[M] Avenio Sammelthema

Strecken, Fahrzeuge und Technik von Straßenbahnen und Stadtbahnen
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4002
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von 4002 »

Nicht mehr oder weniger als vorher, da gibt es keinen Zusammenhang mit der Doppeltraktion.

Weiterer Grund soll sein, dass die Beschleunigung der Fahrzeuge im Verband ungleichmäßig ist und der Zweiteiler am Dreiteiler gezogen und die Kupplung stärker belastet haben soll.
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Pasinger
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von Pasinger »

Entenschnabel hat geschrieben: 19 Jan 2026, 20:23 Ja, ich sehe auch regelmäßig den T3 vorne, und das schon seit Langem.
Gestern mal am Hauptbahnhof vorbeigekommen und zwei 20er waren auch da: Beide hatten den T2 vorne.
KB_Master
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von KB_Master »

Gibt es denn zumindest für die Problematik des Stromabnehmer-Abriebs keine Überlegungen, eine irgendwie geartete Schutzfolie / -plane für der Frontscheibe des T3 anzuschaffen, welche leicht montierbar ist im Zuge des Kuppelvorgangs im Betriebshof?
Nordlicht
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von Nordlicht »

Tramreport.de vermeldet die Inbetriebnahme von 2561-2563 zum 5.2., 2557 fehlt scheinbar immer noch.
Abgeliefert sind Avenios bis 2577, beim jetzigen Tempo dürften bis Mai dann alle Avenios in München sein und beim derzeitigen Tempo von 3 bis 6 Zulassungen im Monat könnten bis zu den Sommerferien sogar alle zugelassen sein.
andreas
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von andreas »

wer erklärt mir jetzt, warum da jedes einzelne Fahrzeug eine so aufwendige Zulassung braucht?
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FloSch
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von FloSch »

andreas hat geschrieben: 06 Feb 2026, 13:09 wer erklärt mir jetzt, warum da jedes einzelne Fahrzeug eine so aufwendige Zulassung braucht?
Die Regierung von Oberbayern.
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Rohrbacher
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von Rohrbacher »

FloSch hat geschrieben: 06 Feb 2026, 13:22
andreas hat geschrieben: 06 Feb 2026, 13:09 wer erklärt mir jetzt, warum da jedes einzelne Fahrzeug eine so aufwendige Zulassung braucht?
Die Regierung von Oberbayern.
Würde die dann sagen, dass die Züge herstellerseitig keine Serien-/Baumusterzulassung haben, sondern per Einzelabnahme in den Verkehr kommen?
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FloSch
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von FloSch »

Rohrbacher hat geschrieben: 06 Feb 2026, 16:30
FloSch hat geschrieben: 06 Feb 2026, 13:22 Die Regierung von Oberbayern.
Würde die dann sagen, dass die Züge herstellerseitig keine Serien-/Baumusterzulassung haben, sondern per Einzelabnahme in den Verkehr kommen?
Gegenfrage: hätte die MVG so viel nicht nutzbare Neufahrzeuge auf dem Hof stehen, würde die RvO als TAB sowas anerkennen?
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von Rohrbacher »

FloSch hat geschrieben: 06 Feb 2026, 17:23 Gegenfrage: hätte die MVG so viel nicht nutzbare Neufahrzeuge auf dem Hof stehen, würde die RvO als TAB sowas anerkennen?
Ich wüsste nicht, warum sie eine echte Serien- bzw. Baumusterzulassung für's Münchner Netz ablehnen könnte, wenn eine Bauart eine solche hätte!?

Dazu kommt, dass die TAB in Oberbayern nicht so viele Betriebe zu überwachen hat, sodass die auch nur begrenzt Personal haben dürften. Ich frage mich eh, warum man die Straßenbahnaufsicht nicht auch zentral vom EBA oder wenigstens der LEA machen lässt, sondern nochmal eine Behörde unterhält. Wenn ich das richtig sehe, ist die TAB neben allen bayerischen Seilbahnen ja überhaupt nur für die U-Bahn und Tram in München, die Straßenbahn Augsburg und die Chiemseebahn zuständig, oder? Dass man da keine Bearbeitungszeiten herkriegt wie im EBA, wenn man alle Jubeljahre, aber auf einen Schlag viele Fahrzeuge zulassen will, wundert mich nicht. Da wird vieles einfach deswegen lange liegen, weil sich die Leute nicht vermehren, nur weil die MVG jetzt gerade neue Züge kauft.

