[M] S-Bahn-Lokführer

Alles über die Netze von S-Bahnen
ropix
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Beitrag von ropix »

domi1993 @ 25 Jun 2007, 21:47 hat geschrieben: Ich kapier das nicht , bei der S-Bahn gibt es ja Triebwagen ebenso bei der U-Bahn.
trotzdem werden die Triebwagen der S-bahn von Lokführern gefahren - die der U-Bahn eben von Fahrer aus dem Fahrdienst. Um die Verwirrung jetzt aber vollständig komplett zu machen. Wärend der Fahrdienst bei der MVG eben wie gesagt U-bahn und Tram durch die Gegend fährt stellt der Fahrdienst der DB die Weichen und Signale. Das tut bei der U-bahn der Stellwerksschaffner. Schaffner - ah, auch der hat bei der DB schon wieder eine andere Funktion. Nämlich Fahrkarten kontrollieren. Da tut bei der U-Bahn der Kontrollschaffner. Also wenigstens eine Übereinstimmung der Funktion und ihres Namens.

Verstehe nur Bahnhof - nun ja, auch das ist bei U-Bahn und S-Bahn nicht das selbe, geschweige denn das gleiche :D
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Froschkönig
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Beitrag von Froschkönig »

ropix @ 25 Jun 2007, 23:45 hat geschrieben: Fahrkarten kontrollieren. Da tut bei der U-Bahn der Kontrollschaffner. Also wenigstens eine Übereinstimmung der Funktion und ihres Namens.
Och mei, treiben wir es ruhig weiter.
Bei der S-Bahn heißt der Kontrollschaffner nämlich schon wieder Prüfdienst.

Wer bietet mehr? *g*
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ET 474
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Beitrag von ET 474 »

Froschkönig @ 26 Jun 2007, 17:48 hat geschrieben:Och mei, treiben wir es ruhig weiter.
Bei der S-Bahn heißt der Kontrollschaffner nämlich schon wieder Prüfdienst.

Wer bietet mehr? *g*
Bei der Hamburger U-Bahn gibt es keine Schaffner mehr, weder Kontrollschaffner, noch Stellwerksschaffner. Die Fahrausweisprüfer heißen in Hamburg sowohl bei U-Bahn als auch bei S-Bahn "Prüf- und Sicherheitsdienst". Die Zugschaffner sind bei der Hamburger U-Bahn schon Anfang der 50er Jahre abgeschafft worden, sind aber meistens Schaffner geblieben, sie wurden in der Regel in den Bus- oder Straßenbahnbereich umgesetzt.
Im Stellwerksbereich wird wieder zwischen U- und S-Bahn unterschieden: Die Stellwerksmitarbeiter heißen bei der U-Bahn "Weichensteller", bei der S-Bahn wie bei der Fernbahn "Fahrdienstleiter". Also auch hier beim jeweiligen System auf die korrekte Bezeichnung achten: Fahrdienstleiter = S-Bahn/Fernbahn, U-Bahn = Weichensteller.
Bei den Stationen zum Ein- und Aussteigen gilt folgende Definition:
Bei S-Bahn/Fernbahn gilt die von der EBO bekannte Definition zwischen Haltepunkt und Bahnhof, bei der U-Bahn heißt jede Station unabhängig der Anzahl von Weichen "Haltestelle". Die Bushaltestellen werden jedoch bei Knotenpunkten zwischen Bus und U-/S-Bahn nach der jeweiligen U-/S-Station "U-/S-Bahnhof XY" benannt.
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Beitrag von Cmbln »

ET 474 @ 26 Jun 2007, 18:53 hat geschrieben: Bei den Stationen zum Ein- und Aussteigen gilt folgende Definition:
Bei S-Bahn/Fernbahn gilt die von der EBO bekannte Definition zwischen Haltepunkt und Bahnhof, bei der U-Bahn heißt jede Station unabhängig der Anzahl von Weichen "Haltestelle".
Da hab ich noch eins draufzusetzen: Bei der Eisenbahn (also auch S-Bahn) heißen bestimmte Haltepunkte, die räumlich mit Abzweigstellen/Überleitstellen verbunden sind, ebenfalls "Haltestelle" ! :rolleyes: B)
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Beitrag von ET 474 »

