Störungschronik Regionalverkehr Bayern
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Martin H.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Das war eigentlich das geniale daran.
Es gibt Steuerwagen dafür, oder man hängt eine Diesellok dran, kuppelt dann die ZS durch und versorgt alles mit der Lok.
Theoretisch geht auch eine Mischung aus 445 und 245/6 und beide arbeiten.
Oder 445, und vor der E-Strecke 245 dran, ZS durchkuppeln und weiter.
Oder man schafft sich halt einfach eine Pool an Fahrzeugen und alle können mit allem und es braucht weniger Reserve.
Es gibt Steuerwagen dafür, oder man hängt eine Diesellok dran, kuppelt dann die ZS durch und versorgt alles mit der Lok.
Theoretisch geht auch eine Mischung aus 445 und 245/6 und beide arbeiten.
Oder 445, und vor der E-Strecke 245 dran, ZS durchkuppeln und weiter.
Oder man schafft sich halt einfach eine Pool an Fahrzeugen und alle können mit allem und es braucht weniger Reserve.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Das Problem ist, das Br 245 bis heute keine Strecke komplett übernommen hat. Ri Mühldorf weiss ich nicht genau, aber auf Basel - Friedrichshafen (- Ulm) mischen immer noch 218 und 612 fleissig mit.
Keine Alternative zum Transrapid MUC


Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Haben die irgendwo deutschlandweit irgendeine Strecke exklusiv?
Auch auf dem Sylt Shuttle ist man wieder auf 218 gegangen.
Auch auf dem Sylt Shuttle ist man wieder auf 218 gegangen.
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Martin H.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Hab da neulich die 245 005 gesehen, BW Mühldorf. 
Man müsste dann halt mal, auch was das angeht was hinten dranhängt.
Man müsste dann halt mal, auch was das angeht was hinten dranhängt.
Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Ja, das Einsatzgebiet im Frankfurter Umland nach Glauburg-Stockheim bewältigt die 245 insoweit es um lokbespannte (Doppelstock-)Züge geht, alleine.
Ansonsten fahren da keine 218 oder sonstiges museales Gerümpel, sondern VT (wenn sich da nix geändert hat: 642).
München kann jeder. Duisburg muss man wollen!
Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Hier passt es wahrscheinlich am besten, könnte auch in die S-Bahn Chronik.
Seit heute morgen ist eine Weiche auf der Fernbahn bei Kirchseeon defekt. Umleitung erfolgt über die S-Bahn, die deutlich drunter leiden muss. Die S4 muss am Ostast ganz ranz raus und endet am Leuchtenbergring.
Seit heute morgen ist eine Weiche auf der Fernbahn bei Kirchseeon defekt. Umleitung erfolgt über die S-Bahn, die deutlich drunter leiden muss. Die S4 muss am Ostast ganz ranz raus und endet am Leuchtenbergring.
mfg Daniel
Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Im SOB-Netz haben die 218 meines Wissens planmäßig nur noch Mo-Fr zwei Umläufe. Die restlichen Dosto-Züge fahren mit 245 und zusätzlich gibt es halt VT-Leistungen am Tagesrand. Außerplanmäßig können es natürlich immer wieder mal mehr 218er-Einsätze sein.
Im Grunde ist es aber alles nur eine Frage der Fahrzeug-Reserve, ob man eine Strecke mit einer einzigen Baureihe fahren kann.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Es passt sowohl hier, als auch bei den Störungschroniken von Regional- und Güterverkehr, denn: der Bahnhof Treuchtlingen ist wegen Sprengstoffverdacht gesperrt (Gegenstand im Gleisbett)
>>klick<<Sprengstoffverdacht in Treuchtlingen - Zugverkehr eingestellt
Am Bahnhof in Treuchtlingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen läuft derzeit ein größerer Polizeieinsatz. Im Gleisbett wurde nach Angaben der Polizei ein sprengstoffverdächtiger Gegenstand gefunden. Die Bevölkerung soll den Bereich meiden.
Snobs sind schlechte Kopien eines missverstandenen Originals...
Loriot
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Ich tu es mal in dieses Thema rein. Überlegungen von Klaus Ott zu maroden Bahnstrecken in Bayern:
SZ, 17.8.2026: Marodes Schienennetz in Bayern: Sollte der Freistaat die regionalen Bahntrassen sanieren?
SZ, 17.8.2026: Marodes Schienennetz in Bayern: Sollte der Freistaat die regionalen Bahntrassen sanieren?
