[M] Wie rücksichtslos kann man sein?

Strecken, Fahrzeuge und Technik von U-Bahnen
elba

Beitrag von elba »

ET 423 @ 14 Dec 2006, 10:26 hat geschrieben: Das "nicht mehr zusteigen" heißt, wie es heißt, nicht mehr einzusteigen. Zurückbleiben heißt an sich nur, man solle den Bereich zwischen Sicherheitsstreifen und Zug räumen. Daß das in der Praxis so nie funktioniert, zeigt sich überall. Von daher wäre eine Rückkehr zum normalen "Zurückbleiben!" besser und würde auch schneller gehen. :)
Sehe ich ähnlich ist.

Lediglich bei längeren Aufenthalten (sei es plan- oder unplanmäßig) ist vorher noch ein "Bitte zusteigen" bzw. "Sx Richtung y, bitte Zusteigen" sehr hilfreich.

Bei dem Zurückbleiben würde ich ein "Bitte zurückbleiben" bevorzugen. Nicht weil ich bei jeder Kleinigkeit auf Höfllichkeit bestehe, sondern einfach weil so eine Sequenz mit zwei Worten oft einfach besser verständlich ist. Das "Bitte" erzeugt die Aufmerksamkeit um das zweite Wort dann zu verstehen (und ein "Achtung - zurückbleiben" ist dann vielleicht doch zu militärisch). Aus ähnlichen Gründen werden woanders viele Durchsagen mit Gong oder ähnlich eingeleitet - was bei größerer Menge von Durchsagen aber nervend werden kann.

Daß das mit der Verständlichkeit von demjenigen abhängt, der die Durchsage macht, ist auch klar. Und auch da ist nicht alles beeinflußbar, manche Leute haben halt eine besser verständliche Tonlage als andere.

Edmund
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gmg
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Beitrag von gmg »

ET 423 @ 14 Dec 2006, 10:26 hat geschrieben: Von daher wäre eine Rückkehr zum normalen "Zurückbleiben!" besser und würde auch schneller gehen. :)
Wann soll das denn gewesen sein? Ich glaube, du verwechselst das mit vereinzelten Ansagern und 420- Tfs, die gesagt haben, "Bitte zurückbleiben!"

Das mit dem "bitte nicht mehr einsteigen" ist übrigens meiner Meinung nach eine Folge des 423ers. Beim 420 wusste man, dass wenn man nach dem "Zurückbleiben bitte" noch einsteigt, Gefahr läuft, eingeklemmt zu werden. Beim 423 steigen die Leute noch solange ein wie sie eine offene Tür erreichen können. Das "bitte nicht mehr einsteigen" ist ja nur ein kläglicher Versuch, die Leute davon abzuhalten, nach dem Zeitpunkt der geplanten abfahrt immer noch einzusteigen. Letzte Woche habe ich sogar tatsächlich jemanden gesehen, der lieber auf die nächste S- Bsahn gewartet hat anstatt sich der Anweisung zu widersetzen.
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Beitrag von uferlos »

lustig war früher auch immer die Abfertigung der S4-Langzüge, damals noch mit 420... der Stammstreckentunnel war ja erst ab 6 uhr besetzt, also musste der Tf und der Begleiter im Tunnel immer beide seiten schließen.... was natürlich zu einem längeren stationsaufenthalt geführt hat!
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gmg
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Beitrag von gmg »

uferlos @ 14 Dec 2006, 14:43 hat geschrieben: lustig war früher auch immer die Abfertigung der S4-Langzüge, damals noch mit 420... der Stammstreckentunnel war ja erst ab 6 uhr besetzt, also musste der Tf und der Begleiter im Tunnel immer beide seiten schließen.... was natürlich zu einem längeren stationsaufenthalt geführt hat!
Uhh, Uhh! Da hat aber jemand die 420- Zeiten schon sehr tief in seinem Gedächtnis vergraben! Aber gut! Mit 18 sind 4 Jahre noch eine lange Zeit!
Jedenfalls sah die Realität so aus, dass jeder Zug erst auf der Aussteigerseite, dann auf der Einsteigerseite die Türen schloss. Da war egal, welche Linie der Zug hatte und ob das Haisl besetzt war.

