[M] Fragen zur U-Bahn München

Strecken, Fahrzeuge und Technik von U-Bahnen
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christian85
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Beitrag von christian85 »

Ich bin zwar kein U-Bahnfahrer, meine aber, dass bei einer Langwende in der Regel zumindest 6 Minuten für den gesamten Vorgang eingeplant sind. Aus meiner eigenen Beobachtung (bei verspäteten Zügen an Endstationen mit Langwende) würde ich mal sagen, dass man wohl 5 Minuten für die Wende braucht.

Bei Kurzwenden werden wohl zumindest 3 Minuten eingeplant, 2 Minuten braucht man wohl mindestens (ohne zweiten Fahrer)

Erfahrungsgemäß sind gerade in der HVZ die Wendezeiten oft sehr knapp bemessen (ich meine, Harthof (U2) hat nur 3min wendezeit ohne zweiten Fahrer).

Arabellapark müsste regulär 9 min Wendezeit haben, bei Kurzwende also 4min. Ich meine, dann muss der Zug Richtung Richtung Arabellapark kurz an der Richard-Strauß-Straße warten.
P-fan
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Beitrag von P-fan »

christian85 @ 5 Jun 2013, 20:59 hat geschrieben:Erfahrungsgemäß sind gerade in der HVZ die Wendezeiten oft sehr knapp bemessen (ich meine, Harthof (U2) hat nur 3min wendezeit ohne zweiten Fahrer).

Arabellapark müsste regulär 9 min Wendezeit haben, bei Kurzwende also 4min. Ich meine, dann muss der Zug Richtung Richtung Arabellapark kurz an der Richard-Strauß-Straße warten.
Am Harthof gab es bis Dezember 2012 die planmäßige Kurzwende im Berufsverkehr mit 3 Min. Wendezeit, seitdem nur noch Langwende mit 9 Minuten.

Absolut zutreffend, bei pünktlicher Ankunft muß an der Richard-Strauss-Straße ca. 1 Min. gewartet werden bei 5-Min.-Takt und Kurzwende.
Symmetrische Fahrpläne: Voraussetzung für gute Anschlüsse in beiden Richtungen Symmetrieminute
Rev
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Beitrag von Rev »

Ich war mir jetzt nicht ganz sicher wo ich das posten soll ich denke mal in dem Thread ist es richtiger.

Warum fahren im Münchner U-Bahn netzt eigentlich keine einteiligen Züge? Würde sich z.B. in den Abendstunden anbieten. Oder auch wie derzeit bei Wagenmangel. So könnte man öfter wenn auch mit einem kleinerem Zug fahren. Von der Bettfüllung sollte sich das nichts nehmen nur wäre der Takt wieder besser.

Klar kann man sagen das hat umlauftechnische Gründe nur das lasse ich jetzt nicht ganz gelten den könnte man ändern wenn man wollte. Oder liegt es ggf. daran das man zu viel angst hat den Zug bei einer Störung am Fahrzeuge nicht mehr so einfach / schnell aus der Röhre zu bekommen?
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Jean
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Beitrag von Jean »

Dichterer Takt (egal welche Länge die Züge haben) kostet halt mehr. :ph34r:
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Hot Doc
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Beitrag von Hot Doc »

Prinzipiell sind einteilige Züge kein Problem und tauchen auch hin und wieder mal auf (wenn auch sehr selten).

Die U-Bahn fährt halt nicht bis tief in die Nacht, so dass eigentlich immer noch halbwegs Fahrgastpotential für 2 Wagen ist und sich der aufwand des Auseinanderkuppelns (und später ja auch wieder Zusammenkuppelns) weder planerisch noch vom Aufwand her für die paar Fahrten lohnt.
Würde es eine U-Bahn-Nachtlinie geben, sähe das wahrscheinlich schon anders aus.
ropix
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Beitrag von ropix »

Rev @ 10 Jun 2013, 19:28 hat geschrieben: Klar kann man sagen das hat umlauftechnische Gründe nur das lasse ich jetzt nicht ganz gelten den könnte man ändern wenn man wollte. Oder liegt es ggf. daran das man zu viel angst hat den Zug bei einer Störung am Fahrzeuge nicht mehr so einfach / schnell aus der Röhre zu bekommen?
Genau. Einteiler haben halt doch den Nachteil dass wenn ein Teil nicht mehr geht gar nichts mehr geht.

