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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Tramnreport mit einem meiner Meinung nach sehr ausgewogenen Artikel zum Thema, das heißt es werden die Versäumnisse von rot-grün wie schwarz-rot gleichermaßen thematisiert.

Wichtig ist, dass tramreport als erstes den Abschnitt zum Verkehr in offensichtlich ungekürzter Fassung hat.

Tram
In dieser Wahlperiode verspricht die neue Koalition den Bau folgender Tramstrecken:

-Tram-Westtangente
-Tram-Nordtangente (mit Verbindung zur Münchner Freiheit und zur verkehrsberuhigten Barer Straße)
-Tram 23 (möglichst bis Fröttmaning)
-Tram 24 Bayernkaserne -Am Hart und ggf. Tram Y zum Entwicklungsgebiet im Münchner Norden (Feldmoching)
-Tram 17 über Johanneskirchner Straße zum Entwicklungsgebiet SEM Nordost

Weitere Strecken sollen geprüft und priorisiert werden:

-Tram Ostbahnhof -Ramersdorf -Neuperlach
-Südtangente (Aidenbachstraße -Ostbahnhof)
-Tram 50 Frankfurter Ring
-Innenstadtquerung Harras -Hbf. -Ludwigstraße
-Innenstadtquerung Wettersteinplatz -Silberhornstraße -Paul-Heyse-Straße -Schleißheimer Straße
-Verlängerung ab Amalienburgstraße Richtung Westen (Verdistraße, Blutenburg,
Bergsonstraße)
-Verlängerung zum Zamilapark und Verlängerung in das Entwicklungsgebiet SEM Nordost
-Tram Haar (ab Kreillerstraße), Tram Blumenau, Tram Parkstadt Solln
-Verlängerung in Nachbargemeinden
U-Bahn
Die Koalitionspartner möchten ein U-Bahn-Ausbauprogramm auflegen, mit dem Bau der U5 nach Pasing und „folgenden vordringlich, gleichzeitig zu planenden Linien“:

-U9 als Nord-Süd-Verbindung als Planungs- und Bauvorhaben hoher Priorität
-U4 nach Englschalking mit mindestens einer Haltestelle im Gebiet SEM Nordost mit optionaler
Verlängerung zum U-Bahnhalt Messestadt Riem
-U5 Pasing und weiter nach Freiham mit optionaler Verlängerung nach Germering

    An der U26 Am Hart -Kieferngarten wird festgehalten, im Vorfeld wird eine Tramtrasse geplant und realisiert. U-Bahntrassen sind zunächst dort zu verlängern/auszubauen, wo Anschlüsse an S-Bahn-Stationen erreichbar sind (Germering, Englschalking, SEM-Gebiet Nordost/Riem). Wir streben eine Taktverdichtung auf 5-Minuten-Takt tagsüber und einen Nachtbetrieb bei der U-Bahn mindestens Freitag- und Samstagnacht an.
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Beitrag von Iarn »

spock5407 @ 27 Apr 2020, 18:39 hat geschrieben: Wenn diese Tramstrecken, ohne die "zur Prüfung", in 6 Jahren gebaut und betriebsfähig sind, dann Halleluja. Das wäre von viertel Impulskraft auf Warp 9,9.
Naja realistisch würde es ja meiner Meinung nach reichen, wenn die wenigstens im Bau sind bis dahin. Klar fertig wäre schöner, aber wie Tramreport zu recht schreibt, die letzten mindestns zwölf Jahre waren suboptimal, da ist viel leigen geblieben.
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Beitrag von Iarn »

Lazarus @ 28 Apr 2020, 16:52 hat geschrieben: Achja? Rot-Grün hat das unter Ude eindrucksvoll bewiesen. Damals hat man keine einzige U-Bahn-Strecke auf den Weg gebracht.
In der letzten Legislaturperiode hat rot-grün keine U-Bahn auf den Weg gebracht, davor schon oder glaubst Du allen Ernstes die U3 nach Moosach wäre noch von Kiesl?
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Beitrag von Lazarus »

