Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Alles über Stadtverkehr, was woanders nicht passt, wie z.B. Verkehrsverbünde
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4002
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von 4002 »

Ich wüsste nichts von einem Stehplatzverbot.

Gibt genügend Stadtbuslinien, die in anderen Städten die Autobahn mitnehmen. Spontan Linie 150 und 250 in Hamburg und 551 in Bonn.

Man könnte argumentieren, dass wenn mehr Fahrgäste als Sitzplätze vorhanden sind nicht schneller als 60km/h gefahren werden darf.
Es gibt auf der Autobahn jedoch keine explizite Mindestgeschwindigkeit.

Fahrzeuge die die Autobahn benutzen möchten, muss die bauerbedingte Höchstgeschwindigkeit bei über 60km/h liegen.

Heißt einem Traktor, der durch seine Bauart nur 60km/h fahren darf oder einem 50er Roller der nur 45/50km/h fahren darf, ist es nicht erlaubt die Autobahn oder eine Kraftfahrstraße zu nutzen. Gleiches gilt für eine Simson.

Bei einem Omnibus ist jedoch die Höchstgeschwindigkeit nicht durch die Bauart (die eingetragene Fahrzeugklasse) auf 60km/h oder darunter beschränkt. Heißt, auch mit einem historischen Bus der eben keine 60km/h schafft, darf ich auf die Autobahn fahren.

§18 führt es sogar noch weiter aus. Da gibt es sogar den expliziten Fall, des Transports von Fahrgästen für die es keine Sitzplätze mehr gibt auf der Autobahn.

18 (5) 2c

Auf Autobahnen beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit auch unter günstigsten Umständen, für Kraftomnibusse mit Anhänger oder mit Fahrgästen, für die keine Sitzplätze mehr zur Verfügung stehen, 60km/h.


Zum Kieferngarten steht man einfach erheblich weniger im Stau und damit bekommt man mit der gleichen Zahl Busse/Fahrer in der gleichen Zeit mehr Fans zum Stadion.
mucal713
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von mucal713 »

Das mit dem Stehplatzverbot weiß ich vom SEV Nürnberg-Regensburg, da dürfen nur Sitzplätze, wenn es über die Autobahn geht.
4002
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von 4002 »

Hat eher etwas mit dem Fahrzeug selbst zu tun oder den Fahrplänen
uferlos
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von uferlos »

mucal713 hat geschrieben: 09 Feb 2026, 23:14 Der Shuttle Verkehr Donnerberger Brücke-Stadion wird in der Regel von von AU gestellt. Da dieses mal das Endziel Kieferngarten heißt, spart man sich Kurse, so die offizielle Lesart. In Wahrheit spart man sich die Autobahn. Damit gibt es kein Stehplatzverbot & man kann mit normalen "Liniengelenker" fahren. Die müssen jedoch von normalen Linien abgezogen werden & man braucht Fahrer sowohl für die An- & Abreise; ich gehe von 10-15 Bussen aus & mindestens ebenso viele Fahrer, die untertags dann nicht dem normalen Linienverkehr zur Verfügung stehen.
AO hat deutlich mehr Fahrer (Reiseverkehr usw.) ... die MVG Sub-Kurse fährt er planmäßig. Zudem fährt in dem Shuttle auch VBR z.B. mit. AO arbeitet auch bei Messen beispielsweise mit Geldhauser zusammen, der auch Gelenkbusse hat.
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Lazarus
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von Lazarus »

Mit den Fahrplänen hat das nichts zu tun, sondern mit der gefahrenen Geschwindigkeit.
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
Auer Trambahner
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von Auer Trambahner »

4002 hat geschrieben: 09 Feb 2026, 23:58 Gleiches gilt für eine Simson.
Aber legal über50 fahren war schon nice *MEEEEEEPKNÖTTERPÖTTERRÖHRRENGELDENGELDENG!* 8)
18 (5) 2c

Auf Autobahnen beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit auch unter günstigsten Umständen, für Kraftomnibusse mit Anhänger oder mit Fahrgästen, für die keine Sitzplätze mehr zur Verfügung stehen, 60km/h.
Öhm, der (80) Aufkleber aufm Anhänger ist kein hat eine Ausnahme und darf doch 80?
Der mit dem Ölkännchen tanzt!
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von mucal713 »

