Schotter in den USA, 1860?

Alles rund um die Eisenbahnen außerhalb von Deutschland
Antworten
GSIISp64b
Lebende Forenlegende
Beiträge: 4350
Registriert: 14 Feb 2011, 16:45

Beitrag von GSIISp64b »

Hallo,

ein Bekannter hat mich gebeten, da mal nachzufragen: Wurden um 1860 Nebenbahnen in den USA geschottert oder ohne Schotterunterbau gebastelt (was bei den damaligen Achslasten und Geschwindigkeiten kein Problem gewesen sein dürfte?)


Gruß,
Stephan
Dauerhaft abwesend, und ich komme nicht mehr wieder.
Benutzeravatar
hmmueller
König
Beiträge: 989
Registriert: 22 Apr 2011, 14:39
Wohnort: Grafing
Kontaktdaten:

Beitrag von hmmueller »

Fragen gibt's ...

Zumindest weiß ich, dass man in den 1860ern noch mit vielen verschiedenen Oberbauarten experimentiert hat, darunter in den USA auch noch mit (Hart-)Holzschienen = längsliegenden Balken auf "Querschwellen" (die aber noch lange nicht alle Funktionen späterer Schwellen hatten); da war das Konzept des Einschotterns z.T. noch gar nicht vorhanden.

Vielleicht finde ich irgendwo noch Definitiveres ...
Meine Eisenbahngeschichten - "Von Stellwerken und anderen Maschinen ..."
Die Organe der Bahnerhaltung sind ermächtigt, den Arbeitern zur Aneiferung angemessene Quantitäten von Brot, Wein oder Branntwein unentgeltlich zu verabfolgen. Nr. XXVII - Vorschriften für das Verhalten bei Schneefällen, K. k. Österreichische Staatsbahnen, Gültig vom 1. Oktober 1906; Artikel 14(5)
GSIISp64b
Lebende Forenlegende
Beiträge: 4350
Registriert: 14 Feb 2011, 16:45

Beitrag von GSIISp64b »

hmmueller @ 11 Aug 2011, 23:27 hat geschrieben: Fragen gibt's ...
Hintergrund ist die Darstellung in einem Wargame (Strategiespiel) in der Bürgerkriegszeit. Danke schon mal für die Info.
Dauerhaft abwesend, und ich komme nicht mehr wieder.
Catracho
Lebende Forenlegende
Beiträge: 2819
Registriert: 26 Apr 2006, 09:52

Beitrag von Catracho »

Einfach mal im Internet nach Fotos aus der Zeit suchen. Der Sezessionskrieg ist fotografisch umfangreich dokumentiert, da finden sich auch massig Fotos von Bahnlinien, die ja militärisch von großer Wichtigkeit waren.
Ich hab auch noch ein paar Fotos aus der Zeit irgendwo auf dem Rechner, schau heute Abend mal nach :)

Mfg
Catracho
Theirs not to reason why, theirs but to do and die. - Alfred Tennyson
Fichtenmoped
Lebende Forenlegende
Beiträge: 2286
Registriert: 05 Jul 2010, 16:12
Wohnort: LK Freising

Beitrag von Fichtenmoped »

Das ist ein lustiger Thread... Wir werden zwar viele Bilder/Zeichnungen finden wo kein Schotter zu finden ist - aber wir suchen das eine, wo Schotter zu sehen ist!? :blink:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=...=20070928095122
Aufgrund von Rostschäden besteht Signaturersatzverkehr!

Wir bitten um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.
yeg009a

Beitrag von yeg009a »

Fichtenmoped @ 12 Aug 2011, 08:42 hat geschrieben:http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=...=20070928095122
Der Helligkeit des verlinkten Bildes ist so schlecht (zu hell - fast in weiß), daß man es nicht mal richtig erkennen kann, ob Schotter drauf ist, oder nicht. Außerdem ist das Bild zu klein, um es näher betrachten zu können.
Guido
Lebende Forenlegende
Beiträge: 4177
Registriert: 24 Jan 2004, 20:03
Wohnort: München / Berlin

