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Cargo Sous Terrain, Die Schweiz denkt nach [Zur Themenübersicht]
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DSG Speisewagen
  Geschrieben am: 29 Jan 2016, 17:08


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 3618




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Das Projekt muss soviel Gewinn machen, dass es abgeschrieben, das Kapital verzinst werden kann und die Betriebskosten herauswirtschaftet werden.


Richtig, daran ist ja nichts verwerfliches.

QUOTE

Das kannst du vergessen: Leider haben wir uns an die EU verkauft. Wir sind nicht mehr Herr im eigenen Land. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Dame, deren Stasiakten nicht einsehbar sind, munter so weiterwirtschaftet und Europa an die Wand fährt. Ob dann allerdings noch eine solche Anlage gebraucht wird, ist fraglich.


Ein bisschen polemisch oder nicht? Wie kann man hoffen dass Europa an die Wand gefahren wird? Willst du irgendwelche Unruhen, Leid und Kriege? Der Rechtsruck wird uns alle ins verderben stürzen, denn Abgrenzung war noch nie eine Lösung.

Das Problem ist nicht die Annäherung der Schweiz an die EU, sondern die Ausrichtung der EU, viel zu marktradikal und einseitig wirtschaftsfreundlich, auf dem Rücken der Bürger und gegen die Bürger, gegen jeden sozialen Anstand.
Man muss also die EU nur reformieren und sozialer gestalten, dann ist das ein gutes Projekt.

QUOTE

Das werden sie aber. Denn die Schweiz hat eine integrierte Verkehrspolitik und sieht das Ganze an. Wenn also der Güterverkehr mit diesem Projekt von der Bahn abwandert, werden nicht mehr so grosse Ausbauten nötig, ergo kann das Geld für anderes, sinnvolleres, gebraucht werden. Ausbauten auf Vorrat gibt es nicht. Allen Bahnausbauten liegt ein Fahrplan zu Grunde.


Das Projekt ist ein Projekt zur Vermeidung von Inlandsgüterverkehr. Der wird auch in der Schweiz zum großen Teil auf der Straße durchgeführt und daher müssen die Gelder vom Straßenbau weg.
Die Bahnausbauten sind ja vor allem für den Transitverkehr und den überregionalen Güterverkehr und der ist doch von diesem Projekt gar nicht betroffen, sofern nicht die Feinverteilung an Schienenhubs gemeint ist.
Die freien Trassen werden aber dann schon für den internationalen Durchgangsverkehr benötigt.

QUOTE

Nicht alle Schweizer sind Bahnfans!


Müssen sie ja nicht, es reicht ja eine Pro-Schiene-Einstellung und die findest du in der Schweiz noch häufiger. Alles andere ist Erziehungssache, das muss man halt den Leuten überall von klein auf eindiktieren, dann erzieht man sie schon richtig an.


Ansonsten bitte keine Diskussionen über die einzelnen Staaten und ihre Politik, das hat hier nichts verloren.

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Trassengebühren halbieren! Schwerverkehrsabgabe ab 3,5t für Lkw und Busse einführen! Infrastrukturausbau, Knotenausbau, Kapazitätsausbau! Verminderter Mehrwertsteuersatz für alle Zugfahrkarten! Fahrgastrechte für alle Verkehrsträger gleich!
    
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guru61
  Geschrieben am: 2 Feb 2016, 07:21


König


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QUOTE (DSG Speisewagen @ 29 Jan 2016, 18:08)

Ein bisschen polemisch oder nicht? Wie kann man hoffen dass Europa an die Wand gefahren wird? Willst du irgendwelche Unruhen, Leid und Kriege? Der Rechtsruck wird uns alle ins verderben stürzen, denn Abgrenzung war noch nie eine Lösung.hat hier nichts verloren.

Hallo Das sehe ich nicht so!
Erstens habe ich ganz klar gesagt, dass wenn man die EU an die Wand fährt, dass man wahrscheinlich auch in der Schweiz solche Projekte nicht mehr braucht, weil es uns dann nämlich auch dreckig geht.


Wenn die EU so weitermacht und alles im stillen Kämmerlein aus klüngelt, übermüdet, und womöglich noch besoffen, dann muss man sich nicht wundern über die Entscheide.
Ich bin sicher, die EU muss sich renovieren, oder sie geht unter. Meinst du eigentlich die Ostländer haben sich freigekämpft von der UDSSR, damit sie nun vom Moloch Brüssel, mit Deutscher Führung unterworfen werden?
Da werdet ihr euch noch wundern!

Leider ist das bei den abgehobenen Politikern noch nicht angekommen.
Mich erinnert das ein wenig an die DDR: Statt in Wandlitz hocken sie in Brüssel.

Hoffen wir, dass sich die EU reformieren kann, wenn nicht, haben wir alle in Europa ein Problem.

Gruss Guru
    
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ralf.wiedenmann
  Geschrieben am: 24 Jan 2018, 07:57


Kaiser


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Cargo sous terrain erreicht Etappenziel
Die Initianten eines unterirdischen Gütertransportsystems haben 100 Millionen Franken zusammengebracht. Jetzt soll der Bund den rechtlichen Rahmen für das Projekt schaffen.

