[S] Klagen über Mängel im VVS

Alles über Stadtverkehr, was woanders nicht passt, wie z.B. Verkehrsverbünde
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schwaborigine
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Beitrag von schwaborigine »

Der Kunde ist König und es ist ja nicht so, dass es zur DB keine Alternativen gibt und die Kundenorientierung bei DB Regio lässt nun mal zu wünschen übrig.
Mammamia! ich finde es so lächerlich, gelegentlich mögliche Vorkommnisse regelmässig so darzustellen als ob die DB-Mitarbeiter durch und durch Kotzbrocken sind. Ich habe diese Beispiel genommen um mal plastisch zu machen, mit wievielen Idioten sich die Mitarbeiter tagtäglich herumschlagen müssen; da möchte ich mal sehen wie du in deinem Beruf reagieren würdest. Weiterhin ist es perfekter Blödsinn, immer so zu tun als ob sich kein anderes Unternehmen so etwas leisten könnte. Ich könne 1001 Beispiele erzählen, wo man über die 'Kundenorientierung' eines normalen gewerblichen Betriebes nur den Kopf schütteln kann. Auch im angeblichen Service-Wunderland USA erlebte ich schon Dinge, wo mir nix mehr einfiel. Es ist m.E. eine reine Modeerscheinung, dass alle auf der DB rumhacken. Nebenbei, weder ich noch irgend ein Freund oder Verwandter arbeitet bei der DB; ich bin nicht "befangen".

Die Welt ist so schlecht zu dir. Tja, ich hoffe für Dich, du verdienst genug, dass du dir einen 1.Klasse-Fahrschein leisten kannst, um künftig dem Zigeunergesindel zu entgehen.
Mein Beispiel sollte zeigen, wie es auch durchaus sein kann, wie ein DB-Mitarbeiter arrogant behandelt werden kann. Von Stewardessen hörte man auch schon Klagen über besondere Arroganz von Businessclass-Fluggästen, es ist also nicht zwingend eine Frage des Wohlstands. In der Tat kenne ich aber auch ein paar Leute, die im VVS 1. Klasse fahren; nicht wegen der grösseren Beinfreiheit, sondern weil sie diese Idioten an jeder Ecke, denen niemand auf die Finger klopft, satt haben. Guter Trick, zu Mehreinnahmen zu kommen...

Ich habe vor kurzem diverse helle Hosen in den Schrank gepackt weil ich sie nun in der kalten Jahreszeit nicht anziehen werde. Da waren zahlreiche Flecken drauf, die ich sogar mit Bleichmitteln nicht rausbekommen habe; eine davon kann ich vielleicht sogar wegwerfen deswegen. Sowas verdanke ich Ferkeln wie dir, die nicht realisieren können oder wollen, welchen Dreck sie auf die Sitze schmieren.
Sicher ist es möglich, sogar relativ wahrscheinlich, dass die drei Herren darauf spekuliert haben, dass auf der kurzen Strecke zwischen Stuttgart und Bietigheim nicht kontrolliert wird,
Aha! Heureka. Und wenn es genügend von solchen im Zug gibt, ist der Zugbegleiter mit dem Ausstellen diverser Tickes so beschäftigt, dass am anderen Ende des Zuges einige unbezahlt wieder rauskönnen. Im statistischen Mittel daher ein Plusgeschäft für die Schwarzfahrer.
aber ausschließen kann man auch nicht, dass die guten vielleicht einfach nicht wussten, wie und an welchem Automaten sie einen Fahrschein nach HN lösen können.
a) dann kann man zumindest ein Ticket für den VVS-Bereich kaufen,

B) eine Geste von Glaubwürdigkeit WÄRE, statt den Jungmacho vorzuführen, mit dem Zugbegleiter zu sprechen bevor der Zug lösfährt. Aber das haben Kundenkönige ja nicht nötig, sind nur immer schnell beim Meckern.

Ich denke, die meisten kennen die Bestimmungen sehr wohl und spekulieren eben ständig darauf, dass es klappt
und dass die Zugbegleiter so treudoof sind, dass sie, wenn man ihnen dann eben schnell den Geldschein hinhält, mal wieder die Ausnahme machen. In einem Fall, als das schief ging und das Mädel dann die Strafe bezahlen musste, beschimpfte sie hinterher im Zug ihren Jungmacho-Begleiter, er sei schuld, er habe behauptet, das funktioniere immer.....
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Dave
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Beitrag von Dave »

DT810 @ 22 Oct 2004, 20:49 hat geschrieben: Neulich in Heilbronn, in den Heilbronner Stadtbussen: Im Bus habe ich eine Werbung gesehen. Da steht geschrieben: Gold- statt Schwarzfahren. Damit wirbt HNV die Zahlung mit einer Geldkarte.

Ich finde, daß der Chip Gold wert ist.
In den Heilbronner Stadtbussen? War das kein RBS-Bus? (Die RBS fährt mit ein paar Bussen im Stadtwerke-Gewand beim Stadtbus mit) Die Bahntochter RBS macht dafür ja seit ein paar Jahren Werbung. Das die Stadtwerke HN oder gar der HNV das machen, ist mir neu. Aber nur gut, ist ja nicht schlecht.

