[M] PU auf der U5 gerade noch verhindert

Strecken, Fahrzeuge und Technik von U-Bahnen
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gmg
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Beitrag von gmg »

Hallo,
gestern habe ich beim Altpapierzusammenpacken einen Merkur- Artikel vom 29. 12. entdeckt.

Darin steht dass am Insbrucker Ring ein Betrunkener auf das Gleis Richtung Neuperlach süd gefallen sei und kurz darauf die U- Bahn kam. Nach einiger Zeit des panikartigen Rumplerrens seitens der Augenzeugen ist dann ein 24- jähriger Türke, der gerade auf dem Weg zu seiner eigenen Geburtstagsfeier war, aufs Gleis gesprungen und hat sich und die Bierleiche unter die Bahnsteigkante gerettet. Der Fahrer leitete zwar eine Schnellbremsung ein, wäre aber ohne Eingreifen des Geburtstagskindes nicht rechtzeitig zum Stehen gekommen.
Laut Merkur wäre wohl noch genug Zeit geblieben, den Nothalt zubetätigen, worauf aber niemand der Anwesenden kam. Deshalb hat der Artikel dann auch noch einen Absatz und ein Bild der Aufklärungsarbeit für den nothalt- Schalter gewidmet.
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MVG-Wauwi
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Beitrag von MVG-Wauwi »

Zu dieser Geschichte hat das für den U-Bahn-Betrieb zuständige Verkehrsunternehmen auch noch einmal Stellung genommen.
Gruß vom Wauwi
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eurostarter
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Beitrag von eurostarter »

Es ist schon traurig, dass im Notfall anscheinend alle Zeugen nur schauen, aber nicht den Nothalt ziehen können. Woran liegt das wohl? Kennt man den Nothalt nicht, denkt man nicht daran oder ist man vom Hinweis "Missbrauch wird strafrechtlich verfolgt" abgeschreckt?

Lieber einmal zu viel den Nothalt ziehen, als zu wenig. Solange man nicht vorsätzlich ohne Grund handelt, braucht man doch nie und nimmer Sanktionen zu fürchten.

Irgendwie erinnert mich das Ganze an den Kommentar, der fiel, als mal eine Kommilitonin bewusstlos geworden war: "Wartet doch erstmal, bevor Ihr den Arzt ruft"... :rolleyes:
VT 609

Beitrag von VT 609 »

eurostarter @ 3 Jan 2007, 16:24 hat geschrieben: Irgendwie erinnert mich das Ganze an den Kommentar, der fiel, als mal eine Kommilitonin bewusstlos geworden war: "Wartet doch erstmal, bevor Ihr den Arzt ruft"... :rolleyes:
Hui! :blink:

Ich hab in der U-Bahn schonmal einen Notruf ausgelöst, weil ein Mann für ein paar Sekunden bewußtlos geworden ist und auf dem Sitz zusammengesackt ist. Die Fahrerin hat damals einen Sanitäter bestellt, der aber letztendlich nicht nötig war, weil es ihm relativ schnell wieder gut ging.
Und ist mir was passiert bzw. wurde ich strafrechtlich verfolgt? Nein! Daher würde ich jederzeit wieder so handeln.
tra(u)mmann

Beitrag von tra(u)mmann »

Den Nothalt ziehen sollte schon drin sein.

Wenn das vermutlich nicht mehr ausreicht und der Zug schon anrollt:

