"Die S-Bahn München ist die Resterampe"

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ET 423
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Beitrag von ET 423 »

Über ein paar Umwege bin ich auf einen Online-Artikel in der AZ gestoßen. Darin wird ein ehemaliger S-Bahn-Azubi interviewt, was ihn zur Ausbildung motiviert hat, was die Gründe für den Abgang waren, usw.. Neben so manchen Stilblüten kam auch Folgendes von ihm:
Ja, aber man nimmt irgendwann an Bewerbern alles, was kommt. Über Jahre hinweg. Die S-Bahn in München ist die Resterampe für Lokführer. Natürlich gibt es Ausnahmen, wenn auch wenige.
(Hervorhebung durch mich)
Für die anderen Kollegen (auch die, die hier im Forum aktiv sind) kann ich nicht reden, aber ich (als jemand, der seit über zehn Jahren gerne S-Bahn fährt) fühle mich beleidigt, gedemütigt und erniedrigt durch so eine Aussage.

Dieses Thema eröffne ich, weil mich eure Meinungen hier im Forum interessieren.

MfG

ET 423

P.S.: Hier natürlich der Link zum Online-Artikel der Abendzeitung:

Abendzeitung: "Die S-Bahn München ist die Resterampe"
Ich schaue weg, weil mir hier Einiges nicht paßt.
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Jean
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Beitrag von Jean »

Mal wieder ein typischer Artikel diese Mediums. Wenn er aufgehört hat wird er sicher nichts positives berichten. Die Kommentare der Bahn sind wohl eher als kosmetischer Beigabe zu verstehen.
Ein Artikel der wiederum nur eins bestätigt: das Geld für eine Zeitung kannst du dir sparen.
Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
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Entenfang
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Beitrag von Entenfang »

Auch wenn ich deinen Ärger verstehen kann: Nimms nicht persönlich. Erfreue dich daran, dass dir die Arbeit Spaß macht!

Ansonsten sehe ich das ähnlich wie Jean. Der Artikel könnte nahezu 1:1 auch über Aldi, VW oder Burgerking geschrieben worden sein.

Wobei der Personalmangel nun wirklich kein Geheimnis ist... In welcher Form gibt es denn bei der SBM Zulagen? Ich habe mal gehört, dass die DB deutschlandweit dasselbe Gehalt für denselben Job zahlt. Bei den Münchner Mieten sicher keine Freude...
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chris232
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Beitrag von chris232 »

Recht amüsant fand ich, dass direkt unter der Überschrift "Lokführer dringend gesucht" eine Zielanzeige mit "Nicht einsteigen" abgebildet war :D

Und so leids mir tut: Im Grunde geb ich ihm Recht. Die S-Bahn muss ja bei dem ständigen Personalmangel fast jeden nehmen - wobei das bei anderen EVU genau dasselbe Problem ist. Genauso fallen mir bei meiner Firma, bei Cargo und einigen anderen EVU "Kollegen" ein, auf die man lieber verzichten würde. Genauso hat er auch recht, dass bei der S fast durch die Bank gemeckert wird - und das ist bei anderen Firmen teilweise nicht ganz so schlimm. Jedenfalls nicht im Sinn von "nicht mal die Ausbildung/Umschulung fertig und schon keine Lust mehr". Seine Meinung war ja offensichtlich auch nicht so negativ - aber dass einem die Arbeit vermiest wird wenn alle nur nörgeln ist ja auch irgendwo klar...
Eisenbahnen sind in erster Linie nicht zur Gewinnerzielung bestimmt, sondern dem Gemeinwohl verpflichtete Verkehrsanstalten. Sie haben entgegen dem freien Spiel der Kräfte dem Verkehrsinteresse des Gesamtstaates und der Gesamtbevölkerung zu dienen.
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gmg
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Beitrag von gmg »

chris232 @ 1 May 2016, 00:25 hat geschrieben: Die S-Bahn muss ja bei dem ständigen Personalmangel fast jeden nehmen - wobei das bei anderen EVU genau dasselbe Problem ist.
Ja! Das ist eigentlich überall so, wo es Personalmangel gibt, außer vielleicht bei Ärzten und Piloten.
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218 466-1
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Beitrag von 218 466-1 »

