Flut an Wahlkampfwerbung

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4002
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Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von 4002 »

Was ist mittlerweile in München los.
Möchte man die Bürger ernsthaft ein Jahr lang mit Wahlplakaten belästigen.

Seit letztem Jahr mit ,,Oster Fest" geht es im Takt weiter mit dem
Telefonsprechstunde mit
Maibaumfest
Bergmatsch mit xy
Sommerfest
Reparier dein Radl mit xy
Lagerfeuer zum Ende der Sommerferien
Ordnungshüter für München o-o
Herbstfest
Handeln statt warten, lebendrettenden Sofortmaßnahmen mit xy
Herbstgrillen
Nun Frohe Weihnachten und guten Rutsch.

Seit letztem Jahr März ist die Stadt zugepflastert mit irgendwelchen Plakaten.

Des kann es doch nicht sein.

Ist der Verzweiflung mittlerweile so groß?

Die Wahrscheinlichkeit euch zu wählen wird nicht größer, wenn man die Bürger endlos belästigt.
andreas
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von andreas »

fällt mir nicht so auf.
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Jean
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von Jean »

andreas hat geschrieben: 02 Jan 2026, 19:07 fällt mir nicht so auf.
Doch, es gibt Orte da sind die Plakate immer...zum Beispiel and der Messestadt...da stehen immer Plakate rum...das ganze Jahr...SPD und Grüne...
Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Fahrradwege auf Kosten des ÖPNV braucht keiner!
TheBaxhers
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von TheBaxhers »

4002 hat geschrieben: 02 Jan 2026, 17:45 Was ist mittlerweile in München los.
Möchte man die Bürger ernsthaft ein Jahr lang mit Wahlplakaten belästigen.

Seit letztem Jahr mit ,,Oster Fest" geht es im Takt weiter mit dem
[....]

Seit letztem Jahr März ist die Stadt zugepflastert mit irgendwelchen Plakaten.
"Normale" Plakatständer werden nicht angemeldet, sondern (unter Einhaltung bestimmter Regeln) einfach aufgestellt. First come, first served. Das heißt die besten Plätze (Frequentierte Orte/Straßen) sind sehr beliebt und werden immer früher "besetzt".

In München darf man aber max. 3 Monate vor einer Wahl plakatieren. Für konkrete Veranstaltungen darf man aber unabhängig davon immer plakatieren.
Darum "reservieren" sich die Parteien mittlerweile die besten Plätze bereits schon mehrere Monate vor der Wahl, müssen aber eben immer mit einer aktuellen Veranstaltung beklebt sein.
Dieses Mal wurden wohl die Plakatständer von der Bundestagswahl teilweise stehen gelassen, um direkt für die Kommunalwahl zu reservieren.

Kann man jetzt davon halten, was man will. Aber das ist der Grund dafür, warum Werbung für recht nebensächliche Themen auf Plakaten gemacht wird (bzw. werden muss).
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von TheBaxhers »

Jean hat geschrieben: 02 Jan 2026, 20:09
andreas hat geschrieben: 02 Jan 2026, 19:07 fällt mir nicht so auf.
Doch, es gibt Orte da sind die Plakate immer...zum Beispiel and der Messestadt...da stehen immer Plakate rum...das ganze Jahr...SPD und Grüne...
Genau, nur SPD und Grüne. Sonst niemand. Nur der Feind.
Oh man, wie verblendet kann man schon sein. Kannst gleich einen Club mit Lazarus aufmachen :roll:
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Jean
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von Jean »

TheBaxhers hat geschrieben: 02 Jan 2026, 20:12 Genau, nur SPD und Grüne. Sonst niemand. Nur der Feind.
Oh man, wie verblendet kann man schon sein. Kannst gleich einen Club mit Lazarus aufmachen :roll:
Soll ich etwa lügen und sagen die CSU hat es auch gemacht obwohl es gar nicht stimmt? Ich kann dir sogar sagen wo genau die zwei Plakate sind...
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von 4002 »

Die CSU findet man auch in der ganzen Stadt.
Wobei da selten eine aktuelle Veranstaltung zu sehen ist.

FDP hat vglw. spät angefangen

SPD, Grüne, Linke und ÖDP sieht man schon ewig.