Den Mut, selbst aufs Gleis zu springen, hätte ich wohl im Ernstfall nicht, auch wenn ich natürlich weiß, dass da ein Schutzraum unter der Bahnsteigkante ist. Man weiß ja nicht, ob man die ins Gleis gestürzte Person schnell genug bergen kann. Mindestens einmal ist ja sogar eine Person mit Rollstuhl runtergestürzt. Da dürfte eine Bergung lange dauern.
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gmg
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Beitrag von gmg »

eurostarter @ 3 Jan 2007, 16:24 hat geschrieben: Es ist schon traurig, dass im Notfall anscheinend alle Zeugen nur schauen, aber nicht den Nothalt ziehen können. Woran liegt das wohl? Kennt man den Nothalt nicht, denkt man nicht daran oder ist man vom Hinweis "Missbrauch wird strafrechtlich verfolgt" abgeschreckt?
Ich würde sagen, es liegt eindeutitg daran, dass die meisten Leute den Nothalt gar nicht kennen.
Ich selbst habe erst vor ein/ zwei Jahren im EF erfahren, was es genau mit dem Nothalt auf sich hat. Da könnt ihr euch denken wie wenig ahnung die Leute da draußen haben.

Ich muss auch sagen, ich weiß nicht aus dem Gedächtnis, wo an meinen beiden Stamm- U- Bahnhöfen Marienplatz und Uni die nothalt- schlter sind.
Im Ernstfall bräuchte ich erstmal die Zeit um mich umzusehen.
tra(u)mmann

Beitrag von tra(u)mmann »

gmg @ 3 Jan 2007, 17:21 hat geschrieben: Ich muss auch sagen, ich weiß nicht aus dem Gedächtnis, wo an meinen beiden Stamm- U- Bahnhöfen Marienplatz und Uni die nothalt- schlter sind.
Im Ernstfall bräuchte ich erstmal die Zeit um mich umzusehen.
Dazu kommen ein paar Schrecksekunden plus der Fußweg zu den Nothaltschaltern (weil die Personen, die dort stehen, ihn nicht betätigen). Das kann dann schon zu spät sein. :(

Es kann aber nicht schaden, schon beim Betreten des U-Bahnhofs Ausschau nach den Nothaltschaltern zu halten (man steigt ja meist an den gleichen Stationen ein und aus). Dennoch dürfte das kaum jemand machen.
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Dol-Sbahn
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Beitrag von Dol-Sbahn »

tra(u)mmann @ 3 Jan 2007, 17:25 hat geschrieben: Es kann aber nicht schaden, schon beim Betreten des U-Bahnhofs Ausschau nach den Nothaltschaltern zu halten (man steigt ja meist an den gleichen Stationen ein und aus). Dennoch dürfte das kaum jemand machen.
Ich schaue nicht täglich nach, wo Nothaltschalter ist, damit ich auf plötzliche Ereignisse bereiten kann. Und das im Alltag. Nein, lieber Tra(u)mmann, ich schaue nicht täglich nach, sorry.

/EDIT:
Plötzliche Ereignisse hat keiner gerechnet. Deshalb funktioniert das Gehirn wohl um ins Ausnahmezustand. :ph34r:
tra(u)mmann

Beitrag von tra(u)mmann »

Dol-Sbahn @ 3 Jan 2007, 17:38 hat geschrieben: Ich schaue nicht täglich nach, wo Nothaltschalter ist, damit ich auf plötzliche Ereignisse bereiten kann. Und das im Alltag. Nein, lieber Tra(u)mmann, ich schaue nicht täglich nach, sorry.

/EDIT:
Plötzliche Ereignisse hat keine abgerechnet. Deshalb funktioniert das Gehirn wohl um ins Ausnahmezustand. :ph34r:
Natürlich macht das fast niemand. Allerdings kann man ja so einen Unfall zum Anlass nehmen, es doch zu tun. Sich ein einziges Mal zumindest bei seinem "Heimatbahnhof" die Nothaltschalter anzuschauen, ist nicht zuviel verlangt. Bei der Quiddestraße weiß ich, wo die Dinger hängen. So unauffällig sind sie ja nicht. Bei den übrigen Bahnhöfen dürfte die Position eine ähnliche sein.