Jean @ 30 Apr 2016, 22:08 hat geschrieben:
ET 423 @ 30 Apr 2016, 21:53 hat geschrieben:Über ein paar Umwege bin ich auf einen Online-Artikel in der AZ gestoßen. Darin wird ein ehemaliger S-Bahn-Azubi interviewt, was ihn zur Ausbildung motiviert hat, was die Gründe für den Abgang waren, usw.. Neben so manchen Stilblüten kam auch Folgendes von ihm:
(Hervorhebung durch mich)
Für die anderen Kollegen (auch die, die hier im Forum aktiv sind) kann ich nicht reden, aber ich (als jemand, der seit über zehn Jahren gerne S-Bahn fährt) fühle mich beleidigt, gedemütigt und erniedrigt durch so eine Aussage.

Dieses Thema eröffne ich, weil mich eure Meinungen hier im Forum interessieren.

P.S.: Hier natürlich der Link zum Online-Artikel der Abendzeitung:

Abendzeitung: "Die S-Bahn München ist die Resterampe"
Mal wieder ein typischer Artikel diese Mediums. Wenn er aufgehört hat wird er sicher nichts positives berichten. Die Kommentare der Bahn sind wohl eher als kosmetischer Beigabe zu verstehen.
Ein Artikel der wiederum nur eins bestätigt: das Geld für eine Zeitung kannst du dir sparen.
Dann möchte ich doch auch noch darauf hinweisen, dass genau die selbe Zeitung am selben Tag auch einen äußerst positiven Artikel über den Job (S)-Tf in München veröffentlicht hat.

"In neun Monaten zur Lokführerin: Spätes Glück für Petra Groene"

Damit ist klar, dass den Meinungen des gescheiterten Azubi's im anderen Artikel und von Jean hier (auch wenn sie sich auf unterschiedliches beziehen) jegliche Grundlage fehlen. ;)
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Ich glaube die beiden Artikel waren zusammen mit einem dritten, sachlichen gleichzeitig in der Zeitung. Also einmal nur die nackten Zahlen, einmal ein positiver Erlebnisbericht von der Dame und einen negativen vom Anzubieten. Ich hatte die Artikel durch meinen Google Alert zu Bahn München gesehen, aber aufgrund der teilweise kontroversen Ausdrucksweise hatte ich davon Abstand genommen, den hier zu verlinkten, weil in meinen Augen das Forum auch sonst schon genug den Bach runter geht.
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chris232
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Beitrag von chris232 »

218 466-1 @ 1 May 2016, 06:33 hat geschrieben: Damit ist klar, dass den Meinungen des gescheiterten Azubi's im anderen Artikel und von Jean hier (auch wenn sie sich auf unterschiedliches beziehen) jegliche Grundlage fehlen. ;)
Ja, DU weißt das natürlich besser als Leute, die dort arbeiten bzw. gearbeitet haben. Wie viele Leute wechseln diesen Monat noch mal von der S-Bahn weg, über 40 war die letzte Aussage? Liegt sicher an deren großer Zufriedenheit.
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DSG Speisewagen
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Beitrag von DSG Speisewagen »

Entenfang @ 30 Apr 2016, 22:14 hat geschrieben: Wobei der Personalmangel nun wirklich kein Geheimnis ist... In welcher Form gibt es denn bei der SBM Zulagen? Ich habe mal gehört, dass die DB deutschlandweit dasselbe Gehalt für denselben Job zahlt. Bei den Münchner Mieten sicher keine Freude...
Da der Gleichbehandlungsgrundsatz gilt, ist es richtig dass für die gleiche Tätigkeit deutschlandweit im Tarifvertrag das gleiche bezahlt wird. Allerdings ist es ja nicht verboten Ortszuschläge und sonstige Sonderleistungen zu bezahlen, da hätte die S-Bahn München alle Freiheiten und man könnte das mittels Betriebsvereinbarung oder sonstwas super festzurren.