Die AFD hat erst kürzlich aufgestellt, genau 3 Monate vor der Wahl.

Volt und Rosa Liste etwas zu früh.

Sowas stört mich auch nicht, wenn die Plakate 2 Wochen vorher stehen. Seis drum, aber ein ganzes Jahr?
Da will mir jemand was über Sichtachsen, Denkmalschutz&Co erzählen, aber der Müll verschandelt die Stadt viel schlimmer.

Amüsant finde ich die Grünen.

Bezahlbare Miete statt Rendite

Mehr Wohnen, weniger Wucher

Und dann

Mehr Bäume statt Beton.

Ehm ja, wie soll der Wohnraum bezahlbarer werden, wenn man nicht mehr davon baut? :lol:
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von Rohrbacher »

4002 hat geschrieben: 02 Jan 2026, 20:25 Ehm ja, wie soll der Wohnraum bezahlbarer werden, wenn man nicht mehr davon baut? :lol:
Indem in "der Stadt" nicht mehr über 50 % der Wohnungen von Einzelpersonen bewohnt werden. Sich über die Platzverschwendung durch Autos im Straßenraum aufregen ist ja fast schon Mainstream, aber die enorme Verschwendung von Wohnraum, weil vor allem in der Stadt heute "jeder" alleine wohnt, komischerweise nicht. In die Stadt München haben in den 70ern auf viel weniger Platz schonmal fast genauso viele Leute gepasst. Wie ging das wohl? ;-)
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von 4002 »

Wie willst du die Leute dazu bringen?
Dieses gesellschaftliche Phänomen werden die Grünen München nicht lösen können.

Zwang?
Förderung von sozialem Wohnraum zurückfahren, damit die Leut gezwungen sind in einer WG zu wohnen oder wegzuziehen?


Klingt alles nicht nach Grüne München.


Enteignen? Woher das Geld dafür nehmen? Sowas geschieht immer gegen Wertausgleich und damit hätten wir den Immobilienriesen noch mehr Geld beschert.

Wir privatisieren also kommunalen Wohnraum.
Zahlen dann mehr dafür, da die Gesellschaften etwas verdienen wollen und zahlen dann noch mehr dafür, um es uns wieder zurückzuholen.
Vereinfacht bauen klingt mir da nach der günstigeren Lösung, die realistisch die Preise auch senken wird.

Hat nur die Stadt auch kein reelles Interesse dran, dann sinkt der Buchwert dessen, was der Stadt gehört. Kreditwürdigkeit? Genau!
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von Willibaldplatz »

Rohrbacher hat geschrieben: 02 Jan 2026, 21:18
4002 hat geschrieben: 02 Jan 2026, 20:25 Ehm ja, wie soll der Wohnraum bezahlbarer werden, wenn man nicht mehr davon baut? :lol:
Indem in "der Stadt" nicht mehr über 50 % der Wohnungen von Einzelpersonen bewohnt werden. Sich über die Platzverschwendung durch Autos im Straßenraum aufregen ist ja fast schon Mainstream, aber die enorme Verschwendung von Wohnraum, weil vor allem in der Stadt heute "jeder" alleine wohnt, komischerweise nicht. In die Stadt München haben in den 70ern auf viel weniger Platz schonmal fast genauso viele Leute gepasst. Wie ging das wohl? ;-)
Ja klar, früher haben sich Alleinstehende halt auch keine eigene Wohnung "angemaßt", sondern stattdessen im Ledigenheim gelebt, als "Zimmerherr" oder als Haushälterin in größeren Haushalten, oder am besten gleich im Kloster. Dass dem inzwischen nicht mehr so ist, kann man als Stockkonservativer für die Wurzel allen Wohnraumknappheitübels halten. Alle anderen sind aber vmtl. heilfroh drüber, selbst entscheiden zu dürfen, ob sie alleine oder mit anderen Menschen in einer Wohnung leben.
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von Rohrbacher »

