Die Sache hat durchaus Präzidenzcharakter für Berlin, Stuttgart, München.Denn die Hansestadt hat ihre S-Bahn-Strecken als Gesamtnetz ausgeschrieben. Kleinere Konkurrenten der Bahn können das in der Regel nicht stemmen. Der Bundesgerichtshof hat schon Anfang 2011 entschieden, dass deshalb sogenannte Teillose gebildet werden müssen, bei denen sich Bahnunternehmen auf einzelne Strecken bewerben können. Da Hamburg das nicht tut, wird in den Augen von mofair eine marktbeherrschende Stellung missbraucht. Zumal in der Ausschreibung von interessierten Unternehmen Voraussetzungen und Erfahrungen verlangt würden, die einseitig auf die Deutsche Bahn zugeschnitten seien.
Kartellamt prüft Hamburger S-Bahn Vergabe
SpOn
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
-
- Lebende Forenlegende
- Beiträge: 3943
- Registriert: 01 Mär 2009, 15:34
Ich finde eine Ausschreibung in Teillosen überhaupt nicht gut, da sie Personalfeindlich sind. Gerade S-Bahnen haben es eh schon schwer Personal zu finden, weil das keiner längere Zeit machen will und alle schauen dass sie an eine Dienststelle mit Regional- oder Fernverkehr kommen. Bei Teillosen haben wir dann den Fall dass man immer die gleiche Strecke bedienen darf, das wirkt sich derart auf die Motivation aus dass das nur ein Schuss nach hinten sein kann.
Man kann kritisieren dass die Ausschreibung auf die DB zugeschnitten ist, aber nicht dass sie nicht aufgeteilt wurde, da die großen Konkurrenten sehr wohl in der Lage sind sowas zu stemmen und mir ist kein EVU bekannt dass nicht einem Großkonzern gehört, mal von der Städtebahn abgesehen und die werden sich erst mal auf andere Strecken konzentrieren.
Wo soll das denn hinführen, man könnte ja für Kleinst-EVU auch z. B. eine Strecke in drei Teilen ausschreiben, dann steigt man eben zweimal um, aber die Chancen erhöhen sich für Bewerber.
Man kann kritisieren dass die Ausschreibung auf die DB zugeschnitten ist, aber nicht dass sie nicht aufgeteilt wurde, da die großen Konkurrenten sehr wohl in der Lage sind sowas zu stemmen und mir ist kein EVU bekannt dass nicht einem Großkonzern gehört, mal von der Städtebahn abgesehen und die werden sich erst mal auf andere Strecken konzentrieren.
Wo soll das denn hinführen, man könnte ja für Kleinst-EVU auch z. B. eine Strecke in drei Teilen ausschreiben, dann steigt man eben zweimal um, aber die Chancen erhöhen sich für Bewerber.
-
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 13814
- Registriert: 02 Aug 2009, 16:49
- Wohnort: Dresden (4, 6, 10, 12, 65, 85)
In Berlin fahren doch auch nicht alle Fahrer alle Strecken, soweit ich richtig informiert bin. Ein riesiges Netz im Ganzen auszuschreiben ist nunmal so gut wie unmöglich.Electrification @ 21 Feb 2012, 13:45 hat geschrieben: Ich finde eine Ausschreibung in Teillosen überhaupt nicht gut, da sie Personalfeindlich sind.
Für mehr Administration. Gegen Sittenverfall. Für den Ausschluss nerviger Weiber.
-
- Lebende Forenlegende
- Beiträge: 3943
- Registriert: 01 Mär 2009, 15:34
Also in München fahren die Lokführer bei der S-Bahn im gesamten Netz, außer die U21-Kräfte.Bayernlover @ 21 Feb 2012, 13:56 hat geschrieben: In Berlin fahren doch auch nicht alle Fahrer alle Strecken, soweit ich richtig informiert bin. Ein riesiges Netz im Ganzen auszuschreiben ist nunmal so gut wie unmöglich.