Siehe: https://www.sueddeutsche.de/bayern/baye ... li.3532645Das Bahnunternehmen Arverio bedient Zugstrecken im Allgäu. Und hat Schwierigkeiten wegen sanierungsbedürftiger Trassen.
Regionale Zugbetreiber klagen über marode Bahnstrecken – und die Deutsche Bahn kommt mit der Reparatur nicht hinterher. Könnten die Bundesländer das vielleicht billiger und schneller?
Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Ohne den Artikel gelesen zu haben:ralf.wiedenmann hat geschrieben: ↑22 Aug 2026, 12:50 Regionale Zugbetreiber klagen über marode Bahnstrecken – und die Deutsche Bahn kommt mit der Reparatur nicht hinterher. Könnten die Bundesländer das vielleicht billiger und schneller?
Marode Bahnstrecken sind kein Problem, das es nur in Bayern gibt. Marode Bahnstrecken findet man überall in Deutschland. Man braucht sich nur mal die Karte der Hauptstrecken anzuschauen, wo eingezeichnet ist, welche Strecken generalsaniert werden, welche im Rahmen normaler Sanierung gerichtet werden und welche in Ordnung sind und für die nur Instandhaltung anfällt. Da gibt es kaum eine, die in Ordnung ist.
Auf den Nebenstrecken sieht es noch düsterer aus. Klagen der regionalen Unternehmen über die marode Infrastruktur sind überall zu hören.
Die DB repariert nicht selber, sondern vergibt die Aufträge an Firmen. Das Hauptproblem hierbei ist, dass im Zuge des jahrzehntelangen Kaputtsparens der Bahn auch die daran hängende Industrie zusammengeschrumpft ist. Verständlich. Wo es keine Aufträge gibt, wird auch nicht investiert, niemand eingestellt und auch keine Nachfolger für Abgänger ausgebildet. Es fehlt folglich an Arbeitskräften und Maschinen aber auch an Ausrüstern.
Damit ist es egal, wer die Sanierung der Strecke leitet. Wenn es keine Auftragnehmer gibt, kann niemand einen Auftrag vergeben. Wenn das benötigte Material nicht lieferbar ist oder notwendige Experten nicht verfügbar sind, nützt auch ein Auftragnehmer nichts. Geld kann ich auch nur ausgeben, wenn mir jemand dafür etwas verkaufen will und kann.
Hatten wir gerade auf der Strecke Nürnberg-Regensburg. Da war man sogar fertig, es fehlten aber die Leute für die Abnahme der Signaltechnik.
- ralf.wiedenmann
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Es liegt aber auch an DB InfraGo selbst. Siehe Bahnstrecke München - Geltendorf - Allgäu). Wenn man im Dezember 2025 schon weiss, dass die Bahnstrecke marode ist (https://www.deutschebahn.com/de/presse/ ... n-13695536), aber erst für August 2026 Bauarbeiten vorsieht und diese erst im Mai ausschreibt (https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/332595-2026), liegt es nicht an der überlasteten Bauindustrie, sondern an DB InfraGo selbst, wenn es nur langsam vorangeht. Und wenn man denn stolz verkündet, wie effizient man die Baumassnahmen bündelt, stinkt das Eigenlob zum Himmel. Nur nebenbei wird erwähnt, dass man hinten und vorne mit der Sanierung nicht nachkommt, und den stark eingeschränkten Notfahrplan, der bereits seit Februar gilt, von Ende Oktober bis mindestens Dezember verlängern muss (https://www.deutschebahn.com/de/presse/ ... e-14003520). Und dies, obwohl man den Anrainergemeimden noch im Mai zugesichert hat, dass der Normalfahrplan pünktlich ab November wieder gelten soll (https://bi-s4-ausbau-jetzt.de/2026/06/1 ... s3-und-s4/).
Nicht umsonst hat Palla die Führung der DB vernichtend kritisiert (https://www.deutschlandfunk.de/vorstand ... n-100.html).
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich wünsche Frau Palla bei ihrer Mamutaufgabe viel Erfolg.
Nicht umsonst hat Palla die Führung der DB vernichtend kritisiert (https://www.deutschlandfunk.de/vorstand ... n-100.html).
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Aus lokaler Betrachtung ist das richtig. Aus bundesweiter nicht. Denn die Baufirmen werden nicht in der Zeit im Biergarten sitzen und schafkopfen.
Die Decke ist zu klein ist und passt nicht auf den Tisch. Hätte man in Geltendorf eher organisiert, würde jetzt dort gebaut werden. Dafür würde an anderer Stelle was liegen bleiben.