Beitrag von Guido »

yeg009a @ 12 Aug 2011, 09:14 hat geschrieben: Der Helligkeit des verlinkten Bildes ist so schlecht (zu hell - fast in weiß), daß man es nicht mal richtig erkennen kann, ob Schotter drauf ist, oder nicht. Außerdem ist das Bild zu klein, um es näher betrachten zu können.
Ach herrje ... und die Farbe fehlt auch ... *kopfschüttel*


Fahr doch da einfach nochmal hin und fotografiere es neu ... wähle aber eine Verbindung wo Du nicht im 2.Weltkrieg umsteigen mußt, sonst bekommen wir die neuen Meisterwerke womöglich nie zu sehen ...
Gruß, Guido

Tf bei der S-Bahn München
[img]http://www.eisenbahner-online.de/420-423.gif[/img]

Hinweis: Der obenstehende Beitrag spiegelt - sofern nicht anders gekennzeichnet - ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider.
yeg009a

Beitrag von yeg009a »

Guido @ 12 Aug 2011, 11:56 hat geschrieben:Ach herrje ... und die Farbe fehlt auch ... *kopfschüttel*
Mir geht es nicht um die Farbe, sondern um die Helligkeit - jeder vernünftige Fotograf, der vermutlich ein Berufsfotograf war, würde vor dem fotografieren auf die Lichtverhältnisse achten, um zu einem richtigen Kontrast kommen zu können.
Guido @ 12 Aug 2011, 11:56 hat geschrieben:Fahr doch da einfach nochmal hin und fotografiere es neu ... wähle aber eine Verbindung wo Du nicht im 2.Weltkrieg umsteigen mußt, sonst bekommen wir die neuen Meisterwerke womöglich nie zu sehen ...
Das ist wohl eine Ironie!? :blink:
Wenn Du mir eine Zeitmaschine bauen könntest, dann könnte ich Zeitreisen unternehmen und für Dich neu fotografieren, aber dann beklage bitte nicht hinterher, daß ich irgendwann mal die Geschichte durch meinen Fehler verändert haben könnte.

Auch meine Antwort könnte eine Ironie enthalten, die auf ironisches Kommentar zurückgeht.
Bayernlover
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 13814
Registriert: 02 Aug 2009, 16:49
Wohnort: Dresden (4, 6, 10, 12, 65, 85)

Beitrag von Bayernlover »

yeg009a @ 12 Aug 2011, 12:17 hat geschrieben: Mir geht es nicht um die Farbe, sondern um die Helligkeit - jeder vernünftige Fotograf, der vermutlich ein Berufsfotograf war, würde vor dem fotografieren auf die Lichtverhältnisse achten, um zu einem richtigen Kontrast kommen zu können.
Was für ein mieser Fotograf das um 1860 herum gewesen sein muss, wenn er keine 5D Mark II dabeihatte :lol:
Für mehr Administration. Gegen Sittenverfall. Für den Ausschluss nerviger Weiber.
Guido
Lebende Forenlegende
Beiträge: 4177
Registriert: 24 Jan 2004, 20:03
Wohnort: München / Berlin

Beitrag von Guido »

Nach Du ja nun schon selber festgestellt hat daß die Aufnahme "etwas" älter ist - oh Wunder, selbst rausgefunden oder hat es jeman vorgesagt? - soo KÖNNTE man mit ein wenig Anstrengung der grauen Zellen feststellen, daß vor 150 Jahren die Techniken des Fotografierens noch nicht ganz so weit entwickelt waren wie heutzutage - gut, da haben wir schon das Problem. Aber schön daß DU so gut beurteilen kannst was vor 150 Jahren einen halbwegs vernünftigen Berufsfotografen ausgemacht hat, da steckt bestimmt ein imenses fundiertes Fachwissen dahinter.



P.S.: Sollte ich diesem Beitrag einen Gefahrenhinweis zufügen? Nein, ich glaube das ist doch zu offensichtlich ... *kopfschüttel*
Gruß, Guido

Tf bei der S-Bahn München
[img]http://www.eisenbahner-online.de/420-423.gif[/img]

Hinweis: Der obenstehende Beitrag spiegelt - sofern nicht anders gekennzeichnet - ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider.
Metrotram
Lebende Forenlegende
Beiträge: 3051
Registriert: 05 Mai 2005, 20:49
Kontaktdaten:

Beitrag von Metrotram »

yeg009a @ 12 Aug 2011, 09:14 hat geschrieben: Der Helligkeit des verlinkten Bildes ist so schlecht (zu hell - fast in weiß), daß man es nicht mal richtig erkennen kann, ob Schotter drauf ist, oder nicht. Außerdem ist das Bild zu klein, um es näher betrachten zu können.
GEHTS NOCH? *kopfschüttel*
stfn
Doppel-Ass
Beiträge: 104
Registriert: 27 Jul 2011, 18:20

Beitrag von stfn »

Laut der englischsprachigen Wikipedia wurde bereits in der Anfangszeit der US - Eisenbahn geschottert. Anfangs natürlich mit Material aus der Umgebung, was Einfluss auf das Aussehen und die Eigenschaften hatte. Der Artikel nennt leider keine Jahreszahlen sondern nur noch, dass davor wohl auch mit Asche, Kesselschlacke oder Kreide experimentiert wurde.
yeg009a

Beitrag von yeg009a »

Wenn man das von mir verlinkte Fremdbild in meinem Beitrag, dessen Quelle lt. Link zum Bild zur Webseite offensichtlich ist, kritisiert, daß es schlecht gemacht sei, sei es angemerkt, daß sich niemand zu wundern braucht, wenn es von mir ebenfalls ein Einwand zum in der Wiki verlinkten Fremdbild kommt. Auch ich habe ein Recht auf eine Meinung zum Bild, egal, wie alt es ist.

Deswegen braucht es keiner einen Einwand auf meinen Kommentar zu werfen, so wie es keiner auf den Kommentar Systemfehlers eingegangen ist.

Iim hiesigen Thema wurde auch keine Quelle genannt, weil die Quelle offensichtlich ist.
Benutzeravatar
Iarn
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 24557
Registriert: 20 Jul 2007, 13:22

Beitrag von Iarn »

Ich denke Guido hat den meisten hier aus dem herzen gesprochen.

@yeg009a: wenn Dich ungerecht behandelt fühlst, ist das noch lange kein Grund zum "Revanchefaul"...
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
Bayernlover
*Lebende Forenlegende*
Beiträge: 13814
Registriert: 02 Aug 2009, 16:49
Wohnort: Dresden (4, 6, 10, 12, 65, 85)

Beitrag von Bayernlover »

yeg009a @ 12 Aug 2011, 13:03 hat geschrieben: Wenn man das von mir verlinkte Fremdbild in meinem Beitrag, dessen Quelle lt. Link zum Bild zur Webseite offensichtlich ist, kritisiert, daß es schlecht gemacht sei, sei es angemerkt, daß sich niemand zu wundern braucht, wenn es von mir ebenfalls ein Einwand zum in der Wiki verlinkten Fremdbild kommt. Auch ich habe ein Recht auf eine Meinung zum Bild, egal, wie alt es ist.
Was faselst Du eigentlich? Es geht hier einzig und allein darum, dass Du ein Bild aus dem Jahre 1860 (!!!) aufgrund seiner Überbelichtung kritisierst! Mit einem winzigen Fünkchen Denkvermögen kommt man darauf, dass die fotografischen Möglichkeiten zu der Zeit doch sehr eingeschränkt waren...aber da kam das Stichwort "Denken" :ph34r:
Deswegen braucht es keiner einen Einwand auf meinen Kommentar zu werfen, so wie es keiner auf den Kommentar Systemfehlers eingegangen ist.
Wenn Du keine Reaktion auf Deine Beiträge haben willst, solltest Du dem Forum schleunigst den Rücken kehren und einen Blog mit "Gefällt mir"-Knopf eröffnen.
Für mehr Administration. Gegen Sittenverfall. Für den Ausschluss nerviger Weiber.
Guido
Lebende Forenlegende
Beiträge: 4177
Registriert: 24 Jan 2004, 20:03
Wohnort: München / Berlin

Beitrag von Guido »

yeg009a @ 12 Aug 2011, 13:03 hat geschrieben:Wenn man das von mir verlinkte Fremdbild in meinem Beitrag, dessen Quelle lt. Link zum Bild zur Webseite offensichtlich ist, kritisiert, daß es schlecht gemacht sei, sei es angemerkt, daß sich niemand zu wundern braucht, wenn es von mir ebenfalls ein Einwand zum in der Wiki verlinkten Fremdbild kommt.