Iarn @ 28 Apr 2020, 18:29 hat geschrieben: In der letzten Legislaturperiode hat rot-grün keine U-Bahn auf den Weg gebracht, davor schon oder glaubst Du allen Ernstes die U3 nach Moosach wäre noch von Kiesl?
Die U3 Moosach müsste von Kronawitter beschlossen worden sein. Also vor Rot-Grün.
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Beitrag von Iarn »

Lazarus @ 28 Apr 2020, 17:49 hat geschrieben: Die U3 Moosach müsste von Kronawitter beschlossen worden sein. Also vor Rot-Grün.
Auch Kronawitter hat eine Weile mit den Grünen koaliert.. Und auf den Weg gebracht hat es sicher Ude, geplant wurden sie alle noch unter Vogel, selbst Deine heiß geliebte U5.
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Beitrag von Stammstrecke »

In dieser Wahlperiode verspricht die neue Koalition den Bau folgender Tramstrecken:

-Tram-Westtangente
-Tram-Nordtangente (mit Verbindung zur Münchner Freiheit und zur verkehrsberuhigten Barer Straße)
-Tram 23 (möglichst bis Fröttmaning)
-Tram 24 Bayernkaserne -Am Hart und ggf. Tram Y zum Entwicklungsgebiet im Münchner Norden (Feldmoching)
-Tram 17 über Johanneskirchner Straße zum Entwicklungsgebiet SEM Nordost
Wenns wirklich so schnell geht und die ganzen Strecken wirklich kommen, werden die P-Wagen nie in Rente gehen und auch noch ihr 70-jähriges Jubiläum in München feiern. :D
Tatsächlich sollte die MVG, wenn die ganzen neuen Strecken tatsächlich absehbar sind, den Fuhrpark nochmal deutlich ausbauen. Da werden die 73 neuen Avenio nicht lange reichen, wenn auch noch die ganzen Taktverdichtungen umgesetzt werden sollen. Die Betriebshofkapazität muss natürlich auch mitwachsen.

Insgesamt bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis, wenn die Koalition die Versprechen tatsächlich umsetzt. Das ganze ist endlich mal nicht einseitig, sondern verbindet die sinnvollen Projekte von allen Verkehrsträgern. Langfristig würde ich zusätzlich noch versuchen, die Ausrichtung der U-Bahn auf die Innenstadt aufzulösen. Da könnten aus Netzsicht auch noch tangentiale Verbindungen dazukommen (z.B. die U3 nach Pasing)
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Naja wirklich neu ist ja eigentlich nur die Strecke nach Johanniskirchen und das sind nur einige hundert Meter.
West und Nordtangente sind ja seit Jahrzehnten in der Pipeline und auch die SL23 Verlängerung nach Norden ist ja nun auch schon ein sehr lange geplantes Projekt.
Die SL24 war auch mal eine Weile in der Planung.

Alles erfreulich, wenn es so kommt aber "schnell" würde ich nicht in dem Zusammenhang in den Mund nehmen.
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Beitrag von Stammstrecke »

Iarn @ 28 Apr 2020, 18:28 hat geschrieben: Alles erfreulich, wenn es so kommt aber "schnell" würde ich nicht in dem Zusammenhang in den Mund nehmen.
Das "schnell" war vor allem in Münchner Verhältnissen gedacht. Im Vergleich zu den langsamen Schritten der letzten Jahre wäre das doch eine deutliche Steigerung des Tempos, wenn mehrere Strecken gleichzeitig realisiert werden.
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imp-cen
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Beitrag von imp-cen »

Iarn @ 27 Apr 2020, 18:56 hat geschrieben: Irgendwie ist das mit 23, 24 und eine zum Entwicklungsgebiet im Norden für mich etwas konfus.
In dem zweiten SZ Artikel ist die "zum Entwicklungsgebiet im Norden" auch nicht mehr mit aufgeführt.

