[M] Politik, Wirtschaft und Vermischtes
Wenn Reiter ehrlich wäre, würde er zugeben, dass sein Vorgänger nebst Koalitionspartner ein Versager war und er sich bisher auch nicht mit Ruhm bekleckert hat. Ja es ist aktuell nicht môglich, den MIB zurück zu drängen, weil der ÖPNV aus dem letzten Loch pfeift. Aber irgendwann wird man nicht umhin kommen, hier Mal Ross und Reiter zu nennen.Das Problem ist, dass wir die Kapazitäten im ÖPNV ausbauen müssen. Neulich bin ich um Viertel vor elf am Harras in die U-Bahn gestiegen, kurz darauf ist die voll. Die Zeiten, in denen das nur in der Rush Hour so war, sind vorbei. Das hält mich davon ab, Autos noch restriktiver zurückzudrängen.
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
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Also ich halte weder die Maximilianstraße noch die Sonnenstraße für essenziell und ohne MIV zu schlecht erschlossen. Und es ist auch eine Henne-Ei-Problem: In der Barer Str. und am Stachus bremst der MIV die Tram massiv aus. Ohne MIV könnte man die Umläufe beschleunigen und eine deutlich höhere Zuverlässigkeit im ÖPNV erreichen.Iarn @ 14 Sep 2019, 22:11 hat geschrieben: Ja es ist aktuell nicht môglich, den MIB zurück zu drängen, weil der ÖPNV aus dem letzten Loch pfeift.
Mein Bahnjahr 2025
Zurückgelegte Strecke: 30.600 km - Planmäßige Gesamtreisezeit: 16,2 Tage - Gesamtverspätung (analog FGR): 882 min - Planmäßige Reisegeschwindigkeit: 79 km/h - Durchschnittliche Fahrzeitverlängerung aufgrund von Verspätung: 3,8% - Fahrtkosten: 10,0 Cent/km - Anschlussquote (alle Anschlüsse einer Verbindung mit min. 1 Umstieg erreicht): 89,1% -
3-min-Pünktlichkeit innerhalb CH: 90,4% - 6-min-Pünktlichkeit innerhalb D sowie international D/CH: 57,8%
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Wenn man seinen Job behalten will, ist man ja bei dem unzuverlässigen ÖPNV schon fast gezwungen mit dem eigenen PKW zu fahren....Entenfang @ 14 Sep 2019, 23:34 hat geschrieben: Also ich halte weder die Maximilianstraße noch die Sonnenstraße für essenziell und ohne MIV zu schlecht erschlossen. Und es ist auch eine Henne-Ei-Problem: In der Barer Str. und am Stachus bremst der MIV die Tram massiv aus. Ohne MIV könnte man die Umläufe beschleunigen und eine deutlich höhere Zuverlässigkeit im ÖPNV erreichen.
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
Mit Verlaub ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass der Laden so herunter gewirtschaftet ist, mit einer Ruine als Werkstatt, zuwenig Fahrzeugen und zuwenig Fahrern, so dass das eigentlich nachgefragte und notwendige Angebot (nicht MVG " nachfragegerecht" Bullshit Bingo) nicht zu erbringen ist und deswegen alles brutal überfüllt ist.Entenfang @ 14 Sep 2019, 22:34 hat geschrieben:Und es ist auch eine Henne-Ei-Problem: In der Barer Str. und am Stachus bremst der MIV die Tram massiv aus. Ohne MIV könnte man die Umläufe beschleunigen und eine deutlich höhere Zuverlässigkeit im ÖPNV erreichen.
Das ist anscheind auch Reiter aufgefallen mit seinem Kommentar zum Harras um elf.
Nur dummerweise haben die meisten Menschen im Gegensatz zum OB nicht die Möglichkeit um elf zu fahren, sondern müssen sich um acht in eine überfüllt U Bahn quetschen.
Das alles dank jahrzehnte langem Wegschauen und Aussitzen im Rathaus und der Emmy Noether Straße.