Willibaldplatz hat geschrieben: 02 Jan 2026, 23:33
Rohrbacher hat geschrieben: 02 Jan 2026, 21:18
4002 hat geschrieben: 02 Jan 2026, 20:25 Ehm ja, wie soll der Wohnraum bezahlbarer werden, wenn man nicht mehr davon baut? :lol:
Indem in "der Stadt" nicht mehr über 50 % der Wohnungen von Einzelpersonen bewohnt werden. Sich über die Platzverschwendung durch Autos im Straßenraum aufregen ist ja fast schon Mainstream, aber die enorme Verschwendung von Wohnraum, weil vor allem in der Stadt heute "jeder" alleine wohnt, komischerweise nicht. In die Stadt München haben in den 70ern auf viel weniger Platz schonmal fast genauso viele Leute gepasst. Wie ging das wohl? ;-)
Ja klar, früher haben sich Alleinstehende halt auch keine eigene Wohnung "angemaßt", sondern stattdessen im Ledigenheim gelebt, als "Zimmerherr" oder als Haushälterin in größeren Haushalten, oder am besten gleich im Kloster. Dass dem inzwischen nicht mehr so ist, kann man als Stockkonservativer für die Wurzel allen Wohnraumknappheitübels halten. Alle anderen sind aber vmtl. heilfroh drüber, selbst entscheiden zu dürfen, ob sie alleine oder mit anderen Menschen in einer Wohnung leben.
Das mag sein. Der Mensch, der mit dem SUV durch München fahren und parken will, wird sich auch darauf berufen, das zum Glück selbst entscheiden zu dürfen. Nur ändert aber nichts daran, dass die Quote an Singlehaushalten, rechnet man Sondereffekte wie die Studenten mal raus, dennoch höher liegt als in anderen Regionen und der einzelne durch die Vereinzelung, aber auch durch die im Vergleich zu 1970 immer größeren Wohnungen, die immer mehr Platz benötigen. Wenn das mit gesellschaftlichem Wandel und höheren Lebensstandards zu tun hat (nicht bei denen oder denen), dann muss man so ehrlich sein und sagen, dass auch der gesellschaftliche Wandel und dieser Lebensstandard kausal mit dem Problem zu tun hat. Genauso wie bei der Frage, ob die Parkplätze zu klein und zu wenig sind oder nur die Autos heutzutage zu groß und zu viele.

Die Leute, die früher in irgendeinem Heim oder zur Untermiete gewohnt haben, tun das heute meistens auch noch, es heißt nur ggf. anders. Aber es ist schon erstaunlich wie viele de facto Paare in München dauerhaft getrennte Wohnungen und damit "mehr Freiraum" haben. Die Quote der Ein-Personen-Haushalte von über 50 % dürfte um einiges höher sein als die tatsächliche Singlequote.

Wegen solcher regulatorisch kaum wegzukriegender Rebound-Effekte wird das Problem nicht durch mehr Beton zu lösen sein, egal ob die einen immer mehr Straßen und die anderen immer mehr Häuser bauen wollen. "Lustigerweise" führt beides zu mehr Verkehr.
4002 hat geschrieben: 02 Jan 2026, 21:28 Vereinfacht bauen klingt mir da nach der günstigeren Lösung, die realistisch die Preise auch senken wird.
Das wird nicht passieren. Wie gesagt, das ist in sehr gefragten Städten so wie wie mit den Straßen. Immer mehr Straßen führt nur zu immer mehr Verkehr. Wird München egal wie "erschwinglicher", dann wollen mehr Leute dort hin, also wird München nach den Gesetzen des Marktes doch nicht erwinglicher. Hier im erweiterten Speckgürtel haben wir Ortschaften in den letzten 50 Jahren vom Wohnraum her verdoppelt und verdreifacht, alle wollen sie ihre sauren Wiesen vergolden. Der Quadratmeter kostet trotzdem "inflationsbereinigt" doppelt oder dreifach so viel.
Zuletzt geändert von Rohrbacher am 03 Jan 2026, 00:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von TramBahnFreak »

4002 hat geschrieben: 02 Jan 2026, 20:25Ehm ja, wie soll der Wohnraum bezahlbarer werden, wenn man nicht mehr davon baut?
Indem man in die Höhe baut.
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von 4002 »

Nur zu, immer her damit.

Sowas möchte man in München jedoch auch nicht.
Abgesehen von den baurechtlichen Hürden.
Wäre super und würde durch die Dichte einen Schnellbahnanschluss sehr schnell rechtfertigen.

