JeDi @ 2 May 2016, 23:09 hat geschrieben: Wieso ist es denn jetzt zulasten des Arbeitnehmers, wenn die Zulage für Baden-Württemberg statt Sachsen gleich im Tarifvertrag feststeht, statt in irgendwelchen windigen Betriebsvereinbarungen vielleicht irgendwann mal geregelt zu werden?
Sie muss ja nicht in einer Betriebsvereinbarung stehen, die man in so einem Fall nur abschließen kann wenn sie eine Nachwirkung hat, sondern es gibt ja auch Tarifvereinbarungen die man zusätzlich abschließen kann.
Natürlich kann das in einen Haustarif, habe auch nichts anderes behauptet. Aber in den Haustarif und nicht in den Teil der bundesweit gleich ist.
JeDi hat geschrieben:
Das ist nur Prinzipienreiterei von Leuten, die dank Herkunft aus "billigen" Teilen Deutschlands massiv davon profitieren, dass es einen bundesweit einheitlichen Tarif gibt.
Du willst einfach nicht verstehen dass nach Arbeitsleistung bezahlt wird und die Lebenshaltungskosten für das Gehalt grundsätzlich nicht relevant sind. In einem Arbeitnehmermarkt erhöht sich der Druck hier was draufzulegen oder günstige Wohnungen zu stellen um das abzumildern.
Du kannst auch nicht mit anderen Ländern vergleichen, wo Eisenbahner (so gut wie überall in Europa) übrigens gemessen am Durchschnittseinkommen des Landes deutlich mehr verdienen als in Deutschland.
Du kannst dem Schweinfurter oder dem Rostocker doch nicht für die gleiche Arbeitsleistung weniger zahlen, das wäre eine Ungleichbehandlung! Außerdem ist das dann eine Neiddiskussion, denn nicht die Leute in günstigen Regionen brauchen weniger, sondern die in Hochpreisgebieten mehr, aber als Zulage.
Man kann die gleiche Arbeit nicht unterschiedlich bezahlen, denn der Rostocker oder Schweinfurter kann doch nichts dafür dass die Lebenshaltung geringer ist. Das ist eben glücklicher Umstand.
Dem Münchner an sich ist es egal ob was auf dem Zettel steht. Ihm ist wichtig dass er Netto einen Ausgleich für die Lebenshaltung hat oder eben eine günstige Firmenwohnung.
Ohne einen einheitlichen Standard wie Bundesrahmentarif oder Branchentarif wäre dem Dumping Tür und Tor geöffnet. Jeder weiß dass es vorher eine Spirale nach unten war und ein Wettbewerb über den Lohn geführt wurde. Wenn alle den gleichen Standard haben, dann kann keine Ausschreibung über Lohndumping gewonnen werden.
Wer in München oder anderen Städten Leute finden will, der wird zwangsweise ein Interesse haben müssen hier mehr zu bieten und das kann man in Haustarifverträgen gut lösen.