96 cm ist ganz einfach suboptimalst. Mit so krass unterschiedlichen Bahnsteighöhen wird man in einem Netz IMMER Probleme bekommen! http://de.wikipedia.org/wiki/Bahnsteigh%C3%B6he sagt:
QUOTE
In Deutschland legt die Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) eine Bahnsteighöhe von mindestens 38 cm bis maximal 96 cm fest. (...) In der Schweiz wird eine einheitliche Bahnsteighöhe von 55 cm für Regelspur- und 35 cm für Schmalspurstrecken angestrebt

Geschrieben von: Xenon am 12 Apr 2010, 12:40
QUOTE

oder (eigentlich fast wie bisher)
RB 2-stündlich München-Rosenheim-Salzburg/Kufstein (NEU mit Flügelung)
RE 2-Stündlich München-Rosenheim-Salzburg
RB 2-stündlich Rosenheim-Kufstein-(Innsbruck)
IRE 2-stündlich München-Rosenheim-Traunstein (NEU)
RB stündlich München-Holzkirchen-Rosenheim


Halte ich persönlich für keine gute Idee, da Aßling, Ostermünchen, Großkarolinenfeld damit nur noch einen 2h-Takt hätten (heute zumindest Stundentakt mit einzelnen Lücken). Meiner Meinung nach sollte man hier schon einen Studentakt anstreben.


Geschrieben von: Naseweis am 12 Apr 2010, 13:07
Wenn man schon einen IRE bestellt, dann braucht man doch den RE (dessen Halteprofil) nicht mehr. Dann kann die RB stündlich statt RB und RE stündlich im Wechsel fahren. Schädigt der IRE aber nicht die IC/EC der Linie 62 Siegen - Frankfurt / Saarbrücken - Stuttgart - München - Salzburg - Tauern - Klagenfurt usw.? Es könnten beide die selben Halte München Hbf, München Ost, Rosenheim, Prien, Traunstein haben. Dabei könnten sie sich auch zum Stundentakt (00er-Knoten Rosenheim!) ergänzen, also sogar mehr Nutzen als Schaden? Reicht das Fahrgastpotential für beide, z.B. auch da der IC/EC sowieso meist von Fernreisenden benutzt wird, die entweder mit dem IC/EC direkt fahren oder gar ICE benutzen und so den Zuschlag schon bezahlt haben?

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 12 Apr 2010, 14:45
QUOTE (Naseweis @ 12 Apr 2010, 14:07)
Wenn man schon einen IRE bestellt, dann braucht man doch den RE (dessen Halteprofil) nicht mehr. Dann kann die RB stündlich statt RB und RE stündlich im Wechsel fahren. Schädigt der IRE aber nicht die IC/EC der Linie 62 Siegen - Frankfurt / Saarbrücken - Stuttgart - München - Salzburg - Tauern - Klagenfurt usw.? Es könnten beide die selben Halte München Hbf, München Ost, Rosenheim, Prien, Traunstein haben. Dabei könnten sie sich auch zum Stundentakt (00er-Knoten Rosenheim!) ergänzen, also sogar mehr Nutzen als Schaden? Reicht das Fahrgastpotential für beide, z.B. auch da der IC/EC sowieso meist von Fernreisenden benutzt wird, die entweder mit dem IC/EC direkt fahren oder gar ICE benutzen und so den Zuschlag schon bezahlt haben?

Hallo,

wäre das so schlimm, wenn der Fernverkehr zugunsten eines schnellen Nahverkehrs etwas zurückgefahren wird?
Zum Beispiel von München nach Prien oder Traunstein, da brauche ich doch keinen IC, da tut es doch ein schneller Regionalverkehr mit günstigeren Fahrpreisen (sprich: Bayernticket) doch auch.
Es ist doch so, dass der Fernverkehr auf dieser Strecke eher ein "Fremdkörper" ist, der zusammen mit den ÖBB-Korridorzügen den Regionalverkehr betrieblich und tariflich behindert.
Das sieht man ja nun wieder an den aktuellen Baumaßnahmen auf der Strecke. Fernverkehr und Güterverkehr verkehren weitgehend ohne Behinderung, nur der Regionalverkehr - der durchaus besser frequentiert sein kann also so manche EC oder RJ - wird zumindest alle 2 Stunden wieder in Bad Endorf bzw. in Übersee gebrochen.

Gruß

Geschrieben von: lekomat am 12 Apr 2010, 16:39
QUOTE
wäre das so schlimm, wenn der Fernverkehr zugunsten eines schnellen Nahverkehrs etwas zurückgefahren wird?

Ja zurückfahren würde ich Ihn nicht, vlt sogar noch ausbauen. Die RJ auch noch in Rosenheim halten lassen und Anschluss zu den Brenner EC´s Richtung Italien herstellen. Denke die Mühldorfer Strecke ist dann eher für den Güterverkehr interessant, FV-Potential ist mit vor allem Rosenheimer und Traunsteiner Land reichlich gegeben.

Die Gattung IR(E) macht nur Sinn, wenn es weiterhin einen RE Verkehr mit Halt in Grafing aber nicht in Assling usw... gibt.

Geschrieben von: viafierretica am 12 Apr 2010, 17:01
QUOTE (Bahnhofsvorstand @ 12 Apr 2010, 15:45)
Hallo,

wäre das so schlimm, wenn der Fernverkehr zugunsten eines schnellen Nahverkehrs etwas zurückgefahren wird?
Zum Beispiel von München nach Prien oder Traunstein, da brauche ich doch keinen IC, da tut es doch ein schneller Regionalverkehr mit günstigeren Fahrpreisen (sprich: Bayernticket) doch auch.
Es ist doch so, dass der Fernverkehr auf dieser Strecke eher ein "Fremdkörper" ist, der zusammen mit den ÖBB-Korridorzügen den Regionalverkehr betrieblich und tariflich behindert.
Das sieht man ja nun wieder an den aktuellen Baumaßnahmen auf der Strecke. Fernverkehr und Güterverkehr verkehren weitgehend ohne Behinderung, nur der Regionalverkehr - der durchaus besser frequentiert sein kann also so manche EC oder RJ  - wird zumindest alle 2 Stunden wieder in Bad Endorf bzw. in Übersee gebrochen.

Gruß

Man sollte schon bisschen weiter denken als nur bis Rosenheim oder Salzburg. Der FERNverkehr dient dazu, überregionale, nationale und internationale Relationen abzudecken. Es verlaufen hier die RJ-Linie München - Wien - Budapest sowie die IC/EC Linie Frankfurt - München - Salzburg - Graz/Klagenfurt mit einzelnen Zugläufen nach Linz oder gar Zagreb bzw. Belgrad. Auch auf der parallelen A8 finden sich ja internationale LKWs und PKWs aus ganz Europa wieder, es ist ja DIE Hauptroute Richtung Balkan/Ungarn. Daher bitte nicht den FV zurückschrauben - es ist eben ein Strecke, wo sich Fern -und Nahverkehr ergänzen und sich die Strecke teilen. Hinzu kommt der ÖBB-"Korridorverkehr"Bregenz - Wien sowie die Verbindung Zürich - Wien, also auch lange Zugläufe. Diese zugunsten kurzer Nahverkehrslinien mit Umsteigen an der Grenze und diese ganzen Scherze (und Anschlussverluste, andereTarife, keine Platzreservierung, kein gescheites Essen etc.) aufgeben, würde die Bahn zu einem reinen Nahverkehrsmittel degradieren und den Rest dem Flugzeug überlassen. Und wenn ich nach Belgrad oder selbst nach Klagenfurt fahre, möchte ich ungern in Aßling oder Übersee halten, es dauert eh schon lang genug. Zudem sind das die Fahrgäste, die wirklich Geld bringen, nicht die Bayern-Ticket-Nutzer.....

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 12 Apr 2010, 17:26
QUOTE (lekomat @ 12 Apr 2010, 17:39)
Die Gattung IR(E) macht nur Sinn, wenn es weiterhin einen RE Verkehr mit Halt in Grafing aber nicht in Assling usw... gibt.

Hallo,

Halt in Grafing wäre bei beschleunigten IR(E) überflüssig. Denn es soll ja nicht Sinn und Zweck solcher Verbindungen sein, die S-Bahnen zu entlasten. Ich plädiere für keinen Halt zwischen München Ost und Rosenheim. Allerdings sollten dann die Züge nach Traunstein in Bad Endorf, Prien und Übersee halten. Denn Zweck dieser Züge sollte die schnelle Anbindung der Region an den Zentralraum München sein.
Natürlich kann dann im Interesse einer Beschleunigung dieser Züge - im Gegensatz zu den weiter im Stundentakt verkehrenden RB - auf Halte in Bernau und Bergen verzichtet werden. Diese Haltepunkte sind nicht übermäßig frequentiert und außerdem wäre dann der jeweilige Haltestellenabstand zu Prien bzw. Traunstein wohl zu gering. Allerdings sollte auf den ca. 30 km zwischen Prien und Traunstein in Übersee gehalten werden, weil dies das "Bahnzugangszentrum" für das Achental (mit entsprechenden Regionalbusverbindungen) ist.

Aber grundsätzlich gebe ich auch zu bedenken, dass es wohl doch etwas problematisch für Nutzer des Bayerntickets aus Salzburg ist, wenn auf dieser Gesamtstrecke nur Nahverkehrsbindungen mit zeitraubendem Halt an allen Stationen existieren, weil die beschleunigte Verbindung nur bis Traunstein führt. München ist ein begehrtes Tagesziel für Ausflügler aus Salzburg, die hier natürlich nicht den teuren Fernverkehr benutzen wollen.

Gruß

Geschrieben von: Xenon am 12 Apr 2010, 17:27
QUOTE
wäre das so schlimm, wenn der Fernverkehr zugunsten eines schnellen Nahverkehrs etwas zurückgefahren wird?


Ja, man hätte unnötige Umstiege und einen Komfortverlust.

QUOTE
Zum Beispiel von München nach Prien oder Traunstein, da brauche ich doch keinen IC, da tut es doch ein schneller Regionalverkehr mit günstigeren Fahrpreisen (sprich: Bayernticket) doch auch.


Mit diesem Argument könnte man den gesamten Fernverkehr abseits der HGV-Strecken in Frage stellen. Wieso sollten nicht auch kleinere Städte eine Fernverkehrsanbindung besitzen?

QUOTE

Es ist doch so, dass der Fernverkehr auf dieser Strecke eher ein "Fremdkörper" ist, der zusammen mit den ÖBB-Korridorzügen den Regionalverkehr betrieblich und tariflich behindert.


Hier muss ich zustimmen. Die Lösung wären Züge, die von der Strecke und vom Komfort her Fernverkehr sind, jedoch auch in kleineren Städten halten und zum Nahverkehrstarif nutzbar sind. Übrigens gab es vor einigen Jahren schon mal sowas. Mit solchen Zügen könnte man auch teilweise den Regionalverkehr ersetzen, was von den Kosten her einige Einsparungen bringen würde.



Geschrieben von: lekomat am 12 Apr 2010, 17:52
QUOTE
Halt in Grafing wäre bei beschleunigten IR(E) überflüssig. Denn es soll ja nicht Sinn und Zweck solcher Verbindungen sein, die S-Bahnen zu entlasten. Ich plädiere für keinen Halt zwischen München Ost und Rosenheim. Allerdings sollten dann die Züge nach Traunstein in Bad Endorf, Prien und Übersee halten.


Ja so sehe ich das auch (kam wohl unverständlich rüber), es sollte halt abgegrenzt ein, RB hällt überall, RE hällt in Grafing und der IR(E) fährt bis Rosenheim vom Ostbahnhof durch, so hätte man eine schöne, nachvollziehbare Trennung.

QUOTE
Hier muss ich zustimmen. Die Lösung wären Züge, die von der Strecke und vom Komfort her Fernverkehr sind, jedoch auch in kleineren Städten halten und zum Nahverkehrstarif nutzbar sind. Übrigens gab es vor einigen Jahren schon mal sowas. Mit solchen Zügen könnte man auch teilweise den Regionalverkehr ersetzen, was von den Kosten her einige Einsparungen bringen würde.


Stimmt, einige IC´s waren von Salzburg bis München benutzbar ohne FV Zuschlag, allerdings BayernTicket galt hier beispielsweiose nicht.

Geschrieben von: luc am 12 Apr 2010, 22:48
QUOTE (lekomat @ 12 Apr 2010, 07:56)
DB Regio wird sich wohl mit 440ern bewerben (falls Neubau-Triebwagen gefordert), bei den anderen "Bahnen" wird man es sehen, vor allem wenn sie die BOB (Veolia) bewirbt wirds spannend, wo wartet man die E-Fahrzeuge dann? Rosenheim, Freilassing?

440 halte ich für extrem unwahrscheinlich, weil die erstens nicht so billig sind, zweitens nicht vom Lieblingshersteller der DB
und drittens gibt es keinen Rahmenvertrag für die Fahrzeuge.
Alle drei Kriterien erfüllt das Billigfahrzeug E-Talent 2. Wer anständige E-Fahrzeuge wie 440 oder 460 will, muss auf eine Vergabe an eine "Privat"bahn hoffen.

Geschrieben von: spock5407 am 12 Apr 2010, 22:59
Über den grottig gewordenen Fahrplan in der Relation München-Kärnten-München für Tagesdienstreisen will ich gar net klagen.....
Will ich vor Mittag in Villach sein, soll ich doch tatsächlich mit nem Bummler bis Salzburg alle angeschütteten Erdhaufen (AKA RB-Halte) abklappern und abends komm ich nicht mehr sinnvoll nach 17:18 retour. mad.gif

Geschrieben von: Rohrbacher am 12 Apr 2010, 23:05
440 halte ich sogar für sehr warscheinlich, weil die DB sicher nicht an einem Standort zig Fahrzeugtypen unterhalten will (440 gibt's schon für Augsburg und Passau), sonst hätten wir in Steinhausen ja gleich vier unterschiedliche Typen (423, 425/426, 440 und 442). Das wäre relativ unsinnig, noch unsinniger als den 440 als anständiges Fahrzeug zu bezeichnen. Irgendein anderer Typ wird meiner Meinung nach nur warscheinlich, wenn DB Regio dafür ein separates Werk in Rosenheim aufmacht oder/und er ausdrücklich in der Ausschreibung gefordert wird. Allerdings rechne ich damit, dass sich auch Veolia bei der Ausschreibung ordentlich ins Zeug legen wird, die wollen ja auch schon länger in der Richtung unterwegs sein...

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 13 Apr 2010, 07:26
QUOTE (spock5407 @ 12 Apr 2010, 23:59)

Will ich vor Mittag in Villach sein, soll ich doch tatsächlich mit nem Bummler bis Salzburg alle angeschütteten Erdhaufen (AKA RB-Halte) abklappern

Hallo,

soll diese Aussage eine Beleidigung für die prosperierenden Orte im Chiemgau sein?

Gruß

Geschrieben von: chris232 am 13 Apr 2010, 15:54
QUOTE (luc @ 12 Apr 2010, 23:48)
... 440 ... nicht so billig sind ...

... anständige E-Fahrzeuge wie 440 ...

Bitte demnächst die Ironie besser kennzeichnen - danke!

www_smiliemania_de_75309.png

Geschrieben von: TT1 am 13 Apr 2010, 16:30
440 ein anständiges Fahrzeug? Ich weiß ja nicht. Die 442 aus dem Rahmenvertrag sind schon alle Reserviert für andere Strecken. Und die neuen ET werden auch nicht mehr in Steinhausen gewartet.

Geschrieben von: NIM rocks am 13 Apr 2010, 17:05
QUOTE (chris232 @ 13 Apr 2010, 16:54)
QUOTE (luc @ 12 Apr 2010, 23:48)
... 440 ... nicht so billig sind ...

... anständige E-Fahrzeuge wie 440 ...

Bitte demnächst die Ironie besser kennzeichnen - danke!

www_smiliemania_de_75309.png

Kann vllt mal jemand eine kleine Aufstellung anhand von Fakten machen, inwiefern die modernen Triebwagen (42x (inkl. 427), 440, 442) so schlecht sind? Man liest ständig nur "Plastik...", "Schrott..." usw.

Vielleicht kann das jemand erklären, der mit dem genannten Rollmaterial auch konfrontiert wird und nicht nur vorm PC hockt und eigentlich keine Ahnung von den Kisten hat.

Danke schonmal,

mfg NIM rocks

Geschrieben von: NJ Transit am 13 Apr 2010, 17:10
Danke, NIM rocks, danke! Endlich sagt mal wer was! Weil auf der einen Seite jammern alle über die neuen ETs, auf der anderen meckern alle über die alten Silberlinge...
Ich bin ehrlich, bei manchen Fahrzeugen kann ich es dank meines USA-Aufenthaltes nicht beurteilen, aber zumindest bei 423 etc. weiß ich echt nicht, was so schlimm sein soll, und im Gegensatz zu einem NJ Transit-Zug, bei dem einem, wenn der Zug einfährt, die Ohren weggepustet werden, ist das "gequietsche" sehr angenem...

Das ist aber nur meine persönliche Meinung.

Geschrieben von: 146225 am 13 Apr 2010, 19:11
QUOTE (NIM rocks @ 13 Apr 2010, 18:05)
[Kann vllt mal jemand eine kleine Aufstellung anhand von Fakten machen, inwiefern die modernen Triebwagen (42x (inkl. 427), 440, 442) so schlecht sind? Man liest ständig nur "Plastik...", "Schrott..." usw.

Über diese elementare Grundfrage des Freakdaseins habe ich auch schon mehr als einmal philosophiert, zu einer endgültigen Antwort bin ich aber auch noch nicht gekommen. Ich vermute einmal die Ursachen entlang mehrerer Grundlinien:

1. Schöne heile Welt

Eigentlich steckt in jedem Freak als Urkern die Modellbahn, und "seine" Bahn vor der Haustür ist nix anderes als das ganze im Maßstab 1:1, nur das Streckennetz ist größer und die Preiserleins sind selbstanimiert. Da in jeder Modellbahn zumindest ein bißchen die Vision von der heilen Welt aus den Augen ihres Erbaues mitschwingt, hätte man diese schöne heile Welt halt gerne auch in 1:1 - und das bedeutet unter anderem auch, daß man sich an das seit jeher gewohnte Umfeld klammert. Wer "seinen" Bahnhof seit Jahr(zehnt)en mit Fdl., Formsignalen und 110 + n-Wagen kennt, der klammert sich unter Umständen daran, wenn das gewohnte Umfeld sich radikal verändert. Da werden dann ESTW und neuer Triebwagen zur mittleren Lebenskrise, auf die man mittels Abwehrreflex gegen das "böse Neue" reagiert. Jeder Mangel und jeder Fehler der "modernen Bahn" - die es ja zweifelsohne gibt - wird dann benutzt, um das eigene Weltbild zu rechtfertigen, und die Mängel der Bahn von früher - die es genauso zweifelsohne gab - werden im idealisierten Weltbild glatt zurecht geschliffen. In diesem Sinne sind natürlich Pleiten, Pech und Pannen wie Alstom mit dem (0)440 /
(0)441 oder Bombardier mit dem (0)442 doppelt peinlich: Einmal real, denn der Hersteller verärgert seinen Kunden damit, und einmal sozusagen surreal: Der beste Nährboden für diverse Vorverurteilungen und Bestärkung vorhandener Ablehnungen.

2. Der Herdentrieb als Verstärker

Wo pflegt es sich seine Ablehnungen, Vorurteile und Ängste am Schönsten ? Richtig, in einer Gruppe Gleichgesinnter. Das soll jetzt um Gottes Willen bitte keine Verurteilung von Gruppierungen oder auch Internetforen sein, "ohne" wäre das Leben um eine schöne Sache ärmer. Dennoch steckt schon ein bißchen Wahrheit drin, daß sich unser durch die Lebenskrise gebeutelter Freak gleich viel besser fühlt wenn ihm ein paar andere bestätigen daß das neue ESTW in X der schiere Wahnsinn und ein untragbares Sicherheitsrisiko sei, und die neuen ET auf der Strecke nach Y sowieso nur Plastik, das nichts taugt und in 5 Jahren aber allerspätestens auseinanderfällt. Unser Freak klopft sich auf die Schulter, weil er sich bestätigt sieht, und verstärkt dadurch noch die Tendenz, alles "neue Gelumpe" erstmal als sowieso untauglich und prinzipiell teuflisch abzulehnen. Glücklich ist er dann beim geteilten gemeinsamen Leid, wenn zum nächsten Fahrplanwechsel auf der Strecke nach Z die "blöde, böse Bahn" wiedermal allen Grund gibt, seine Einstellung noch zu verstärken... ein Stück weit ein sich selbst bewahrheitender und mehrender Kreislauf.

3. Der geschichtliche Hintergrund

Neubaufahrzeuge abzulehnen dürfte so alt sein wie das Eisenbahnhobby selbst. Was heute der RegioShuttle ist, war in den 1950ern der Uerdinger Schienenbus, in den 1960ern ließ man frustriert die Kamera sinken, wenn statt der geliebten Dampflok eine böse V 100 um die Kurve kam, und der
(0)628 war das Monster der späten 1980er, der ebendiese damals verhaßte Brennkraftlok um Lohn und Brot bzw. Diesel brachte. Derartige Beispiele lassen sich noch in mehrfacher Zahl quer durch die Jahrzehnte finden, und die wird es auch immer wieder geben.

Das ganze wird allerdings wohl aus meiner Sicht eine Frage bleiben, die niemals als endgültig beantwortet gelten darf - weil sie Menschen gilt.

Geschrieben von: JNK am 13 Apr 2010, 19:27
4. Die elendige Systemfrage

n-Wagen mit Zub, Trillerpfeife, Abfahrtsauftrag, Abteilen in der Ersten Klasse, großen Schiebefenstern und dem satten "Rumms" beim Türen schließen stehen stellvertretend für die "gute, alte, viel zu teure Bundesbahn" als Staatsbetrieb.

423 & Co. (Langsam fange ich an den 422 zu lieben und die x-Wagen abgrundtief zu hassen) mit ihren Bandansagen, den Erste Klasse-Zellen, den Doppeltraktionen mit nur einem Tf als Personal, Türpiepen statt Trillerpfeife und den fast lautlos versetzt schließenden Türen und der Klimatisierung stehen für die "gute, neue, viel zu gierige Börsenbahn" und die neue Welt der gescheiterten Ausschreibungen und der Privatbahnen.

Geschrieben von: O 530 L am 14 Apr 2010, 12:47
5. Mangelnder Sinn

Triebwagen haben nur drei sinnvolle Einsatzgebiete: Hochgeschwindigkeitsverkehr>230km/h, Nebenbahnen und S-Bahnverkehr. Versucht man Triebwagen in andere Einsätze zu "drängen", kommt in den meisten Fällen Murks dabei heraus. Als Beispiel nehme ich mal die DIEX-440/441er: Man fährt auf einer Strecke mit durchschnittlich 15km Haltabstand und hohem Fahrgastaufkommen. Um den meisten Fahrgästen das Sitzen zu ermöglichen, stattet man den Wagen nur mit einer Tür pro Wagenteil aus, was für den Fahrgastwechsel ein absoluter GAU ist!

Und es braucht jetzt keiner versuchen mir den Sinn einer 4-fach-Traktion 440.0er zu erklären!


Geschrieben von: 612 hocker am 14 Apr 2010, 14:41
QUOTE
Und es braucht jetzt keiner versuchen mir den Sinn einer 4-fach-Traktion 440.0er zu erklären!
Immer noch besser als den ganzen Tag heiße Luft durch die Gegend zu fahren, weil man für zwei Leistungen am Tag wirklich fünf Dostos braucht.

Geschrieben von: tobster am 14 Apr 2010, 16:11
QUOTE (O 530 L @ 14 Apr 2010, 13:47)
Triebwagen haben nur drei sinnvolle Einsatzgebiete: Hochgeschwindigkeitsverkehr>230km/h, Nebenbahnen und S-Bahnverkehr.

Ein weiteres sinnvolles Szenario sehe ich schon noch: Flügeln (wie z.B. bei der BOB)

Geschrieben von: Taschenschieber am 14 Apr 2010, 16:17
QUOTE (tobster @ 14 Apr 2010, 17:11)
Ein weiteres sinnvolles Szenario sehe ich schon noch: Flügeln (wie z.B. bei der BOB)

Wird beim DIEX nicht geflügelt?

Und das "Fahrgastproblem" mit nur einer Tür je Seite liegt nicht am "System Triebwagen", sondern ist nur beim 440 der Fall. Im Übrigen kann man auch klassische Wagen mit nur einer Tür basteln.

Geschrieben von: uferlos am 14 Apr 2010, 16:18
geflügelt wird beim DIEX nicht, nur an und abgekuppelt in Ladshut.

Geschrieben von: O 530 L am 14 Apr 2010, 18:05
QUOTE (uferlos @ 14 Apr 2010, 17:18)
geflügelt wird beim DIEX nicht, nur an und abgekuppelt in Ladshut.

Ich hab jetzt schon mehrere Stimmen gehört, dass jetzt in Plattling gestärkt/-schwächt wird. Womit ein weiterer vermeitlicher Vorteil von Triebwagen wegfällt!


QUOTE
Und das "Fahrgastproblem" mit nur einer Tür je Seite liegt nicht am "System Triebwagen", sondern ist nur beim 440 der Fall.

442.2, 427-429

Geschrieben von: Rohrbacher am 14 Apr 2010, 18:50
QUOTE
Ich hab jetzt schon mehrere Stimmen gehört, dass jetzt in Plattling gestärkt/-schwächt wird. Womit ein weiterer vermeitlicher Vorteil von Triebwagen wegfällt!

Ähm nein? Zum Schwächen brauche ich ja bei normalen Wagen 'ne Rangierlok samt Personal, Triebwagen können das von selber, das sind quasi sich selbst rangierende Wagen. Die kannst du auch an jede Seite eines Triebwagenzugs einfach gleichwertig wieder dranhängen. Bei Lok-Wagenzügen muss u.U. die Lok erst ab, die Rangierlok an die andere Seite der zu rangierenden Wagen, etc.

Geschrieben von: O 530 L am 14 Apr 2010, 19:18
Da hab ich mich unklar ausgedrückt sad.gif Gestärkt/-schwächt wird beim DIEX v.a. um Wagen zu sparen. Da es bei normalen Wagen - wie von dir beschrieben - ein größerer Aufwand(Bremsprobe nicht vergessen wink.gif )ist, werden Triebwagen verwendet. Wenn ich jetzt die ganze Prozedur in Plattling mache, ist der "Sparanteil" gleich null(dank gleicher Ankunft und Abfahrt kann eine von München kommende Einheit nicht sofort wieder nach München zurückfahren, sondern muss eine Stunde warten).

Geschrieben von: Taschenschieber am 14 Apr 2010, 19:25
QUOTE (O 530 L @ 14 Apr 2010, 19:05)
442.2, 427-429

Von mir aus. Meine These bleibt davon aber unberührt. Das Problem mit nur einer Tür pro Wagen ist nicht im "System Triebwagen" verankert, sondern eine Frage davon, was das EVU (bzw. im Fall vom Fuggerexpress der Besteller) haben möchte. Beim 425/426, beim dreiteiligen Talent, beim 628 und so weiter klappts ja auch. Das ist also kein Nachteil der "doofen Triebwagen".

Geschrieben von: tobster am 14 Apr 2010, 20:49
QUOTE (O 530 L @ 14 Apr 2010, 20:18)
Da hab ich mich unklar ausgedrückt sad.gif Gestärkt/-schwächt wird beim DIEX v.a. um Wagen zu sparen. Da es bei normalen Wagen - wie von dir beschrieben - ein größerer Aufwand(Bremsprobe nicht vergessen wink.gif )ist, werden Triebwagen verwendet. Wenn ich jetzt die ganze Prozedur in Plattling mache, ist der "Sparanteil" gleich null(dank gleicher Ankunft und Abfahrt kann eine von München kommende Einheit nicht sofort wieder nach München zurückfahren, sondern muss eine Stunde warten).

Falsch! Die Fahrtzeit nach Passau beträgt über eine halbe Stunde. Somit kann der in Plattling abgekuppelte Triebwagen eine Stunde früher wieder zurück Richtung München fahren als wenn er bis Passau mitfahren würde.

Geschrieben von: Wetterfrosch am 14 Apr 2010, 21:53
... so - mal zurück zum eigentlichen Thema: Es betrifft ja auch die BOB bzw. Veolia. Die wollen ja auch mitmischen. Angedacht war ja auch eine E-Triebfahrzeuglösung zusammen mit den Verbrennungsfahrzeugen und Flügelung in Holzkirchen. Ob da etwas in die Richtung passiert? Ebenso muss die BOB/Veolia auch an neue Triebfahrzeuge denken, die Integrale kommen ins Alter bzw. werden wieder anfälliger - und Nachbaupläne sind bis jetzt gescheitert. Eine Durchbindung bzw. Flügelung in Holzkirchen mit 2xET425 - der hintere Teil fährt wieder zurück bis Rosenheim, während der 1. Teil weiter nach München Flügelbahnhof fährt wäre auch denkbar, zumindest in den Morgenstunden/Nachmittagstunden, wo die meisten Pendler nach München unterwegs sind.