Zum Deutschen / Ausländern /bzw. aus dem Ausland stammenden Deutschen:
Irgendwie könntet ihr euch alle mal beruhigen, hier jetzt anzufangen, Menschen aus SO-Europa und Menschen aus D zu vergleichen. Denn es stimmt schon, dass Menschen mit ausländischer Herkunft meist nicht allzu sehr erzogen sind. Allerdings sollte man hier mal beobachten, wie alt diese sind: Sie sind zwischen 12 und 29 Jahren, welche sich nicht benehmen, und selbst hier eine Minderheit. Genauso gibt es bei "Deutschen" in diesem Alter Menschen, die sich daneben benehmen. Meistens fahren Menschen in diesem Alter aber mit dem Auto, nur wenn sie sich dieses nicht leisten können, wird Bahn gefahren. Deswegen kann man dann auch weniger "Deutsche" sich daneben benehmen sehen. Das ganze jetzt mit der deutschen Geschichte zu verknüpfen, ist Schwachsinn. Das ganze ist ein modernes Generationenproblem zwischen den in der (vermeintlichen) Wohlstandsgesellschaft aufgewachensen Jugendlichen und den älteren generationen als zwischen "Deutschen" und "Ausländern" bzw. Deutschen ausländischer Herkunft.
Übrigens: Wer dieses Gejammer mitmacht, wir "Deutschen" dürften nie unserere Menung sagen und in Selbstironie von "bösen Deutschen" spricht, merkt derjenige nicht das so manche Parteien (die in letzter zeit beachtliche Erfolge erzielt haben) das gleiche rummjammern? Schon aus Selbstinteresse würde ich das ganze anders formulieren!

Gruß, Dave
[font=Times]"Die Abwrackprämie soll die deutsche Wirtschaft ankurbeln. Von wegen. Warum die Prämie den Falschen hilft, viele Kunden foppt und zum Betrügen geradezu einlädt." Artikel Politik abgewrackt! auf taz.de[/font]
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Beitrag von MünchnerFreiheit »

so, ab jetzt gehts hier wieder um die originären Probleme des VVS - alles andere findet sich in der Meckerecke!

Gruß Flo
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Beitrag von D-Love »

Übrigens hat der VVS seit ein paar Tagen ein neues Logo. Sieht jetzt irgendwie schnittiger aus. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die VVS-Fahrkartenautomaten der DB jetzt mehrsprachig sind, allerdings hat man den dazugehörigen Knopf dummerweise noch nicht beschriftet. So mancher dürfte also ein Problem haben, wenn er plötzlich vor nem türkisch eingestellten Automaten steht :D
Rathgeber
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Beitrag von Rathgeber »

...und so schaut das neue Logo aus:

http://www.vvs.de/images/logo.gif

Gruß vom
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D-Love
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Beitrag von D-Love »

Vielleicht können wir ja mal sammeln, was sich zum Fahrplanwechsel im VVS-Netz ändert.

Was mir bislang aufgefallen ist:

Die 757 Renningen-Böblingen wird noch komplizierter. Neben den bereits bestehenden Nebenlinienästen Renningen Bf-Malmsheim Rathaus-Weil der Stadt (vor der ersten S-Bahn) sowie Renningen Bf - Rutesheim (einmal morgens und abends in beide Richtungen) wird die 757 künftig auch als Stadtverkehr Renningen 5x täglich die Strecke Renningen Bf - Malmsheim Rathaus und umgekehrt bedienen. Neue Haltestellen werden sein: Renningen Schulzentrum, Renningen Gottfried-Bauer-Str., Malmsheim Perouser Str. Entwirrt wird diese Linie wohl erst mit der S60 werden, dann fallen ja die Stammumläufe Renningen-Böblingen weg und die Linie kann als Zubringer zur S60 auf der Strecke Rutesheim-Renningen-Malmsheim-Weil der Stadt fungieren.

Die Änderung gilt bereits ab 8.11.04

Die Nachtbuslinie N61 wird zum 31.12.04 eingestellt. Künftig verkehrt der N62 aus Gerlingen über Leonberg weiter nach Rutesheim, Renningen, Magstadt, Weil der Stadt und Weissach. Man hat quasi alle Städte und Gemeinden, die an der N61 lagen, in die N62 integriert, bis auf Leo-Warmbronn, das als Nachtaktiv-Halt rausfällt.
Rathgeber
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Beitrag von Rathgeber »

Moin D-Love,

zu dem Thema hat DT810 hier schon ein Faß aufgemacht...

Gruß vom
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Der Adler

Beitrag von Der Adler »

Rathgeber @ 7 Nov 2004, 15:24 hat geschrieben: ...und so schaut das neue Logo aus:

http://www.vvs.de/images/logo.gif

Gruß vom
Rathgeber
Ich kenne VVS seit längerem. Es ist der 2. Logowechsel im VVS.
Aber das neue VVS-Logo gefällt mir nicht so recht... mir gefällt das vorherige Logo besser als das jetzige.

@Rathgeber,

ich habe in der Quote die Kaffeetasse entfernt.
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Beitrag von Rathgeber »

Wie sahen denn die Vorgänger-Logos aus?

Gruß vom
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Der Adler

Beitrag von Der Adler »

Rathgeber @ 7 Nov 2004, 21:29 hat geschrieben:Wie sahen denn die Vorgänger-Logos aus?

Gruß vom
Rathgeber
Eine Frage vorneweg: Warst Du schon mal früher im VVS-Web (wo die alte Logos damals zu sehen war), bevor Du das neue Logo reingestellt hast?

Im Moment kann ich das Logo-Archiv (umfaßt 2 frühere Logos, die 3. Datei mit dem Balken), nicht reinstellen, da ich keine eigen Webseite besitze und das andere Problem ist es, daß die Schaltfläche im Editfenster "News Avatar" nicht funktioniert.

Die Fehlermeldung lautet für "News Avatars": "Zeile 1690; Zeichen 1; Fehler: Objekt erwartet; Code 0; URL: http://www.eisenbahnforum.de/index.php?&ac...&t=3643&p=45498

Bitte unklickbar machen und diese Zeile entfernen.
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schwaborigine
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Beitrag von schwaborigine »

Wenn ich mir so anschaue, dass die wichtigsten innerstädtischen Buslinien in Stuttgart, die Linien 40 und 42, schon ab 19:30 nur noch im 15-Minuten-Takt fahren, dann sollte auf das Logo unter VVS noch der Werbeslogan
Very Very Seldom drauf :-(
Der Adler

Beitrag von Der Adler »

schwaborigine @ 8 Nov 2004, 12:54 hat geschrieben: Wenn ich mir so anschaue, dass die wichtigsten innerstädtischen Buslinien in Stuttgart, die Linien 40 und 42, schon ab 19:30 nur noch im 15-Minuten-Takt fahren, dann sollte auf das Logo unter VVS noch der Werbeslogan
Very Very Seldom drauf :-(
Very Very Seldom = Sehr Sehr Selten

Also: Die SSB hat da schon seine Gründe! Außerdem gehört das in dem von mir eröffneten Thread!