Edit: Aus der 15 eine 18 gemacht, was meine Aussage natürlich etwas relativiert
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Beitrag von uferlos »

ja das weiß ich noch.... hab da ja ein paar soundaufnahmen, aus dieser schönen alten zeit...
naja ich hatte den eindruck, wenn die abfertigungshäuser besetzt waren, dann wurde einfach nur "zurückbleiben" gesagt und beide seiten wurden geschlossen.
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Beitrag von VT 609 »

uferlos @ 14 Dec 2006, 14:54 hat geschrieben: naja ich hatte den eindruck, wenn die abfertigungshäuser besetzt waren, dann wurde einfach nur "zurückbleiben" gesagt und beide seiten wurden geschlossen.
Das kam darauf an, ob in der Mitte noch einer mitgefahren ist oder nicht. Ohne "Schaffner" hat der Tf einfach beide Seiten gleichzeitig geschlossen. Wenn dagegen ein "Schaffner" auf einem Fst in der Mitte war, hat der zuerst die Ausstiegsseite geschlossen und dann die Einstiegsseite.
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Wildwechsel
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Beitrag von Wildwechsel »

Paul @ 14 Dec 2006, 08:12 hat geschrieben: früher losgehen hilft manchmal.
Sag das nicht dem Fahrgast, sag das dem Tf/Fahrer/sonstwas des verspäteten vorhergehenden Verkehrsmittels in der Reisekette.
Beste Grüße usw....
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nachtgedanke
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Beitrag von nachtgedanke »

Also, ich bin wirklich kein Freund des "dann fahr doch eine S-Bahn früher"!
Aaaaaber: wenn einer am Stachus in die U-Bahn Richtung Laimer Platz will, dann gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit, in ein Verkehrsmittel einzusteigen, das nicht mindestens im 20-Minuten-Takt fährt und das ist ein Zug am Hauptbahnhof. Und da gibt es am Stachus ja deutlich intelligentere Alternativen.

Edit: und danke fürs Berichtigen der Überschrift ;)
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Beitrag von gmg »

VT 609 @ 14 Dec 2006, 22:38 hat geschrieben: Das kam darauf an, ob in der Mitte noch einer mitgefahren ist oder nicht. Ohne "Schaffner" hat der Tf einfach beide Seiten gleichzeitig geschlossen. Wenn dagegen ein "Schaffner" auf einem Fst in der Mitte war, hat der zuerst die Ausstiegsseite geschlossen und dann die Einstiegsseite.
Bist du sicher? Ich hatte einen anderen Eindruck:
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Beitrag von VT 609 »

gmg @ 15 Dec 2006, 11:35 hat geschrieben: Bist du sicher? Ich hatte einen anderen Eindruck:
Ja, ziemlich sicher. Das mit dem Schließen ohne Schaffner hab ich sogar mal live miterleben dürfen, als ich eine offizielle Führerstandsmitfahrt auf einem ET 420 gemacht hab.
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Beitrag von ET 423 »

gmg @ 14 Dec 2006, 14:17 hat geschrieben: Wann soll das denn gewesen sein? Ich glaube, du verwechselst das mit vereinzelten Ansagern und 420- Tfs, die gesagt haben, "Bitte zurückbleiben!"
Ich verwechsle hier überhaupt nichts, ich erinnere mich einfach noch an das "früher". Früher hieß es einfach "zurückbleiben bitte" und dann waren die Löcher zu. Da gabs nicht noch so zeitraubendes und dümmliches Rumgeschwafel wie "am Gleis 2, Richtung Herrsching, bitte nicht mehr zusteigen...". Da hat man einfach gesagt "Herrsching, zurückbleiben bitte" und Schluß wars. Das ging schneller, war ungefähr genauso effektiv/ineffektiv wie das jetzige Rumgeeier, nur eben wie gesagt: Man kann dadurch schneller abfertigen. ;)
Ich schaue weg, weil mir hier Einiges nicht paßt.
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Beitrag von gmg »