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Die Diskussion werden viele Städte mal führen müssen, je nach Lage - falls z.B. in einem dicht besiedelten Verdichtungsraum, schon ab unter 100.000 Einwohner, also unterhalb der offiziellen Schwelle zur Großstadt - wie viel Autoverkehr sie heute haben und wie viel sie in der Zukunft noch zulassen wollen und können. Das hat ja nicht nur was mit Nahverkehr, sondern natürlich auch mit Emissionen aller Art, mit Platzverbrauch, mit Aufenthaltsqualität, aber auch mit Erreichbarkeit.
Da (zu) viele Deutsche sich immer noch nicht vom (reichlich infantilen) "Angewiesensein" aufs Automobil verabschieden können, wird die Diskussion in der Mehrheit der Städte so enden, dass man ja am Status Quo bloss nix verändern kann und will, also weiter Dreck und Lärm und zugestaute und zugeparkte Flächen in der Stadt haben wird. Geht doch in Deutschland gar nicht anders, die politische Führung der Nation steckt gut geschmiert tief im Allerwertesten der Automobillobby, und noch zu viele Menschen können sich ja nicht mal das Ende der Technik "Verbrennungsmotor" vorstellen, als ob der Fortschritt je Rücksicht auf liebe Gewohnheiten einzelner genommen hätte. Spannend wird es erst, wenn es irgendwo die eine Stadt gibt, die beginnt, es anders zu machen.
Da (zu) viele Deutsche sich immer noch nicht vom (reichlich infantilen) "Angewiesensein" aufs Automobil verabschieden können, wird die Diskussion in der Mehrheit der Städte so enden, dass man ja am Status Quo bloss nix verändern kann und will, also weiter Dreck und Lärm und zugestaute und zugeparkte Flächen in der Stadt haben wird. Geht doch in Deutschland gar nicht anders, die politische Führung der Nation steckt gut geschmiert tief im Allerwertesten der Automobillobby, und noch zu viele Menschen können sich ja nicht mal das Ende der Technik "Verbrennungsmotor" vorstellen, als ob der Fortschritt je Rücksicht auf liebe Gewohnheiten einzelner genommen hätte. Spannend wird es erst, wenn es irgendwo die eine Stadt gibt, die beginnt, es anders zu machen.
München kann jeder. Duisburg muss man wollen!
Dieses Interview sagt nicht wirklich viel aus. Kaum Inhalt. Trotzdem reicht es um meine Meinung zu bestätigen: den werde ich nicht mehr wählen!Lazarus @ 14 Sep 2019, 21:12 hat geschrieben: Interview mit unserem OB mit einigen interessanten Aussagen
Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Fahrradwege auf Kosten des ÖPNV braucht keiner!
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Anscheinend muss man erst wirklich in den "Dreck" sein damit man neu denkt...In Frankreich gab es bei den meisten Städten kein vernünftiges ÖPNV mehr in den 1990er...und seitdem ist viel passiert. Das Auto wurde stark zurück gedrängt.146225 @ 15 Sep 2019, 08:52 hat geschrieben: Die Diskussion werden viele Städte mal führen müssen, je nach Lage - falls z.B. in einem dicht besiedelten Verdichtungsraum, schon ab unter 100.000 Einwohner, also unterhalb der offiziellen Schwelle zur Großstadt - wie viel Autoverkehr sie heute haben und wie viel sie in der Zukunft noch zulassen wollen und können. Das hat ja nicht nur was mit Nahverkehr, sondern natürlich auch mit Emissionen aller Art, mit Platzverbrauch, mit Aufenthaltsqualität, aber auch mit Erreichbarkeit.
Da (zu) viele Deutsche sich immer noch nicht vom (reichlich infantilen) "Angewiesensein" aufs Automobil verabschieden können, wird die Diskussion in der Mehrheit der Städte so enden, dass man ja am Status Quo bloss nix verändern kann und will, also weiter Dreck und Lärm und zugestaute und zugeparkte Flächen in der Stadt haben wird. Geht doch in Deutschland gar nicht anders, die politische Führung der Nation steckt gut geschmiert tief im Allerwertesten der Automobillobby, und noch zu viele Menschen können sich ja nicht mal das Ende der Technik "Verbrennungsmotor" vorstellen, als ob der Fortschritt je Rücksicht auf liebe Gewohnheiten einzelner genommen hätte. Spannend wird es erst, wenn es irgendwo die eine Stadt gibt, die beginnt, es anders zu machen.