Cmbln @ 27 Jun 2007, 05:39 hat geschrieben:Da hab ich noch eins draufzusetzen: Bei der Eisenbahn (also auch S-Bahn) heißen bestimmte Haltepunkte, die räumlich mit Abzweigstellen/Überleitstellen verbunden sind, ebenfalls "Haltestelle" !  :rolleyes:  B)
Was ist der Unterschied zwischen Haltepunkt und Haltestelle? Ich kannte bei der Eisenbahn bisher nur Bahnhof und Haltepunkt, Haltestelle ist da jetzt neu.
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Beitrag von ET 423 »

ET 474 @ 27 Jun 2007, 13:31 hat geschrieben: Was ist der Unterschied zwischen Haltepunkt und Haltestelle?
Eine Haltestelle ist ein Haltepunkt, der örtlich mit einer Abzweig-, Überleit-,Anschluß-, Ausweichanschluß- oder Deckungsstelle verknüpft ist. :)
Ich schaue weg, weil mir hier Einiges nicht paßt.
KBS 855

Beitrag von KBS 855 »

Beim Wort "Führer" sollten hier manche nicht so empfindlich reagieren. Dieser Begriff ist deutlich älter als der Missbrauch durch diese eine labile Person!
Sollen wir jetzt alle Wörter die diese NS-Verrückten benutzt haben, nicht mehr nutzen dürfen? Man kann es auch übertreiben.
In der Schweiz soll ja der Tf, nur als "Führer" bezeichnet werden.

Für mich ist Fahrer eine Beleidigung, das will ich gar nicht erst hören. Lokführer, so viel Zeit muss sein.

Und jetzt zur S-Bahn. Die Tätigkeit als S-Bahn-Tf reizen mich ehrlich gesagt nicht, sie schrecken mich eher ab. Einige Kollegen waren früher bei der S-Bahn und keiner trauert dieser Zeit nach. Es ist kein Wunder dass gerade dort ein besonders hoher Personalbedarf besteht.
Die Bezahlung ist sowieso ungerecht, besonders im Hinblick auf das MVG-Personal.
Ich behaupte dass die meisten Tf, die können, wo anders hinwechseln.
ChristianMUC

Beitrag von ChristianMUC »

KBS 855 @ 27 Jun 2007, 14:27 hat geschrieben: Die Bezahlung ist sowieso ungerecht, besonders im Hinblick auf das MVG-Personal.
Tja, Kannsnet vs. Verdi...
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Cmbln
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Beitrag von Cmbln »

KBS 855 @ 27 Jun 2007, 14:27 hat geschrieben: In der Schweiz soll ja der Tf, nur als "Führer" bezeichnet werden.
Nicht nur in der Schweiz! Hier bei der Berliner S-Bahn nennen wir uns untereinander auch meistens "Führer"; die Aufsichten nennen uns ebenfalls meistens so! Manche sagen aber auch "Tf"...
KBS 855

Beitrag von KBS 855 »

Cmbln @ 27 Jun 2007, 15:41 hat geschrieben: Nicht nur in der Schweiz! Hier bei der Berliner S-Bahn nennen wir uns untereinander auch meistens "Führer"; die Aufsichten nennen uns ebenfalls meistens so! Manche sagen aber auch "Tf"...
Ist ja auch nichts schlimmes dabei oder? Ich finde das völlig in Ordnung und da braucht es echt keine Minderwertigkeitskomplexe bezüglich des Wortes.
Guido
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Beitrag von Guido »

KBS 855 @ 27 Jun 2007, 14:27 hat geschrieben: Ich behaupte dass die meisten Tf, die können, wo anders hinwechseln.
Ohne dazu eine Endlosdiskussion lostreten zu wollen, aber das kann ich so nicht unterstreichen. Die Möglichkeit zum Wechseln gäbe es ja, aber wozu? Woanders wird auch nur mit Wasser gekocht, woanders bekommt man auch nicht mehr Geld, die Arbeit ist im Endeffekt die gleiche, woanders sind die Arbeitszeiten auch nicht besser (eher im Gegenteil), woanders sind die Strecken auf Dauer gesehen auch nicht interessanter, woanders sind die Fahrgäste auch nicht friedlicher (Regio) und die höhere Baureihenvielfalt wo anders, naja, dafür kennen wir unser Quitschie aus dem FF und müssen nicht 3x überlegen wenn wir nach 5 Wochen 182 mal auf 'ne 185 kommen was man bei der Kiste nun beachten muß (als Beispiel).