Ich könnte mir vorstellen, dass man damit die Verlängerung der Tram 27 vom Petuelring nach Norden zum Forschungsgelände von BMW Am Hart (und dort Anknüpfung mit der Tram 24) gemeint haben könnte.

In Ergänzung dazu Schleißheimerstr. Süd zwischen Nordbad und Stiglmaierplatz? Oder Schleißheimer Nord bis zur alten Wendeschleife (statt Autotunnel dort)?

Ein anderes Entwicklungsgebiet im Norden ist natürlich die SEM Nord zwischen Fasaneriesee und Feldmochinger See, bzw. in kleinerer Form das Entwicklungsgebiet östlich auf Höhe Georg-Zech-Allee zwischen Lerchenstr. und Lerchenauer Straße.

Eine Tram vom Wettersteinplatz (alter 17er Süd) - Baldeplatz - Goetheplatz - (sanierte) Paul-Heyse Unterführung (Zugang Querschlag Bahnsteige/U9) Seidlstraße hoch (oder alternativ übern Bahnhofsplatz dann wohl 4- statt 3-gleisig) - Stiglmaier Platz - Schleißheimer Str. rauf - Nordbad - weiter die Schleißheimer hoch zum Abzweig über Lerchenauer Str. - Olympiazentrum - Lerchenau - bis nach Feldmoching hinter würde mir gut gefallen!
*träum*

Ja, das war vermutlich _nicht_ damit gemeint, würde aber ein großes Ganzes zu manchem angedachten Stückwerk ergeben.
;)

PS. Vlt. findet man da oben bei der SEM Nord auch Platz für einen Tram-Betriebshof, oder halt bei der SEM Ost? Große freie Flächen sind ja nicht mehr viele verfügbar und wie erfolglos sucht man denn bisher den Ersatz für den Betriebshof Westendstr.?!

PPS. Im Tramreport steht ja mehr - evtl. vom Am Hart zur SEM Nord.
Für die dauerhafte werktägliche U8
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Beitrag von Iarn »

Ja wenn ich das im Tramreport Richtig interpretiere, soll eine potentielle Stichstrecke von der SL24 zum potentiellen Neubaugebiet in Feldmoching führen.
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Beitrag von Tram-Bahni »

imp-cen @ 28 Apr 2020, 21:19 hat geschrieben: PS. Vlt. findet man da oben bei der SEM Nord auch Platz für einen Tram-Betriebshof, oder halt bei der SEM Ost?
Im Nordosten ist je ein Betriebshof für alle drei Verkehrsmittel vorgesehen. Für die Trambahn beim Wettbewerbsgewinner genau in der Verlängerung der heutigen 19er, die am aktuell einzigen Betriebshof vorbei fährt.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Süddeutsche
Die SWM wollen gegen den Willen von Unterföhring auf den Gelände des HKW Nord ein Gaskraftwerk bauen. Damit nimmt die Geschichte um den Münchner Kohleausstieg eine neue Wende. Anscheinend wird nun der Kohleausstieg als wichtiger erachtet als das Verhältnis zum nördlichen Nachbarn. Dies ist anscheinend auch Teil des Koalitionsvertrags.
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Beitrag von Iarn »

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Boris Merath
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Beitrag von Boris Merath »

Sehr interessant übrigens auch was so zum Autoverkehr drinsteht:
Im Bereich des Autoverkehrs werden öffentliche Parkplätze umgewandelt bzw. reduziert (mindes-tens 500 pro Jahr), das Parkraummanagement ausgebaut, die Stellplatzsatzung mit dem Ziel von weniger Flächenverbrauch reformiert und Quartiersgaragen in Neubaugebieten geschaffen.

Die Planungen für die Tunnel in der Schleißheimer Straße und der Tegernseer Landstraße werden eingestellt. Dies gilt auch für die Landshuter Allee unter der Maßgabe, dass effektive Maßnahmen zum Schutz der Anwohner*innen (vor Lärm und NO2-Emissionen) umgesetzt werden.
Sehr gut finde ich auch
Neue Stadtquartiere werden möglichst autofrei geplant(z.T. mit Anwohnergaragen am Rand).
Das wurde auch mal Zeit.