Wie es scheint sind die Probleme in Deutschland einfach nicht groß genug. Zum Glück haben wir die EU mit ihren "bösen" Vorgaben und Strafen sonst würde noch weniger passieren!
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Richtig und wenn man jetzt den MIV trotzdem weiter zurückdrängt, wird das dazu führen, das der ÖPNV in kürzester Zeit kollabiert. Dann kann es passieren, das man die Leute erst recht zurück ins eigene Auto treibt.Iarn @ 15 Sep 2019, 08:52 hat geschrieben: Mit Verlaub ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass der Laden so herunter gewirtschaftet ist, mit einer Ruine als Werkstatt, zuwenig Fahrzeugen und zuwenig Fahrern, so dass das eigentlich nachgefragte und notwendige Angebot (nicht MVG " nachfragegerecht" Bullshit Bingo) nicht zu erbringen ist und deswegen alles brutal überfüllt ist.
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Quatsch, ein altes Märchen der Autoschmuser. Faktisch gilt immer noch das hier. Du kriegst die reale Transportleistung von ganzen Ampelstaus in einen einzigen Bus rein, oft müsste noch nichtmal einer stehen. Damit kannst du dir ausrechnen, dass pro Fahrtrihtung die Kapazität von einem Bus pro Ampelphase völlig ausreichend wäre, um das Maximum an individuellem Autofahren zu ersetzen. Um wirklich ein Problem zu haben, müsste man das Autofahren schon wirklich von jetzt auf gleich komplett einstellen. Um acht Uhr sind übrigens auch die Straßen überfüllt und vermutlich sogar näher am bzw. über dem Maximum, sodass entsprechend gemotzt wird. Aber wenn sogar die zahlenmäßigen überlegene Gruppe der ÖPNV-Nutzer Stress macht, wenn man den drei Autofahrern den Platz etwas beschneidet statt endlich mal vehement seine Standpunkte zu vertreten, vielleicht weil insgeheim doch jeder davon träumt, mit dem eigenen Straßenkreuzer statt in der Straßenbahn über'n Stachus zu fahren, dann wird man diesen Stuss hier auch die nächsten 30 Jahre noch lesen.Lazarus @ 15 Sep 2019, 12:51 hat geschrieben:Richtig und wenn man jetzt den MIV trotzdem weiter zurückdrängt, wird das dazu führen, das der ÖPNV in kürzester Zeit kollabiert.
Am Besten wir investieren das ganze Geld im MIV da der ÖPNV eh nicht leistungsfähiger ist. Und die Linie 160 kann man auch einstellen weil der Bus ja Platz auf der Straße nimmt...Lazarus @ 15 Sep 2019, 12:51 hat geschrieben:Richtig und wenn man jetzt den MIV trotzdem weiter zurückdrängt, wird das dazu führen, das der ÖPNV in kürzester Zeit kollabiert. Dann kann es passieren, das man die Leute erst recht zurück ins eigene Auto treibt.Iarn @ 15 Sep 2019, 08:52 hat geschrieben: Mit Verlaub ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass der Laden so herunter gewirtschaftet ist, mit einer Ruine als Werkstatt, zuwenig Fahrzeugen und zuwenig Fahrern, so dass das eigentlich nachgefragte und notwendige Angebot (nicht MVG " nachfragegerecht" Bullshit Bingo) nicht zu erbringen ist und deswegen alles brutal überfüllt ist.
Das ist anscheind auch Reiter aufgefallen mit seinem Kommentar zum Harras um elf.