On the top dann die Baustelle der S-Bahn morgen ab 22.20
Zwischen Donnersbergerbrücke und Pasing besteht Ersatzverkehr mit Bus
S1:Züge in/aus Richtung Freising/Flughafen beginnen/enden in Moosach
S2:
Züge in/aus Richtung Erding beginnen/enden an der Hackerbrücke
Züge in/aus Richtung Petershausen/Altomünster beginnen/enden am Heimeranplatz Gleis 11 und fahren von/bis Obermenzing ohne Halt im 30-Minuten-Takt
S3:
Züge in/aus Richtung Holzkirchen beginnen/enden an der Donnersbergerbrücke
Züge in/aus Richtung Mammendorf beginnen/enden in Pasing
S4:
Züge in/aus Richtung Geltendorf beginnen/enden in Pasing
Züge in/aus Richtung Trudering fallen zwischen Trudering und Pasing aus
S5:
Züge in/aus Richtung Kreuzstraße beginnen/enden am Ostbahnhof
Züge in/aus Richtung Pasing fallen zwischen Ostbahnhof und Pasing aus.
S6:
Züge in/aus Richtung Ebersberg beginnen/enden am Ostbahnhof Gleis 2
Züge in/aus Richtung Tutzing beginnen/enden in Pasing
S7: Züge fahren planmäßig zwischen Hauptbahnhof und Wolfratshausen
S8:
Züge in/aus Richtung Flughafen/Airport beginnen/enden an der Donnersbergerbrücke
Züge in/aus Richtung Herrsching beginnen/enden in Pasing
Uhrzeit:
jeweils 22:20 bis 5 Uhr
d.h. durch die Stammstrecke nur die S8 bis Donnersberger Brücke, alle 20 Minuten.
wie erreicht man die S1, S2, da steht nichts von SEV in die Richtung; S1 kann man versuchen S8 zum Flughafen & dann S1 Richtung Freising/Moosach
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von ET 412 »

Bist du Lazarus' Zweitaccount?
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Jean
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von Jean »

Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Fahrradwege auf Kosten des ÖPNV braucht keiner!
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von DBBahn »

mucal713 hat geschrieben: 10 Feb 2026, 09:25 wie erreicht man die S1, S2, da steht nichts von SEV in die Richtung; S1 kann man versuchen S8 zum Flughafen & dann S1 Richtung Freising/Moosach
S2: Heimeranplatz mit S7
S1: Moosach mit 20 oder von Laim mit 51
Martin H.
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von Martin H. »

Tram-Bahni hat geschrieben: 09 Feb 2026, 17:40
Lazarus hat geschrieben: 09 Feb 2026, 17:39 Das steht auf der MVG Seite aber anders. Da steht deutlich Fröttmaning. Ich habe nichts an den Augen.
**********
Ich denke mal es handelte sich um ein Missverständnis. Hoffe ich.
Die Busse fahren zum Kieferngarten, die U-Bahn nach Fröttmaning.
Dennoch kein Grund Lazarus so anzugehen.....!


Und Streik ist Streik, ich hätte da nicht nachgegeben, das ist doch der Sinn von Streik dass nichts mehr geht..... 🙄
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von HVV_MVV »

Das ist echt eine Frechheit, dass zu Gunsten der Fußballmillionäre ein Notverkehr auf die Beine gestellt wird, und alle anderen der Mittelfinger gezeigt wird.
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von TramBahnFreak »

Martin H. hat geschrieben: 10 Feb 2026, 11:01 Dennoch kein Grund Lazarus so anzugehen.....!
Doch, weil der Typ hier durch sein dummes Gesabbel ständig jede halbwegs sinnvolle Diskussion im Keim erstickt.

Ich nehme mir das Recht haus, Blödheit auch als solche zu benennen.
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TramBahnFreak
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von TramBahnFreak »

HVV_MVV hat geschrieben: 10 Feb 2026, 11:49 Das ist echt eine Frechheit, dass zu Gunsten der Fußballmillionäre ein Notverkehr auf die Beine gestellt wird, und alle anderen der Mittelfinger gezeigt wird.
Die Millionäre werden vermutlich eher nicht mit der U-Bahn anreisen...
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von ET 412 »