Außerdem scheint das Netz mancherorts die Tücke zu besitzen einen Doppeltriebwagen stromlos stellen zu können. Auch hier schubbst im Zweifel halt der andere DT, aber wenn der fehlt... :D

Außerdem soll mit P2 ja nicht LZB gefahren werden, was im Stamm 3/6 aber fatale Auswirkung hätte, sofern die P2 die Verstärker fahren würden.

Daneben gibt's aber auch ein paar andere Effekte. Kommen zwei arme Wägelchen wo am Bahnsteig verteilt Leute stehen dauert es durchaus länger bis der seine Fahrt fortsetzen kann - bis die nämlich alle da sind wo der Zug ist... und wenn man einen P4, der eigentlich ein P6 sein sollte auf zwei P2 aufteilt fehlt ja ein Fahrer - der übrigens auch dann fehlt wenn man einen P6 auf einen P4 und einen P2 aufteilt so dass der P2 den nachfolgend entfallenden P6 ersetzen könnte. War es nämlich absehbar dass dieser P6 fehlt wurde ja auch gleich der Fahrermangel drauf geplant :D
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Rev
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Beitrag von Rev »

Gestern hatte ich so ein kleines Armageddon mit der U-Bahn... das mich auch ziemlich sauer gemacht hat.


Gestern mit der U5 von Neuperlach Süd um 00:55 losgefahren lief bis kurz vorm Stachus auch ganz gut aber dann kam für mich der absolute Oberhammer der an Idiotie nicht mehr zu übertreffen war. Kurz vorm Stachus erst mal Stillstand mir schwante schon böses um die Uhrzeit. U-Bahn Fahrer ging dann durch den Zug zum anderem Führerstand und machte Folgende durchsage. "Wir haben einen Anschluss verpasst und fahren deshalb zurück". Ich hab mir dann schon ausmalen können was damit gemeint ist die restlichen Leute in der U-Bahn eher nicht. Wie auch immer wir sind dann sehr sehr sehr gemütlich nach Lehel zurück gefahren hatten dort einige Minuten Aufenthalt und im Höchstfall 1-2 Leute eingestiegen. Danach ging es mit Schrittgeschwindigkeit zum Stachus (wir haben ja schließlich Zeit) am Stachus sind wir dam mit +10 angekommen. Was für mich großartig ist da mein Umstieg zur S-Bahn +/- 10 Minuten ist und die nächste S-Bahn sich erst in 60 Minuten blicken lässt..

Die nächste U5 ist meiner dann im Abstand von 5 Minuten gefolgt.


Warum macht man so einen scheiß?

Das kostete allen den Anschluss an weiter U / S Bahnen / Busse / Tram. Und hilft eigentlich nur den Leuten die zufällig in der Taktlücke kommen und sich jetzt freuen können das sie keine 5 Minuten warten müsse.
elchris
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Beitrag von elchris »

christian85 @ 5 Jun 2013, 20:59 hat geschrieben:Ich bin zwar kein U-Bahnfahrer, meine aber, dass bei einer Langwende in der Regel zumindest 6 Minuten für den gesamten Vorgang eingeplant sind. Aus meiner eigenen Beobachtung (bei verspäteten Zügen an Endstationen mit Langwende) würde ich mal sagen, dass man wohl 5 Minuten für die Wende braucht.
4.30Min sind die kürzeste Planlangwende (U2 im Stoss, U1v früher beidseitig).
Bei Kurzwenden werden wohl zumindest 3 Minuten eingeplant, 2 Minuten braucht man wohl mindestens (ohne zweiten Fahrer)
3.30Min am Harthof U2, früher im Nachmittagsstoss.
Erfahrungsgemäß sind gerade in der HVZ die Wendezeiten oft sehr knapp bemessen (ich meine, Harthof (U2) hat nur 3min wendezeit ohne zweiten Fahrer).
Ja, es fehlen die Pufferzeiten auf der Strecke. Eine Abfahrtverspätung (U2, Altwagen) ist meist auch mindestens die Ankunftverspätung am Ziel.
Arabellapark müsste regulär 9 min Wendezeit haben, bei Kurzwende also 4min. Ich meine, dann muss der Zug Richtung Richtung Arabellapark kurz an der Richard-Strauß-Straße warten.
Da steht man aus Prinzip am ESig - damit einen der Stellwerker nicht vergisst.