Schlecht ist, was man schlecht macht, es kommt immer auf die Einstellung an. Ich persönliche finde bei der S-Bahn nicht mehr was man schlechtreden kann, was man nicht bei anderen Unternehmensbereichen auch schlechtreden könnte.

Mir für meinen Teil machts zumindest Spaß bei der Sausebahn, ich wäre wonaders auch nicht zufriedener.
Gruß, Guido

Tf bei der S-Bahn München
[img]http://www.eisenbahner-online.de/420-423.gif[/img]

Hinweis: Der obenstehende Beitrag spiegelt - sofern nicht anders gekennzeichnet - ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider.
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Beitrag von Streckentastensperre »

Cmbln @ 27 Jun 2007, 15:41 hat geschrieben: Nicht nur in der Schweiz! Hier bei der Berliner S-Bahn nennen wir uns untereinander auch meistens "Führer"; die Aufsichten nennen uns ebenfalls meistens so! Manche sagen aber auch "Tf"...
Und auf den meisten Stellwerken heißen die Tf meist nur Kutscher, oder manchmal auch Straßenbahnfahrer.

:)

MfG
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Beitrag von ET 423 »

Streckentastensperre @ 27 Jun 2007, 17:08 hat geschrieben: Und auf den meisten Stellwerken heißen die Tf meist nur Kutscher, oder manchmal auch Straßenbahnfahrer.

:)

MfG
Solange sie mich so nicht am Funk bzw. am Handy nennen, solls mir egal sein, wie die uns nennen. Von so manchen Fahrdienstleitern hab ich auch keine gute Meinung, aber das ist ein anderes Thema. ;)
Ich schaue weg, weil mir hier Einiges nicht paßt.
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Froschkönig
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Beitrag von Froschkönig »

KBS 855 @ 27 Jun 2007, 14:27 hat geschrieben: Und jetzt zur S-Bahn. Die Tätigkeit als S-Bahn-Tf reizen mich ehrlich gesagt nicht, sie schrecken mich eher ab. Einige Kollegen waren früher bei der S-Bahn und keiner trauert dieser Zeit nach. Es ist kein Wunder dass gerade dort ein besonders hoher Personalbedarf besteht.
Ich behaupte dass die meisten Tf, die können, wo anders hinwechseln.
Du fragst einen Kollegen, der von der S-Bahn wegging, ernsthaft, ob er von der S-Bahn wegwollte?
Und wunderst dich noch über die Antwort?
Dachtest du vor der Frage, wir hätten den weggepeitscht? *LOL*

Natürlich sind die Geschmäcker verschieden, bei der Bahn gibt es von Railion bis S-Bahn ganz unterschiedliche Berufsbilder.
Und natürlich gibt es viele Kollegen, die sich aus welchen Gründen auch immer für einen Bereich entschieden habe, der nicht ihren Vorlieben entspricht. Oder Kollegen, die generell von Zeit zu Zeit mal was anderes sehen wollen.
Diese Kollegen haben bei der jetzigen Stellenlage natürlich alle Chancen, diese Entscheidung zu korrigieren.

Allerdings geht das in alle Richtungen. Es gehen ja nicht nur Kollegen von der S-Bahn weg, es kommen auch jede Menge neuer Kollegen aus allen anderen Geschäftsbereichen.