Das beste wären Firmenwohnungen, die zu günstigen Mieten zur Verfügung gestellt werden. München ist einfach nicht lebenswert für den Normalverdiener, da neben Miete und Lebenshaltung kaum noch was übrig bleibt um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen! Das ist Tatsache.

Das gleiche gilt ja für DB Netz die so blöd waren die BZ in München einzurichten, anstatt in einer Stadt wo man vom gleichen Geld viel besser leben kann und damit die Stellen auch viel beliebter.

Das Betriebsklima ist sicher bei der S-Bahn nicht das beste und da ist der Arbeitgeber sicher nicht unschuldig, dennoch gibt es natürlich viele Leute dort die dort nichts verloren haben. Die Dauernörgler belasten das Betriebsklima genauso wie der Arbeitgeber der zu wenig darauf reagiert dass ein Arbeitnehmermarkt herrscht und die Bedingungen spürbar verbessert, auch wenn das Geld kostet und damit die Rendite schmälert, aber das ist eben auch Kapitalismus, es ist keine Einbahnstraße!


Der Beitrag der hochzufriedenen Frau ist gut, aber man sollte sie mal in 10 Jahren wieder fragen wie sie die Lage dann beurteilt. Fakt ist doch dass viele Leute hochmotiviert kommen und dann über die Jahre zerrieben werden, auch eben weil die Arbeitgeber die Arbeitnehmer oft nur als Kostenfaktor betrachten, Dienstpläne rein nach wirtschaftlichkeit betrachten und nicht über familiengerechte Dienstplanung nachdenken usw.
Dann gibt es natürlich die Leute die von Anfang an nicht wollen, aber die gehören gnadenlos aussortiert und haben bei der Eisenbahn nichts verloren! Das kommt auch davon wenn man Leute zwangsverpflichtet, mehr oder weniger. Solche Leute müssen im hohen Bogen raus!
Trassengebühren halbieren! Schwerverkehrsabgabe ab 3,5t für Lkw und Busse einführen! Infrastrukturausbau, Knotenausbau, Kapazitätsausbau! Verminderter Mehrwertsteuersatz für alle Zugfahrkarten! Fahrgastrechte für alle Verkehrsträger gleich!
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Beitrag von JeDi »

DSG Speisewagen @ 1 May 2016, 15:49 hat geschrieben: Da der Gleichbehandlungsgrundsatz gilt, ist es richtig dass für die gleiche Tätigkeit deutschlandweit im Tarifvertrag das gleiche bezahlt wird. Allerdings ist es ja nicht verboten Ortszuschläge und sonstige Sonderleistungen zu bezahlen, da hätte die S-Bahn München alle Freiheiten und man könnte das mittels Betriebsvereinbarung oder sonstwas super festzurren.
Damit wird also doch nicht überall das gleiche bezahlt? Warum kann man dann nicht gleich im Tarifvertrag Ortszuschläge o.ä. vorsehen?
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DSG Speisewagen
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Beitrag von DSG Speisewagen »

JeDi @ 1 May 2016, 17:09 hat geschrieben: Damit wird also doch nicht überall das gleiche bezahlt? Warum kann man dann nicht gleich im Tarifvertrag Ortszuschläge o.ä. vorsehen?
Bei der gleichen Bezahlung geht es ja um die Bezahlung für die Tätigkeit an sich, also das Grundgehalt und das muss überall gleich sein, denn die Arbeit ist in München nicht anders als in Schweinfurt.
Ortszulagen sind ja eher ein Erschwernisausgleich und sind daher ja kein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz, sondern sind eher dazu da dass der Münchner effektiv auch in etwa so viel verfügbares Geld hat wie der Schweinfurter.

