[M] Aufgelassener S-Bahnhof Olympiastadion

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rz-u
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Re: [M] Aufgelassener S-Bahnhof Olympiastadion

Beitrag von rz-u »

andreas hat geschrieben: 26 Nov 2025, 15:33 ... wenn wir bei Freakträumen sind:
Man könnte natürlich die Strecke aufgeständert über der Landshuter Allee weiterbauen Richtung Süden und ... HBF ..
So "freak" find ich das garnicht. Es war ja mal eine Bahnstrecke.
Es wundert mich eher dass das nicht schon längst geplant wird. Ob aufgestaendert über den Mittleren Ring oder Tunnel unter der Dachauer Str., evtl. Sogar weiter nach Süden Ri. Hatras, egal wie: waer doch eone super Anbindung des Nordens.
4002
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Re: [M] Aufgelassener S-Bahnhof Olympiastadion

Beitrag von 4002 »

Jedesmal, wenn ich bisher am Schliersee war, ist dort mindestens ein Triebfahrzeug am Hausbahnsteig hinterstellt.
Während die Gleise am Zungenbahnsteig im Regelbetrieb genutzt werden, da man vom Hausbahnsteig nicht ohne rangieren nach Bayrischzell kommt.
Selbst auf Google Maps sieht man es im Satellitenbild, als auch auf beinahe jedem Google Bild, wenn man nach dem Bahnhof Schliersee sucht.


Außerdem hier bereits mehrfach erwähnt, der östliche Bogen ist nicht mehr nutzbar. So nur noch als Stichstrecke aus Moosach betreibbar.

Es geht nicht darum, mit dem Radl am Bahnsteig entlangzufahren, sondern kreuzungsfrei über den Frankfurter Ring zu kommen und dafür möglichst vorhandene Infrastruktur zu nutzen und wenig Geld auszugeben.

Bisher wurden die Brücken seit fast 27 Jahren nicht mehr regulär genutzt.

Ohne die Radwege wird da auch in den nächsten 30 Jahren nur alles vor sich hin gammeln.

Abseits von Zeitungen und einzelnen interessierten gibt es weder von der Bahn, der Stadt, der BEG etc. nur im Ansatz eine mindestens halb offizielle Meldung wie ,, es wird geprüft " o.ä

Das Gelände gehört nun seit 15 Jahren nicht mehr der Bahn, sondern der Stadt und zu einer Umwandlung gibt es eine offizielle Äußerung der Stadt.


Würde man in New York diskutieren, wie sinnvoll eine Anlieferung per Bahn wäre und dennoch mit dem LKW kommen, hätte man auch heute keinen Highline Park, sondern nur eine Ruine. Abseits dessen, dass ganz New York eine Ruine ist.


Was ist also nun wahrscheinlicher?

DB InfraGo kauft die Strecke zurück, versenkt ohne Förderung viel Geld um eine betrieblich mehr schlecht als recht passende Strecke zu betreiben oder die Stadt kümmert sich gar um die Infrastruktur :lol:

Oder

Die Stadt zieht eben mit dem Projekt Egggartensiedlung auch die ,,Nord-Süd Grünverbindung" durch.


Alternativ

Es schimmelt eben alles weiter vor sich hin, außer den Werbetafeln in Richtung Landshuter Allee

Hier übrigens auf Seite 46 ; 48; 53; 56 und auf 57 sieht man sogar die hier vorgeschlagene Verbindung rüber zur Riesstr über das Gelände der Berufsschule

https://stadt.muenchen.de/dam/jcr:17b2e ... iapark.pdf

Auf Seite 61 sieht man, dass näher an der Kreuzung zum Frankfurter Ring noch eine zusätzliche Fußgängerbrücke geplant ist.
Rohrbacher
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Re: [M] Aufgelassener S-Bahnhof Olympiastadion

Beitrag von Rohrbacher »