Für Zuglängen kürzer als Bahnsteig ist das Volk bei der U-Bahn zu doof, da steht man so lang, dass man auch mit der Hälfte der Züge als P6 fahren kann, ist genauso voll, aber wenigstens fahrplanstabil.

Revs Geschichte finde ich etwas komisch - wegen verpassten Anschluss macht man doch keine Falschfahrt (für Bahner: die U Variante der Sperrfahrt) - also ne links (für Bahner: normaler GWB) zurück ab Stachus okay, aber doch ned Falsch? Vorallem nicht als vorletzter Zug. :blink: Frage an Rev: Ihr seid auf freier Strecke zurück??? Das ist eig. nur wegen Unbefahrbarkeit der Strecke davor zulässig...
Didy
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Beitrag von Didy »

ropix @ 10 Jun 2013, 20:00 hat geschrieben: Außerdem soll mit P2 ja nicht LZB gefahren werden
Weil wegen?
elchris
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Beitrag von elchris »

Didy @ 16 Jun 2013, 15:50 hat geschrieben: Weil wegen?
Zug könnte durch die LZB in einem stromlosen Abschnitt zum stehen gebracht werden.
DonFabiano
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Beitrag von DonFabiano »

Die Theorie, dass in Taktrandlagen gerne mal "gesicherte" Anschlüsse geopfert werden um Fahrer am Ende der Schicht noch mitzunehmen, würde ich mal bestätigen wollen. Im Bereich 19-20h schon mehrfach erlebt, dass der Anschluss am Innsbrucker Ring stadteinwärts weg ist, weil die U5 aus Neuperlach Süd schön mit +2 (und 2 Fahrern) daherfährt, wodurch sich nette 8 Min. Wartezeit auf die U2 ergeben...
"Ihre MVG - U-Bahn, Bus, Tram u. Fahrrad für München" :D
schwarzfahrerin
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Beitrag von schwarzfahrerin »

DonFabiano @ 17 Jun 2013, 19:55 hat geschrieben: Die Theorie, dass in Taktrandlagen gerne mal "gesicherte" Anschlüsse geopfert werden um Fahrer am Ende der Schicht noch mitzunehmen, würde ich mal bestätigen wollen. Im Bereich 19-20h schon mehrfach erlebt, dass der Anschluss am Innsbrucker Ring stadteinwärts weg ist, weil die U5 aus Neuperlach Süd schön mit +2 (und 2 Fahrern) daherfährt, wodurch sich nette 8 Min. Wartezeit auf die U2 ergeben...
Kann ich auch so bestätigen. Oft ist auch am Sendlinger Tor eine extra Haltezeit da, obwohl jetzt nicht Massen an Leuten einsteigen. Es steigt einfach ein zweiter Fahrer ein (und ich meine nicht den Wechsel, merkt man, wenn einer "Bitte zurückbleiben!" sagt und der zweite dann die Nächste-Haltestellen-Durchsage macht).
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TramBahnFreak
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Beitrag von TramBahnFreak »

Das darf man jetzt aber auch nicht mit den planmäßigen Wartezeiten von bis zu 5 Minuten verwechseln, die bei den letzten Fahrten nach Mitternacht an den Innenstadt-Knotenbahnhöfen eingeplant sind, um gegenseitiges Umsteigen zu ermöglichen!
elchris
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Beitrag von elchris »