Und dass die S-Bahn traditionell einen gewissen Personalmangel hat, liegt einfach daran, dass wir bei Regio die größte bayerische Diensstelle sind, die zwei Drittel des gesamten bayerischen Regionalverkehrs abwickelt und noch dazu in einer Stadt angesiedelt sind, die es mit einem Lokführergehalt nicht gerade leicht macht, ordentlich zu leben, geschweige denn, eine Familie zu ernähren.
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4-1254 | 100-B3
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Beitrag von 4-1254 | 100-B3 »

Froschkönig @ 27 Jun 2007, 17:15 hat geschrieben: Du fragst einen Kollegen, der von der S-Bahn wegging, ernsthaft, ob er von der S-Bahn wegwollte?
Und wunderst dich noch über die Antwort?
Dachtest du vor der Frage, wir hätten den weggepeitscht? *LOL*

Natürlich sind die Geschmäcker verschieden, bei der Bahn gibt es von Railion bis S-Bahn ganz unterschiedliche Berufsbilder.
Und natürlich gibt es viele Kollegen, die sich aus welchen Gründen auch immer für einen Bereich entschieden habe, der nicht ihren Vorlieben entspricht. Oder Kollegen, die generell von Zeit zu Zeit mal was anderes sehen wollen.
Diese Kollegen haben bei der jetzigen Stellenlage natürlich alle Chancen, diese Entscheidung zu korrigieren.

Allerdings geht das in alle Richtungen. Es gehen ja nicht nur Kollegen von der S-Bahn weg, es kommen auch jede Menge neuer Kollegen aus allen anderen Geschäftsbereichen.

Und dass die S-Bahn traditionell einen gewissen Personalmangel hat, liegt einfach daran, dass wir bei Regio die größte bayerische Diensstelle sind, die zwei Drittel des gesamten bayerischen Regionalverkehrs abwickelt und noch dazu in einer Stadt angesiedelt sind, die es mit einem Lokführergehalt nicht gerade leicht macht, ordentlich zu leben, geschweige denn, eine Familie zu ernähren.
damit ist alles gesagt, du triffst den Nagel auf den Kopf.

Gruß 4-1254 | 100-B3 :rolleyes:
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ET 474
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Beitrag von ET 474 »

In der Schweiz soll ja der Tf, nur als "Führer" bezeichnet werden.
Dort steht das Wort "Führer" für Fahrzeugführer allgemein, ganz gleich ob das nun Lokführer, Triebfahrzeugführer oder sonstige Fahrzeugführer sind. Wahrscheinlich werden selbst die Straßenbahnfahrer in der Schweiz als Straßenbahnführer bezeichnet.
Für mich ist Fahrer eine Beleidigung, das will ich gar nicht erst hören. Lokführer, so viel Zeit muss sein.
Bist du denn auf einer richtigen Lok tätig? Ich beobachte häufig (auch bei mir selber) dass bei Triebwagenzügen wie eben auch U- und S-Bahn gerne "Fahrer" gesagt wird, während "Lokführer" nur bei den "richtigen" Loks verwendet wird. Natürlich haben Lok- und "Triebwagen"-Führer die gleiche Ausbildung und das gleiche Wissen, trotzdem neigen viele Leute dazu, bei Triebwagenzügen wie eben bei der S-Bahn den Lokführer als Fahrer zu bezeichnen, was vielleicht auch an dem U-Bahnähnlichen Charakter der Triebwagen liegen mag. Ansonsten sollte allerdings in solchen Foren wie diesem hier schon darauf geachtet werden, dass die Bezeichnungen "Fahrer" und "Lokführer" nicht zu sehr systemübergreifend umher verwendet werden.
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Beitrag von ET 474 »

Streckentastensperre @ 27 Jun 2007, 17:08 hat geschrieben:Und auf den meisten Stellwerken heißen die Tf meist nur Kutscher, oder manchmal auch Straßenbahnfahrer.
Auch Lokführer vom Fernverkehr haben ihre Kollegen bei der S-Bahn immer gerne als U-Bahnfahrer oder auch Straßenbahnfahrer bezeichnet. Insbesonders dann, wenn einige Lokführer nach der Ausbildung bei der S-Bahn anschließend zum Fernverkehr gewechselt sind, während andere Lokführer weiterhin bei der S-Bahn geblieben sind. Diese bei der S-Bahn verbliebenden Lokführer wurden von ihren zur Fernbahn gewechselten früheren Kollegen dann immer U-Bahnfahrer oder auch noch zynischer Straßenbahnfahrer genannt. Wer von der S-Bahn nicht zum Fernverkehr wechselt, bleibt S-Bahnfahrer.
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Beitrag von ET 423 »