4002 hat geschrieben: 28 Nov 2025, 23:01 Jedesmal, wenn ich bisher am Schliersee war, ist dort mindestens ein Triebfahrzeug am Hausbahnsteig hinterstellt.
Aber nicht als Ersatzzug, sondern für die in Schliersee startenden HVZ-Züge. Die haben jedenfalls eine Funktion und sind nicht "einfach so" da.
4002 hat geschrieben: 28 Nov 2025, 23:01 Außerdem hier bereits mehrfach erwähnt, der östliche Bogen ist nicht mehr nutzbar. So nur noch als Stichstrecke aus Moosach betreibbar.
Wie hier auch schon mehrfach erwähnt ist der östliche Bogen de facto genauso da oder nicht da wie alles andere auch.
4002 hat geschrieben: 28 Nov 2025, 23:01Ohne die Radwege wird da auch in den nächsten 30 Jahren nur alles vor sich hin gammeln.
Für den Bahnbetrieb baut man auf jeden Fall neue.
4002 hat geschrieben: 28 Nov 2025, 23:01Abseits von Zeitungen und einzelnen interessierten gibt es weder von der Bahn, der Stadt, der BEG etc. nur im Ansatz eine mindestens halb offizielle Meldung wie ,, es wird geprüft " o.ä
Hier waren wir doch schon. Wie gesagt, wenn jede Idee damit abgebügelt werden kann, dass es noch kein abgeschlossenes Planungsverfahren gibt, dann wird's nie wieder ein Planungsverfahren für irgendwas geben.
4002 hat geschrieben: 28 Nov 2025, 23:01Das Gelände gehört nun seit 15 Jahren nicht mehr der Bahn, sondern der Stadt
Kann man wieder ändern. Ich würd's ja enteignen, weil die Stadt das Gelände verfallen lässt. ;-)
4002 hat geschrieben: 28 Nov 2025, 23:01Was ist also nun wahrscheinlicher?
Der Bahnhof. Das millionenschwere Grüngedöns hätte man ja schon lange mal "durchziehen" können, man hat's aber nicht, weil zeitweise z.B. wegen dem Transrapid übergeordnete Interessen bestanden haben. Ein solches wäre eine Reaktivierung des Olympia-Bahnhofs wieder. Übrigens könnte die Trasse gerade auch im Rahmen der ICE-Strecke München-Ingolstadt wieder eine Rolle spielen. Immerhin hat man die für den Transrapid schon rauf und runter geprüft. Es ist komplett spekulatiiv, aber wenn man für den selben Zweck eh eine tunnellastige HGV-Trasse braucht, könnte man auch die Luftlinie wieder prüfen. Das sind bis zur A92 ganze 9,3 km. Auf der Bestandstrasse sind es rund 15,5 km in nicht weniger bebautem Gebiet. Wie wär's mit einem ganzen ICE-Bahnhof am Olympiapark und einem an den Flughafen verlegten Kopfmachen?

München Hbf
München Olympiapark
München Flughafen Fernbf
Nürnberg Hbf
Erfurt Hbf
Halle (Saale) Hbf
Berlin Südkreuz
Berlin Hbf
Berlin Gesundbrunnen

Gut, dann sollte man natürlich auch eine S-Bahn hinfahren. ;-)
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Re: [M] Aufgelassener S-Bahnhof Olympiastadion

Beitrag von 4002 »

Der steht zwar nicht einfach so dort, ist im Zweifel jedoch schnell einsatzbereit.


Auf Google Maps kann man den Bogen noch erkennen, aber die Hürden auf einer Ausgleichsfläche zu bauen sind nicht gerade gering. Ja es geht, keine Frage. Man tut sich da jedoch bei Projekten mit erheblich mehr politischem Rückenhalt schon wirklich schwer.

Vor der Vorplanung gehört dazu, laut darüber zu reden. Macht, außer hier ein paar Freaks, niemand.
Die Zeitungen mussten ihr Sommerloch füllen.

Enteignung bedeutet finanzieller Ausgleich und dann braucht es ein öffentliches Interesse. Wo liegt das öffentliche Interesse es die Bahn, für mehr Geld, weitergammeln zu lassen.


Milliarden vergraben, damit der ICE mit dem für den ICE nutzlosen Halt länger braucht als über die Bestandsstrecke?
Naja!
Die meisten ICE halten nichtmal in Pasing und viele auch nicht in Ingolstadt. Warum dann überhaupt am Olympiazentrum? Sowas kannibalisiert das Produkt ICE

Dazu auf der Strecke maximal 2min Zeitersparnis zur Bestandsstrecke, wenn überhaupt.
andreas
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Re: [M] Aufgelassener S-Bahnhof Olympiastadion

Beitrag von andreas »

ganz ehrlich - einen ICE halt am Olympiapark seh ich als positiv für das Produkt ICE an - ähnlich wie die ICE Züge, die in Hamburg HBF, Dammtor und Altona halten. eher lästig sind halte wie Limburg oder Montabaur, nicht umsonst hält in Kinding und Allersberg kein ICE...
Die Linie von Rohrbacher wäre schon sinnvoll, an den großen Start und Zielstädten mehrere Halte und dann zwischen drin zügig schauen das man weiterkommt.