Natürlich kannst du auch im Haustarif einen Ortszuschlag vereinbaren, warum auch nicht? Nur geht das z. B. bei der DB als bundesweitem Konzern schlecht, denn du kannst doch nicht pauschal Ortszuschläge verteilen, das muss man vor Ort dann vereinbaren, anders geht das nicht. Dazu kann man auch eben Tarifvereinbarungen abschließen die dann nur für die S-Bahn München z. B. gelten.
Ausgeschlossen sind derartige Zusatzleistungen nicht, denn Tarifverträge sind ja nichts anderes als Untergrenzen. Mehr geht immer.

Persönlich würde ich mir eben neben einer Ortszulage zusätzliche Firmenwohnungen wünschen, denn die ist sogar mehr Wert als die Ortszulage. Bezahlbarer, günstiger Wohnraum, das muss her und daher braucht man wieder konzerneigene Wohnungen die man günstig vermietet.
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Beitrag von JeDi »

DSG Speisewagen @ 1 May 2016, 17:39 hat geschrieben: Bei der gleichen Bezahlung geht es ja um die Bezahlung für die Tätigkeit an sich, also das Grundgehalt und das muss überall gleich sein, denn die Arbeit ist in München nicht anders als in Schweinfurt.
Ist es nicht völlig wumpe, warum man mehr Geld kriegt? Wer schaut denn auf sowas?
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DSG Speisewagen
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Beitrag von DSG Speisewagen »

JeDi @ 1 May 2016, 17:45 hat geschrieben: Ist es nicht völlig wumpe, warum man mehr Geld kriegt? Wer schaut denn auf sowas?
Die Diskussion hatten wir schon 100.000 mal und scheinbar willst du und andere das nicht verstehen.

Es ist nicht egal, denn nochmal, du kannst dem Münchner nicht mehr für die gleiche Tätigkeit bezahlen, weil die in München nicht anders ist. Du kannst ihm aber zusätzliche Zulagen zahlen um die erhöhten Lebenshaltungskosten auszugleichen. Die haben ja nichts mit der Arbeitsleistung an sich zu tun.
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Beitrag von JeDi »

DSG Speisewagen @ 1 May 2016, 17:48 hat geschrieben: Es ist nicht egal, denn nochmal, du kannst dem Münchner nicht mehr für die gleiche Tätigkeit bezahlen, weil die in München nicht anders ist. Du kannst ihm aber zusätzliche Zulagen zahlen um die erhöhten Lebenshaltungskosten auszugleichen. Die haben ja nichts mit der Arbeitsleistung an sich zu tun.
Und warum? Würdest du das einmal beantworten, müssten wir die Diskussion ja nicht führen.
tdi1970
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Beitrag von tdi1970 »

Hallöchen, ich war mal bei der S-Bahn München, hab aus persönlichen Gründen gekündigt, und wie der Zufall es will, hab ich ein neues Angebot bekommen, da wieder anzufangen, also ran ans Tele und Information eingeholt, ende von der geschichte! alles nur Dummes geschwatze! von wegen wir brauchen Leute! eine 9 Monate Ausbildung soll ich machen! mit Sicherheit nicht!
Gruß Uwe
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chris232
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Beitrag von chris232 »

Führerschein abgelaufen?
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Bayernlover
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Beitrag von Bayernlover »

JeDi @ 1 May 2016, 16:50 hat geschrieben: Und warum? Würdest du das einmal beantworten, müssten wir die Diskussion ja nicht führen.
Die Diskussion hatte ich mit ihm auch schon 80 mal. Wenn der eine 200€ mehr netto im Monat hat, ist das völlig wurst, wie sich das zusammensetzt. Nur halt beim DSG nicht.
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DSG Speisewagen
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Beitrag von DSG Speisewagen »