Geschrieben von: mic am 14 Apr 2010, 22:18
Hm. Also ich denke, dass eine Zusammenlegung der Mangfalltalbahn mit den übrigen Oberland-Strecken mit der jetzt erfolgende getrennte Ausschreibung des E-Netzes Rosenheim einerseits und der Oberlandstrecken andererseits gelaufen sein dürfte. (Sympathie für die) BOB hin oder her.

Geschrieben von: Xenon am 14 Apr 2010, 22:37
Die getrennte Ausschreibung dürfte insofern Sinn machen, dass das Mangfalltal tendenziell schon eher Richtung Rosenheim als nach München ausgerichtet ist.

Geschrieben von: Iarn am 15 Apr 2010, 13:13
Pressemitteilung-Nr. 104078

Freistaat Bayern startet Ausschreibung für Regionalverkehre im elektrischen Netz Rosenheim / Bahnangebot soll ab Ende 2013 schneller, moderner und attraktiver werden

Zeil: „Verbesserte Bahnleistungen für Fahrgäste durch Wettbewerb“
MÜNCHEN Ein neues Wettbewerbsprojekt im bayerischen Schienenpersonennahverkehr ist gestartet. Im Auftrag des Freistaats Bayern hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) das europaweite Ausschreibungsverfahren für Verkehrsleistungen im elektrischen Netz Rosenheim eröffnet. Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil: „Mit der Ausschreibung wollen wir den Regionalverkehr auf den Strecken München – Rosenheim – Salzburg/Kufstein sowie auf der Mangfalltalbahn von Rosenheim über Holzkirchen nach München noch attraktiver gestalten. Damit tragen wir der stark gewachsenen Nachfrage Rechnung. Denn die Fahrgastzahlen zwischen Rosenheim und München sind in den letzten Jahren um 36 Prozent gestiegen.“
Mit dem Wettbewerbsprojekt ‚E-Netz Rosenheim’ sind ab Dezember 2013 für eine Vertragslaufzeit von zunächst 12 Jahren zahlreiche Verbesserungen geplant. Auf der Bahnstrecke Salzburg – Traunstein – Rosenheim – München sollen stündlich schnelle Expresszüge fahren. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und einer Non-Stop-Fahrt von Rosenheim nach München-Ost verkürzen sich die Fahrzeiten zwischen dem Chiemgau und der Landeshauptstadt um bis zu 10 Minuten. Zwischen Kufstein und München werden stündlich moderne Regionalzüge verkehren. Sie werden zwischen Rosenheim und Grafing Bahnhof an allen Stationen halten. Damit können die Fahrgäste aus den Inntalgemeinden stündlich umsteigefrei direkt nach München fahren. Derzeit werden die Stationen zwischen Rosenheim und Grafing oft nur alle zwei Stunden bedient und in Richtung Kufstein muss regelmäßig in Rosenheim umgestiegen werden. Zeil: „Ich erwarte, dass der Ausschreibungssieger gemeinsam mit den Eisenbahnen in Österreich umsteigefreie grenzüberschreitende Verbindungen im Inntal einrichtet.“ Die Expresslinie Salzburg – München wie auch die Regionalzuglinie Kufstein – München sollen gerade den Pendlern im Vergleich zum aktuellen Fahrplan zusätzliche Fahrtmöglichkeiten bieten, zum Beispiel einen 30-Minuten-Takt im Berufsverkehr. Die Regionalzüge auf der Mangfalltalbahn von Rosenheim nach Holzkirchen sollen in den Hauptverkehrszeiten im 30-Minuten-Rhythmus und ansonsten im 1-Stunden-Takt verkehren. Im Berufsverkehr sollen die Mangfalltalbahnzüge über Holzkirchen hinaus via Deisenhofen und München-Harras bis München-Hauptbahnhof verlängert werden. „Damit wird es erstmals regelmäßige Direktverbindungen aus dem Mangfalltal geben, zum Beispiel von Bad Aibling und Bruckmühl bis München“, erklärt der Verkehrsminister.
Zeil: „In der Ausschreibung fordern wir einen neuen Fahrplan sowie fabrikneue Fahrzeuge unter anderem mit komfortablen Sitzplätzen, ausreichend Platz für Gepäck, Klimatisierung, behindertengerechte Toiletten und Mehrzweckräume für die Fahrradbeförderung. Breite Außentüren und eine Fuß-bodenhöhe von 76 cm werden an vielen Bahnhöfen wie in Rosenheim, Bad Aibling-Kurpark, Grafing Bahnhof, Holzkirchen, München und zukünftig auch in Traunstein optimale Einstiegsverhältnisse bieten. Die Fahrgäste sollen durch gut lesbare Displays und automatische Ansagegeräte über den Fahrtverlauf informiert werden. Die Fahrzeuge müssen im Interesse kürzerer Reisezeiten eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h erreichen und auch in Österreich zugelassen sein.“
Auch der Service solle höchsten Ansprüchen genügen. „Für mehr Service und Sicherheit sollen alle Züge auf den Linien München – Rosenheim – Salzburg und München – Rosenheim – Kufstein mindestens mit einem Zugbegleiter, auf dem Streckenabschnitt zwischen München und Traunstein meist sogar mit mindestens zwei Zugbegleitern besetzt werden“, so Zeil. Auf diesen beiden Linien sollen künftig auch wieder unkompliziert Fahrkarten im Zug durch die Zugbegleiter verkauft werden. Auch in einem großen Teil der Züge der S-Bahn-ähnlichen Mangfalltalbahn soll es wieder Zugbe-gleiter geben.
Selbstverständlich werden im gesamten E-Netz Rosenheim auch weiterhin alle Varianten des beliebten Bayern-Tickets gültig sein. Zusätzlich fordert der Freistaat für Fahrten außerhalb der morgendlichen Berufsverkehrszeit eine im Preis erheblich reduzierte, übertragbare Monatskarte sowie für Kurzstreckenfahrten bis 50 km einfache Fahrt ein Sonderangebot. Neben der Einführung eines bayernweiten Qualitätsmesssystems im Schienenpersonennahverkehr stellt der Freistaat hohe Anforderungen an Pünktlichkeit, Anschlusssicherung, Störfallmanagement, Sitzplatzkapazitäten, Fahrgastinformation, Service und Sauberkeit der Züge sowie Funktionsfähigkeit der Ausstattung. Zeil: „Durch das künftig noch attraktivere Verkehrsangebot auf der Schiene erwarte ich einen deutlichen Anstieg der Fahrgastzahlen. Die Platzkapazitäten werden auch im Berufsverkehr erweitert. Sowohl Pendlern wie auch Ausflüglern wollen wir eine noch bessere Alternative zur Fahrt auf der gerade im Einzugsbereich von München oft überlasteten Autobahn A 8 bieten. Nicht zuletzt werden mit dem Projekt auch zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen.“
Das Vergabeverfahren führt die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH durch. Die Ausschreibung wurde am 10. April 2010 im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht. Die Verdin-gungsunterlagen können über das SOL-System der Ausschreibungsdatenbank des Bayerischen Staatsanzeigers bzw. gegen einen Kostenbeitrag von 500 Euro bei der BEG, Boschetsrieder Straße 69, 81379 München bis zum 30. Juni 2010 angefordert werden. Schlusstermin für den Eingang der Angebote ist der 30. September 2010. Die Zuschlags- und Bindefrist endet am 28. Februar 2011.
- . -

Geschrieben von: Boris Merath am 15 Apr 2010, 13:27
Wow - nicht schlecht. Zugbegleiter und Fahrkartenverkauf im Zug scheinen bei Ausschreibungen ja offenbar jetzt Standard zu werden in Bayern. Bei der Strecke nach Salzburg waren zumindest Zugbegleiter ja zu erwarten, dass aber auch auf der Mangfalltalbahn Zugbegleiter zurückkommen überrascht doch etwas in meinen Augen. Auch sonst eine sehr erfreuliche Ausweitung des Verkehrs.

Geschrieben von: MAM am 15 Apr 2010, 16:03
Nachdem schon polnische Busse in Deutschland fahren, könnten ja demnächs auch polnische Züge dort fahren:

http://www.pesa.pl/php/index_en.php?id_dzial=101&%20id_sesja=0

Geschrieben von: mic am 15 Apr 2010, 19:41
Ähem. Man beachte: Es sind NICHT ZWINGEND Triebzüge verlangt. Das könnte zumindest für München-Rosenheim-Salzburg auf lokbespannte Married-Pair-Wagen (-> Marschbahn) ´rauslaufen. Die würden auf jeden Fall breite Türen bieten und wären für 76 cm Bahnsteighöhe optimal...

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 15 Apr 2010, 19:43
wow, die Züge sollen also im Berufsverkehr wirklich bis nach München durchgebunden werden.
Vorallem einen Halt am Harras begrüße ich sehr biggrin.gif

Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich da z. B. http://www.agilis.de/seiten/download.php?id=9&file=5ed521519e2ba12487de8239d3510942 bewirbt.
Veolia mit der Bayerischen Oberlandbahn wäre warscheinlich auch interessiert. Bin schon mal gespannt welche Fahrzeuge das werden, aber ich denke mal auch irgendwas
in der Richtung Flirt, Talent 2 oder 440.

Geschrieben von: NIM rocks am 15 Apr 2010, 21:44
QUOTE (mic @ 15 Apr 2010, 20:41)
Ähem. Man beachte: Es sind NICHT ZWINGEND Triebzüge verlangt. Das könnte zumindest für München-Rosenheim-Salzburg auf lokbespannte Married-Pair-Wagen (-> Marschbahn) ´rauslaufen. Die würden auf jeden Fall breite Türen bieten und wären für 76 cm Bahnsteighöhe optimal...

Und warum bitte keine Dostos? Gerade für diese Route wären Dostos perfekt - vielleicht noch mit neuen Traxxen oder Taurüsseln. Die RBs kann man ja mit Triebwagen fahren, aber die (I)RE zwischen Salzburg und München, die Rosenheim-München Ost durchfahren sollen, wären schon ganz für Dostos geeignet.

Geschrieben von: lekomat am 16 Apr 2010, 07:10
@NIMrocks
DosTos stehen aber im Wiederspruch zu dem geforderten Punkt "ausreichend Gepäck"

Geschrieben von: MAM am 16 Apr 2010, 07:43
QUOTE (lekomat @ 16 Apr 2010, 08:10)
@NIMrocks
DosTos stehen aber im Wiederspruch zu dem geforderten Punkt "ausreichend Gepäck"

Wenn man die Sitze im DoSto nicht in Reihenbestuhlung einbaut, sondern so wie im n-Wagen dann kann man zwischen die Sitze das Gepäck reinschieben.

Geschrieben von: lekomat am 16 Apr 2010, 08:50
@ MAM
Sicherlich ist das möglich. Denke, dass sich DB Regio mit Dostos und 440ern bewirbt und Veolia mit Maried Pair Wagen und Flirt. Der Rest keine Ahnung biggrin.gif, ist zum jetzigen Zeitpunkt eh alles Spekulation.

Aber grundsätzlich sind einstöckige Wagen auf der Strecke (Ausnahme Berufsverkehr) einfach besser geeignet, zumindest meine Erfahrung, bin da täglich unterwegs. Manche Koffer bekomme ich auch schwer unter die Sitze, man bräuchte eigene Gepäckablagen (was wiederum die Sitzplatzanzahl einschränkt).



Geschrieben von: 612 hocker am 16 Apr 2010, 14:56
Wenn die ÖBB das Rennen macht bekommt ihr sehr wahrscheinlich Desiro Mainliner.
http://www.eurailpress.de/article/view/72/siemens-desiro-ml-fuer-die-oebb.html

Geschrieben von: lekomat am 16 Apr 2010, 16:53
QUOTE (612 hocker @ 16 Apr 2010, 15:56)
Wenn die ÖBB das Rennen macht bekommt ihr sehr wahrscheinlich Desiro Mainliner.
http://www.eurailpress.de/article/view/72/siemens-desiro-ml-fuer-die-oebb.html

Danke für die Info! Ich weiß nicht ob er für das E-Netz der geeignete Zug wäre, gut ich kenne nur die Version der MRB, bin letzten Sommer damit gefahren, mein Eindruck war eher, naja nicht so besonders.

Was aber interessant ist:
QUOTE
Das eröffnet neue Möglichkeiten, z. B. den gemischten elektrischen und dieselelektrischen Betrieb im Zugverband auf elektrifizierten Hauptstrecken mit einer anschließenden Aufteilung des Zugs auf elektrifizierte und nicht elektrifizierte Streckenabschnitte.


Ideal für ein Flügelkonzept München-Holzkirchen-Bayrischzell/Rosenheim

Geschrieben von: MAM am 16 Apr 2010, 20:36
Wenn man einstöckig lokbespannt haben will dann gibt es neben Bombardier auch noch den hier:

http://www.mobility.siemens.com/mobility/de/pub/nahverkehr/schienenverkehr/commuter_und_regionalzuege/viaggio.htm

Geschrieben von: lekomat am 16 Apr 2010, 21:06
Gibt es Erfahrungswerte des Viaggio Light? Die Comfort Version ist ja der Railjet... Rein vom ersten Eindruck überzeugt der schon, aber was steckt dahinter? Vlt. hat ja jemand weitere Infos?

Geschrieben von: NJ Transit am 16 Apr 2010, 21:21
QUOTE (lekomat @ 16 Apr 2010, 22:06)
Gibt es Erfahrungswerte des Viaggio Light?


Ja, und zwar keine sehr guten:

http://en.wikipedia.org/wiki/Siemens_Viaggio_Light

QUOTE
In February 2009, Ynet reported serious problems with the Viaggio Light model. [...] These and other problems caused Israel Railways to take Viaggio Light out of service in May 2009, until the issues would be sorted out.

Im Februar 2009 berichtete Ynet (israel. Nachrichtenportal) schwere Probleme mit den Viaggios Light. [...] Diese und andere Probleme waren Gründe genug für die Israelischen Staatsbahnen, die Viaggio Lights im Mai 2009 aus dem Verkehr zu ziehen, bis die Probleme behoben sind.   wink.gif


Gibt es eigentlich etwas vergleichbares von Alstom, also eine größere Reisezugwagengattung? dry.gif

EDIT: Aber:

QUOTE
Israel Railways said that the allegations were exaggerated.

Die Israelischen Staatsbahnen behaupteten, dass die Anschuldigungen [von Ynet] übertrieben wären.  wink.gif


Trotzdem:

QUOTE
After their delivery had been delayed, problems were discovered in them model and they were taken out of service in May 2009, pending further testing.

Nach einer Lieferungsverzögerrung wurden Probleme an den Zügen entdeckt, die daraufhin aus dem Verkehr gezogen wurden, um sie weiter zu testen.  wink.gif


EDIT, die zweite: So manches "dass" schreibt man mit "ss"...

Geschrieben von: mic am 18 Apr 2010, 20:31
@NIM Rocks & MAM: Meiner Meinung nach wären zumindest alle derzeit gebauten Dostos nicht Ausschreibungskonform, weil da der Einstieg bei 55 cm und nicht bei den geforderten 76 cm liegt...

Geschrieben von: Yetimam012010 am 23 Apr 2010, 09:08
QUOTE (Iarn @ 11 Apr 2010, 15:52)
Irgendwie riecht das nach einem neuen bedienkonzept wenn die Mangfalltalbahn gleich bis München aufgeführt wurde oder?

Hallo Bahn Verantwortliche und Bahnfahrer,

nachdem schon Jahre / Jahrzehnte verstrichen sind ohne Feldkirchen-Westerham vernünftig nach München anzubinden wäre es jetzt an der Zeit dies umgehend zu tun.
Nachdem es um nachhaltige Infrastrukturinvestitionen geht die sicher angenommen werden eine lohnende Sache für den Betreiber und den Kunden.

Eine solch große Gemeinde nicht besser anzubinden ist nicht nachvollziehbar.
Solange der derzeitige Zustand anhält werden wir und fast alle die ich kenne die in München arbeiten weiterhin mit dem Auto fahren. Es kann nicht angehen das man mit der Regio Bahn fast doppelt solang braucht als mit dem Auto.

Im Hinblick auf die Entwicklung elektrisch betriebener Autos wie wir sie gerade entwickeln und die 2013 auf den Markt kommen werden verschläft auch hier wieder mal die Bahn die Kundenbindung. Da die Kosten dann für den Individualverkehr für Pendler für die Energie Ihrer Elektroautos deutlich sinken werden ensteht ein neues Kunden Vakuum und genau dafür werden die Mega City Vehicles entwickelt.

Um die Situation sofort zu ändern ohne große Investitionen zu tätigen wäre eine Weiterführung der Mangfalltalbahn bis HbF sicher die Sinnvollste und am schnellsten umsetztbare Lösung. Die BoB wäre ebenfalls eine gute Alternative zur Regio. Hierbei würde der extrem nervige Güterverkehr auf der Mangfalltalstrecke entfallen wenn mal wieder auf der Stammstrecke gebaut wird. Und genau hier liegt aber der Hund begraben. Wird sich die Bahn die Ausweichstrecke nehmen lassen um die Gleise an die BoB abzugeben.? Für nächtlichen Güterzuglärm geplagte Anwohner wäre das ein Seegen. S-Bahnanbindung an Großhelfendorf warum nicht ? Die Verbindungs Trasse ist zwar nicht billig aber Umweltpolitisch sicher vernünftig.

Das es so nicht akzepabel ist wird sicher allen Bahnleuten bewust sein, nur ob sich das in absehbarer Zeit auch ändert bleibt zu hoffen. Solange bleiben wir jedenfalls Autofahrer und verstopfen weiterhin die Städte und Autobahnen zusätzlich zu den Urlauberströmen auf der Salzburger Autobahn.

In diesem Sinne : Die Bahn ist gefordert oder sie wird allenfalls nur eine alternative bei Schneechaos bleiben mit Halbvollen Zügen im Regelbetrieb.

Das kann sie aber ganz schnell ändern, sie muss es nur tun.

Geschrieben von: Auer Trambahner am 23 Apr 2010, 09:40
QUOTE (Yetimam012010 @ 23 Apr 2010, 10:08)
werden die Mega City Vehicles entwickelt.

Was ist das ist in für den durchschnitsdummen verständlicher Sprache?

QUOTE
Die BoB wäre ebenfalls eine gute Alternative zur Regio. Hierbei würde der extrem nervige Güterverkehr auf der Mangfalltalstrecke entfallen wenn mal wieder auf der Stammstrecke gebaut wird. ...
Für nächtlichen Güterzuglärm geplagte Anwohner wäre das ein Seegen.

Wie viele Güterzüge im Jahr fahren bitte nachts übers Mangfalltal?
Und dir ist schon klar, das eine Vergabe der Beförderungsleistungen nicht das Ende von Güterzugumleitungen bedeutet?

Geschrieben von: Rohrbacher am 23 Apr 2010, 09:42
QUOTE
Im Hinblick auf die Entwicklung elektrisch betriebener Autos wie wir sie gerade entwickeln und die 2013 auf den Markt kommen werden verschläft auch hier wieder mal die Bahn die Kundenbindung. Da die Kosten dann für den Individualverkehr für Pendler für die Energie Ihrer Elektroautos deutlich sinken werden ensteht ein neues Kunden Vakuum und genau dafür werden die Mega City Vehicles entwickelt.

Bis diese Autos nicht nur "auf dem Markt" sind, das sind sie seit über 40 Jahren, kann die Bahn noch sehr viele Jahrzehnte verstreichen lassen. Schon während der ersten Ölkrise hat's geheißen, in wenigen Jahren fahren wir alle elektrisch...

QUOTE
Die BoB wäre ebenfalls eine gute Alternative zur Regio. Hierbei würde der extrem nervige Güterverkehr auf der Mangfalltalstrecke entfallen

Nein, warum? Nur weil der Regionalverkehr von einem anderen Betreiber durchgeführt wird, ändert sich ansonsten trotzdem nichts. Die Streckeninfrastruktur wird ja nicht an einen anderen Betreiber abgeben. Die bleibt bei DB Netz und kann weiterhin von allen zugelassenen Eisenbahnverkehrsunternehmen genutzt werden. An den Güterzügen und dem Status als Umleiterstrecke ändert sich gar nichts, sollte ein anderer Betreiber als DB Regio den Auftrag zum Betrieb der Regionalzüge erhalten. rolleyes.gif

Geschrieben von: Tequila am 23 Apr 2010, 09:53
Genau das verwechseln die Laien immer wieder. Daß eben nicht die Strecke, sondern nur die Bedienung des Betreiber wechselt.
Oder anders gesagt, sie kennen den Unterschied zwischen einem Eisenbahninfrastrukturunternehmen und einem Eisenbahnverkehrsunternehmen (auch kurz EIU und EVU) nicht. Geschweigedessen die Pflicht zum Diskriminierungsfreien Netzzugang, unabhängig vom EIU.

Geschrieben von: Yetimam012010 am 23 Apr 2010, 11:07
QUOTE (Auer Trambahner @ 23 Apr 2010, 09:40)
QUOTE (Yetimam012010 @ 23 Apr 2010, 10:08)
werden die Mega City Vehicles entwickelt.

Was ist das ist in für den durchschnitsdummen verständlicher Sprache?

QUOTE
Die BoB wäre ebenfalls eine gute Alternative zur Regio. Hierbei würde der extrem nervige Güterverkehr auf der Mangfalltalstrecke entfallen wenn mal wieder auf der Stammstrecke gebaut wird. ...
Für nächtlichen Güterzuglärm geplagte Anwohner wäre das ein Seegen.

Wie viele Güterzüge im Jahr fahren bitte nachts übers Mangfalltal?
Und dir ist schon klar, das eine Vergabe der Beförderungsleistungen nicht das Ende von Güterzugumleitungen bedeutet?

Antworten auf Fragen und Meinungen

MCV = Mega City Vehicle ist ein auf CFK Basis gebautes Elektro Auto von BMW. Sehr leicht im Gesamtgewicht mit einer Reichweite von ca. 500 KM. Laden kann man an der Steckdose zu Hause oder an Strom Tankstellen die derzeit in München aufgestellt werden für den Feldversuch.

Bei einer Vergabe an die BoB ist ein Güterverkehr ohneweiteres auf der Mangfalltalstrecke dann nicht mehr möglich da die DB dann nicht mehr die Hoheitsrechte hat die BoB im Fahrplan zu behindern oder einzugreifen. Siehe alle anderen BoB Strecken.
Deshalb ist auch bei der damaligen Ausschreibung die BoB gescheitert. Die Regio wurde während der letzten Sommerferien einfach gegen Busse getauscht. Güterverkehr bringt Geld. Wen interessiert da ein Regio Fahrgast während der Sommerferien der in die Arbeit muss.

Wenn auf der Stammstrecke der Ausbau oder irgendwelche Arbeiten sind ist das Güterverkehrsaufkommen extrem nervig. Ich wohne nur 20 Meter neben der Mangfalltalbahn und wer da wohnt kennt das aus dem letzten Sommer bei dem Güterzüge im 10 Minutentakt die ganze Nacht fuhren, oder erst in den vergangenen Osterferien. An ein Schlafen mit offenen Fenster war nicht mehr zu denken und das mitten im Sommer.

Ansonsten hält sich der Güterverkehr aber in Grenzen. Zumindest nachts wenn nicht gebaut wird fährt nur der obligatorische 20.30 Güterzug durch F-W.

Schönes Wochenende


Geschrieben von: chris232 am 23 Apr 2010, 15:29
Wieso sollte die DB dann nicht mehr Güterzüge da umleiten können? Natürlich kann sie auch die BOB und jedes andere Unternehmen in deren Fahrplan zu "behindern", da sind alle EVUs gleich - schon mal was davon gehört dass die DB in mehrere Geschäftsbereiche und Tochterunternehmen gegliedert ist?

Wieso die DB auf den BOB-Strecken nicht mehr so viel zu sagen hat? Weil die Strecken der DB teilweise gar nicht mehr gehören!

Seit wann wohnst du denn an der Mangfallbahn? Länger als seit 1857 ?! Falls nein - an Bahnstrecken ist mit Bahnverkehr zu rechnen.

Geschrieben von: lekomat am 23 Apr 2010, 18:30
QUOTE
Bei einer Vergabe an die BoB ist ein Güterverkehr ohneweiteres auf der Mangfalltalstrecke dann nicht mehr möglich da die DB dann nicht mehr die Hoheitsrechte hat die BoB im Fahrplan zu behindern oder einzugreifen. Siehe alle anderen BoB Strecken.
Deshalb ist auch bei der damaligen Ausschreibung die BoB gescheitert. Die Regio wurde während der letzten Sommerferien einfach gegen Busse getauscht. Güterverkehr bringt Geld. Wen interessiert da ein Regio Fahrgast während der Sommerferien der in die Arbeit muss.


Falsch, falsch und nochmal falsch.

Die Streckeninfrastruktur gehört (wie Rohrbacher schon geschrieben) DB Netz, das EVU das die Ausschreibung gewinnt muss dann die Trassen bei der DB Netz bestellen. Egal ob das dann DB Regio, Veolia oder die ÖBB ist. Auch die Güterverkehrssparte kann (und wird) dann trotzdem die Umleiter fahren... Auch bei der Bob gab es z.B. letztes Jahr Güterverker durch die DB!

Geschrieben von: Auer Trambahner am 23 Apr 2010, 18:37
QUOTE (chris232 @ 23 Apr 2010, 16:29)
Falls nein - an Bahnstrecken ist mit Bahnverkehr zu rechnen.

Der Makler hat aber gesagt, das der Betrieb eh in ein - zwei Jahren eingestellt wird? tongue.gif

Geschrieben von: Tequila am 23 Apr 2010, 20:27
Makler erzählen viel, wenn der Tag lang ist - gerade in Bezug auf Bahnstrecken.

Nicht umsonst gibt es ja die Unterscheidung der Rechtsformen "in Betrieb", "stillgelegt" und "von Bahnbetriebszwecken freigestellt (ex entwidmet)".
Ist eine Strecke in Betrieb, merkt man das schon meistens an mehr oder weniger regelmäßigen Zugbetrieb. Gab es die Bahnstrecke schon, bevor man da hingezogen ist/geboren wurde, besagen die Großvaterrechte, daß man damit leben muß, da die Bahn eher da war. Nicht umsonst sind Lärmschutzmaßnahmen erst dann Pflicht, wenn größere Umbauten wie Ausbau auf mehrere Gleise, Geschwindigkeitserhöhungen... anstehen.
Ist eine Strecke stillgelegt, hat man zwar erstmal Ruhe, die Strecke kann jedoch jederzeit wieder reaktiviert werden bis auf den Standard, den sie vor der Stillegung hatte, incl. Bahnübergänge. Dagegen hat man dann auch keine rechtliche Handhabe, da ein Planfeststellungsverfahren hierzu nicht erforderlich ist. Anwohner müssen es also hinnehmen, wenn da wieder Züge fahren, denn auch hier besagen die Großvaterrechte, daß die Bahntrasse vorher da war. Was Makler erzählt haben, ist hierbei rechtlich irrelevant, weil die Pflicht, sich zu informieren, wie es um den Status der (ehemaligen) Strecke bestellt ist, beim Interessenten liegt. Anders ausgedrückt, man "hätte es wissen müssen". Selbiges gilt übrigens auch, wenn man Bahngrund von einer lediglich stillgelegten Strecke erwirbt, dann muß man das auch hinnehmen, wenn da wieder Züge fahren sollen. Mehrfach gerichtlich festgestellt im Oberbergischen Land bei der Wiehltalbahn.
Nur bei einer entwidmeten Strecke hat man wirklich Ruhe - da fährt definitiv nix mehr ohne neues Planfeststellungsverfahren!

Geschrieben von: Rohrbacher am 23 Apr 2010, 21:22
Übrigens werden über die Mangfalltalbahn auch Güterzüge umgeleitet, die nicht durch die DB gefahren werden. cool.gif

Geschrieben von: Xenon am 24 Apr 2010, 18:17
QUOTE
Solange der derzeitige Zustand anhält werden wir und fast alle die ich kenne die in München arbeiten weiterhin mit dem Auto fahren. Es kann nicht angehen das man mit der Regio Bahn fast doppelt solang braucht als mit dem Auto.


QUOTE
Um die Situation sofort zu ändern ohne große Investitionen zu tätigen wäre eine Weiterführung der Mangfalltalbahn bis HbF sicher die Sinnvollste und am schnellsten umsetztbare Lösung.