Und dann ist die Frage, wie oft bearbeiten die zuständigen Leute solche Vorgänge. Wenn ich bei meinem Landratsamt als vermutlich erster Antragsteller in dieser Kombination überhaupt, einen 50-Sitzer (im Bestand dürfte es bei einer Hand voll Firmen so um die 25 Busse im ganzen Landkreis geben) mit H-Kennzeichen (sonst keiner?) auf einen e.V. (das wüsste ich ...) zulassen will, muss die Sachbearbeiterin erwartungsgemäß auch wesentlich mehr Ausfüllhinweise lesen, in Büchern blättern, Vollmachten, Registerauszüge und Gebührenordnungen checken und mal bei der Kollegin nachfragen, als wenn der Schalter nebenan in der gleichen Zeit routiniert und zackizacki gefühlt 42 Pkw an-, um- und abmeldet wie halt jeden Vormittag.
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FloSch
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von FloSch »

Rohrbacher hat geschrieben: 06 Feb 2026, 19:49 Ich wüsste nicht, warum sie eine echte Serien- bzw. Baumusterzulassung für's Münchner Netz ablehnen könnte, wenn eine Bauart eine solche hätte!?

...
...
...
Okay, du hast also offensichtlich die Erfahrung, die die SWM/MVG nicht haben. Bitte sei doch so gut und hilf der MVG, damit künftige Zulassungen von Schienenfahrzeugen hier endlich mit einer Serien- bzw. Baumusterzulassung funktionieren. In den letzten 25 Jahren war das ja leider nicht der Fall, vermutlich ein Flüchtigkeitsfehler der MVG beim Ausfüllen der Formulare?
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Lazarus
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von Lazarus »

Sorry, aber wenn man bei dem Zulassungsdesaster nur der TAB die Schuld gibt, macht man es sich finde ich ein bisschen zu einfach. Das haben schon beide Seiten verbockt. Dazu kommt, wenn man mit der TAB genauso saumässig umgeht, wie man für gewöhnlich seine Fahrgäste behandelt, dann wundert mich ehrlich gesagt nicht, das die Mitarbeiter dort immer wieder auf Stur schalten...
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andreas
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von andreas »

ja,klar, weil es natürlich nicht geht, daß man von einem Beamten verlangt, seine Arbeit zu machen - da darf der auf Stur schalten und einfach mal einen Betrieb schikanieren.....
die Aufgabe der TAB sollte nicht sein für die CSU die SPD geführte Stadt zu schikanieren, sondern dafür zu sorgen, daß die vom Steuerzahler bezahlten Fahrzeuge zügig in den Einsatz kommen. Wie geht das denn in anderen Bundesländern?
Nordlicht
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von Nordlicht »

Also wenn es beruhigt, in Augsburg hat auch noch keiner der teilweise nun schon 2.5 Jahre herumstehenden Tramlinks eine Zulassung bekommen (das dauert da jetzt schon länger als mit dem 1.Avenio in München) und das mit CSU-Bürgermeisterin.... - ist aber dieselbe TAB. .
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Lazarus
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von Lazarus »

Vielleicht bessert sich ja mit dem neuen Geschäftsführer etwas und der findet einen besseren Zugang zur TAB.
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von ET 412 »

Lazarus hat geschrieben: 07 Feb 2026, 15:29 Sorry, aber wenn man bei dem Zulassungsdesaster nur der TAB die Schuld gibt, macht man es sich finde ich ein bisschen zu einfach. Das haben schon beide Seiten verbockt. Dazu kommt, wenn man mit der TAB genauso saumässig umgeht, wie man für gewöhnlich seine Fahrgäste behandelt, dann wundert mich ehrlich gesagt nicht, das die Mitarbeiter dort immer wieder auf Stur schalten...
Du hast also Einblick in die Kommunikation zwischen der MVG und der TAB? Dann lass uns doch daran teilhaben!
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spock5407
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von spock5407 »

Das war kein Problem des bisherigen GF, das war bei seinem Vorgänger ja auch schon so. Zumindest in der späteren Phase; in den ersten Jahren bei der R2/3 Beschaffung ist mir das nicht in Erinnerung ob das Thema so präsent war.
Rohrbacher
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von Rohrbacher »

FloSch hat geschrieben: 07 Feb 2026, 15:22 Okay, du hast also offensichtlich die Erfahrung, die die SWM/MVG nicht haben. Bitte sei doch so gut und hilf der MVG, damit künftige Zulassungen von Schienenfahrzeugen hier endlich mit einer Serien- bzw. Baumusterzulassung funktionieren. In den letzten 25 Jahren war das ja leider nicht der Fall, vermutlich ein Flüchtigkeitsfehler der MVG beim Ausfüllen der Formulare?
Wie schon gesagt, ich vermute halt mal, dass es für die sehr individuellen Trambahnnetze, wo jeder seine individuellen Maße, Radien, Bauwerksbelastungen etc. hat, keine allgemeinen Baumusterzulassungen gibt wie im weitgehend harmonisierten EBO-Bereich. Also muss die TAB, die vermutlich aufgrund der begrenzten Zuständigkeit auch keine Hundertschaften an Personal hat, wenn in einer der beiden Städte für die sie zuständig ist, gerade mal neue Züge beschafft werden, jedes Dingens einzeln prüfen und zulassen, was dann entsprechend dauert und entsprechend kompliziert ist. Keine Ahnung, ob das dran liegt, dass das für die kleinen Serien keinen SInn ergibt oder ob das historisch gewachsene Münchner Netz (!) halt keinerlei standardisierter Norm entspricht, irgendwelche Baugenehmigungen von 18xx nur für den Altbestand gelten und man vielleicht deswegen jede Wechselwirkung von jedem Meter Gleis mit jedem Fahrzeug einzeln prüfen muss. Soweit wäre das mit Logik aber erklärbar, finde ich, und genau so sieht mir das aus der Ferne halt aus ... Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es nicht der Fall ist, dass die Züge eine gültige Seriengenehmigung haben und nur die TAB der Meinung ist, die nicht anzuerkennen und die MVG mit denen nur anders reden müsste ... Das ließe sich auf dem Rechtsweg ja leicht lösen. ;-)
Federspeicher
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Re: [M] Avenio Sammelthema