Und der Werbeslogan gehört nicht hin zum VVS-Logo!

Außerdem, warum versuchst Du den Ruf meinem geliebten Verkehrsverbund zu schädigen?
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schwaborigine
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Beitrag von schwaborigine »

Also: Die SSB hat da schon seine Gründe!
ja natürlich hat das Gründe! Muss ich die für doll halten?
Und der Werbeslogan gehört nicht hin zum VVS-Logo!
Mannomann, das war ein Witz! Muss man sowas dazuschreiben, damit es
kapiert wird?
Außerdem, warum versuchst Du den Ruf meinem geliebten Verkehrsverbund zu schädigen?
Was? Du liebst den VVS? Also Roman Herzog wurde mal gefragt, ob er Deutschland liebt, darauf antwortete er: Ich liebe meine Frau :-) Was liebst Du denn am VVS? Was macht er besser als "eben gerade das notwendige"??? Den Ruf kann ich gar nicht schädigen! Über die lauen Takte und die vergleichsweise hohen Fahrpreise kann sich jeder auf der Homepage des vvs selber informieren.
Der Adler

Beitrag von Der Adler »

schwaborigine @ 8 Nov 2004, 15:38 hat geschrieben: ja natürlich hat das Gründe! Muss ich die für doll halten?


Mannomann, das war ein Witz! Muss man sowas dazuschreiben, damit es
kapiert wird?


Was? Du liebst den VVS? Also Roman Herzog wurde mal gefragt, ob er Deutschland liebt, darauf antwortete er: Ich liebe meine Frau :-)  Was liebst Du denn am VVS? Was macht er besser als "eben gerade das notwendige"??? Den Ruf kann ich gar nicht schädigen! Über die lauen Takte und die vergleichsweise hohen Fahrpreise kann sich jeder auf der Homepage des vvs selber informieren.
Für mich ist der VVS das beste Verbund von allen mir bekannten Verkehrsverbünden, das hat seinen guten Grund: Fast jede Bahn- und Bushaltestellen sind mit Informationstafeln ausgestattet, dazu gehören Fahrpläne, Stadtpläne(Teilbereich, wo man sich befindet), Kurzstreckenlisten. An jedem Haltestellenschild befindet sich eine Information, in welcher Tarifzone man sich befindet. Die Liniennetzpläne für S-Bahn und Stadtbahn sind klar gegliedert. Gute Infos. Teuer ist das auch deshalb, weil wir im Baden-Württemberg leben! Hier ist die Wirtschaft weit besser als woanders. Im MVV (Münchner Verkehrsverbund) ist das teilweise viel teurer als im VVS. Aber aufgrund der Zonenaufteilung ist da kein Vergleich möglich. Im VVS z.B. ist in Stuttgart der Stadtbahn-Fahrplan am Wochenende viel besser als in Karlsruhe. Fahrplanlicher Vergleich ist da nur möglich, weil es eine Kundensicht ist! Im Westlichen Bereich von Stuttgart und Umgebung ist die Busverbindung einfach besser als im Östlichen Bereich von Stuttgarter Umgebung. Im Karlsruher Verkehrsverbund wirst Du vergeblich nach einer besseren Busverbindung suchen. Was Karlsruhe angeht ist nämlich an den Haltestellen ohne das Dach und nur ein Haltestellenschild ist, da kann man wie z.B. am Kronenplatz(Universität) nicht so schnell einen Fahrplan finden, obwohl sich hier ein Haltestellenschild der Stadtbahn befindet. Und die Information ist etwas dürftig, weil da nämlich ein Stadtplan fehlt. Auf dem Land ist die Stadtbahn (Bretten - KA) einfach zu voll und bei voller Fahrt zu laut. Zur S-Bahn gehören übrigens nur die echte Züge und nicht olle Straßenbahnfahrzeuge. Die Stadtbahn der SSB sieht wegen seiner Fahrgastraumaufteilung und der Fenstergröße viel freundlicher aus als die Stadtbahn (VBK/AVG) von KA.
(Stuttgart) Ab 19:30 ist es natürlich Abendverkehr, wieviele Leute fahren denn da noch mit dem Bus?
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Beitrag von D-Love »

Teuer ist der VVS, gar keine Frage und es ist auch keine Frage, dass der ÖPNV in vielen anderen großen deutschen Städten doch um einiges dichter getaktet und umfangreicher und dazu billiger ist, aber Stuttgart ist eben 1.) eine Autofahrerregion und 2.) auch von der Stadtstruktur her nicht mit anderen deutschen Großstädten vergleichbar. Die Metropolitan Area ist sehr groß, der Innenbereich dafür für eine Großstadt sehr klein.

Dennoch muss sich der VVS und Stuttgart natürlich mit Städten wie Köln, Frankfurt oder München messen, der Vergleich mit der Provinzhochburg Karlsruhe ist vielleicht nicht der allerbeste und für die Beurteilung der ÖPNV-Struktur in Stuttgart nicht wirklich aussagekräftig.
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schwaborigine
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Beitrag von schwaborigine »

Au backe!

Ausser S und KA kennst Du wohl nix ??!

Infotafeln an den Haltestellen: Das kenne ich aus allen Verbünden so!

Und die Liniennetzpläne sind eigentlich in ganz Deutschland gleich gegliedert,
ob das nun Bonn, Frankfurt oder Hamburg ist.

Und was nützt denn eine megageile Haltestelle (wobei es in Hannover einige sehr phantasievolle gibt) wenn das Verkehrsmittel nur selten fährt?

Und was hat
Hier ist die Wirtschaft weit besser als woanders.
das denn mit den Fahrpreisen zu tun???