Wieso sollten sich durch eine Durchbindung die Fahrzeiten verringern? Bereits jetzt hat man über Holzkirchen eine recht schnelle Umsteigemöglichkeit. Der einzige Vorteil dürfte der wegfallende Umsteig sein.

Geschrieben von: Wildwechsel am 24 Apr 2010, 21:08
QUOTE (chris232 @ 23 Apr 2010, 16:29)
Weil die Strecken der DB teilweise gar nicht mehr gehören!

Welche Strecke gehört denn nicht mehr der DB? unsure.gif

Geschrieben von: ropix am 24 Apr 2010, 21:17
QUOTE (Xenon @ 24 Apr 2010, 19:17)
Wieso sollten sich durch eine Durchbindung die Fahrzeiten verringern? Bereits jetzt hat man über Holzkirchen eine recht schnelle Umsteigemöglichkeit. Der einzige Vorteil dürfte der wegfallende Umsteig sein.

Und dass man - im Gegensatz zur BOB - dann nicht mehr an jedem Milchwerk hält? (was ich persönlich sehr schade fände!)

Geschrieben von: viafierretica am 24 Apr 2010, 21:22
QUOTE
Im Hinblick auf die Entwicklung elektrisch betriebener Autos wie wir sie gerade entwickeln und die 2013 auf den Markt kommen werden verschläft auch hier wieder mal die Bahn die Kundenbindung. Da die Kosten dann für den Individualverkehr für Pendler für die Energie Ihrer Elektroautos deutlich sinken werden ensteht ein neues Kunden Vakuum und genau dafür werden die Mega City Vehicles entwickelt.


Genau: das Elektroauto braucht keine Energie mehr, weil es mit Strom fährt. Und der kommt bekanntlich aus der Steckdose. Seltsam, dass das Elektroauto, genauso wie das Wasserstoffauto, seit 30 Jahren kurz vor dem Durchbruch steht und die Lösung aller Probleme ist.
Und die Welt ist eine Scheibe, es ist noch keiner mit dem Kopf nach unten auf der Erde gestanden.

Geschrieben von: Bing am 24 Apr 2010, 21:42
QUOTE (Yetimam012010 @ 23 Apr 2010, 12:07)
MCV = Mega City Vehicle ist ein auf CFK Basis gebautes Elektro Auto von BMW. Sehr leicht im Gesamtgewicht mit einer Reichweite von ca. 500 KM. Laden kann man an der Steckdose zu Hause oder an Strom Tankstellen die derzeit in München aufgestellt werden für den Feldversuch.

Moin Moin,

auch wenn ich bisher ganz gerne Bayerische MistWagen als Alternative zum Zug oder Flugzeug fahre: Subtiles Proudktplacement eines Automobilherstellers (auf gut Deutsch: Schleichwerbung) hat hier im Forum nix verlohren. Schließlich gehts um Eisenbahn.

Zudem: das Thema http://de.wikipedia.org/wiki/Elektroauto ist älter (1881) als die http://de.wikipedia.org/wiki/Auto (1886). Und das ein praxistaugliches Elektorauto in drei Jahren zu kaufen sein verspricht mir die Automobilindustrie erfolglos seit mehr als 30 Jahren ...

Wir erinnern uns: In England waren Elektroautos bis in die 1970er Jahre als http://www.milkfloats.org.uk/ selbstverständlich im Straßenbild.

Geschrieben von: pippo946 am 24 Apr 2010, 22:21
QUOTE (viafierretica @ 24 Apr 2010, 22:22)

Genau: das Elektroauto braucht keine Energie mehr, weil es mit Strom fährt. Und der kommt bekanntlich aus der Steckdose. Seltsam, dass das Elektroauto, genauso wie das Wasserstoffauto, seit 30 Jahren kurz vor dem Durchbruch steht und die Lösung aller Probleme ist.
Und die Welt ist eine Scheibe, es ist noch keiner mit dem Kopf nach unten auf der Erde gestanden.

biggrin.gif
so oder so ähnlich denke ich auch. Wieso nur E-Autos alle Probleme lösen? Weil der Strom immer nur aus der Steckdose kommt! Kein verbrannter Kraftstoff- also keine Umweltverschmutzung mehr!!! biggrin.gif biggrin.gif

Geschrieben von: spock5407 am 24 Apr 2010, 22:24
E-Autos mit Stromabnehmern.... laugh.gif Dann brauchst keine Steckdosen. An der Autobahnauffahrt heisst dann "Bügel auf". tongue.gif

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 24 Apr 2010, 22:26
QUOTE (spock5407 @ 24 Apr 2010, 23:24)
E-Autos mit Stromabnehmern.... laugh.gif Dann brauchst keine Steckdosen.

Na viel Spaß jede noch so kleine Straße, Tiefgarage, Parkplatz etc. mit der Oberleitung auszurüsten.... laugh.gif

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 1 Oct 2010, 20:07
wie schon im anderen Thema (München-Salzburg) verlinkt, hat sich neben der DB nur Veolia (bekannt z. B. durch BOB) beworben.
http://www.tz-online.de/nachrichten/bayern-lby/bahnstrecke-muenchen-salzburg-verzichtet-lby-942421.html

Interessant find ich aber auch diesen Abschnitt:

QUOTE
Ausgeschrieben für den Betrieb ab Dezember 2013 ist nicht nur die Strecke von München über Grafing nach Rosenheim und weiter nach Salzburg, sondern auch eine neue Verbindung Rosenheim-Holzkirchen-München. Die Züge der sogenannten Mangfalltalbahn enden bisher in Holzkirchen, sollen künftig aber bis in die Landeshauptstadt weiterfahren. Dafür wird die fahrgastschwache S 20/27 aufgegeben.


Sofern die tz recht hat, wäre das echt schade. Aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass man die S20 wirklich einstellen will? Die fährt schließlich nicht zum Hauptbahnhof, sondern nach Pasing. Außerdem wird man wohl nicht einfach mal so den Bahnsteig am Heimeranplatz auflassen wollen.

Geschrieben von: uferlos am 1 Oct 2010, 20:23
die S20 wird bleiben... es gibt ja auch HVZ-Züge aus Buchenau, die auf die S20 gehen... die wirds auch weiterhin geben.

Geschrieben von: viafierretica am 1 Oct 2010, 20:34
Das derzeitige Konzept mit der S20/27 ist ja auch jämmerlich. Da kann es nur besser werden.

Geschrieben von: spock5407 am 1 Oct 2010, 20:53
und die S27 hat ein paar Verstärker vom Hbf Ri Harras-Siemens gebracht. Der 20er ist ja aus den früheren Siemens-S-Bahnen zur Hofmannstr. hervorgegangen. Ist da übereck zum Siemens noch genug Bedarf?

Geschrieben von: uferlos am 1 Oct 2010, 21:09
in der früh ist die S20 sher gut ausgelastet, grad der eine vollzug von buchenau nach deisenhofen (zugnummer 7013)

Geschrieben von: christian85 am 1 Oct 2010, 21:49
Aber wird dann die S20 auf Takt 30 umgestellt? Weil S20 und genauso S27 dienen ja auch zur Taktverdichtung auf dem Bereich innerhalb Münchens bis Solln. Die verlängerte Mangfallbahn wird ja wohl kaum in Solln und Mittersendling halten, vielleicht (?) in Deisenhofen, Siemenswerke und Heimeranplatz, bestimmt am Harras und Donnersberger Brücke.

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 8 Dec 2010, 23:04
Nachdem das hier ja eigentlich das E-Netz Rosenheim Thema ist, hier auch nochmal der Link:

http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/bahn-nach-salzburg-wird-franzoesisch-tz-1039867.html

Scheint derzeit also so, als hätte Veolia das E-Netz Rosenheim gewonnen.

Geschrieben von: Boris Merath am 9 Dec 2010, 11:05
QUOTE (S-Bahn 27 @ 8 Dec 2010, 23:04)
Scheint derzeit also so, als hätte Veolia das E-Netz Rosenheim gewonnen.

Wäre nicht das schlechteste - auch wenns für die betroffenen Mitarbeiter der DB natürlich nicht so gut ist, würde ich "Veolia Süddeutschland" als mittlerweile etabliertes Verkehrsunternehmen den Sieg neben der DB noch am meisten gönnen.

Geschrieben von: lekomat am 9 Dec 2010, 15:34
Und hier die offizielle PM:

http://www.stmwivt.bayern.de/presseinfo/pressearchiv/2010/12/pm649.html

Auszug:
QUOTE
Die Regionalzüge auf der Mangfalltalbahn von Rosenheim nach Holzkirchen sollen in der ersten Betriebsstufe in den Hauptverkehrszeiten im 30-Minuten-Rhythmus, ansonsten im Stundentakt verkehren. In der zweiten Stufe nach Fertigstellung von Ausbaumaßnahmen sind weitere Verbesserungen vorgesehen, zum Beispiel ein durchgehender 30-Minutentakt von Montag bis Freitag auf der Mangfalltalbahn. Im Berufsverkehr sollen die Mangfalltalbahnzüge über Holzkirchen hinaus via Deisenhofen und München-Harras bis München Hbf verlängert werden und zusätzlich zwischen München und Deisenhofen pendeln.


Sprich, die S27 wird sterben!

Geschrieben von: Ubile am 9 Dec 2010, 17:01
Wobei eigentlich nichts dagegen sprechen würde diese Züge weiter als S27 zu bezeichnen.

Schade, dass keine Angaben zu den Fahrzeugen gemacht wurden. Wenn aber die Dostos durch irgendeinen modernen Plastikmist ersetzt werden (im schlimmsten Fall 440er) würde ich das sehr bedauern. Dafür kann es wenigstens dort wo 425er zum Einsatz kommen nicht mehr viel schlimmer werden.

Geschrieben von: O 530 L am 9 Dec 2010, 17:17
QUOTE (Ubile @ 9 Dec 2010, 17:01)
Schade, dass keine Angaben zu den Fahrzeugen gemacht wurden. Wenn aber die Dostos durch irgendeinen modernen Plastikmist ersetzt werden (im schlimmsten Fall 440er) würde ich das sehr bedauern. Dafür kann es wenigstens dort wo 425er zum Einsatz kommen nicht mehr viel schlimmer werden.

Dostos werden es nicht werden, da in irgendeiner PM von Fahrzeugen mit 76cm-Einstiegen die Rede ist. Und kein Unternehmen wird sich , sofern es nicht in der Ausschreibung verlangt wird, als teure Sonderausstattung 76cm-Einstiege in Dostos einbauen lassen.

Laut DSO sollen es FLIRT werden.

Geschrieben von: mic am 9 Dec 2010, 19:22
Vielleicht kommen ja für die RE-Linie auch "Married-Pair"-Wagen (wie bei der Nord-Ostsee-Bahn) zum Einsatz. Die haben ihren Einstieg auf 76 cm. Und da die Nord-Ostsee-Bahn ja auch ne Veolia-Tochter ist, hätte man da schon Betriebserfahrung.... *spekulier*

Geschrieben von: sbahnfan am 9 Dec 2010, 20:21
QUOTE (O 530 L @ 9 Dec 2010, 17:17)
Laut DSO sollen es FLIRT werden.

Hoffentlich. Der FLIRT ist ein anständiger Zug.

QUOTE (mic @ 9 Dec 2010, 19:22)
Vielleicht kommen ja für die RE-Linie auch "Married-Pair"-Wagen (wie bei der Nord-Ostsee-Bahn) zum Einsatz. Die haben ihren Einstieg auf 76 cm. Und da die Nord-Ostsee-Bahn ja auch ne Veolia-Tochter ist, hätte man da schon Betriebserfahrung.... *spekulier*

Das wäre auch eine gute Idee.

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 9 Dec 2010, 20:28
QUOTE (lekomat @ 9 Dec 2010, 15:34)
Sprich, die S27 wird sterben!

Macht doch nix, der Ersatz ist ja sogar noch besser, weil man damit weiter kommt, also bis Rosenheim.

Ich wäre für den Einsatz von Talent 2 (BR 442), wobei Stadler Flirts vllt. auch mal nicht schlecht wären.
Bis in 3 Jahren wird sich in der Fahreuzentwicklung wahrscheinlich eh noch einiges tun.

Geschrieben von: Naseweis am 9 Dec 2010, 20:42
QUOTE (S-Bahn 27 @ 9 Dec 2010, 20:28)
Ich wäre für den Einsatz von Talent 2 (BR 442), ...

Angesichts des abgeschlossenen, großen Rahmenvertrags wäre das wohl das von der DB eingesetzte Fahrzeug gewesen.

Geschrieben von: sbahnfan am 9 Dec 2010, 20:56
QUOTE (S-Bahn 27 @ 9 Dec 2010, 20:28)
Bis in 3 Jahren wird sich in der Fahreuzentwicklung wahrscheinlich eh noch einiges tun.

Was soll sich da in 3 Jahren groß tun? Ich glaube eher nicht, dass FLIRT oder TALENT2 sich bis dahin großartig verändern oder neue Fahrzeugtypen auf den Markt kommen.

Geschrieben von: 3247 am 9 Dec 2010, 21:05
Außerdem kann Veolia nicht in drei Jahre erst Fahrzeuge bestellen. Bis dahin müssen die auf dem Gleis stehen.

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 9 Dec 2010, 21:06
QUOTE (sbahnfan @ 9 Dec 2010, 20:56)
Was soll sich da in 3 Jahren groß tun? Ich glaube eher nicht, dass FLIRT oder TALENT2 sich bis dahin großartig verändern oder neue Fahrzeugtypen auf den Markt kommen.

vieleicht ein FLIRT 2? Keine Ahnung, aber innerhalb der letzten 3 Jahre hat sich ja auch einiges getan. Den Talent 2 und den Coradia Lirex (440) gab es noch nicht.

Wobei das mit dem Bestellen natürlich stimmt, von daher bleibt wohl keine andere Wahl als:

- Bombardier Talent 2
- Alstom Coradia Continental
- Stadler Flirt

Geschrieben von: Rohrbacher am 9 Dec 2010, 21:30
Wenn das offiziell wird, könnte das doch auf das von der BOB vorgeschlagene bzw. bevorzugte Konzept rauslaufen, das den Integral-Einsatz nur noch München - Tegernsee/Lenggries vorsieht, dann aber mit jeweils zwei Integralen pro Zugteil und einem um 30 Minuten versetzten Zuglauf München - Bayrischzell/Rosenheim mit ET - wenn man Bayrischzell elektrifiziert. Im Gegenzug dürfte die S27 entfallen. Langfristig, wenn Ersatz für die Integrale nötig wird, strebt man an dann auch die beiden Dieseläste mit ET bedienen, was wirklich keine schlechte Strategie ist. Schade dass die Länder zwar den Regionalverkehr bestellen, aber halt bei der Infrastruktur nicht direkt mitreden können...

Beim Tippspiel welche Fahrzeuge es werden, tippe ich auf Alstom Coradia Continental. Alstom kommt schließlich aus Frankreich. rolleyes.gif ph34r.gif

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 9 Dec 2010, 21:47
QUOTE (Rohrbacher @ 9 Dec 2010, 21:30)
Wenn das offiziell wird, könnte das doch auf das von der BOB vorgeschlagene bzw. bevorzugte Konzept rauslaufen, das den Integral-Einsatz nur noch München - Tegernsee/Lenggries vorsieht, dann aber mit jeweils zwei Integralen pro Zugteil und einem um 30 Minuten versetzten Zuglauf München - Bayrischzell/Rosenheim mit ET - wenn man Bayrischzell elektrifiziert. Im Gegenzug dürfte die S27 entfallen. Langfristig, wenn Ersatz für die Integrale nötig wird, strebt man an dann auch die beiden Dieseläste mit ET bedienen, was wirklich keine schlechte Strategie ist. Schade dass die Länder zwar den Regionalverkehr bestellen, aber halt bei der Infrastruktur nicht direkt mitreden können...

Außer die DB erobert sich die Strecken nach Bayerischzell, Lenggries und Tegernsee wieder zurück? ph34r.gif biggrin.gif
Dann würden sich Veolia und DB gegenseitig blockieren, um nach Bayerischzell/Rosenheim ein Flügelkonzept zu realisieren.

Bei den Fahrzeugen würde mir auch noch die brandneue Baureihe 430 einfallen. Ist zwar eigentlich ein S-Bahn-Fahrzeug, aber warum nicht,
die Strecke von München Hauptbahnhof bis Rosenheim ist doch eh S-Bahn-ähnlich. Damit würde man auf den Stationen der derzeitigen S27 auch
einen barrierefreien Aus- und Einstieg gewährleisten, zwischen Holzkirchen und Rosenheim dafür aber natürlich nicht. Wenn man aber zukünftig immer
Fahrzeuge mit 96cm Einstieg dort einsetzen würde, könnte man die Bahnsteige dort ja auch erhöhen.
Aber gut, den Aufwand wird man sich wahrscheinlich wohl doch nicht machen, ganz zu schweigen von der Höchstgeschwindigkeit bei der BR 430 mit 140 km/h
oder gehts auf der Mangfalltalbahn eh nicht schneller?

Geschrieben von: Xenon am 9 Dec 2010, 22:06
QUOTE (S-Bahn 27 @ 9 Dec 2010, 21:47)
Bei den Fahrzeugen würde mir auch noch die brandneue Baureihe 430 einfallen. Ist zwar eigentlich ein S-Bahn-Fahrzeug, aber warum nicht,
die Strecke von München Hauptbahnhof bis Rosenheim ist doch eh S-Bahn-ähnlich. Damit würde man auf den Stationen der derzeitigen S27 auch
einen barrierefreien Aus- und Einstieg gewährleisten, zwischen Holzkirchen und Rosenheim dafür aber natürlich nicht. Wenn man aber zukünftig immer
Fahrzeuge mit 96cm Einstieg dort einsetzen würde, könnte man die Bahnsteige dort ja auch erhöhen.
Aber gut, den Aufwand wird man sich wahrscheinlich wohl doch nicht machen, ganz zu schweigen von der Höchstgeschwindigkeit bei der BR 430 mit 140 km/h
oder gehts auf der Mangfalltalbahn eh nicht schneller?

Ich nehme mal du meinst die Strecke über Holzkirchen (und nicht über Grafing). Ja die kann man durchaus mit einer S-Bahn vergleichen, außer dass das Verkehrsaufkommen natürlich etwas geringer ist.

Meines Wissens geht zwischen Rosenheim und Holzkirchen nicht mehr als 120km/h, und höhere Geschwindigkeiten wären auch nicht sinnvoll, da man sowieso alle paar Kilometer anhalten muss.

Was wird eigentlich aus den S-Bahn Linien 20 und 27?


Geschrieben von: S-Bahn 27 am 9 Dec 2010, 22:25
QUOTE (Xenon @ 9 Dec 2010, 22:06)
Ich nehme mal du meinst die Strecke über Holzkirchen (und nicht über Grafing).

Ja, die meine ich.

QUOTE
Was wird eigentlich aus den S-Bahn Linien 20 und 27?


Die S27 wird durch die verlängerten Züge auf der Mangfalltalbahn entfallen.
Die S20 wird hingegen aber mit Sicherheit weiter betrieben.

Geschrieben von: Naseweis am 9 Dec 2010, 22:58
Die vier Holzkirchener Strecken sind Paradebeispiele für eine mögliche < Express-S-Bahn / ÜFEX / R-Bahn / X-Bahn / Stamm-2-RB > (möge jeder auswählen, was ihm am besten passt)!

Zwei Linien je im Takt-30:
1.) ??? - Laim - Hbf - Ostbf - Giesing - Deisenhfn - Holzk - Schaftlach(Flügel) - Tegernsee/Lenggries
2.) ??? - Laim - Hbf - Ostbf - Giesing - Deisenhfn - Holzk(Flügel) - Rosenheim/Bayrischzell

-> Zusammen Takt-15 Laim-Deisenhofen.
-> S-Bahn (Stamm-1) im Takt-15 nur bis Deisenhofen.
-> Bedienung Sauerlach/Otterfing durch Linie Lenggries/Tegernsee (Takt-30).
-> S20 als Querverbindung im Takt-30 bis Deisenhofen.

Großes Manko: Man bräuchte erst den Giesinger Ast der Stamm-2!
Ansonsten bräuchte man sowieso:
-> 96er-Bahnsteige,
-> Elektrifizerungen,
-> kleinere oder größere Maßnahmen für den funktionierenden Takt-30,
-> im Idealfall irgendwelche Beschleunigungsmaßnahmen.
Im Prinzip reicht der heutige Ausbau, also die Krezungsbahnhöfe, bis auf den Abschnitt Schliersee-Bayrischzell soagr für den Takt-30. Für eine bessere Betriebsqualität und Fahrzeit (keine Kreuzungsaufenthalte mehr) müsste aber ausgebaut werden.

Geschrieben von: MAM am 9 Dec 2010, 23:39
Von Alstom wäre wahrscheinlich auch dieser Zug möglich:

http://www.alstom.com/transport/news-and-events/events/coradia-polyvalent/coradia-in-pictures/3D-animation/

Geschrieben von: 3247 am 9 Dec 2010, 23:57
QUOTE (MAM @ 9 Dec 2010, 23:39)
Von Alstom wäre wahrscheinlich auch dieser Zug möglich:

http://www.alstom.com/transport/news-and-events/events/coradia-polyvalent/coradia-in-pictures/3D-animation/

Den Coradia gäbe es sogar in einer "bi-mode"-Variante, so dass man hier in Holzkirchen die Züge aus dem Mangfalltal und aus Bayrischzell zusammen kuppeln könnte, ohne dass dazu die Strecke nach Bayrischzell elektrifiziert werden muss.

Geschrieben von: Boris Merath am 10 Dec 2010, 00:42
QUOTE (S-Bahn 27 @ 9 Dec 2010, 20:28)
Ich wäre für den Einsatz von Talent 2 (BR 442)

Ist erstmal die spannende Frage ob der 442 bis dahin mal a) zugelassen und cool.gif soweit ist, dass man ihn auch im Alltag verwenden kann.... Momentan siehts damit ja noch eher schlecht aus.

QUOTE (Rohrbacher @ 9 Dec 2010, 21:30)
Wenn das offiziell wird, könnte das doch auf das von der BOB vorgeschlagene bzw. bevorzugte Konzept rauslaufen, das den Integral-Einsatz nur noch München - Tegernsee/Lenggries vorsieht, dann aber mit jeweils zwei Integralen pro Zugteil und einem um 30 Minuten versetzten Zuglauf München - Bayrischzell/Rosenheim mit ET - wenn man Bayrischzell elektrifiziert.

Ist aber eher unwahrscheinlich das Bayrischzell in den nächste Jahren elektrifiziert wird. Sinnvoller dürfte es sein einen Triebwagentyp zu kaufen dessen E- und Dieselvariante kuppelbar sind.

Geschrieben von: Guido am 10 Dec 2010, 01:24
QUOTE (S-Bahn 27 @ 9 Dec 2010, 21:47)
Außer die DB erobert sich die Strecken nach Bayerischzell, Lenggries und Tegernsee wieder zurück? ph34r.gif biggrin.gif

Unwarscheinlich. Die Ausschreibung schreibt Integral als Tfz vor, da hat die DB ein Beschaffungsproblem. Allein schon wegen dieser einen Vorgabe bleibt das Netz bei der BOB, die Ausschreibung ist lediglich eine Formsache weil man ausschreiben muß.


QUOTE (Boris Merath @ 10 Dec 2010, 00:42)
Ist aber eher unwahrscheinlich das Bayrischzell in den nächste Jahren elektrifiziert wird. Sinnvoller dürfte es sein einen Triebwagentyp zu kaufen dessen E- und Dieselvariante kuppelbar sind.

Die heutige Industrie scheitert ja schon an artreinen Zusamenstellungen ... Weder Alstom noch Bombardier glänzen gerade sonderlich bei ihren aktuellen Triebwagenmodellen. Zumal der Coradia von Alstom ja mittlerweile halbwegs läuft, wovon die Tal-Enten von Bombardier meilenweit entfernt sind.
Alternative wäre noch Stadler mit GTW die es ja sowohl in E- als auch in V-Traktion gibt. Vom Flirt ist mir keine Dieselversion bekannt aber sicherlich auch möglich. Oder Siemens mit seinem Desatro Mainline. Oder man kauft gleich Schrott bei Pesa laugh.gif laugh.gif laugh.gif

Geschrieben von: Boris Merath am 10 Dec 2010, 01:38
QUOTE (Guido @ 10 Dec 2010, 01:24)
Alternative wäre noch Stadler mit GTW die es ja sowohl in E- als auch in V-Traktion gibt. Vom Flirt ist mir keine Dieselversion bekannt aber sicherlich auch möglich. Oder Siemens mit seinem Desatro Mainline. Oder man kauft gleich Schrott bei Pesa laugh.gif laugh.gif laugh.gif

Desiro wäre wohl gar nicht mal das übelste...

Geschrieben von: 3247 am 10 Dec 2010, 02:04
QUOTE (Guido @ 10 Dec 2010, 01:24)
Unwarscheinlich. Die Ausschreibung schreibt Integral als Tfz vor, da hat die DB ein Beschaffungsproblem. Allein schon wegen dieser einen Vorgabe bleibt das Netz bei der BOB, die Ausschreibung ist lediglich eine Formsache weil man ausschreiben muß.

Ob sich gerichtsfest begründen lässt, dass es unbedingt Integrale sein müssen? …ich habe da meine Zweifel. Welche Gründe sprechen denn für die Festschreibung der Integrale? Was passiert, wenn die Zahl der Integrale durch Unfälle unter die erforderliche Zahl sinkt?

Geschrieben von: Systemfehler am 10 Dec 2010, 07:48
Die Ausschreibung fordert Integrale?
Und was macht die BOB dann mit ihren 3 Talenten? Streng genommen dürfte sie die ja dann nicht mehr verwenden.

Geschrieben von: lekomat am 10 Dec 2010, 09:48
QUOTE
Ab Dezember 2013 wird die Veolia Verkehr GmbH unter der Marke "Meridian" für eine Vertragslaufzeit von zunächst zwölf Jahren den Schienen-Nahverkehr in der Region betreiben. Der deutsche Sitz des französischen Konzerns befindet sich in Berlin.


Der Name Meridian ist ja in der Bahnwelt schon bekannt, Baureihe 445 nennt man auch so.

Gesamte Nachricht (ist eigentlich dann schon alles bekannt)
http://www.ovb-online.de/lokales/rosenheim/landkreis/veolia-loest-regio-1041919.html

QUOTE
Die Ausschreibung fordert Integrale?
Und was macht die BOB dann mit ihren 3 Talenten? Streng genommen dürfte sie die ja dann nicht mehr verwenden.


Nein die BEG fordert, dass die Integrale (die sie ja mitfinanziert haben) weiterverwendet werden sollen. Ergänzen kann und muss man die Flotte natürlich mit anderen Fahrzeugen. Die DB müsste im Falle eines Zuschlages die Integrale der BOB übernehmen, was wohl ziemlich aufwändig ist.

Geschrieben von: Wetterfrosch am 10 Dec 2010, 11:26
wie wärs auf der Strecke MUC-Rosenheim-SBG mit Stadler Dostos

http://de.wikipedia.org/wiki/Stadler_Dosto

Geschrieben von: Electrification am 10 Dec 2010, 13:37
QUOTE (lekomat @ 10 Dec 2010, 09:48)
Der Name Meridian ist ja in der Bahnwelt schon bekannt, Baureihe 445 nennt man auch so.


Ich hoffe das ist nur ein Produktename und wird von der BOB betrieben. Das ist doch auch fürs Personal interessanter, weil so ein flexibler und interessanter Einsatz möglich ist. Immer nur Oberland ist doch auch langweilig.


QUOTE (Guido)

Unwarscheinlich. Die Ausschreibung schreibt Integral als Tfz vor, da hat die DB ein Beschaffungsproblem. Allein schon wegen dieser einen Vorgabe bleibt das Netz bei der BOB, die Ausschreibung ist lediglich eine Formsache weil man ausschreiben muß.


Also ich habe das so verstanden dass der Gewinner die komplette Integralflotte und das Werk übernimmt. Wenn die DB gewinnt, dann würde sie die Integral der BOB übernehmen.
Aber das sind eh nur hypothetische Fragen.

Geschrieben von: noebi am 10 Dec 2010, 15:01
Und wenn die BOB nicht verkauft? Es kann sie ja niemand zwingen. Die Integral-Züge könnte sie auch auf einer anderen Strecke einsetzen...

Geschrieben von: Electrification am 10 Dec 2010, 15:04
QUOTE (noebi @ 10 Dec 2010, 15:01)
Und wenn die BOB nicht verkauft? Es kann sie ja niemand zwingen. Die Integral-Züge könnte sie auch auf einer anderen Strecke einsetzen...