Ein größeres Problem ist eher, dass man im Falle eines Gleissturzes einer Fremdperson möglicherweise erst einmal ein paar Sekundne lang geschockt ist, sodass wertvolle Sekunden vergehen.
Rohrbacher
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Beitrag von Rohrbacher »

Eine typische Freak-Diskussion. Nachdem scheinbar die Hälfte der Deutschen nicht mal ihre Regierung kennen, kann man nicht erwarten, dass sich alle, denen es erlaubt ist die (U-)Bahn zu benutzen auch jedesmal Gedanken dazu machen, zumal ja sowas von Seiten der MVG/Bahn auch nicht so arg groß "beworben" wird. Ich hab' zwischen den tausenden Bayernticket-Flyern noch keinen Flyer ausliegen sehen, wo schön erklärt draufsteht, wie und wann man die Notbremse zieht, wie die Türentriegelung funktioniert, etc...

Oder habt ihr euch schonmal genauer Gedanken gemacht, wie sich eure "Lebensmittel" zusammensetzen und was das eventuell für Folgen hat? Ich wette, mehr als 90% von euch hat noch nicht mal den Zusammenhang zwischen der regelmäßigen 1 Liter-Billigcola beim McFress oder anderen sehr weit verbreiteten völlig übersäuerten Nahrungsmitteln und den defekten Zähnen herstellen können; zumindest staunt meine Zahnärztin immer, dass jemand mit Anfang 20 heute noch völlig kerngesunde Zähne und den ersten Einsatz des gefürchteten Bohrers noch vor sich hat. Dabei ist das Thema fast täglich wo in den Medien und Essen/Trinken doch unstreitig noch weit aus populärer als U-Bahnfahren, aber trotzdem seh' ich die Leute immer die vom Säuregehalt wirklich (kein Scherz) als Kloreiniger tauglichen Cola-/Limogetränke rumtragen und trinken! Nur mal so...
tra(u)mmann

Beitrag von tra(u)mmann »

Rohrbacher @ 3 Jan 2007, 17:45 hat geschrieben: Eine typische Freak-Diskussion. Nachdem scheinbar die Hälfte der Deutschen nicht mal ihre Regierung kennen, kann man nicht erwarten, dass sich alle, denen es erlaubt ist die (U-)Bahn zu benutzen auch jedesmal Gedanken dazu machen, zumal ja sowas von Seiten der MVG/Bahn auch nicht so arg groß "beworben" wird. Ich hab' zwischen den tausenden Bayernticket-Flyern noch keinen Flyer ausliegen sehen, wo schön erklärt draufsteht, wie und wann man die Notbremse zieht, wie die Türentriegelung funktioniert, etc...
Ich möchte mal wissen, warum das Thema nicht größer von Seiten der Verkehrsbetriebe propagiert wird.

Hat man Angst vor dem Thema, weil es es ein sehr Negatives ist? Befürchtet man Missbrauch? Oder ist das Thema in den Augen der Verkehrsbetriebe nicht wichtig genug?
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Beitrag von Rohrbacher »

Hat man Angst vor dem Thema, weil es es ein sehr Negatives ist?
Das auf jeden Fall. Marketingmäßig ganz schlecht, es gilt das selbe wie bei der angeblichen Maßnahme gegen Selbstmord-Nachahmer, das ist eine reine Imagesache. Wenn du ein Auto kaufst, wird dir auch nicht bebildert gezeigt, was passieren kann, wenn man es in der falschen Situation falsch bedient... ;)
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Boris Merath
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Beitrag von Boris Merath »

gmg @ 3 Jan 2007, 17:21 hat geschrieben: Ich muss auch sagen, ich weiß nicht aus dem Gedächtnis, wo an meinen beiden Stamm- U- Bahnhöfen Marienplatz und Uni die nothalt- schlter sind.
Im Ernstfall bräuchte ich erstmal die Zeit um mich umzusehen.
So isses - ich war jetzt schon mehrmals in der Situation, wo ein Sprint Richtung Nothalt angebracht war, da hab selbst ich immer kurz gebruacht um den nächste Nothalt zu lokalisieren. Leider ist das auch relativ uneinheitlich - bei den älteren Bahnhöfen sind die Nothalte an beiden Bahnsteigenden und in der Mitte, bei den neueren in etwa auf Höhe der Zugzielanzeiger.