Das Personal verdient hier nicht mehr als anderswo, die Fahrzeuge kosten dasselbe egal ob sie von Stuttgart oder von Berlin aus bestellt werden, Diesel und Strom kosten in Stuttgart auch nicht mehr als anderswo. Also was soll das denn!
Ab 19:30 ist es natürlich Abendverkehr, wieviele Leute fahren denn da noch mit dem Bus?
Das ist ja ein ulkiges Argument! Immerhin haben die Geschäfte bis 20h offen, Freizeitveranstaltungen beginnen oft um 20h, und viele Leute (so wie z.B. ich) arbeiten oft länger. Und gerade da Stuttgart beengt ist und sich der Verkehr auf wenigen Achsen drängt ist es um so seltsamer, dass nicht mehr Verkehr zusammenkommt um die Busse öfter fahren zu lassen. Aber in Stuttgart wird eben immer noch sehr viel Auto gefahren. In Hamburg, wo ich 8 Jahre gelebt habe und wo m.E. der beste Verkehrsverbund ist, ist die Akzeptanz des ÖPNV auch bei "Mittelstandsbürgern" viel höher als hier, wo derjenige, der mit Bus und Bahn fährt viel eher die subtile Frage an der Jacke kleben hat "hat man Dir den Führerschein abgenommen???". Und das Durchschnittseinkommen der Hamburger ist nicht schlechter als in Stuttgart!

Also um mal den Unterschied zu begründen z.B. zwischen Stuttgart und Hamburg:
Bahnen bis 23 Uhr durchweg im 10-Minuten-Takt, zahlreiche wichtige Buslinien, auch in Aussenbezirken, bis 23 Uhr im 10-Minuten-Takt! (vergleiche das mal
mit den Buslinien in Ludwigsburg oder Bietigheim, stöhn)

Es existieren diverse Buslinien, die sehr lange Strecken zurücklegen, so dass man auch ohne Umsteigen diverse ungewöhnliche längere Wege zurücklegen kann. Sehr viele separate Busspuren. Nachtbusse (ca 15 Linien) jede Nacht im 30-Minuten Takt, am Wochenende im 15-Minuten-Takt (und in Bälde sollen einige davon am Wochenende durch rund um die Uhr fahrende Bahnen ersetzt werden).
Schon seit Jahren die Möglichkeit, Fahrplanauskunft durch SMS zu holen. Für Leute, welche die Spitzenzeiten umgehen können, gibt es ein sehr günstiges Angebot, ähnlich wie der "Pass Orange", aber das gilt schon wieder ab 18h, während der
Pass Orange erst ab 19 Uhr gilt und somit beispielsweise jemandem, der nicht gerade in Stuttgart wohnt und gerne abends damit ins Kino, Theater o.Ä. will, also typischer Freizeitverkehr, überhaupt nix nützt. Fahrradtransport in Hamburg schon seit ich denken kann kostenlos. Auch gibt es in HH ein interessantes Rabattangebot für Menschen, die in Teilzeit arbeiten.

Natürlich ist Hamburg formal grösser als Stuttgart, aber wenn man um Stuttgart rum einen Kreis zieht mit denselben Ausdehnungen wie Hamburg, kommen zahlreiche Städte zusammen und der Lebensraum enthält mindestens so viele Menschen, und wenn man das dann vergleicht, dann ist der ÖPNV im VVS-Gebiet ganz schön ärmlich und gleichzeitig teuer.
Der Adler

Beitrag von Der Adler »

Weder Stuttgart noch Hamburg ist Vergleichbar!!

Dabei hast Du die Stadtpläne vergessen!

Lininenetzpläne gleich gegliedert? Darin sehe ich keine gleiche Gliederung!

1. Jeder Liniennetzplan kommt von einem bestimmten Hersteller.

2. Vom Linienverlauf her erkennt man keine gleiche Gliederung!

3. Beim DING hat der Wabenplan eine Ähnlichkeit mit dem Wabenplan von NALDO.
Rathgeber
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Beitrag von Rathgeber »

Ich frage mich schon seit geraumer Zeit, was das Ganze hier mit S-Bahn Allgemein zu tun hat. Vielleicht mag das mal jemand verschieben...

Gruß vom
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D-Love
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Beitrag von D-Love »

Schwab, mal zwei Zahlen:

Fläche Große und Freie Hansestadt Hamburg:
755 km² (2119 Einwohner pro km²)

Fläche Region Stuttgart:
3654 km² (712 Einwohner pro km²)

von Topographie und der Tatsache, dass Hamburg eine weitaus gewachsenere Stadt ist als das aus zig Orten zusammengesiedelte Stuttgart mal ganz abgesehen

Wenn ich einen Ort mit 100 000 Einwohnern habe ist es doch logisch, dass ich deutlich mehr Bahn- und Buslinien benötige als wenn ich 10 Orte mit jeweils 10 000 Einwohnern habe, auch wenns unterm Strich die gleiche Bevölkerungszahl ist.
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schwaborigine
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Beitrag von schwaborigine »

D, das ist überhaupt nicht so logisch!

Fläche Hamburg: 755 km² (2119 Einwohner pro km²) Fläche Region Stuttgart: 3654 km² (712 Einwohner pro km²)
So kann man das nicht vergleichen! Andererseits leben in der Region Stuttgart (Definition gemäss www.region-stuttgart.de) 2,5 Millionen Menschen, in Hamburg nur 1,74 Millionen. Aber wie in Stuttgart gehören zum Lebensraum und somit auch zu den entstehenden "Beförderungsfällen" auch die Umlandgemeinden, also bis zu Pinneberg, Wedel, Norderstedt, Winsen (alle im HVV). Wenn man die dazuaddiert
kommt man auf ähnlich viele Menschen.
Und auch Menschen, die aus Lübeck oder Lüneburg einpendeln, vergleichbar hier mit Menschen, die aus Heilbronn oder Pforzheim einpendeln. Also in beiden Fällen gibt es um den Kreis "Stadt" noch einen grösseren Kreis "Land". In Hamburg ist lediglich der "innere Kreis" relativ zum gesamten schon grösser.