Und ja, wenns die alten Brücken mitmachen wäre das sicher 'schnell' wieder einsatzbereit, aber dann hat man halt das gleiche Problem, daß man schon vor der Stilllegung hat - die Anbindung war und ist ein Provisorium und bleibt halt einfach scheiße. Und Umsteigeverbindungen bietet der Bahnhof auch keine (gut, wenn man schon viel Geld ausgibt könnte man natürlich auf der U3 noch einen Bahnhof reinquetschen)....

aber jetzt mal eine ganz andere Frage: Ursprünglich war ja eine Autobahn geplant vom Olympiakreuz bis zum AD Feldmoching - hat man die Trasse freigehalten oder wurde die schon überbaut?
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Re: [M] Aufgelassener S-Bahnhof Olympiastadion

Beitrag von 4002 »

Bis auf eine Kleingartensiedlung und den Fliegerpark ist die Trasse grundsätzlich frei, wenn man mal auf Maps schaut.
Es ist nicht überall großzügig Platz, aber ausreichend.
Einzig im Bereich des BÜ Lerchenauerstr und dem Einkaufskomplex dürfte es etwas eng werden.
Rohrbacher
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Re: [M] Aufgelassener S-Bahnhof Olympiastadion

Beitrag von Rohrbacher »

4002 hat geschrieben: 29 Nov 2025, 01:55 Der steht zwar nicht einfach so dort, ist im Zweifel jedoch schnell einsatzbereit.
Bis er aufgerüstet wäre, würde eigentlich eh schon der nächste Zug kommen. Man kann den Zug sicher für das konstruierte Problem benutzen, er fehlt dann aber halt für seinen eigentlichen Zweck.
4002 hat geschrieben: 29 Nov 2025, 01:55Auf Google Maps kann man den Bogen noch erkennen, aber die Hürden auf einer Ausgleichsfläche zu bauen sind nicht gerade gering. Ja es geht, keine Frage. Man tut sich da jedoch bei Projekten mit erheblich mehr politischem Rückenhalt schon wirklich schwer.
Das klappt schon, das wäre in Zweifel ein übergeordnetes Interesse.
4002 hat geschrieben: 29 Nov 2025, 01:55Vor der Vorplanung gehört dazu, laut darüber zu reden. Macht, außer hier ein paar Freaks, niemand.
Die Zeitungen mussten ihr Sommerloch füllen.
Und bevor mal laut drüber redet, wird ggf. auch leise gesprochen. Siehe unten.
4002 hat geschrieben: 29 Nov 2025, 01:55Enteignung bedeutet finanzieller Ausgleich und dann braucht es ein öffentliches Interesse. Wo liegt das öffentliche Interesse es die Bahn, für mehr Geld, weitergammeln zu lassen.
Auf Verdacht würde die Bahn das Gelände sicher nicht wieder kaufen, sondern natürlich schon im Rahmen eines dann wirklich konkreten Bauprojekts.
4002 hat geschrieben: 29 Nov 2025, 01:55Milliarden vergraben, damit der ICE mit dem für den ICE nutzlosen Halt länger braucht als über die Bestandsstrecke? (...) Dazu auf der Strecke maximal 2min Zeitersparnis zur Bestandsstrecke, wenn überhaupt.
Das Arbeitspapier zur SFS München-Ingolstadt nennt für die Sprinterzüge mit heutigem Haltschema 15 Minuten Ersparnis.
4002 hat geschrieben: 29 Nov 2025, 01:55Die meisten ICE halten nichtmal in Pasing
Wenn sie über Ingolstadt fahren ist das immer so. Bei denen über Augsburg wäre das neu.
4002 hat geschrieben: 29 Nov 2025, 01:55und viele auch nicht in Ingolstadt. Warum dann überhaupt am Olympiazentrum? Sowas kannibalisiert das Produkt ICE
Am Ende einer Fahrt nicht, im Gegenteil. Siehe München-Pasing, Berlin Südkreuz, Berlin Gesundbrunnen, Hamburg-Harburg, Hamburg Dammtor, Hamburg-Altona oder das inflationäre Halten am Ende zwischen Köln und Dortmund.