Letztlich gezogen habe ich ihn dann nie - entweder waren die Personen im Gleis bis zur Ankunft schon wieder draußen oder grade am Hochklettern, oder es war aus anderweitigen Gründen nicht unbedingt notwendig. Sinnvoll finde ich da vorallem die Anordnung des Nothalts direkt beim Notruf - in einem Fall konnte ich die Leitstelle per Notruf über Fremdpersonen (besoffene Fußballfans in voller Montur samt Fahnen) im Tunnel informieren, und mich gleichzeitig bereithalten, im Falle eines durchfahrenden Zuges den Nothalt zu ziehen. Da die freundlicherweise einen EInzeltunnel in Fahrtrichtung kurz nach Ausfahrt eines Zuges betreten haben ließ sich das RIsiko da sehr gut kalkulieren - wenn die jetzt in die andere RIchtung gelaufen wären wär ich sehr unsicher gewesen was ich hätte tun sollen...

Genauso wäre es sehr betriebshindernd, wenn ich bei jedem der mal ins Gleis springt um was rauszuholen gleich den Nothalt gezogen hätte - und das auch noch jeder genauso machen würde... Wobei der dümmste Gleisspringer runter ist um ein Blatt einer runtergefallenen Zeitung hochzuholen - da wär ich dann doch lieber zum nächsten Kiosk gegangen...
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

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Beitrag von konsti »

In Nürnberg sind die Schilder eigentlich in der Nähe der Zugzielanzeiger angebracht im Bahnhof Herrenhütte z.B. sogar im Zugzielanzeiger selber, auf den ich irgendwie jedes mal schaue, wie es andere machen, weiß ich nicht.
LG
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FloSch
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Beitrag von FloSch »

konsti @ 3 Jan 2007, 19:50 hat geschrieben:In Nürnberg sind die Schilder eigentlich in der Nähe der Zugzielanzeiger angebracht im Bahnhof Herrenhütte z.B. sogar im Zugzielanzeiger selber, auf den ich irgendwie jedes mal schaue, wie es andere machen, weiß ich nicht.
Das ist auch in München an den meisten Bahnhöfen so, aber irgendwie scheinen die Leute nicht wirklich hinzuschauen, was dort so steht:

Bild

Bild

PS: Am Innsbrucker Ring sieht's wie am Olympia-Einkaufszentrum aus, was die Art des Anzeigers und die Beschilderung der Nothalte betrifft.
Bild
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Beitrag von konsti »

Vieleicht irritiert auch das "I" für Information, bzw. sticht zu arg raus, dass man das "Notruf/Notahlt" übersieht? Bin morgen in München und werde mal Acht geben...
LG
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FloSch
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Beitrag von FloSch »

konsti @ 3 Jan 2007, 20:15 hat geschrieben:Vieleicht irritiert auch das "I" für Information, bzw. sticht zu arg raus, dass man das "Notruf/Notahlt" übersieht? Bin morgen in München und werde mal Acht geben...
Da könnten die ZZA helfen, die an den drei Garchinger Bahnhöfen hängen:

Bild
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ropix
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Beitrag von ropix »

und trotzdem - auch in Garching Hochbrück hatten noch nicht viele die Idee gehabt den Nothalt zu ziehen wenns nötig gewesen wäre...
-
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Dol-Sbahn
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Beitrag von Dol-Sbahn »

Es hätte dranhängen soll: Mit Pfeil so ungefähr aussehen:

....#.......
....#.......
....#.......
....#.......
....#...#..
.......##..
....###..

Beschreibung: Kurze Linie nach unten, dann von dort nach rechts/links um 40° abknicken mit Pfeil.