von Topographie und der Tatsache, dass Hamburg eine weitaus gewachsenere Stadt ist als das aus zig Orten zusammengesiedelte Stuttgart mal ganz abgesehen. Wenn ich einen Ort mit 100 000 Einwohnern habe ist es doch logisch, dass ich deutlich mehr Bahn- und Buslinien benötige als wenn ich 10 Orte mit jeweils 10 000 Einwohnern habe, auch wenns unterm Strich die gleiche Bevölkerungszahl ist.
Völlig unlogisch! Wenn Wohnung und Arbeitsplatz / Ausbildungsstätte auseinander liegen, wenn Freundschaften entstehen zwischen jemandem in A-Dorf und jemandem in B-Hausen, wenn Menschen aus C-Stadt in Disco, Veranstaltung oder zum Shopping wollen, dann ist es völlig wurscht, wie die Vorgeschichte war, sondern es entstehen Wünsche nach Mobilität, wie man ja auch an den vollen Strassen sieht. Es ist doch nicht so, dass ein Böblinger nur in Böblingen in die Disco geht weil das historisch so gewachsen ist!

Wie lange hat es alleine gedauert, bis in Bietigheim der Haltepunkt Ellental gebaut wurde, obwohl das geographisch dermassen auf der Hand liegt, dass man da einen braucht, und sicher auch relativ billig war! viel dichter an der Innenstadt.
Dann vergleiche man mal mit der Betonorgie um die Autobahnausfahrt
Ludwigsburg Nord.

Noch zwei beliebige Details: Auf der Homepage www.hamburg.de gibts gleich auch einen Link zum HVV. Bei www.Stuttgart.de nichts!

Geht man zu www.breuninger.com und informiert sich übers Breuningerland
Ludwigsburg oder Sindelfingen: Da kann man auf "Anfahrtsplan" klicken aber erhält nur die Strassenkarte. KEIN Hinweis darauf, dass auch mehrere Buslinien zum
Breuningerland Ludwigsburg fahren! (IKEA ist da aufgeschlossener...)

Mehrere Jahre hat es das Stadtmagazin LIFT nicht geschafft, den Nachtbuslinienplan der Region in ihrem Veranstaltungskalender abzudrucken sondern nur den Stuttgarter. Und dann wundert man sich, dass das Nachtbusnetz mit zwei Fahrten pro Nacht vor sich hin schnarcht, obwohl auf den Strassen nachts reger Verkehr ist und die Parkplätze vor den Discos voll.

In vielen Details ist die ÖPNV-Nutzung hier mit einer grundsätzlichen
Geringschätzung verbunden... man nennt das dann eher "ich MUSS mit der Bahn
fahren", statt "prima! ich habe eine attraktive Verbindung", und viel zu
viele Leute haben Null Ahnung über die Alternativen. WoEnde traf ich einen Bekannten in Ludwigsburg in einer Disco, und er jammerte ob er nach seinen Bieren wohl noch autofahren darf. Ich sagte ihm, dass es einen Nachtbus in seinen Wohnort Tamm gibt - er war völlig erstaunt, hatte er nicht gewusst...
Der Adler

Beitrag von Der Adler »

schwaborigine @ 9 Nov 2004, 10:29 hat geschrieben:ich habe eine attraktive Verbindung", und viel zu
viele Leute haben Null Ahnung über die Alternativen. WoEnde traf ich einen Bekannten in Ludwigsburg in einer Disco, und er jammerte ob er nach seinen Bieren wohl noch autofahren darf. Ich sagte ihm, dass es einen Nachtbus in seinen Wohnort Tamm gibt - er war völlig erstaunt, hatte er nicht gewusst...
Darüber kann man sich informieren, bevor sich jemand über eine "mangelnde" Verbindung beklagt!

Im Internet existiert Informationen über den Stuttgarter Regionaler Nachtbus!

Zum Regionalen Nachtbus: www.nachtaktiv.net; www.vvs.de (Sämtliche Verkehrsmittel)
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Beitrag von D-Love »

Es kann auch nicht davon die Rede sein, dass die Nachtbusse "schnarchend" durch die Gegend fahren. Die Busse ab Stuttgart Schlossplatz (also die städtischen SSB-Linien, sowie die N10-N70) sind mit durchschnittlich bis zu 70 Fahrgästen pro Bus mehr als ausgelastet. Auch die meisten Anschlusslinien von den Mittelzentren sind gut ausgelastet, wenn auch nicht voll belegt. Die Nachtaktiv-Busse innerhalb des Kreis LB sind ja ohnehin ein Sonderfall, da diese nicht von der Region sondern vom Kreis LB betrieben werden. Also sollte man auch denken, dass der Kreis LB genügend tut, um die Linien genügend zu bewerben. Inwiefern das geschieht, kann nicht sagen.

Was stimmt, ist dass die Promotion des Angebots stark nachgelassen hat. Ich bin damals erst durch Werbung auf bigfm auf das Angebot aufmerksam geworden, mittlerweile scheint man bei der Region und beim VVS jedoch zu denken, dass das Angebot mittlerweile bekannt ist und hat die Werbung zurückgefahren.