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Willkommen in der 1960er... :rolleyes:
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Und die Trambahn wird nicht voran getrieben weil ja irgendwann mal eine U-Bahn gebaut werden könnte. :ph34r:Lazarus @ 15 Sep 2019, 15:09 hat geschrieben: Naja, die verfehlte ÖPNV-Politik sieht man z.b. recht gut an Freiham. Dort glaubt man ernsthaft, das man 25.000 Einwohner mit einer windigen S-Bahn-Station anbinden kann. Mehr muss man eigentlich nicht sagen....
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Genau genommen müsste man eigentlich jetzt schon mit den Planungen für eine U-Bahn anfangen, weil es bei der Einwohnerentwicklung absehbar sein wird, das es nicht bei den 25.000 Einwohnern in Freiham bleiben wird.Jean @ 15 Sep 2019, 15:18 hat geschrieben: Und die Trambahn wird nicht voran getrieben weil ja irgendwann mal eine U-Bahn gebaut werden könnte. :ph34r:
Teil 2 des Interviews mit Reiter
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
Das Problem an der Sache ist halt, keiner will für den einen Bus bezahlen. Und die ganzen Probleme im ÖPNV sind ja nunmal ein Problem, daß es unterm Strich zwar ohnehin der Steuerzahler zahlen muß, aber jeder Politiker versucht,Rohrbacher @ 15 Sep 2019, 14:53 hat geschrieben: Quatsch, ein altes Märchen der Autoschmuser. Faktisch gilt immer noch das hier. Du kriegst die reale Transportleistung von ganzen Ampelstaus in einen einzigen Bus rein, oft müsste noch nichtmal einer stehen. Damit kannst du dir ausrechnen, dass pro Fahrtrichtung die Kapazität von einem Bus pro Ampelphase völlig ausreichend wäre, um das Maximum an individuellem Autofahren zu ersetzen. Um wirklich ein Problem zu haben, müsste man das Autofahren schon wirklich von jetzt auf gleich komplett einstellen. Um acht Uhr sind übrigens auch die Straßen überfüllt und vermutlich sogar näher am bzw. über dem Maximum, sodass entsprechend gemotzt wird. Aber wenn sogar die zahlenmäßigen überlegene Gruppe der ÖPNV-Nutzer Stress macht, wenn man den drei Autofahrern den Platz etwas beschneidet statt endlich mal vehement seine Standpunkte zu vertreten, vielleicht weil insgeheim doch jeder davon träumt, mit dem eigenen Straßenkreuzer statt in der Straßenbahn über'n Stachus zu fahren, dann wird man diesen Stuss hier auch die nächsten 30 Jahre noch lesen.
sein Säckl nicht aufmachen zu müssen....
Und man hätte z.b. eine tolle Chance gehabt, entlang der Eisenbahnstammstrecke Pasing - HBF eine Fahrradschnellstraße zu bauen, die auf gleichen Niveau wie die BAhngleise läuft und die man so quasi Kreuzungsfrei führen hätte können..... Aber lieber hat man ja Spielzeughäuser hingebaut....
Und ja, der MIV gehört reduziert, dazu wäre das wichtigste, die Verknüpfungen MIV - ÖPNV weiter massiv auszubauen - von Süden kommend auf der A8, auf der A95, auf der A96 und auf der A8 von Westen gibts keine Hinweise auf irgendwelchen P+R Möglichkeiten. Wenn man einen großen Teil der Pendler schon am Stadtrand abfangen kann und in günstige, großzügige Parkplätze leiten kann, dann hat man schon viel gewonnen....
Aber da hat man dann wieder das gleiche Problem wie mit allem, keiner wirds zahlen wollen....
Wie hat man es damals hingekriegt die ganzen Straßen zu bauen. :rolleyes:andreas @ 15 Sep 2019, 16:34 hat geschrieben: Das Problem an der Sache ist halt, keiner will für den einen Bus bezahlen. Und die ganzen Probleme im ÖPNV sind ja nunmal ein Problem, daß es unterm Strich zwar ohnehin der Steuerzahler zahlen muß, aber jeder Politiker versucht,
sein Säckl nicht aufmachen zu müssen....
