Regionalverkehr Bayern

Strecken und Fahrzeuge des Regionalverkehrs (ohne S-Bahn!)
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Valentin
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Valentin »

Rohrbacher hat geschrieben: 25 Sep 2022, 00:27
Lazarus hat geschrieben: 24 Sep 2022, 23:36 Donnersberger Brücke ist im gesamten Netz der Oberlandbahn der kürzeste Bahnsteig. Dort steht der Zug deswegen auch nicht komplett am Bahnsteig und die letzten beiden Türen müssen geschlossen bleiben.
What? Ein 622 ist über Kupplung 54,27 m lang. Das macht bei Dreifachtraktion 162,81 m, bei Vierfachtraktion 217,08 m. Das müsste doch reichen für alle Türen. Wenn da also mal exakt zwei Türen nicht hinpassen, ist vielleicht was anderes passiert. Ich hatte es letztens z.B. mit einem Twindexx (knapp 160 m lang) zu tun, der stand am etwa 270 m langen Bahnsteig vorne (!) rund 20 m und zwei Türen über ... mh. :lol:
Lazarus rechnet die Türen zum Führerstand mit ein? :lol:

Ich stand dort trotz gegenteiliger Ansage noch nie vor verschlossener Tür (derzeitige Reperaturrückstande der Türen einmal ausgenommen).
10bis10 jetzt - oder Rücknahme der damit begründeten Tariferhöhung.
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Rohrbacher
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Rohrbacher »

Lazarus hat geschrieben: 25 Sep 2022, 00:33 217,08 m sind genau 7,08 m zu lang. Donnersberger Brücke hat nur 210 m Nutzlänge.
Ach so. Aber meinst du nicht, das ist egal, weil dieses Fahrzeug auf den letzten (und zusätzlich auch den ersten!) mindestens 7,08 m Zuglänge wohl gar keine Türen hat, die am Bahnsteig stehen müssten? Sonst hätte man von diesem Missstand wohl schon gehört, wenn die diversen Vereinigungen den Pfusch mit der Einstiegshöhe und dem Spalt am neuen LINT zeigen wollen und dann ist da gar kein Bahnsteig, wenn die Tür aufgeht. So gemein. ;-)

Was meinst du, wozu anderswo solche lustigen Türanordnungen gebaut werden?

A: Um die Leute zu ärgern.
B: Um die Leute zu ärgern, indem man mutmaßlich versucht eine ca. 180 m lange Doppeltraktion mit vorne (!) und hinten je ca. 15 m Überstand ganz legal an ca. 150 m kurze Bahnsteige zu kriegen, weil ja nur die Türen am Bahnsteig stehen müssen und der Rest wurscht und egal ist und diese fahrzeugseitige "Lösung" beim EVU mal wieder günstiger und umsetzbarer als heutzutage irgendwas an der Infrastruktur des EIU ändern zu wollen.
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TramBahnFreak
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von TramBahnFreak »

Rohrbacher hat geschrieben: 25 Sep 2022, 03:03Was meinst du, wozu anderswo solche lustigen Türanordnungen gebaut werden?

A: Um die Leute zu ärgern.
B: Um die Leute zu ärgern, indem man mutmaßlich versucht eine ca. 180 m lange Doppeltraktion mit vorne (!) und hinten je ca. 15 m Überstand ganz legal an ca. 150 m kurze Bahnsteige zu kriegen, weil ja nur die Türen am Bahnsteig stehen müssen und der Rest wurscht und egal ist und diese fahrzeugseitige "Lösung" beim EVU mal wieder günstiger und umsetzbarer als heutzutage irgendwas an der Infrastruktur des EIU ändern zu wollen.
Bleibt zu hoffen, dass dann kein Signal direkt am Bahnsteigende steht… 8)
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Deutschlandweit einmalig: Bahnreisende in Bayern können Anschlusswunsch per App melden
Pressemitteilung der BEG vom 19.1.2023: https://beg.bahnland-bayern.de/de/press ... 1-2023.pdf
Eine neue deutschlandweit einmalige Funktion in Fahrplan-Apps soll die Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs in Bayern steigern: Wer in Bayern in einen Regionalzug umsteigen will, kann ab sofort per App melden, dass der Anschlusszug am Umsteigebahnhof nach Möglichkeit warten soll. Rund zehn Minuten vor dem Umstieg erhalten die Fahrgäste per Push-Nachricht eine Rückmeldung, ob es gelungen ist, den Anschluss zu sichern. Falls nicht, kann man sich über die App eine alternative Verbindung vorschlagen lassen. Bislang mussten Fahrgäste ihren Anschlusswunsch persönlich bei den Zugbegleitern melden. Nun können Fahrgäste, die in Fern- oder Regionalzügen in Bayern unterwegs sind, ihre Meldung per App selbst erledigen – auch bereits kurz vor Fahrtantritt. Derzeit steht die Funktion in der Bayern-Fahrplan-App und der Streckenagent-App zur Verfügung, direkt in der Verbindungsauskunft.
In meinem DB Streckenagenten funktioniert es schon mal nicht. Da gibt es keine Funktion Anschlusswunsch.
Und der Film auf https://bahnland-bayern.de/de/anschluss lässt sich bei mir auch nicht starten.
Nur in der Fahrplan Bayern App kann ich diese Anschlussvoranmeldung starten.
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Cloakmaster »