Wenn ich die grobe Skizze auf Seite 3 im Arbeitspapier (pdf) zur SFS München-Ingolstadt an der Stelle so "wörtlich" nehme wie in den anderen Abschnitten und davon ausgehe, dass 15 Minuten Ersparnis mit dem aktuellen Umweg über Laim und Moosach sportlich sein könnten, dann haben die Freaks bei der DB tatsächlich die ehemalige Trasse der Ostbahn mit der Luftlinienverbindung von der Donnersbergerbrücke bis Feldmoching mindestens mal auf dem Schirm. Wenn ich einen größeren Bereich in München sowieso untertunneln muss, dann wäre diese allein im Münchner Stadtgebiet mehrere Kilometer kürzere Trasse, wo ich zwischen Laim und Feldmoching im Bestand nichts verändern muss und je nach Einbindung in den Hauptbahnhof dann vielleicht exklusive Gleise ohne Mischverkehr habe, sogar mein Plan A.

Und wenn ich in München wohnen würde, würde ich sagen, hallelujah, das wäre doch eine Mega-Sache für die Stadt, wenn der ICE im Stadtgebiet am Olympiagelände, wo ja oft viele auch von außerhalb hinfahren möchten, nochmal halten könnte, wie er das in Berlin, Hamburg, Pasing ja auch macht. Dazu einen S-Bahn für den Nordring, damit man von Dachau und aus dem Osten hinkommt. Im Norden eines 400 m langen Bahnsteigs (der westliche der beiden bestehenden würde sich von der Lage anbieten) könnte man im Prinzip mit einem etwas gestrecken Übergang im Norden sogar noch einen U-Bahnhof zwischen OEZ und Oberwiesenfeld einbauen. Ein Anschluss nach Moosach und nach Schwabing ist ja im Prinzip schon da. Langfristig würde ein ICE-Bahnhof an der Stelle vielleicht auch eine U-Bahn von Moosach nach Pasing rechtfertigen ...

Die S-Bahn am Nordring kann ja z.B. in einem Stumpfgleis eher am nördlichen Ende des Bahnhofs eher Richtung U-Bahn wenden lassen, dann ist auch die Stichfahrt nur halb so lang.

Den auf die zwei östlichen Kopfgleise verkleinerten "Sonderzugbahnhof" könnte man auf diesem Weg sogar voll in den Regelbetrieb mit ICE, dem SPNV Richtung Landshut und S- und U-Bahn einbinden. Wenn man das rampen- und tunneltechnisch hinkriegen würde, könnten Sonderzüge bei Bedarf direkt von Berlin oder einfach nur vom Flughafen bis zum Olympiapark fahren. Oder, wenn in München Hbf alles gestört ist, hätte man die Option mindestens vier Züge am Olympiapark enden zu lassen.

Da könnte man auch in der Nähe von BMW nochmal ein richtiges "Pasing" hinbauen, wenn man verschiedene Bahnprojekte und ein mögliches Olympia in einen Topf wirft. Funfact: So würde man sogar die eh nötige SFS noch zu einer potentiellen Olympia-Maßnahme machen können, wo man dann ganz sicher den Geldfluss kaum noch gestoppt kriegen würde ... *duck+weg*

Aber ganz bestimmt gibt es auch dann wichtigeres, z.B. einen innerstädtischen Radweg, ist mir schon klar. ;-)
andreas hat geschrieben: 29 Nov 2025, 11:43 aber jetzt mal eine ganz andere Frage: Ursprünglich war ja eine Autobahn geplant vom Olympiakreuz bis zum AD Feldmoching - hat man die Trasse freigehalten oder wurde die schon überbaut?
Wenn das die ist, die ich meine, könnte das die sein, die auch die DB vielleicht nicht nur zufällig in ihre Skizze gezeichnet hat!?
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Re: [M] Aufgelassener S-Bahnhof Olympiastadion

Beitrag von TramBahnFreak »