Und man hätte z.b. eine tolle Chance gehabt, entlang der Eisenbahnstammstrecke Pasing - HBF eine Fahrradschnellstraße zu bauen, die auf gleichen Niveau wie die BAhngleise läuft und die man so quasi Kreuzungsfrei führen hätte können..... Aber lieber hat man ja Spielzeughäuser hingebaut....
Und ja, der MIV gehört reduziert, dazu wäre das wichtigste, die Verknüpfungen MIV - ÖPNV weiter massiv auszubauen - von Süden kommend auf der A8, auf der A95, auf der A96 und auf der A8 von Westen gibts keine Hinweise auf irgendwelchen P+R Möglichkeiten. Wenn man einen großen Teil der Pendler schon am Stadtrand abfangen kann und in günstige, großzügige Parkplätze leiten kann, dann hat man schon viel gewonnen....
Aber da hat man dann wieder das gleiche Problem wie mit allem, keiner wirds zahlen wollen....
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Da gibts halt klare Zuständigkeiten bei der Finanzierung und bei allem, beim ÖPNV gibts das nicht. Baukosten werden zwar gefördert, Unterhalt nicht, Stadt- oder gar Landkreisgrenzen sind finanzierungstechnisch für den ÖPNV fast schon unüberwindliche Hindernisse usw....Jean @ 15 Sep 2019, 16:37 hat geschrieben:Wie hat man es damals hingekriegt die ganzen Straßen zu bauen. :rolleyes:andreas @ 15 Sep 2019, 16:34 hat geschrieben: Das Problem an der Sache ist halt, keiner will für den einen Bus bezahlen. Und die ganzen Probleme im ÖPNV sind ja nunmal ein Problem, daß es unterm Strich zwar ohnehin der Steuerzahler zahlen muß, aber jeder Politiker versucht,
sein Säckl nicht aufmachen zu müssen....
Und man hätte z.b. eine tolle Chance gehabt, entlang der Eisenbahnstammstrecke Pasing - HBF eine Fahrradschnellstraße zu bauen, die auf gleichen Niveau wie die BAhngleise läuft und die man so quasi Kreuzungsfrei führen hätte können..... Aber lieber hat man ja Spielzeughäuser hingebaut....
Und ja, der MIV gehört reduziert, dazu wäre das wichtigste, die Verknüpfungen MIV - ÖPNV weiter massiv auszubauen - von Süden kommend auf der A8, auf der A95, auf der A96 und auf der A8 von Westen gibts keine Hinweise auf irgendwelchen P+R Möglichkeiten. Wenn man einen großen Teil der Pendler schon am Stadtrand abfangen kann und in günstige, großzügige Parkplätze leiten kann, dann hat man schon viel gewonnen....
Aber da hat man dann wieder das gleiche Problem wie mit allem, keiner wirds zahlen wollen....
man merkt halt, Boulevardpresse, die wahrscheinlich lieber über sein Liebesleben reden würden als über Politik....Lazarus @ 15 Sep 2019, 15:38 hat geschrieben: Genau genommen müsste man eigentlich jetzt schon mit den Planungen für eine U-Bahn anfangen, weil es bei der Einwohnerentwicklung absehbar sein wird, das es nicht bei den 25.000 Einwohnern in Freiham bleiben wird.
Teil 2 des Interviews mit Reiter
Daß sich sowas noch Journalismus nennen darf ist schon traurig
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Nein, auch Park & Ride ist ein Modell der 70er. Denn in großem Stil, würde man z.B. 50% den Pendlerverkehrs der einfallenden Autobahnen und anderer Straßen "abfangen" wollen, hätte man im Grunde das halbe Münchner Umland zubetoniert. Wir reden hier bei den Einpendlern schließlich locker über einige hunderttauend Kfz. Bei der Nummer haben wir schon in den näheren MVV-Vororten einen völlig anderen, viel autolastigerenandreas @ 15 Sep 2019, 16:34 hat geschrieben: Wenn man einen großen Teil der Pendler schon am Stadtrand abfangen kann und in günstige, großzügige Parkplätze leiten kann, dann hat man schon viel gewonnen....