ET 423 @ 15 Dec 2006, 13:46 hat geschrieben: Ich verwechsle hier überhaupt nichts, ich erinnere mich einfach noch an das "früher". Früher hieß es einfach "zurückbleiben bitte" und dann waren die Löcher zu. Da gabs nicht noch so zeitraubendes und dümmliches Rumgeschwafel wie "am Gleis 2, Richtung Herrsching, bitte nicht mehr zusteigen...". Da hat man einfach gesagt "Herrsching, zurückbleiben bitte" und Schluß wars. Das ging schneller, war ungefähr genauso effektiv/ineffektiv wie das jetzige Rumgeeier, nur eben wie gesagt: Man kann dadurch schneller abfertigen. ;)
Ach so! Ich hatte das so gelesen, dass deiner Meinung nach, gar nicht "bitte" gesagt wurde.
So wie du dir das wünschst geht es aber nunmal nicht mit dem 423. Willkommen bei den 420- Nostalgikern :D
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Beitrag von ET 423 »

gmg @ 15 Dec 2006, 13:53 hat geschrieben: So wie du dir das wünschst geht es aber nunmal nicht mit dem 423. Willkommen bei den 420- Nostalgikern :D
Klar geht das - einige Aufsichten sagen ja auch weiterhin nur "*Zugziel* Zurückbleiben bitte!". Das hat nichts mit irgendeiner bescheuerten Nostalgie zu tun oder sonstewas. :D
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Beitrag von gmg »

ET 423 @ 15 Dec 2006, 15:25 hat geschrieben: Klar geht das - einige Aufsichten sagen ja auch weiterhin nur "*Zugziel* Zurückbleiben bitte!". Das hat nichts mit irgendeiner bescheuerten Nostalgie zu tun oder sonstewas. :D
Schon! aber während der 420 losfahren kann sobald die Türverriegelung aktiviert ist, müsst ihr heutzutage warten bis auch wirklich keiner mehr einsteigt.
VT 609

Beitrag von VT 609 »

gmg @ 15 Dec 2006, 16:50 hat geschrieben: Schon! aber während der 420 losfahren kann sobald die Türverriegelung aktiviert ist, müsst ihr heutzutage warten bis auch wirklich keiner mehr einsteigt.
Nein, beim Zwangsschließen auf der Stammstrecke geht es genauso schnell wie früher bei den ET 420. Die Aufsicht sagt "Zurückbleiben bitte" und drückt ZpT, der Tf schließt die Türen, die Aufsicht drückt Zp9 und der Zug fährt ab.

Ohne Zwangsschließen kann es durchaus länger dauern, da gebe ich dir recht. Unter anderem deswegen bin ich für die Abschaffung des TAV bei der S-Bahn.
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Boris Merath
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Beitrag von Boris Merath »

gmg @ 15 Dec 2006, 16:50 hat geschrieben: Schon! aber während der 420 losfahren kann sobald die Türverriegelung aktiviert ist, müsst ihr heutzutage warten bis auch wirklich keiner mehr einsteigt.
Ein 420er kann auch losfahren wenn die Türverriegelung nicht aktiv ist - die wird dann schon irgendwann aktiv :-) Sowas wie Traktionssperre oder ähnliches kannte man damals wohl noch nicht :-)
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
ET 423
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Beitrag von ET 423 »

Wenns so aufgebaut ist wie bei klassischen Reisezugwagen, gehen die Türen ab 5km/h zu. ;)
Ich schaue weg, weil mir hier Einiges nicht paßt.
janmethner
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Beitrag von janmethner »

Bei der Diskussion um das "Zurückbleiben" bzw. "Bitte zurückbleiben" musste ich ehrlich ein bisschen grinsen, wenn ich an manche U-Bahn Tf`s denke..."zruckbleim!" - fertig.
Außerdem kommt doch nach dem "Bitte nicht mehr zusteigen." ziemlich schnell "Bitte zurückbleiben" hinterher, so nach dem Motto "Nicht mehr zusteigen und damits alle richtig verstehen: Sie müssen zurückbleiben." Bei manchen Fahrgästen scheint das auch nötig zu sein.