Siehe Neuperlach Süd, da hat man für wenige Jahre eine Tram gebaut, um gleich eine U-Bahn hinzubauen, welche sehr schnell einen 5er Takt bekommen hat.
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von aengelke »

Rohrbacher hat geschrieben: 03 Jan 2026, 00:40 Nur ändert aber nichts daran, dass die Quote an Singlehaushalten, rechnet man Sondereffekte wie die Studenten mal raus, dennoch höher liegt als in anderen Regionen
Hast du dafür eine Quelle? In den Daten vom StMWi Einwohner je Wohnung 2023 gibt es zwar einen zeitlichen Trend, aber zw. der Regionen München (2.0), Regensburg (2.0), Nürnberg (1.9) und "ländlicher Raum" (2.1) scheinen mir die Unterschiede nur marginal zu sein.
Rohrbacher hat geschrieben: 03 Jan 2026, 00:40 und der einzelne durch die Vereinzelung, aber auch durch die im Vergleich zu 1970 immer größeren Wohnungen, die immer mehr Platz benötigen.
In Zahlen: Region München Wohnfläche je Einwohner 1990 36.3, 2023 43.8 (vgl. ganz Bayern 37.4, 49.1).
4002 hat geschrieben: 02 Jan 2026, 21:28 Vereinfacht bauen klingt mir da nach der günstigeren Lösung, die realistisch die Preise auch senken wird.
Laut Statistischem Amt München ist die Zahl der Wohnungen in der Stadt von 2004 bis 2024 um 18% gestiegen. Nach deiner Logik müssten die Preise also folglich gesunken sein, was bekanntlich nicht passiert ist. Und wenn ich dann höre, dass manche Leute im Münchner Umland(!) inzwischen für ein WG-Zimmer mehr als 800€(!) zahlen... Ich sehe das wie Rohrbacher: mehr Wohnungen bauen ist wie mehr Fahrspuren bauen – es macht die Situation noch schlimmer. Aus meiner Sicht muss man sich eingestehen, dass die freie Marktwirtschaft in diesem Fall nicht im Interesse der Menschen vor Ort agiert.

Eine andere Frage, die mMn. zu stellen ist: Warum wollen so viele Menschen in die Region München und wie könnte man diese Zahl reduzieren? Ich würde mal annehmen (ohne Quelle), dass nicht wenige wg. ihres Arbeitsplatzes hierher ziehen (zumal die Zahl der gut bezahlen Arbeitskräfte weiter wächst, z.B. Google, Apple, BMW). Aber eine Stadt München würde natürlich niemals Anreize an Unternehmen setzen, in andere Regionen zu gehen...
Jean hat geschrieben: 02 Jan 2026, 20:18 Soll ich etwa lügen und sagen die CSU hat es auch gemacht obwohl es gar nicht stimmt? Ich kann dir sogar sagen wo genau die zwei Plakate sind...
Falsches Stadtviertel? Bei mir in der Gegend hängen vmtl. mehr CSU-Plakate als von den anderen Parteien zusammen...
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von Rohrbacher »

aengelke hat geschrieben: 03 Jan 2026, 11:05
Rohrbacher hat geschrieben: 03 Jan 2026, 00:40 Nur ändert aber nichts daran, dass die Quote an Singlehaushalten, rechnet man Sondereffekte wie die Studenten mal raus, dennoch höher liegt als in anderen Regionen
Hast du dafür eine Quelle? In den Daten vom StMWi Einwohner je Wohnung 2023 gibt es zwar einen zeitlichen Trend, aber zw. der Regionen München (2.0), Regensburg (2.0), Nürnberg (1.9) und "ländlicher Raum" (2.1) scheinen mir die Unterschiede nur marginal zu sein.
Jein. Das wäre allerdings auch gar nicht so einfach. Der Durchschnitt sagt ja nichts darüber aus, dass es im ländlichen Raum z.B. mehr Leerstand gibt oder quasi ausschließlich in der Stadt sowas wie WGs. In München gibt's viele 2-Zimmer-Wohnungen, wo ganze Familien mit sich selbst Tetris spielen, während man nicht vergessen darf, dass es in München halt doch viele gibt, die sich den ganzen Wahnsinn leisten können. Ich will nur sagen, es ist vor allem ein Verteilungsproblem. Einerseits zwischen arm und reich, vor allem auch armen Familien und reichen Singles innerhalb der Stadt, andererseits zwischen "jeder will/muss nach München" und der 2-Zimmer-Wohnung in Hof in Oberfranken für 250 Euro Kaltmiete, die ich gestern bei der Recherche für den Betrag gefunden hatte. In München bauen bringt nichts, wenn von außen mehr Siedlungsdruck (und Investitionsbereitschaft!) ist als man bauen kann. Das haben viele Umlandgemeinden, wie gesagt, schon lange begriffen.