Was das andere Thema betrifft. Jeder Kilometer Bus oder Bahn kostet ein Haufen Geld. Wenn eine Stadt so zersiedelt ist und so weitläufig ist wie es die MA von Stuttgart ist mit den entsprechenden Entfernungen, den Fahrzeiten usw. , dann kann ich nicht alle 10 min einen Bus für eine Handvoll Fahrgäste durch die Gegend fahren lassen. In einer konzentrierten Großstadt wie Hamburg, in der auf einer viel kleineren Fläche fast genauso viele Menschen leben, gibt es da ganz andere Möglichkeiten. Wenn ich mir die Auslastung der S-und U-Bahn-Linien in Stuttgart anschaue, dann denke ich, dass das jetzige Angebot eigentlich ausreicht. Klar, in der HVZ wäre ein dichterer Takt wünschenswert, aber erstens gibt das die Infrastruktur nicht her (Stichwort Stammstreckentunnel) und zweitens würde das den Stuttgarter Nahverkehr noch teurer machen, als er ohnehin schon ist. Man darf nicht vergessen, dass die S-Bahn-Linien in Stuttgart eigentlich eher sehr dicht getaktete Regionalbahnen sind, während z.B. in Berlin und in Hamburg wahrscheinlich auch die S-Bahn eher eine reine Stadtschnellbahnfunktion hat.
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Beitrag von schwaborigine »

DT810 @ 9 Nov 2004, 12:49 hat geschrieben: Im Internet existiert Informationen über den Stuttgarter Regionaler Nachtbus!
Ja sicher gibts das, aber bevor jemand im Internet nachschaut, wann da was fährt, muss man ja erstmal eine Ahnung haben, dass da tatsächlich was ist! Du suchst ja auch im Branchenverzeichnis beispielsweise einen "Hundepsychiater" nur wenn Du schon mal davon gehört hast, dass es sowas gibt in Deiner Gegend.

Und mit wem ich auch rede - es ist dermassen wenig bekannt!
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Beitrag von schwaborigine »

Es kann auch nicht davon die Rede sein, dass die Nachtbusse "schnarchend" durch die Gegend fahren. Die Busse ab Stuttgart Schlossplatz (also die städtischen SSB-Linien, sowie die N10-N70) sind mit durchschnittlich bis zu 70 Fahrgästen pro Bus mehr als ausgelastet.
Naja, die städtischen sind in der Tat gut ausgelastet (vielleicht werden durch den bizarren 71-Minuten-Rhythmus nun auch wieder ein paar verscheucht... wie soll man sich das denn für eine Unterwegshaltestelle merken..., aber die anderen? Naja, das mögen die Statistiker wissen, aber ich sah schon viele der N10-70 am Schlossplatz halb leer abfahren, und wenn ich mal fahre, dann ist der Bus manchmal knackevoll, manchmal auch halb leer. Und die lediglich 2 Kurse pro
Nacht, es ist echt zum Quieken.

Wenn eine Stadt so zersiedelt ist und so weitläufig ist wie es die MA von Stuttgart ist mit den entsprechenden Entfernungen, den Fahrzeiten usw. , dann kann ich nicht alle 10 min einen Bus für eine Handvoll Fahrgäste durch die Gegend fahren lassen. In einer konzentrierten Großstadt wie Hamburg, in der auf einer viel kleineren Fläche fast genauso viele Menschen leben, gibt es da ganz andere Möglichkeiten.
Verflixt, zersiedelt hin oder her, auch hier müssen Menschen zur Arbeit, also mit irgend einem Bus zur nächsten Bahn und dann weiter - oder eben per Auto. Die Verkehrsströme SIND da, und bei "zersiedelt" immer noch.
Und wenn es längere Wegstrecken sind, schlägt auch der Geldspareffekt
deutlicher zu - sofern darüber nachgedacht wird!

Das Umland von Hamburg ist AUCH zersiedelt, und dennoch pumpen
die S-Bahnen etc. viel mehr Fahrgäste rein und raus. Es ist echt aufregend,
wie viele Menschen dort transportiert werden.
Im innerstädtischen Bereich, gerade weil dichter besiedelt, kann in HH auch mehr zu Fuss oder per Fahrrad erledigt werden, diejenigen Menschen fallen als Fahrgast dann andererseits weg.

In der Hauptverkehrszeit sind eigentlich keine Verbesserungen nötig, aber mir scheint, dass gerade im VVS-Gebiet der ÖPNV vorrangig zum Weg zur Arbeit akzeptiert wird, aber im Freizeitverkehr werden die Fahrzeuge so unheimlich leer, da wird das Auto massiv bevorzugt.
während z.B. in Berlin und in Hamburg wahrscheinlich auch die S-Bahn eher eine reine Stadtschnellbahnfunktion hat.
Berlin ja, aber in Hamburg eher nein, sondern wie in Stgt: Teils Umland, teils innerstädtisch. Von Rohr bis
Obertürkheim/Fellbach, das ist ja auch ein sehr langes Stück "innerstädtisch".
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Dave
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Beitrag von Dave »

Ich will mich ja nicht in eure Diskussion einmischen, aber dass die Nachtbusse des VVS nicht bekannt sind, habe ich auch schon mitbekommen. Da muss sich was ändern.

Aber etwas anderes: Und zwar zu den Tarifen des VVS: Ich hab gedacht, der verarscht mich, aber es ist doch nicht möglich, dass die Unternehmen des VVS innerhalb der Verbundgrenzen auch eigene Tarife mit eigenen preisen haben? Nach den Wabenplan kostet Ditzingen - Stuttgart mit der S6 genauso viel wie Gerlingen - Stuttgart mit der U6, und zwar 2,70€. Oder liege ich da falsch?
Und noch was: Die Strohgäubahn, wieviel investiert jetzt welcher träger in die Bahn? Stimmt es, dass die Züge nicht ausgelastet fahren würden?
Ich bin für Antworten sehr dankbar.
Gruß, Dave
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Beitrag von D-Love »

Dave @ 9 Nov 2004, 21:53 hat geschrieben: Ich will mich ja nicht in eure Diskussion einmischen, aber dass die Nachtbusse des VVS nicht bekannt sind, habe ich auch schon mitbekommen. Da muss sich was ändern.

Aber etwas anderes: Und zwar zu den Tarifen des VVS: Ich hab gedacht, der verarscht mich, aber es ist doch nicht möglich, dass die Unternehmen des VVS innerhalb der Verbundgrenzen auch eigene Tarife mit eigenen preisen haben? Nach den Wabenplan kostet Ditzingen - Stuttgart mit der S6 genauso viel wie Gerlingen - Stuttgart mit der U6, und zwar 2,70€. Oder liege ich da falsch?
Und noch was: Die Strohgäubahn, wieviel investiert jetzt welcher träger in die Bahn? Stimmt es, dass die Züge nicht ausgelastet fahren würden?
Ich bin für Antworten sehr dankbar.
Gruß, Dave
Also bei den Jugendlichen sind die Nachtbusse und nacht.aktiv schon bekannt.

