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"Spitzensignale" des Zuges [Zur Themenübersicht]
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Russischer Spion
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 08:49


Kaiser


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Mitglied seit: 4 Jan 08
Beiträge: 1777

Alter: 41
Wohnort: Moskau


Hallo Genossen!

Folgende frage würde mich gerne interessieren: als ich zum ersten Mal einen deutschen Zug gesehen habe, hab ich mich über seine "Scheinwerfer" gewundert. Wie sollen die denn leuchten?? Bei meinem Fahrrad ist die Lampe stärker... In Russland z.B. haben die Züge neben zwei Bufferleuchten noch einen Hauptscheinwerfer der zwei Positionen hat: "Schwach" und "Lichthell" was man mit Abblend- und Fernlicht eines Autos vergleichen kann. Und dieser Hauptscheinwerfer kann den Weg richtig ausleuchten. Warum ist es bei den deutschen Zügen anders? Es gibt zwar "Fernlichtlampen" bei neuen S-Bahnen, Loks und ICE's aber die helfen ja auch wenig...

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dochnochmal
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 09:03


Routinier


Status: Mitglied
Mitglied seit: 14 Oct 07
Beiträge: 431




Dobryj djen towaritsch!

In Deutschland geht es in erster Linie um Signalleuchten. Drei weiße Lichter in Form eines "A". Bis vor wenigen Jahren gab es überhaupt kein Fernlicht bei der Eisenbahn. Dies ist erst eine Entwicklung der letzten Jahre. Daher haben nur einige neuere Fahrzeuge sowie wenige alte, umgerüstete Fahrzeuge ein Fernlicht. In der Regel benötigt man das Fernlicht auch nicht bei der Eisenbahn, da ja nicht auf Sicht gefahren wird. Licht ist hier also in erster Linie nicht "sehen", sondern "gesehen werden".
    
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hauseltr
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 09:09


König


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Mitglied seit: 30 Sep 06
Beiträge: 838

Alter: 75



QUOTE (Russischer Spion @ 16 Jan 2008, 09:49)
Hallo Genossen!

Folgende frage würde mich gerne interessieren: als ich zum ersten Mal einen deutschen Zug gesehen habe, hab ich mich über seine "Scheinwerfer" gewundert. Wie sollen die denn leuchten?? Bei meinem Fahrrad ist die Lampe stärker... In Russland z.B. haben die Züge neben zwei Bufferleuchten noch einen Hauptscheinwerfer der zwei Positionen hat: "Schwach" und "Lichthell" was man mit Abblend- und Fernlicht eines Autos vergleichen kann. Und dieser Hauptscheinwerfer kann den Weg richtig ausleuchten. Warum ist es bei den deutschen Zügen anders? Es gibt zwar "Fernlichtlampen"  bei neuen S-Bahnen, Loks und ICE's aber die helfen ja auch wenig...

Deutsche Lokführer haben eben bessere Augen als Russische biggrin.gif

Das "Zug A" ist lediglich ein Signallicht. Dass keine Scheinwerfer verwandt wurden, hat sich eben im Laufe der deutschen Eisenbahngeschichte so ergeben. Ich meine, das hängt auch damit zusammen, dass man früher der Meinung war, man könne nachts die damals relativ dunkelen Signallampen übersehen, wenn man diese mit starkem Scheinwerferlicht anleuchtet. Eine Fahrwegausleuchtung hielt und hält man für nicht unbedingt notwendig.

hauseltr

Bearbeitet von hauseltr am 16 Jan 2008, 09:10
    
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Russischer Spion
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 10:24


Kaiser


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Beiträge: 1777

Alter: 41
Wohnort: Moskau


QUOTE
In der Regel benötigt man das Fernlicht auch nicht bei der Eisenbahn, da ja nicht auf Sicht gefahren wird.

Das ist ganz klar. In Russland fahren die Züge auf dicht befahrenen Strecken sogar mit Autopilot ( Davon Bild 1 und Bild 2) aber trodzdem wäre ein starkes Licht bestimmt ein Vorteil. Schließlich landen die Flugzeuge auch nicht "auf Sicht" aber die haben starke Scheinwerfer wink.gif .