Aber das ist dann nicht die Schuld der anderen Bieter, die bieten mit Integral und wenn sie keine erwerben können muss sich der Freistaat was anderes einfallen lassen.
Jedoch ist das Angebot an Dieseltriebwagen die 140 km/h fahren können mehr als dürftig.

Geschrieben von: MAM am 10 Dec 2010, 15:34
QUOTE (Electrification @ 10 Dec 2010, 15:04)
Jedoch ist das Angebot an Dieseltriebwagen die 140 km/h fahren können mehr als dürftig.

http://www.bombardier.com/de/transportation/produkte-und-service/projekte/details?docID=0901260d800103a1.

Kann sogar 160 km/h und wäre sicherlich auch ein Kandidat für das Allgäu (München-Kaufbeuren) wenn dort eine Privatbahn gewinnen würden.

Geschrieben von: tobster am 10 Dec 2010, 16:20
QUOTE (MAM @ 10 Dec 2010, 15:34)
http://www.bombardier.com/de/transportation/produkte-und-service/projekte/details?docID=0901260d800103a1.

Kann sogar 160 km/h und wäre sicherlich auch ein Kandidat für das Allgäu (München-Kaufbeuren) wenn dort eine Privatbahn gewinnen würden.

Bietet aber nicht die Sitzplatzkapazität eines Integrals bei gleichzeitig beschränkter Bahnsteiglänge.
Maximal möglich sind Integrale in Vierfachtraktion, das würde Itino-Zweiteilern in Fünffachtraktion entsprechen. Die würden dann aber (in Odenwaldbahnkonfiguration) nur 535 gegenüber 656 Sitzplätzen in vier Integralen bieten. Zu den schwedischen Itino Dreiteilern hab ich leider keine Sitzplatzzahlen gefunden.

Die Anforderungen an Geschwindigkeit und Flügelbarkeit würd ja z.B. auch ein 612er erfüllen, aber auch der bietet nicht die selbe Anzahl Sitzplätze.

Über diese Triebwagen sollte man meiner Meinung nach daher wenn überhaupt in Kombination mit ner deutlichen Ausweitung des Halbstundentakts nachdenken. Und wenn ich mir so z.B. den DIEX anschau scheint mehr und dafür kürzere Züge ja durchaus in zu sein.

Geschrieben von: Martin H. am 10 Dec 2010, 16:30
Ein Plus der Integrale sind ja auch die Einzelräder mit Lenkung. Das Erste misst die Kurve, die anderen lenken dann mit. So wird nicht nur der Verschleiß reduziert, die Anwohner an bestimmten Abschnitten merken sofort, wenn was kommt was kein Integral ist.

War eigentlich immer eine schöne Abwechslung neben Regensburg und Nürnberg ab und zu mal nach Freilassing zu fahren, muss mich dann mal umhören was die da so davon halten und was sie machen werden. Was ich jetzt schreiben wollte habe ich vergessen, dann noch das:

Habe am Dienstag einen BOB- Tf wiedergesehen mit dem ich im selben Ausbildungsjahr war, man kannte sich von der Berufsschule. Ist jetzt bei der BRB und bis auf einen Tf sind alles keine Ex- DBler. Der eine aber nur, da er wegen Bundeswehr gekündigt hat und dann nicht mehr genommen wurde anstatt Sonderurlaub bzw. Freistellung.

Wenn sich die DB auch auf Regiostrecken in Frankreich bewerben könnte, aber so...

Geschrieben von: Chemin de fer am 10 Dec 2010, 17:32
QUOTE (Martin H. @ 10 Dec 2010, 16:30)
Habe am Dienstag einen BOB- Tf wiedergesehen mit dem ich im selben Ausbildungsjahr war, man kannte sich von der Berufsschule. Ist jetzt bei der BRB und bis auf einen Tf sind alles keine Ex- DBler. Der eine aber nur, da er wegen Bundeswehr gekündigt hat und dann nicht mehr genommen wurde anstatt Sonderurlaub bzw. Freistellung.

Davon kann man aber nicht generell auf alle Privatbahnen schließen. Bei der Vogtlandbahn und damit beim Alex sind fast nur ehemalige DB-Mitarbeiter aktiv, davon viele EiB.
Die BRB-Zahlen finde ich erschreckend. Mich würde dabei interessieren ob sich von DB aufgrund der im Konzern geschürten Vorurteile keiner beworben hat oder ob man sich lieber vom Steuerzahler den Betrieb am Anfang etwas subventionieren lassen wollte.

Geschrieben von: noebi am 10 Dec 2010, 17:38
QUOTE (Electrification @ 10 Dec 2010, 15:04)
Aber das ist dann nicht die Schuld der anderen Bieter, die bieten mit Integral und wenn sie keine erwerben können muss sich der Freistaat was anderes einfallen lassen.
Jedoch ist das Angebot an Dieseltriebwagen die 140 km/h fahren können mehr als dürftig.

Ich kann doch kein Angebot machen mit Fahrzeugen, die ich evtl. gar nicht kaufen kann.
Die BOB kann ja auch die Preise quasi beliebig festlegen.

Aber etwas zweifelhaft finde ich schon, dass man bei der Ausschreibung auf ein Fahrzeug besteht, das nur eine Firma besitzt. Da könnte man sich die Ausschreibung auch sparen...

Man hätte auch die BOB-Strecken und München-Holzkirchen-Rosenheim zusammen ausschreiben sollen mit einem Flügelkonzept Lenggries/Tegernsee, sowie Bayerischzell/Rosenheim.

Geschrieben von: mapic am 10 Dec 2010, 17:42
Die Integrale gehören nicht der BOB, sondern sind lediglich geleast. Eigentümer ist diese Firma hier: http://www.bahn-adressbuch.de/datenbank/adresse_2579.html

Die Übernahme der Fahrzeuge durch einen anderen Betreiber ist also durch die Ausschreibung gesichert und ist nicht vom guten Willen der BOB abhängig.

Geschrieben von: Jean am 10 Dec 2010, 18:49
Ah, da war man damals schlau genug! cool.gif cool.gif

Geschrieben von: Autobahn am 10 Dec 2010, 19:15
QUOTE (Martin H. @ 10 Dec 2010, 16:30)
Wenn sich die DB auch auf Regiostrecken in Frankreich bewerben könnte, aber so...

... würde sie genau so agieren, wie die (französichen) Mitbewerber hierzulande tongue.gif

Geschrieben von: Martin H. am 10 Dec 2010, 19:22
Eben.

Geschrieben von: christian85 am 10 Dec 2010, 21:18
Nochmal zur PM vom Zeil:

QUOTE
Im Berufsverkehr sollen die Mangfalltalbahnzüge über Holzkirchen hinaus via Deisenhofen und München-Harras bis München Hbf verlängert werden und zusätzlich zwischen München und Deisenhofen pendeln.


Heißt das, die halten dann auch noch mal in Deisenhofen? Und wahrscheinlich auch noch an der Donnersberger Brücke, und wo noch? Die BOB hält ja noch teils in Solln, teils an den Siemenswerken. Diese neue Bahn auch? Oder gar am Heimeranplatz? (Beim Heimeranplatz frag ich mich übrigens wirklich, ob der von den Aussteigern nicht gefragter wäre als Siemenswerke, am Hbf ist die U5 ja doch ein Stück entfernt)

Etwas problematisch sehe ich allerdings das Stück mit der S7, welche zukünftig dann im Takt 20 der S7, Takt 30 jeweils BOB und Mangfalltal befahren wird, und dann kommt auch eine höhengleich kreuzende S20 daher im Takt 60, S7, BOB, Mangfaltal "verspätungsempfindlich" durch längere eingleisige Abschnitte, na ja.

Deshalb würde ich BOB+Mangfaltal eher öfter als seltener (und einheitlich) auf der S7 Strecke halten lassen, zwecks Fahrplanstabilisierung. (Nur Mittersendling und Solln durchfahren)

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 10 Dec 2010, 21:57
QUOTE (Wetterfrosch @ 10 Dec 2010, 11:26)
wie wärs auf der Strecke MUC-Rosenheim-SBG mit Stadler Dostos

http://de.wikipedia.org/wiki/Stadler_Dosto

oder wie wärs denn hiermit?:

http://www.eurailpress.de/article/view/4/bombardier_und_deutsche_bahn_rahmenvertrag_ueber_800_dosto_wagen.html

Dann hätte man auch ein einheitliches Erscheinungsbild und man würde sofort erkennen, das es sich bei den Strecken München-Grafing-Rosenheim-Salzburg und München-Holzkirchen-Rosenheim um den selben Betreiber handelt. Vorausgesetzt man würde wirklich die 442er hernehmen.
Das selbe Lackschema und schon hat man ne Art 442 Doppelstock.


Geschrieben von: Matthias1044 am 10 Dec 2010, 23:02
Meiner Meinung nach hat DB Regio (unter anderem) in der Beschaffungspolitik Fehler gemacht, die die Entscheidung zur Vergabe des Rosenheimer E-Netzes beeinflusst haben könnte.

Als man vor vier Jahren die neuen Doppelstockwagen für die Strecke München - Salzburg kaufte, waren passend zu den Wagen auch vier fabrikneue Loks der Baureihe 146 vorgesehen. Die 146 wurden aus Kostengründen gestrichen, die alten 111er bringen es doch auch noch. Mit den 146 hätte man ein langfristiges Interesse an dem Streckennetz dokumentieren können.

Das nächste Problem ist dieser elendiger Rahmenvertrag mit dem DB Hauslieferanten Bombardier, der vielleicht ein paar Cent Rabatt einbringt. Nur nach dem Dilemma mit dem Bombardier Zeug im letzten Jahr mag man eben nicht auf jeder Strecke diese 440 sehen.

Geschrieben von: Froschkönig am 10 Dec 2010, 23:14
QUOTE (Matthias1044 @ 10 Dec 2010, 23:02)

Das nächste Problem ist dieser elendiger Rahmenvertrag mit dem DB Hauslieferanten Bombardier, der vielleicht ein paar Cent Rabatt einbringt. Nur nach dem Dilemma mit dem Bombardier Zeug im letzten Jahr mag man eben nicht auf jeder Strecke diese 440 sehen.

Der 440 ist doch von Alstom.

Geschrieben von: Matthias1044 am 10 Dec 2010, 23:17
OK, mit dem Zeug kenne ich mich zugegebenermaßen nicht aus. Macht die Fahrzeuge trotzdem nicht besser.

Geschrieben von: lekomat am 11 Dec 2010, 08:44
QUOTE (Naseweis @ 9 Dec 2010, 22:58)
Die vier Holzkirchener Strecken sind Paradebeispiele für eine mögliche < Express-S-Bahn / ÜFEX / R-Bahn / X-Bahn / Stamm-2-RB > (möge jeder auswählen, was ihm am besten passt)!

Zwei Linien je im Takt-30:
1.) ??? - Laim - Hbf - Ostbf - Giesing - Deisenhfn - Holzk - Schaftlach(Flügel) - Tegernsee/Lenggries
2.) ??? - Laim - Hbf - Ostbf - Giesing - Deisenhfn - Holzk(Flügel) - Rosenheim/Bayrischzell

-> Zusammen Takt-15 Laim-Deisenhofen.
-> S-Bahn (Stamm-1) im Takt-15 nur bis Deisenhofen.
-> Bedienung Sauerlach/Otterfing durch Linie Lenggries/Tegernsee (Takt-30).
-> S20 als Querverbindung im Takt-30 bis Deisenhofen.

Großes Manko: Man bräuchte erst den Giesinger Ast der Stamm-2!
Ansonsten bräuchte man sowieso:
-> 96er-Bahnsteige,
-> Elektrifizerungen,
-> kleinere oder größere Maßnahmen für den funktionierenden Takt-30,
-> im Idealfall irgendwelche Beschleunigungsmaßnahmen.
Im Prinzip reicht der heutige Ausbau, also die Krezungsbahnhöfe, bis auf den Abschnitt Schliersee-Bayrischzell soagr für den Takt-30. Für eine bessere Betriebsqualität und Fahrzeit (keine Kreuzungsaufenthalte mehr) müsste aber ausgebaut werden.

QUOTE
Die vier Holzkirchener Strecken sind Paradebeispiele für eine mögliche < Express-S-Bahn / ÜFEX / R-Bahn / X-Bahn / Stamm-2-RB > (möge jeder auswählen, was ihm am besten passt)!

Zwei Linien je im Takt-30:
1.) ??? - Laim - Hbf - Ostbf - Giesing - Deisenhfn - Holzk - Schaftlach(Flügel) - Tegernsee/Lenggries
2.) ??? - Laim - Hbf - Ostbf - Giesing - Deisenhfn - Holzk(Flügel) - Rosenheim/Bayrischzell

Warum muss man immer alles als S-Bahn fahren? Sorry, aber das ist doch Schmarrn, verkaufe den Fahrgästen den Umweg vom Hbf über OST und die zuckelei bis sie daheim sind. Diese Züge sollten weiterhin nur an der Donnersbergerbrücke und am Harras sowie Siemenswerke/Solln halten. Im Berufsverkehr die Mangfalltaler von mir aus auch in Deisenhofen. Was hab ich davon wenn ich von Bad Aibling ohne Umsteigen nach München fahren kann, dafür aber viel länger brauch weil er an jeder Milchkanne hält?

Geschrieben von: NJ Transit am 11 Dec 2010, 08:56
Warum alles S-Bahn heißen muss? Ich denke, es gibt einen gewissen S-Bahnhonus, die Leute fahren eher S-Bahn als Regionalzug, das könnte man mit dem Schienenbonus vergleichen.

Geschrieben von: Jean am 11 Dec 2010, 09:07
Bei dem Ruf der S-Bahn? Nee, sorry, kann mir nicht vorstellen!

Geschrieben von: Naseweis am 11 Dec 2010, 11:07
QUOTE (lekomat @ 11 Dec 2010, 08:44)
QUOTE (Naseweis @ 9 Dec 2010, 22:58)
Die vier Holzkirchener Strecken sind Paradebeispiele für eine mögliche < Express-S-Bahn / ÜFEX / R-Bahn / X-Bahn / Stamm-2-RB > (möge jeder auswählen, was ihm am besten passt)!

Zwei Linien je im Takt-30:
1.) ??? - Laim - Hbf - Ostbf - Giesing - Deisenhfn - Holzk - Schaftlach(Flügel) - Tegernsee/Lenggries
2.) ??? - Laim - Hbf - Ostbf - Giesing - Deisenhfn - Holzk(Flügel) - Rosenheim/Bayrischzell

Warum muss man immer alles als S-Bahn fahren?

Äh: < Express-S-Bahn / ÜFEX / R-Bahn / X-Bahn / Stamm-2-RB > (möge jeder auswählen, was ihm am besten passt)! Man kann sogar Firmen oder Spezialnamen wie z.B. BOB nehmen. wink.gif


QUOTE
Sorry, aber das ist doch Schmarrn, verkaufe den Fahrgästen den Umweg vom Hbf über OST und die zuckelei bis sie daheim sind. Diese Züge sollten weiterhin nur an der Donnersbergerbrücke und am Harras sowie Siemenswerke/Solln halten. Im Berufsverkehr die Mangfalltaler von mir aus auch in Deisenhofen. Was hab ich davon wenn ich von Bad Aibling ohne Umsteigen nach München fahren kann, dafür aber viel länger brauch weil er an jeder Milchkanne hält?

Keine Sorge, das stimmt nicht ganz. Heute dauert Holzkirchen - Hbf mit den 3 Halten Siemenswerke/Solln, Harras und Donnersberger rund 25 min.

Mit den 4 Zwischenhalten Marienplatz(Stamm-2), Ostbf(Stamm-2-Giesinger-Ast), Giesing und Deisenhofen sollte es 27 min dauern (Linie Rosenheim/Bayrischzell), zusätzlich mit Sauerlach und Otterfing 30 min (Linie Tegernsee/Lenggries).

Zum Ostbf (- 6 min) oder Marienplatz (- 2 min) ist man entsprechend schneller. Und du willst mir hoffentlich nicht erzählen, dass Siemenswerke/Solln und Donnersberger attraktiver als Ostbf und Marienplatz sind. Solln und Giesing sind wohl vergleichbar. Und zu letzt in Deisenhofen muss wegen dem Umstieg zur zugehörigen S-Bahn, die dort endet, als auch zur S20 als Querverbindung auf dem alten Weg gehalten werden.

Außerdem gäbe es eine Durchbindung nach Laim, Pasing/Dachau (und weiter nach Sonstwo).


Geschrieben von: Xenon am 11 Dec 2010, 12:11
QUOTE (NJ Transit @ 11 Dec 2010, 08:56)
Warum alles S-Bahn heißen muss? Ich denke, es gibt einen gewissen S-Bahnhonus, die Leute fahren eher S-Bahn als Regionalzug, das könnte man mit dem Schienenbonus vergleichen.

Mit dem Argument könntest du den Schienenbonus auch herbeireden, indem du einen Bus als Straßenbahn bezeichnest.

Geschrieben von: 3247 am 11 Dec 2010, 12:22
QUOTE (Xenon @ 11 Dec 2010, 12:11)
Mit dem Argument könntest du den Schienenbonus auch herbeireden, indem du einen Bus als Straßenbahn bezeichnest.

So wie http://www.ivi.fraunhofer.de/frames/german/projects/ger_mvs_autotram2.html?

Geschrieben von: Electrification am 11 Dec 2010, 13:07
QUOTE (3247 @ 11 Dec 2010, 12:22)
So wie http://www.ivi.fraunhofer.de/frames/german/projects/ger_mvs_autotram2.html?

Hilfe, sowas ähnliches gibt es doch in Frankreich um einen Reifenhersteller zu subventionieren (wie bei uns das lange festhalten an der Dieselhydraulik für einen bestimmten Getriebehersteller).
Entweder ich bau eine richtige Bahn auf Schienen oder ich lasse es sein. Mir wird schlecht wenn ich sowas sehe.

Geschrieben von: christian85 am 11 Dec 2010, 17:59
QUOTE
Warum alles S-Bahn heißen muss? Ich denke, es gibt einen gewissen S-Bahnhonus, die Leute fahren eher S-Bahn als Regionalzug, das könnte man mit dem Schienenbonus vergleichen.


Sicher? Wenn die Leute von Freising, Geltendorf, Mammendorf, Tutzing, Starnberg, Holzkirchen etc fahren, nehmen die dann nicht oft auch RB/RE? Obwohl man in der S-Bahn einn Sitzplatz kriegt, im RB nicht unbedingt.

QUOTE
Die vier Holzkirchener Strecken sind Paradebeispiele für eine mögliche < Express-S-Bahn / ÜFEX / R-Bahn / X-Bahn / Stamm-2-RB > (möge jeder auswählen, was ihm am besten passt)!


Ich bin ehrlich: Ich halte die Idee, RBs durch Stamm2 fahren zu lassen, für sehr gut, aber wieso sollte das ein "Paradebeispiel" sein?

Vorteile von RBs in Stamm2 sind ja

- Anbindung U3/U6
- Anbindung Marienplatz(-hof)
- Schnelle Durchbindung Hauptbahnhof - Marienplatz (-hof) - Ostbahnhof

Die Anbindung der BOB an (U3/)U6 ist bereits am Harras (Siemenswerke na ja) gegeben. Damit handelt es sich, neben Landshut/Freising/Moosburg um die einzige Strecke, die direkt an die (U3/)U6 angebunden ist. Auch in Stamm2 ist nicht unendlich viel Platz, sagen wir mal, 6-10 RBs/REs (angenommen 24 Züge in beiden Tunnels, 6 S-Bahnen für jeden Ast, evtl S6, S7 auch nur 4 => 38-42 S-Bahnen) kann man durchschleußen. Dann sollte man schon eher die RBs nehmen, die derzeit keinen Anschluss zur U3/U6 haben.

Ein weiterer Vorteil der BOB +Mangfaltal (im Gegensatz zu den anderen RBs) ist der bahnsteiggleiche Umstieg an der Donnersberger Brücke, den auch viele nutzen, und da geht es dann zum Marienplatz, Stachus, Isartor, Rosenheimer Platz, also den Marienplatz kann man zumindest noch bahnsteiggleich erreichen. Nur die Durchbindung zum/vom Ostbahnhof ist ein Vorteil, geb ich zu. Insgesamt würd ich sagen, ist die BOB schon jetzt von den Regionalbahnen am besten ans MVV-Netz "angeschlossen", Stamm2 daher entbehrlich.

"Paradebeispiel" wären in meinen Augen eher RBs aus Mühldorf und Rosenheim, die am meisten von einer Führung durch Stamm2 profitieren, weil alle obigen Punkte erfüllt sind.

Geschrieben von: Naseweis am 11 Dec 2010, 18:37
QUOTE (christian85 @ 11 Dec 2010, 17:59)
Ich bin ehrlich: Ich halte die Idee, RBs durch Stamm2 fahren zu lassen, für sehr gut, aber wieso sollte das ein "Paradebeispiel" sein?

Vorteile von RBs in Stamm2 sind ja
- Anbindung U3/U6
- Anbindung Marienplatz(-hof)
- Schnelle Durchbindung Hauptbahnhof - Marienplatz (-hof) - Ostbahnhof

Die Anbindung der BOB an (U3/)U6 ist bereits am Harras (Siemenswerke na ja) gegeben. Damit handelt es sich, neben Landshut/Freising/Moosburg um die einzige Strecke, die direkt an die (U3/)U6 angebunden ist.
Ja, da hast du recht. Ich dachte in dem Moment mehr an die Außenstrecken ...


QUOTE
"Paradebeispiel" wären in meinen Augen eher RBs aus Mühldorf und Rosenheim, die am meisten von einer Führung durch Stamm2 profitieren, weil alle obigen Punkte erfüllt sind.
... denn dort hat man das Problem mit dem Mischverkehr, was gegen stabilen Betrieb und 96-cm-Bahnsteige spricht. Auf der Rosenheimer Strecke sollten die Regionalzüge weiter verkehren, Kufstein oder Salzburg, auf der Mühldorfer Strecke sind (zeitweise) besonders große Kapazitäten gefragt. Alles in allem nicht optimal für Stamm-2-Verkehr. Von der Geographie her hast du natürlich Recht. Außerdem müsste nicht extra der Giesinger Ast gebaut werden.


QUOTE
Auch in Stamm2 ist nicht unendlich viel Platz, sagen wir mal, 6-10 RBs/REs (angenommen 24 Züge in beiden Tunnels, 6 S-Bahnen für jeden Ast, evtl S6, S7 auch nur 4 => 38-42 S-Bahnen) kann man durchschleußen. Dann sollte man schon eher die RBs nehmen, die derzeit keinen Anschluss zur U3/U6 haben.
Ich spekuliere ja immer von Takt-15 und Verkürzung der heutigen S-Bahnen aus. Damit hat man schon 6 von 7 S-Bahn-Linien in der Stamm-1, in der Stamm-2 nur eine (4 Züge/h). Umgekehrt müssen die Express-S-Bahnen heutige S-Bahn-Aufgaben übernehmen, in dem Beispiel hier: Deisenhofen, Sauerlach, Otterfing.

Geschrieben von: 3247 am 11 Dec 2010, 20:17
QUOTE (christian85 @ 11 Dec 2010, 17:59)
Nur die Durchbindung zum/vom Ostbahnhof ist ein Vorteil, geb ich zu. Insgesamt würd ich sagen, ist die BOB schon jetzt von den Regionalbahnen am besten ans MVV-Netz "angeschlossen", Stamm2 daher entbehrlich.

Abgesehen davon: Die Strecken von Holzkirchen nach Bayrischzell, Lengries und Schliersee sind nicht elektrifiziert; VTs will man eher nicht im Tunnel haben.

Ich würde ja eher die BOB so lassen, aber die Züge von der Mangfalltalbahn ab Deisenhofen nicht über die Weststrecke (S7, zurzeit S20, S27), sondern über Giesing (zurzeit S3) zum Ostbahnhof führen. Dann entweder durch den neuen Tunnel oder gleich auf der Oststrecke (S8) zum Flughafen.

Geschrieben von: christian85 am 11 Dec 2010, 21:26
QUOTE
Ich spekuliere ja immer von Takt-15 und Verkürzung der heutigen S-Bahnen aus. Damit hat man schon 6 von 7 S-Bahn-Linien in der Stamm-1, in der Stamm-2 nur eine (4 Züge/h). Umgekehrt müssen die Express-S-Bahnen heutige S-Bahn-Aufgaben übernehmen, in dem Beispiel hier: Deisenhofen, Sauerlach, Otterfing.


Ist das nicht eine Angebotskürzung? Man kann sich ja streiten, wo man die Grenzen des S-Bahngebietes setzt, aber wenn ich heute 6 S-Bahnen, 2 BOBs und bald 2 Mangfalltalbahnen hab, sind das 10, und wenn die S-Bahnen auf 4 gesenkt werden, hab ich halt nur noch 8 und entsprechend weniger Platz. Aber ist das für die Fahrgäste nicht eher negativ?

1. innerhalb von Deisenhofen: 4 statt 6 S-Bahnen -> Nachteil
2. Deisenhofen-Holzkirchen: 2 statt 2,5 Bahnen, sind voller, aber schneller -> insgesamt Vorteil
3. südlich Holzkirchen: Angebot bleibt gleich, jedoch langsamer, aber besser nach München-Zentrum -> Vor- und Nachteile, je nach Zielorte

Wenn die S-Bahn Grenzen so bleiben, wie sind:
1. 6 S-Bahnen -> Vorteil
2. 2,5 Bahnen und langsamer -> insgesamt Nachteil
3. schneller, aber nicht so gut ins Zentrum -> Vor- und Nachteile

Da allerdings Holzkirchen schon heute die Wahl hat, und Deisenhofen bald auch (zwischen schnell und Hbf oben vs. langsam und Tunnel), bleiben nur noch Otterfing und Sauerlach, die Vorteile aus deinem Vorschlag erzielen. Dafür haben Taufkirchen, Unterhaching etc. Nachteile, und ich würde sagen, die stadtnahen Orte sind hier wesentlich bedeutender als die stadtfernen, also S-Bahn so lassen, wie sie ist.

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 11 Dec 2010, 21:56
QUOTE (3247 @ 11 Dec 2010, 20:17)
aber die Züge von der Mangfalltalbahn ab Deisenhofen nicht über die Weststrecke (S7, zurzeit S20, S27), sondern über Giesing (zurzeit S3) zum Ostbahnhof führen.

Dann würdest du der S3 aber erheblich Probleme bereiten, weil diese ja zur HVZ bis Deisenhofen im 10-Minuten-Takt verkehrt.
Kannst du also vergessen, das du da nen durchfahrenden Regionalzug noch durchbringst.
Da müsste man 4-gleisig ausbauen, was aber auch Schwachsinn wäre, nach dem man erst vor 6 Jahren die Strecke 2-gleisig ausgebaut hat
und auch die Stationen damals alle umgebaut hat.

Aber es heißt doch eh, das die Bahnen in Zukunft von Holzkirchen über Solln und Harras zum Münchner Hauptbahnhof verlängert werden, von
einer Führung über Giesing ist also zum Glück eh nicht die Rede.

Geschrieben von: Naseweis am 11 Dec 2010, 23:55
@christian85: Ok, ich nehme zurück, dass Lenggries/Tegernsee/Bayrischzell/Rosenheim ein perfektes Beispiel für eine Stamm-2-Express-S-Bahn abgäben.

Geschrieben von: lekomat am 14 Dec 2010, 22:32
Eine neue Zeitungsartikel mit einem wie ich finde, doch recht interessanten Interview mit Herrn Seeger.

http://www.rosenheim24.de/bayern/veolia-rosenheim-kampf-bahn-netz-wehrt-sich-regio-1047406.html

Geschrieben von: Xenon am 14 Dec 2010, 23:13
Wie belastbar sind denn diese Informationen?

Geschrieben von: Boris Merath am 14 Dec 2010, 23:35
QUOTE (Xenon @ 14 Dec 2010, 23:13)
Wie belastbar sind denn diese Informationen?

Welche Informationen? So viele sind ja nicht drin.

Die Aussagen vom Seeger - die kann man denke ich glauben, ich schätze den Seeger als sehr kompetent und glaubwürdig ein.

Geschrieben von: Martin H. am 15 Dec 2010, 19:04
Die tun wieder so als wäre Fahrkartenverkauf im Zug und der 30er Takt auf dem Mist von Veolia gewachsen... mad.gif

Und neue Fahrzeuge, als wenn Regio weiter mit n-Wagen hätte fahren können.

Geschrieben von: Daniel Schuhmann am 15 Dec 2010, 19:12
Wenns die DB gewonnen hätte, würde sie in der Pressemeldung auch rumtönen als wenn man grad die Eisenbahn erfunden hätt...