ET 474 @ 27 Jun 2007, 22:56 hat geschrieben: Auch Lokführer vom Fernverkehr haben ihre Kollegen bei der S-Bahn immer gerne als U-Bahnfahrer oder auch Straßenbahnfahrer bezeichnet. Insbesonders dann, wenn einige Lokführer nach der Ausbildung bei der S-Bahn anschließend zum Fernverkehr gewechselt sind, während andere Lokführer weiterhin bei der S-Bahn geblieben sind. Diese bei der S-Bahn verbliebenden Lokführer wurden von ihren zur Fernbahn gewechselten früheren Kollegen dann immer U-Bahnfahrer oder auch noch zynischer Straßenbahnfahrer genannt. Wer von der S-Bahn nicht zum Fernverkehr wechselt, bleibt S-Bahnfahrer.
LOL, als ob die Sifa-Treter und Techniküberwacher so viel besser wären... :rolleyes: :lol: Aber ok, lassen wir das besser. ;)
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Beitrag von Cmbln »

Froschkönig @ 27 Jun 2007, 18:15 hat geschrieben: Und dass die S-Bahn traditionell einen gewissen Personalmangel hat, liegt einfach daran, dass wir bei Regio die größte bayerische Diensstelle sind, die zwei Drittel des gesamten bayerischen Regionalverkehrs abwickelt und noch dazu in einer Stadt angesiedelt sind, die es mit einem Lokführergehalt nicht gerade leicht macht, ordentlich zu leben, geschweige denn, eine Familie zu ernähren.
Was meiner Meinung nach noch erschwerend für Euch hinzukommt: In Süddeutschland/Bayern werden generell viele Lokführer gesucht, da ist die Auswahl also dementsprechend größer und viele Kollegen denken sich, warum S-Bahn und nicht lieber gleich zu Raillion oder zum Fernverkehr..

Hier in Berlin sieht die Sache schon anders aus: Vielen Fernbahn-Tf wurde damals angeboten (nach dem Wegfall der IR´s z.B.): Entweder ihr geht zur S-Bahn oder nach Bayern... Ergebnis: Ein großer Teil unserer Kollegen kommt von der Fernbahn und sieht die S-Bahn noch als das geringere Übel an...

P.S. Gerade diese Tf´s wollen sicher nicht als "Kutscher" oder "S-Bahn-Fahrer" bezeichnet werden.. :blink:
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Beitrag von ET 474 »

Hier in Berlin sieht die Sache schon anders aus: Vielen Fernbahn-Tf wurde damals angeboten (nach dem Wegfall der IR´s z.B.): Entweder ihr geht zur S-Bahn oder nach Bayern... Ergebnis: Ein großer Teil unserer Kollegen kommt von der Fernbahn und sieht die S-Bahn noch als das geringere Übel an...
Sowas ähnliches ist zur Zeit auch in Hamburg zu beobachten: Weil das Land Niedersachsen Streckenausschreibungen grundsätzlich nur noch an Private vergibt, wird den Lokführern dort angeboten, entweder zur Hamburger S-Bahn oder nach Bayern zu gehen. Ergebnis: Der Großteil dieser Lokführer wechselt zur Hamburger S-Bahn.
P.S. Gerade diese Tf´s wollen sicher nicht als "Kutscher" oder "S-Bahn-Fahrer" bezeichnet werden.. 
Würde ich in diesem Fall auch nicht gerne werden. Wer nun partout nicht in Hamburg S-Bahnfahrer werden will, geht nach Bayern und einige wenige Lokführer machen das aus diesem Grunde auch.
Da ich selber ein Faible für die Hamburger S-Bahn habe, kann mir das als Lokführer nur recht sein, wenn ich bei der Hamburger S-Bahn tätig wäre. Da würde es mir sonstwo vorbeigehen, wenn mich die Kollegen vom Fernverkehr als S-Bahnfahrer oder gar gleich als U-Bahnfahrer bezeichnen, nur weil die Kollegen vom Fernverkehr meinen, sie wären mit ihrem ICE etwas besseres als ich mit meiner S-Bahn.
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Beitrag von ALK »

