U-Bahn Gern hat geschrieben: ↑30 Nov 2025, 02:08
Ich würde aber tatsächlich nochmal eine ganz andere, noch verrücktere Idee einwerfen: Was wäre denn mit einem generellen "Fernbahn-Terminal" an dem Ort? Dass der Hbf am Limit ist, ist bereits jedem klar. Dass Stamm 2 vom bestehenden Angebot oben nichts wegnehmen soll ebenso. Und wenn man wirklich den Deutschlandtakt und ein verbessertes Angebot im FV haben will, kommt wahrscheinlich nochmal mehr. Also warum nicht a la Frankreich und Spanien einen eigenen Bahnhof für ICEs am Olympiapark? Bei ausgebauten Gleisanlagen wären die Strecken Richtung Augsburg und Nürnberg via Nordring schnell erreicht. Wenn man eine Strecke entlang der geplanten Autobahn baut, geht's auch Richtung Regensburg raus. Und mit Ausbau Nordring + "Truderinger Spange" sogar weiter in den Süden. Klar wäre die Lage und Anbindung des Bahnhofs erstmal fragwürdig, aber wenn man am nördlichen Ende einen neuen U3-Bahnhof (oder eine Verbindung zum OEZ) und am südlichen noch eine Verbindung zur U1 am Georg-Brauchle-Ring herstellt, wäre man mit zwei U-Bahnen im 5-Minuten-Takt gut versorgt. Parkplätze wären bei einer möglichen Mitnutzung der nördlichen Parkharfe auch genügend vorhanden. Und wenn bei einer (eventuellen) Olympia-Austragung aus ganz DE und Europa Leute nach München strömen, wäre der Bahnhof sowieso perfekt. Also ja: Es ist gewagt, ein bisschen verrückt, aber ich würde das Konzept "München Nordbahnhof" nicht unterschätzen.

Was machst du mit den anderen geplanten Fahrtbeziehungen?
Dortmund-Köln-Frankfurt-Stuttgart-München Hbf-Flughafen II
Zürich-Lindau-München Hbf-Flughafen II
Verona-Bozen-Innsbruck-München Hbf-Flughafen II
Hamburg/Berlin-Nürnberg-München Hbf-Flughafen II oder München Hbf-Flughafen II-Nürnberg-Hamburg/Berlin
München Hbf-Flughafen II-(Mühldorf-)Salzburg-Wien
Jedenfalls sollen dem Arbeitspapier zu Folge 2,5 Fernzüge pro Stunde zwischen München Hbf und dem Flughafen fahren. Das würde wohl heißen, dass von jeder dieser Achsen alle zwei Stunden ein Zug via oder bis zum Flughafen fahren soll. Das heißt übrigens auch, dass alle anderen Züge auf der SFS am Flughafen vorbeifahren und jetzt bei weitem nicht jeder ICE via Ingolstadt am Flughafen kopfmachen soll.
Jedenfalls braucht's dafür eine Achse München Hbf-Neufahrn(-Ingolstadt/Flughafen II), die mit vier Nürnberger Fernzügen, zwei zum Flughafen und mindestens den zwei RE München-Regensburg/Passau klarkommt. Dazu in der Spitze vielleicht noch zwei HVZ-Züge oder ggf. eine RE-Linie (via Allershausen). Das wären pro Richtung bis zu 10 Züge in der Stunde!
Derzeit kommen ja die Strecken von Ingolstadt (ehemals Staatsbahn) und Landshut (ehemals Ostbahn) noch getrennt mit insgesamt vier Gleisen in den Hbf rein. Wenn sowieso die Landshuter RE auf die NBS gehen und die heutige RB33 in Stamm2, dann wären die heutigen Landshuter Gleise, also zwei "übrig". Die könnte man so oder so für die NBS benutzen, wahlweise direkt hinter'm Hbf oder erst in Laim. Wenn wir hier über erstere Lösung reden könnte man die Züge aus Ingolstadt-Pfaffenhofen-Petershausen auf die Landshuter Gleise legen, die heutigen Ingolstädter Gleise kappt man für die Einfahrt in die SFS und nebendran bleibt die Augsburg-Pasinger Strecke wie sie ist. So könnte man eine NBS einbinden.
Damit wären im weiteren Verlauf die heutigen Ingolstädter Gleise frei, über die man dann mit heutigem Gleisplan auf die S-Bahnstrecke nach Freising, die Altstrecke nach Ingolstadt und ins Werk Pasing kommt. Die könnte man mit ggf. kleineren Anpassungen dann auch besser nutzen, um einfahrende Bereitstellungen, verspätete Züge oder in den Hauptbahnhof umgeleitete S-Bahnzüge zurückzuhalten.