Geschrieben von: Electrification am 15 Dec 2010, 19:38
QUOTE (Daniel Schuhmann @ 15 Dec 2010, 19:12)
Wenns die DB gewonnen hätte, würde sie in der Pressemeldung auch rumtönen als wenn man grad die Eisenbahn erfunden hätt...

Vielleicht sollte man solche PM in Zukunft den Bestellern überlassen und den Gewinnern entsprechende Jubel-PM untersagen, als entsprechende Vertragsklausel, zumindest in einem derart frühen Stadium.

Geschrieben von: lekomat am 15 Dec 2010, 19:52
@Electrification
Es ist das gute Recht des Gewinners eigene Pressemitteilungen zu Verfassen. Seh dich doch um, bei der DB wars doch beim Werdenfels-Netz das selbe. Ich sehe das Interview eher gegenteilig, er weist doch genau darauf hin, was die BEG bestellt wird auch gefahren, egal wer der Gewinner ist. Das Interview geht meiner Meinung nach eher in ne andere Richtung, nämlich erst selbst die Hausaufgaben machen zu müssen bevor man rumtönt so wie z.B. Agilis.

Was mich wundert, dass seitens Veolia noch nichts offizielles verkündet wurde.

Geschrieben von: mapic am 15 Dec 2010, 19:57
QUOTE (Electrification @ 15 Dec 2010, 19:38)
Vielleicht sollte man solche PM in Zukunft den Bestellern überlassen und den Gewinnern entsprechende Jubel-PM untersagen, als entsprechende Vertragsklausel, zumindest in einem derart frühen Stadium.

Ich weiß ja nicht, was du so für Quellen hast, aber ich habe von der BOB bzw. Veolia noch keine einzige Pressemitteilung zu dem Thema gelesen. Es gab bis jetzt eigentlich nur eine ausführliche Meldung vom Verkehrsministerium, und das entspricht doch eigentlich genau deinen Wünschen...... Wo ist jetzt das Problem? unsure.gif

Geschrieben von: christian85 am 19 Dec 2010, 23:20
Soll es eigentlich noch einen neuen Halt "Rosenheim Nord" geben oder wurde das verworfen? Wenn nein, wieso nicht? Für diese RB aus Kufstein würde das doch passen, da sind andere Halte auch nicht so aufkommensstark, und es gibt ja noch den schnellen RE von Rosenheim Hbf.

Geschrieben von: Ubile am 19 Dec 2010, 23:38
Es soll einen Halt Rosenheim Hochschule geben. Der soll aber an der Strecke Richtung Wasserburg liegen.

Geschrieben von: Rohrbacher am 20 Dec 2010, 00:12
Und einen Halt Rosenheim-Aicherpark an der Mangfallbahn. Aber bis dahin soll wohl noch viel Wasser von der Mangfall in den Inn fließen. Warscheinlich fließt das Wasser vorher sogar andersrum... wink.gif

Geschrieben von: Ubile am 20 Dec 2010, 21:13
Es gibt jetzt auch eine PM von Veolia. Steht aber nichts neues drin.
http://www.veolia-verkehr.de/medien/pressearchiv/news/2010_12_20/index.html

Geschrieben von: S-Bahn 27 am 20 Dec 2010, 21:32
Hm, ich mag das immer nicht, wenn explizit die KBS 999.20 gennant wird.
Nicht das die Privatbahn einem hinterher auch noch die S20 klaut? ph34r.gif
Ja, ich weiß auch, dass die S27 zur Kursbuchstrecke 999.20 gehört, aber trotzdem.

Geschrieben von: Ubile am 25 Dec 2010, 16:25
Laut http://zughalt.de/vergabe-des-e-netz-rosenheim-endgueltig-abgeschlossen/ wird Veolia auf allen Strecken mit FLIRTen fahren.

Geschrieben von: sbahnfan am 25 Dec 2010, 16:28
QUOTE (Ubile @ 25 Dec 2010, 16:25)
Laut http://zughalt.de/vergabe-des-e-netz-rosenheim-endgueltig-abgeschlossen/ wird Veolia auf allen Strecken mit FLIRTen fahren.

Das ist eine gute Nachricht smile.gif

Geschrieben von: Iarn am 25 Dec 2010, 16:34
Nun per se würde ich jetzt Zughalt nicht als die zuverlässigste Quelle einstufen, aber die haben das wohl von http://www.eurailpress.de/article/view/4/e-netz-rosenheim-veolia-setzt-flirt-triebzuege-ein.html abgeschrieben.

Geschrieben von: Electrification am 25 Dec 2010, 17:16
QUOTE (sbahnfan @ 25 Dec 2010, 16:28)
Das ist eine gute Nachricht smile.gif

Wo ist das eine gute Nachricht? Wenn auch KISS-Züge zum Einsatz kommen würden, wäre das durchaus wünschenswert.

Geschrieben von: sbahnfan am 25 Dec 2010, 17:28
QUOTE (Electrification @ 25 Dec 2010, 17:16)
Wo ist das eine gute Nachricht? Wenn auch KISS-Züge zum Einsatz kommen würden, wäre das durchaus wünschenswert.

Ich will dir nicht zu nahe treten, aber du erinnerst mich gerade etwas an das, was man gemeinhin als "typisch Deutsch" bezeichnet: Nie zufrieden, immer was zu meckern. Dies wäre noch wünschenswert, und das, und jenes...

Beim FLIRT handelt es sich um einen ordentlichen ET, wie man es mittlerweile bei vielen EVUs in Deutschland beobachten kann, Tendenz steigend. Vor allem wegen folgender Eigenschaften:

* Konzentration der Technik in den Maschinenräumen, dadurch gute Raumausnutzung, wenige Podeste, viel Beinfreiheit und ruhiges Fahrverhalten
* Großzügige Fensterflächen, gute Sicht nach draußen
* Technisch einigermaßen ausgereift und zuverlässig

An anderen Stellen in diesem Forum haben wir das bereits intensiver diskutiert.

Es hätte weit schlechter kommen können als FLIRT, z.B. 440.

Geschrieben von: Electrification am 25 Dec 2010, 17:32
QUOTE (sbahnfan @ 25 Dec 2010, 17:28)
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber du erinnerst mich gerade etwas an das, was man gemeinhin als "typisch Deutsch" bezeichnet: Nie zufrieden, immer was zu meckern. Dies wäre noch wünschenswert, und das, und jenes...


Der Flirt ist ein gutes Fahrzeug und ich weiß nicht wo ich meckere, ich halte einstöckige Fahrzeuge für die Salzburger Strecke nicht geeignet, besonders bei Triebwagenzügen. Der KISS ist ja nichts anderes als die Flirt-Fortentwicklung und eben Doppelstöckig. Ich denke Stadler kann hier sicher auch so liefern dass beide kompatibel sind und man kombiniert fahren kann, je nach Auslastung und Verkehrsbedürfnis.

Wie viel Beinfreiheit man hat und andere Komfortmerkmale liegt nicht am Fahrzeug, sondern daran welche Ausstattung das EVU (bzw. der Besteller) wünscht.
In Frankreich, Schweden oder anderswo ist die Ausstattung generell bequemer bei Neubaufahrzeugen als bei uns. Was nun?

Geschrieben von: sbahnfan am 25 Dec 2010, 17:49
QUOTE (Electrification @ 25 Dec 2010, 17:32)
Der Flirt ist ein gutes Fahrzeug und ich weiß nicht wo ich meckere, ich halte einstöckige Fahrzeuge für die Salzburger Strecke nicht geeignet, besonders bei Triebwagenzügen. Der KISS ist ja nichts anderes als die Flirt-Fortentwicklung und eben Doppelstöckig. Ich denke Stadler kann hier sicher auch so liefern dass beide kompatibel sind und man kombiniert fahren kann, je nach Auslastung und Verkehrsbedürfnis.

Das wäre in der Tat mal interessant, einstöckige FLIRT und doppelstöckige KISS in Doppeltraktion.

Ob einstöckige Fahrzeuge für die Strecke geeignet sind oder nicht hängt vor allem vom Gepäckaufkommen ab. Je höher das Gepäckaufkommen, desto ungeeigneter Doppelstöcker. Wie es auf dieser Strecke hier ist, weiß ich nicht.


QUOTE (Electrification @ 25 Dec 2010, 17:32)
Wie viel Beinfreiheit man hat und andere Komfortmerkmale liegt nicht am Fahrzeug, sondern daran welche Ausstattung das EVU (bzw. der Besteller) wünscht.

Doch. In Fahrzeugen wie z.B. dem 425, bei dem die Technik komplett unterflur und nicht wie im FLIRT in Maschinenräumen ist, hat man auf manchen Plätzen zwangsläufig weniger Beinfreiheit, weil mehr Podeste vorhanden sein müssen. Oder man sitzt auf manchen Plätzen so hoch, dass man als Erwachsener kaum noch rausschauen kann, ohne sich runterzubeugen.

Beides ist dem Komfort nicht zuträglich. Der FLIRT hat weniger und flachere Podeste, bietet wesentlich flexiblere Möglichkeiten der Raumgestaltung und auf weniger Plätzen ist die Beinfreiheit durch Podeste eingeschränkt.

Geschrieben von: Boris Merath am 25 Dec 2010, 18:51
QUOTE (Electrification @ 25 Dec 2010, 17:32)
ich halte einstöckige Fahrzeuge für die Salzburger Strecke nicht geeignet

Und warum nicht? Hat jahrzehntelang wunderbar funktioniert, und funktioniert auch heute noch bei jedem zweiten Zug.

Die Dostos nach Salzburg müssten 6 Wagen haben - ergibt also ca. 180m.

Die kürzesten Bahnsteige auf der Strecke sind Teisendorf mit 327m und Bad Endorf mit 320m. Ansonsten ist das kürzeste 380m. Es ist also mehr als genug Luft hier mit einstöckigen Zügen zu fahren - ich sehe keinen Grund warum man unbedingt doppelstöckig fahren muss. Zumindest in Bad Endorf kann man sicherlich den Bahnsteig verlaengern wenns unbedingt sein muss - der Bahnsteig vom Gegengleis hat ja auch seine 380m.

Geschrieben von: Martin H. am 25 Dec 2010, 18:57
Aßling, Ostermünchen und Großkarolinenfeld haben alle nur knappe 240, mit 8 Wagen MUSS die Lok über´n Bahnsteig.

Stand nicht irgendwo, dass die BEG wie auch im Ringverkehr statt dort 146 + neue DoStos noch mehr 440er will?

Geschrieben von: Boris Merath am 25 Dec 2010, 18:58
QUOTE (Martin H. @ 25 Dec 2010, 18:57)
Aßling, Ostermünchen und Großkarolinenfeld haben alle nur knappe 240, mit 8 Wagen MUSS die Lok über´n Bahnsteig.

Das ist aber nicht relevant, weil die Salzburger Züge zwischen Rosenheim und München ohne Halt verkehren sollen, die drei Halte dazwischen sollen von den Kufsteiner RBs bedient werden.

Geschrieben von: Martin H. am 25 Dec 2010, 19:05
QUOTE (Boris Merath @ 25 Dec 2010, 18:51)
Die kürzesten Bahnsteige auf der Strecke ...

Ja is ja schon guad.

Geschrieben von: Iarn am 25 Dec 2010, 20:39
Ein weiterer Punkt gegen Doppelstöcker auf der Salzburger Strecke ist die Tatsache, dass die Züge auch im touristischen Verkehr also mit Gepäck benutzt werden. Solange wie schon Boris erläutert hat, sind die Bahnsteiglängen ausreichend, so dass wenig für Doppelstockwagen spricht.

Geschrieben von: Electrification am 25 Dec 2010, 23:20
Wichtig ist nur dass dann nicht wieder in HV-Zeiten einteilige Flirt-Leistungen bestellt werden, was ich mir durchaus vorstellen kann, wenn man das mit anderen Ausschreibungen vergleicht.
Ich rechne in jedem Fall mit einem Kapazitätsverlust um die Nachfrage dem Angebot anzupassen statt umgekehrt, eigentlich Standard bei BEG-Ausschreibungen.

Geschrieben von: Iarn am 25 Dec 2010, 23:26
QUOTE (Electrification @ 25 Dec 2010, 23:20)
Wichtig ist nur dass dann nicht wieder in HV-Zeiten einteilige Flirt-Leistungen bestellt werden, was ich mir durchaus vorstellen kann, wenn man das mit anderen Ausschreibungen vergleicht.
Ich rechne in jedem Fall mit einem Kapazitätsverlust um die Nachfrage dem Angebot anzupassen statt umgekehrt, eigentlich Standard bei BEG-Ausschreibungen.

In meinen Augen absoluter Unsinn, die Nachfrage ist in dne letzten Jahren drastisch geschrieben laut BEG und deswegen soll das Angebot explizit ausgeweitet werden.

Zitat Zeil
QUOTE
„Mit der Ausschreibung haben wir der stark gewachsenen Nachfrage in der Region Rechnung getragen. Denn die Fahrgastzahlen zwischen Rosenheim und München sind in den letzten Jahren um 36 Prozent gestiegen.“

Geschrieben von: sbahnfan am 26 Dec 2010, 12:20
QUOTE (Iarn @ 25 Dec 2010, 23:26)
In meinen Augen absoluter Unsinn, die Nachfrage ist in dne letzten Jahren drastisch geschrieben laut BEG und deswegen soll das Angebot explizit ausgeweitet werden.

Das kann man nur hoffen, dass das Angebot ausgeweitet wird.

Anders ist es z.B. auf der Rheinstrecke, die seit dem Fahrplanwechsel von VIAS mit FLIRT befahren wird. Da müssen viele Fahrgäste jetzt in der HVZ stehen. Berechtigterweise beschweren sie sich darüber. Auch wenn der FLIRT gegenüber den zuvor eingesetzten n-Wagen eine Verbesserung ist - wenn man dafür keinen Sitzplatz mehr bekommt, wird diese Verbesserung ins Gegenteil verkehrt.

Geschrieben von: Rohrbacher am 26 Dec 2010, 14:04
QUOTE
Auch wenn der FLIRT gegenüber den zuvor eingesetzten n-Wagen eine Verbesserung ist

Echt? In Sachen http://img1.imagebanana.com/img/htql4cwr/12FlirtInnen.jpg wirkt der recht kostengünstig verarbeitet, wenn man sich mal die platten Verkleidungsteile mit fetten Fenstergummis im http://www.railfaneurope.net/pix/de/car/regional/ex-Silberling/interior/Rotling_innen_Sb.jpg, die einfach an die Decke geklatschten Rasterlampen (noch eine Parallele) und die plumpe Verkleidung der Türantriebe á la VÖV-Bus anschaut. Dagegen wirkt ein 440er direkt hochwertig. *scnr* ph34r.gif

Geschrieben von: Autobahn am 26 Dec 2010, 14:53
QUOTE (sbahnfan @ 26 Dec 2010, 12:20)
Anders ist es z.B. auf der Rheinstrecke, die seit dem Fahrplanwechsel von VIAS mit FLIRT befahren wird. Da müssen viele Fahrgäste jetzt in der HVZ stehen. Berechtigterweise beschweren sie sich darüber. Auch wenn der FLIRT gegenüber den zuvor eingesetzten n-Wagen eine Verbesserung ist - wenn man dafür keinen Sitzplatz mehr bekommt, wird diese Verbesserung ins Gegenteil verkehrt.

Es fehlen einer ganzen Reihe von Flirt noch die Zulassung durch das EBA. Damit ist in den nächsten Wochen zu rechnen. Dann wird sich das Platzproblem von selbst lösen.

Geschrieben von: sbahnfan am 26 Dec 2010, 15:25
QUOTE (Rohrbacher @ 26 Dec 2010, 14:04)
Echt? In Sachen http://img1.imagebanana.com/img/htql4cwr/12FlirtInnen.jpg wirkt der recht kostengünstig verarbeitet, wenn man sich mal die platten Verkleidungsteile mit fetten Fenstergummis im http://www.railfaneurope.net/pix/de/car/regional/ex-Silberling/interior/Rotling_innen_Sb.jpg, die einfach an die Decke geklatschten Rasterlampen (noch eine Parallele) und die plumpe Verkleidung der Türantriebe á la VÖV-Bus anschaut. Dagegen wirkt ein 440er direkt hochwertig. *scnr* ph34r.gif

Findest du den Innenraum von n-Wagen wirklich besser als den vom FLIRT? Das hätte ich von dir eher nicht gedacht... Dabei magst du bei manchen Freaks Mitstreiter finden, aber nicht bei der Mehrzahl der Fahrgäste.

Ich finde den Innenraum vom FLIRT zwar schlicht, aber durchaus von ordentlicher Qualität. Man hat da einen Kompromiss aus Kostengünstigkeit (die ja heute nicht unwichtig ist) und Ansehnlichkeit gesucht, und hat einen guten Kompromiss gefunden.

Wenn ich mir z.B. die Innenverkleidungen vom 425 anschaue, die einfach nur billig und unansehnlich sind und bei wenige Jahre alten Fahrzeugen schon an alte 420 erinnern, ist der FLIRT innen noch sehr ansehnlich. Ähnlich ist es, wenn ich die billigst gefrickelte Inneneinrichtung eines LINT anschaue. Dagegen wirkt der FLIRT noch sehr hochwertig. Auch die Inneneinrichtung des 440 wurde hier im Forum bereits als gefrickelt kritisiert.

Hinzu kommt: Beim FLIRT kann man aufgrund der großzügigen Fensterflächen auf fast allen Plätzen (auch Gangplätzen) ungehindert rausschauen. Beim 440 aufgrund der kleinen Fenster oft nur unter Verrenkungen.

Darüber hinaus bietet der FLIRT gegenüber den n-Wagen bekanntermaßen noch weitere Vorteile wie Klimatisierung, leichtgängige Türen, ruhiger Lauf und starke Beschleunigung.

QUOTE (Autobahn @ 26 Dec 2010, 14:53)
Es fehlen einer ganzen Reihe von Flirt noch die Zulassung durch das EBA. Damit ist in den nächsten Wochen zu rechnen. Dann wird sich das Platzproblem von selbst lösen.

Das ist mir bekannt, ich habe vergessen, es hier zu erwähnen. Es fehlen allerdings nur noch relativ wenige Fahrzeuge, und dass diese das Platzproblem ganz lösen können, wird bezweifelt. Wünschenswert wäre es natürlich, man wird es demnächst sehen.

Geschrieben von: chris232 am 26 Dec 2010, 15:26
QUOTE (sbahnfan @ 26 Dec 2010, 12:20)
Das kann man nur hoffen, dass das Angebot ausgeweitet wird.

Naja, wenn das Angebot dann so "ausgeweitet" wird wie nach Passau, graust mir jetzt schon davor. Mag sein, dass das dann insgesamt ein besseres Angebot ist, aber es hilft halt nichts wenn ich mich bei der Gefäßgröße an dem Tagesdurchschnitt orientiere. Und ich hab so die leise Befürchtung, dass die BEG da nichts dazugelernt hat... sad.gif


@sbahnfan: Absolute Zustimmung. Fehlt nur noch der 442 in der Aufzählung, so er denn jemals den Fahrgasteinsatz erlebt. Der macht auf mich bisher auch einen guten Eindruck - mal sehen, wie er sich nach paar Jahren entwickelt hat.

Geschrieben von: sbahnfan am 26 Dec 2010, 15:50
QUOTE (chris232 @ 26 Dec 2010, 15:26)
Naja, wenn das Angebot dann so "ausgeweitet" wird wie nach Passau, graust mir jetzt schon davor. Mag sein, dass das dann insgesamt ein besseres Angebot ist, aber es hilft halt nichts wenn ich mich bei der Gefäßgröße an dem Tagesdurchschnitt orientiere. Und ich hab so die leise Befürchtung, dass die BEG da nichts dazugelernt hat...  sad.gif

Das werden wir sehen... Es ist in der Tat ein Fehler, wenn man vergisst, dass es in der HVZ nun mal ein größeres Fahrgastaufkommen gibt und auch da alle noch sitzen wollen.

QUOTE (chris232 @ 26 Dec 2010, 15:26)
@sbahnfan: Absolute Zustimmung. Fehlt nur noch der 442 in der Aufzählung, so er denn jemals den Fahrgasteinsatz erlebt. Der macht auf mich bisher auch einen guten Eindruck - mal sehen, wie er sich nach paar Jahren entwickelt hat.

Auf den 442 bin ich auch mal gespannt... Heute kann ich noch nicht viel über ihn sagen, da ich noch nie mit ihm gefahren bin (wie auch).

Geschrieben von: Electrification am 26 Dec 2010, 17:04
QUOTE (Iarn @ 25 Dec 2010, 23:26)
eigentlich Standard bei BEG-Ausschreibungen. [/QUOTE]
In meinen Augen absoluter Unsinn, die Nachfrage ist in dne letzten Jahren drastisch geschrieben laut BEG und deswegen soll das Angebot explizit ausgeweitet werden.

Ich denke auf der Strecke nach Augsburg dürften die Fahrgastzahlen mind. genauso gestiegen sein und was war das supertolle, verbesserte Angebot?
Die Passauer Strecke wurde auch schon als Beispiel gebracht oder die Vias-Züge ab Wiesbaden (Vias kennt sich ja schon vom Odenwald mit Kapazitätsproblemen aufgrund falscher Berechnungen der Besteller aus wink.gif )

Geschrieben von: sbahnfan am 26 Dec 2010, 17:13
QUOTE (Electrification @ 26 Dec 2010, 17:04)
Vias kennt sich ja schon vom Odenwald mit Kapazitätsproblemen aufgrund falscher Berechnungen der Besteller aus  wink.gif

In der Tat. Beim Odenwald kam noch erschwerend hinzu, dass nicht so ohne Weiteres Fahrzeuge nachbestellt werden konnten. Grund war, dass man auf den Itino gesetzt hat, der unter den VTs ein Exot ist. Es war zwar vertraglich vereinbart, dass bei Bedarf Fahrzeuge nachbestellt werden können, aber nur, wenn gerade ohnehin eine Fahrzeugserie für irgendein anderes EVU in der Fertigung ist. Nun, da kein anderes EVU den Itino mehr bestellte, bestand diese Möglichkeit nicht, und es konnte erst nach langwierigen Verhandlungen eine Kleinserie über vier Fahrzeuge aufgelegt werden... Beim FLIRT dürfte das Nachbestellen weiterer Fahrzeuge einfacher sein, da er sich anders als der Itino gut verkauft.

Geschrieben von: Iarn am 26 Dec 2010, 19:01
QUOTE (Electrification @ 26 Dec 2010, 17:04)
Ich denke auf der Strecke nach Augsburg dürften die Fahrgastzahlen mind. genauso gestiegen sein und was war das supertolle, verbesserte Angebot?

Nun auf der Augsburger Strecke dürften die Probleme bekannt sein, der (noch fehlende) durchgängig viergleisige Ausbau und die Probleme mit dem ET440 der Grund für die Zustände, nicht weil das BEG was gekürzt hätte.

Geschrieben von: lekomat am 28 Dec 2010, 11:04
Irgendwo hab ich im Kopf, dass Veolia rund 35-40 Züge bestellen will, dies würde eindeutig auf einstöckige Flirts hindeuten. Was mich mehr interessiert, die BEG wünscht sich weiter eine Druchbindung nach Innsbruch. Aus meiner Sicht ist dies nur schwer zu realisieren:

- Dazu müssten die Talenten der ÖBB durch die Flirts auf der Österreichischen Seite ersetzt werden
- oder die Talenten bis München eingesetzt werden (was aber Ausschreibungstechnisch nicht umsetzbar sein dürfte)

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 28 Dec 2010, 12:06
Hallo,

bei einstöckigen Flirts sehe ich auch die Problematik, dass diese wohl in Mehrfachtraktion gefahren werden müssen. Es muss dann wohl in jedem Zugteil ein Zugbegleiter vorhanden sein, der die Fahrkarten aufpreisfrei verkauft, denn dies wurde ja in der Ausschreibung so gefordert. Wenn nun zwischen München Ost und Rosenheim der Salzburger Zug ohne Zwischenaufenthalte 3-teilig verkehrt, dann müssen wohl 3 ZuBs auf diesem Zug sein, denn wie sollen sonst ohne Zwischenhalt und Umsteigemöglichkeit des ZuB die Fahrkarten verkauft werden.
Die Frage ist noch, ob diese Flirts nicht unterwegs geschwächt bzw. wieder verstärkt werden, z. B. in Rosenheim oder Traunstein

Gruß

Geschrieben von: Daniel Schuhmann am 28 Dec 2010, 12:26
QUOTE (Bahnhofsvorstand @ 28 Dec 2010, 12:06)
Wenn nun zwischen München Ost und Rosenheim der Salzburger Zug ohne Zwischenaufenthalte 3-teilig verkehrt, dann müssen wohl 3 ZuBs auf diesem Zug sein, denn wie sollen sonst ohne Zwischenhalt und Umsteigemöglichkeit des ZuB die Fahrkarten verkauft werden.

Was so unsinnig auch nicht ist, weil sich ein Zub kaum allein um zehn volle Wagen kümmern kann...

Geschrieben von: lekomat am 28 Dec 2010, 12:55
Ich glaube kaum, dass 3-teilige Flirts beschafft werden, eher 4-teilige. Nach Salzburg müsstest du eh mindestens mit 2 * 4er oder 3 * 4er fahren. 4-teilige hätten auf der Mangfalltalbahn den Vorteil, die 140m Bahnsteige in Doppeltraktion ideal auszufüllen, vor allem im Schülerverkehr wird das benötigt.

Zu den Zugbegleitern: Ist doch jetzt auch so, dass nur 1 Zugbegleiter bei 2 oder 3 Triebzügen im Zug ist (vgl. Fugger-Express). Zumindest sind mir noch nicht mehr untergekommen.

Geschrieben von: noebi am 28 Dec 2010, 12:58
Man kann auch Automaten in die Züge einbauen. Siehe BRB...

Geschrieben von: Martin H. am 28 Dec 2010, 13:05
QUOTE (lekomat @ 28 Dec 2010, 12:55)
Ich glaube kaum, dass 3-teilige Flirts beschafft werden, eher 4-teilige.

Er meinte in Dreifachtraktion, dann könnten es auch sechsteilige werden.*

Zumindest bei normalen Zügen gilt die Regel, pro sechs Wagen ein Zub.

*) Klar, wird zu lang.

Geschrieben von: Boris Merath am 28 Dec 2010, 14:00
QUOTE (lekomat @ 28 Dec 2010, 11:04)
Irgendwo hab ich im Kopf, dass Veolia rund 35-40 Züge bestellen will, dies würde eindeutig auf einstöckige Flirts hindeuten.



Woran erkennst Du das? Ob das jetzt lange einstöckige oder kurze zweistöckige sind macht IMHO wenig Unterschied.

QUOTE
Was mich mehr interessiert, die BEG wünscht sich weiter eine Druchbindung nach Innsbruch. Aus meiner Sicht ist dies nur schwer zu realisieren:
- Dazu müssten die Talenten der ÖBB durch die Flirts auf der Österreichischen Seite ersetzt werden
- oder die Talenten bis München eingesetzt werden (was aber Ausschreibungstechnisch nicht umsetzbar sein dürfte)


Ich gehe mal davon aus dass die BEG sich dabei schon was gedacht haben dürfte, und entsprechende Möglichkeiten (vermutlich Talente bis München) vorgesehen hat oder alternativ das über einen Änderungsvertrag im Fall einer Einigung mit der ÖBB zulassen wird.

QUOTE (Martin H. @ 28 Dec 2010, 13:05)
Er meinte in Dreifachtraktion, dann könnten es auch sechsteilige werden.*


*) Klar, wird zu lang.

Warum wird das zu lang? Ein Sechsteiler ist 100m lang, drei Sechsteiler passen damit an jeden Bahnsteig an dem der Zug halten soll. Gut, ist natürlich die Frage ob man das braucht :-)

Man könnte bei Stadler aber sicherlich auch 8- oder 10-Teiler bestellen :-) Wenn man so anschaut was für Flirts alle gebaut wurden scheint das Konzept sehr flexibel zu sein.

QUOTE

Zumindest bei normalen Zügen gilt die Regel, pro sechs Wagen ein Zub.

Was dann wohl etwa einem 8-teiligen Flirt entsprechen würde.

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 28 Dec 2010, 14:01
QUOTE (lekomat @ 28 Dec 2010, 12:55)
Zu den Zugbegleitern: Ist doch jetzt auch so, dass nur 1 Zugbegleiter bei 2 oder 3 Triebzügen im Zug ist (vgl. Fugger-Express). Zumindest sind mir noch nicht mehr untergekommen.

Hallo,

beim Fugger-Express ist ja auch kein Fahrkartenverkauf an Bord vorgesehen. Bei den Verbindungen München-Salzburg und München-Kufstein wurde dies jedoch von der BEG zur Auflage gemacht. Bei der Verbindung Rosenheim-Holzkirchen- München findet dagegen kein Fahrkartenverkauf an Bord statt, weil dies offensichtlich eine S-Bahn-ähnliche Strecke ist.