Es kommt immer auf die Netzgröße an, von mir aus kann man ein sehr großes Netz auch zweigeteilt ausschreiben, aber wenn man anfängt einzelne Strecken auszuschreiben wird es lächerlich.
Gerade ein städtisches Nahverkehrssystem sollte aus einem Guss sein und nicht S-Bahn A von B, S-Bahn B von X und S-Bahn C von Y.
Konzerne wie Keolis mit SNCF in der Hinterhand oder Netinera mit der FS sind sehr wohl in der Lage diese Netze zu stemmen.
Ein Klein-EVU würde sich bei sowas eh nie bewerben und selbst wenn hätten sie auch bei kleinster Aufteilung gegen die Großen keine Chance. Daher konzentrieren sich die eher auf ländlichere Netze, wo die Großen weniger Interesse haben.
- Froschkönig
- Haudegen
- Beiträge: 683
- Registriert: 03 Nov 2002, 13:37
- Wohnort: München
In der Pauschalität ist diese Aussage Unsinn.Electrification @ 21 Feb 2012, 13:45 hat geschrieben:Gerade S-Bahnen haben es eh schon schwer Personal zu finden, weil das keiner längere Zeit machen will und alle schauen dass sie an eine Dienststelle mit Regional- oder Fernverkehr kommen.
Nachdem momentan in allen Bereichen ein großer Lokführermangel herrscht, hat ja zur Zeit jeder Kollege freie Auswahl.
Wenn niemand bei der S-Bahn arbeiten wollen würde, dann wäre niemand mehr übrig.
Da es aber nach wie vor über 550 Kollegen z.B. bei der S-Bahn München sind, muss S-Bahn-Fahren wohl attraktiv genug sein, um es dort auszuhalten.
Übrigens ist die S-Bahn München bei den Münchner Ausbildungsbetrieben Regio, Schenker und Fernverkehr jedes Jahr der erste Betrieb, bei dem die Ausbildungsplätze besetzt sind.
- TramBahnFreak
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 12656
- Registriert: 02 Okt 2009, 16:28
- Wohnort: Da drüben, gleich da hinter'm Wellblechzaun
Die Ausschreibung in Teillosen ist vom Bundesgerichtshof 2011 gefordert worden. Und unterschätze mal nicht die Attraktivität eines kleinen (Teil-)Netzes für die Mitarbeiter.Electrification @ 21 Feb 2012, 13:45 hat geschrieben:Ich finde eine Ausschreibung in Teillosen überhaupt nicht gut, da sie Personalfeindlich sind.
Du übersiehst, dass die deutschen Töchter eben keine Erfahrung mit vermaschten Netzen haben. Es bewerben sich nicht die SNCF, sondern Keolis Deutschland oder die Regentalbahn und nicht Nentinera.Electrification @ 21 Feb 2012, 13:45 hat geschrieben:Man kann kritisieren dass die Ausschreibung auf die DB zugeschnitten ist, aber nicht dass sie nicht aufgeteilt wurde, da die großen Konkurrenten sehr wohl in der Lage sind sowas zu stemmen und mir ist kein EVU bekannt dass nicht einem Großkonzern gehört, mal von der Städtebahn abgesehen und die werden sich erst mal auf andere Strecken konzentrieren.
Der Grund ist einfach, weder SNCF noch Nentinera sind in Deutschland zugelassene EVU (obwohl die SNCF mit ihren TGV hier fahren darf - in Kooperation mit der DB

Der Kapitalismus ist so alt wie die Menschheit, der Sozialismus ist nur Siebzig geworden. Er hatte keine Krise, er hatte kein Kapital.
-
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 13814
- Registriert: 02 Aug 2009, 16:49
- Wohnort: Dresden (4, 6, 10, 12, 65, 85)
Wobei es in München wegen der Stammstrecke wirklich Blödsinn ist, außer es wird mal eine zweite Stammstrecke irgendwann geben, zur Not dann.