Sagt mal, kann es einem als Lokführer nicht ganz egal sein wie man angesprochen wird?
Warum seht ihr das "Fahrer" als Abwertend an, warum glaubt ihr was besseres als ein Straßenbahn oder U-Bahn Kutscher zu sein? Warum legt Ihr soviel Wert darauf das ihr als S-Bahn Lokführer genausoviel Wert seit wie die Tf in anderen Unternehmensbereichen? Habt Ihr alle Minderwertigkeitskomplexe?
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Beitrag von ET 474 »

ALK @ 28 Jun 2007, 11:52 hat geschrieben:Sagt mal, kann es einem als Lokführer nicht ganz egal sein wie man angesprochen wird?
Warum seht ihr das "Fahrer" als Abwertend an, warum glaubt ihr was besseres als ein Straßenbahn oder U-Bahn Kutscher zu sein? Warum legt Ihr soviel Wert darauf das ihr als S-Bahn Lokführer genausoviel Wert seit wie die Tf in anderen Unternehmensbereichen? Habt Ihr alle Minderwertigkeitskomplexe?
Nein, das kann einem als Lokführer nicht egal sein, wie man angesprochen wird. Schließlich ist ein Lokführer nunmal Lokführer und nicht Straßenbahnfahrer.
Das Wort "Fahrer" ist in soweit abwertend, weil die S-Bahn wie die Fernbahn eine richtige Eisenbahn ist und bei der Eisenbahn gibt es eben nur Lokführer und keine Fahrer. Fahrer gibt es bei der U-Bahn und der Straßenbahn, aber eben nicht bei der Eisenbahn, wozu auch die S-Bahn gehört. Auch wenn die S-Bahn durch die Form ihrer Triebwagen bedingt zufällig wie eine U-Bahn aussieht, die S-Bahn ist keine U-Bahn, sondern eine richtige Eisenbahn und dementsprechend sind die Fahrzeugführer auch als Lokführer zu bezeichnen. Es ist der Stolz der Berufsgruppe, bei der Eisenbahn und nicht bei der Straßenbahn zu sein. Alle Lokführer bei der DB haben die gleiche Ausbildung und das gleiche Wissen und verdienen das gleiche Geld. Ganz gleich, ob sie nun S-Bahn oder ICE fahren. Daher ist es für einen Lokführer abwertend, mit dem umgangssprachlichen Ausdruck S-Bahnfahrer den U-Bahnfahrern gleichgestellt zu werden, nur weil sein S-Bahnzug durch die Triebwagenform zufällig wie eine U-Bahn aussieht.
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Beitrag von ALK »

ET 474 @ 28 Jun 2007, 14:43 hat geschrieben: Nein, das kann einem als Lokführer nicht egal sein, wie man angesprochen wird. Schließlich ist ein Lokführer nunmal Lokführer und nicht Straßenbahnfahrer.
Das Wort "Fahrer" ist in soweit abwertend, weil die S-Bahn wie die Fernbahn eine richtige Eisenbahn ist und bei der Eisenbahn gibt es eben nur Lokführer und keine Fahrer. Fahrer gibt es bei der U-Bahn und der Straßenbahn, aber eben nicht bei der Eisenbahn, wozu auch die S-Bahn gehört. Auch wenn die S-Bahn durch die Form ihrer Triebwagen bedingt zufällig wie eine U-Bahn aussieht, die S-Bahn ist keine U-Bahn, sondern eine richtige Eisenbahn und dementsprechend sind die Fahrzeugführer auch als Lokführer zu bezeichnen. Es ist der Stolz der Berufsgruppe, bei der Eisenbahn und nicht bei der Straßenbahn zu sein. Alle Lokführer bei der DB haben die gleiche Ausbildung und das gleiche Wissen und verdienen das gleiche Geld. Ganz gleich, ob sie nun S-Bahn oder ICE fahren. Daher ist es für einen Lokführer abwertend, mit dem umgangssprachlichen Ausdruck S-Bahnfahrer den U-Bahnfahrern gleichgestellt zu werden, nur weil sein S-Bahnzug durch die Triebwagenform zufällig wie eine U-Bahn aussieht.
Tut mir leid das ich deiner Argumenatation nicht folgen kann, für mich ist das wieder das unter unserer Berufsgruppe so weit verbreitete Elitedenken und zeugt lediglich von masiven Minderwertigkeitskomplexen. Ich Brauche mich nicht hinter der Berufsbezeichnung Lokführer verstecken, mir ist es egal ob Leute mich als Kutscher, Fahrer oder sonst wie bezeichnen, erstens habe ich genug Selbstbewusstesein um meine Arbeit nicht an eine Berufsbezeichnung aufhängen zu müssen und zweitens ist es mir egal was andere Leute über meinen Job denken. Außerdem ist auch das nur ein Job, den man tut weil er einem Spaß macht aber hauptsächlich um damit Geld zu verdienen, oder? Was soll also die ganze Eitelkeit?
Mfg ALK
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Beitrag von 423176 »