Insgesamt ein sehr gute Koalitionsvertrag der zumindest bei mir in allen Punkten Freude auf die nächsten 6 Jahre macht.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Prinzipiell gehe ich beim Thema Autoverkehr mit. Aber es muss meiner Meinung nach der Fokus erst mal auf das Management, also der besseren, gerechteren Verteilung der Parkplätze liegen und dann der Kürzung. Wird erst gekürzt und die Verteilung ist ungerecht, sorgt das mit Recht für Unmut in der Bevölkerung.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Auch wenn ich den Koalitionsvertrag ansonsten wirklich sehr gelungen finde, einen Absatz finde ich ziemlich bürgerfeindlich
Bei privaten Baumfällungen drehen wir das Prinzip
der Beweislast um: Fällungen werden nur mit Kaution genehmigt, die bei erfolgter Nachpflanzung
rückgezahlt wird. Zur Stärkung des Baumschutzes wird die Verwaltung mit dem entsprechenden
Personal und ausreichenden Befugnissen ausgestattet.
Es ist ja schon jetzt nicht so, dass man ohne Bürokratie einen Baum fällen kann und meistens macht man das jetzt nicht ohne Grund. Ich könnte mir vorstellen, dass in Zukunft gerade ältere Leute das Fällen eines kranken Baums aussitzen und sich so Schädlinge besser vermehren.
Gut meint, aber schlecht gemacht.
Wenn man schon neues Personal anstellen will, eher um die Bürger bei Neupflanzungen zu unterstützen statt sie zu schulmeistern. Manchmal blitzen halt doch die alten Ökorechthaber bei der Grünen durch auch wenn sich die Partei in den letzten Jahren stark gebessert hat.
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Lazarus
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Beitrag von Lazarus »

Das mit dem Thema Autoverkehr wird richtig lustig. Man baut also Parkplätze massiv ab ohne im Gegenzug dafür gesorgt zu haben, das der ÖPNV die zusätzlichen Fahrgäste auch aufnehmen kann. Bedeutet also, in der HVZ wird es noch deutlich voller in S- und U-Bahn.
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Beitrag von bestia_negra »

Ich bezweifle, dass man das in der HVZ nennenswert merken wird.


500 Parkplätze bedeuten wohl ca. 600 Personen. Bei den Massen, die jeden Tag mit dem ÖPNV in München unterwegs sind, merkt man das nicht.


Entscheidend wird, dass man die Parkplätze gezielt dort reduziert wo ein guter Anschluss an die Öffentlichen sichergestellt ist.

In der Herzog-Wilhelm-Straße gibt es beispielsweise viele Parkplätze obwohl die Gegend mit Stachus und Sendlinger Tor ausgezeichnet mit S-,U- und Trambahnen erschlossen ist. Die Parkplätze kann man wegen mir gerne streichen (und dafür den Stadtbach wieder anlegen).
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Beitrag von Iarn »

Wenn ich mir anschaue, welche so in unser Viertel reinfahren (also keinen Anwohner Parkausweis haben), dann sind das zu 10% Handwerker, 30% Gattinen (sorry aber alles politisch korrekte trifft es nicht), 30% Touristen, die mal kurz ein Königsplatz Selfie machen wollen und zu 30% Rentner. Das sind alles keine ÖPNV HVZ Benutzer.
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Beitrag von bestia_negra »

Iarn @ 2 May 2020, 10:53 hat geschrieben: Wenn ich mir anschaue, welche so in unser Viertel reinfahren (also keinen Anwohner Parkausweis haben), dann sind das zu 10% Handwerker, 30% Gattinen (sorry aber alles politisch korrekte trifft es nicht), 30% Touristen, die mal kurz ein Königsplatz Selfie machen wollen und zu 30% Rentner. Das sind alles keine ÖPNV HVZ Benutzer.
Richtig. Und außer den Handwerkern (für die bei aller Parkplatzreduktion immer noch genug Plätze da sein müssen, ebenso wie für Pflegedienste, etc.) muss von denen eigentlich niemand mit dem Auto dort hin fahren...
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Beitrag von Iarn »