In Berlin will man zum Beispiel Netze ausschreiben, die fast komplett unabhänhig voneinander sind. Das ist dann doch recht sinnvoll.
In Berlin will man zum Beispiel Netze ausschreiben, die fast komplett unabhänhig voneinander sind. Das ist dann doch recht sinnvoll.
Für mehr Administration. Gegen Sittenverfall. Für den Ausschluss nerviger Weiber.
-
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 10882
- Registriert: 04 Mai 2005, 08:58
- Wohnort: Drunt in da greana Au
- Kontaktdaten:
Dann muß man halt in der Ausschreibung die Forderung nach einheitlichen Verfahren im Störfall haben.uferlos @ 21 Feb 2012, 13:29 hat geschrieben: In München würde das mit nur einer Stammstrecke zum Problem werden, wenn auf einmal dort mehrere Unternehmen unterwegs wären. Ich sag nur Notprogramm.
Der mit dem Ölkännchen tanzt!
-
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 14749
- Registriert: 10 Apr 2006, 23:21
- Wohnort: ja
Wie wär's? Schaffen wir die großen S-Bahnen einfach ab. Wenn der Verkehr mit privaten Minibussen von Kleinunternehmern durchgeführt wird, wie oft in Asien oder Afrika, dann dürfte man die EU-Bürokraten damit doch am ehsten befriedigen. Was auch immer das dann bringen soll, aber mehr Wettbewerb, auch für kleinste Marktteilnehmer, geht ja nicht. :rolleyes:
Wieder ein Beweis mehr, dass Ausschreibungen in natürlichen Monopolen ein völliger Blödsinn sind.
Wieder ein Beweis mehr, dass Ausschreibungen in natürlichen Monopolen ein völliger Blödsinn sind.
-
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 13814
- Registriert: 02 Aug 2009, 16:49
- Wohnort: Dresden (4, 6, 10, 12, 65, 85)
- Boris Merath
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 16213
- Registriert: 18 Nov 2002, 23:57
- Wohnort: München
Das ganze finde ich sehr bedenklich. Auch zum Beispiel folgende Formulierung:
Ein S-Bahn-Netz sollte halt nur jemand übernehmen, der auch dazu in der Lage ist. Klar, das schränkt die Zahl der potentiellen Teilnehmer an der Ausschreibung wesentlich ein - aber erstmal mehrere Jahre Chaos, weil der neue Betreiber das nicht auf die Reihe bekommt, kann auch nicht die Lösung sein. Ein S-Bahn-Netz ist einfach nicht dafür geeignet, auf einen Schlag einen neuen Betreiber zu bekommen - und bei einem Netz wie München wären mehrere Betreiber vermutlich eine absolute Katastrophe.Zumal in der Ausschreibung von interessierten Unternehmen Voraussetzungen und Erfahrungen verlangt würden, die einseitig auf die Deutsche Bahn zugeschnitten seien.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Das Münchner S-Bahn-Netz ist wie jedes andere Bahnnetz. Es fahren die gleichen Triebwagen, wie in anderen Teilen Deutschlands und (teilweise) auf den gleichen Gleisen wie der andere Eisenbahnverkehr (auch Güterverkehr). Es gibt wie in allen anderen Netzen eine Steuerung über die Fahrdienstleiter der DB Netz AG.
In Düsseldorf gibt es eine S-Bahn Linie, die nicht von der DB betrieben wird und die dazu noch mit Diesel-Talent fährt. Auf dem Abschnitt Düsseldorf-Gerresheim bis Neuss Hbf. fährt sie auf den gleichen Gleisen wie die S8. Und es klappt.
Und ob nun ein Triebwagen der S-Bahn München auf der Stammstrecke verreckt, oder ein Triebwagen der BOB oder Agilis, spielt überhaupt keine Rolle. Der "Abschleppwagen" kommt ohnehin nicht von der S-Bahn München, sondern von der DB Regio Bayern. Und der kann auch von der DB Netz AG vorgehalten werden!