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423-Treiber
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 10:36


König


Status: Mitglied
Mitglied seit: 27 Mar 04
Beiträge: 991




Ich weiss ja nicht wie weit der russische Lichtkegel die Strecke ausleuchtet, aber unser Fernlicht - soweit vorhanden - reicht für Fälle wie "Fahren auf Sicht" oder bei Unwetter meiner Meinung nach vollkommen aus, denn nur in diesen Fällen nutze ich es überhaupt, sonst gibt es eh nix zu sehen was ich beeinflussen kann. Bei uns stehen ja eher selten so grosse Tiere auf den Schienen wie es im russischen Hinterland passieren könnte. In Österreich muss laut Vorschrift sogar mit dem bestmöglichen Licht gefahren werden, sprich Fernlicht auch am Tage.
    
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Boris Merath
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 12:59


Lebende Forenlegende


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Chat: BorisM 

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QUOTE (Russischer Spion @ 16 Jan 2008, 10:24)
Schließlich landen die Flugzeuge auch nicht "auf Sicht" aber die haben starke Scheinwerfer wink.gif .

Der Pilot muss aber auch in der Lage sein bei Ausfall der automatischen Systeme jederzeit von Hand landen zu können - einfach mal stehenbleiben, wie die Bahn es kann, dürfe eher nicht so gut ankommen :-) Deswegen ist es wohl nicht so blöd mal alles anzuhaben was man so braucht für ne händische Landung. Bei der Eisenbahn dagegen ist es im Regelfall relativ egal ob der Tf weit sieht oder nicht - vor Hindernissen kann er in der Regel eh nicht mehr bremsen, ansonsten fährt er ja nach den Signalen, und die sieht er auch ohne Fernlicht.

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Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.

Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
    
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Cmbln
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 13:25


Kaiser


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Beiträge: 1016

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Wohnort: Berlin-Mahlsdorf (S5)


QUOTE (dochnochmal @ 16 Jan 2008, 09:03)
Bis vor wenigen Jahren gab es überhaupt kein Fernlicht bei der Eisenbahn.

Vielleicht war das bei der Bundesbahn so, das kann ich nicht beurteilen. Aber die Reichsbahn-Loks und Triebwagen hatten/haben fast alle Fernlicht. Wenn auch meistens nur im rechten Scheinwerfer: BR 143; 114; 155; 485 etc...

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Gruß, Christian...

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hauseltr
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 13:27


König


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Beiträge: 838

Alter: 75



QUOTE (Boris Merath @ 16 Jan 2008, 13:59)
Der Pilot muss aber auch in der Lage sein bei Ausfall der automatischen Systeme jederzeit von Hand landen zu können - einfach mal stehenbleiben, wie die Bahn es kann, dürfe eher nicht so gut ankommen :-) Deswegen ist es wohl nicht so blöd mal alles anzuhaben was man so braucht für ne händische Landung. Bei der Eisenbahn dagegen ist es im Regelfall relativ egal ob der Tf weit sieht oder nicht - vor Hindernissen kann er in der Regel eh nicht mehr bremsen, ansonsten fährt er ja nach den Signalen, und die sieht er auch ohne Fernlicht.

Naja, er hätte aber eventuell die Chance, einem Hindernis noch schnell auszuweichen, indem er sich z.B. auf den Boden wirft. Ich meine hiermit z.B. Isolatoren, die durch einen Sturm abgerissen wurden oder aber auch Bäume, die in Fensterhöhe quer über dem Gleis liegen und ähnliches.

hauseltr

Bearbeitet von hauseltr am 16 Jan 2008, 13:28
    
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Iarn
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 13:46


Lebende Forenlegende


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Mitglied seit: 20 Jul 07
Beiträge: 16126