Gruss aus München
Jan
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Froschkönig
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Beitrag von Froschkönig »

VT 609 @ 14 Dec 2006, 22:38 hat geschrieben:Das kam darauf an, ob in der Mitte noch einer mitgefahren ist oder nicht. Ohne "Schaffner" hat der Tf einfach beide Seiten gleichzeitig geschlossen. Wenn dagegen ein "Schaffner" auf einem Fst in der Mitte war, hat der zuerst die Ausstiegsseite geschlossen und dann die Einstiegsseite.
Das war eine gestaffelte Angelegenheit.

Version mit Örtlicher Aufsicht

Schaffner schaut auf der Ausstiegsseite raus
öA sagt "Bitte zurückbleiben"
Schaffner schließt die Ausstiegsseite
Schaffner geht zur Einstiegsseite
Schaffner schließt die Einstiegsseite
öA gibt Abfahrauftrag

Ende der 90er wurde das dann etwas beschleunigt, indem der Tf die Aufgabe übernahm:

öA sagt "Bitte zurückbleiben"
Tf schließt beide Seiten
Schaffner schaut auf der Einstiegsseite raus
öA gibt Abfahrauftrag

Version ohne Örtliche Aufsicht

Schaffner steigt auf der Ausstiegsseite aus (sonst keine Übersicht wegen krummem Bahnsteig)
Schaffner sagt "Bitte zurückbleiben" auf der Ausstiegsseite
Tf schaut vorn aus dem Fenster
Schaffner schließt Türen auf der Ausstiegsseite
Schafnner steigt wieder ein, geht zur Einstiegsseite
Schaffner steigt auf der Einsstiegsseite aus (außer Hbf, dort gute Übersicht)
Schaffner sagt "Bitte zurückbleiben" auf der Einsstiegsseite
Tf schaut vorn aus dem Fenster
Schaffner schließt Türen auf der Einsstiegsseite
Schaffner gibt Fertigmeldung an Tf
Tf fährt ab

War eine recht aufwändige Prozedur und durch die S-förmigen Bahnsteige Marienplatz und Karlsplatz wegen der Übersicht auch etwas problematisch

Langzüge durften nicht ohne Schaffner fahren, es sei denn, der Tf sperrte beim letzten Kurzzug alle 24 Türen mit Vierkant ab.
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gmg
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Beitrag von gmg »

janmethner @ 16 Dec 2006, 11:51 hat geschrieben: Bei der Diskussion um das "Zurückbleiben" bzw. "Bitte zurückbleiben" musste ich ehrlich ein bisschen grinsen, wenn ich an manche U-Bahn Tf`s denke..."zruckbleim!" - fertig.
Außerdem kommt doch nach dem "Bitte nicht mehr zusteigen." ziemlich schnell "Bitte zurückbleiben" hinterher, so nach dem Motto "Nicht mehr zusteigen und damits alle richtig verstehen: Sie müssen zurückbleiben." Bei manchen Fahrgästen scheint das auch nötig zu sein.

Gruss aus München
Jan
Ja und viele U- Bahnfahrer sagen "zurück bleiben" und machen sofort die Türen zu. Oft steigen die Leute noch wenn der Fahrer zumacht. :angry:
Wenn ich da an diesen Unfall an der U1 vor 2 Jahren denke, finde ich das recht verantwortungslos, auch wenn damals das Opfer selber Schuld war.

Nachtrag: Boris: Mit "türen verriegeln" hatte ich eigentlich nicht wirklich das Verriegeln sondern das Schließen gemeint. Und auch ein 420 kann nicht mit offenen Türen losfahren. Dass der 423 auch zwangsschließen kann, wusste ich nicht weil ich sowas auch noch nie erlebt habe.
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Beitrag von FloSch »

gmg @ 16 Dec 2006, 14:41 hat geschrieben: Dass der 423 auch zwangsschließen kann, wusste ich nicht weil ich sowas auch noch nie erlebt habe.
Du steigst also nie am Ostbahnhof, Rosenheimer Platz, Isartor, Marienplatz, Stachus oder Hauptbahnhof ein und aus? Zu den Zeiten, an denen die Bahnhöfe besetzt sind (z.B. in der HVZ alle), passiert das dort alle 2-4 Minuten pro Richtung.
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Beitrag von gmg »