Mal eine ganz andere Frage: Kann mir jemand sagen, wann der Bahnhalt Elkofen (zwischen Grafing Bf und Aßling) aufgegeben wurde? Hat man je darüber nachgedacht, ihn evtl zu reaktivieren? Wie fast jeder andere Ort, wird auch Elkofen nicht kleiner, sondern größer.
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Rohrbacher
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Rohrbacher »

Bei meiner Stichprobe finde ich 1981 noch Zughalte, bis 1983 noch Bahnbus-Kurse, 1984 taucht der Name in der Kursbuchspalte des Schienenverkehrs nicht mehr auf. Der Ort verlor 1978 seine Selbstständigkeit, sehr viel wachsen wird er als Ortsteil von Grafing also kaum, die Schienenstrecke nach Grafing Bf ist nur etwa 2,5 km lang und die Linie 447 braucht's ja weiterhin ... mei.
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Cloakmaster »

Wieso kann man als Ortsteil nicht sehr viel wachsen? Ich bin da 1985-1991 zur Schule gegangen, und staune bei jedem Ehemaligen-Treffen, was da noch alles dazu gebaut wurde. 1985 gab es nicht mal Straßennamen, die Häuser waren einfach mit "Oberelkofen xx" durchnummeriert. Das hat sich inzwischen deutlich geändert. Nur der ehemalige Bahnhofskiosk wurde irgendwann von der Säuferboatzn zum Autofriedhof.
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Auer Trambahner »

Cloakmaster hat geschrieben: 25 Jan 2023, 17:39 Bahnhalt Elkofen... Hat man je darüber nachgedacht, ihn evtl zu reaktivieren?
Wenn der Nordzulauf dereinst mal in Betrieb ist vielleicht, vorher wird man sich zu leicht mit Streckenkapazität rausreden können
Wieso kann man als Ortsteil nicht sehr viel wachsen?
Wenn weder Grundbesitzer noch Golfclub gewillt sind Land herzugeben z.B.
Von der Parzellierung scheint da zwischen Kreuzbergweg und Oberelkofener Straße was zu kommen.
Kann aber auch kein nennenswerter Zuzug werden, eher nur wieder Ein- und Zweifamilien.
Ergibt boshaft gesagt nur viel Flächenverbrauch für wenig Bewohner.
und die Linie 447 braucht's ja weiterhin
Außerdem.
Der mit dem Ölkännchen tanzt!
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von andreas »

Cloakmaster hat geschrieben: 26 Jan 2023, 08:14 Wieso kann man als Ortsteil nicht sehr viel wachsen? Ich bin da 1985-1991 zur Schule gegangen, und staune bei jedem Ehemaligen-Treffen, was da noch alles dazu gebaut wurde. 1985 gab es nicht mal Straßennamen, die Häuser waren einfach mit "Oberelkofen xx" durchnummeriert. Das hat sich inzwischen deutlich geändert. Nur der ehemalige Bahnhofskiosk wurde irgendwann von der Säuferboatzn zum Autofriedhof.
und wieviel Einwohner sinds dann jetzt? 300? 400?

es gibt Gemeinden mit 10 000 Einwohner, wo die Bahn einfach nur durchfährt, wenn dann sollte man solche Bahnhalte reaktivieren und nicht so kleine.
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Rohrbacher
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Rohrbacher »