Gruß

Geschrieben von: lekomat am 28 Dec 2010, 14:38
QUOTE
Woran erkennst Du das? Ob das jetzt lange einstöckige oder kurze zweistöckige sind macht IMHO wenig Unterschied.


Bei kurzen Zweistöckern fand ich die Zahl von 35-40 etwas hoch, hab aber jetzt auch keinen Sitzplatzvergleich der Beiden Typen.

QUOTE
beim Fugger-Express ist ja auch kein Fahrkartenverkauf an Bord vorgesehen. Bei den Verbindungen München-Salzburg und München-Kufstein wurde dies jedoch von der BEG zur Auflage gemacht. Bei der Verbindung Rosenheim-Holzkirchen- München findet dagegen kein Fahrkartenverkauf an Bord statt, weil dies offensichtlich eine S-Bahn-ähnliche Strecke ist.


Ich weiß nicht was das mit S-Bahn ähnlich zu tun hat, S-Bahn ähnlich ist auch Freilasssing-Berchtesgaden. Der Grund warum diese Strecke, die später im 30-Minuten Takt betrieben werden soll herausgenommen wurde, bleibt mir schleierhaft, höchstens Personal sparen.


QUOTE
Ich gehe mal davon aus dass die BEG sich dabei schon was gedacht haben dürfte, und entsprechende Möglichkeiten (vermutlich Talente bis München) vorgesehen hat oder alternativ das über einen Änderungsvertrag im Fall einer Einigung mit der ÖBB zulassen wird.


Wir werden sehen, ich glaube die BEG sieht es nicht so gerne wenn Ihre gesponsorten Triebwagen auch im Ausland ohne weiteres Zutun verkehren. Denkbar wäre vlt. ein Mischbetrieb.

Geschrieben von: Boris Merath am 28 Dec 2010, 14:39
QUOTE (lekomat @ 28 Dec 2010, 14:38)
Wir werden sehen, ich glaube die BEG sieht es nicht so gerne wenn Ihre gesponsorten Triebwagen auch im Ausland ohne weiteres Zutun verkehren. Denkbar wäre vlt. ein Mischbetrieb.

Wenn die BEG eine Durchbindung will, muss sie Zugeständnisse machen - und das dürfte der BEG auch bewusst sein.

Und ja, natürlich würde das auf Mischbetrieb hinauslaufen.

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 28 Dec 2010, 15:17
QUOTE (Boris Merath @ 28 Dec 2010, 14:39)
Wenn die BEG eine Durchbindung will, muss sie Zugeständnisse machen - und das dürfte der BEG auch bewusst sein.

Und ja, natürlich würde das auf Mischbetrieb hinauslaufen.

Hallo,

ja und diese Zugeständnisse wurden ja auch bei der Berchtesgadener Land Bahn gemacht. BLB-Flirts und ÖBB-Talente laufen ja wechselnd auf den Abschnitten Bad Reichenhall - Golling-Abtenau.

Aber wie gesagt, Fahrkartenverkauf an Bord muss zwischen Kufstein und München stattfinden, egal ob dies nun ein Talent oder ein Flirt ist.

Auf dem Abschnitt Freilassing - Bad Reichenhall findet ja auch unabhängig vom Zugtyp Fahrkartenverkauf an Bord statt.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man ÖBB-Talente mit Veolia-Fahrkartenautomaten für den Abschnitt Kufstein - München ausstatten wird. Es bleibt dann wohl nur der personelle Verkauf.

Gruß

Geschrieben von: lekomat am 28 Dec 2010, 16:20
Wäre schon ne feine Sache die Durchbindungen von München via Rosenheim nach Innsbruck als RB. Wobei sich nur Freaks diese Route auf einmal geben smile.gif Wobei die Fahrzeit im Regionalverkehr fast identisch der über die Mittenwaldbahn sein dürfte.


Veolia Verkehrsautomaten im Talent der ÖBB sind doch eher unvorstellbar, sehe das wie Bahnhofsvorstand.

Nochmal auf die Flirts zurückzukommen, ist bekannt, wieviele Sitzplätze ein 4teiliger Flirt (~ 230??) und ein 4teiliger Kiss in etwa hat?

Geschrieben von: KnutR am 28 Dec 2010, 16:42
QUOTE (lekomat @ 28 Dec 2010, 16:20)
Nochmal auf die Flirts zurückzukommen, ist bekannt, wieviele Sitzplätze ein 4teiliger Flirt (~ 230??) und ein 4teiliger Kiss in etwa hat?

Der 4-teilige Flirt von Cantus hat bspw. 219 Sitzplätze: http://www.stadlerrail.com/media/uploads/factsheets/FLIRT_cantus_d.pdf
Der 4-teilige KISS der ODEG wird 428 Sitzplätze haben: http://www.stadlerrail.com/media/uploads/STA_DB_DOSTO_ODEG_d_web.pdf

Geschrieben von: Hot Doc am 28 Dec 2010, 16:48
Kiss: z.B. Sitzplätze: 1. Klasse: 62, 2. Klasse: 274, Stehplätze: 110
Flirt (Eurobahn): 1. Klasse: 16, 2. Klasse: 201 (davon 69 Klappsitze), Stehplätze: 184 (wobei sich Klappsitze und Stehplätze evtl. gegenseitig reduzieren)

Geschrieben von: Boris Merath am 28 Dec 2010, 17:03
QUOTE (KnutR @ 28 Dec 2010, 16:42)
Der 4-teilige Flirt von Cantus hat bspw. 219 Sitzplätze: http://www.stadlerrail.com/media/uploads/factsheets/FLIRT_cantus_d.pdf
Der 4-teilige KISS der ODEG wird 428 Sitzplätze haben: http://www.stadlerrail.com/media/uploads/STA_DB_DOSTO_ODEG_d_web.pdf

Was man aber so nicht vergleichen kann, weil ein 4-teiliger Flirt mit 74m Länge kürzer ist als ein 4-teiliger Kiss mit 105m
Also mal die Daten übersichtlicher:
[td][/td]
FlirtKiss
Länge74266mm105220mm
Sitzplätze260428
Stehplätze238keine Angabe
auf die Länge bezogene Sitzplatzzahl3,5 pro Meter4,06 pro Meter

Natürlich hängt das auch von der Ausstattung ab (der Kiss hat wohl etwas besseren Sitzplatzabstand), bei beiden Zügen sind die Kappsitze aber inbegriffen, so dass der Anteil der Mehrzweckabteile sich nicht allzu deutlich auswirken dürfte. Unterm Strich - wenn ich mich nicht verrechnet habe - bringt die Doppelstockvariante also kaum Vorteile. 3,5 auf 4 ist so wohl nicht ganz vergleichbar, aber 3 auf 4 dürfte wohl relativ repräsentativ sein.

Geschrieben von: christian85 am 28 Dec 2010, 17:54
Hat man nicht derzeit vereinzelt eine Durchbindung der RB von Rosenheim zur S1 nach Innsbruck? Zumindest spuckt die Fahrtauskunft bei db das aus, offenbar mit einer Standzeit von 11 Minuten in Kustein.

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 28 Dec 2010, 19:55
QUOTE (christian85 @ 28 Dec 2010, 17:54)
Hat man nicht derzeit vereinzelt eine Durchbindung der RB von Rosenheim zur S1 nach Innsbruck? Zumindest spuckt die Fahrtauskunft bei db das aus, offenbar mit einer Standzeit von 11 Minuten in Kustein.

Hallo,

ja grundsätzlich werden derzeit die RB alle 2 Stunden von Rosenheim nach Innsbruck durchgebunden und mit Talent gefahren.

Gruß

Geschrieben von: Wetterfrosch am 10 Jan 2011, 23:58
Was bieten denn die jetzigen Dostos auf der Strecke München - Salzburg an Sitzplätzen? Es fahren ja immer 6 Dosto, davon einer 1. Klasse + Fahrradabteil. Entsprechend dieser Sitzplatzzahl plus ein wenig mehr - so dürften sie bei Veolia rechnen.

Ich denke - zwischen München-Salzburg wird es bei einem Doppelstocksystem bleiben. Kann mir nicht vorstellen, dass 2x oder 3x 4 Teiler eingesetzt werden.

Geschrieben von: Wetterfrosch am 11 Jan 2011, 00:06
Nun - laut Pressemeldung auf der BOB-Homepage http://www.bayerischeoberlandbahn.de/ueber-uns/news/201012291508/index.html

wird es demnach auch so bleiben. Nur Grenzüberschreitender Verkehr - bis Salzburg und bis Kufstein.

Geschrieben von: Martin H. am 11 Jan 2011, 00:10
Die Steuerwagen haben 91 Plätze, Zweitklasswagen 119 und die Gemischten 94, 31 Ersteklasse un 63 Zweiteklasse.

Macht bei Stwg + 4 2.Kl. + 1. 1./2.Kl 661 Plätze.
Was hin und wieder vorkommt, da es als Ersatz nur einen Stwg sowie einen 1/2- Wagen gibt ist:
Stwg + 3 2.Kl. + 2 1./2.Kl, macht 636 Plätze.

Gerechnet mit sechs Silberlingen hat man für die anderen Züge hat man 532, bei zwei Bnd, also mit Mehrzweckraum hat man 522.

Die ehemaligen Achtwagenzüge hatten dann 722 Plätze.

Zumindest die DB hätte mit sechsteiligen E-talent in Dreifachtraktion zwischen München und Salzburg geplant.

Geschrieben von: Wetterfrosch am 11 Jan 2011, 00:13
Und hier noch eine Aussage über http://www.eurailpress.de/article/view/4/e-netz-rosenheim-veolia-setzt-flirt-triebzuege-ein.html zu finden

Geschrieben von: Boris Merath am 11 Jan 2011, 00:16
QUOTE (Wetterfrosch @ 11 Jan 2011, 00:06)
wird es demnach auch so bleiben. Nur Grenzüberschreitender Verkehr - bis Salzburg und bis Kufstein.

Naja, abwarten. Bestellt ist bis Kufstein, aber mit dem Zusatz dass wenn irgendwie möglich durchgehende Züge bis Innsbruck angeboten werden sollen. Ich gehe mal davon aus dass die BOB/BRB das auch versuchen werden - aber das muss natürlich die ÖBB mitspielen, das wird sicherlich noch etwas dauernd bis da genaueres feststeht ob daraus was wird.

Geschrieben von: lekomat am 22 Jan 2011, 16:01
Angeblich hat Herr Seeger in den Vetragsgesprächen mitgeteilt, er würde alle Bahn Mitarbeiter zu gleichen Gehaltskonditionen übernehmen (Ausnahme Beamte, wg. Einspruch)

Quelle: http://www.rosenheim24.de/bayern/veolia-bahn-folgt-jetzt-entlassungswelle-strecke-muenchen-salzburg-rosenheim24-1089436.html

Geschrieben von: Martin H. am 22 Jan 2011, 17:09
Sonst würde er ja auch keinen finden, die BOB sucht ja auch schon wieder...

Edit: Ah so, der Herr I. P. der als BR bei der Vorstellung vor den neuen Azubis gleich den Gewerkschaftsmitgliedsantrag dazulegt--- mad.gif

Edit2: 200 hat die Bahn, 160 brauchen sie, gibt eh noch genügend Beamte in der Region dry.gif

Geschrieben von: Electrification am 22 Jan 2011, 20:45
QUOTE (Martin H. @ 22 Jan 2011, 17:09)
Edit: Ah so, der Herr I. P. der als BR bei der Vorstellung vor den neuen Azubis gleich den Gewerkschaftsmitgliedsantrag dazulegt--- mad.gif

Bist du von dieser Gewerkschaft anderes gewohnt? Am ersten Tag der EiB-Ausbildung steht die Hausgewerkschaft mit dem Antrag auf der Matte.

Geschrieben von: Deo Thi Le am 23 Jan 2011, 15:56
Sind die FLIRTs eigentlich schon bestellt?

Auf der Internetseite von STADLER konnte ich nichts finden.

Geschrieben von: Boris Merath am 23 Jan 2011, 16:22
QUOTE (Deo Thi Le @ 23 Jan 2011, 15:56)
Sind die FLIRTs eigentlich schon bestellt?

Auf der Internetseite von STADLER konnte ich nichts finden.

Wohl kaum - so viel Zeit für Vertragsverhandlungen war ja noch nicht.

Geschrieben von: mapic am 23 Jan 2011, 18:35
Na ich gehe mal davon aus, dass da vorher schon verhandelt wird. Wie soll man sonst sein Angebot kalkulieren?

Geschrieben von: ropix am 23 Jan 2011, 19:39
QUOTE (mapic @ 23 Jan 2011, 18:35)
Na ich gehe mal davon aus, dass da vorher schon verhandelt wird. Wie soll man sonst sein Angebot kalkulieren?

Naja - zwischen Preisanfrage und fertigem Kaufvertrag dürfte ein bisschen Zeit vergehen. Und dann müsste das bei Stadler ja auch sofort online gestellt werden biggrin.gif

bei denen hat für 2011 aber sowieso noch niemand eine Pressemeldung rausgegeben.

Geschrieben von: Martin H. am 23 Jan 2011, 19:57
Für die BLB haben sie ja schon mal welche gekauft, sonst auch noch? Also müsste der ungefähre Preis bekannt sein.
Ggf. hat die BLB mit Option auf weitere bestellt? Dann wäre der Preis klar.

Geschrieben von: mapic am 23 Jan 2011, 21:14
Jetzt musst du uns nur noch erklären, was die BLB mit der BOB/Veolia zu tun hat... blink.gif

Geschrieben von: Boris Merath am 24 Jan 2011, 04:14
QUOTE (mapic @ 23 Jan 2011, 18:35)
Na ich gehe mal davon aus, dass da vorher schon verhandelt wird. Wie soll man sonst sein Angebot kalkulieren?

Grundlegende Absprachen und ggf. Vorverträge sicherlich - aber ob der endgültige Vertrag auch schon so weit ist? Keine AHnung, ich vermute mal dass das nicht so schnell geht, aber kann natürlich auch anders sein.

Geschrieben von: Martin H. am 24 Jan 2011, 12:55
QUOTE (mapic @ 23 Jan 2011, 21:14)
Jetzt musst du uns nur noch erklären, was die BLB mit der BOB/Veolia zu tun hat... blink.gif

Irgendwie hatte ich das Logo von denen wie das von BOB und BRB im Kopf, klingt ja bis auf´s L gleich. Aber jetzt nach Googeln, ok, überzeugt.

Geschrieben von: lekomat am 2 Feb 2011, 16:05
Habe ich gerade im BOB Forum entdeckt: http://213.144.23.66/frameset/forum/board_entry.php?id=703&page=0&category=1&order=last_answer&descasc=DESC

a) Bahnbetriebswerk in München oder Salzburg
b ) nur Flirts keine Kiss

Vor allem die Wahl zwischen München und Salzburg finde ich sehr schade, besser wäre Rosenheim oder Freilassing, Salzburg darf es auf keinen Fall werden!

Geschrieben von: mapic am 2 Feb 2011, 16:13
Rosenheim finde ich rein aus betrieblicher Sicht ziemlich ungünstig. Zumindest die Fahrzeuge, die München-Salzburg und München-Innsbruck fahren, müssten dann immer von München, Salzburg oder Innsbruck leer nach Rosenheim überführt werden, oder die Fahrgäste müssten in Rosenheim umsteigen, weil der Zug ins Bw muss und getauscht werden soll. Beides ist wohl irgendwie alles andere als optimal. Lediglich die Mangfalltal-Züge könnten sinnvoll zugeführt werden.
Daher halte ich rein aus betrieblicher Sicht München für am sinnvollsten, weil da alle drei Linien enden.

Geschrieben von: ubahnfahrn am 2 Feb 2011, 16:15
QUOTE (mapic @ 2 Feb 2011, 16:13)
Rosenheim finde ich rein aus betrieblicher Sicht ziemlich ungünstig. Zumindest die Fahrzeuge, die München-Salzburg und München-Innsbruck fahren, müssten dann immer von München, Salzburg oder Innsbruck leer nach Rosenheim überführt werden, oder die Fahrgäste müssten in Rosenheim umsteigen, weil der Zug ins Bw muss und getauscht werden soll. Beides ist wohl irgendwie alles andere als optimal. Lediglich die Mangfalltal-Züge könnten sinnvoll zugeführt werden.
Daher halte ich rein aus betrieblicher Sicht München für am sinnvollsten, weil da alle drei Linien enden.

In München ist aber ein Werk am teuersten hinzustellen.

Geschrieben von: Bayernlover am 2 Feb 2011, 16:17
QUOTE (ubahnfahrn @ 2 Feb 2011, 16:15)
In München ist aber ein Werk am teuersten hinzustellen.

Und dann noch die Frage: Wo?

Geschrieben von: TramBahnFreak am 2 Feb 2011, 16:18
Aber in München dürfts wohl vom Platz her auch am schwierigsten bzw teuersten werden...
Ich halts aber auch für am sinnvollsten; nach salzburg müssten ja die Mangfalltal-Züge relativ lange Leerfahrten absolvieren...

Geschrieben von: KnutR am 2 Feb 2011, 16:20
QUOTE (mapic @ 2 Feb 2011, 16:13)
Rosenheim finde ich rein aus betrieblicher Sicht ziemlich ungünstig. Zumindest die Fahrzeuge, die München-Salzburg und München-Innsbruck fahren, müssten dann immer von München, Salzburg oder Innsbruck leer nach Rosenheim überführt werden, oder die Fahrgäste müssten in Rosenheim umsteigen, weil der Zug ins Bw muss und getauscht werden soll. Beides ist wohl irgendwie alles andere als optimal. Lediglich die Mangfalltal-Züge könnten sinnvoll zugeführt werden.
Daher halte ich rein aus betrieblicher Sicht München für am sinnvollsten, weil da alle drei Linien enden.

Es müssen ja nicht jeden Tag alle Fahrzeuge ins Werk. Und über die bestimmten Umläufe wird man es dann schon "so hinbasteln", dass pro Tag immer eine Anzahl x am Werksstandort ist. Desweiteren müssen ja so ziemlich an jedem Start-/ Endpunkt (Salzburg, München, Rosenheim ... usw, je nach Fahrplan) Fahrzeuge verfügbar sein, die morgens starten. Da wird man wohl kaum um 2 oder 3 Uhr in der Früh Überführungsfahrten im großen Stil durchführen.

Geschrieben von: Iarn am 2 Feb 2011, 16:30
QUOTE (Bayernlover @ 2 Feb 2011, 16:17)
Und dann noch die Frage: Wo?

Brachlegende Bahnflächen gibt es in und um München noch ne Menge wink.gif
Müsste man gegebenenfalls der DB abkaufen bzw die Bodensanierung zusichern.

Geschrieben von: Tequila am 2 Feb 2011, 16:45
Werk in München hätte auch den Vorteil, daß man dann von Salzburg noch eine spätere Fahrt nach München als heute letzte Fahrt gegen 21:12 anbieten könnte (die Umsteigeverbindung um 22:58 über Prien nach Rosenheim nützt nichts, weil um 0:18 ab Rosenheim weder über Grafing noch Holzkirchen ein Weiterkommen möglich ist).

Derzeit fährt der letzte Zug ab Salzburg dem Vernehmen nach deshalb so früh, weil man für den nächsten Tag die Pendlerzüge in Freilassing/Salzburg nach München braucht und diese in Freilassing abgestellt werden. Müßte der Zug jedoch abends nach/morgens aus München überführt werden, bestünde die Chance einer Spätverbindung nach München und einer Frühverbindung ab München wenigstens nach Freilassing.

Wenn man die (Überführungs)Kosten wegen Stationsgebühren minimieren will, dann meinetwegen als "echter RE" nur mit Halten in Freilassing, Traunstein, Prien, Rosenheim, Grafing Bf. und München Ost.

Geschrieben von: Boris Merath am 2 Feb 2011, 16:49
Muss ja nicht unbedingt direkt in München sein. Flächen gäbs einige, z.B. ehemalige Bahnflächen in Neuaubing, oder auch an der Leienfelsstraße, aber prinzipiell dürfte nahezu jede Brachfläche möglich sein, die nicht allzu weit entfernt ist. Klar, am Hbf selber bekommt man kein Bw mehr unter, aber das brauchts ja auch nicht unbedingt.

Geschrieben von: mapic am 2 Feb 2011, 17:05
QUOTE (ubahnfahrn @ 2 Feb 2011, 16:15)
QUOTE (mapic @ 2 Feb 2011, 16:13)
Rosenheim finde ich rein aus betrieblicher Sicht ziemlich ungünstig. Zumindest die Fahrzeuge, die München-Salzburg und München-Innsbruck fahren, müssten dann immer von München, Salzburg oder Innsbruck leer nach Rosenheim überführt werden, oder die Fahrgäste müssten in Rosenheim umsteigen, weil der Zug ins Bw muss und getauscht werden soll. Beides ist wohl irgendwie alles andere als optimal. Lediglich die Mangfalltal-Züge könnten sinnvoll zugeführt werden.
Daher halte ich rein aus betrieblicher Sicht München für am sinnvollsten, weil da alle drei Linien enden.

In München ist aber ein Werk am teuersten hinzustellen.

Deshalb sag ich ja auch aus betrieblicher Sicht... rolleyes.gif


QUOTE (KnutR @ 2 Feb 2011, 16:20)
Es müssen ja nicht jeden Tag alle Fahrzeuge ins Werk. Und über die bestimmten Umläufe wird man es dann schon "so hinbasteln", dass pro Tag immer eine Anzahl x am Werksstandort ist.

Ja sicher, aber das hinbasteln ist mit einem Bw in München meiner Meinung nach deutlich einfacher als an allen anderen Standorten. Denn München ist wie gesagt der einzige Punkt, wo alle drei Linien gemeinsam enden. Da ist das Austauschen der Fahrzeuge eindeutig mit dem geringsten Aufwand verbunden, auch wenn mal ein Fahrzeug außerplanmäßig ins Bw muss.

QUOTE (KnutR @ 2 Feb 2011, 16:20)
Desweiteren müssen ja so ziemlich an jedem Start-/ Endpunkt (Salzburg, München, Rosenheim ... usw, je nach Fahrplan) Fahrzeuge verfügbar sein, die morgens starten. Da wird man wohl kaum um 2 oder 3 Uhr in der Früh Überführungsfahrten im großen Stil durchführen.

Richtig, aber was hat das mit dem Bw zu tun? Züge müssen über Nacht nicht in einem Bw abgestellt werden.

QUOTE (Tequila @ 2 Feb 2011, 16:45)
Derzeit fährt der letzte Zug ab Salzburg dem Vernehmen nach deshalb so früh, weil man für den nächsten Tag die Pendlerzüge in Freilassing/Salzburg nach München braucht und diese in Freilassing abgestellt werden. Müßte der Zug jedoch abends nach/morgens aus München überführt werden, bestünde die Chance einer Spätverbindung nach München und einer Frühverbindung ab München wenigstens nach Freilassing.

Siehe oben. Warum sollte Veolia nicht in Freilassing abstellen?
Ganz abgesehen davon gibt die BEG den Fahrplan vor, und ich glaube nicht, dass es die dabei interessiert, wo das Bw steht.

Geschrieben von: Boris Merath am 2 Feb 2011, 17:15
QUOTE (mapic @ 2 Feb 2011, 17:05)
Ja sicher, aber das hinbasteln ist mit einem Bw in München meiner Meinung nach deutlich einfacher als an allen anderen Standorten. Denn München ist wie gesagt der einzige Punkt, wo alle drei Linien gemeinsam enden. Da ist das Austauschen der Fahrzeuge eindeutig mit dem geringsten Aufwand verbunden, auch wenn mal ein Fahrzeug außerplanmäßig ins Bw muss.

Vorallem darf man auch nicht die verschiedenen Zuglängen vergessen: Ich würde auf der Strecke nach Salzburg mit der Größenordnung von 6-Teilern rechnen, während die Mangfalltalbahn wohl deutlich kürzere Fahrzeuge bekommt. Da wird man also nicht mal eben nen Mangfalltalbahnzug gegen nen Salzburger Zug tauschen können, um den über die Mangfalltalbahn ins Bw zu bringen.

Geschrieben von: lekomat am 2 Feb 2011, 17:23
Ich glaube eher, dass es Einheitsgroessen werden, naemlich 4-teilige.

Geschrieben von: tobster am 2 Feb 2011, 17:23
QUOTE (Boris Merath @ 2 Feb 2011, 17:15)
Vorallem darf man auch nicht die verschiedenen Zuglängen vergessen: Ich würde auf der Strecke nach Salzburg mit der Größenordnung von 6-Teilern rechnen, während die Mangfalltalbahn wohl deutlich kürzere Fahrzeuge bekommt. Da wird man also nicht mal eben nen Mangfalltalbahnzug gegen nen Salzburger Zug tauschen können, um den über die Mangfalltalbahn ins Bw zu bringen.

Die verschiedenen Zuglängen könnte man aber auch über Ein- und Mehrfachtraktion erreichen, also z.B. auf der Mangfalltalbahn ein Dreiteiler, aufm RE München-Salzburg zwei davon als Doppeltraktion.

Geschrieben von: KnutR am 2 Feb 2011, 17:29
QUOTE (mapic @ 2 Feb 2011, 17:05)
Richtig, aber was hat das mit dem Bw zu tun? Züge müssen über Nacht nicht in einem Bw abgestellt werden.

Richtig, sie können, also auch an allen "Nicht-Bw-Orten" stehen, wenn sie nicht turnusmäßig dort hin müssen.
Deshalb ist es also im Endeffekt vollkommen "Wurscht", wo das Bw im Netz steht.

Und wie gesagt: Über Umlaufpläne wird immer Durchlauf an Fahrzeugen am entsprechenden Bw-Standort sein.
Und das wird eben nicht jeden Abend ET 6.01 - 6.04 (als Beispiel), sondern auch mal ET 6.05 - 6.09 sein.

Und Leerfahrten sind auch nicht immer notwendig: Es wird mit Sicherheit Leistungen geben (meist die ersten und
letzten des Tages), die nur bis zum Ort Y verkehren, womit die Fahrzeuge also direkt ins Bw können.


Bei der ODEG (bitte keine Meinungen zum EVU, ich weiß, dass es hier nicht besonders angesehen ist) hätte man
ja auch besser in Lichtenberg ein Bw hingestellt, da hier der Großteil der Ostbrandenburger Linien starten.

Schlussendlich erschien aber das Brachland in Eberswalde als günstiger. Es wird also immer - auch bei Veolia - eine
Kostenfrage sein - die hier ja ohne besonders große direkte Nachteile geschehen kann (im Gegensatz zur Entlohnung
von Fahrpersonal).

Geschrieben von: mapic am 2 Feb 2011, 17:40
QUOTE (KnutR @ 2 Feb 2011, 17:29)
QUOTE (mapic @ 2 Feb 2011, 17:05)
Richtig, aber was hat das mit dem Bw zu tun? Züge müssen über Nacht nicht in einem Bw abgestellt werden.

Richtig, sie können, also auch an allen "Nicht-Bw-Orten" stehen, wenn sie nicht turnusmäßig dort hin müssen.
Deshalb ist es also im Endeffekt vollkommen "Wurscht", wo das Bw im Netz steht.

Na so vollkommen wurscht ist das eben nicht. Denn auch wenn man die Züge abstellen kann wo man will, müssen sie trotzdem irgendwann mal ins Bw. Und wenn man das Bw dann an einem Standort wie Rosenheim hat, wo mindestens zwei Drittel der Züge durchfahren, dann ist die Zuführung ins Bw ja wohl wesentlich umständlicher, als wenn man es an einem Punkt hat, an dem alle Linien gemeinsam enden.

Geschrieben von: KnutR am 2 Feb 2011, 17:48
QUOTE (mapic @ 2 Feb 2011, 17:40)
Na so vollkommen wurscht ist das eben nicht. Denn auch wenn man die Züge abstellen kann wo man will, müssen sie trotzdem irgendwann mal ins Bw. Und wenn man das Bw dann an einem Standort wie Rosenheim hat, wo mindestens zwei Drittel der Züge durchfahren, dann ist die Zuführung ins Bw ja wohl wesentlich umständlicher, als wenn man es an einem Punkt hat, an dem alle Linien gemeinsam enden.

Na das habe ich doch oben auch schon erwähnt: Es enden eben nicht alle Fahrten nur in Salzburg oder München.

Es verkehren eben auch Züge im Morgen- und Abendverkehr von Orten zwischen München und Salzburg. Sonst müssten
Züge, die um 6 Uhr in Salzburg ankommen, ja bereits um 4 Uhr irgendwas in München starten. Sicherlich ist es einfacher, aber
eben - wie auch schon erwähnt - eine Kostenfrage. Der Grund und Boden in München wird teurer sein, als in Rosenheim.