Ditzingen-Stuttgart und Gerlingen-Stuttgart sind beides 3 Zonen, also 2,70 €. Stimmt so schon. Und es gibt im VVS nur einen Tarif.

Zur Strohgäubahn kann ich nicht viel sagen. Ich meine aber gehört zu haben, dass sie vor der Einstellung stand, weil sie einfach wirtschaftlich nicht profitabel sei, sich der Kreis LB dann aber doch eingesetzt hat, um die Verbindung zu erhalten.
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schwaborigine
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Beitrag von schwaborigine »

dass die Nachtbusse des VVS nicht bekannt sind,
Naja, sie sind weder bekannt noch total unbekannt, sondern schlichtweg zu wenig bekannt, vor allem ausserhalb von Stuttgart. In Bahnhöfen und diversen Veranstaltungsorten seh ich nun zwar kleine Fahrplanheftchen, immerhin was... vielleicht hofft der VVS vor allem auf Mundpropaganda. Aber wenn ich dann ab und an mit dem Nachbus von Freiberg nach Besigheim fahre, der Bus hält vor der Disco "Palace" (und das ist gerade eine mit sehr jungem Publikum), dann steigt nur ganz selten mal überhaupt jemand ein. Wenn ich da an Hamburg denke, wo Jugendliche und auch nicht mehr ganz so junge zu hunderten nachts durch die Gegend cruisen...

Und die innerstädtischen Nachtbusse: Nun sind die Fahrgastzahlen ja immerhin so gestiegen, dass sogar Gelenkbusse eingesetzt werden können..... somit könnte man auch normale Busse im Halbstundentakt fahren lassen, die dann "normal voll" wären! Und mit etwas Phantasie vielleicht sogar in den Aussenbezirken besser in die Nähe stark frequentierter Discotheken wie Zapata, Zollamt, PerkinsPark etc
herumfahren und dort das nächtliche Parkplatzchaos reduzieren.

Aber der Hauptjob eines Verbunds ist ja der Tagesverkehr, und da nervt zum Beispiel die absolut miserable Information im Fall von Störungen! Hinter den S-Bahn-Endpunkten hört anscheinend der Service vollends ganz auf. Von elektronischen Anzeigen an den Bahnsteigen kann man nicht mal träumen. Verspätungen von 20-40 Minuten sind für Züge von HN her nicht selten, und da steht man dann am Bahnsteig, weiss nichts. Mal kommt ne Lautsprecherdurchsage (mit gemütlich-gelangweilter Stimme als wolle er sagen "Essen ist fertig"), mal
kommt keine...

Auch bei Betriebsstörungen in der S-Bahn erlebte ich schon katastrophale Informiererei: Tunnel zwischen Schwabstr. und Uni gesperrt, Züge zum Flughafen müssen Schwabstr. enden, und erst DA erfährt man was! Absolute Kacke für Leute, die zum Flugzeug müssen, und an Schwabstrasse stehen ja nur wenige Taxen.
Auch an Universität Richtung Innenstadt anlässlich von Streckensperrungen schon völlig konfuse oder nicht existierende Information erlebt...Hinweis, man soll oben mit Bus weiterfahren, aber wenige Minuten später fuhr die Bahn schon wieder etc..

Teilweise inkompetent auch das Personal am "sörwispoing"... mal sah ich an den grossen Anzeigetafeln dass um Ulm Züge unterbrochen werden wegen Bauarbeiten und wollte den Sörwisspezl fragen, wie das denn heute abend wohl sein wird (weil ich abends vom Bodensee zurückfahren wollte). Der Typ liess mich nicht ausreden und ich musste drei mal neu ansetzen und ihn erstmal anschnauzen, er soll mich endlich mal ausreden lassen, bis ich endlich meine Frage zu Ende sagen konnte... ein Freund von mir, zu Besuch aus HH, wollte dort fragen wie er mit den Bahnen zu den "Schwabenquellen" kommt, dann wurde ihm dort gesagt, die seien wegen eines Brandes geschlossen. Stimmte aber nicht! Das war schon fast ein Jahr her.
8. Bauserie
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Beitrag von 8. Bauserie »

schwaborigine @ 10 Nov 2004, 10:46 hat geschrieben:Auch bei Betriebsstörungen in der S-Bahn erlebte ich schon katastrophale Informiererei: Tunnel zwischen Schwabstr. und Uni gesperrt, Züge zum Flughafen müssen Schwabstr. enden, und erst DA erfährt man was! Absolute Kacke für Leute, die zum Flugzeug müssen, und an Schwabstrasse stehen ja nur wenige Taxen.
Der Fall kommt mir unglaublich bekannt vor! Ich hatte das im Frühjahr/Sommer, als eine lebensmüde Person auf dem Nesenbachviadukt stand und dadurch Österfeld/Dachswald-Vaihingen dicht war. Zusätzlich wurde noch die U1 gesperrt, da der Depp drohte, sich auf die Gleise der Stadtbahn zu werfen... Naja, egal, auf jeden Fall kam ich mit einem Langzug 423 aus Backnang und wollte zum Flughafen - und kurz bevor ich den Bahnsteig Schwabstraße erreicht hatte, wurde mir von der Zugüberwachung Karlsruhe, welche für die S-Bahn Stuttgart zuständig ist, mitgeteilt, daß ich an der Schwabstraße ende, durch die Wendeschleife fahre und als 4354 (Das ist die Zugnummer, frei erfunden, ehrlich gesagt, ich weiß sie nicht mehr) zurück nach Backnang muß. (In Worten: Punkt! Mir wurde - wie so oft - nicht gesagt, was denn eigentlich los ist!) So lieber schwaborigine, jetzt erklär mir mal, wie ich aus diesem Informationsgehalt innerhalb von 210 Metern eine vernünftige Ansage zusammenbasteln soll! Nebenher natürlich noch das FIS auf "nicht einsteigen" umstellen...