Die Politik muss andere Regionen ernsthaft attraktiver machen und die Bodenspekulation irgendwie bremsen. Bei ersterem würde es schon helfen, wenn man es nicht als ganz normal erachten würde, dass man in München mit den Milliarden für Stamm2 das Problem de facto sogar noch verschärft, während man bei oft vergleichsweise günstigen Bahnstreckenreaktivierungen am 1.000er-Kriterium festhält oder heutztage kommunalen ÖPNV weiterhin als freiwillige Leistung nach Kassenlage wurschtelt und immer mehr Schwimmbäder, Krankenhäuser, Gasthäuser und andere Infrastruktur schließen muss ...

Und wie wär's mal mit Olympia in Nürnberg?
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von 4002 »

Das Problem mit der induzierten Nachfrage besteht nur so lang, wie es mehr Nachfrage als Angebot gibt.

Eine Sechspurige Autobahn durch die Mecklenburger Pampa wird nicht magisch voll und stauträchtig, da man sie dort einfach ins Nichts hinsetzt.


Mit der Aussage, dass in München mehr Bedarf besteht als überhaupt gebaut werden kann hast du Recht, hat jedoch auch etwas damit zu tun, dass auf Jahrzehnte zu wenig gebaut wurde.

Natürlich ist die Lösung, das Problem zu verteilen. Nur ernsthaft Interesse hat niemand daran.
Die Münchner Stadtpolitik schon gar nicht, die bayrische Landesregierung auch nicht so recht, ist schließlich als Landeshauptstadt deren Aushängeschild und Berlin beschäftigt sich mit diesen Themen nicht.
Also müssen andere Lösungen her, statt es auszusitzen.


Das teuerste ist, bis die erste Etage steht, es macht kostentechnisch Sinn, mehr Etagen draufzusetzen. Stattdessen sind es in Freiham alles mehr oder weniger Flachbauten. Mal abgesehen vom dem was ums ZAM herumsteht.

Natürlich werden die Brandschutzrichtlinien erheblich strenger, sobald man höher baut als die höchste Drehleiter der örtlichen Feuerwache. Ältere Gebäude, wie in Neuperlach Süd, mussten diese nicht erfüllen.

Wenn man jedoch viel höher baut, gelten die gleichen Vorschriften, da egalisieren sich die Kosten wieder.

Dazu bringt eine hohe Dichte den Vorteil, dass ein leistungsfähiger ÖPNV erheblich schneller tragfähig ist.
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von Rohrbacher »

