JeDi @ 30 Oct 2014, 12:12 hat geschrieben: Aktuell kaufen sie fleißig 800 cm Einstiegshöhe, Bahnsteige gibts in 76cm und 92 cm. Würde also durchaus passen, Klo wäre ggf. Nachrüstbar (und Türen ausbaubar - umgekehrt sind ja auch diverse Fahrzeuge so ausgelegt, dass man jederzeit weitere Türen einbauen kann).
Und warum sollte man das machen, außer in einem Notfall wenns gar nicht anders geht? Da kauft man lieber Neufahrzeuge, die wirklich passen (und wenn 80cm üblich sind, warum sollte man sich dann mit 96cm Exoten holen, die sogar für die höchsten Bahnsteige zu hoch sind?), als mit Gewalt andere Fahrzeuge irgendwie hinzutrimmen.
Die Crashproblematik stellt sich nicht, der 430er erfüllt die - auch in Skandinavien gültige - TSI Crash, zum Elchschutz müsste man halt das Gewehr auf dem Führerstand nachrüsten.
Das sagt erstmal noch nichts darüber aus ob man sich solche Fahrzeuge dann auch wirklich freiwillig kauft oder nicht doch stabilere Fronten bevorzugt. In wie weit berücksichtigt die TSI Crash denn Elche?
mapic @ 30 Oct 2014, 14:19 hat geschrieben:20 Jahre? Die meisten Verträge laufen doch üblicherweise nur so 10-15 Jahre. Es wird sich erst noch zeigen, wie sich die ganze Ausschreiberei dann weiter entwickelt, denn die meisten Zweitausschreibungen der großen Neufahrzeug-Netze stehen uns ja erst noch bevor. Ich gehe davon aus, dass das dann zum Großteil recht zugeschnittene Ausschreibungen werden dürften, bei denen sowieso nur der bisherige Betreiber eine Chance haben wird.
Nicht unwahrscheinlich, mit dem Argument kann man aber halt bei der Bank keinen Kredit beantragen oder kalkulieren.
Jogi @ 30 Oct 2014, 14:37 hat geschrieben:Ähm, 146 225 hat abgesehen vom Plural doch gar nicht genauer definiert, wie viele Münchner S-Bahnen andernorts eingesetzt werden könnten.
Hat er nicht, es geht hier aber um die weitere finanziell gewinnbringende Nutzung von Fahrzeugen, nachdem eine Ausschreibung verloren wurde.
Wenn dann Schweden grade Lust darauf hat, sich 3 Züge zu kaufen, nutzt das nichts, wenn man noch 80 weitere auf dem Hof stehen hat. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Schweden ausgerechnet zu dem Zeitpunkt wo die Züge in München frei werden, eigentlich nicht geeignete Züge aus Deutschland kaufen will, ist doch auch sehr gering, um nicht zu sagen nahezu ausgeschlossen.
Und mit irgendwelchen hinkonstruierten Möglichkeiten, deren Eintrittswahrscheinlichkeit vermutlich unter 1% liegt, bekommt man keine Züge finanziert.
Der Bewerber muss also damit rechnen, dass er die Fahrzeuge nach einer Neuausschreibung verschrotten kann, und entsprechend kalkulieren. Das Problem hat ja sogar die DB, bei der die Chance einer Weiternutzung allein durch die Masse der Netze die sie betreibt wesentlich besser ist.
10 Niederflurdieseltreibwagen bekommt man halt doch wesentlich leichter irgendwo unter als 80 Triebwagen mit 96cm Höhe, die außerhalb von deri drei Netzen nur mit viel Umbauten und Kompromissen genutzt werden können.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876