FloSch @ 16 Dec 2006, 15:19 hat geschrieben: Du steigst also nie am Ostbahnhof, Rosenheimer Platz, Isartor, Marienplatz, Stachus oder Hauptbahnhof ein und aus? Zu den Zeiten, an denen die Bahnhöfe besetzt sind (z.B. in der HVZ alle), passiert das dort alle 2-4 Minuten pro Richtung.
Wollt ihr mich jetzt alleverarschen? :ph34r:
Ich steig 5 mal die Woche am Marienplatz ein und aus. Da erlebe ich oft wie die öA. mehrmals darum bittet, dass endlich keiner mehr einsteigt einer nach dem anderen noch schnell von der Rolltreppe angerannt kommt.
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Beitrag von Woodpeckar »

gmg @ 16 Dec 2006, 15:31 hat geschrieben:Wollt ihr mich jetzt alleverarschen? :ph34r:
Ich steig 5 mal die Woche am Marienplatz ein und aus. Da erlebe ich oft wie die öA. mehrmals darum bittet, dass endlich keiner mehr einsteigt einer nach dem anderen noch schnell von der Rolltreppe angerannt kommt.
Müssen wir da überhaupt aktiv werden? :rolleyes:
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Beitrag von r2d2 »

ropix @ 13 Dec 2006, 22:16 hat geschrieben: Problem: Die Bahn aufm anderen Gleis ist ja noch da. Sollte diese fahren ist Bahn auf Gleis 1 wieder da. Außerdem kann man nicht sämtliches Idiotismus durch Idiotenschutzanlagen ersetzten.

Arschlöcher wird es immer und überall geben. Dieses auf die Bahn rennen ist ja durchaus weiter verbreitet. Das ganz schlimme ist, wenn sich die Leute noch nicht mal darum kümmern was sie gerade angerichtet haben.

@konsti: Problem bei der U-Bahn in München ist u.a. dass der C-Zug seine Türen ganz wo anders wie a und b hat :D
Na und. Dann fahren halt auf der Linie, wo man Bahnsteigkantentüren einbaut nur die C-Wagen. Und wenn man soviel Geld hat, daß man alle Linein damit ausrüstet, dann baut man halt breitere oder mehrere Türen ein, die so aufgehen, daß man alle A-, B- und C-Türen erreicht. Schlecht sind die Türen nicht: am Marienplatz könnte die Ubahn auch bei vollem Bahnhof reinrauschen und sicherer ist es allemal. Wenn die fahrerlosten U-Bahnen kommen (ist doch für die U6 geplant oder) kommen die Türen sicher auch.
r2d2

Beitrag von r2d2 »

DT810 @ 13 Dec 2006, 23:37 hat geschrieben: In Tokio wirdste vom "U-Bahn-Drücker" zurückgehalten, um die Pünktlichkeit des Zuges nicht zu gefährden oder zu stören.
Mhm, angenehm!
r2d2

Beitrag von r2d2 »

Daß die Leute auf den Zug rennen obwohl gleich der nächste kommt ist scheinbar ein menschliches Phänomen. In Paris, wo die U-Bahnen z.T. noch öfter fahren, hechten die letzten Leute hinein als müßten sie sonst stunden lang am Bahnsteig verbringen. Wahrscheinlich passiert das auch ncoh, wenn schon hinten die nächste U-Bahn dransteht. Das obwohl in Paris die Türen nach der schrillen Abfahrts-Sirene mit vollem Schwung zuschnappen (kurz vor dem Zuspringen bremsen sie allerdings nochmal stark ab, so daß man sich nicht so leicht einzwicken kann). Bei den neueren Fahrzeugen ist das aber vielleicht anders.
Auch nicht bewährt haben sich offenbar die automatischen Bahnsteigtüren (am Eingang zum Bahnsteig) - die sind noch an vielen Stationen vorhanden aber alle außer Betrieb.
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Beitrag von FloSch »