Dass bei der DB scheinbar noch immer der Gedanke vorherrscht, dass sie "Beförderungsgüter" transportiert, ist nicht von der Hand zu weisen. Da denke ich gerade wie an den freundlichen Zugchef, der eine verzweifelte Familie angeschnauzt hat, dass ihn nicht interessiert, wie sie an ihr Ziel kommen.
Die Kommunikation der DB, die nur das zugibt, was ohnehin schon offensichtlich ist, kommt auch noch dazu.
Dass man sich selbst umso mehr zum Himmel lobt je weniger man zustande bringt, ist aber keine besondere Eigenschaft der DB. Die findet sich überall.
Die Decke ist zu klein ist und passt nicht auf den Tisch. Hätte man in Geltendorf eher organisiert, würde jetzt dort gebaut werden. Dafür würde an anderer Stelle was liegen bleiben.
Dass bei der DB scheinbar noch immer der Gedanke vorherrscht, dass sie "Beförderungsgüter" transportiert, ist nicht von der Hand zu weisen. Da denke ich gerade wie an den freundlichen Zugchef, der eine verzweifelte Familie angeschnauzt hat, dass ihn nicht interessiert, wie sie an ihr Ziel kommen.
Die Kommunikation der DB, die nur das zugibt, was ohnehin schon offensichtlich ist, kommt auch noch dazu.
Dass man sich selbst umso mehr zum Himmel lobt je weniger man zustande bringt, ist aber keine besondere Eigenschaft der DB. Die findet sich überall.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Kannst du das belegen. Dieses Argument wird von DB InfraGo immer wieder verwendet, um von ihren Versäumnisse abzulenken. Das ist bekanntlich die Aufgabe einer Pressestelle, das Unternehmen im möglichst guten Licht darzustellen (spin doctors). Dass man für die Baustelle in Buchloe - Geltendorf in so kurzer Zeit einen Bieter gefunden hat, spricht nicht unbedingt für Kapazitätsengpässe der Bauindustrie.
Ausschreibung: 15.5.2026: https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/332595-2026
Bekanntmachung Gewinner: 3.8.2026:
https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/535652-2026
Wenn Zweitausschreibungen erfolgen, so sind diese auch nicht notwendigerweise auf Überlastung der Bauindustrie zurückzuführen. Auch unattraktive Ausschreibungen können dazu führen, dass sich kein Bieter findet. Ich verfolge die europäische Ausschreibungsplatform ted ziemlich häufig,
Ich habe mir auf die Schnelle sämtliche 63 im Juli veröffentlichte Ausschreibungsergebnisse von DB InfraGO angeschaut. Nur bei 4 sind keine Angebote eingegangen: das ist eine Quote von 6,35%. 2 betragen Oberleitungsanlagen, 2 Gleis- bzw. Weichenerneuerung. Ich müsste mir dann noch anschauen. Wie lange die Bewerbungsfrist war, damit diese Zahl wirklich aussagekräftig ist.
Vorerst bleibe ich bei meiner Einschätzung. Ich kann das Gejammere über die überlastete Bauindustrie nicht mehr hören. DB InfraGO sollte erst einmal vor der eigenen Haustüre kehren.
Ausschreibung: 15.5.2026: https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/332595-2026
Bekanntmachung Gewinner: 3.8.2026:
https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/535652-2026
Wenn Zweitausschreibungen erfolgen, so sind diese auch nicht notwendigerweise auf Überlastung der Bauindustrie zurückzuführen. Auch unattraktive Ausschreibungen können dazu führen, dass sich kein Bieter findet. Ich verfolge die europäische Ausschreibungsplatform ted ziemlich häufig,
Ich habe mir auf die Schnelle sämtliche 63 im Juli veröffentlichte Ausschreibungsergebnisse von DB InfraGO angeschaut. Nur bei 4 sind keine Angebote eingegangen: das ist eine Quote von 6,35%. 2 betragen Oberleitungsanlagen, 2 Gleis- bzw. Weichenerneuerung. Ich müsste mir dann noch anschauen. Wie lange die Bewerbungsfrist war, damit diese Zahl wirklich aussagekräftig ist.
Vorerst bleibe ich bei meiner Einschätzung. Ich kann das Gejammere über die überlastete Bauindustrie nicht mehr hören. DB InfraGO sollte erst einmal vor der eigenen Haustüre kehren.