NZZ, 23.1.18

Landbote, 23.1.18

Bearbeitet von ralf.wiedenmann am 24 Jan 2018, 08:12

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guru61
  Geschrieben am: 24 Jan 2018, 11:52


König


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QUOTE (ralf.wiedenmann @ 24 Jan 2018, 08:57)
Cargo sous terrain erreicht Etappenziel
Die Initianten eines unterirdischen Gütertransportsystems haben 100 Millionen Franken zusammengebracht. Jetzt soll der Bund den rechtlichen Rahmen für das Projekt schaffen.

NZZ, 23.1.18

Landbote, 23.1.18

Ja und alles im stillen Kämmerlein, ohne grossen Wirbel in der Presse.
https://www.nzz.ch/schweiz/cargo-sous-terra...ziel-ld.1349380
und: Jetzt wird nach dem Staat gerufen, aber nicht nach Geld, sonden den rechtlichen Rahmen. Mal sehen, wie das weitergeht.
Gruss Guru
    
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146225
  Geschrieben am: 24 Jan 2018, 18:41


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Der Ruf nach einem rechtlichen Rahmen ist soweit ja auch legitim, unter dem Blickwinkel dass es auf der Welt ja auch genügend Unternehmen gibt, die Gesetze und Richtlinien gerne etwas "flexibel" und "dehnbar" auslegen, sogar erfreulich.

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Unmündig nennt man uns, und Knechte, duldet die Schmach nun länger nicht!
    
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ralf.wiedenmann
  Geschrieben am: 12 Jan 2021, 13:10


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Gesetzliche Grundlagen für Cargo Sous Terrain auf den Weg gebracht:
Pressemitteilung des (Schweizer) Bundesamts für Verkehr vom 28.10.2020: https://www.bav.admin.ch/bav/de/home/publik...g-id-80871.html

QUOTE
Der Bundesrat will mit dem Gesetz für unterirdische Gütertransportanlagen die Voraussetzungen schaffen, damit das Projekt Cargo sous terrain verwirklicht werden kann. Er hat an seiner Sitzung vom 28. Oktober 2020 die Botschaft an das Parlament verabschiedet. Das Gesetz stellt sicher, dass der Zugang zu den unterirdischen Anlagen allen zu den gleichen Bedigungen offensteht.

Der Bundesrat unterbreitet dem Parlament ein Gesetz, das die Voraussetzungen regelt, unter denen das privatwirtschaftlich initiierte Projekt Cargo sous terrain bewilligt werden kann. Der Bund wird sich aber nicht an der Finanzierung von Bau und Betrieb entsprechender Anlagen beteiligen. Der Bund hält zudem weiterhin daran fest, dass über die gesamte Lebensdauer hinweg eine Schweizer Mehrheit an der Anlage sichergestellt werden muss.

Das Bewilligungsverfahren lehnt sich weitgehend an das Eisenbahngesetz (EBG) an. Die unterirdische Gütertransportanlage wird als eigenständiger Bereich in den Sachplan Verkehr aufgenommen. Die Betreiber unterstehen dem Grundsatz der Nichtdiskriminierung. Sie müssen ihre Transportpflicht wahrnehmen und den Zugang zu gleichen Bedingungen ermöglichen.

Das Konzept von Cargo sous terrain sieht einen unterirdischen dreispurigen Tunnel zwischen wichtigen Logistikzentren im Mittelland und in der Nordwestschweiz vor, der rund um die Uhr in Betrieb ist. Darin sollen Güter mit rund 30 Kilometern pro Stunde transportiert und an Zugangsstellen vollautomatisch mit Liften ins System eingespeist oder entnommen werden. Der Vollausbau soll ein Netz von 500 Kilometer umfassen und bis etwa 2045 abgeschlossen sein. Die Erstellungskosten werden auf 30 bis 35 Milliarden Franken geschätzt.

Die Investoren versprechen sich von der Realisierung von Cargo sous terrain einen grossen Nutzen. Direkt davon profitieren dürften insbesondere die Logistikbranche und die Bauindustrie. Der volkswirtschaftliche Nutzen für die öffentliche Hand und die Allgemeinheit ist geringer, besteht aber u.a. darin, dass die Verkehrsbelastung sowie Schadstoff- und Treibhausgasemissionen reduziert werden können.


Hier noch der Entwurf eines entsprechenden Bundesgesetzes vom 24.11.2020: http://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette...e/2020/8901.pdf

Verkehrskommission des Ständerates fordert weitere Abklärungen und will erneut im April beraten:
Medienmitteilung vom 12.1.2021: https://www.parlament.ch/press-releases/Pag...2020-01-12.aspx


Bearbeitet von ralf.wiedenmann am 12 Jan 2021, 13:24

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Hot Doc
  Geschrieben am: 12 Jan 2021, 14:20


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 7917




Und wer soll 35 Milliarden Franken bezahlen, wenn sich der Staat da raushält?!
    
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146225
  Geschrieben am: 12 Jan 2021, 19:30


Lebende Forenlegende


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QUOTE (Hot Doc @ 12 Jan 2021, 14:20)
Und wer soll 35 Milliarden Franken bezahlen, wenn sich der Staat da raushält?!

Wie bereits geschrieben hofft die Logistik-Branche auf Profit aus der Investition. Demnach ist es also auch diese Branche, die sich um die Finanzierung kümmern wird und muss.

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Unmündig nennt man uns, und Knechte, duldet die Schmach nun länger nicht!
    
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