Straßen will auch jemand zahlen... Allein was meine Gemeinde und der Kreis da jedes Jahr schon im Bestand investieren, könnte man mit Regionalbussen in 10 Jahren nicht als Defizit einfahren.andreas @ 15 Sep 2019, 16:34 hat geschrieben:Aber da hat man dann wieder das gleiche Problem wie mit allem, keiner wirds zahlen wollen....
blöde ist halt, daß der Regionalbus ohne Straße auch nicht fahren kann..... (und wenn du jetzt deinen Parkplatz für 600 Autos nimmt und den um 10 Stockwerke nach oben erweiterst, hast schon mal 6000 Autos untergebracht ohne mehr Fläche zu verbrauchen - und wenn man dann für jeden PR Platz, den man draußen schafft einen Parkplatz in der Stadt streicht....)
Und da sind wir dann wieder beim kleingeistigen Baurecht, wo man in München den teuren Platz einfach verschwendet für viel zu kleine Häuser....
Und so lange jede Gemeinde für sich alleine Baugebiete und Gewerbegebiete ausweisen darf wird man auch nie eine sinnvolle Planung für die Region zusammenbekommen....
Wie ist es denn beim Regionalbus? Kommt eine Landkreisgrenze ist sofort Ende, weil man sich nicht einig ist, wer für das Defizit aufkommen muß - solche Dinge gehören mal ordentlich gelöst, das wäre mal ein guter Anfang ....
Und da sind wir dann wieder beim kleingeistigen Baurecht, wo man in München den teuren Platz einfach verschwendet für viel zu kleine Häuser....
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Wie ist es denn beim Regionalbus? Kommt eine Landkreisgrenze ist sofort Ende, weil man sich nicht einig ist, wer für das Defizit aufkommen muß - solche Dinge gehören mal ordentlich gelöst, das wäre mal ein guter Anfang ....
Das mit den Landkreisen finde ich aber durchaus nachvollziehbar. Weil München sagt zurecht, warum sollen wir das Defizit aus Ebersberg oder Starnberg ausgleichen? Das sind Mittel, die uns dann wieder an anderer Stelle für den eigenen Landkreis fehlen....
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So wird es nie was mit der riesigen Ritterburg...wenn jeder in seinem Eck arbeitet... :rolleyes:146225 @ 15 Sep 2019, 19:44 hat geschrieben: Mami, der hat mein Förmchen geklaut...!
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:rolleyes: Okay, dann wieder auf unreflektiertem EF-Niveau: Braucht der (halb)stündliche Regionalbus z.B. drei kreuzungsfrei ausgebaute Umgehungsstraßen mit vier Fahrspuren?andreas @ 15 Sep 2019, 18:51 hat geschrieben:blöde ist halt, daß der Regionalbus ohne Straße auch nicht fahren kann.....
Kann man machen. Kostet dann halt sowie wie im Unterschied zwischen Zeltplatz und Hotelkomplex. Ganz nebenbei müsste man die Zufahrtsstraßen ausbauen, damit in Spitzenzeiten auch 200 bis 300 Autos gleichzeitig wegfahren könnten, bevor der nächste Zug kommt. Siehe vorigen Absatz.andreas @ 15 Sep 2019, 18:51 hat geschrieben:und wenn du jetzt deinen Parkplatz für 600 Autos nimmt und den um 10 Stockwerke nach oben erweiterst, hast schon mal 6000 Autos untergebracht ohne mehr Fläche zu verbrauchen
Kann man auch machen. Aber wenn du überall in der Stadt 4.000 Leute pro Quadratkilometer hast, wird das mit dem Verkehr auch nicht einfacher. Da gilt das gleiche wie beim gedachten 10-stöckigen Parkhaus am Dorfbahnhof. Verdichten funktioniert nur, wenn man im selben Moment den Anteil an Autos senkt, damit der in absoluten Zahlen zumindest nicht größer wird. Und egal wie oft man es noch runterbetet, der Drei- bis Fünfstöcker ist vom Bau her einfach extrem wirtschaftlich, weil vom Handling kaum aufwändiger als ein Einfamilienhaus, aber mit viel mehr Mieteinnahmen. Du müsstest also nicht nur das Baurecht ändern...andreas @ 15 Sep 2019, 18:51 hat geschrieben:Und da sind wir dann wieder beim kleingeistigen Baurecht, wo man in München den teuren Platz einfach verschwendet für viel zu kleine Häuser....