[...]

Iim hiesigen Thema wurde auch keine Quelle genannt, weil die Quelle offensichtlich ist.
Also im Gegensatz zu deinem Beitrag steht bei dem Beitrag hier vom Fichtenmoped die Quelle des Bildes in schriftform im Beitrag und ist dabei deutlich erkennbar ohne dabei auf den Link klicken zu müssen oder mit der Maus drüber zu fahren. Vielleicht solltest doch mal nen Metzger besuchen ;)

yeg009a @ 12 Aug 2011, 13:03 hat geschrieben:Auch ich habe ein Recht auf eine Meinung zum Bild, egal, wie alt es ist.
Man sollte wenn man für sich ein Recht einfordern will sollte man aber doch noch soviel Verstand übrig haben eine etwaige Verhältnismäßigkeit einschätzen zu können. Die Qualität eins Foto welches vor 150 Jahren entstand, und dabei besser ist als das was einem heutzutage im digitalen Zeitalter manchmal so zugemutet wird, und damit die Fähigkeiten eines Photographen anhand der heute technischen Möglichkeiten und Standards negativ zu beurteilen ist nicht nur total bescheuert, sondern zeugt davon daß derjenige der dieses tut noch dämlicher ist als er sich ohnehin hier im Forum gibt. Wenn an der Stelle jemand Dieter Nuhrs sehr direkte und passende Äußerung zum Thema Ahnung haben zitieren würde täte er damit den Nagel auf den Kopf treffen.
Gruß, Guido

Tf bei der S-Bahn München
[img]http://www.eisenbahner-online.de/420-423.gif[/img]

Hinweis: Der obenstehende Beitrag spiegelt - sofern nicht anders gekennzeichnet - ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wider.
Benutzeravatar
frizzos
Routinier
Beiträge: 273
Registriert: 23 Aug 2003, 17:34
Wohnort: München

Beitrag von frizzos »

@yeg009a: Mit der Google-Bildersuche unter Chrome® oder Firefox® kannst du auch nach ähnlichen Bildern suchen (vorher das Wikibild herunterladen!). Da gibts dann das Bild in besserer Version und auch viele andere Bilder aus der Frühzeit der amerik. Eisenbahn. Da dürfte auf jeden Fall was für dich dabei sein.
Benutzeravatar
guru61
Kaiser
Beiträge: 1182
Registriert: 20 Mär 2011, 08:24
Wohnort: Arolfingen

Beitrag von guru61 »

GSIISp64b @ 11 Aug 2011, 22:20 hat geschrieben: Hallo,

ein Bekannter hat mich gebeten, da mal nachzufragen: Wurden um 1860 Nebenbahnen in den USA geschottert oder ohne Schotterunterbau gebastelt (was bei den damaligen Achslasten und Geschwindigkeiten kein Problem gewesen sein dürfte?)


Gruß,
Stephan
Ich bin gerade am "Die Eisenbahn" am durchackern:

http://retro.seals.ch/digbib/vollist?UID=s...2=browse5&id3=2

Eine Fundgrube für das Eisenbahnwesen in dieser Zeit.
Da es Register und Suchfunktionen hat, findet man auch Beiträge über die Eisenbahnen Amerikas.
z.B Die Eisenbahnen Nordamerikas von Herrn Huber 1876:

http://dx.doi.org/10.5169/seals-4740
http://retro.seals.ch/digbib/view?rid=sbz-...2=browse5&id3=2
Gruss Guru
Bild
Benutzeravatar
Galaxy
Lebende Forenlegende
Beiträge: 3292
Registriert: 07 Mär 2011, 18:17

Beitrag von Galaxy »

Der Punkt wo die erste Eisenbahnverbindung Ost-West vollendet wurde ist jetzt ein Denkmal (Golden Spike National Historic Site), zumindest Heute liegt dort Schotter, angeblich entspricht die Bauweise die, die man bei der Fertigstellung 1869 vorfand.

http://www.nps.gov/gosp//images/Arrival-of...verand-Todd.JPG

http://www.nps.gov/gosp//images/Long-Taile...ed-Weasel-1.jpg




http://www.nps.gov/gosp/index.htm
Antworten