Rohrbacher hat geschrieben: 28 Nov 2025, 21:11 Okay, da nehmen wir die 5 Minuten, beim zu erwartenden Kurzzug sind mit einem Solo-Tf wahrscheinlich 4 oder sogar 3 Minuten möglich. 6-7 Minuten hat das Kopfmachen in Enzelhausen auf der Hallertauer Lokalbahn Freising-Mainburg fahrplanmäßig gedauert, wenn man den VT95 noch um den Beiwagen umzusetzen musste!
Hat man damals für jeden Fahrtrichtungswechsel jeweils den Führerstand gewechselt oder hat man das noch nicht so eng gesehen wie heutzutage...?
Rohrbacher hat geschrieben: 29 Nov 2025, 00:35 Aber nicht als Ersatzzug, sondern für die in Schliersee startenden HVZ-Züge. Die haben jedenfalls eine Funktion und sind nicht "einfach so" da.
"Einfach so" kann man sich im deutschen Eisenbahnwesen sowieso nichts leisten...
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Re: [M] Aufgelassener S-Bahnhof Olympiastadion

Beitrag von U-Bahn Gern »

Die ICE-Idee finde ich ein interessantes Gedankenspiel. Hab lange in der Gegend gelebt und auch die Transrapid-Pläne gesehen. Eine Hochbahn über der Landshuter Allee würde wohl bei den Anwohnern in großem Protest münden, noch dazu wäre die Einfädelung an der Donnersbergerbrücke durch die vielen Gleisanlagen, umliegenden Gebäude und die bestehende Straßenbrücke wahrscheinlich kaum möglich. Deshalb wäre wohl die realistischste Variante ein Abtauchen in einen Tunnel auf Höhe Borstei, der dann irgendwie im Gleisvorfeld vom Hbf wieder hoch kommt. Teuer aber wohl sehr effektiv.

Ich würde aber tatsächlich nochmal eine ganz andere, noch verrücktere Idee einwerfen: Was wäre denn mit einem generellen "Fernbahn-Terminal" an dem Ort? Dass der Hbf am Limit ist, ist bereits jedem klar. Dass Stamm 2 vom bestehenden Angebot oben nichts wegnehmen soll ebenso. Und wenn man wirklich den Deutschlandtakt und ein verbessertes Angebot im FV haben will, kommt wahrscheinlich nochmal mehr. Also warum nicht a la Frankreich und Spanien einen eigenen Bahnhof für ICEs am Olympiapark? Bei ausgebauten Gleisanlagen wären die Strecken Richtung Augsburg und Nürnberg via Nordring schnell erreicht. Wenn man eine Strecke entlang der geplanten Autobahn baut, geht's auch Richtung Regensburg raus. Und mit Ausbau Nordring + "Truderinger Spange" sogar weiter in den Süden. Klar wäre die Lage und Anbindung des Bahnhofs erstmal fragwürdig, aber wenn man am nördlichen Ende einen neuen U3-Bahnhof (oder eine Verbindung zum OEZ) und am südlichen noch eine Verbindung zur U1 am Georg-Brauchle-Ring herstellt, wäre man mit zwei U-Bahnen im 5-Minuten-Takt gut versorgt. Parkplätze wären bei einer möglichen Mitnutzung der nördlichen Parkharfe auch genügend vorhanden. Und wenn bei einer (eventuellen) Olympia-Austragung aus ganz DE und Europa Leute nach München strömen, wäre der Bahnhof sowieso perfekt. Also ja: Es ist gewagt, ein bisschen verrückt, aber ich würde das Konzept "München Nordbahnhof" nicht unterschätzen. :lol:
Mehr U-Bahn für München!
Schnellerer Netzausbau ab sofort!
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Re: [M] Aufgelassener S-Bahnhof Olympiastadion

Beitrag von spock5407 »

Rohrbacher hat geschrieben: 29 Nov 2025, 12:54 Wenn sie über Ingolstadt fahren ist das immer so. Bei denen über Augsburg wäre das neu.
In den 90ern z.B. haben die ICE der Linie 6 ausser in besimmten Tagesrandzeiten nicht in Pasing gehalten.
Fahrzeit MH-MA 25min. Fast nicht einhaltbar.
Rohrbacher
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Re: [M] Aufgelassener S-Bahnhof Olympiastadion

Beitrag von Rohrbacher »