Es gibt mehr Überblick, dass Notfall dort zu geben als "was-für-ein"-Information da.
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gmg
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Beitrag von gmg »

konsti @ 3 Jan 2007, 20:15 hat geschrieben: Vieleicht irritiert auch das "I" für Information, bzw. sticht zu arg raus, dass man das "Notruf/Notahlt" übersieht? Bin morgen in München und werde mal Acht geben...
Stimmt! So vertraut mir die ZZA auf Floschs Bildern auch sind, mir ist zum ersten mal aufgefallen, dass da Notruf- und Nothaltzeichen sind. Das i interessiert mich ja nicht weil ich ortskundig bin und somit schaue ich nur auf den nächsten Zug und höchstens noch auf die Uhr.
tra(u)mmann

Beitrag von tra(u)mmann »

Hallo Mädels,

RTL kündigt gerade einen Beitrag an. Ein Mann fiel wegen eines Krampfs auf die Gleise der New Yorker U-Bahn und wurde von einem Mutigen in letzter Sekunde gerettet.

Der Beitrag wird in wenigen Minuten gesendet.

http://www.rtl.de/news/rtl_aktuell_artikel...rticle=14&pos=9

[Edit - added] Interessant ist dabei, dass es keine Zeit mehr gab, den Verunfallten in den Schutzraum zu ziehen, falls es den dort überhaupt gibt. Statt dessen zerrte der Held den Verunfallten zwischen beide Schienen und warf sich auf ihn. Beide wurden nur leicht verletzt. Der Zug raste nur Zentimeter über den beiden drüber.
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Dol-Sbahn
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Beitrag von Dol-Sbahn »

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,457965,00.html

Sowas gibt in Deutschland nicht. Er wurde als Held gefeiert, bekam einjährige Freikarte
für Nahverkehr, bekommt Lobgeld und so weiter. In Deutschland genügt ein Danke
und vergisst es. <_<
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gmg
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Beitrag von gmg »

tra(u)mmann @ 4 Jan 2007, 18:55 hat geschrieben: Interessant ist dabei, dass es keine Zeit mehr gab, den Verunfallten in den Schutzraum zu ziehen, falls es den dort überhaupt gibt. Statt dessen zerrte der Held den Verunfallten zwischen beide Schienen und warf sich auf ihn. Beide wurden nur leicht verletzt. Der Zug raste nur Zentimeter über den beiden drüber.
Ich habe den Beitrag gesehen und würde sagen, dass es schon einen Schutzraum gibt, nur halt zwischen den Schienen. Wo bei uns nämlich Schwellen sind, ist in der NY- U- Bahn eine ziemlich tiefe Rille. Ansonsten hätte es der Retter ja auch nicht geschafft, auf dem Verunfallten zu liegen, ohne von der Bahn erfasst zu werden.
Da ich mir nicht vorstellen kann, wofür diese Rille sonst noch gut sein soll, gehe ich davon aus, dass das der Schutzraum ist.
Der Vorteil gegenüber unseren Schutzräumen besteht darin, dass man sich da schnell reinlegen kann, ohne unter die Bahnsteigkante kriechen zu müssen.
Die Nachteile sind, dass es mehr Überwindung kostet,sich UNTER anstatt NEBEN den Zug zu retten und dass man sich beim Stürzen aufs Gleis mehr verletzen kann als bei uns.

Was ich aber auch lustig finde, ist wie die Amis gleich wieder ihren Helden feiern müssen und die Nachricht über die ganze Welt verbreiten während der Münchner Fall kaum bekannt wurde. Wie dol- Bahn schon angedeutet hat, finde ich, hätte die MVG dem Münchner Retter aber auch ein Isarcard- Abo spendieren können, und zwar für das MVV- Gesamtnetz! Schließlich ist er arbeitslos und hatte auch noch Geburtstag.
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Boris Merath
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Beitrag von Boris Merath »

Nur als Ergänzung: Bei der Münchner U-Bahn z.B. dürfte man keine Chance haben wenn man sich zwischen die Schienen legt - da hängt doch einiges vom Zug ziemlich weit runter. Ideal ist vermutlich die Kombination sowohl mittig als auch seitlich nen Schutzraum zu haben.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