In Düsseldorf gibt es eine S-Bahn Linie, die nicht von der DB betrieben wird und die dazu noch mit Diesel-Talent fährt. Auf dem Abschnitt Düsseldorf-Gerresheim bis Neuss Hbf. fährt sie auf den gleichen Gleisen wie die S8. Und es klappt.
Und ob nun ein Triebwagen der S-Bahn München auf der Stammstrecke verreckt, oder ein Triebwagen der BOB oder Agilis, spielt überhaupt keine Rolle. Der "Abschleppwagen" kommt ohnehin nicht von der S-Bahn München, sondern von der DB Regio Bayern. Und der kann auch von der DB Netz AG vorgehalten werden!
Der Kapitalismus ist so alt wie die Menschheit, der Sozialismus ist nur Siebzig geworden. Er hatte keine Krise, er hatte kein Kapital.
Naja, ob man Kommunal-EVU wie z.B. die AVG Karlsruhe als Großkonzern bezeichnen kann...Electrification @ 21 Feb 2012, 13:45 hat geschrieben: Man kann kritisieren dass die Ausschreibung auf die DB zugeschnitten ist, aber nicht dass sie nicht aufgeteilt wurde, da die großen Konkurrenten sehr wohl in der Lage sind sowas zu stemmen und mir ist kein EVU bekannt dass nicht einem Großkonzern gehört, mal von der Städtebahn abgesehen und die werden sich erst mal auf andere Strecken konzentrieren.
München kann jeder. Duisburg muss man wollen!
Deswegen läuft bei der S-Bahn in Nürnberg ja auch alles planmäßig und einwandfrei, gell?Boris Merath @ 21 Feb 2012, 16:58 hat geschrieben: Ein S-Bahn-Netz sollte halt nur jemand übernehmen, der auch dazu in der Lage ist. Klar, das schränkt die Zahl der potentiellen Teilnehmer an der Ausschreibung wesentlich ein - aber erstmal mehrere Jahre Chaos, weil der neue Betreiber das nicht auf die Reihe bekommt, kann auch nicht die Lösung sein. Ein S-Bahn-Netz ist einfach nicht dafür geeignet, auf einen Schlag einen neuen Betreiber zu bekommen - und bei einem Netz wie München wären mehrere Betreiber vermutlich eine absolute Katastrophe.

München kann jeder. Duisburg muss man wollen!
- Boris Merath
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 16213
- Registriert: 18 Nov 2002, 23:57
- Wohnort: München
Was wäre passiert, wenn das Netz von einem Betreiber übernommen worden wäre, der weder x-Wagen-Garnituren mit 143ern noch n-Wagen besitzt? Auch wenn nicht alle Verbesserungen umgesetzt wurden, die vorgesehen waren, wurde doch immerhin einiges umgesetzt - wohlgemerkt Verbesserungen gegenüber dem alten Zustand. Das Problem ist ja "nur", dass die für das verbesserte Angebot nötigen Züge nicht vorhanden sind, die Züge des bestehenden Angebots sind ja nach wie vor vorhanden.146225 @ 21 Feb 2012, 17:38 hat geschrieben:Deswegen läuft bei der S-Bahn in Nürnberg ja auch alles planmäßig und einwandfrei, gell?
Ein anderer Betreiber dagegen hätte vermutlich nicht so viele Altfahrzeuge aufgetrieben bekommen, und hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit erhebliche Probleme, das bestehende Angebot überhaupt zu fahren - geschweige denn eine Umsetzung von irgendwelchen Verbesserungen.