Bayernlover @ 1 May 2016, 18:34 hat geschrieben: Die Diskussion hatte ich mit ihm auch schon 80 mal. Wenn der eine 200€ mehr netto im Monat hat, ist das völlig wurst, wie sich das zusammensetzt. Nur halt beim DSG nicht.
Das ist nicht meine Meinung, das ist gewerkschaftspolitische Grundauffassung. Ziel ist doch dass jeder Lokführer in Deutschland für die gleiche Tätigkeit bei gleicher Berufserfahrung für die Tätigkeit das gleiche Geld bekommt.
Nur das schützt vor einem Wettbewerb auf dem Rücken der Arbeitnehmer.

Ich verstehe nicht wo das Problem ist per Tarifvereinbarung oder Betriebsvereinbarung in Hochpreisregionen dann eben eine Ortszulage zu zahlen oder dort günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Man kann dem Schweinfurter erklären dass der Münchner zusätzlich zum Gehalt für seine Arbeitsleistung eben eine Ortszulage bekommt wegen der höheren Lebenshaltungskosten, aber nicht dass der Münchner für die gleiche Arbeit mehr verdient.
Auf den ersten Blick kommt man unter dem Strich auf den gleichen Wert und der Münchner hat mehr, in Lebenshaltungskosten umgerechnet höchstens das gleiche.
Aber das Gehalt basiert eben auf der Arbeitsleistung und nicht auf irgendwelchen Lebenshaltungskosten. Das muss man mit Zulagen regeln. Das ist auch im öffentlichen Dienst so mit den Ortszulagen.

Das alles habe ich ja nicht erfunden, es geht um ein einheitliches Tarifniveau und das ist richtig so. Denn gleiche Arbeit, gleiches Gehalt, das muss die Devise bleiben. Das beißt sich nicht damit dass es Zusatzzulagen geben kann.
Ich weiß nicht was da so schwer daran zu verstehen ist und wo das Problem ist? Für den Münchner ist doch nur wichtig dass er seine Lebenshaltungskosten ausgeglichen bekommt und an welcher Stelle das an der Gehaltsabrechnung steht ist ihm doch egal.
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DSG Speisewagen
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Beitrag von DSG Speisewagen »

tdi1970 @ 1 May 2016, 17:57 hat geschrieben: Hallöchen, ich war mal bei der S-Bahn München, hab aus persönlichen Gründen gekündigt, und wie der Zufall es will, hab ich ein neues Angebot bekommen, da wieder anzufangen, also ran ans Tele und Information eingeholt, ende von der geschichte! alles nur Dummes geschwatze! von wegen wir brauchen Leute! eine 9 Monate Ausbildung soll ich machen! mit Sicherheit nicht!
Gruß Uwe
Wenn deine Berechtigung abgelaufen ist musst du sie neu erwerben, das ist einfach so. Wenn du die 100 Stunden im Jahr nicht gemacht hast ist das doch dein Problem. Da kommst du eben um eine Funktionsausbildung/Umschulung nicht drum rum.

Deine Einstellung zeigt ja dass du eh kein Eisenbahner mit Herzblut bist, da kann man gut darauf verzichten. Wem wirklich was an der Eisenbahn liegt, der lässt sich von so etwas nicht aufhalten.
Und wer es nur als "Job" sieht kann auch gerne was anderes machen. Viel Spaß...
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Beitrag von Bayernlover »

Bei der IG Metall gibt's für jedes Bundesland ne eigene Tabelle, da neidet auch niemand herum. Die Logik ist einfach sinnlos, denn meine Rechnungen bezahle ich immer noch mit Geld und nicht mit nem Zettel wo "Ortszulage" draufsteht.