U-Bahn Gern hat geschrieben: 30 Nov 2025, 02:08 Ich würde aber tatsächlich nochmal eine ganz andere, noch verrücktere Idee einwerfen: Was wäre denn mit einem generellen "Fernbahn-Terminal" an dem Ort? Dass der Hbf am Limit ist, ist bereits jedem klar. Dass Stamm 2 vom bestehenden Angebot oben nichts wegnehmen soll ebenso. Und wenn man wirklich den Deutschlandtakt und ein verbessertes Angebot im FV haben will, kommt wahrscheinlich nochmal mehr. Also warum nicht a la Frankreich und Spanien einen eigenen Bahnhof für ICEs am Olympiapark? Bei ausgebauten Gleisanlagen wären die Strecken Richtung Augsburg und Nürnberg via Nordring schnell erreicht. Wenn man eine Strecke entlang der geplanten Autobahn baut, geht's auch Richtung Regensburg raus. Und mit Ausbau Nordring + "Truderinger Spange" sogar weiter in den Süden. Klar wäre die Lage und Anbindung des Bahnhofs erstmal fragwürdig, aber wenn man am nördlichen Ende einen neuen U3-Bahnhof (oder eine Verbindung zum OEZ) und am südlichen noch eine Verbindung zur U1 am Georg-Brauchle-Ring herstellt, wäre man mit zwei U-Bahnen im 5-Minuten-Takt gut versorgt. Parkplätze wären bei einer möglichen Mitnutzung der nördlichen Parkharfe auch genügend vorhanden. Und wenn bei einer (eventuellen) Olympia-Austragung aus ganz DE und Europa Leute nach München strömen, wäre der Bahnhof sowieso perfekt. Also ja: Es ist gewagt, ein bisschen verrückt, aber ich würde das Konzept "München Nordbahnhof" nicht unterschätzen. :lol:
Was machst du mit den anderen geplanten Fahrtbeziehungen?

Dortmund-Köln-Frankfurt-Stuttgart-München Hbf-Flughafen II
Zürich-Lindau-München Hbf-Flughafen II
Verona-Bozen-Innsbruck-München Hbf-Flughafen II
Hamburg/Berlin-Nürnberg-München Hbf-Flughafen II oder München Hbf-Flughafen II-Nürnberg-Hamburg/Berlin
München Hbf-Flughafen II-(Mühldorf-)Salzburg-Wien

Jedenfalls sollen dem Arbeitspapier zu Folge 2,5 Fernzüge pro Stunde zwischen München Hbf und dem Flughafen fahren. Das würde wohl heißen, dass von jeder dieser Achsen alle zwei Stunden ein Zug via oder bis zum Flughafen fahren soll. Das heißt übrigens auch, dass alle anderen Züge auf der SFS am Flughafen vorbeifahren und jetzt bei weitem nicht jeder ICE via Ingolstadt am Flughafen kopfmachen soll.

Jedenfalls braucht's dafür eine Achse München Hbf-Neufahrn(-Ingolstadt/Flughafen II), die mit vier Nürnberger Fernzügen, zwei zum Flughafen und mindestens den zwei RE München-Regensburg/Passau klarkommt. Dazu in der Spitze vielleicht noch zwei HVZ-Züge oder ggf. eine RE-Linie (via Allershausen). Das wären pro Richtung bis zu 10 Züge in der Stunde!

Derzeit kommen ja die Strecken von Ingolstadt (ehemals Staatsbahn) und Landshut (ehemals Ostbahn) noch getrennt mit insgesamt vier Gleisen in den Hbf rein. Wenn sowieso die Landshuter RE auf die NBS gehen und die heutige RB33 in Stamm2, dann wären die heutigen Landshuter Gleise, also zwei "übrig". Die könnte man so oder so für die NBS benutzen, wahlweise direkt hinter'm Hbf oder erst in Laim. Wenn wir hier über erstere Lösung reden könnte man die Züge aus Ingolstadt-Pfaffenhofen-Petershausen auf die Landshuter Gleise legen, die heutigen Ingolstädter Gleise kappt man für die Einfahrt in die SFS und nebendran bleibt die Augsburg-Pasinger Strecke wie sie ist. So könnte man eine NBS einbinden.

Damit wären im weiteren Verlauf die heutigen Ingolstädter Gleise frei, über die man dann mit heutigem Gleisplan auf die S-Bahnstrecke nach Freising, die Altstrecke nach Ingolstadt und ins Werk Pasing kommt. Die könnte man mit ggf. kleineren Anpassungen dann auch besser nutzen, um einfahrende Bereitstellungen, verspätete Züge oder in den Hauptbahnhof umgeleitete S-Bahnzüge zurückzuhalten.