Cloakmaster hat geschrieben: 26 Jan 2023, 08:14 Wieso kann man als Ortsteil nicht sehr viel wachsen?
Weil die meisten Gemeinden in der Regel im Außenbereich und den Ortsteilen nur mäßig Bauaktivitäten zulassen. Die heutige Struktur mit meist einem großen, namensgebenden Hauptort und meist erheblich kleineren Ortsteilen ist ja erst durch die Baukonzentration auf die mit der Gebietsreform geschaffenen Hauptorte entstanden. Du musst ja auch so Dinge wie das Kanalnetz unterhalten und daher hat bei uns als einziger Ortsteil der mal ein größeres Neubaugebiet bekommen, der wohl gar nicht mal so zufällig zwischen Hauptort und Kläranlage eh an der großen Leitung liegt. Das gilt interessanterweise auch für die Nachbargemeinde, fällt mir gerade auf. ;-)

Auch für die ÖPNV-Versorgung und den Schülerverkehr ist es für eine Gemeinde wesentlich einfacher, die Neubaugebiete geballt im Hauptort auszuweisen statt hinterher ein paar hundert Kinder mehr dauerhaft mit'm Bus befördern zu müssen. Deswegen und wegen weiterer Gründe ist das Wachstum unselbstständiger Orte heute meist sehr organisch und auf Einheimische beschränkt, die halt auch nicht mehr zu teils 20 Leuten und drei Generationen in einem großen Bauernhaus wohnen, sondern heute in drei, vier weiteren Haushalten mit je einem Einfamilienhaus mehr oder weniger nah drumrum. Das sieht dann optisch nach viel mehr aus als früher. Genauso wie in München 1972 auch fast die heutige Einwohnerzahl auf viel weniger Fläche gewohnt hat, bevor man aus vielen kleinen Arbeiterwohnungen mit Etagenklo von anno 1900 die heutigen 3- bis 5-Zimmerwohnungen mit Küche/Bad gemacht hat, wo im Extremfall ein geldiger Single meist gar nicht wohnt, weil er verreist ist.
andreas hat geschrieben: 26 Jan 2023, 11:26 es gibt Gemeinden mit 10 000 Einwohner, wo die Bahn einfach nur durchfährt, wenn dann sollte man solche Bahnhalte reaktivieren und nicht so kleine.
Die Stadt Grafing hat 12.682 Einwohner. Allerdings liegt der Bahnhof nicht im Ortsteil Elkofen. Aber wenn Grafing Bf dort läge, dann wär's ja wurscht wie viele Einwohner der Ortsteil hat, in dem der Bahnhof liegt oder ob ein 20-Einwohner-Weiler an der Bahnstrecke überhaupt zur gleichen Gemeinde gehört, die ein dortiger Bahnhof erschließt oder erschließen würde.

Im Falle von Elkofen sehe ich allerdings wenig. Auch haben wir bahnseitig, abgesehen von der Kapazität, dort keine s-bahnartige RB. Auch deswegen kann man z.B. an der Mangfalltalbahn alle paar Kilometer auch mal einen Stadtteil-Hp eröffnen, man wird aber selbst wenn die ICE woanders fahren würden, braucht man erstmal wieder lokale Züge. Man darf nicht vergessen mit dem eilzugmäßigen Fahren sind ja nicht nur die kleinen Halte abgeschafft worden, sondern auch die lokalbahnartig bedienenden Nahverkehrszüge! Die heutigen RB sind ja meistens ex-Eilzug.
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Cloakmaster »

Ja, so in Etwa wird es wohl sein, und gilt auch für meine alte Schule. Die haben zwar im Park ein neues Gebäude dazu gebaut, (ich weine um den ehemaligen Baumbestand...) was gefühlt größer ist, als der bisher einzige Bau, aber die Schülerzahlen haben sich trotzdem nicht verdoppelt. Es sieht von außen betrachtet nach "viel" aus, aber natürlich kann ich nicht abschätzen, wie viel an Verkehrsbedarf da wirklich ist. Den Bus haben wir irgendwie nie genommen, sondern sind meistens zu Fuß bis nach Grafing ins Kino, zu Schwimmbad, S-Bahn. etc. Im Höchstfall mal mit dem Radl.
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