- ralf.wiedenmann
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Jetzt hat es auch Bernreiter gemerkt: Bahnland ist bald nur noch eine Ansammlung von Langsamfahrstrecken: Pressemeldung vom 25.8.2026: https://www.stmb.bayern.de/med/pressemi ... /index.php
- Starke Zunahme von Langsamfahrstellen und Streckensperrungen
- Auf 45 Linien im bayerischen Schienenpersonennahverkehr aktuell kein regulärer Fahrplan möglich
- Bayerns Verkehrsminister schreibt Brandbrief an DB-Infrastrukturvorstand: Verkehr in der Fläche nicht weniger wichtig als Hochleistungskorridore!
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Rohrbacher
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Wenn man sich halt an die Bahnreform von 1994 als dem einen zentralem Kernproblem von allem nicht rantraut, weil nicht sein kann, was nicht sein darf im bunten Wettbewerbswunderland der tausend Nichtzuständigkeiten, dann wird sich da auch nix mehr dran ändern ...
"Auch die Deutsche Bahn selbst tut sich mit einer Auflistung schwer: Es gebe keine schnell verfügbaren, belastbaren Daten dazu, weil die Auslöser der Sperrungen und Langsamfahrstellen von unterschiedlichen Abteilungen betreut würden, heißt es aus dem Staatskonzern. Man versuche einfach nur alles, was sich aufgestaut hat, nach und nach abzuarbeiten. Die Schwierigkeit sei allerdings, dass das Bahnnetz inzwischen so marode sei, dass das kaum möglich ist. Ein führender Bahnmitarbeiter gibt offen zu: „Hast du ein Problem beseitigt, sind inzwischen zwei neue aufgetaucht.“ Und: Ein Ende sei nicht abzusehen. (...) Als Ursachen für die Misere werden in Bahnkreisen die Versäumnisse der vergangenen drei Jahrzehnte genannnt: Mit dem Start der Bahnrefom Mitte der 1990er-Jahre wurde ein harter Sparkurs gefahren (...) „Die Probleme werden verdrängt“, sagt der Bahnmann. Vor diesem Hintergrund sei eine schnelle Lösung nicht zu erwarten." (...) Es ist unklar, ob Bernreiters Brandbrief irgendeinen Effekt haben wird. Nach Informationen aus Bahnkreisen fehlt oft schlicht der Ansprechpartner auf der anderen Seite: „Wenn wir kurzfristig Probleme an einer Strecke haben und wir Genehmigungen von Seiten örtlicher Bauämter benötigen, wird dort immer wieder mit Schulterzucken reagiert.“ Die Mitarbeiter dort seien schlicht überlastet. Doch das Problem beginnt aus Bahnsicht viel weiter oben: Nach den Worten eines Mitglieds der Bahnführung sollen im Bundesverkehrsministerium die Planungsstäbe für Vorhaben im Schienennetz massiv ausgedünnt worden sein und hätten nur noch „Alibifunktion“. Die Folge: „Es gibt dort keine kompetenten Ansprechpartner mehr.“
aus dem Donaukurier: Minister Bernreiter attackiert DB wegen Langsamfahrstellen (Bezahlschranke)
"Auch die Deutsche Bahn selbst tut sich mit einer Auflistung schwer: Es gebe keine schnell verfügbaren, belastbaren Daten dazu, weil die Auslöser der Sperrungen und Langsamfahrstellen von unterschiedlichen Abteilungen betreut würden, heißt es aus dem Staatskonzern. Man versuche einfach nur alles, was sich aufgestaut hat, nach und nach abzuarbeiten. Die Schwierigkeit sei allerdings, dass das Bahnnetz inzwischen so marode sei, dass das kaum möglich ist. Ein führender Bahnmitarbeiter gibt offen zu: „Hast du ein Problem beseitigt, sind inzwischen zwei neue aufgetaucht.“ Und: Ein Ende sei nicht abzusehen. (...) Als Ursachen für die Misere werden in Bahnkreisen die Versäumnisse der vergangenen drei Jahrzehnte genannnt: Mit dem Start der Bahnrefom Mitte der 1990er-Jahre wurde ein harter Sparkurs gefahren (...) „Die Probleme werden verdrängt“, sagt der Bahnmann. Vor diesem Hintergrund sei eine schnelle Lösung nicht zu erwarten." (...) Es ist unklar, ob Bernreiters Brandbrief irgendeinen Effekt haben wird. Nach Informationen aus Bahnkreisen fehlt oft schlicht der Ansprechpartner auf der anderen Seite: „Wenn wir kurzfristig Probleme an einer Strecke haben und wir Genehmigungen von Seiten örtlicher Bauämter benötigen, wird dort immer wieder mit Schulterzucken reagiert.