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Hannover - die Stadt, die Umgebung und der ÖV, ...die Stadt, die niemand kennt [Zur Themenübersicht]
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  Geschrieben am: 28 Nov 2020, 23:01


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Nochmal A-Nord

Beginnen wir mal mit der Frage, warum die Verkehrsbetriebe in Hannover den mysteriösen Namen üstra tragen.
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Die ü betreibt die U, die keine ist - oder so ähnlich...

Des Rätsels Lösung: Da die Betreibergesellschaft der Straßenbahn auch Elektrizitätswerke hatte, erhielt sie den Namen Überlandwerke und Straßenbahnen Hannover AG.

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Der Versuch, in der Lister Meile ein wenig Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen.

Hier am Lister Platz lohnt ein Blick unter die Erde. Wie nahezu alle Strecken wurde auch der A-Nord-Tunnel in offener Bauweise erstellt. Da der Straßenquerschnitt hier relativ eng ist, bleibt zwischen den Häuserzeilen nicht genügend Platz für zwei Gleise nebeneinander. Ursprüngliche Planungen sahen daher ein Auftauchen der Strecke bereits vor dem Lister Platz vor. Doch man wusste sich zu helfen - und weil ich mich nicht entscheiden kann, welches Bild mir am besten gefällt, zeige ich einfach alle 3:

Einfahrt
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Standzeit
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Ausfahrt
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Dem aufmerksamen Betrachter wird nicht entgangen sein, dass links eine Rolltreppe noch tiefer führt. Um den Tunnel auch hier in offener Bauweise erstellen zu können, wurden die Gleise einfach untereinander statt nebeneinander angeordnet.

Die Haltestelle Vier Grenzen mit dem Bus im Gegenverkehr möchte ich nochmal von der anderen Seite zeigen:
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Anschließend heißt es für mich Streckenbefahrung bis zur Endstation. Die heißt Altwarmbüchen und liegt am äußersten Rand des gleichnamigen Ortes:
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Altwarmbüchen hatte nie einen Anschluss an die Straßenbahn, sodass erst die Stadtbahn 2006 hier ein Schienenverkehrsmittel über die Stadtgrenze brachte. Das gesamte Stadtgebiet wird gut erschlossen, sodass man hier sicher von einem sehr guten Beispiel einer Angebotsverbesserung sprechen kann.


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3016 in Altwarmbüchen Zentrum

Fährt man nochmal eine Station zurück, erreicht man von der Ernst-Grote-Straße schnell den Altwarmbüchener See, welcher dem Vernehmen nach im Sommer hoffnunglos überlaufen ist. Der östliche Teil ist ein Naturschutzgebiet und lädt zum Verweilen ein.
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  Geschrieben am: 28 Nov 2020, 23:02


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Anschließend beginne ich eine ausgiebige Wanderung quer durch das Altwarmbüchener Moor. Die Pfade sind teilweise sehr wenig begangen, sehr einsam und abschnittsweise wirklich schwer zu finden. Einziges Manko ist das permanente Rauschen der Autobahnen, die das Moor zerschneiden.

Faszinierend finde ich, wie sich das Bild des Moors auf wenigen Kilometern ändert:
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Fast drei Stunden später erreiche ich am Stadtfriedhof Misburg wieder eine Fahrmöglichkeit. Zum effektiven Streckenbefahren dürfte sich diese Abkürzung wohl nicht lohnen wink.gif
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Dass fast alle Endstationen wichtige Umsteigeknoten sind und sehr praktisch angelegt wurden, hatte ich ja bereits erwähnt. Hier nochmal Bus und Bahnen auf einem Bild in Misburg

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Dreifach hält besser - das gilt zumindest beim Lärmschutz am Forstkamp

Die tiefstehende Wintersonne passt nachmittags hervorragend - an der Noltemeyerbrücke lohnt sich ein kurzer Fotostop immer.
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Mein Bahnjahr 2020 (vgl. zum Durchschnitt der Jahre 2014-2019)
Gefahrene Strecke: 25.400 km (-) Gesamtreisezeit: 14,33 Tage (-) Gesamtverspätung (wie FGR): 818 min (=) Planmäßige Reisegeschwindigkeit: 73,9 km/h (-) Kosten pro km: 7,1 Cent (+) Anschlusserreichquote: 87,0% (--)
    
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  Geschrieben am: 7 Dec 2020, 22:43


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Nochmal C-Ost

Am Aegidientorplatz kann direkt zwischen C-Ost und B-Nord umgestiegen werden, sodass auch die östlichen Stadtteile eine unkomplizierte Anbindung an den Hbf erhalten.
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3052 biegt am Nackenberg auf die gemeinsame Strecke der Linien 4 und 5 Richtung Zentrum ab
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An der medizinischen Hochschule gibt es einen kurzen Tunnel
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Wofür sind Parkhäuser gut? Dafür:
3031 am Roderbruchmarkt
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Der zugehörige Ort
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Schön finde ich, dass viele Stadtteilzentren um einen Marktplatz mit Fußgängerzone angeordnet sind und regelmäßig Wochenmärkte stattfinden.