Richtig, genau das sage ich ja.andreas @ 15 Sep 2019, 18:51 hat geschrieben:solche Dinge gehören mal ordentlich gelöst, das wäre mal ein guter Anfang ....
Warum sollte sich ein Landkreis für die Verkehrsprobleme in München interessieren? Ich befürchte, mit genau dieser Kirchturmdenke kommt man hier nicht weiter. Fakt ist: Die Verkehrsprobleme in München beginnen in den vielen tausend Aigelsbachs, Adelzhausens und Albachings des Freistaats und nicht erst an irgendwelchen Bahnhaltepunkten (die man wegen diagnostizierter Kaffigkeit am besten eilzugmäßig zumachen sollte, wenn's nach dem EF geht), der MVV- oder gar an der Stadtgrenze. Die Verkehrsprobleme einer Pendlerhochburg als einzige wirklich große Stadt in mindestens 150 km Umkreis zwischen lauter urigen südbayerischen Kirchtürmen hängen fundamental damit zusammen, dass weite Teile Bayerns den bundesweit schlechtesten Flächen-ÖPNV haben, wie es letztens eine Studie wieder ergeben hat. Wenn das Mobilitätsverhalten der Uckermark plötzlich auf eine zentralistische Millionenstadt trifft (über 50% der Einpendler kommen von außerhalb des MVV!), wird auch eine zweite Stammstrecke das eigentliche strukturelle Problem nicht lösen, da kann man bei S-Bahn und MVG rumoptimieren, was man will.Lazarus @ 15 Sep 2019, 19:17 hat geschrieben:Weil München sagt zurecht, warum sollen wir das Defizit aus Ebersberg oder Starnberg ausgleichen? Das sind Mittel, die uns dann wieder an anderer Stelle für den eigenen Landkreis fehlen....
Fakt ist auch: Die Aigelsbachs, Adelzhausens und Albachings des Freistaats haben mit dem Status Quo das geringste Problem und sitzen im Gegenteil, wenn ihnen das Verkommen zu Schlafstädten für in München erwirtschaftete Gewerbesteuern auf den Sack geht, am längeren Hebel, wie der Nichtbeitritt zum MVV einiger Landkreise hervorragend beweist. Deswegen gehört der ÖPNV weder in den Wettbewerb noch kommunal organisiert und finanziert, sondern im Interesse des ganzen Freistaats mindestens auf Landesebene und zwar im Sinne echter Mobilitätsketten als integrierte Planung mit Regionalbus, Regionalzug, S-Bahn, U-Bahn, Tram, Stadtbus, Rufbus etc. Da kämen dann auch völlig andere Dinge raus. Ich hab schon öfter geäußert, dass mir scheint, dass so manche Infrastrukturplanung nur dann sinnig aussieht, wenn man nicht Verkehrsströme, sondern Finanzströme im Blick hat.
Du triffst es auf den Punkt. Versuch es aber mal Söder, der gerade scheinheilig auf Öko macht, klar zu machen. Am Ende muss man ja sogar Geld für die Regionale Schiene (das nicht aus Berlin kommt) ausgeben... :ph34r:Rohrbacher @ 15 Sep 2019, 19:52 hat geschrieben: Fakt ist auch: Die Aigelsbachs, Adelzhausens und Albachings des Freistaats haben mit dem Status Quo das geringste Problem und sitzen im Gegenteil, wenn ihnen das Verkommen zu Schlafstädten für in München erwirtschaftete Gewerbesteuern auf den Sack geht, am längeren Hebel, wie der Nichtbeitritt zum MVV einiger Landkreise hervorragend beweist. Deswegen gehört der ÖPNV weder in den Wettbewerb noch kommunal organisiert und finanziert, sondern im Interesse des ganzen Freistaats mindestens auf Landesebene und zwar im Sinne echter Mobilitätsketten als integrierte Planung mit Regionalbus, Regionalzug, S-Bahn, U-Bahn, Tram, Stadtbus, Rufbus etc. Da kämen dann auch völlig andere Dinge raus. Ich hab schon öfter geäußert, dass mir scheint, dass so manche Infrastrukturplanung nur dann sinnig aussieht, wenn man nicht Verkehrsströme, sondern Finanzströme im Blick hat.
