[M] Fragen zur U-Bahn München

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U-Bahn Gern
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von U-Bahn Gern »

Ich habe hier mal wieder ein Thema aus der Rubrik "Muss man das überhaupt wissen?", aber ich bin halt nunmal ein neugieriger Mensch und habe mich das schon länger gefragt. :lol:

Gibt es eigentlich irgendeinen bekannten Grund dafür, dass manche U-Bahn-Eingänge (vor allem älterer Bahnhöfe) richtige Eingangsgebäude haben, während die meisten Eingänge einfache Straßenabgänge sind? Beispiel Dietlindenstraße: Hier gibt es südlich der Kreuzung zwei Standardeingänge, nördlich der Kreuzung zwei überdachte und verglaste Hallen ähnlich einer größeren Buswartehalle. An Fraunhofer- und Quiddestraße gibt es ähnliche Situationen, wo einzelne Eingänge richtige Gebäude sind und andere nicht.

Sowas wie am Partnachplatz und an der Therese-Giehse-Allee kann ich ja verstehen, weil es dort keine Sperrengeschosse gibt, aber warum haust man einzelne Abgänge ein und andere nicht? Es scheint auch keine Nachrüstung zu sein, zumindest sehen die Gebäude schon etwas betagter aus.
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Cloakmaster
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von Cloakmaster »

Hm, das sind nur ein paar wenige Exoten, mir fallen da nur die beiden schon genannten ein. aber ja, einen wirklichen Grund kann ich auch nicht nennen. Evtl. mögliche Verschmutzung/Verstopfung der Rolltreppen durch nahen Bäume? Partnachplatz und TGA sind ja so gesehen auch erst "spätere" Bahnhöfe, und den Grund für die Einhausung hast du auch genannt. Gleiches trifft auf St.-Quirin-Platz zu. Die kreative Lösung für die Nordausgänge der Uni zählt wohl nicht dazu. Wobei mir eine solche Lösung außerordentlich gut gefällt, ich hätte gerne mehr Eingänge in öffentlichen Gebäuden - mit Abstrichen kann man hier auch den Rosenheimer Platz und das Isartor nennen - natürlich jeweils nur für einen der Eingänge gültig.

Wo ist denn noch eingehaust? Da bin ich auch erst bei den Stationen ohne Sperrengeschoss, zB Theresienwiese (Süd), Machtlfinger und Basler Straße. Letzterer um so komischer, da nur einer der beiden Eingänge (und der Aufzug) eingehaust ist, der andere nicht. Wobei auch da gilt: Der nicht-eingehauste Zugang ist eine reine Treppe, wogegen der Abgang mit Rolltreppe ein Dach darüber spendiert bekommen hat. Also könnte man auch wieder "Schutz der Technik" als Grund nennen - wenn es nicht an anderen Stellen so viele "ungeschützte" Rolltreppen bis direkt an die Oberfläche gäbe. Nur hat es da keine Bäume so nah dran, wie an der Fraunhofer- und Dietlindenstr. Am Klinikum fehlt mir die Einhausung auch, da wird es öfter schon mal ganz schön zugig beim Warten auf die U-Bahn. Gleiches gilt für Ismaning und Unterföhring.
U-Bahn Gern
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von U-Bahn Gern »

Mit "ältere Bahnhöfe" war ich etwas ungenau, aber ich meinte damit so ungefähr alles vor 1990. Danach wurde es mit der Bahnhofsgestaltung ja etwas extravaganter und aus dieser "Ära" gibt es tatsächlich einige Bahnhöfe, bei denen alle oder zumindest die wichtigsten Eingänge eingehaust oder größtenteils überdacht sind. Dort sind sie aber halt auch oft bewusst Teil des Designs. Das wären meines Wissens nach:

- Harthof
- Dülferstraße
- Hasenbergl
- Feldmoching
- Westfriedhof
- Georg-Brauchle-Ring
- Josephsburg
- Trudering
- Garching
- Garching FZ

Der "Schutz der Technik" hört sich tatsächlich plausibel an, vor allem wenn man die Positionen von einigen der Häuschen sieht. Allerdings fragt man sich dann natürlich wiederum, warum z.B. der Westausgang am Westpark offen ist, wird er doch auch komplett von großen Bäumen überdeckt.
Cloakmaster hat geschrieben: 24 Apr 2026, 13:03 Wo ist denn noch eingehaust?
Wenn man die Sperrengeschoss-losen, Einbauten in Busbahnhöfe sowie Eingänge innerhalb von Gebäuden oder zumindest in deren Erdgeschossen weglässt, gäbe es außer den vier bereits genannten noch zwei "Exoten" vor 1990. Einmal der östliche Ausgang von Giesing am Ende der Ungsteiner Straße (Selbes 80er-Design wie Fraunhofer- und Quiddestraße, nur etwas länger) und dann noch die äußerst kreative Lösung am Südausgang Königsplatz, wo man ein optisch interessanteres Ziegelgebäude hinter die Mauer des dortigen Klosters als Eingang hingestellt hat. Dort kann es aber auch optische Gründe wie Denkmalschutz haben, wie auch das umfunktionierte Tramhäuschen am Max-Weber-Platz.
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GT6M
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von GT6M »

ET 420 192 hat geschrieben: 22 Apr 2026, 17:58
GT6M hat geschrieben: 21 Apr 2026, 22:30 Weiß jemand wie viele Notausstiege die Verbindungsstrecke hat?
Vier
Kannst du deren Standorte näher beschreiben? Weiß jemand wo sich genau die dreigleisige Abstellanlage BT befindet? Mich würde interessieren wie kurz die Distanz zur U4/U5 Theresienwiese ist.
phifue
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von phifue »

48.1270656034747, 11.547591374871912
48.131510414214105, 11.548043465722154

Das sind auf jeden Fall mal die zwei die man am einfachsten sieht.
Die genaue Lage der Abstellanlage kann man bei openrailwaymap grob abschätzen.
ET 420 192
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von ET 420 192 »

Die beiden oben genannten sind die direkten vom BT. Dann gibt es noch gegenüber Impler 10 vor Jaques Weindepot den Notausstieg von Impler Gleis 11 und Theresienhöhe 13.
Die Distanz von der TW zum BT ist einiges, da bist du locker 20min unterwegs. Poccistraße liegt da mit knapp 5min deutlich näher drann
GT6M
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Re: [M] Fragen zur U-Bahn München

Beitrag von GT6M »

phifue hat geschrieben: 25 Apr 2026, 00:09 48.1270656034747, 11.547591374871912
48.131510414214105, 11.548043465722154

Das sind auf jeden Fall mal die zwei die man am einfachsten sieht.
Die genaue Lage der Abstellanlage kann man bei openrailwaymap grob abschätzen.
Ja danke

Ich vermute das der Zugang den ich kürzlich entdeckt habe der Hauptzugang zur BT ist, also der mit dem gepflegten Treppenabgang in der Hans-Fischer-Strasse

Wenn beide GPS Daten bezüglich der Notaustiege für die BT-Strecke sind dann ist die Strecke ja tatsächlich direkt unter der Theresienwiese also musste man Teile der Theresienwiese für den Bau aufbuddeln?
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