Es gibt aber auch eine Transportleitung des EVUs, es gibt Ersatzgarnituren, es gibt Abstellanlagen am Ostbahnhof und in Pasing, es gibt die Möglichkeit von unbürokratischen Absprachen zwischen S-Bahn-Dispos und Fahrdienstleitern. Und vorallem: Es gibt in den Abstellanlagen beengte Platzverhältnisse.Autobahn @ 21 Feb 2012, 17:26 hat geschrieben: Das Münchner S-Bahn-Netz ist wie jedes andere Bahnnetz. Es fahren die gleichen Triebwagen, wie in anderen Teilen Deutschlands und (teilweise) auf den gleichen Gleisen wie der andere Eisenbahnverkehr (auch Güterverkehr). Es gibt wie in allen anderen Netzen eine Steuerung über die Fahrdienstleiter der DB Netz AG.
Wow, ich bin beeindruckt. Stell Dir mal vor, die BOB, die nicht DB ist, fährt in München abschnittsweise auf den selben Gleisen wie die S-Bahn! Zwei Betreiber auf einer normal befahrenen Strecke ist kein Problem. Zwei oder mehr Betreiber auf der S-Bahn-Stammstrecke in München dagegen ist sehr wohl ein Problem.In Düsseldorf gibt es eine S-Bahn Linie, die nicht von der DB betrieben wird und die dazu noch mit Diesel-Talent fährt. Auf dem Abschnitt Düsseldorf-Gerresheim bis Neuss Hbf. fährt sie auf den gleichen Gleisen wie die S8. Und es klappt.
Das Liegenbleiben ist irrelevant und bestenfalls ein Problem der Rechnungsstellung. Die Probleme liegen mehr in dem Ersatz für die ausgefallenen Garnituren, also der Lokführerbereitschaft, aber auch der Ersatzzüge. Insbesondere die Ersatzzüge dürften ein erhebliches Problem sein, weil die Platzverhältnisse am Ostbahnhof einfach zu beengt sind, um Ersatzzüge von mehreren Betreibern aufzustellen.Und ob nun ein Triebwagen der S-Bahn München auf der Stammstrecke verreckt, oder ein Triebwagen der BOB oder Agilis, spielt überhaupt keine Rolle. Der "Abschleppwagen" kommt ohnehin nicht von der S-Bahn München, sondern von der DB Regio Bayern. Und der kann auch von der DB Netz AG vorgehalten werden!
Der Betrieb aus einer Hand bringt im Störungsfall einfach sehr viele Vorteile, die die Betriebsqualität deutlich verschlechtern dürften, wenn das wegfällt.
Und bitte, hör mal auf das Münchner S-Bahn-Netz mit dem Netz aus NRW zu vergleichen - die beiden Netze haben fast keine keine Gemeinsamkeiten. In NRW wäre ein linienweises Ausschreiben überhaupt kein Problem.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
-
- Kaiser
- Beiträge: 1699
- Registriert: 09 Okt 2010, 01:41
- Wohnort: München
Und warum genau sollte das Netz das tun? Ist doch nicht unser Problem, wenn irgendwo eine Lok verreckt...Autobahn @ 21 Feb 2012, 17:26 hat geschrieben: Und der kann auch von der DB Netz AG vorgehalten werden!
Oder erwartest du auch, dass der Bund dich abschleppt, wenn du auf einer Autobahn mit deinem Karren liegenbleibst?
- TramBahnFreak
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 12656
- Registriert: 02 Okt 2009, 16:28
- Wohnort: Da drüben, gleich da hinter'm Wellblechzaun
- Froschkönig
- Haudegen
- Beiträge: 683
- Registriert: 03 Nov 2002, 13:37
- Wohnort: München
[quote="Dieter Ludwig - "Erfinder des Karlsruher Modells" @ ,"]Ich danke den Mitarbeitern der Deutschen Bundesbahn, das sie mir für jede Lösung ein neues Problem beschert haben[/quote]
:ph34r:
Soviel zum Thema: "Das geht nicht!"



Soviel zum Thema: "Das geht nicht!"
Der Kapitalismus ist so alt wie die Menschheit, der Sozialismus ist nur Siebzig geworden. Er hatte keine Krise, er hatte kein Kapital.