Detail an der Endstation Roderbruch bei Tag…
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...und bei Nacht
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Fahrradparkhaus am Roderbruch
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Die gesicherte Abstellmöglichkeit kann von Abokunden kostenlos genutzt werden, die dafür einen Schlüssel erhalten.


Werfen wir nun noch mal einen Blick Richtung Anderten.

Herbstwald zwischen Tiergarten und Ostfeldstraße
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  Geschrieben am: 7 Dec 2020, 22:43


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Von hier lohnt sich ein Abstecher in den Hermann-Löns-Park zur alten Mühle.
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Interessant ist die Gestaltung der Haltestelle Ostfeldstraße, wo es für eine Rampe zwar an Platz in der Länge mangelt, nicht aber in der Breite.
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3151 am Königsberger Ring. Auffällige Blinklichter warnen Abbieger vor der Stadtbahn - interessanterweise allerdings mit Buspiktogramm
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Und schon ist die Wendeanlage am Stadtrand erreicht.
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Nur noch einen kurzen Spaziergang entfernt ist die Schleuse Anderten. Ein bisschen Wasserverkehrskunde schadet schließlich auch nicht.
Unten rein...
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...Tor zu und Wasser Marsch (man beachte den freudig herumspringenden Hund – außerdem muss das Seil stufenweise immer neu an die Kaimauer ausgeworfen werden, sonst könnte es ungemütlich werden)...
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...und schon öffnet sich die Pforte, interessanterweise durch Klappen ins Wasser.
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Das Füllen des Schleusenbeckens dauert etwa 15 min. Einige Schiffe warten schon. Kapitän auf einem dieser Schiffe scheint mir ein eher gemütlicher Job zu sein.


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Stellwerk
  Geschrieben am: 8 Dec 2020, 09:25


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Danke für diese Einblicke und die wie immer gekonnten Bilder. Obwohl ich Verwandtschaft in der Umgebung habe, kenne ich von Hannover nur den Flughafen (pfui! wink.gif ) und den Hbf.
Der rätselhafte Strauch ist übrigens ein Pfaffenhut.

Bearbeitet von Stellwerk am 8 Dec 2020, 09:28
    
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  Geschrieben am: 11 Dec 2020, 22:40


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QUOTE (Stellwerk @ 8 Dec 2020, 09:25)
Danke für diese Einblicke und die wie immer gekonnten Bilder. Obwohl ich Verwandtschaft in der Umgebung habe, kenne ich von Hannover nur den Flughafen (pfui! wink.gif  )  und den Hbf.
Der rätselhafte Strauch ist übrigens ein Pfaffenhut.

Also schäm dich! Dafür sollte man dich vom Forum aussperren. wink.gif

Und wieder eine Bildungslücke gefüllt...



Hildesheimer Wald
Bei mäßigem Wetter hat es mich für eine Fahrradtour in den Hildesheimer Wald veschlagen, in der Hoffnung, dort an der SFS ein paar Bilder zu machen. Doch die Strecke ist komplett zugewachsen, sodass sich erst am südlichen Rand der Hügelkette ein Blick auf die Strecke bietet.

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Drei Bilder später bin ich gut durchgefroren und fahre zügig nach Bodenburg.

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Seit 1975 endet der SPNV in Bodenburg, weiter nach Bad Gandersheim geht es nur noch mit dem Bus. In Bad Salzdetfurth habe ich einen Gz im Anschluss gesehen.

Warum die Umsteigezeiten in Hildesheim so unnötig lange sein müssen, ist mir nicht klar geworden. Die Durchbindung bis nach Bünde ist wohl auch nur für Insider bekannt, denn sie ist in der Fahrplanauskunft nicht vermerkt.