Aber mit irgendwas muss man sich ja beschäftigen.
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DSG Speisewagen
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Beitrag von DSG Speisewagen »

Die Eisenbahn ist nicht die Metallbranche und da gibt es keinen derartigen Wettbewerb, der sieht anders aus und nicht so dass Firma XY seine Halle nach 10 Jahren an Firma ABC abtreten muss und die komplett neue Mitarbeiter mitbringt, also quasi die Arbeit weiter da ist, nur die Leute ausgetauscht werden um Geld zu sparen und sich das am Ende noch vom Staat finanzieren zu lassen als Geschenk.

Würde es überall andere Niveaus geben, was meinst du was passiert? Man bewirbt sich auf Ausschreibungen mit der Tochter die das günstigste Niveau hat, denn da interessiert doch nicht ob der Arbeitnehmer von dem Geld gut leben kann.

Ich verstehe auch nicht was du mit deinem Text ausdrücken willst? Rechnungen zahlst du mit Geld und da kann dir doch egal sein ob das komplett aus dem Gehalt für die Arbeitstätigkeit kommt oder ein Teil davon durch die Ortszulage.
Ihr versteht scheinbar den Hintergedanken des Wettbewerbs im Schienenverkehr nicht. Da wird jeder Vorteil, gerade zu Lasten der Arbeitnehmer, eiskalt ausgenutzt, da die EVU bei Ausschreibungen oft nur knapp auseinanderliegen.

Mit unterschiedlichen Tarifniveaus gewinnt i. d. R. der Billigheimer. Das kann keiner ernsthaft hier wollen.
Wo ist also das Problem eine Ortszulage zu zahlen oder günstige Wohnungen zu stellen? Entscheidend ist doch was Netto rauskommt und nicht wie sich das dann aufteilt.
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Beitrag von Mark8031 »

Eine Frage an die Erbsenzähler. Wie wirkt sich das rein betragsmässig aus auf dem Lohnzettel als Brutto- und Nettobetrag, wenn ich einen Einheitstarifvertrag habe mit 10% Ortszuschlag oder einen Tarifvertrag, der in einer ortsabhängigen Entgelttabelle um 10% höher liegt. Gar nicht? Dachte ich mir.
Diese Menschen, die in einem Eisenbahnforum pro Auto argumentieren und in ihrer Kleinsichtigkeit ständig für das Auto Werbung machen, finde ich hier schon etwas deplaziert.
Frisca
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Beitrag von Frisca »

Der Begriff "Zulage" legt halt nahe, dass eine Abhängigkeit von den geleisteten Arbeitsstunden, den geleisteten Schichten, der Fahrtätigkeit, oder einer Kombination daraus bestehen könnte. Was wiederum heißt: wer Urlaub hat, geht leer aus, wer krank ist, geht leer aus, und im Zweifelsfall geht auch leer aus, wer im Fortbildungsunterricht sitzt.

Was ich nicht ganz verstehe: warum sollte bei einem variablen Grundentgelt der Billigheimer die Ausschreibung gewinnen, aber bei einer Ortszulage nicht der Anbieter mit der niedrigsten (oder keiner) Ortszulage? Zumal letztere ja in einer Betriebsvereinbarung geregelt sein soll, ersteres jedoch sinnvollerweise direkt im Tarifvertrag?
Martin H.
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Beitrag von Martin H. »

Man könnte so rechnen, pro Woche in der man Dienststelle X zugeteilt ist, unabhängig von Tätigkeit, Untätigkeit etc.
JeDi
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Beitrag von JeDi »