Diese Information von der Zugüberwachung an den Lokführer war übrigens noch gut, desöfteren erfährt man auch garnichts! Da ist eben ein Signal auf Halt - mit Glück steht man an einem Bahnsteig und hört die Lautsprecherdurchsagen vom Fahrdienst. Aber das ist eben die Eigenschaft von Störungen - sie kommen unvorhergesehen, man weiß zu 99% nicht, wie lange die Störung andauern wird und sämtliche Mitarbeiter in der Zugüberwachung/Transportleitung/Betriebsleitung sind dadurch hoffnungslos überlastet.
Noch dazu kommt die unangenehme Eigenschaft des Zugbahnfunks - es ist nämlich in einem bestimmten Bereich (Im Beispiel der S-Bahn die Abschnitte Plochingen/Schorndorf/Backnang/Nordbahnhof-Schwabstraße-Österfeld; Österfeld-Filderstadt/Herrenberg; Nordbahnhof-Marbach/Bietigheim/Weil der Stadt) immer nur ein Gespräch gleichzeitig möglich! Kannst Dir ja sicher vorstellen, was das für ein Chaos ist, wenn in einem Bereich mal 5 Züge (und das ist noch wenig) gleichzeitig, jedoch mit unterschiedlichen Informationen angesprochen werden müssen.

Durch diese kurze Erklärung der Begebenheiten dürfte sich Dein nächster Absatz
Auch an Universität Richtung Innenstadt anlässlich von Streckensperrungen schon völlig konfuse oder nicht existierende Information erlebt...Hinweis, man soll oben mit Bus weiterfahren, aber wenige Minuten später fuhr die Bahn schon wieder etc..
auch geklärt haben. Aber ich sags gern nochmal: Es gibt so unglaubliche viele Arten von Betriebsstörungen, kein Mensch weiß, wie lange diese andauern werden, aber der Fahrgast möchte immer perfekte Informationen vom Lokführer haben, welcher meist am allerwenigsten über die Störung weiß... Das mit dem Bus finde ich schonmal erstaunlich - wurde mir noch nie gesagt, was ich meinen Fahrgästen erklären soll, wie sie weiterkommen - und nachschlagen kann ich sowas auch nicht. Wo denn auch? Ich bin ganz ehrlich - die Stadt/Straßenbahn und die Busverbindungen in und um Stuttgart interessieren mich herzlich wenig, also aus rein privatem Interesse bzw. Wissen kann ich da auch nicht weiterhelfen!
se upp för tåg
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schwaborigine
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Beitrag von schwaborigine »

8. Bauserie @ 11 Nov 2004, 07:53 hat geschrieben: So lieber schwaborigine, jetzt erklär mir mal, wie ich aus diesem Informationsgehalt innerhalb von 210 Metern eine vernünftige Ansage zusammenbasteln soll!
Ich meinte ja auch nicht, dass die Tf plötzlich zum Hellseher werden sollen,
aber die Transportleitung könnte doch schliesslich vielleicht Übersicht haben,
und die haben ja die Möglichkeit, Infos direkt auf die Bahnsteige zu
sprechen!

Ähnliche Kacke war vor 11 Monaten nach dem Kabelbrand in Kornwestheim.
Ich sass dummerweise genau im ersten RE, den es erwischt hat und habe den
Betriebsausfall in voller Pracht (mehrere Stunden lang) miterlebt.
Es gab lange Zeit (mindestens 1 Stunde) weder auf den Bahnsteigen noch in den Zügen irgend eine Information!!! Nichtmal diejenigen, die sich vielleicht in
Suttgart die Zeit vertreiben können hätten, hatten eine Chance,
vom Bahnhof Zuffenhausen zur Stadtbahn zu gehen und eben wieder zurückzufahren. Irgendwann tauchten dann arme Würste von Auskunftspersonen
auf, die man dann selber ansprechen musste (in kleinen Gruppen, soweit eben das Sprachorgan des armen MA reichte) und die über Handy irgendwelche
Info-Fetzen bekamen. Dann wurden mal Busse versprochen, dann Taxen
(wegen Glatteis kam aber weder noch), aber auch hierzu keinerlei Information!
Die Busfahrer müssten es doch der Leitstelle gemeldet haben, dass sie nicht
fahren können, so dass dann die Auskunftspersonen nicht weiterhin Hoffnung verbreiten. Also was die DB damals gebracht hat war völlig daneben.
D-Love
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Beitrag von D-Love »

Eine etwas unglückliche Situtaion hatte ich neulich samstag abends auf der S6, als zwischen Leonberg und Ditzingen (irgendwie wollen sich die Leute grundsätzlich nur dort auf der S6 umbringen, liegt vielleicht am dichten Wald und der Unübersichtlichkeit der Strecke) mal wieder ein Lebensmüder unterwegs war. Wegen dem wurde die Strecke gesperrt. Die S6 blieb in Leonberg stehen und der Tf bekam genauso wenig wie die Fahrgäste irgendwelche Infos, wann es weitergeht. Nur, dass die Strecke gesperrt ist und fertig. Irgendwann bekam er dann die Order nach Weil der Stadt zurückzufahren, hat das auch getan. Die Fahrgäste nach Stuttgart sind mittlerweile rüber zum Busbahnhof gelaufen, um mit der 92 nach Stuttgart weiterzufahren. Gerade als der 92er dann losgefahren ist, traf die nächste planmäßige S6 Richtung Schwabstraße in Leonberg ein und ohne irgendwelchen Durchsagen, dass die Strecke mittlerweile wieder frei ist oder eine kurze Wartezeit, dass die Leute wieder hätten einsteigen können, ist sie dann weiter Richtung Ditzingen gefahren.

In solch einem Fall trifft den Tf meiner Ansicht nach aber keine Schuld. Das ist Sache des Fdl oder sonst wem, der die Durchsagen macht.
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