4002 hat geschrieben: 03 Jan 2026, 14:37 Also müssen andere Lösungen her, statt es auszusitzen.
Ohne die großen Rahmenbedingungen anzupacken, was nicht in der Hand der Stadt München liegt, wird nur auch bei der nächsten und übernächsten Wahl keine Lösung geben. Bauen, bauen, bauen ist weder bei Münchner Wohnungen eine noch bei Straßen. Jede durch viel Neubau induzierte Reduzierung des Marktpreises wird sofort die Nachfrage auch wieder erhöhen, solange viele "in München" wohnen wollen.
4002 hat geschrieben: 03 Jan 2026, 14:37 Das teuerste ist, bis die erste Etage steht, es macht kostentechnisch Sinn, mehr Etagen draufzusetzen. Stattdessen sind es in Freiham alles mehr oder weniger Flachbauten.
Nein. Der Untergrund und die unteren Stockwerke müssen die oberen tragen können, du brauchst Wasserdruck, ab einer gewissen Höhe breitere Treppenhäuser, Aufzüge, teurere Haustechnik. Größere Gebäude und hohe Dichten verkaufen/vermieten sich auch in München schlechter, sodass irgendwann Aufwand und Ertrag im Sinne der Investoren nicht mehr stimmt. Dass Neubauten in München so aussehen wie sie aussehen, dürfte damit zu tun haben, dass sie am Markt sehr gut funktionieren.
4002 hat geschrieben: 03 Jan 2026, 14:37Wenn man jedoch viel höher baut, gelten die gleichen Vorschriften, da egalisieren sich die Kosten wieder.
Nicht wirklich.
4002 hat geschrieben: 03 Jan 2026, 14:37Dazu bringt eine hohe Dichte den Vorteil, dass ein leistungsfähiger ÖPNV erheblich schneller tragfähig ist.
Du musst aber z.B. auch bei Wasser, Strom, Kommunikation, Straßenverkehr etc. die Dichte herbringen und zahlungskräftige Leute haben, die diese Dichte wollen. Und dann sind wir wieder beim Markt, warum solche Häuser wie's Arabella am Markt seit den 70ern nicht mehr wirklich durchsetzen. Auch in anderen Städten oder Vororten, wo man zu anderen Zeiten ja durchaus hoch gebaut hat, ist das ja heute eher aus der Mode und auch nur deswegen relativ billig! Neubauten in Freising um 1970 und um 2010.
4002 hat geschrieben: 03 Jan 2026, 14:37 Mit der Aussage, dass in München mehr Bedarf besteht als überhaupt gebaut werden kann hast du Recht, hat jedoch auch etwas damit zu tun, dass auf Jahrzehnte zu wenig gebaut wurde.
Nach Olympia war die Einwohnerzahl Münchens bis 2000 rückläufig: Wikipedia. Warum hätte man da bauen sollen? Nimmt man zudem an, solche Entwicklungen und Reaktionen darauf sind recht träge, dann hat man vielleicht ab 2010 nennenswert was verpennt. "Jahrzehnte" ist übertrieben. Weil aber Gebäude sich über Jahrzehnte finanzieren müssen, muss ich als Stadt oder Investor auch ein bisschen damit rechnen, dass die Münchner Wachstumsraten ein bisschen was auch mit einem ggf. "kurzfristigen" Hype zu tun haben könnten. Und aus der Sicht der Investoren ist das Verknappen in solchen Hype-Gegenden auch gewollt, weil man ja mit einer Wohnung viel mehr verdienen kann. Der Bau an sich kostet ja in München nicht nennenswert mehr als in Hof. Der Unterschied ist nur der Grund. Und der ist in und um München gerade völlig überbewertet, weswegen es paradoxerweise gar nicht so lukrativ ist in München zu bauen, man könnte ja der Depp sein, dass überteuerte Land am Vorabend der platzende Blase kauft und wenn in drei Jahren die Bude steht, ist die ganze Kalkulation im Eimer. Das ist viel zu heiß. Mit Bestandsimmobilien oder zur Not auch mal offenen Baugruben zu spekulieren ist daher viel interessanter. Kaufen, ausnehmen oder/und Wertsteigerung mitnehmen, verkaufen geht damit in viel kleineren Zeiträumen mit weniger Risiko.

Mal ganz abgesehen vom Corona-Einbruch 2020-22 und der Zinsproblematik 2022-24, was allgemein dem Baugewerbe nicht so zuträglich war, nicht nur, aber wegen der Marktüberhitzung ganz besonders in Lagen wie München.
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von Entenfang »

Rohrbacher hat geschrieben: 03 Jan 2026, 00:40 Die Leute, die früher in irgendeinem Heim oder zur Untermiete gewohnt haben, tun das heute meistens auch noch, es heißt nur ggf. anders. Aber es ist schon erstaunlich wie viele de facto Paare in München dauerhaft getrennte Wohnungen und damit "mehr Freiraum" haben. Die Quote der Ein-Personen-Haushalte von über 50 % dürfte um einiges höher sein als die tatsächliche Singlequote.