Auch für einen RE wäre eine NBS mit einem Bahnhof am Olympiapark nicht schlecht. Wenn man auch den heutigen RE1 auf die NBS verlegen würde, könnte man auch da die Massen entzerren, wenn man den vom Vorortverkehr Petershausen-Pfaffenhofen-Ingolstadt abtrennt und mit einem Ingolstädter Flughafen-RE verwurstet:
München Hbf
München Olympiapark
München Flughafen Fernbf
Allershausen
Pfaffenhofen (Ilm) Nord (je nach Variante)
Ingolstadt Hbf
Ingolstadt Nord
Kinding (Altmühltal)
Allersberg (Rothsee)
Nürnberg Hbf
Dann hätte man eine RE-Anbindung ohne dass die Freisinger Züge durch Kopfmachen am Flughafen ausgebremst werden. Ingolstadt wäre stündlich an den Flughafen angebunden, ohne dass allzu viele ICE durch das zweimalige Abfahren von der Rennstrecke ausgebremst werden.
Auf der Altstrecke München-Ingolstadt könnte man dann im Regelfall (endlich) wieder richtigen Regionalverkehr mit ein paar Güterzügen dazwischen machen.
Durch den ganzen Verkehr und weil's nicht so weit ist, baut man den Tunnel Hbf-Olympiapark für 160 km/h, dann können in dem Bereich auch die Landshuter Züge ohne Druckertüchtigung durch und man kann am Olympiapark auch am Bahnsteig durchfahren, dahinter geht man dann auf 190-230 km/h, Abzw Neufahrn-Stammham(-Nürnberg) ginge dann durchgehend mit 300 km/h. Über den Olympiapark und die A9 könnte man München-Nürnberg im Fernverkehr ggf. auf unter 160 km verkürzen. Außenrum über Laim wäre die neue Trasse allein schon ca. 5 km länger und hätte halt mit mehr Anwohnern zu tun als zwischen Olympiapark und Feldmoching, wo eh die alte Ostbahntrasse ungenutzt in der Landschaft liegt.
Auch bei jedem der über Pasing reinkommenden und zum Flughafen verlängerten ICE, was ja die Mehrheit wäre (man will ja zur Entlastung von München Hbf auch ein Teil der Abstellung nach "Schwaigerloh II" verlegen) würde sich das doppelte Fahren von Hbf-Laim auf Dauer deutlich verteuern. Würde man nicht nur die Trasse nutzen, sondern auch den Olympiabahnhof als solchen einbauen, könnte im Norden ohne großen Aufwand ein kompletter Fernbahnhof entstehen. Der westliche Bahnsteig 3/4 wäre aus meiner Sicht geeignet, die Gleislage von Gleis 3 im "Untergeschoss" müsste man halt anpassen/neubauen, aber dann hätte man die Anlage denkmalgerecht eingebunden.
Der Tunnel beginnt da südlich des Georg-Brauchle-Rings, da wären für eine Tunnelrampe nach der Brücke rund 500 m. Das könnte sich für einen Tunneleingang nördlich des Spielplatzes Borstei ausgehen. Auch am anderen Ende am Hauptbahnhof wird man ja wahrscheinlich wie in Ulm mit bis zu 35 Promille arbeiten. Güterzüge sind in dem Bereich ja eh auszuschließen.
Am anderen Ende des Olympiabahnhofs müsste man überlegen, ob die NBS den Nordring über- oder unterfährt. Wegen der U-Bahn und den Nordring-Ausfädelungen für die S-Bahn, die nach Osten Richtung Gleis 1/2 muss, würde ich da in Hochlage gehen, auch da wären zwischen Bahnsteigende und dem Nordring 800 m. Da müsste halt der östliche Teil des Kleingartens dran glauben. Danach geht's bis Feldmoching wohl oberirdisch nur noch gradaus; auch im Bahnhof Feldmoching haben wir ja eine U-Bahn drunter. Die Anbindung Feldmoching-Rbf könnte man bei einer oberirdischen Trasse noch als drittes Gleis neben die NBS und von den Anwohnern der Berberitzenstraße nach Westen auf die ursprüngliche Ostbahntrasse wegverlegen, womit noch ein Problem mit nur einer Maßnahme gelöst wäre!
Aber wie gesagt: Alles bisher nur hypothetisch, wenn man den Strich in der DB-Skizze "wörtlich" nimmt und den Olympiabahnhof in die gedankliche Visualisierung einbezieht.