Beitrag von Federspeicher »

Rohrbacher hat geschrieben: 07 Feb 2026, 19:00
FloSch hat geschrieben: 07 Feb 2026, 15:22 Okay, du hast also offensichtlich die Erfahrung, die die SWM/MVG nicht haben. Bitte sei doch so gut und hilf der MVG, damit künftige Zulassungen von Schienenfahrzeugen hier endlich mit einer Serien- bzw. Baumusterzulassung funktionieren. In den letzten 25 Jahren war das ja leider nicht der Fall, vermutlich ein Flüchtigkeitsfehler der MVG beim Ausfüllen der Formulare?
Wie schon gesagt, ich vermute halt mal, dass es für die sehr individuellen Trambahnnetze, wo jeder seine individuellen Maße, Radien, Bauwerksbelastungen etc. hat, keine allgemeinen Baumusterzulassungen gibt wie im weitgehend harmonisierten EBO-Bereich. Also muss die TAB, die vermutlich aufgrund der begrenzten Zuständigkeit auch keine Hundertschaften an Personal hat, wenn in einer der beiden Städte für die sie zuständig ist, gerade mal neue Züge beschafft werden, jedes Dingens einzeln prüfen und zulassen, was dann entsprechend dauert und entsprechend kompliziert ist. Keine Ahnung, ob das dran liegt, dass das für die kleinen Serien keinen SInn ergibt oder ob das historisch gewachsene Münchner Netz (!) halt keinerlei standardisierter Norm entspricht, irgendwelche Baugenehmigungen von 18xx nur für den Altbestand gelten und man vielleicht deswegen jede Wechselwirkung von jedem Meter Gleis mit jedem Fahrzeug einzeln prüfen muss. Soweit wäre das mit Logik aber erklärbar, finde ich, und genau so sieht mir das aus der Ferne halt aus ... Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es nicht der Fall ist, dass die Züge eine gültige Seriengenehmigung haben und nur die TAB der Meinung ist, die nicht anzuerkennen und die MVG mit denen nur anders reden müsste ... Das ließe sich auf dem Rechtsweg ja leicht lösen. ;-)
Soweit so richtig, allerdings mit der Einschränkung, dass die BOStrab die Typengenehmigung nicht explizit kennt, aber über die Einzelzulassung des ersten Serienfahrzeuges bei nachweislicher Konformität aller weiteren Fahrzeuge mit diesem ersten Serienfahrzeug implizit herleiten lässt.

Die bayerischen Verkehrsbetriebe hatten in den letzten Jahrzehnten wohl nicht nur mit einem sehr schwierigen Sachgebietsleiter der TAB zu kämpfen, sondern auch ein Problem damit, die anerkannten Regeln der Technik für sich selbst zu akzeptieren und in die eigene Verwaltung zu investieren.

Für eine effiziente Fahrzeugzulassung bietet es sich beispielsweise an, dass man ein digitales Infrastrukturregister als digitalen Zwilling des Bestandsnetzes pflegt. Dresden hat beispielsweise für die DX auf eben jenen digitalen Zwilling der Bestandsnetzes zurückgreifen können und das bestehende Infrastrukturausmodell durch zahlreiche zusätzliche digitale Vermessungsfahrten entsprechend aufgebohrt.

Darauf aufbauend lassen sich die rechnerischen Nachweise der TAB wesentlich einfacher erbringen. Das ist inzwischen Standard, mit dem viele TAB arbeiten. In Bayern konnte man sich damit aber nachweislich nie so richtig anfreunden, obwohl man selbstsehr viele Vorteile aus diesem Vorgehen ziehen kann. Der Rest ist die typische Gutachterschlacht, denn das Thema Haftung und Inbetriebnahmeerlaubnis will am Ende auch so weit wie möglich nach extern ausgelagert werden...

Nota Bene: der Wunsch der Firma Siemens, die Standardisierung des BOStrab Bereiches mit der Brechstange herbeiführen zukönnen, hat sich nie eingestellt, was auch einer der Gründe ist, warum Siemens diesen Markt aufgibt.
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