“ Die Mitarbeiter dort seien schlicht überlastet. Doch das Problem beginnt aus Bahnsicht viel weiter oben: Nach den Worten eines Mitglieds der Bahnführung sollen im Bundesverkehrsministerium die Planungsstäbe für Vorhaben im Schienennetz massiv ausgedünnt worden sein und hätten nur noch „Alibifunktion“. Die Folge: „Es gibt dort keine kompetenten Ansprechpartner mehr.“
aus dem Donaukurier: Minister Bernreiter attackiert DB wegen Langsamfahrstellen (Bezahlschranke)
Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Gut gebrüllt, Löwe - aber halt auch nur leeres Gebrüll, mehr nicht. Hat er sich auch Gedanken gemacht, welche Partei gleich nochmal jahrelang den Bundesminister für Verkehr gestellt hat, als "schwarze Nullen" lieber Deutschlands Infrastruktur als "Sparbeitrag" verrotten ließen um sich arrogant über die bösen, faulen EU-Südländer erheben zu können? Nein? Tja, vielleicht hätte es für Bayern doch mehr gebraucht als nur lobbygesteuerte Finanzierung des Straßen(aus)baus. Aber solange die CSU noch mit satten Stimmanteilen überall im Freistaat belohnt wird, scheint das ja nicht so wichtig zu sein.ralf.wiedenmann hat geschrieben: ↑26 Aug 2026, 17:58 Jetzt hat es auch Bernreiter gemerkt: Bahnland ist bald nur noch eine Ansammlung von Langsamfahrstrecken: Pressemeldung vom 25.8.2026: https://www.stmb.bayern.de/med/pressemi ... /index.php- Starke Zunahme von Langsamfahrstellen und Streckensperrungen
- Auf 45 Linien im bayerischen Schienenpersonennahverkehr aktuell kein regulärer Fahrplan möglich
- Bayerns Verkehrsminister schreibt Brandbrief an DB-Infrastrukturvorstand: Verkehr in der Fläche nicht weniger wichtig als Hochleistungskorridore!
Für jede Sünde folgt irgendwann die Buße: Spott mit dir, du Land der Bayern!
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Wie bestellt, so geliefert.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Ähm ... was hat Minister Bernreiter bestellt, außer immer mehr Regionalzügen, die aus Wettbewerbs- oder Infrastrukturgründen nun nicht mehr gefahren werden können?
Abgesehen vom Whataboutismus: Darüber haben er und andere sich sicher Gedanken gemacht. Was genau bringt das jetzt? Ist es denn verboten, in einer Partei ggf. Ansichten zu ändern und ggf. auch selbst bzw. vor einer Generation mitverursachte Missstände zu erkennen?146225 hat geschrieben: ↑27 Aug 2026, 05:35Hat er sich auch Gedanken gemacht, welche Partei gleich nochmal jahrelang den Bundesminister für Verkehr gestellt hat, als "schwarze Nullen" lieber Deutschlands Infrastruktur als "Sparbeitrag" verrotten ließen um sich arrogant über die bösen, faulen EU-Südländer erheben zu können? Nein?
Es ist jetzt nur so, dass bei allen deinen ach so kreativen Fotzeleien halt dann immer noch die von dir so wortreich verteidigte Bahnreform mit deinen bunten Fuzzyträumen und Anti-DB-Fantasien eher das Problem sind als die Frage, welches Parteibuch hat der Bundesverkehrsminister, der seit eben dieser Bahnreform weniger Eingriffsmöglichkeiten hat in die privatrechtliche Aktiengesellschaft Deutsche Bahn und kaum noch welche die unzähligen Privatfirmen betreffend. Selbst im DB-Aufsichtsrat haben die Vertreter des Bundes ja maximal die Hälfte der Stimmen ... Das ist nicht mehr so wie in den von dir so verspotteten Bundesbahnzeiten, wo die DB eine weisungsgebundene Behörde war. Auch die "Bahnkreise" im DK-Artikel sehen das Problem in System der Bahnreform. Solange das besteht, wird sich nichts ändern egal wer Verkehrsminister ist und von welcher Partei er kommt.