gmg @ 16 Dec 2006, 15:31 hat geschrieben: Wollt ihr mich jetzt alleverarschen? :ph34r:
Ich steig 5 mal die Woche am Marienplatz ein und aus. Da erlebe ich oft wie die öA. mehrmals darum bittet, dass endlich keiner mehr einsteigt einer nach dem anderen noch schnell von der Rolltreppe angerannt kommt.
Von verarschen kann keine Rede sein, abe wenn du da fünf mal die Woche bist, sollten dir die Unterschiede im Türverhalten eigentlich aufgefallen sein. Ohne Zwangsschließen läuft die Tür nur zu, wenn die Lichtschranke zu ist. Mit Zwangsschließen ist die Lichtschrank egal, die Tür läuft unter piepsen zu, wenn sie dabei nicht auf einen Gegenstand trifft (Türkantensensor spricht an, Tür reversiert nochmal kurz).
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Beitrag von FloSch »

r2d2 @ 16 Dec 2006, 16:46 hat geschrieben: Wenn die fahrerlosten U-Bahnen kommen (ist doch für die U6 geplant oder)
Nein, ist es nicht. Es war nur mal die Rede davon, die Wende in Fröttmaning testweise fahrerlos zu betreiben, aber auch hiervon hat man wieder abgesehen.
In München bleibt's bei automatischem Fahren, nicht fahrerlosem.
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Beitrag von Boris Merath »

r2d2 @ 16 Dec 2006, 16:46 hat geschrieben: Na und. Dann fahren halt auf der Linie, wo man Bahnsteigkantentüren einbaut nur die C-Wagen. Und wenn man soviel Geld hat, daß man alle Linein damit ausrüstet, dann baut man halt breitere oder mehrere Türen ein, die so aufgehen, daß man alle A-, B- und C-Türen erreicht. Schlecht sind die Türen nicht: am Marienplatz könnte die Ubahn auch bei vollem Bahnhof reinrauschen und sicherer ist es allemal. Wenn die fahrerlosten U-Bahnen kommen (ist doch für die U6 geplant oder) kommen die Türen sicher auch.
Du würdest am liebsten alles was teuer ist sofort bauen, kann das sein? :-)


Zum einen: Wenn man anfängt, Türen nur für C-Züge zu bauen, dann kann man damit vielleicht die beiden U1-Außenäste ausrüsten, oder den U4-Außenast - dann ist aber schnell Schluß. So viele Cs hat München dann auch wieder nicht. Gerade auf den Außenästen sind die Bahnsteigtüren aber noch unnötiger als im Bereich der Stammstrecken mikt dem hohen Fahrgastaufkommen. Außerdem wird die MVG sich sicher nciht auf die Türaufteilung vom C festlegen wollen, weil unklar ist was für ein Zugtyp danach beschafft wird - sollte man wieder auf Doppeltriebwagen oder Halbzüge umsatteln hat man ja wieder ne andere Türaufteilung. In wie weit man das so bauen kann dass es auf alle verwendeten Fahrzeugtypen passt wär ich mir jetzt auch nicht so sicher - und unendlich breit kann man die Türen auch nicht bauen, weil die sich beim öffnen dann ja selbst ins Gehege kommen.

Dazu kommen die hohen Anschaffungs- und auch Wartungskosten. U.a. baut man sich mit sowas ne wunderbare Malfläche für Schmierer. Dann sind Bahnsteigtüren auch im Störfall nachteilig. Bei einer Türstörung im Zug dürften die Bahnsteigtüren die Reperaturmaßnahmen des Fahrers erschweren - dazu kommt dass die Bahnsteigtüren auch kaputtgehen können.

Dazu dürften die Türen die Abfertigung deutlich erschweren, da dann ein viel größerer Bereich frei von menschen sein muss und reinspringer vermutlich leichter eingeklemmt werden können.

Alles in allem halte ich das für keine sinnvolle INvestition
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

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Beitrag von Boris Merath »

gmg @ 16 Dec 2006, 14:41 hat geschrieben: Nachtrag: Boris: Mit "türen verriegeln" hatte ich eigentlich nicht wirklich das Verriegeln sondern das Schließen gemeint. Und auch ein 420 kann nicht mit offenen Türen losfahren. Dass der 423 auch zwangsschließen kann, wusste ich nicht weil ich sowas auch noch nie erlebt habe.
Doch, der 420er kann mit offenen Türen losfahren (wobei ich nicht weiß ob das für alle Bauserien gilt), die TÜren werden dann halt irgendwann automatisch geschlossen.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

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