Und dann muss man hier eben das Verhältnis sehen: Manchmal sind 2-3 Überführungsfahrten + günstiger Bodenpreis pro Tag günstiger als
teurer Bodenpreis und keine Überführungsfahrten.


Aber man wird ja sehen, wofür man sich entscheidet. Im Endeffekt kann man hier ja eh nur spekulieren.

Geschrieben von: Tequila am 2 Feb 2011, 18:01
QUOTE (mapic @ 2 Feb 2011, 17:05)
Siehe oben. Warum sollte Veolia nicht in Freilassing abstellen?
Ganz abgesehen davon gibt die BEG den Fahrplan vor, und ich glaube nicht, dass es die dabei interessiert, wo das Bw steht.

Korrekt. Da aber bisher mit jeder Ausschreibung der Fahrplan erheblich ausgeweitet wurde (im Thread München - Passau wurde ja das Beispiel vorher letzte Fahrt 21:25, heute 23:26 erwähnt), darf man ja hoffen.

(Meine Bekannten, die das betrifft, wären ja auch schon mit einer Spätfahrt Freilassing - München - also nicht durchgebunden von Salzburg - zufrieden, dann juckeln sie halt vorher mit der S-Bahn bis Freilassing...)

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 2 Feb 2011, 18:26
Hallo,

in jeder Hinsicht am günstigsten wäre ein Bw in Freilassing.

Denn dort starten die morgendlichen Pendlerzüge nach München. Z. B. müssen bereits nach derzeitigem Fahrplan an Werktagen 6 Zuggarnituren in Freilassing "übernachten".

Zum anderen wären wohl die Grundstückskosten in Freilassing günstiger als in Rosenheim oder gar in München. Im ehemaligen Bw Freilassing gibt es - außer den denkmalgeschützten Teilen und dem Lokmuseum - noch genügend Freiflächen, die mit Werkstätten überbaut werden könnten.

Man knüpft an alte Traditionen an. Die Eisenbahn war einmal der bestimmende Faktor für das Werden von Freilassing.

Und schließlich, man muss Arbeit zu den Menschen bringen und nicht von ihnen wegbringen. Ich glaube auch nicht, dass man in München genügend qualifizierte Arbeitskräfte finden würde, dagegen schon eher in den ländlichen Regionen.

Warum denn hat wohl die BOB ihr Bw in Lenggries und nicht in München? Wohl auch aus dem Grund, dass dort die Flächen günstiger zu bekommen waren und ein besseres Arbeitskräftereservoir zur Verfügung stand.

Und noch eine Anmerkung zu Tequila:

Dieser schrieb, Abendverbindung als echter RE nur mit Halten in Freilassing, Traunstein, Prien, Rosenheim und Grafing.
Was soll denn das!
Seit wann ist denn Grafing ein "geborener" RE-Halt? Viel wichtiger ist dann ein Halt in Übersee am Chiemsee, schließlich ist dieser Ort der Abgangsbahnhof für das gesamte Achental, bis hinunter nach Reit im Winkl. Ich wüßte auch nicht, dass Grafing irgendwann einmal in früheren Zeiten ein D-Zugbahnhof war; Übersee dagegen schon (noch vor Bad Endorf, wo bis in die achtziger Jahre hinein, sämtliche D-Züge durchfuhren, wogegen doch etliche in Übersee hielten).

Und die BEG hat es auch schon richtig gemacht. Zur Beschleunigung der RE-Züge München - Salzburg verkehren diese ja künftighin zwischen München Ost und Rosenheim ohne Halt. Die Zwischenhalte werden durch die Kufsteiner Linie bedient.

Gruß

Geschrieben von: Naseweis am 2 Feb 2011, 18:35
QUOTE (Tequila @ 2 Feb 2011, 16:45)
Werk in München hätte auch den Vorteil, daß man dann von Salzburg noch eine spätere Fahrt nach München als heute letzte Fahrt gegen 21:12 anbieten könnte (die Umsteigeverbindung um 22:58 über Prien nach Rosenheim nützt nichts, weil um 0:18 ab Rosenheim weder über Grafing noch Holzkirchen ein Weiterkommen möglich ist).

Derzeit fährt der letzte Zug ab Salzburg dem Vernehmen nach deshalb so früh, weil man für den nächsten Tag die Pendlerzüge in Freilassing/Salzburg nach München braucht und diese in Freilassing abgestellt werden. Müßte der Zug jedoch abends nach/morgens aus München überführt werden, bestünde die Chance einer Spätverbindung nach München und einer Frühverbindung ab München wenigstens nach Freilassing.

Wenn man die (Überführungs)Kosten wegen Stationsgebühren minimieren will, dann meinetwegen als "echter RE" nur mit Halten in Freilassing, Traunstein, Prien, Rosenheim, Grafing Bf. und München Ost.

Dem Spätzug Salzburg-München könnte man aber auch einfach ein passendes Pendant frühmorgens München-Salzburg hinzufügen - oder nachts noch einen weiteren Spätzug München-Salzburg. In beiden Fällen wäre die Bilanz wieder ausgeglichen. wink.gif

An sich klingt Rosenheim als Werksstandort schon sinnvoll, da es in der Mitte, sogar am Schnittpunkt, aller bedienten Strecken liegt. Es sollen doch wieder ETs und keine Wagenzüge werden? Als Zuführung zum BW kann man so mit Mehrfachtraktion fahren, wobei dann in Rosenheim der überzählige ET, der ins Werk soll, abgekuppelt wird. Umgekehrt kuppelt man einen an, in welche Richtung auch immer. Das macht man natürlich außerhalb der HVZ, da in der HVZ die Mehrfachtraktionen sowieso für die Fahrgastmengen notwendig sind.

Geschrieben von: Xenon am 3 Feb 2011, 00:11
QUOTE (Bahnhofsvorstand @ 2 Feb 2011, 18:26)
Seit wann ist denn Grafing ein "geborener" RE-Halt? Viel wichtiger ist dann ein Halt in Übersee am Chiemsee, schließlich ist dieser Ort der Abgangsbahnhof für das gesamte Achental, bis hinunter nach Reit im Winkl. Ich wüßte auch nicht, dass Grafing irgendwann einmal in früheren Zeiten ein D-Zugbahnhof war; Übersee dagegen schon (noch vor Bad Endorf, wo bis in die achtziger Jahre hinein, sämtliche D-Züge durchfuhren, wogegen doch etliche in Übersee hielten).

Grafing ist eine wichtige Umsteigestation zu der Münchner S-Bahn und damit als Regionalzughalt unverzichtbar.
Dass der zukünfige RE hier durchfahren soll, halte ich ehrlichgesagt für einen Fehler, da sich dadurch die Verbindungen aus dem Chiemgau zu den östlichen Vororten von München deutlich verschlechtern.

Was Übersee als RE-Halt angeht, zwischen Rosenheim und Freilassing dürfte es ohnehin am sinnvollsten sein, alle Stationen zu bedienen.
Der Zeitgewinn eines Express-Zuges, der nur 3 Stationen auslässt, wäre ohnehin sehr gering.

Geschrieben von: ubahnfahrn am 3 Feb 2011, 00:13
QUOTE (Xenon @ 3 Feb 2011, 00:11)
Grafing ist eine wichtige Umsteigestation zu der Münchner S-Bahn und damit als Regionalzughalt unverzichtbar.

Und die RE sind deshalb sehr begehrt, um die überlangen S-Bahn-Fahrzeiten zu vermeiden ...

Geschrieben von: lekomat am 3 Feb 2011, 08:21
QUOTE
Grafing ist eine wichtige Umsteigestation zu der Münchner S-Bahn und damit als Regionalzughalt unverzichtbar.
Dass der zukünfige RE hier durchfahren soll, halte ich ehrlichgesagt für einen Fehler, da sich dadurch die Verbindungen aus dem Chiemgau zu den östlichen Vororten von München deutlich verschlechtern.


Wer bitte will vom Chiemgau in die Münchner Vororte bei Grafing? Der Nutzen eines schnellen RE´s ohne Halt in Grafing ist bei weitem höher, Grafing ist schon recht gut durch die S-Bahn und künftig auch durch die Kufsteiner Züge bedient. Die Grafinger nehmen eh den anderen die Sitzplätze weg, kennt man ja auch von anderen Linien wink.gif. In der Ausschreibung wurden ja Gottseidank diese schnellen RE´s gefordert....

Um nochmal auf die Zuglänge zurückzukommen, 3-teilige sind zu klein, wenn man mit Fahrgastzuwachs rechnet, 2 - Vierteiler passen wunderbar ins Mangfalltal (Für Schüler und Pendlerverstärker), nach Salzburg muss man halt in 3 wenn nicht sogar 4 Fachtraktion fahren, Kufstein müsste 2-Fach reichen.

QUOTE
Viel wichtiger ist dann ein Halt in Übersee am Chiemsee, schließlich ist dieser Ort der Abgangsbahnhof für das gesamte Achental, bis hinunter nach Reit im Winkl. Ich wüßte auch nicht, dass Grafing irgendwann einmal in früheren Zeiten ein D-Zugbahnhof war; Übersee dagegen schon (noch vor Bad Endorf, wo bis in die achtziger Jahre hinein, sämtliche D-Züge durchfuhren, wogegen doch etliche in Übersee hielten).


Sehe ich auch so, ab Rosenheim muss jede Station Richtung Salzburg mindestens Stündlich durch den Nahverkehr bedient werden. Prien, Traunstein und unter umständen Freilassing gehören durch FV-Züge noch öfter angebunden.

Geschrieben von: Tequila am 3 Feb 2011, 11:07
Ehrm... hallo Leute? Smooth... ganz ruhig, bevor hier die Pferde unnötig scheu gemacht werden ^^

Ich hab den RE doch nur als "Überführungsfahrt" für die letzte Leistung Salzburg - München und die erste Leistung München - Freilassing (- Salzburg) ins Spiel gebracht. Keinesfalls habe ich gefordert, daß nun sämtliche RE den Tag über an den drei nichtgenannten Stationen zwischen Rosenheim und Freilassing durchfahren sollen! Aber von mir aus kann man auch noch in Übersee halten, wenn dort nachts um 23 Uhr (Ri. München) oder früh um 3/4 Uhr (Ri. Freilassing) noch/schon Potential wäre.

Und Grafing habe ich deshalb als Halt eingebaut, damit man einen Übereckanschluß Richtung Ebersberg bekommt.

Geschrieben von: ubahnfahrn am 3 Feb 2011, 12:20
Überführungsfahrten werden beim DIEX bspw. gar nicht gefahren, da ja tagsüber genügend vormittags-HVZ-verstärker in MH bleiben. Dazu werden noch welche abends in Landshut abgehangen und morgends wieder dran nach München.

Ist da hinter Rosenheim so viel los, daß man mit voller Länge fahren muß, oder kann man in Rosenheim bspw. auch noch was dranhängen bzw. abhängen unsure.gif

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 3 Feb 2011, 16:34
QUOTE (Tequila @ 3 Feb 2011, 11:07)
...
Aber von mir aus kann man auch noch in Übersee halten, wenn dort nachts um 23 Uhr (Ri. München) oder früh um 3/4 Uhr (Ri. Freilassing) noch/schon Potential wäre.

Und Grafing habe ich deshalb als Halt eingebaut, damit man einen Übereckanschluß Richtung Ebersberg bekommt.

Hallo,

ob zwischen 3 und 4 Uhr morgens in Übersee Bedürfnis zu einer Verbindung nach Freilassing besteht, habe ich auch Zweifel. Das gleiche gilt dann aber auch für andere Stationen, selbst für Rosenheim.

In der Gegenrichtung - ab Salzburg - besteht am späten Abend jedoch sicher Potential. Bereits heute verkehrt ja der RB 79048 um 22.58 Uhr ab Salzburg (gebildet aus einem 628er) nach Prien und mit Umsteigen nach Rosenheim. Vernünftig wäre gewiss eine Verbindung ab Salzburg so ab ca. 22.15 Uhr nach München und 1 Stunde später noch bis Rosenheim. Dann hätte man ja auch um 23.30 Uhr noch eine letzte Verbindung von Rosenheim nach München.

Ich glaube auch, dass es wohl so kommen wird.

Und den Nichthalt der Salzburger RE zwischen Rosenheim und München Ost halte ich schon für vernünftig, weil dies doch einer wesentlichen Beschleunigung dient. Damit erreicht man, dass die Salzburger Züge künftig von Fahrgästen nach Rosenheim und darüberhinaus zu den Stationen bis Salzburg genutzt werden, während die Kufsteiner Züge künftig also vorwiegend den Fahrgästen für Ziele zwischen Grafing und Großkarolinenfeld sowie über Rosenheim hinaus Richtung Kufstein dienen werden. Da insoweit auch Stundentakt angeboten wird, ist also für die Grafinger etc. keine Verschlechterung damit verbunden.

Alleine die Fahrgäste aus dem Raum Chiemgau zu Zielen in der Grafinger Region werden etwas benachteiligt. Aber so viele werden dies wohl nicht sein. Die müssen dann eben in Rosenheim etwas auf den Zug der Kufsteiner Linie warten.

Grundsätzlich halte ich eine Stärkung der Züge auf dem Abschnitt Rosenheim - München schon für angebracht, da hier die Reisendenströme am größten sind. Pendlerverkehre aus dem Chiemgau Richtung München sind jedoch auch nicht zu vernachlässigen. Auch für den Vormittagsverkehr (ab 9.00 Uhr wg. dem Bayernticket) braucht man wohl größere Kapazitäten ab ca. dem Raum Traunstein.

Die BEG sieht dies wohl auch ähnlich, da sie 2 ZuB auf dem Abschnitt Traunstein - München vorgeschrieben hat.

Gruß

Geschrieben von: lekomat am 9 Feb 2011, 12:58
Herr Steeger hat sich mal wieder zu Wort gemeldet:

QUOTE
Sehr geehrter S8Ismaning,

das Grundangebot wird ein Stundentakt sein, der in den Hauptverkehrszeiten durch Zwischentakte ergänzt wird. Die genauen Zeiten des Fahrplanes werden noch bekannt gegeben. Die Vorgaben zur Berechnung des Fahrgastaufkommens wurden vom Aufgabenträger für den SPNV in Bayern, der BEG, gemacht. Da wir mit sechsteiligen elektrischen Triebzügen und Mehrfachtraktionen angeboten haben, dürfte die Kapazität ausreichend bemessen sein.
Vielen Dank für die guten Wünsche!
Wir freuen uns über diesen Auftrag und werden dieses Projekt mit großem Engagement aufbauen.



Geschrieben von: Iarn am 9 Feb 2011, 13:21
Klingt interessant. Danke fürs posten. Mehrfachtraktionen klingt ja nach bis zu drei Sechsteiler. Wow!

Geschrieben von: lekomat am 10 Feb 2011, 08:23
QUOTE
Klingt interessant. Danke fürs posten. Mehrfachtraktionen klingt ja nach bis zu drei Sechsteiler. Wow!


Anders wirst du die Leute nicht unterbringen können wink.gif

Ein Sechsteiler hat bei der STA 260 Sitzplätze (http://www.stadlerrail.com/media/uploads/factsheets/FLIRT_STA_d.pdf, ein normaler n-Wagen glaub ich 96, sprich aufgerundet hat ein 6-n Wagenzug etwa 570 Plätze, eine 3-Fachtraktion Flirt etwa 780. Je nach Tageszeit also ein 2 oder 3-teiliger Flirt. Bei den Dostos ist es wohl ähnlich.

Geschrieben von: Martin H. am 10 Feb 2011, 21:32
QUOTE (lekomat @ 10 Feb 2011, 08:23)
..., ein normaler n-Wagen glaub ich 96, sprich aufgerundet hat ein 6-n Wagenzug etwa 570 Plätze, eine 3-Fachtraktion Flirt etwa 780. Je nach Tageszeit also ein 2 oder 3-teiliger Flirt. Bei den Dostos ist es wohl ähnlich.

Wenn Du, wie heute üblich, die Klappsitze mitrechnest, sind es genau 100 Stück. Steuerwagen und Wagen mit Mehrzweckraum haben wieder etwas weniger. München-Rosenheim passen 8 Wagen an die Bahnsteige, Rosenheim-Salzburg noch etwas mehr.

Geschrieben von: flowinkler am 19 Feb 2011, 22:34
Gibt´s dann eigentlich an den Bahnhöfen zwei Schalter und zwei Automaten? Einen von der DB für die Nebenstrecken und den Fernverkehr und einen von Veolia?

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 20 Feb 2011, 11:41
QUOTE (flowinkler @ 19 Feb 2011, 22:34)
Gibt´s dann eigentlich an den Bahnhöfen zwei Schalter und zwei Automaten? Einen von der DB für die Nebenstrecken und den Fernverkehr und einen von Veolia?

Hallo,
könnte durchaus sein, dass Veolia auf den Stationen eigene Automaten neben den DB-Automaten aufstellt
Vielleicht kommen ja auch Automaten in den Zügen, da ja der neue Betreiber auf den Strecken München-Salzburg und München-Kufstein (außerhalb des Verbundbereichs) aufschlagfreien Fahrkartenverkauf in den Zügen anbieten muss.

Gruß

Geschrieben von: MAM am 20 Feb 2011, 11:49
QUOTE (flowinkler @ 19 Feb 2011, 22:34)
Gibt´s dann eigentlich an den Bahnhöfen zwei Schalter und zwei Automaten? Einen von der DB für die Nebenstrecken und den Fernverkehr und einen von Veolia?

Ich gehe davon aus, daß die DB-Fahrkartenautomaten nur noch an den Bahnhöfen stehen werden wo dann der IC der DB halten wird oder dort wo die DB auch noch im Nahverkehr hält. An den anderen Bahnhöfen wird es dann nur noch Veolia Fahrkartenautomaten geben. Ich glaube nicht daß diese im Zug vorhanden sein werden, dazu ist das Fahrgastaufkommen auf dieser Strecke zu hoch. Man sollte aber endlich mal in Ausschreibungen mitreinschreiben daß die Automaten der Privatbahnen auch das gesamte Fahrkartensortiment wie die DB-Fahrkartenautomaten verkaufen können und auch EC- und Kredikarten annehmen.

Und was die Fahrzeuge anbetrifft: Man hätte den Doppelstock-Flirt beschaffen sollen.

Geschrieben von: Harry M am 20 Feb 2011, 12:05
Zur Zeit ist in Rosenheim eine 30er-Taktknoten, in Traunstein dagegen kein Taktknoten.

Was haltet ihr davon, im Zuge der Fahrplanneugestaltung statt dem 30er-Taktknoten in Rosenheim einen Taktknoten nach Traunstein zu legen? Wenn wir einen 00er-Taktknoten in Traunstein annehmen, könnte man in Rosenheim eine Art 15/45-Knoten einrichten (Die RB/RE-Fahrzeit Rosenheim-Traunstein beträgt etwas weniger als 45 Minuten) :

Um xx:15 Uhr:
RE von München nach Salzburg,
RB von Kufstein nach München,
RB von und nach Holzkirchen-München.

Um xx:45 Uhr:
RE von Salzburg nach München,
RB von München nach Kufstein,
RB von und nach Holzkirchen-München,
RB von und nach Wasserburg-Mühldorf.

Die Vorteile für die Stichstrecken Traunstein-Ruhpolding, -Traunreut und -Waging lägen auf der Hand.

Geschrieben von: lekomat am 20 Feb 2011, 12:24
Rosenheim ist aber abhängiger als Traunstein bez. Taktknoten:

a) Mangfalltalbahn -> Anschluss an S-Bahn in Kreuzstraße und Anschluss an BOB und S-Bahn in Holzkirchen
cool.gif Mühldorfer brauchen auch Anschluss
c) Fernverkehr auch Ri. Italien

Daher macht er durchaus Sinn, einen 30er und 00er Taktknoten in Rosenheim einzuführen, bzw. nur einen 30er Taktknoten.

Bsp:

Ankunft Regional aus München XX:25 nach Kufstein um XX:35
Ankunft Regional aus Kufstein XX:25 nach München um XX:35
Ankunft Express aus München XX:30 nach Salzburg um XX:32
Ankunft Express aus Salzburg XX:30 nach München um XX:32
Ankunft Regional aus Holzkirchen XX:22 nach Holzkirchen XX:40
Ankunft RB aus Mühldorf XX:20 nach Mühldorf XX:35

Für Umsteiger sicherlich die beste Möglichkeit, für Rosenheim-München-Reisende wirds wohl aber im Express voll im Regional eher leer werden.... Einen 45 / 15 Knoten gabs bereits mal, wurde gottseidank aufgelöst. In Rosenheim sind die Ein- und Aussteiger doch nochmal ne Ecke höher als in Traunstein. Was keinesfalls heißen darf, in Traunstein keine Anschlüsse sicherstellen zu müssen.

Dagegen sind Waging und Ruhpolding Endbahnhöfe ohne weiter Zug-Weiterfahrmöglichkeit. Hier ließen sich die Zeiten leichter verschieben!

Geschrieben von: Tegernseebahn am 20 Feb 2011, 12:31
QUOTE (MAM @ 20 Feb 2011, 11:49)
Und was die Fahrzeuge anbetrifft: Man hätte den Doppelstock-Flirt beschaffen sollen.

Ich hab ehrlich gesagt noch nirgends gelesen, dass das nicht so kommen soll. Hier wird wieder schon weit im Voraus über Sachen gemeckert, die noch nicht einmal da sind. Einfach mal abwarten.

Mfg tegernseebahn

Geschrieben von: Harry M am 20 Feb 2011, 12:52
@lekomat

Zu a): In Holzkirchen dürfte sich sowieso durch den durchgehenden Halbstundentakt der Mangfalltalbahn sowie die Durchbindung nach München einiges ändern. Das wird unübersichtlich, aber vermutlich lösbar.
Zu cool.gif,c): Berechtigte Einwände, sind mir auch eingefallen.

Die Frage bei einer Beibehaltung eines reinen 30er Taktknotens in Rosenheim ist natürlich, ob die Mangfalltalverstärker und die RBs (Kufstein-)Rosenheim-München dann überhaupt die anderen Züge voll entlasten können.

Der 15/45-Knoten war früher sicher eher schlecht. Durch die Angebotsausweitung wird sich das teilweise ändern. Es bleiben natürlich die von dir gebrachten Einwände.

Die Traunsteiner Anschlüsse betreffen eher unwichtige Nebenstrecken, aber ohne Knoten sind diese Anschlüsse kaum in beide Richtungen (-Rosenheim-München und –Freilassing-Salzburg) befriedigend herzustellen.

Geschrieben von: lekomat am 20 Feb 2011, 13:06
QUOTE
Zu a): In Holzkirchen dürfte sich sowieso durch den durchgehenden Halbstundentakt der Mangfalltalbahn sowie die Durchbindung nach München einiges ändern. Das wird unübersichtlich, aber vermutlich lösbar.


Habe ich was verpasst? Der Halbstundentakt kommt - wenn überhaupt - erst einige Jahre später. Darum muss man, die MTB auch zum Taktknoten Rosenheim verkehren lassen. Nicht alle Fahren über Kreuzsstraße / Holzkirchen nach München, viele aus dem südl. Mangfalltal über Rosenheim. Die Durchbindung nach München soll zudem nur im Berufsverkehr erfolgen!

Dass die Anschlüsse in Traunstein "gut" sein müssen, keine Frage, 10-13 Minuten Umsteigezeit sind aber durchaus zumutbar. Freilassing darf man ja auch nicht vergessen smile.gif Alle kann man eh nicht zufriedenstellen!

Geschrieben von: mic am 20 Feb 2011, 13:11
Vermute, dass sich an der Fahrplanstruktur garnicht so viel ändern wird. Die angekündigte Fahrzeitverkürzung zwischen München und Rosenheim wird man vermutlich für frühere Ankunftszeiten in München nutzen. Der Knoten Rosenheim wird m. E. so bleiben, wie er ist.

Geschrieben von: Harry M am 20 Feb 2011, 13:17
QUOTE
Habe ich was verpasst? Der Halbstundentakt kommt - wenn überhaupt - erst einige Jahre später. Darum muss man, die MTB auch zum Taktknoten Rosenheim verkehren lassen. Nicht alle Fahren über Kreuzsstraße / Holzkirchen nach München, viele aus dem südl. Mangfalltal über Rosenheim. Die Durchbindung nach München soll zudem nur im Berufsverkehr erfolgen!


Dann habe wohl ich bzgl. Halbstundentakt etwas verpasst oder falsch interpretiert...
Unter diesen Voraussetzungen ist wohl ein kompakter 30er-Knoten in Rosenheim unverzichtbar.

Mein "Vorschlag" war eher ein reines Ideenspiel, umsetzbar nur unter der Voraussetzung der zweiten Stufe der Angebotsausweitung und mit erheblichen Auswirkungen auf andere Verbindungen. Dann würde es sich bestimmt lohnen, nochmal darüber nachzudenken. Selbst wenn man am Ende zum Schluss kommt, dass die Nachteile die Vorteile überwiegen und man alles lässt, wie es ist.

Geschrieben von: Daniel Schuhmann am 20 Feb 2011, 13:23
QUOTE (flowinkler @ 19 Feb 2011, 22:34)
Gibt´s dann eigentlich an den Bahnhöfen zwei Schalter und zwei Automaten? Einen von der DB für die Nebenstrecken und den Fernverkehr und einen von Veolia?

Zumindest an den BOB-Bahnhöfen, die auch von der DB angefahren werden, ist es so.

Geschrieben von: mapic am 20 Feb 2011, 14:14
QUOTE (MAM @ 20 Feb 2011, 11:49)
Man sollte aber endlich mal in Ausschreibungen mitreinschreiben daß die Automaten der Privatbahnen auch das gesamte Fahrkartensortiment wie die DB-Fahrkartenautomaten verkaufen können und auch EC- und Kredikarten annehmen.

Die neuen BOB Automaten nehmen mittlerweile auch EC- und Kreditkarten. wink.gif


QUOTE (Tegernseebahn @ 20 Feb 2011, 12:31)
Ich hab ehrlich gesagt noch nirgends gelesen, dass das nicht so kommen soll. Hier wird wieder schon weit im Voraus über Sachen gemeckert, die noch nicht einmal da sind. Einfach mal abwarten.

Wie kommst du darauf? Es ist doch bis jetzt überall die Rede davon, dass Flirt bestellt werden, und ein Flirt ist immer einstöckig, denn die Doppelstock Version davon nennt sich nun mal nicht Flirt, sondern Kiss.


QUOTE (Daniel Schuhmann @ 20 Feb 2011, 13:23)
Zumindest an den BOB-Bahnhöfen, die auch von der DB angefahren werden, ist es so.

Es ist sogar so, dass an den größeren, reinen BOB Bahnhöfen (z.B. Bad Tölz und Schliersee) neben dem BOB Automaten auch noch DB Automaten vorhanden sind. Darüberhinaus wird an allen BOB Schaltern das gesamte DB und MVV Angebot verkauft.

Geschrieben von: Boris Merath am 20 Feb 2011, 14:37
QUOTE (Tegernseebahn @ 20 Feb 2011, 12:31)
Ich hab ehrlich gesagt noch nirgends gelesen, dass das nicht so kommen soll. Hier wird wieder schon weit im Voraus über Sachen gemeckert, die noch nicht einmal da sind. Einfach mal abwarten.

Im BOB-Forum redet Heino Seeger von Flirt, nicht von Kiss, also von der einstöckigen Variante. Genauer von einem 6-Teiler mit nur zwei Antriebsmodulen.

Zum Thema Innsbruck schreibt er übrigens:
QUOTE
wenn es nach uns ginge, würden wir auch gerne bis Insbruck durchfahren. Hier müssen wir zunächst mit der ÖBB und dem Tiroler Verkehrsverbund verhandeln, ob das auch so gewünscht wird.

Geschrieben von: Harry M am 20 Feb 2011, 16:20
QUOTE
wenn es nach uns ginge, würden wir auch gerne bis Insbruck durchfahren. Hier müssen wir zunächst mit der ÖBB und dem Tiroler Verkehrsverbund verhandeln, ob das auch so gewünscht wird.


Und die ÖBB dürfen dann alle zwei, drei Stunden bis München oder zumindest bis Rosenheim durchfahren?


QUOTE
Die Expresslinie Salzburg – München wie auch die Regionalzuglinie Kufstein – München sollen vor allem den Pendlern im Vergleich zum aktuellen Fahrplan zusätzliche Fahrtmöglichkeiten bieten, zum Beispiel einen 30-Minutentakt im Berufsverkehr.

