[M] Umbenennung von Haltestellen

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TramBahnFreak
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Re: [M] Umbenennung von Haltestellen

Beitrag von TramBahnFreak »

rautatie hat geschrieben: 11 Feb 2026, 09:53 Wurde eigentlich schon mal der Stationsname "Siemenswerke" thematisiert? Da wundert es mich, dass man den nie geändert hat, denn von den ehemaligen Siemenswerken ist da nicht mehr viel übrig (oder gar nichts). Die nahegelegene U-Bahnstation heißt ja Obersendling, und man könnte sich daran orientieren
Oder "Südseite", wie das Stadtquartier auf dem Gelände der ehemaligen Siemenswerke heisst.
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Re: [M] Umbenennung von Haltestellen

Beitrag von Cloakmaster »

Oliver-BergamLaim hat geschrieben: 29 Jan 2026, 09:00 So wie Olympiazentrum und Olympia-Einkaufszentrum kurz hintereinander auf der U3?

Olympiazentrum hätte man 2007 einfach in Olympiapark umbennen sollen. Wäre deutlich schicker gewesen.
Warum? Der Name hat sich seit 36 Jahren bewährt, da sehe ich keinerlei Grund für eine Änderung. Wenn es eine mögliche Verwechslungsfahr mit einer neuen Station gibt, dann ist der Name dieser neuen Station wohl schlecht gewählt.
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Re: [M] Umbenennung von Haltestellen

Beitrag von Cloakmaster »

TramBahnFreak hat geschrieben: 11 Feb 2026, 12:35
rautatie hat geschrieben: 11 Feb 2026, 09:53 Wurde eigentlich schon mal der Stationsname "Siemenswerke" thematisiert? Da wundert es mich, dass man den nie geändert hat, denn von den ehemaligen Siemenswerken ist da nicht mehr viel übrig (oder gar nichts). Die nahegelegene U-Bahnstation heißt ja Obersendling, und man könnte sich daran orientieren
Oder "Südseite", wie das Stadtquartier auf dem Gelände der ehemaligen Siemenswerke heisst.
Ich finde, eine Station kann auch gerne einen historischem Bezug haben. Es ist ja nicht so, daß die Siemenswerke in einen anderen Stadtteil gezogen wären, so daß es möglicherweise Verwirrungen gibt. Den Stachus-Wirt gibt es auch seit über hundert Jahren nicht mehr. Soll man den Karlsplatz nun "McDonald's" nennen, nach der aktuellen Gastronomie am Platz?
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Re: [M] Umbenennung von Haltestellen

Beitrag von U-Bahn Gern »

rautatie hat geschrieben: 11 Feb 2026, 09:53 Wurde eigentlich schon mal der Stationsname "Siemenswerke" thematisiert? Da wundert es mich, dass man den nie geändert hat, denn von den ehemaligen Siemenswerken ist da nicht mehr viel übrig (oder gar nichts). Die nahegelegene U-Bahnstation heißt ja Obersendling, und man könnte sich daran orientieren
Finde auch, dass da heutzutage zur Vereinfachung "Obersendling" für die S-Bahn reichen würde. Die Siemenswerke kennen eh nur noch Alteingesessene und Nicht-Ortskundige würden bei dem Namen wahrscheinlich eher an ein großes Industriegebiet denken, was es ja auch mal war. "Südbahnhof" für Poccistraße, wie hier schon geschrieben, fände ich eine schöne Idee, wenn der Regionalzughalt dort mal eröffnet wird. Der sollte dann aber auch "München Süd" heißen. "Denninger Anger" für Richard-Strauß-Straße wollte ich zuerst auch auf den Plan packen weil's so schön klingt, der Park strahlte mir dann aber doch noch ein bisschen weit in Richtung Norden, Süden und Osten aus.

Einige Namen auf meinem Netz würde ich zugegebenermaßen selbst nicht nehmen. Da waren auch einige einfach da, um irgendetwas alternatives hinzuschreiben. Plätze finde ich selbst noch weniger problematisch, weil diese ja immerhin noch meist den zentralen Punkt eines Viertels darstellen, oft auch verkehrstechnisch. An "Alt-Moosach" halte ich trotzdem fest. "Moosacher St.-Martins-Platz" ist einfach eine unnötige Dopplung mit dem Namen in Giesing und noch dazu gefühlt länger als die gesamte U3. :lol:

Wirklich umbenannt hätte ich zu 99% Straßen. Da erstrecken sich manche m.M.n. einfach zu lang, um ein guter Bahnhofsname zu sein. Beispiele Frankfurter und Innsbrucker Ring. Da fände ich dann Namen wie "Biederstein" oder "Echarding" schon schöner, weil sie einfach das genaue Gebiet um den Bahnhof herum ansprechen.
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Re: [M] Umbenennung von Haltestellen

Beitrag von rautatie »

Cloakmaster hat geschrieben: 11 Feb 2026, 18:20 Den Stachus-Wirt gibt es auch seit über hundert Jahren nicht mehr. Soll man den Karlsplatz nun "McDonald's" nennen, nach der aktuellen Gastronomie am Platz?
Naja, zum einen heißt der Karlsplatz auch Karlsplatz, zum zweiten hat sich der Name Stachus längst etabliert. Ob aber die Einheimischen zu dem Gebiet in Obersendling umgangssprachlich "Siemenswerke" sagen, weiß ich nicht. Habe ich noch nicht gehört, wenn man sich auf die Wohngegend bezieht. Der Name Siemenswerke wird meinem Eindruck nach nur im Zusammenhang mit der Bahnstation gebraucht.

Ich finde, es wäre was anderes, wenn noch die historischen Siemenswerke erhalten geblieben wären, als Gebäudeensemble. Aber außer dem Hochhaus erinnert eigentlich nichts mehr an das ehemalige Werksgelände, soweit ich sehe.
Wo ist das Problem?
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Re: [M] Umbenennung von Haltestellen

Beitrag von Cloakmaster »

Ich bin gegen "München Süd", weil er nicht wirklich im Süden von München, sondern ja fast noch in der Innenstadt liegt. Zudem weckt ein solcher Name Assoziationen zu einem eher großen Bahnhof, der der Südbahnhof aber eher nicht werden wird. Da sehe ich "Südbahnhof" weniger kritisch. Oder man geht ganz weg von der Himmelsrichtung und nennt den Bahnhof "Schlachthof" (das"-viertel" würde ich mir überwiegend sparen).

Allein, daß die "Siemenswerke" nun nicht mehr da sind, ist für mich noch kein Grund für eine Umbenennung. Historische Bezüge haben durchaus ihre Berechtigung. Die S7 war lange so eine Art "Haustrecke" für mich, als Schüler fuhr ich einmal pro Woche nach Ebenhausen, später wohnte ich direkt am Bahnhof Mittersendling, so kam ich auch oft genug an den Siemenswerken vorbei, ausgestiegen bin ich dort aber nur, wenn ich zur U-Bahn umgestiegen bin.

Die "Siemenszüge" der S20 fahren ja auch immer noch, obwohl es keine Siemensianer mehr gibt, die diese bräuchten. aber gut, vielleicht bin ich einfach zu altmodisch. Mir geht "Unterpfaffenhofen-Germering" immer noch leichter von den Lippen als "Germering-Unterpfaffenhofen", obwohl das ja nun schon sehr lange her ist.

Ich finde auch die Argumentation der "Nicht-Ortskundigen" nicht zielführend. Als Nicht-Ortskundiger merke ich mir einfach den Namen. Warum die Station beim Petersdom in Rom "Ottaviano" und nicht "San Pietro" oder "Vaticano" oder so was in der Ar heisst, war mir als Rom-Tourist mal so was von herzlich egal. Die nennen ihren Hauptbahnhof ja auch "Termini" obwohl man dort nicht (mehr) schwimmen gehen kann. Wer sich dafür interessiert, kann die Hintergründe, die zur Namensfindung führten, leicht herausfinden, alle anderen nehmen es einfach als gegeben hin.

Auch die Straßennamen finde ich überwiegend vollkommen in Ordnung, weil sie das schon von Bus und Tram bekannte, und bestens bewährte System übernehmen. Andere Namen sind auch ok, aber dann sollten sie eben auch passen. Eine Station "Echarding" außerhalb von Echarding zu befürworten, zeitgleich aber eine Station "Innsbrucker Ring am Innbrucker Ring abzulehen, halte ich nicht für zielführend. Ich bin mir relativ sicher, daß mehr Münchener, gerade auch jene, die nicht regelmäßig den ÖPNY nutzen eher und schneller wissen, in welcher Ecke sie die Station "Innsbrucker Ring" vermuten müssen, als das bei einer Station "Echarding" der Fall wäre. Wobei das natürlich auch wieder subjektiv ist: Einige Quartiere (Gern, Maxvorstadt, Au, Lehel, Biederstein...) kannte ich auch vor U-Bahn-Zeiten vom Namen her, andere, wie zum Beispiel "Echarding" musste ich erst googeln.
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