Da der Vergleich angesprochen wurd kurzer Exkurs:
Also Flugzeuge landen zu einem gewissen Grad immer auf Sicht, eine Landung ohne Sicht (CAT IIIc) ist noch nicht zugelassen (in Notfällen aber machbar). Trotzdem steuert der Autopilo ab Sichkategorie drei, was schon ne recht dicke Suppe ist. Der Pilot kontrolliert aber den Anflug und muss sich an einem gewissen Punkt (abhängig von der Kategorie) entscheiden, ob er die Landung durchführt. Entscheidungskriterium ist u.a. die Sicht am Entscheidungspunkt. Deswegen sind die Scheinwerfer immer an.
Bei Ausfall der automatischen Systeme kann der Pilot nur noch auf Flughäfen mit guter Sichtkategorie landen. Findet er keinen passenden Flughafen hilft nur noch beten. Die Ausage, ein Pilot könne auch ohne Automatik landen stimmt nur unter dem Motto "runter kommen sie alle".

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Der Münchner Nahverkehr braucht ein Konzept.
    
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karhu
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 17:32


Kaiser


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Beiträge: 1046

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Warum werden in Schweden 4 Licht Spitzensignale verwendet ?

Die 420er die von München kahmen und im Stockholmer S-Bahn Verkehr bis Ende 2005 eingesetzt wurden haben auch 4 Licht Spitzensignal bekommen.

Hier einige Bilder X420 DB Regio Sverige

    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 17:40


Lebende Forenlegende


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Mitglied seit: 10 Apr 06
Beiträge: 11520

Wohnort: ja


Warum verwenden wir drei?

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"Ein rechter Scheißdreck war's. Altmodisch bis provinziell war's. Des war's."
    
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ChristianMUC
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 17:45


Unregistered









QUOTE (Rohrbacher @ 16 Jan 2008, 17:40)
Warum verwenden wir drei?

Früher warens 2 - die wurden aber bei parallelem Verlauf von Straße und Schiene öfters mal verwechselt, was zu einigen unschönen Unfällen führte...
    
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chris232
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 17:48


Lebende Forenlegende


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Mitglied seit: 30 Jul 05
Beiträge: 6134

Wohnort: Myunkhen


Geschichtlich bedingt, die top Begründung wink.gif biggrin.gif

Also zumindest was das Dreilicht-Spitzensignal angeht war mein bisheriger Kenntnisstand der, dass man den Gegenzug damit von evtl auf der Strecke (dem BÜ) gebliebenen Autos unterscheiden wollte... unsure.gif


Edit: Christian war schneller...

Bearbeitet von chris am 16 Jan 2008, 17:48

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Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
Otto von Bismarck

Daher hat die Bahn dem Gemeinwohl und nicht privaten Profitinteressen zu dienen, begreifen Sie es doch endlich mal!
    
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Rohrbacher
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 18:05


Lebende Forenlegende


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Beiträge: 11520

Wohnort: ja


Und weil's z.B. in Schweden viele Autos mit sehr vielen Zusatzscheinwerfern gibt, haben auch die Züge mehr? biggrin.gif
Das Dreilicht kam ja erst irgendwann in den 50ern, aber auch viele DRG-Maschinen hatten schon drei Lampen bzw. die Infrastruktur dafür, ich meine sogar schon bei der K.Bay.Sts.B. Hatten nicht schnellfahrende (?) Züge schon früh drei Lampen? Ein Licht für Rangierloks, zwei für "normale" Züge und die schnellen drei. Oder so...

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"Ein rechter Scheißdreck war's. Altmodisch bis provinziell war's. Des war's."
    
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hauseltr
  Geschrieben am: 16 Jan 2008, 18:25


König


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Mitglied seit: 30 Sep 06
Beiträge: 838

Alter: 75



In Schweden haben die Loks jedenfalls ganz nette Scheinwerfer, das weiss ich noch von meinen Fahrradtouren in Schweden. Als wir dort abends im Dunkeln auf einen Zug warteten, sahen wir die Lichter schon sehr früh! Das waren schon richtige "Scheinwerfer"! Kein Vergleich mit den DB Funzeln!
hauseltr
    
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