Wegen solcher regulatorisch kaum wegzukriegender Rebound-Effekte wird das Problem nicht durch mehr Beton zu lösen sein, egal ob die einen immer mehr Straßen und die anderen immer mehr Häuser bauen wollen. "Lustigerweise" führt beides zu mehr Verkehr.
Auch wenn der Faktor des erheblich gestiegenen Wohnraums pro Kopf sicher einen Anteil am Wohnungsmangel hat, kann ich dir sonst nicht zustimmen. Mehr Verkehr wird v.a. dadurch verursacht, dass die Pendlerstrecken immer länger werden, weil es unmöglich ist, näher am Arbeitsplatz eine Wohnung zu finden. Und gerade wenn der Wohnort dann "auf der grünen Wiese" liegt, wo bestenfalls 1x pro Stunde der Bus fährt, ist es wenig verwunderlich, dass dort dann beim Modal Split 95% MIV ist. In einem Neubaugebiet Daglfing mit U-Bahnanschluss wäre das sicher anders.
Außerdem sorgen die absurd hohen Preise bei Neuvermietungen dafür, dass Wohnraum ineffizient genutzt wird. Denn selbst wenn man bereit wäre, in eine kleinere Wohnung umzuziehen, weil z.B. die Kinder aus dem Haus sind, ist das oft teurer, als den 20 Jahre alten Mietvertrag für die 4-Zimmer-Wohnung einfach weiterlaufen zu lassen - folglich macht das niemand.

Ein weiterer Punkt sind die unnötig hohen Baustandards und der Bürokratiedschungel, welche dafür sorgen, dass Bauen in Deutschland so teuer ist wie in kaum einem anderen europäischen Land.
https://www.zeit.de/2025/43/buerokratie ... n-easycode

https://www.zeit.de/news/2025-11/20/bun ... ler-machen
https://www.zeit.de/2025/53/neubaumiete ... rmen-beton
Besonders problematisch ist in dem Zusammenhang, dass die Baustandards rechtlich bindend sind, d.h. dass der Bauherr verklagt werden kann, wenn es nicht die 5 Steckdosen im 20 m2-Zimmer gibt oder nicht 50% dickere Betondecken als in Frankreich.

Dass es auch anders geht, zeigt z.B. Wien, wo der Wohnungsmarkt wesentlich entspannter ist als in den meisten deutschen Großstädten.
Mein Bahnjahr 2025
Zurückgelegte Strecke: 30.600 km - Planmäßige Gesamtreisezeit: 16,2 Tage - Gesamtverspätung (analog FGR): 882 min - Planmäßige Reisegeschwindigkeit: 79 km/h - Durchschnittliche Fahrzeitverlängerung aufgrund von Verspätung: 3,8% - Fahrtkosten: 10,0 Cent/km - Anschlussquote (alle Anschlüsse einer Verbindung mit min. 1 Umstieg erreicht): 89,1% -
3-min-Pünktlichkeit innerhalb CH: 90,4% - 6-min-Pünktlichkeit innerhalb D sowie international D/CH: 57,8%
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von U-Bahn Gern »

Lustigerweise habe ich auch schon öfters beobachtet, wie einige Parteien bestimmte "Reviere" mit den Plakaten haben. Das kommt wohl immer auf's Viertel an. In Neuhausen und Nymphenburg hängt immer viel CSU und tatsächlich auch ein bisschen mehr FDP als sonstwo. Da wird wohl die dort lebende Zielgruppe angesprochen. :lol: Grüne und Volt sieht man dort dagegen nur vereinzelt, von SPD und Linken habe ich nur ein Plakat entdeckt, Rosa Liste gar nichts. Und die AfD hat zwar versucht aufzuhängen, allerdings wurden deren Plakate binnen Stunden vandalisiert und/oder abgerissen. Dann hat man wohl aufgegeben.
Mehr U-Bahn für München!
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Re: Flut an Wahlkampfwerbung

Beitrag von Rohrbacher »