- Boris Merath
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 16213
- Registriert: 18 Nov 2002, 23:57
- Wohnort: München
Wenn das alles ist was Dir dazu einfällt....Autobahn @ 21 Feb 2012, 18:34 hat geschrieben: Soviel zum Thema: "Das geht nicht!"
Und bevor Du wieder mit NRW ankommst: Zeig mir eine Strecke in NRW, die so stark belastet ist, wie die S-bahn-Stammstrecke - wenni ch das richtig sehe, ist das höchste der Gefühle drei S-Bahn-Linien auf einer Strecke. Das kommt noch nicht mal in die Nähe von dem was in München los ist.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Wart's mal ab. Bis jetzt wollen sie nur Linien-Bündel oder einzelne Linie ausschreiben. Richtig spassig wird es erst, wenn jeder einzelne Umlauf ausgeschrieben wird.Electrification @ 21 Feb 2012, 14:05 hat geschrieben:Es kommt immer auf die Netzgröße an, von mir aus kann man ein sehr großes Netz auch zweigeteilt ausschreiben, aber wenn man anfängt einzelne Strecken auszuschreiben wird es lächerlich.
So viel anders ist das Netz von Rhein-Ruhr auch nicht. Fast alle Linien befahren eine Stammstrecke durch den Hbf von Düsseldorf. Dort gibt es prinzipiell die gleichen Probleme wie in München.Boris Merath @ 21 Feb 2012, 17:52 hat geschrieben:Und bitte, hör mal auf das Münchner S-Bahn-Netz mit dem Netz aus NRW zu vergleichen - die beiden Netze haben fast keine keine Gemeinsamkeiten. In NRW wäre ein linienweises Ausschreiben überhaupt kein Problem.
- Boris Merath
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 16213
- Registriert: 18 Nov 2002, 23:57
- Wohnort: München
Wir haben einmal die "Stammstrecke" Neuss - Düsseldorf Gleis 12/13 - Wuppertal, einmal die "Stammstrecke" Köln - Düsseldorf Gleis 11/14 - Düsseldorf Flughafen - Duisburg.firefly @ 21 Feb 2012, 18:52 hat geschrieben: So viel anders ist das Netz von Rhein-Ruhr auch nicht. Fast alle Linien befahren eine Stammstrecke durch den Hbf von Düsseldorf. Dort gibt es prinzipiell die gleichen Probleme wie in München.
Beide Strecken sind vollständig unabhängig voneinander und haben keine gemeinsam genutzten Abschnitte. Einzig die Linien S11 sowie S68 müssen von einer Strecke auf die andere wechseln. Alle Linien (bis auf die S68, die ich in der Abfahrtsliste irgendwie gar nicht finde) fahren im 20-Minuten-Takt, macht pro Bahnsteigkante/Strecke also atemberaubende 9 Züge pro Stunde - München hat 30 pro Stunde.
Also: Nächster Versuch

Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Bei Vergabe an einen anderen Betreiber hätte die BEG sicherlich einen anderen Zeithorizont gebraucht, weil dieser ja tatsächlich alle Fahrzeuge hätte neu kaufen müssen. Das hätte aber auch gleichzeitig drei Chancen auf einmal gehabt: 1.) Durch den längeren Vorlauf wären eventuell die diversen Baustellen - z.B. auf der S1-Nord - schon etwas "weiter" abgearbeitet, was die Probleme reduziert hätte, 2.) ein nicht-DB-EVU hätte sich wahrscheinlich nicht mit dem Talent2 beworben und damit die Notwendigkeit von Ersatzlösungen reduziert und 3.) wären die Fahrgäste vermutlich insgesamt weniger die Dummen gewesen.Boris Merath @ 21 Feb 2012, 17:52 hat geschrieben: Was wäre passiert, wenn das Netz von einem Betreiber übernommen worden wäre, der weder x-Wagen-Garnituren mit 143ern noch n-Wagen besitzt? Auch wenn nicht alle Verbesserungen umgesetzt wurden, die vorgesehen waren, wurde doch immerhin einiges umgesetzt - wohlgemerkt Verbesserungen gegenüber dem alten Zustand. Das Problem ist ja "nur", dass die für das verbesserte Angebot nötigen Züge nicht vorhanden sind, die Züge des bestehenden Angebots sind ja nach wie vor vorhanden.