DSG Speisewagen @ 2 May 2016, 19:04 hat geschrieben: Würde es überall andere Niveaus geben, was meinst du was passiert? Man bewirbt sich auf Ausschreibungen mit der Tochter die das günstigste Niveau hat, denn da interessiert doch nicht ob der Arbeitnehmer von dem Geld gut leben kann.
Wie soll das gehen? Das einzige was möglicherweise passiert, ist die Verlagerung von Schichten z.B. von Berlin ins Land Brandenburg. Die Gefahr hast du aber bei wie auch immer gearteter unterschiedlicher Bezahlung nach Wohn- oder Einsatzort.
Ich verstehe auch nicht was du mit deinem Text ausdrücken willst? Rechnungen zahlst du mit Geld und da kann dir doch egal sein ob das komplett aus dem Gehalt für die Arbeitstätigkeit kommt oder ein Teil davon durch die Ortszulage.
Ihr versteht scheinbar den Hintergedanken des Wettbewerbs im Schienenverkehr nicht. Da wird jeder Vorteil, gerade zu Lasten der Arbeitnehmer, eiskalt ausgenutzt, da die EVU bei Ausschreibungen oft nur knapp auseinanderliegen.
Wieso ist es denn jetzt zulasten des Arbeitnehmers, wenn die Zulage für Baden-Württemberg statt Sachsen gleich im Tarifvertrag feststeht, statt in irgendwelchen windigen Betriebsvereinbarungen vielleicht irgendwann mal geregelt zu werden?
JeDi
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Beitrag von JeDi »

Kunde unerwünscht @ 2 May 2016, 20:34 hat geschrieben: Eine Frage an die Erbsenzähler. Wie wirkt sich das rein betragsmässig aus auf dem Lohnzettel als Brutto- und Nettobetrag, wenn ich einen Einheitstarifvertrag habe mit 10% Ortszuschlag oder einen Tarifvertrag, der in einer ortsabhängigen Entgelttabelle um 10% höher liegt. Gar nicht? Dachte ich mir.
Richtig. Das ist nur Prinzipienreiterei von Leuten, die dank Herkunft aus "billigen" Teilen Deutschlands massiv davon profitieren, dass es einen bundesweit einheitlichen Tarif gibt.

Ich persönlich bin der Überzeugung, dass man für die selbe Arbeit nicht überall das selbe Geld, sondern überall den selben Lebensstandard erreichen sollte. Ansonsten müsste ein Fahrdienstleiter in Moldova oder im Kosovo ja das selbe Gehalt kriegen, wie sein Kollege in Norwegen. Merkt jemand den Fehler?
Cloakmaster
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Beitrag von Cloakmaster »

Nur wird man dden gleichen Lebenssstandard nicht einmal in einem letztlich nicht sooo arg großen Land wie Deutschland schaffen, wo es teil recht krasse Unterschiede zwischen Nord und Süd gibt - von Ost gar nicht erst angefangen. Wie soll das dann europaweit funktionieren?

Vermutlich scheitert es schon an einer gemeinsamen Definition eines "gleichen" Lebensstandard.
ropix
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Beitrag von ropix »

Und dann wäre es ja wirklich eine Katastrophe nur Europa zu betrachten - schau mal in den Rest der Welt...
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DSG Speisewagen
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Beitrag von DSG Speisewagen »

JeDi @ 2 May 2016, 23:09 hat geschrieben: Wieso ist es denn jetzt zulasten des Arbeitnehmers, wenn die Zulage für Baden-Württemberg statt Sachsen gleich im Tarifvertrag feststeht, statt in irgendwelchen windigen Betriebsvereinbarungen vielleicht irgendwann mal geregelt zu werden?
Sie muss ja nicht in einer Betriebsvereinbarung stehen, die man in so einem Fall nur abschließen kann wenn sie eine Nachwirkung hat, sondern es gibt ja auch Tarifvereinbarungen die man zusätzlich abschließen kann.
Natürlich kann das in einen Haustarif, habe auch nichts anderes behauptet. Aber in den Haustarif und nicht in den Teil der bundesweit gleich ist.
JeDi hat geschrieben: Das ist nur Prinzipienreiterei von Leuten, die dank Herkunft aus "billigen" Teilen Deutschlands massiv davon profitieren, dass es einen bundesweit einheitlichen Tarif gibt.
Du willst einfach nicht verstehen dass nach Arbeitsleistung bezahlt wird und die Lebenshaltungskosten für das Gehalt grundsätzlich nicht relevant sind. In einem Arbeitnehmermarkt erhöht sich der Druck hier was draufzulegen oder günstige Wohnungen zu stellen um das abzumildern.
Du kannst auch nicht mit anderen Ländern vergleichen, wo Eisenbahner (so gut wie überall in Europa) übrigens gemessen am Durchschnittseinkommen des Landes deutlich mehr verdienen als in Deutschland.