ALK @ 29 Jun 2007, 11:30 hat geschrieben:
ET 474 @ 28 Jun 2007, 14:43 hat geschrieben: Nein, das kann einem als Lokführer nicht egal sein, wie man angesprochen wird. Schließlich ist ein Lokführer nunmal Lokführer und nicht Straßenbahnfahrer.
Das Wort "Fahrer" ist in soweit abwertend, weil die S-Bahn wie die Fernbahn eine richtige Eisenbahn ist und bei der Eisenbahn gibt es eben nur Lokführer und keine Fahrer. Fahrer gibt es bei der U-Bahn und der Straßenbahn, aber eben nicht bei der Eisenbahn, wozu auch die S-Bahn gehört. Auch wenn die S-Bahn durch die Form ihrer Triebwagen bedingt zufällig wie eine U-Bahn aussieht, die S-Bahn ist keine U-Bahn, sondern eine richtige Eisenbahn und dementsprechend sind die Fahrzeugführer auch als Lokführer zu bezeichnen. Es ist der Stolz der Berufsgruppe, bei der Eisenbahn und nicht bei der Straßenbahn zu sein. Alle Lokführer bei der DB haben die gleiche Ausbildung und das gleiche Wissen und verdienen das gleiche Geld. Ganz gleich, ob sie nun S-Bahn oder ICE fahren. Daher ist es für einen Lokführer abwertend, mit dem umgangssprachlichen Ausdruck S-Bahnfahrer den U-Bahnfahrern gleichgestellt zu werden, nur weil sein S-Bahnzug durch die Triebwagenform zufällig wie eine U-Bahn aussieht.
Tut mir leid das ich deiner Argumenatation nicht folgen kann, für mich ist das wieder das unter unserer Berufsgruppe so weit verbreitete Elitedenken und zeugt lediglich von masiven Minderwertigkeitskomplexen. Ich Brauche mich nicht hinter der Berufsbezeichnung Lokführer verstecken, mir ist es egal ob Leute mich als Kutscher, Fahrer oder sonst wie bezeichnen, erstens habe ich genug Selbstbewusstesein um meine Arbeit nicht an eine Berufsbezeichnung aufhängen zu müssen und zweitens ist es mir egal was andere Leute über meinen Job denken. Außerdem ist auch das nur ein Job, den man tut weil er einem Spaß macht aber hauptsächlich um damit Geld zu verdienen, oder? Was soll also die ganze Eitelkeit?
Ich muss Et 474 zustimmen, wo bei auch ALK ein bißchen recht bekommen kann.
Allerdings ist es nicht irgendein Job - irgendeinen Job hätte ich gemacht, wenn ich meinen Traumberuf nicht erreicht hätte.
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Beitrag von KBS 855 »

ALK @ 28 Jun 2007, 11:52 hat geschrieben: Sagt mal, kann es einem als Lokführer nicht ganz egal sein wie man angesprochen wird?
Warum wollen die meisten Menschen mit Dr.-Titel, auch damit angesprochen werden? Warum, warum...
Es gibt genug andere Berufe wo das genauso ist...
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Beitrag von Cmbln »

Eben! Ich kann es im Übrigen auch nicht leiden, "Fahrer" genannt zu werden. Meistens wurden wir hier auch von der Presse so genannt! Aber zur Zeit sind wir ja wieder in den Schlagzeilen (hoher Krankenstand etc.) und ich mußte mit Erstaunen feststellen, daß die meisten Zeitungen und Radio/TV-Sender diesmal wirklich "Lokführer" oder "Triebfahrzeugführer schreiben/sagen.. :)
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ET 474
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Beitrag von ET 474 »