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Beitrag von gmg »

Boris Merath @ 5 Jan 2007, 16:24 hat geschrieben: Bei der Münchner U-Bahn z.B. dürfte man keine Chance haben wenn man sich zwischen die Schienen legt - da hängt doch einiges vom Zug ziemlich weit runter.
Ach das würde ich nichtmal sagen. Schließlich haben diese orangen Kästen (ich nehme an, die haben was mit dem AFB oder der LZB zu tun) auch genug Platz. Nur die Nerven muss man erst mal haben, sich unter den Zug zu retten. Und sicherer ist man unter der Bahnsteigkante dann halt immer noch. Und diese Rille erhöht ja, wie ich schon sagte, die Verletzungsgefahr beim Sturz. von daher finde ich doch unsere Lösung die bessere.
Ich würde sogar noch weiter gehen und das Gleis am Bahnsteig in Beton oä hüllen wie an einem BÜ. So verletzt sich der Stürzende noch weniger und kann sich noch leichter in den Schtuzraum rollen.
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Beitrag von Wildwechsel »

gmg @ 6 Jan 2007, 17:36 hat geschrieben: Schließlich haben diese orangen Kästen (ich nehme an, die haben was mit dem AFB oder der LZB zu tun) auch genug Platz.
Das sind die Magnete für die Fahrsperre (so ähnlich wie die Indusi bei der großen Eisenbahn). Aber so schlank wie die Teile hoch sind bin nicht mal ich, also ich kann mir nicht vorstellen, dass eine U-Bahn da noch über mich drüberpassen täte. Aber Du kannst ja mal bei der MVG anfragen, ob Du das im BN mal ausprobieren kannst (unterstellt, dass man einen Testaufbau so realisieren kann, das das gefahrlos möglich ist). ;)
Beste Grüße usw....
Christian


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Beitrag von ropix »

Zumal die Fahrsperre Wagenseitig da ziemlich dicht drüberstreift. Ne, auf die Schiene legen dürfte den Effekt eines Bügeleisens haben und ziemlich ungesund sein - so wie bei der S-Bahn übrigens denk ich auch.
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profimaulwurf
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Beitrag von profimaulwurf »

In der Gleismitte kannst DU eigentlich nur überleben, wenn Du extrem Magersüchtig bist.
Der Adler

Beitrag von Der Adler »

profimaulwurf @ 10 Jan 2007, 18:22 hat geschrieben: In der Gleismitte kannst DU eigentlich nur überleben, wenn Du extrem Magersüchtig bist.
Das ist genauso lebensgefährlich, wie das überschreiten von Gleisen.
andreas
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Beitrag von andreas »

VT 609 @ 3 Jan 2007, 16:27 hat geschrieben: Hui! :blink:

Ich hab in der U-Bahn schonmal einen Notruf ausgelöst, weil ein Mann für ein paar Sekunden bewußtlos geworden ist und auf dem Sitz zusammengesackt ist. Die Fahrerin hat damals einen Sanitäter bestellt, der aber letztendlich nicht nötig war, weil es ihm relativ schnell wieder gut ging.
Und ist mir was passiert bzw. wurde ich strafrechtlich verfolgt? Nein! Daher würde ich jederzeit wieder so handeln.
wobei ich jetzt sagen muß, daß die Nothalte nicht wirklich prominent angebracht sind - letztens am Sendlinger Tor (U1/2 Richtung HBF) waren wir am Bahnsteig in Fahrtrichtung vorne und ich hab mir dann gedacht, als die U-bahn abfuhr, wenn jetzt da einer eingeklemmt wäre, wo wäre der Nothalt - bis man den dann gut 30 m weiter vorne zwischen den Infotafeln gefunden hat wärs in Notfall sowieso zuspät....

aber die Gesichte wäre wieder ein Grund mehr, Trunkenheit in der Öffentlichkeit zu verbieten und offensichtlich Betrunke zwecks Ausnüchterung und zum eigenen Schutz zu verhaften.
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