Auch für einen RE wäre eine NBS mit einem Bahnhof am Olympiapark nicht schlecht. Wenn man auch den heutigen RE1 auf die NBS verlegen würde, könnte man auch da die Massen entzerren, wenn man den vom Vorortverkehr Petershausen-Pfaffenhofen-Ingolstadt abtrennt und mit einem Ingolstädter Flughafen-RE verwurstet:

München Hbf
München Olympiapark
München Flughafen Fernbf
Allershausen
Pfaffenhofen (Ilm) Nord (je nach Variante)
Ingolstadt Hbf
Ingolstadt Nord
Kinding (Altmühltal)
Allersberg (Rothsee)
Nürnberg Hbf

Dann hätte man eine RE-Anbindung ohne dass die Freisinger Züge durch Kopfmachen am Flughafen ausgebremst werden. Ingolstadt wäre stündlich an den Flughafen angebunden, ohne dass allzu viele ICE durch das zweimalige Abfahren von der Rennstrecke ausgebremst werden.

Auf der Altstrecke München-Ingolstadt könnte man dann im Regelfall (endlich) wieder richtigen Regionalverkehr mit ein paar Güterzügen dazwischen machen. ;-)

Durch den ganzen Verkehr und weil's nicht so weit ist, baut man den Tunnel Hbf-Olympiapark für 160 km/h, dann können in dem Bereich auch die Landshuter Züge ohne Druckertüchtigung durch und man kann am Olympiapark auch am Bahnsteig durchfahren, dahinter geht man dann auf 190-230 km/h, Abzw Neufahrn-Stammham(-Nürnberg) ginge dann durchgehend mit 300 km/h. Über den Olympiapark und die A9 könnte man München-Nürnberg im Fernverkehr ggf. auf unter 160 km verkürzen. Außenrum über Laim wäre die neue Trasse allein schon ca. 5 km länger und hätte halt mit mehr Anwohnern zu tun als zwischen Olympiapark und Feldmoching, wo eh die alte Ostbahntrasse ungenutzt in der Landschaft liegt.

Auch bei jedem der über Pasing reinkommenden und zum Flughafen verlängerten ICE, was ja die Mehrheit wäre (man will ja zur Entlastung von München Hbf auch ein Teil der Abstellung nach "Schwaigerloh II" verlegen) würde sich das doppelte Fahren von Hbf-Laim auf Dauer deutlich verteuern. Würde man nicht nur die Trasse nutzen, sondern auch den Olympiabahnhof als solchen einbauen, könnte im Norden ohne großen Aufwand ein kompletter Fernbahnhof entstehen. Der westliche Bahnsteig 3/4 wäre aus meiner Sicht geeignet, die Gleislage von Gleis 3 im "Untergeschoss" müsste man halt anpassen/neubauen, aber dann hätte man die Anlage denkmalgerecht eingebunden.

Der Tunnel beginnt da südlich des Georg-Brauchle-Rings, da wären für eine Tunnelrampe nach der Brücke rund 500 m. Das könnte sich für einen Tunneleingang nördlich des Spielplatzes Borstei ausgehen. Auch am anderen Ende am Hauptbahnhof wird man ja wahrscheinlich wie in Ulm mit bis zu 35 Promille arbeiten. Güterzüge sind in dem Bereich ja eh auszuschließen.

Am anderen Ende des Olympiabahnhofs müsste man überlegen, ob die NBS den Nordring über- oder unterfährt. Wegen der U-Bahn und den Nordring-Ausfädelungen für die S-Bahn, die nach Osten Richtung Gleis 1/2 muss, würde ich da in Hochlage gehen, auch da wären zwischen Bahnsteigende und dem Nordring 800 m. Da müsste halt der östliche Teil des Kleingartens dran glauben. Danach geht's bis Feldmoching wohl oberirdisch nur noch gradaus; auch im Bahnhof Feldmoching haben wir ja eine U-Bahn drunter. Die Anbindung Feldmoching-Rbf könnte man bei einer oberirdischen Trasse noch als drittes Gleis neben die NBS und von den Anwohnern der Berberitzenstraße nach Westen auf die ursprüngliche Ostbahntrasse wegverlegen, womit noch ein Problem mit nur einer Maßnahme gelöst wäre!

Aber wie gesagt: Alles bisher nur hypothetisch, wenn man den Strich in der DB-Skizze "wörtlich" nimmt und den Olympiabahnhof in die gedankliche Visualisierung einbezieht. ;-)
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