So bleibt noch ein Bild vom schlichten Bahnhofsgebäude.
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Spontaner Schnappschuss am Prellbock
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Der Versuch, für ein wenig Weihnachtsstimmung am Hbf in Hannover zu sorgen

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  Geschrieben am: 13 Dec 2020, 18:02


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QUOTE (Jean @ 12 Dec 2020, 09:42)
Beitrag entfernt wegen Offtopic

Ja, da kann ich mich nur anschließen und zeige stattdessen lieber neue Bilder:


Fast zum Brocken mit fast ein bisschen Schnee
Da in den letzten beiden Wochen die Temperaturen recht niedrig waren, hatte ich große Hoffnungen auf einen schnellen Brockenausflug im Schnee. Da aktuell weite Teile des HSB-Netzes eingestellt sind, blieb eh nur die Variante Füße. Der erixx bringt mich pünktlich nach Bad Harzburg und wenige Minuten später rollt auch der erixx aus Braunschweig unter der fantastischen Signalbrücke in den Bahnhof.
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Zu diesem Zeitpunkt sieht es so aus, als könnte der Hochnebel doch noch verschwinden. Ich hege gewisse Hoffnungen...

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Der Bahnhof ist ein nettes Einfallstor in die Stadt

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Abgesehen von der falsch gehenden Uhr macht er auch von außen ein gutes Bild

Im Gegensatz zum ziemlich leeren erixx ist der Bus ganz schön voll. Fast alle Sitzplätze sind belegt, ein paar Fahrgäste stehen. Dass die erste Sitzreihe abgesperrt ist, trägt nicht gerade zur optimalen Fahrgastverteilung bei. Über die kurvige B4 geht es bergauf und schon bald in Nebelsuppe. Eine Frau kommt nach vorne und stellt sich mit Blick durch die Frontscheibe in den Gang. "Uff, mir ist schlecht", meint sie zum Busfahrer. "Ohje, geht's noch?" "Jaja, sind ja nur noch ein paar Minuten." "Gut, sonst sagen Sie Bescheid."
Glücklicherweise gibt es kein Wiesn-Feeling im Bus, als viele Wanderer in Torfhaus aussteigen, nebenbei auf rund 800 m die höchstgelegene Siedlung Niedersachsens. Im Vergleich zu den bayerischen Alpen gibt es hier natürlich nur Hügel...

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Keine Ahnung, ob das wirklich so gedacht ist, aber in Torfhaus scheint man besonders maskeneifrig zu sein.

Für das trübe Wetter sind erstaunlich viele Wanderer unterwegs - damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Anscheinend ist es ähnlich wie im Frühling - wenn alle anderen Beschäftigungsmöglichkeiten außer Netflix wegfallen, entdecken plötzlich alle die Natur.

Ein Bild, welches irgendwie die aktuelle Situation in meinen Augen sehr treffend beschreibt:
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Es liegt lange nicht so viel Schnee wie erhofft und statt aufzuklaren wird der Nebel immer dichter:
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Ich beschließe, die Brockenbesteigung zu verschieben und stattdessen lieber einen anderen Weg zurückzulaufen. Ein Eichelhäher beobachtet mich während meiner Rast.
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Entlang der Ecker verschwindet der weiße Überzug nach wenigen Metern - hier muss es geringfügig wärmer sein.

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Der Brocken verhüllt sein Antlitz

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Viel Wald haben die Borkenkäfer nicht übriggelassen...

Bearbeitet von Boris Merath am 24 Dec 2020, 15:11

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  Geschrieben am: 13 Dec 2020, 18:02


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Die Dämmerung bricht schon an, als ich mich Torfhaus nähere. Ein Mann steht am Wanderweg und singt Weihnachtslieder in die trübe Suppe. Für das perfekte Aba heidschi bumbeidschi fehlt ihm aber der bayerische Klang in der Region des perfekten Hochdeutsch biggrin.gif
Der Fahrkartenverkauf beim Busfahrer dauert 5 Minuten, so viele Wanderer steigen zu. Da ich 10 Minuten Umsteigezeit zum Zug habe, bleibe ich aber entspannt. Und siehe da, die Puffer sind so groß, dass wir trotzdem pünktlich am Bahnhof ankommen.

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Erfreulicherweise symmetrisch und passend entschwindet die RB nach Braunschweig kurz vor meinem Zug nach Hannover.
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  Geschrieben am: 24 Dec 2020, 14:06


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Frohe Weihnachten!

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Auf dem Gebäude des Anzeigers gibt es den größten Adventskalender in Hannover. Die Fenster sind so beleuchtet, dass sie die Zahl des jeweiligen Tages anzeigen. Warum allerdings am 20. Dezember schon Heiligabend war, ließ sich nicht klären.


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