[M] Neues Notfallkonzept bei der S-Bahn
Hallo!
Ich habe heute im Radio einen Beitrag gehört, dass in Zukunft an jedem Halt der Stammstrecke "Ersthelfer" stationiert werden sollen. Ob das richtige Sanitäter oder nur fortgebildete Bahnmitarbeiter sind, weiß ich nicht. Ziel ist es jedenfalls, dass Stillstände wegen Notarzteinsätzen verkürzt werden.
Ich habe jetzt im Internet nichts darüber gefunden. Es wird sich zeigen, ob das vielleicht nur eine Radio-Ente war.
Ich habe heute im Radio einen Beitrag gehört, dass in Zukunft an jedem Halt der Stammstrecke "Ersthelfer" stationiert werden sollen. Ob das richtige Sanitäter oder nur fortgebildete Bahnmitarbeiter sind, weiß ich nicht. Ziel ist es jedenfalls, dass Stillstände wegen Notarzteinsätzen verkürzt werden.
Ich habe jetzt im Internet nichts darüber gefunden. Es wird sich zeigen, ob das vielleicht nur eine Radio-Ente war.
- abzwanst
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Dazu steht auch was in der aktuellen SZ (bei mir Titelseite des München-Teils, rechte Spalte). Dort heißt es, dass zwischen 7 und 9 Uhr an neun Stammstreckenstationen "ausgebildete Ersthelfer" postiert werden sollen, um die betroffenen Personen schnell "aus dem Waggon bergen und zur weiteren Behandlung auf den Bahnsteig oder die Aufsichtskanzel zu verbringen". Da es heißt, dass derzeit Angebote für die Stellung der Ersthelfer eingeholt werden, werden es wohl externe Kräfte sein.
Desweiteren spricht dafür, dass die Bahn an den Stationen eigene Mitarbeiter positioneren möchte, die die Retter im Notfall rascher zum Patienten lotsen können.
Desweiteren spricht dafür, dass die Bahn an den Stationen eigene Mitarbeiter positioneren möchte, die die Retter im Notfall rascher zum Patienten lotsen können.
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das wäre mal wirklich eine sinnvolle Sache. Ich hab eh nie Verstanden warum der Patient im Zug sein muss und den ganzen Zugbetrieb aufhält, bis der Notartz kommt. Ich habe mal gelesen das der Tf auch erst weiterfahren darf, sobald er den Fahrgast an den Notarzt übergeben hat. Ob das Stimmt weis ich aber leider nicht. Aber mit der neuen Regelung konnte ja drr Fahrgast auf dem Bahnsteig notversorgt werden und der TF könne weiterfahren sbald der aus dem zug ist.
Viele Grüße
Stefan
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naja, als "nicht-Arzt" is es ja sehr schwierig einzuschätzen, wie man den Verletzten/Erkrankten anfassen kann, ohne ihm gar noch mehr zu schaden. Des Weiteren macht sich das Raustragen alleine - durch den Tf - auch nicht einfach, Hilfe durch andere Fahrgäste rechtlich sowieso blödsinn und dann das alleinige Herumliegen auf ner Bank am Bahnsteig bis der Notarzt eintrifft, schwachsinn hoch zehn.Muc_train @ 16 Oct 2013, 23:25 hat geschrieben: Ich hab eh nie Verstanden warum der Patient im Zug sein muss und den ganzen Zugbetrieb aufhält, bis der Notartz kommt. Ich habe mal gelesen das der Tf auch erst weiterfahren darf, sobald er den Fahrgast an den Notarzt übergeben hat. Ob das Stimmt weis ich aber leider nicht.
Insofern macht diese Regelung doch in jeder Hinsicht Sinn und dagegen spricht lediglich die Pünktlichkeit, also vernachlässigbar.
S27 nach Deisenhofen
allein da liegen lassen kann man den Fahrgast sicherlich nicht. Daher macht die bestehende Regelung auf den Außenästen sicherlich Sinn. Aber auf der Stammstrecke sollte es doch genügend "S-Bahnwachen" geben die sich dann um den Patienten kümmern könnnen. Das Personal ist doch sowieso im Zug bzw. häufig auf den Bahnsteigen der Stammstecke anzutreffen. Also warum kann man diese nicht verständigen und diesem Personal die Verantwortung überbeben, so das der TF weiterfahren kann? Bisher ist es ja so das der TF auf den Notarzt warten muss und ich denke nicht das der TF eine andere Erste Hilfe Ausbildung hat, wie die S-Bahn-Wache.