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und der Starnberger sagt, warum sollen wir teure Busse zum Bahnhof einsetzen, damit die Leute nach München fahren können.... Nö, der Rohrbacher hat schon recht mit dem was er sagt. Bisher schafft man es ja kaum im MVV, Kreisüberschreitende Buslinien fahren zu lassen....Lazarus @ 15 Sep 2019, 19:17 hat geschrieben: Das mit den Landkreisen finde ich aber durchaus nachvollziehbar. Weil München sagt zurecht, warum sollen wir das Defizit aus Ebersberg oder Starnberg ausgleichen? Das sind Mittel, die uns dann wieder an anderer Stelle für den eigenen Landkreis fehlen....
Das mag ja sein, hilft mir in Pasing aber herzlich wenig, wenn ich in die überfüllte S-Bahn nicht mehr reinkomme. Da spielt es für mich keine Rolle, ob da draußen ein Regionalbus mehr oder weniger verkehrt. Da bleibt mir dann nur die Alternative, das ich auf das Auto umsteige.Rohrbacher @ 15 Sep 2019, 19:52 hat geschrieben: Fakt ist auch: Die Aigelsbachs, Adelzhausens und Albachings des Freistaats haben mit dem Status Quo das geringste Problem und sitzen im Gegenteil, wenn ihnen das Verkommen zu Schlafstädten für in München erwirtschaftete Gewerbesteuern auf den Sack geht, am längeren Hebel, wie der Nichtbeitritt zum MVV einiger Landkreise hervorragend beweist. Deswegen gehört der ÖPNV weder in den Wettbewerb noch kommunal organisiert und finanziert, sondern im Interesse des ganzen Freistaats mindestens auf Landesebene und zwar im Sinne echter Mobilitätsketten als integrierte Planung mit Regionalbus, Regionalzug, S-Bahn, U-Bahn, Tram, Stadtbus, Rufbus etc. Da kämen dann auch völlig andere Dinge raus. Ich hab schon öfter geäußert, dass mir scheint, dass so manche Infrastrukturplanung nur dann sinnig aussieht, wenn man nicht Verkehrsströme, sondern Finanzströme im Blick hat.
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Wie oft du schon gesagt hast du steigst auf das Auto um, frage ich mich warum du es immer noch nicht getan hast! :blink:Lazarus @ 15 Sep 2019, 20:22 hat geschrieben: Das mag ja sein, hilft mir in Pasing aber herzlich wenig, wenn ich in die überfüllte S-Bahn nicht mehr reinkomme. Da spielt es für mich keine Rolle, ob da draußen ein Regionalbus mehr oder weniger verkehrt. Da bleibt mir dann nur die Alternative, das ich auf das Auto umsteige.
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Weil er sich das nicht leisten kann.Jean @ 15 Sep 2019, 19:26 hat geschrieben: Wie oft du schon gesagt hast du steigst auf das Auto um, frage ich mich warum du es immer noch nicht getan hast! :blink:
Langfristig sehe ich keine andere Chance, als Arbeitsplätze en masse aus der Stadt herauszuverlagern. Das gilt vor allem für viele Bürojobs, wo es eigentlich egal ist, wo die stehen oder wo eine Menge Mitarbeiter auch easy im Home Office arbeiten kann.
Alles andere wie mehr Autospuren, weitere S-Bahnlinien etc. sind nur Tropfen auf heiße Steine und lindern das Problem nur. Das Grundproblem bleibt aber bestehen.
Für mehr Administration. Gegen Sittenverfall. Für den Ausschluss nerviger Weiber.