DonFabiano @ 17 Jun 2013, 19:55 hat geschrieben: Die Theorie, dass in Taktrandlagen gerne mal "gesicherte" Anschlüsse geopfert werden um Fahrer am Ende der Schicht noch mitzunehmen, würde ich mal bestätigen wollen. Im Bereich 19-20h schon mehrfach erlebt, dass der Anschluss am Innsbrucker Ring stadteinwärts weg ist, weil die U5 aus Neuperlach Süd schön mit +2 (und 2 Fahrern) daherfährt, wodurch sich nette 8 Min. Wartezeit auf die U2 ergeben...
Der Kollege darf in 8 Stunden wieder aufstehen, der ist um jede 10Min froh. Und wenn man nicht mal zwei Minuten rausfahren kann, ist halt was falsch im System.
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Beitrag von Pendlerin »

elchris @ 17 Jun 2013, 23:28 hat geschrieben: Der Kollege darf in 8 Stunden wieder aufstehen, der ist um jede 10Min froh. Und wenn man nicht mal zwei Minuten rausfahren kann, ist halt was falsch im System.
Und die Fahrgäste, die auf ihren Anschluss angewiesen sind und auch nach ähnlicher Zeit aufstehen müssen, sind egal?

Nachdem der Nahverkehr in München in der Nacht ein absolutes Disaster ist, wäre es m. M. n. unverschämt, die Fahrgäste ihre Anschlüsse verpassen zu lassen, - immerhin würde auch keine U-Bahn auf ebendiese warten (sondern eher die Aussage kommen, man müsse halt rechtzeitig am Bahnhof erscheinen).
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Beitrag von JeDi »

Pendlerin @ 18 Jun 2013, 07:28 hat geschrieben: Und die Fahrgäste, die auf ihren Anschluss angewiesen sind und auch nach ähnlicher Zeit aufstehen müssen, sind egal?
Die machen das aber meistens freiwillig...
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Lazarus
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Beitrag von Lazarus »

JeDi @ 18 Jun 2013, 10:34 hat geschrieben: Die machen das aber meistens freiwillig...
Ja klar Schichtarbeit gibts nur bei Bahn und MVG. :rolleyes:
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
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Beitrag von JeDi »

Lazarus @ 18 Jun 2013, 10:39 hat geschrieben: Ja klar Schichtarbeit gibts nur bei Bahn und MVG. :rolleyes:
Es legen aber nicht alle Unternehmen das Arbeitszeitgesetz so großzügig aus wie die MVG...
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Lazarus
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Beitrag von Lazarus »

DonFabiano @ 17 Jun 2013, 19:55 hat geschrieben: Die Theorie, dass in Taktrandlagen gerne mal "gesicherte" Anschlüsse geopfert werden um Fahrer am Ende der Schicht noch mitzunehmen, würde ich mal bestätigen wollen. Im Bereich 19-20h schon mehrfach erlebt, dass der Anschluss am Innsbrucker Ring stadteinwärts weg ist, weil die U5 aus Neuperlach Süd schön mit +2 (und 2 Fahrern) daherfährt, wodurch sich nette 8 Min. Wartezeit auf die U2 ergeben...
8 Min Wartezeit sind ja noch net so dramatisch. Ich kenn jemand, dem ist ähnliches passiert und der durfte dann 18! Minuten warten, weils kurz nach Mitternacht war....
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
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Beitrag von TramBahnFreak »

Lazarus @ 18 Jun 2013, 10:54 hat geschrieben: 8 Min Wartezeit sind ja noch net so dramatisch. Ich kenn jemand, dem ist ähnliches passiert und der durfte dann 18! Minuten warten, weils kurz nach Mitternacht war....
SKANDAL! Hast du schon die BLÖD-Zeitung informiert? :ph34r:

edit: *heul*flenn* ich musste auch schon mal ne halbe Stunde auf den Bus warten *heul* -> Und, oh Wunder, ich hab sogar das überlebt!!!einself!!
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Beitrag von ropix »

Naja, so richtig lustig werden die zwei Minuten erst wenns bedeutet die Nacht wahlweise unter einer Isarbrücke zu verbringen oder auf der Polizeiwache wegen Randale :D
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Beitrag von Pendlerin »

JeDi @ 18 Jun 2013, 10:45 hat geschrieben: Es legen aber nicht alle Unternehmen das Arbeitszeitgesetz so großzügig aus wie die MVG...
Also bekomm ich bei MVG-Fahrern eine Sonderbehandlung, wenn ich nen bescheidenen Arbeitgeber hab?