Wobei ich da nochmal auf mein ursprüngliches Posting verweisen möchte, wichtig ist halt nur das das Parkraum management Vrang hat, also sichergestellt wird, dass die Kürzungen richtig verteilt werden.
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NatchO
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Beitrag von NatchO »

Es ist ja nicht so, dass geplant ist einfach Parkplätze mit dem Rasenmäher zu streichen (ich hoffe es mal).
Du musst natürlich im Gegenzug auch den ÖPNV stärken.
In der Innenstadt sehe ich da aber viel Potential.

Ich glaube, dass man da viel mit Parkraumanagement erreichen kann, inkl. schärferer Kontrolle, so dass Handwerker, Pflegedienste, etc. auch noch Parkplätze finden.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Ich sehe heute schon beim Parkraum Management viel Luft nach oben. Bei mir im ZU Viertel wurden leider deutlich mehr Anwohnerparkplätze abgebaut als Parkautomaten-Parkplätze. Auch wird aktuell die vergabe von Parkausweisen viel zu lasch gehandhabt, so dass es leider oft zu Missbrauch kommt. Ich würde die Zahl von möglichen Parkausweisen von drei auf zwei pro Wohnung reduzieren und nur noch PKWs akzeptieren, die auf jemand der dort auch gemeldet ist oder dessen Arbeitgeber zugelassen sind. Dieses ganze "überlassen" Thema wird nur missbraucht, um auch für die Karre von der Freundin, Spezl, Kollegen, Bruder oder sonstwem einen Ausweis zu besorgen.
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Beitrag von Boris Merath »

NatchO @ 4 May 2020, 09:34 hat geschrieben: Es ist ja nicht so, dass geplant ist einfach Parkplätze mit dem Rasenmäher zu streichen (ich hoffe es mal).
Also ich würde mal sehr vermuten dass die meisten dieser mindestens 500 Parkplätze abgebaut werden für Ausbauten von anderen Verkehrsbereichen, wie z.B. ÖPNV-Trassen, aber teilweise natürlich auch für Radwege.

Ein Teil wird sicher aber auch für lebenswertere Straßen/Plätze abgebaut werden, das aber wohl primär innerhalb des Altstadtrings sowie in Stadtteilzentren, die normal ohnehin schon gut per ÖPNV erschlossen sind.

Und ganz ehrlich - wegen irgendwo mal 50 Parkplätzen weniger existieren wird keine Buslinie und keine U-Bahn-Linie kurzfristig zusammenbrechen (zumindest nicht mehr als sie es jetzt tun), schließlich brauchen Autos sehr viel Platz um sehr wenig Leute zu transportieren. Nachdem in München viele Autos ohnehin den größten Teil der Woche nur rumstehen (die meisten Leute mit Auto die ich kenne nutzen für Alltagswege den ÖPNV oder sogar das Fahrrad, d.h. da ist das Auto vielleicht ein bis zwei mal in der Woche in Benutzung) dürfte ein Entfall von 500 Parkplätzen wohl maximal 200 bis 300 Fahrgäste pro Tag und Richtung erzeugen.

Dass der ÖPNV dabei kontinuierlich ausgebaut werden muss ist aber klar, und im Koalitionsvertrag ja auch ausdrücklich vorgesehen.
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Beitrag von Jean »

Boris Merath @ 4 May 2020, 13:43 hat geschrieben: Also ich würde mal sehr vermuten dass die meisten dieser mindestens 500 Parkplätze abgebaut werden für Ausbauten von anderen Verkehrsbereichen, wie z.B. ÖPNV-Trassen, aber teilweise natürlich auch für Radwege.