Dass sich insbesondere ein für den SPNV zuständiger Landesminister wie Bernreiter mittlerweile fast wöchentlich mit deutlichen Worten dazu in den Medien äußert, hat auch damit zu tun, dass seit der Bahnreform quasi null Einfluss auf "seine" Infrastruktur hat. Genau das, also die weniger Einfluss von "Landesfürsten", wie's in den Kommentarspalten immer heißt, war ja ein Ziel der Bahnreform. Du erinnerst dich, zu Schmidts Zeiten (der war übrigens SPD) ging dem Bund so krass das Geld aus, dass du dir das nicht ausmalen willst, aber ein bayerischer CSU-Landrat konnte im Zweifel zusammen mit dem "Beamtenapparat" immerhin ein Alibizugpaar und damit halt die PV-Infrastruktur samt Personal auf seiner Strecke zumindest noch eine Weile retten (was weg gewesen wäre, wäre weg gewesen!), was die in Bonn gewollten Einsparungen allerdings erheblich reduzierte. Aufgrund solcher Erfahrungen hat Berneiter heute fast nix zu sagen und darf mit den nicht an die Kostenentwicklung angepassten Regionalisierungsmitteln seinen SPNV bestellen (unter Finanzierungsvorbehalt) und das ebenfalls nur teilfinanzierte Deutschlandticket umsetzen, sofern die Privatwirtschaft im auch nur teilfinanzierten Bahnnetz gerade nichts dagegen hat. Aktuell passiert halt genau das, was so "ewig-gestrige" wie ich immer schon haben kommen sehen: Nach 30 Jahren fällt alles auseinander, ohne örtliche Bahnmeistereien können selbst kleinere Schäden nicht mehr schnell und unbürokratisch behoben werden (ach was!?), und wenn Italo Eisenbahn spielen will, dann müssen's halt die Pendler ausbaden. Tja, freu' dich, das ist die Eisenbahn, die DU (!) immer haben wolltest!
Zum Regionalverkehr äußern sich CSU-Leute jedenfalls aktuell "progressiver", bezogen auf das Hinterfragen des aktuellen Wettbewerbssystems als Ursache fast aller Kernprobleme, als die Grünen, die wie z.B. Herr Gastel aus BaWü als Lösung für wettbewerbsinduzierte Probleme immer nur sowas sagt wie, dass er an den Wettbewerb glaube ... okay, das war bei Bahnthemen immer schon ein urgrünes Problem, dass man es mit staatlichen Großstrukturen nicht so hat. Für eine funktionierende (kritische) Infrastruktur braucht's aber (wieder) genau eine solche, die die langfristige (!) Aufgabenerfüllung wieder höher hängen kann als die quartalsweise Wirtschaftlichkeit jeder Kleinstmaßnahme.
Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Mit wie bestellt so geliefert meinte ich die Wahlergebnisse über die Jahre. Das Volk hat die Politik in ihrem Kaputtsparen der Infrastruktur nur bestätigt.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern
Bernreiter mault zumindest widerholt über Mängel im Schienenverkehr. Für einen CSU'ler immerhin bemerkenswert. Alle anderen von dem Verein ignorieren das Problem oder kehren es unter en Teppich.
Aber dieses Problem löst man nicht durch maulen. Es muss an der Wurzel gepackt werden. Ein Blick zur ÖBB würde vlt. helfen. Auch EU, also die Ausrede gilt nicht. Dort ist auch nicht alles bestens, aber wesentlich besser als bei DB und den wohl 5.000 anderen EVU's in Deutschland. 1994 ist die ÖBB nicht auf's Abstellgeis abgebogen und es wird kein Kasperltheater mit dem Wettbewerb varanstaltet - sowohl bei den Betreibern, als auch bei der Infrastruktur. Vlt. hängt es ja damit zusammen, das es dort heute besser läuft. Nur einmal so als Ansatzpunkt für Herrn Bernreiter. Wenn er DAS realisiert, weiss er was zu tun ist.
Aber dieses Problem löst man nicht durch maulen. Es muss an der Wurzel gepackt werden. Ein Blick zur ÖBB würde vlt. helfen. Auch EU, also die Ausrede gilt nicht. Dort ist auch nicht alles bestens, aber wesentlich besser als bei DB und den wohl 5.000 anderen EVU's in Deutschland. 1994 ist die ÖBB nicht auf's Abstellgeis abgebogen und es wird kein Kasperltheater mit dem Wettbewerb varanstaltet - sowohl bei den Betreibern, als auch bei der Infrastruktur. Vlt. hängt es ja damit zusammen, das es dort heute besser läuft. Nur einmal so als Ansatzpunkt für Herrn Bernreiter. Wenn er DAS realisiert, weiss er was zu tun ist.
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