ALK @ 29 Jun 2007, 11:30 hat geschrieben:Tut mir leid das ich deiner Argumenatation nicht folgen kann, für mich ist das wieder das unter unserer Berufsgruppe so weit verbreitete Elitedenken und zeugt lediglich von masiven Minderwertigkeitskomplexen. Ich Brauche mich nicht hinter der Berufsbezeichnung Lokführer verstecken, mir ist es egal ob Leute mich als Kutscher, Fahrer oder sonst wie bezeichnen, erstens habe ich genug Selbstbewusstesein um meine Arbeit nicht an eine Berufsbezeichnung aufhängen zu müssen und zweitens ist es mir egal was andere Leute über meinen Job denken. Außerdem ist auch das nur ein Job, den man tut weil er einem Spaß macht aber hauptsächlich um damit Geld zu verdienen, oder? Was soll also die ganze Eitelkeit?
Mach was du willst! Letztenendes ist es einem S-Bahn-Tf auch selber überlassen, sich das mit den Bezeichnungen "S-Bahnfahrer" und "Lokführer" so hinzudrehen, wie es gerade passt und von Vorteil ist. Ich würde es höchstwahrscheinlich auch so machen. Ich würde meine Ansagen wahrscheinlich auch mit "Hier spricht der Fahrer" einleiten, aber bei offiziellen Angaben würde ich meinen Beruf immer als "Lokführer" angeben. Vielleicht würde ich mich auch noch selber mit dem umgangssprachlichen S-Bahnfahrer bezeichnen, um das ggf. vom Fernverkehr abzugrenzen. Aber in solchen Foren wie diesem hier würde ich schon darauf achten, dass die Bezeichnungen "Fahrer" und "Lokführer" nicht systemübergreifend umher verwendet werden. Deshalb an dieser Stelle nochmal:
Fahrer = U-Bahn/Straßenbahn
S-Bahn = Lokführer
Diese Definition bitte unbedingt genau einhalten!
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Beitrag von ET 474 »

KBS 855 @ 29 Jun 2007, 12:24 hat geschrieben:Warum wollen die meisten Menschen mit Dr.-Titel, auch damit angesprochen werden? Warum, warum...
Es gibt genug andere Berufe wo das genauso ist...
Eben! Schaut euch das mal bei den Malern/Lackierern und Bäckern/Konditoren an, da ist das auch nicht anders. Also achtet auch bei den U-Bahn und S-Bahn"fahrern" auf die jeweils korrekte Bezeichnung! Auch wenn U- und S-Bahn auf den ersten Blick als Triebwagenzüge zufällig gleich aussehen, die Bezeichnungen für die jeweiligen Fahrzeugführer sind es nicht!
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Beitrag von FloSch »

KBS 855 @ 29 Jun 2007, 12:24 hat geschrieben: Warum wollen die meisten Menschen mit Dr.-Titel, auch damit angesprochen werden? Warum, warum...
Ähm bist du dir da so sicher, dass die meisten mit Doktortitel das wollen? Ich kenne so einige Leute mit Doktor oder gar Professortiteln, die legen da ehrlich gesagt keinen großen Wert drauf, dass der mitgesagt wird.

Aber auch so, das ist ein falscher Vergleich: ein Doktor-Titel ist rein rechtlich ein Namensbestandteil, der auch im Personalausweis steht.

Bleiben wir lieber bei den Berufsbezeichnungen.
Bild
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Beitrag von VT 609 »

FloSch @ 29 Jun 2007, 17:36 hat geschrieben: Ich kenne so einige Leute mit Doktor oder gar Professortiteln, die legen da ehrlich gesagt keinen großen Wert drauf, dass der mitgesagt wird.
Von den Professoren bei uns an der Uni kenn ich nur einen, der mit seinen Titeln angesprochen werden will: "Herr Professor Dr. Dr. XYZ". Die anderen wollen nicht wissen, wer sie sind, sondern was man von ihnen will, sprich: Die normale Anrede Herr/Frau und Nachname reicht völlig aus.
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