Ein anderer Betreiber dagegen hätte vermutlich nicht so viele Altfahrzeuge aufgetrieben bekommen, und hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit erhebliche Probleme, das bestehende Angebot überhaupt zu fahren - geschweige denn eine Umsetzung von irgendwelchen Verbesserungen.
Der Dreh- und Angelpunkt sind natürlich die Talent2 in diesem Fall, sicherlich ist das einerseits das EBA, welches zu diesem ET-Typ schon eine ganz spezielle bürokratische Beziehung zu haben scheint, auf der anderen Seite aber auch die DB selber, die billigst einen großen Rahmenauftrag abschließen wollte um bei Ausschreibungen zu punkten, jetzt aber teures Lehrgeld bezahlt.
München kann jeder. Duisburg muss man wollen!
- Boris Merath
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 16213
- Registriert: 18 Nov 2002, 23:57
- Wohnort: München
Die anderen Ausschreibungen zeigen: Nein, der Vorlauf hätte auch bei einer Ausschreibung nicht gereicht, um die E-Talente in Betrieb zu nehmen. Die E-Talente wurden laut Wikipedia Oktober 2007 bestellt - laufen jetzt also schon seit über vier Jahren nicht. Bei der Ausschreibung des E-Netzes Rosenheim zum Beispiel beträgt die Zeit zwischen Zuschlag und Betriebsaufnahme gerade mal drei Jahre.146225 @ 21 Feb 2012, 19:17 hat geschrieben: Bei Vergabe an einen anderen Betreiber hätte die BEG sicherlich einen anderen Zeithorizont gebraucht, weil dieser ja tatsächlich alle Fahrzeuge hätte neu kaufen müssen.
Das ist aber reiner Zufall. Bei einer Grundsatzdiskussion zu dem Thema ist es nicht sinnvoll das einzelne Fahrzeug zu betrachten, sondern die Wahrscheinlichkeit, dass das Fahrzeug zur Betriebsaufnahme nicht zur Verfügung steht - und die ist bei allen EVUs ungefährt gleich hoch, da das EVU ja nicht hellsehen kann und daher nicht wissen kann welches Fahrzeug Probleme machen wird und welches nicht.ein nicht-DB-EVU hätte sich wahrscheinlich nicht mit dem Talent2 beworben und damit die Notwendigkeit von Ersatzlösungen reduziert
Wieso das?3.) wären die Fahrgäste vermutlich insgesamt weniger die Dummen gewesen.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Ganz einfach: Weil Betriebsaufnahme des dichteren Verkehrs erst später, d.h. weniger Verspätungen durch Baustellen, und keine Notwendigkeit von Ersatzgarnituren über Jahre wegen dem Talent2-Chaos.Boris Merath @ 21 Feb 2012, 19:27 hat geschrieben: Wieso das?
München kann jeder. Duisburg muss man wollen!
- Boris Merath
- *Lebende Forenlegende*
- Beiträge: 16213
- Registriert: 18 Nov 2002, 23:57
- Wohnort: München
Und mit was hätte das private EVU dann fahren sollen, wenn seine Neufahrzeuge nicht betriebsfähig sind?146225 @ 21 Feb 2012, 19:29 hat geschrieben: Ganz einfach: Weil Betriebsaufnahme des dichteren Verkehrs erst später, d.h. weniger Verspätungen durch Baustellen, und keine Notwendigkeit von Ersatzgarnituren über Jahre wegen dem Talent2-Chaos.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876