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Der "Notarzteinsatz im Zug" wurde vor einiger Zeit eben in "ärztliche Versorgung eines Fahrgastes" umbenannt, um Verwechslungen zum "Notarzteinsatz am Zug" (der jetzt schlicht "Notarzteinsatz" heißt) auszuschließen.elchris @ 16 Oct 2013, 19:08 hat geschrieben: Notarzteinsatz im Zug. Was du meinst ist "am Gleis".
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Das Retten aus einer gefährlichen Situation (brennendes Auto) ist okay, da kann man den Patienten auch bei töten - wenn der Patient in der S liegt und nur rausgetragen wird, damit diese weiterfahren kann, dann darf dem nichts passieren.
Derzeit gibt es ein Ungewicht - bei der U darf weitergefahren werden, wenn die Person von Passanten am Bahnsteig beobachtet wird - die S darf das nicht. Die neuen Helferlein dienen dazu, den Patienten aus dem Zug zu bekommen, bei den meisten Notarzteinsätzen im Zug reicht frische Luft schon aus, größere Fälle (Epileptiker...) bleiben weiterhin im Zug.
Derzeit gibt es ein Ungewicht - bei der U darf weitergefahren werden, wenn die Person von Passanten am Bahnsteig beobachtet wird - die S darf das nicht. Die neuen Helferlein dienen dazu, den Patienten aus dem Zug zu bekommen, bei den meisten Notarzteinsätzen im Zug reicht frische Luft schon aus, größere Fälle (Epileptiker...) bleiben weiterhin im Zug.
Ich finde, ein paar Stationen könnte man aber guten Gewissens auslassen: Isartor oder Rosenheimer Platz, Hacker Brücke und Hirschgarten. Wenn dort etwas passiert, kann ja sofort ein Sani von dem Nachbarhalt kommen, von dem noch Züge fahren. Dann könnte man überlegen, mit dem eingesparten Geld die Bereitschaft zeitlich etwas auszudehnen.
Dass Patienten so verletzt sind, dass das Raustragen es noch verschlimmert, dürfte extrem selten der Fall sein. Wann kommt so etwas vor? Bei Wirbelsäulenverletzungen und bei Fremdkörpern, die im Patienten stecken. Beides kommt auf einer S-Bahnfahrt normaler Weise nicht vor.elchris @ 17 Oct 2013, 12:23 hat geschrieben: Das Retten aus einer gefährlichen Situation (brennendes Auto) ist okay, da kann man den Patienten auch bei töten - wenn der Patient in der S liegt und nur rausgetragen wird, damit diese weiterfahren kann, dann darf dem nichts passieren.
Derzeit gibt es ein Ungewicht - bei der U darf weitergefahren werden, wenn die Person von Passanten am Bahnsteig beobachtet wird - die S darf das nicht. Die neuen Helferlein dienen dazu, den Patienten aus dem Zug zu bekommen, bei den meisten Notarzteinsätzen im Zug reicht frische Luft schon aus, größere Fälle (Epileptiker...) bleiben weiterhin im Zug.
Eigentlich ist ja jeder verpflichtet, zu helfen. Wahrscheinlich ist man da bei der U-Bahn lockerer, weil dort auf den Bahnhöfen gemäßigtere Temperaturen herrschen.
Nein, die Personenbeobachtung kann der Dispo-Info via Video übernehmen.gmg @ 17 Oct 2013, 13:14 hat geschrieben: Eigentlich ist ja jeder verpflichtet, zu helfen. Wahrscheinlich ist man da bei der U-Bahn lockerer, weil dort auf den Bahnhöfen gemäßigtere Temperaturen herrschen.
Und Wirbelsäulenverletzungen können auch in einem Zug auftreten (Sturz über Kante).
- Boris Merath
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Wie wäre es z.B. mit inneren Blutungen, die weiter aufreißen, wenn der Patient bewegt wird? Keine Ahnung, bin kein Arzt, nehme aber an dass es da schon noch mehr Sachen gibt, die ein Laie nicht erkennt.
Bis zur vollzogenen Anbringung von ausreichenden Sandstreuapparaten an allen Maschinen haben die Bahnwärter bei aufwärtsgehenden Zügen auf stärkeren Steigungen die Schienen ausgiebig mit trockenem Sand zu bestreuen und für die Bereithaltung eines entsprechenden Vorrathes zu sorgen.
Fahrdienstvorschrift bayerische Staatsbahnen 1876
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Zu dem Thema gibt es übrigens auch Dokumente im RIS zu einer Ausschußsitzung vom 15.10.12
Stolzes Mitglied der Autonomen Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
“Never argue with stupid people, they will drag you down to their level and then beat you with experience.” - Zitat wird sowohl Mark Twain als auch George Carlin zugeschrieben
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