Du kannst dem Schweinfurter oder dem Rostocker doch nicht für die gleiche Arbeitsleistung weniger zahlen, das wäre eine Ungleichbehandlung! Außerdem ist das dann eine Neiddiskussion, denn nicht die Leute in günstigen Regionen brauchen weniger, sondern die in Hochpreisgebieten mehr, aber als Zulage.
Man kann die gleiche Arbeit nicht unterschiedlich bezahlen, denn der Rostocker oder Schweinfurter kann doch nichts dafür dass die Lebenshaltung geringer ist. Das ist eben glücklicher Umstand.

Dem Münchner an sich ist es egal ob was auf dem Zettel steht. Ihm ist wichtig dass er Netto einen Ausgleich für die Lebenshaltung hat oder eben eine günstige Firmenwohnung.

Ohne einen einheitlichen Standard wie Bundesrahmentarif oder Branchentarif wäre dem Dumping Tür und Tor geöffnet. Jeder weiß dass es vorher eine Spirale nach unten war und ein Wettbewerb über den Lohn geführt wurde. Wenn alle den gleichen Standard haben, dann kann keine Ausschreibung über Lohndumping gewonnen werden.
Wer in München oder anderen Städten Leute finden will, der wird zwangsweise ein Interesse haben müssen hier mehr zu bieten und das kann man in Haustarifverträgen gut lösen.
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Weltreisender
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Beitrag von Weltreisender »

Also ich bin froh, dass der S-Bahn-Kelch an mir bisher vorbeigegangen ist. Bevor ich mir das antue, da kündige ich lieber oder gehe zurück in die Werkstatt.
Es soll ja Leute geben, für das durchaus die Erfüllung ist, wahrscheinlich, weil sie es nicht anderst kennen. Für mich ist es dagegen einfach nur extrem nervtötende, stressige, aber trotzdem eintönige Fliessbandarbeit rund um die Uhr. Und dafür ist der Job einfach viel zu schlecht bezahlt! Und das ich mit dieser Meinung wohl lange nicht allein dastehe, beweist die extreme Fluktuation bei den grossen S-Bahn-Netzen Deutschlands, egal ob in München, Frankfurt, Hamburg oder Berlin. Wenn man nicht gerade einer dieser wenigen "auserwählten S-Bahnjünger" ist, sucht man als Tf in der Regel so schnell wie möglich das Weite!

Dazu kommt ja noch die Wohnraumlage in München. Da kann man sich als Tf gleich zu den Hartzern dazugesellen und braucht sich nicht Tag und Nacht auf der S-Bahn abzurackern.

Und das mit der "Resterampe" ist garnicht mal so abwegig! Denn was passiert denn, wenn bundesweit irgendwo bei der DB Tf-Arbeitsplätze wegfallen? Richtig, die freiwerdenden Tfs versucht man mit aller Macht zu den "S-Bahn-Fässern ohne Boden" umzuleiten, bevorzugt München und Frankfurt. Dazu kommen solche hinterfotzigen DB-internen Absprachen, dass von den S-Bahnen keine Leute in andere DB-Bereiche übernommen werden dürfen usw. Da müssen S-Bahn-Tfs erst den Umweg über Privatbahnen gehen, damit sie dann bei anderen DB-Gesellschaften wieder anfangen können.

Sorry Jungs, so ist halt meine persönliche Meinung zum Thema S-Bahn-Tf. Da muss man wohl für geboren sein. Ich bin es definitiv nicht! :ph34r:
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