Ganz ehrlich, Kollegialität hin und her, natürlich ist es für den Fahrer im Feierabend blöd, seinen Anschluss zu verpassen, aber das passiert jeden Tag hunderten Pendlern - und da interessiert es keinen, ob sie noch mitkommen, dafür dürfen sie aber für ihre Fahrkarte brav zahlen, wogegen der MVG-Fahrer im U-Bahn-Gebiet sicherlich keine extra Fahrkarte braucht.

Mich wundert die positive Einstellung zum Warten auf einen Kollegen hier aus dem Grund, weil eigentlich immer gemeckert wird, dass die Leute zu knapp zum Bahnhof kommen, sich noch in den Wagen pressen und dadurch Verspätungen verursachen, anstatt dass sie einfach etwas eher kommen bzw. einen Puffer beim Umsteigen vorab berücksichtigen. Aber wenn es um die eigene Zunft geht, ist das alles vergessen.
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Beitrag von JeDi »

Pendlerin @ 18 Jun 2013, 15:57 hat geschrieben: Aber wenn es um die eigene Zunft geht, ist das alles vergessen.
Tschuldigung - aber ich arbeite nicht bei der MVG.
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Beitrag von chris232 »

Pendlerin @ 18 Jun 2013, 15:57 hat geschrieben: dafür dürfen sie aber für ihre Fahrkarte brav zahlen, wogegen der MVG-Fahrer im U-Bahn-Gebiet sicherlich keine extra Fahrkarte braucht
Doch, MVG-Mitarbeiter brauchen genauso Fahrkarten wie alle anderen auch. Einzig die Fahrten im Dienst sind über einen Dienstausweis abgedeckt, die Fahrt zum oder vom Dienst wird lediglich vergünstigt (aber keinesfalls kostenfrei) angeboten. Dasselbe gilt übrigens bei der Bahn auch.
Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
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Daher hat die Bahn dem Gemeinwohl und nicht privaten Profitinteressen zu dienen, begreifen Sie es doch endlich mal!
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Beitrag von JeDi »

chris232 @ 18 Jun 2013, 17:21 hat geschrieben: Dasselbe gilt übrigens bei der Bahn auch.
Zumindest bei der (DB-)Bahn ist die Fahrt vom und zum Dienst mit DB-Verkehrsmitteln aber kostenlos... Das ist aber auch wurscht - wer bei Stihl arbeitet, kriegt seine Kettensäge auch quasi hinterhergeworfen.
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Beitrag von TravellerMunich »

elchris @ 17 Jun 2013, 23:28 hat geschrieben: Der Kollege darf in 8 Stunden wieder aufstehen, der ist um jede 10Min froh. Und wenn man nicht mal zwei Minuten rausfahren kann, ist halt was falsch im System.
1. Ist dann wohl eher am Schichtplan was falsch.

2. Ist genau das die Selbstherrlichkeit, die Menschen ins Auto treibt. :ph34r:

Das mit den 2 Minuten, die "rausgefahren" werden sollen: Wie luftig sollen Fahrpläne denn noch sein?
Irgendwann will man auch als Fahrgast mal ankommen. Und in diesem Fall sind es viele Fahrgäste.
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Beitrag von chris232 »

JeDi @ 18 Jun 2013, 17:40 hat geschrieben: Zumindest bei der (DB-)Bahn ist die Fahrt vom und zum Dienst mit DB-Verkehrsmitteln aber kostenlos...
Seit wann?
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Beitrag von JeDi »

chris232 @ 18 Jun 2013, 17:50 hat geschrieben: Seit wann?
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Beitrag von chris232 »

Kostenlos heißt für mich dass ich dafür kein Geld aufwenden muss - und das ist dort sehr wohl der Fall.
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Beitrag von JeDi »

chris232 @ 18 Jun 2013, 18:21 hat geschrieben: Kostenlos heißt für mich dass ich dafür kein Geld aufwenden muss - und das ist dort sehr wohl der Fall.
Du erhälst die Fahrkarte vom Arbeitgeber kostenlos. Dass du sie versteuern musst, ist eine Sache zwischen dir und dem Staat - du kannst dir ja nen andren suchen...
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