Ein Teil wird sicher aber auch für lebenswertere Straßen/Plätze abgebaut werden, das aber wohl primär innerhalb des Altstadtrings sowie in Stadtteilzentren.
Die Tegernseher Landstraße wäre so ein Kandidat. Da fehlt es definitiv an Grün...
Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
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Beitrag von Valentin »

Jean @ 4 May 2020, 12:44 hat geschrieben:
Boris Merath @ 4 May 2020, 13:43 hat geschrieben: Also ich würde mal sehr vermuten dass die meisten dieser mindestens 500 Parkplätze abgebaut werden für Ausbauten von anderen Verkehrsbereichen, wie z.B. ÖPNV-Trassen, aber teilweise natürlich auch für Radwege.

Ein Teil wird sicher aber auch für lebenswertere Straßen/Plätze abgebaut werden, das aber wohl primär innerhalb des Altstadtrings sowie in Stadtteilzentren.
Die Tegernseher Landstraße wäre so ein Kandidat. Da fehlt es definitiv an Grün...
Hermann Knoflacher hat einmal gesagt, das Auto breitet sich in der Stadt wie ein Virus aus und nimmt den Menschen den Platz.

Schönes Beispiel dafür: In der Lindwurmstraße wurde der breite Gehweg und der Baumbestand den Parkplätzen geopfert:

M-Wagen fährt 1961 durch die Baumstümpfe in der Lindwurmstraße

Auf die damalige Aufteilung des Straßenraums (Fußgänger & Radfahrer) (Auto & ÖPNV) will man jetzt zumindest Streckenweise wieder zurückbauen.
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Beitrag von andreas »

bestia_negra @ 2 May 2020, 12:02 hat geschrieben: Richtig. Und außer den Handwerkern (für die bei aller Parkplatzreduktion immer noch genug Plätze da sein müssen, ebenso wie für Pflegedienste, etc.) muss von denen eigentlich niemand mit dem Auto dort hin fahren...
genau, weils in München irgendwo genug Plätze gibt, wo man sich als Handwerker, Paketdienst oder sonstiger Lieferant hinstellen kann....

Was auf jeden Fall weggehört sind die Parkplätze an den Straßen, wie in der Arnulf oder Dachauer Straße - in der Mitte die Trambahn, rechts die Autos, da bleibt von den zwei spuren für den MIV wenn ein LKW fährt nur noch eine übrig....

Ist mit dem Tunnel Schleißheimer Straße eigentlich auch der Autobahnanschluß Schleißheimer Straße gestorben?
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Beitrag von spock5407 »

Entfall der Parkplätze an der Arnulfstr. zwischen Hackerbrücke und Marsstr. würde ich sehr begrüßen. Damit würde der stadtauswärtigen Richtung endlich auch ein unabhängiger Gleiskörper ermöglicht.
1. Da staut sichs schnell mal, wenns an der Auffahrt an der Donnersbergerbrüche klemmt. Das ist nicht sooo oft, aber wenn, dann ist es heftig und zerstört den Fahrplan 16/17 vollends.

Bei der Gelegenheit könnte man auf dem Abschnitt Rasengleise anlegen.
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Beitrag von Iarn »

Interview mit Habnschaden bei Hallo München

Für mich sticht trotz allen vorsichtigen Formulierungen seitens Habenschaden heraus, dass Tram und Rad die beiden Punkte sind, die man trotz Corona Depression durchziehen will, während man alles andere auf den Prüfstand stellen möchte.
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Beitrag von Jean »

Iarn @ 17 May 2020, 09:44 hat geschrieben: Interview mit Habnschaden bei Hallo München

Für mich sticht trotz allen vorsichtigen Formulierungen seitens Habenschaden heraus, dass Tram und Rad die beiden Punkte sind, die man trotz Corona Depression durchziehen will, während man alles andere auf den Prüfstand stellen möchte.
Die U9 ist ein langfristiges Projekt. Dies muss trotzdem durchgeführt werden.
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