Entenfang hat geschrieben: 03 Jan 2026, 19:25 Auch wenn der Faktor des erheblich gestiegenen Wohnraums pro Kopf sicher einen Anteil am Wohnungsmangel hat, kann ich dir sonst nicht zustimmen. Mehr Verkehr wird v.a. dadurch verursacht, dass die Pendlerstrecken immer länger werden, weil es unmöglich ist, näher am Arbeitsplatz eine Wohnung zu finden. Und gerade wenn der Wohnort dann "auf der grünen Wiese" liegt, wo bestenfalls 1x pro Stunde der Bus fährt, ist es wenig verwunderlich, dass dort dann beim Modal Split 95% MIV ist. In einem Neubaugebiet Daglfing mit U-Bahnanschluss wäre das sicher anders.
In dem Fall ging's mir um den innerstädtischen Verkehr. Wohnen wegen der schon genannten Effekte z.B. im Altbau in der Innenstadt heute nur noch die Hälfte der Leute gegenüber dem Stand von 1970, die andere Hälfte heute am Stadtrand z.B. in Freiham, haben wir in Freiham & Co. nicht nur effektiv keinen Wohnraum für mehr Leute geschaffen, sondern halt nur mehr Wohnraum für die gleichen rund 1,4 Mio, die dann aber innerhalb der Stadt tendenziell längere Wege haben.

Und dass die Münchner Außenbezirke schon einen Modal-Split (und Wahlverhalten) haben ähnlich wie der Speckgürtel ist jetzt auch nicht so neu, es reicht auf die ehemals grüne Wiese z.B. in Freiham zu schauen.
Entenfang hat geschrieben: 03 Jan 2026, 19:25 Und gerade wenn der Wohnort dann "auf der grünen Wiese" liegt, wo bestenfalls 1x pro Stunde der Bus fährt, ist es wenig verwunderlich, dass dort dann beim Modal Split 95% MIV ist. In einem Neubaugebiet Daglfing mit U-Bahnanschluss wäre das sicher anders.
Die Leute, die im Landkreis Freising oder so ein Haus "auf der grünen Wiese" kaufen oder mieten, wollen das genau so. Die interessieren sich nicht für mehrstöckige Wohnbunker in Daglfing oder Freiham. Sonst gäb' es hierzudorf ja solche Häuser auch, aber die will halt keiner.
Entenfang hat geschrieben: 03 Jan 2026, 19:25 Außerdem sorgen die absurd hohen Preise bei Neuvermietungen dafür, dass Wohnraum ineffizient genutzt wird. Denn selbst wenn man bereit wäre, in eine kleinere Wohnung umzuziehen, weil z.B. die Kinder aus dem Haus sind, ist das oft teurer, als den 20 Jahre alten Mietvertrag für die 4-Zimmer-Wohnung einfach weiterlaufen zu lassen - folglich macht das niemand.
Ja, aber das sieht man auf dem Land aber auch. Wohnst du mal in einer großen Hütte, die du dir leisten kannst, ziehst du in der Regel auch dann nicht mehr aus wenn die Kinder aus dem Haus sind. Man verlässt sein Zuhause halt nur ungern; man zieht um, wenn man was größeres braucht. Sich verkleinern tun die Leute nur wenn's im Alter vielleicht mal gar nicht mehr geht. Das ist eine eher theoretische Diskussion.

Es wohnen ja sogar Leute in Sozialwohnungen, obwohl sie eine solche eigentlich gar nicht mehr brauchen. Aber wenn du mal 40 oder 50 bist, ziehst du nicht mehr so um wie im Studentenalter ... und wenn, dann bist du alles andere als repräsentativ. ;-)
Entenfang hat geschrieben: 03 Jan 2026, 19:25 Ein weiterer Punkt sind die unnötig hohen Baustandards und der Bürokratiedschungel, welche dafür sorgen, dass Bauen in Deutschland so teuer ist wie in kaum einem anderen europäischen Land.
Das mag sein, ist aber kein speziell münchnerisches Problem. Das mit den Steckdosen und dem auf den zweiten Blick meist gar nicht so doofe Zeugs ist an jedem anderen Ort ohne "Wohnungsmangel" auch so. Ein Neu- oder Umbau in Hof, Tirschenreuth oder Grafenau hat auch nicht weniger Bürokratie. Im Gegenteil, du musst sogar mit Vorschriften rechnen, die's in München eher nicht gibt, wenn's im Außenraum, im Wasserschutzgebiet, in der Nähe vom Militär oder sonstwas ist. München liegt in keiner Erdbebenzone und alle 30 Jahre mal drei Meter Nassschnee müssen die Dächer eines Münchner Carports meines Wissens auch nicht abkönnen.

In München ist Wohnen allein wegen der Marktsituation zigmal so teuer wie in Hof, nicht wegen der Bürokratie.
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