[F] Neue S-Bahnwerkstatt wird gebaut

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DT4.6
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-bahn.de\ @ 02.12.2004 hat geschrieben: Presse-Information

Spatenstich für neue S-Bahn-Werkstatt in Frankfurt
Überspringen: Spatenstich für neue S-Bahn-Werkstatt in Frankfurt
Die Bahn investiert 34 Millionen Euro / Fahrgäste profitieren von kürzeren Instandhaltungszeiten

(Frankfurt am Main, 02. Dezember 2004) Mit dem ersten Spatenstich für ein neues S-Bahn-Werk im Gleisvorfeld des Hauptbahnhofes legte die Deutsche Bahn heute ein eindeutiges Bekenntnis zu ihrem Standort Frankfurt ab. Die neue Anlage stellt mit 34 Millionen Euro die größte Infrastruktur-Investition der Bahntochter DB Regio in Hessen seit zwanzig Jahren dar. Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel, Volker Sparmann, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes, und Dr. Rudolf Göbertshahn, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn in Hessen, setzten heute den Startschuss für den Umbau des ehemaligen Postbahnhofs in eine moderne und effiziente S-Bahn- Werkstatt.

Die bis Anfang der neunziger Jahre von der Post genutzte Halle wird umgebaut und im Frühjahr 2006 die bisherige S-Bahn-Werkstatt in Griesheim ersetzen. Kürzere Wege und damit eine schnellere Bereitstellung der Fahrzeuge im Frankfurter Hauptbahnhof garantieren den Fahrgästen eine gleichbleibend hohe Qualität der Fahrzeuge.

Minister Dr. Alois Rhiel freut sich sowohl als Wirtschafts- als auch als Verkehrsminister: "Hier wird für die Mitarbeiter der Bahn und für die S-Bahn-Fahrgäste gleichzeitig investiert. Die Bahner behandeln auf langfristig sicheren Arbeitsplätzen und unter optimalen Arbeitsbedingungen die S-Bahn-Triebwagen, und die Fahrgäste sind zufriedene Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs." Er verwies außerdem auf die schneller als geplant mögliche Bereitstellung der hundert neuen S-Bahn-Fahrzeuge, die überwiegend aus Landesmitteln finanziert werden.

"Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt am Main haben wir bei der Nutzung des früheren Post-Geländes eine Lösung gefunden, von der die Fahrgäste, der RMV und die Bahn profitieren. Unser Bestreben, den Service für S-Bahn-Reisende weiter zu verbessern, erhält durch die kürzeren Werkstattaufenthalte einen weiteren Schub", erklärt Dr. Rudolf Göbertshahn.

Volker Sparmann, Geschäftsführer des RMV, sagte: "Am Dienstag vergangener Woche hat unser Aufsichtsrat den Beschluss gefasst hat, die Finanzierung der neuen S-Bahn-Fahrzeuge zu unterstützen und damit die schnellere Zuführung ins Netz möglich zu machen. Um so wichtiger ist es, dass mit der Werkstatt auch die Instandhaltung zu aller Zufriedenheit geregelt wird." Er freue sich, so Sparmann weiter, dass im Dreiklang von Fahrzeugen, Stationen und Infrastruktur die Deutsche Bahn hier auf einem guten Weg sei, für mehr Zufriedenheit bei den Fahrgästen Sorge zu tragen.

Hundertzwanzig Mitarbeiter warten ab 2006 im Drei-Schicht-Betrieb täglich fünfzig Fahrzeuge der Baureihen ET 420 und ET 423. Zu ihren Aufgaben gehören Sicherheitschecks, Instandhaltungsarbeiten wie die Reparatur von Sitzen, Türen und Elektrik sowie der Austausch von Achsen und Fahrmotoren. Routine-Kontrollen werden größtenteils datengestützt vorgenommen. Mit einem Laptop ausgerüstet, überprüfen Servicetechniker die einzelnen Komponenten der Fahrzeuge elektronisch und veranlassen bei fehlerhaften Rückmeldungen die Reparaturarbeiten. Bereits im Hallenvorfeld werden in den Zügen Innenarbeiten wie z.B. Reparaturen an Leuchten ausgeführt.

Die an den Gleisanlagen des Hauptbahnhofs gelegene ehemalige Posthalle wird bis auf das Dach und die Außenwände entkernt. Dabei werden Gleisanlagen, Betonflächen, Leit- und Sicherungstechnik sowie die Versorgungsleitungen entfernt. Anschließend werden die für eine moderne S-Bahn-Werkstatt notwendigen Anlagen neu eingebaut. 2000 Meter Gleise, 25 Weichen, eine feste Oberleitung sowie neue Versorgungsleitungen für Strom und Wasser werden gelegt.

Sieben Gleise werden aufgeständert, um auch Arbeiten unter den Triebzügen durchführen zu können. Hierzu gehören unter anderem die Bremsüberprüfungen und die Beseitigung von Flachstellen an den Radsätzen, die vor allem bei schlechter Witterung auftreten. An den aufgeständerten Gleisen sind zusätzlich sieben Dacharbeitsbühnen vorgesehen, um Reparaturen an den Stromabnehmern der Züge durchführen zu können sowie die Klimaanlagen der Züge der Baureihe
ET 423 zu warten. Zum Austausch von Radsätzen werden außerdem Hebeböcke installiert, die das Anheben eines kompletten S-Bahn-Zuges möglich machen.
Quelle: Bahn.de Presseabteilung

MFG Dennis
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