(Zitat aus http://www.bahnland-bayern.de/beg/aktuelles/e-netz-rosenheim)

Bedeutet das einen 30-Minutentakt auf den einzelnen Linien? Oder ist nur eine Überlappung zwischen Rosenheim und München gemeint? Im ersten Fall wäre die Knotenfrage für Traunstein in der HVZ leicht lösbar.

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 20 Feb 2011, 17:50
QUOTE (lekomat @ 20 Feb 2011, 13:06)



Dass die Anschlüsse in Traunstein "gut" sein müssen, keine Frage, 10-13 Minuten Umsteigezeit sind aber durchaus zumutbar. Freilassing darf man ja auch nicht vergessen smile.gif Alle kann man eh nicht zufriedenstellen!

Hallo,

so wie es jetzt ist, ist es mit den Anschlüssen in Traunstein eher schlecht. Bei der Hinfahrt aus Richtung München nach Waging etc. ist es zwar gut mit nur 6 Minuten Übergangszeit (natürlich schlecht, wenn der Zug aus München Verspätung hat und der Anschluss nicht wartet). Bei der Rückfahrt kommt es jedoch in Traunstein bis zu 39 Minuten Wartezeit (Beispiel: Ankunft aus Waging zur Minute 5, Abfahrt nach München zur Minute 44).

Außerdem sind die Fahrzeiten der Waginger Züge sehr stark von der Hauptstreckenbelegung abhängig, da diese bis zur Abzweigstelle Hufschlag die Hauptbahn benutzen müssen (die Weiche vor Hufschlag vom Streckengleis nach Freilassing gab es nur bis in die sechziger Jahre).

Der 15/45 Takt, den es vor einigen Jahren mal gab, war für die Traunsteiner Fahrgäste günstiger.


Im übrigen ist seit Fahrplanwechsel bei den RE-Zügen Salzburg - München ein ca. 10-minütiger Aufenthalt in Freilassing gegeben. Zurückzuführen ist dies auf die Streckenbelegung durch den Salzburger S-Bahnverkehr. Hoffentlich tritt insoweit nach Beendigung der Bauarbeiten am Salzburger Hbf in einigen Jahren hier wieder eine Änderung ein.

Gruß

Geschrieben von: christian85 am 20 Feb 2011, 18:08
QUOTE
Bedeutet das einen 30-Minutentakt auf den einzelnen Linien? Oder ist nur eine Überlappung zwischen Rosenheim und München gemeint? Im ersten Fall wäre die Knotenfrage für Traunstein in der HVZ leicht lösbar.

Zur HVZ gehe ich von einem 30min Takt auf beiden Linien aus, also 4 Fahrtmöglichkeiten/Stunde von Rosenheim nach München. Ist ja von "zusätzlichen Fahrtmöglichkeiten im Vergleich zum aktuellen Fahrplan" die Rede. Tagsüber und am Wochenende gehe ich von einem jeweiligen Stundentakt aus, und von Rosenheim hat man dann 2 Fahrtmöglichkeiten/Stunde (was unter Umständen aber auch ein recht "schiefer" Takt 30 werden kann... )

Geschrieben von: spock5407 am 20 Feb 2011, 18:11
Es muss doch etwas schief werden, wenn die Kufsteiner die Pamperlhalte bedienen sollen und die Salzburger ab Grafing südwärts bis Rosenheim durchfahren.

Geschrieben von: Harry M am 20 Feb 2011, 21:05
Es geht ja gerade darum, wie "schief" dieser 30-Minuten-Takt (in der NVZ) werden muss.

Wenn man in Rosenheim einen echten 30er-Taktknoten beibehält, wird es so ausschauen:
Der RE aus Salzburg fährt um XX:32 Uhr Richtung München weiter.
Die RB aus Kufstein fährt um XX:35 Uhr Richtung München weiter (mit Zwischenhalt in Großkaro, Ostermünchen, Aßling, Grafing Bf). Also eher unattraktiv.

Änderungsmöglichkeiten:
1. Man verschiebt die Kufsteiner RB auf XX:00-Symmetrie in Rosenheim und hätte alle 30 Minuten eine Verbindung nach München. Die hängt dann aber ziemlich in der Luft, ohne Anschlüsse Richtung Salzburg, Holzkirchen und Mühldorf.

2. Man verzichtet komplett auf einen echten Taktknoten in Rosenheim (ähnlich wie in meinem ursprünglichen Vorschlag). Dann könnte man jede halbe Stunde eine Verbindung nach München anbieten und in Traunstein einen Knoten einrichten. Ungefähr so:

RE von München XX:14 nach Salzburg XX:16
RB von Kufstein XX:12 nach München XX:18,
RB von und nach Holzkirchen-München an XX:07, ab XX:20.

RE von Salzburg XX:44 nach München XX:46,
RB von München XX:42 nach Kufstein XX:48,
RB von und nach Wasserburg-Mühldorf an XX:35, ab XX:55.

Die Änderungsvorschläge sind beide nicht das Gelbe vom Ei, würde ich sagen. Fällt euch etwas anderes ein, wie man (in der NVZ) alle 30 Minuten ein Verbindung von Rosenheim nach München bekommt?

Geschrieben von: christian85 am 20 Feb 2011, 22:28
Ist schwierig...
Vielleicht kann man sich noch auf einen 20-40 oder 15-45 Takt "retten" - dass also die RB aus Kufstein 15-20min vor dem RE aus Salzburg losfährt. Dann hat man halt 15-20min Umsteigezeit kommend aus Kufstein. Allerdings ist dann der Anschluss aus Salzburg Richtung Großkarolinenfeld etc. ganz schlecht, weiß aber nicht, wie wichtig der ist. Und der Taktknoten beim RE aus Salzburg.

Von München aus ist das schon okay, Takt 20-40 oder Takt 15-45 bedeutet ja, dass der RE nur noch 5-10 Minuten nach der RB aus Kufstein kommt. Muss man von Holzkirchen, Mühldorf, Großkarolinenfeld halt noch ein bisserl warten, wenn man nach Salzburg will.

So einen Takt 15/45 oder 20/40 könnt ich mir als Kompromisslösung noch vorstellen, zwischen einem besseren Takt für Rosenheim und den Umsteigezwängen.

Geschrieben von: Harry M am 20 Feb 2011, 22:54
Stimmt, man könnte von einem 30er-Knoten ausgehen und dann die Kufsteiner RB irgendwie rumschieben. Letztendlich werden aber die Umsteigebeziehungen darunter leiden, und zwar bereits bei 15-45-"Takten" genauso wie bei 30-30-"Takten". Deshalb bringen Kompromisslösungen in diesem Fall wohl wenig.

Geschrieben von: Naseweis am 20 Feb 2011, 23:09
Wie wäre es mit (alle Angaben ca.)?

RE München-Salzburg: München (00), Rosenheim (-> 45, 15 <-), Traunstein (30), Salzburg (00)
RB München-Kufstein: München (30), Grafing (00), Rosenheim (30), Kufstein (00), ...

Negativ:
Der RE wäre zwar aus dem 30er-Knoten Rosenheim draußen, aber von/nach Salzburg könnte man mit ca. 15 min Abstand umsteigen. Richtung München kommt man zum/vom 30er-Knoten zumindest mit der RB.

Positiv:
- 30er-Knoten Traunstein
- 00er-Knoten Salzburg
- Takt-30 aus RE und RB (bezogen auf München, in Rosenheim 15-45-Wechseltakt)

Geschrieben von: Harry M am 20 Feb 2011, 23:22
Auf die Idee, den Salzburger RE aus dem Taktknoten zu nehmen, bin ich noch gar nicht gekommen. Das wäre aber eine echte Alternative zu den bisherigen Vorschlägen. Die Vor- und Nachteile hast du ja schon klar benannt.

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 21 Feb 2011, 08:02
QUOTE (Naseweis @ 20 Feb 2011, 23:09)
Wie wäre es mit (alle Angaben ca.)?

RE München-Salzburg: München (00), Rosenheim (-> 45, 15 <-), Traunstein (30), Salzburg (00)
RB München-Kufstein: München (30), Grafing (00), Rosenheim (30), Kufstein (00), ...

Negativ:
Der RE wäre zwar aus dem 30er-Knoten Rosenheim draußen, aber von/nach Salzburg könnte man mit ca. 15 min Abstand umsteigen. Richtung München kommt man zum/vom 30er-Knoten zumindest mit der RB.

Positiv:
- 30er-Knoten Traunstein
- 00er-Knoten Salzburg
- Takt-30 aus RE und RB (bezogen auf München, in Rosenheim 15-45-Wechseltakt)

Hallo,

bei einem 00-Knoten in Salzburg müssten aber auch die Fernverkehrsfahrpläne geändert werden, denn derzeit haben die EC/RJ sowie auch die Korridorzüge in Salzburg bereits einen 00-Knoten.

Aber grundsätzlich würde ich die Idee gut finden, in Rosenheim einen 30-Knoten mit den Kufsteiner RB zu schaffen und die Salzburger RE (die ja nicht einmal in Grafing halten sollen) aus diesem 30er Knoten rauszunehmen und dafür einen 30er Knoten in Traunstein zu schaffen.

Allerdings, die Einbindung der Waginger RB ist immer schwierig, da diese Züge für ca. 2 km die Hauptbahn benutzen müssen (in der Richtung Traunstein - Waging sogar auf dem Richtungsgleis Salzburg - Rosenheim), was doch - besonders bei zunehmenden Korridorverkehr - zu Schwierigkeiten in der Fahrplankonstruktion führt. Es rächen sich hier die Rationalisierungsmaßnahmen der 60iger Jahre.

Gruß

Geschrieben von: lekomat am 21 Feb 2011, 08:33
Ihr vergesst die ganzen FV-Züge, zumindest die 2- Stündigen EC´s XX-München-Salzburg-XX muss man auch noch irgendwie unterbringen, ebenso die Italiener. Von dem her wäre es wohl am geschicktesten, wenn Rosenheim ein verkappter 15Min Knoten wird, FV-Züge aus dem Takt, Regios im Takt.

Express München ab XX:50 - Rosenheim an: XX:28 -> Salzburg
2 Stunden Takt EC München ab XX:20 - Rosenheim an XX:58 -> Salzburg

2 Stunden Takt RJ München ab XX:25 - Rosenheim Durchfahrt 02 -> Salzburg
2 Stunden Takt EC München ab XX:30 - Rosenheim ab XX:08 -> Italien

Regio München ab: XX:10 - Rosenheim an XX:00 -> Kufstein (Überholung in Ostermünchen durch EC Richtung Salzburg)

Gegenseite wohl ähnlich.... (Angenommen FV-Züge bleiben im ähnlichen Takt wie jetzt)


Geschrieben von: spock5407 am 21 Feb 2011, 09:00
Alternativ faehrt man in der HVZ moeglichst im Blockabstand, also erst der RE und dann der Bummler damit noch Trassen fuer den GV bleiben.
Guetertrassen sind auf dieser Strecke ja nicht unwichtig.

Geschrieben von: Harry M am 21 Feb 2011, 10:32
In der HVZ kann man im Blockabstand fahren, da hat man sowieso vier Regionalverbindungen München-Rosenheim pro Stunde.

In der NVZ könnte man Naseweis' Vorschlag vielleicht so mit dem Fernverkehrsvorschlag von lekomat kombinieren:

RE München ab XX:05 - Rosenheim an XX:43 --> Salzburg
EC München ab XX:20 - Rosenheim an XX:58 --> Salzburg (alle zwei Stunden)
RJ München ab XX:25 - Rosenheim Durchfahrt XX:02 --> Salzburg (alle zwei Stunden)
EC München ab XX:30 - Rosenheim ab XX:08 --> Italien (alle zwei Stunden)
RB München ab XX:40 - Rosenheim an XX:28 --> Kufstein

Gegenrichtung:
RB Kufstein --> Rosenheim ab XX:32 - München an XX:20
EC Italien --> Rosenheim ab XX:52 - München an XX:30 (alle zwei Stunden)
RJ Salzburg --> Rosenheim Durchfahrt XX:58 - München an XX:35 (alle zwei Stunden)
EC Salzburg --> Rosenheim ab XX:02 - München an XX:40 (alle zwei Stunden)
RE Salzburg --> Rosenheim ab XX:17 - München an XX:55

30er-Nahverkehrsknoten in Rosenheim.
Güterverkehr hat auch noch Platz.

Geschrieben von: Naseweis am 21 Feb 2011, 19:02
QUOTE (Bahnhofsvorstand @ 21 Feb 2011, 08:02)
QUOTE (Naseweis @ 20 Feb 2011, 23:09)
RE München-Salzburg: München (00), Rosenheim (-> 45, 15 <-), Traunstein (30), Salzburg (00)

bei einem 00-Knoten in Salzburg müssten aber auch die Fernverkehrsfahrpläne geändert werden, denn derzeit haben die EC/RJ sowie auch die Korridorzüge in Salzburg bereits einen 00-Knoten.

Es ist ja so gedacht, dass die RE den 00er-Knoten Salzburg bedienen, nicht die zentralen Züge dort sind. Schließlich will man ja auch eine Kurzwende machen, also z.B.:

Ankünfte: 52' RE München, 55' und 58' RJ/IC München/Innsbruck
Abfahrten: 02' und 05' RJ/IC München/Innsbruck, 08' RE München

Bei 27 min für Salzburg-Traunstein wäre Traunstein zumindest ein ungefährer 30er-Knoten:
25' München -> Salzburg, 35' Salzburg -> München

Dass die Fernzüge in Salzburg nicht so optimal verkehren, die Zugfolgezeit ggf. über 3 min beträgt und die Symmetrieminute nicht bei 00', sondern bei 58,5' liegt, ist mir klar. Es geht nur um das Prinzip.

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 21 Feb 2011, 20:36
QUOTE (Naseweis @ 21 Feb 2011, 19:02)


Bei 27 min für Salzburg-Traunstein wäre Traunstein zumindest ein ungefährer 30er-Knoten:
25' München -> Salzburg, 35' Salzburg -> München


Hallo,

ich überlege mir gerade, was diese Fahrplangestaltung für die Traunsteiner Nebenbahnen bedeutet:
Traunstein an zur Minute 25 aus Richtung München und ab zur Minute 35 in Richtung München (bzw. umgekehrt in die jeweilige Richtung).

Dann müssten die Züge aus Waging, Traunreut, Ruhpolding etwa zur Minute 21 in TS ankommen und zur Minute 39 wieder abfahren um Anschlüsse von und in beide Richtungen zu gewährleisten. Und da sehe ich schwarz, denn die Fahrtzeit zu den jeweiligen Endorten beträgt so 20 - 23 Minuten. Geht man von einer Wendezeit in Waging etc. von 5 Minuten aus, dann dauert ein Umlauf so ca. 45 - 50 Minuten und ist somit in den 42 Minuten von Minute 39 zu Minute 21 in der nächsten Stunde nicht zu schaffen. Gar nicht zu reden von den betrieblichen Einschränkungen, denen die Waginger Züge auf dem Hauptbahnabschnitt TS - Abzw Hufschlag ausgesetzt sind.

Ansonsten ist der Vorschlag jedoch nicht schlecht.

Gruß

Geschrieben von: Naseweis am 21 Feb 2011, 21:35
Nachgeschaut, die RJ nach München/Innsbruck fahren an 58'/ab 02'. Die IC kommen nach den RJ an und fahren vor diesen ab, überziehen also den Knoten. Wichtig für uns ist aber, dass sie so unseren RE nicht im Weg sind. Mit an 55'/ab 05' für den RE könnte man in Traunstein 28'/32' realisieren. Das wäre der beste Fall, 27 min Fahrzeit, 3 min Zugfolge zwischen Salzburg und Freilassing, 10 min Wendezeit in Salzburg.

28' an RE von München, 32' an RE von Salzburg
36' ab RB nach Traunreut/Waging/Ruhpolding
56'-58' an RB an den 3 Endbahnhöfen

02'-04' ab RB an den 3 Endbahnhöfen
24' an RB von Traunreut/Waging/Ruhpolding
28' ab RE nach Salzburg, 32' ab RE nach München

Wieder Alles sehr knapp:
- max. 22 min Fahrzeit erlaubt
- nur 4 min Umsteigezeit in Traunstein
- 4 min Wendezeit an den 3 Endbahnhöfen erforderlich



Wenn das so nicht aufgeht, was anzunehmen ist, kann man aber immer noch tageszeitabhängige Fahrpläne und somit ebensolche Anschlüsse machen. Entscheidend ist, dass der Anschluss nach München besser zu realisieren ist, da die Züge von München schon um 28' ankommen und erst um 32' dorthin abfahren. Lediglich der Anschluss nach Salzburg ist sehr knapp und würde bei der Richtungsabhängigkeit teilweise klappen, teilweise nicht. Morgens und vormittags würde man den Anschluss nach Salzburg herstellen (ab 28'), nachmittags und abends den Anschluss von Salzburg (an 32'). Dumm natürlich, dass die verpassten Anschlüsse knapp jeweils eine Stunde Wartezeit bedeuten. Heute sind es nur je gut eine halbe Stunde.



Und dann noch zur RB Richtung Waging über die Hauptstrecke. Einerseits ist die Waginger Strecke mit 20 min Fahrzeit wenigstens die entspannteste von allen Dreien. Anderseits fahren die Railjets bei diesem Fahrplan sehr nahe an den RE. Bei 2 min schnellerer Fahrzeit je Durchfahrung eines Haltes (5 min = 2 min Freilassing + 2 min Teisendorf + 1 min Traunstein) sähe es so aus:
- westwärts: Salzburg ab RJ 02', RE 05', Traunstein RJ-Durchfahrt 24', RE-Halt 32'
- ostwärts: Traunstein RE-Halt 28', RJ-Durchfahrt 36', Salzburg an RE 55', RJ 58'
Also genau zu den Zeiten, zu denen die Waginger RB in Traunstein an-/abfahren sollte, fahren dort die Railjet durch. unsure.gif

Geschrieben von: Harry M am 21 Feb 2011, 23:32
QUOTE
Morgens und vormittags würde man den Anschluss nach Salzburg herstellen (ab 28'), nachmittags und abends den Anschluss von Salzburg (an 32'). Dumm natürlich, dass die verpassten Anschlüsse knapp jeweils eine Stunde Wartezeit bedeuten. Heute sind es nur je gut eine halbe Stunde.


Ob es jetzt knapp eine Stunde oder "nur" eine halbe Stunde ist, ist zumindest Richtung Traunreut egal. Es gibt ja auch noch den Bus...

Geschrieben von: Bahnhofsvorstand am 22 Feb 2011, 08:33
QUOTE (Naseweis @ 21 Feb 2011, 21:35)
Und dann noch zur RB Richtung Waging über die Hauptstrecke. Einerseits ist die Waginger Strecke mit 20 min Fahrzeit wenigstens die entspannteste von allen Dreien. Anderseits fahren die Railjets bei diesem Fahrplan sehr nahe an den RE. Bei 2 min schnellerer Fahrzeit je Durchfahrung eines Haltes (5 min = 2 min Freilassing + 2 min Teisendorf + 1 min Traunstein) sähe es so aus:
- westwärts: Salzburg ab RJ 02', RE 05', Traunstein RJ-Durchfahrt 24', RE-Halt 32'
- ostwärts: Traunstein RE-Halt 28', RJ-Durchfahrt 36', Salzburg an RE 55', RJ 58'
Also genau zu den Zeiten, zu denen die Waginger RB in Traunstein an-/abfahren sollte, fahren dort die Railjet durch.  unsure.gif

Hallo,

die RJ-Durchfahrten in TS Richtung Salzburg zur Minute 36 würden die Waginger RB nicht tangieren, solange diese in TS weiter von Gleis 5 abfahren. Allerdings ist dann für einige Minuten das Richtungsgleis Freilassing - TS durch die Zugbelegung der Waginger RB blockiert (der Zug aus Richtung Salzburg muss dann eben vor dem letzten Signal vor der Abzweigstelle Hufschlag warten bis der Zug nach Waging in Hufschlag die Hauptbahn verlassen hat, die er über ca. 2 km in falscher Richtung befahren hat).

Allerdings die Gegenrichtung ist schon ein Problem. Der RJ von Salzburg nach München würde gerade zur gleichen Zeit den Hauptbahnabschnitt Hufschlag - TS befahren, wenn dort nach Deinem Vorschlag auch die RB Waging - TS unterwegs wäre.

Gruß

Geschrieben von: lekomat am 22 Feb 2011, 11:58
Ich denke da wird noch viel Wasser die Mangfall, den Inn und die Salzach herunterfließen smile.gif

Im negativsten Fall haben wir dann gar keinen Takt mehr, je nach Überholung! Mal sehen was sich Veolia hierzu noch einfallen lässt und wo die Prioritäten hinverlegt werden. Ich tippe weiterhin auf einen ~ 30 Minuten Takt ab Rosenheim nach München, sprich doppelter Taktknoten. Die Züge auf der Mangfalltalbahn lassen sich nur sinnvoll im Takt verkehren, im Berufs- und Schülerverkehr wird dies ein 30-Minuten Takt sein. Auch hier muss in Rosenheim die Möglichkeit bestehen, innerhalb von 10 Minuten nach München weiterfahren zu können, bzw. auch in der Gegenrichtung.

Geschrieben von: Harry M am 22 Feb 2011, 16:07
Ja, einfach mal abwarten...

Das Problem, dass ich mit dem ~30-Minuten-Takt zwischen Rosenheim und München in der NVZ sehe ist, dass die Mangfalltalbahn und die Mühldorfer Strecke in der NVZ einen 60-Minuten-Takt haben und deshalb für einen ~30-Minuten-Takt entweder die Kufsteiner oder die Salzburger Strecke vom Taktknoten abgehängt werden muss und in der Luft hängt. Mir wäre es lieber, wenn die RBs aus Kufstein abgehängt werden, denn aus dem Mangfalltal kann ich dann mit den schnelleren REs nach München fahren.

Und ein 57/3-Takt ist kein ~30-Minuten-Takt. wink.gif

Geschrieben von: Xenon am 23 Feb 2011, 14:16
QUOTE (Harry M @ 22 Feb 2011, 16:07)
Ja, einfach mal abwarten...

Das Problem, dass ich mit dem ~30-Minuten-Takt zwischen Rosenheim und München in der NVZ sehe ist, dass die Mangfalltalbahn und die Mühldorfer Strecke in der NVZ einen 60-Minuten-Takt haben und deshalb für einen ~30-Minuten-Takt entweder die Kufsteiner oder die Salzburger Strecke vom Taktknoten abgehängt werden muss und in der Luft hängt.


Das Problem gibt es auch anderswo, wenn sich mehrere Linien überlagern. Zum Beispiel in Ingolstadt (MüNüX vs Treuchtlinger RB) oder in Landshut (DIEX vs ALEX/Nürnberger RE). Meistens hat man eine Linien der Taktknoten herausgenommen und diesen dafür an einen anderen Knoten angebunden (z.B. Treuchtlingen oder Plattling). Dadurch hat man zwar keinen Vollknoten mehr, aber zwei Halbknoten können durchaus die bessere Wahl sein.

QUOTE
Und ein 57/3-Takt ist kein ~30-Minuten-Takt.  wink.gif


Ein 57/3-Takt hätte einen so geringen Nutzen, dass man genauso gut das heutige Konzept mit dem 60-Minuten-Takt fahren könnte und sich die teuren Zugkm sparen kann. Außerdem dürfte sowas zu Kapazitätsproblemen führen, wenn die Großteil der Fahrgäste den vorausfahrenden RE nimmt und die leere RB hinterherfährt.

Geschrieben von: Naseweis am 23 Feb 2011, 14:42
QUOTE (Xenon @ 23 Feb 2011, 14:16)
Ein 57/3-Takt hätte einen so geringen Nutzen, dass man genauso gut das heutige Konzept mit dem 60-Minuten-Takt fahren könnte und sich die teuren Zugkm sparen kann. Außerdem dürfte sowas zu Kapazitätsproblemen führen, wenn die Großteil der Fahrgäste den vorausfahrenden RE nimmt und die leere RB hinterherfährt.

Es wäre nicht ganz so schlimm. Die RB wäre immer noch für die Kufsteiner usw. da, die nicht in Rosenheim in den RE umsteigen wollten, und die Großkarolinenfelder usw., an denen der RE vorbeiführe. Gleichzeitig muss man von Salzburg aus nicht in Großkarolinenfeld usw. halten. Sicher, der RE bräuchte die deutlich höhere Kapazität.

Geschrieben von: Vicinalrad am 23 Feb 2011, 16:41
QUOTE (Harry M @ 22 Feb 2011, 16:07)
Ja, einfach mal abwarten...

Das Problem, dass ich mit dem ~30-Minuten-Takt zwischen Rosenheim und München in der NVZ sehe ist, dass die Mangfalltalbahn und die Mühldorfer Strecke in der NVZ einen 60-Minuten-Takt haben und deshalb für einen ~30-Minuten-Takt entweder die Kufsteiner oder die Salzburger Strecke vom Taktknoten abgehängt werden muss und in der Luft hängt. Mir wäre es lieber, wenn die RBs aus Kufstein abgehängt werden, denn aus dem Mangfalltal kann ich dann mit den schnelleren REs nach München fahren.

Und ein 57/3-Takt ist kein ~30-Minuten-Takt. wink.gif

Warum nicht 55/5?
Ausgangspunkt jeweils die kürzesten Fahrzeiten im aktuellen Fahrplan.

Hauptbahnhof ab RE :55 RB :37
Ostbahnhof ab RE :02 RB :47
Rosenheim an RE :30 RB :25

RB nach Kufstein/Salzburg ab :35
alle Anschlüsse erreichbar

RB aus Kufstein/München an :25
Rosenheim ab RE :31 RB :35
Bad Endorf :42
Prien an RE :48
Übersee :57
Traunstein an RE :07 RB :17

RB nach Mühldorf (Bitte nie mehr Traunreut!) :11

Traunstein ab RE :08 RB :19
Freilassing ab RE :25 RB :38
Salzburg an RE :32 RB :46

Jeweils im 2-Stunden-Takt:

RB München Hbf - Kufstein
RB München Hbf - Salzburg Hbf
RB Kufstein - Salzburg Hbf

Im Stundentakt der RE München - Salzburg.

In Traunstein fahren die RB nach Waging jeweils abwechselnd vor und nach dem RJ ab und erreichen so entweder den RE aus München und/oder die RB aus München. Also entweder :13 oder :23.
Theoretisch könnte man auch die RB Ruhpolding-Traunstein nach Salzburg verlängern und so einen Halbstundentakt zwischen TS und Salzburg fahren. Die RB aus Kufstein/München würde dann in Traunstein verenden (oder eigenwirtschaftlich weiterfahren).

Überlappend wäre das System doch am besten.
Rosenheim-München kann theoretisch durch weitere, einzelne RE München-Kufstein-Innsbruck-??? ergänzt werden, welche zur nicht-EC-Stunde in der HVZ verkehren.
Das Argument mit dem Fahrgäste-weg-nehmen gibt es auf Strecken mit S-Bahn und RE auch nicht.

Geschrieben von: Harry M am 23 Feb 2011, 16:56
QUOTE
Traunstein an RE :07 RB :17

RB nach Mühldorf (Bitte nie mehr Traunreut!) :11

Traunstein ab RE :08 RB :19


Und in der Gegenrichtung?
Traunstein an RE :52 RB :41
Traunstein ab RE :53 RB :43

Wie ist dann die Verbindung Salzburg <-> Waging/Ruhpolding/Traunreut(bzw. Mühldorf)?

Ich glaube, wenn man einen zusätzlichen Zug auf der Strecke München-Salzburg verbraten darf, kann man deutlich mehr rausholen.
Laut Planung soll es aber in Phase 1 in der NVZ nur einen RE München-Salzburg pro Stunde geben.

Geschrieben von: christian85 am 23 Feb 2011, 17:12
QUOTE
Ein 57/3-Takt hätte einen so geringen Nutzen, dass man genauso gut das heutige Konzept mit dem 60-Minuten-Takt fahren könnte und sich die teuren Zugkm sparen kann. Außerdem dürfte sowas zu Kapazitätsproblemen führen, wenn die Großteil der Fahrgäste den vorausfahrenden RE nimmt und die leere RB hinterherfährt.


Richtig, deshalb wäre ich ja auch für 20/40Takt (hat man bei der S-Bahn München ja auch oft) oder 15/45 zur Not Richtung München, mit RB voran. Dann würden die Rosenheimer sich mehr oder weniger verteilen, Umsteigen aus Kufstein hat halt 15-20 Wartezeit. Aus München ebenso 15/45 oder 20/40, mit RB voraus, dann verteilt es sich wieder einigermaßen. Hat auch den Vorteil, dass man stabile Takte von HVZ und NVZ anbieten könnte.

Geschrieben von: Harry M am 23 Feb 2011, 17:20
Und würdest du den Salzburger RE oder die Kufsteiner RB aus dem Taktknoten in Rosenheim rausnehmen?

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