Wettbewerbsprojekte der BEG

Strecken und Fahrzeuge des Regionalverkehrs (ohne S-Bahn!)
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4002
Kaiser
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Re: Wettbewerbsprojekte der BEG

Beitrag von 4002 »

Natürlich nicht, es sagt dennoch erstmal etwas über die Zugkraft aus.
mic
Routinier
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Re: Wettbewerbsprojekte der BEG

Beitrag von mic »

Ich versteh´ zu wenig von der Sache, aber sollte man bei Stadtler eine EuroDual für den Personenverkehr ordern, dann doch sinnvollerweise gleich für Tempo 200 (zumindest im elektrischen Betrieb). Damit wäre sie von den Leistungsparametern her eine würdige Nach-Nachfolgerin der BR 103 und könnte interessanterweise auch die mögliche Streckengeschwindigkeit zwischen Prag und Pilsen ausnutzen. (Und - Stichwort kosten - möglicherweise ließe sich dann eine Lok ein sparen, wenn der Lokwechsel in Pilsen entfällt, was die Sache schon wieder etwas wirtschaftlicher machen dürfte.

Das wäre in meinen Augen eine sinnvolle Weiterentwicklung der Universallok-Idee, die die Eurodual ja jetzt schon im Güterverkehr darstellt.
Rohrbacher
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Re: Wettbewerbsprojekte der BEG

Beitrag von Rohrbacher »

Jetzt ist es halt nur so, dass die EuroDual für den Güterverkehr entwickelt wurde. Sie mag sechsachsig sein, aber laufwerkstechnisch, um im Bild zu bleiben, ist sie eher eine 151 als eine 103 ... Und der Bedarf für eine schnelle, reine Personenzuglok wie einst die 103 wird längst mit Velaro & Co. abgedeckt.

Die EuroDual ist derzeit auch gar nicht für Reisezüge vorgesehen. Eine Versorgung für die Zugsammelschiene baut man im Dieselmodus nicht einfach so ein. In Norwegen mietet man sich bis zur Auslieferung der neuen Zweikraft-Triebzüge bald übergangsweise EuroDual für die beiden durchgehenden Zugpaare auf der Nordlandsbahn. Die Loks bekommen Türsteuerung, NBÜ und so'n Zeugs. Für die Stromversorgung will man aber die bisher schon bedarfsweise mitgeführten Generatorwagen nutzen. Der Bedarf für eine Reisezug-EuroDual ist selbst im ganz hohen Norden nur ein vorübergehender. Wenn man sich schon für die Nordlandsbahn, wo auch im optimistischen Elektrifizierungsszenario mehrere hundert Kilometer wenig frequentierte Dieselstrecke bleiben, Triebzüge bestellt werden, wüsste ich sonst keine Strecke ohne Elektrifizierungsoption, wo man langfristig schwere, lokbespannte Hybridzüge einsetzen möchte. Die 160 km/h und der Reisezugeinsatz sind zumindest in Europa eine eher theoretische Option.

In Ostbayern ist die Zweikraft-Bespannung ja auch nur eine mehr oder weniger vorübergehende bis man die Strecke mit einem ganz normalen, elektrischen Zweisystem-Wendezug DE/AT+CZ wie diesem befahren kann. Die Wagenzüge und das Betriebsverkehren scheinen ja entsprechend vorbereitet zu werden. So gesehen sind die Lok ja auch hier nur als Provisorium zu sehen.
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