TramBahnFreak hat geschrieben: 10 Feb 2026, 11:53
HVV_MVV hat geschrieben: 10 Feb 2026, 11:49 Das ist echt eine Frechheit, dass zu Gunsten der Fußballmillionäre ein Notverkehr auf die Beine gestellt wird, und alle anderen der Mittelfinger gezeigt wird.
Die Millionäre werden vermutlich eher nicht mit der U-Bahn anreisen...
Die nicht, aber diejenigen, die dieses Geschäft durch ihre Ticketkäufe unterstützen, schon...
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von 4002 »

Ändert nichts daran, dass 70.000 Leut ins Stadion und auch wieder von dort weg müssen.
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von HVV_MVV »

4002 hat geschrieben: 10 Feb 2026, 13:03 Ändert nichts daran, dass 70.000 Leut ins Stadion und auch wieder von dort weg müssen.
"Müssen"... dann müssen die halt einen anderen Weg finden oder eben nicht anreisen. Andere Leute verschieben ihre Termine auch oder lassen sie ausfallen. Es fahren 1,2 Mio. täglich mit der U-Bahn, die hier gegen die vielen Gelegenheitsfahrer zum Stadion benachteiligt werden.
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von cretu »

HVV_MVV hat geschrieben: 10 Feb 2026, 13:19
4002 hat geschrieben: 10 Feb 2026, 13:03 Ändert nichts daran, dass 70.000 Leut ins Stadion und auch wieder von dort weg müssen.
"Müssen"... dann müssen die halt einen anderen Weg finden oder eben nicht anreisen. Andere Leute verschieben ihre Termine auch oder lassen sie ausfallen. Es fahren 1,2 Mio. täglich mit der U-Bahn, die hier gegen die vielen Gelegenheitsfahrer zum Stadion benachteiligt werden.
Hmmm... wenn keine einzige U-Bahn fährt: wieso sind dann 1,2 Mio. reguläre U-Bahnfahrer an diesem Tag gegenüber Stadionbesucher benachteiligt? :| Für mich ist das gleiches Recht für alle. Keiner kann U-Bahn fahren.....
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von Cloakmaster »

DBBahn hat geschrieben: 09 Feb 2026, 17:35
Ja, übrigens zum Kieferngarten nicht nach Fröttmaning. Von dort soll man laufen. Ob da wer mitfährt oder ob da leere Busse unterwegs sein werden? Nach dem Spiel dann Busse vom Kieferngarten zum Stachus. Da werden noch weniger bis zum Kieferngarten laufen ...
Immerhin gibt es überhaupt Shuttlebusse nach dem Spiel. der "normale" FCB-Schuttle Donnersbergerbrücke-Stadion fährt in der Regel nur vor dem Spiel, nach dem Spiel wird auf die MVG verwiesen.
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von 4002 »

Die Stadt verdient selbst wunderbar an der Allianz Arena und Geld regiert die Welt, denn ohne Moos nichts los. Keine Kultur, keine Schwimmbäder usw.

Hier hat sich der FCB eben proaktiv drum gekümmert und ist mit der MVG in Verbindung getreten. Dabei ist man zu einer Lösung gekommen.

Sowas wäre jedem anderen Arbeitgeber, Gewerbetreibenden etc. auch frei gestanden.

Genauso steht jedem anderen frei, das Auto zu nehmen, zu Radeln, mit dem Bus zu fahren, zu Fuß zu gehen, Home Office zu machen, sich einen Tag frei zu nehmen oder gar sich krank zu melden, da einem der drohende Stress an einem Streiktag sich ins Verkehrschaos zu stürzen einen Durchfall verursacht hat. Die S-Bahn fährt auch, ebenso wie alle anderen Vollbahnen.



Ich stimme Martin zu, der Sinn eines Streiks ist, dass nichts geht. Gegen Streikbrecher kann man jedoch nichts machen. Die können das evtl. nicht mit Ihrem Gewissen vereinbaren und haben sich explizit für den Stadionantransport gemeldet etc. Die Möglichkeiten sind vielfältig, wie Freikarten für die die dann doch arbeiten um den Transport zum Stadion zu ermöglichen.
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von rautatie »

4002 hat geschrieben: 10 Feb 2026, 13:35
Genauso steht jedem anderen frei, das Auto zu nehmen, zu Radeln, mit dem Bus zu fahren, zu Fuß zu gehen, Home Office zu machen, sich einen Tag frei zu nehmen oder gar sich krank zu melden,
Nicht immer stehen einem als Arbeitnehmer aber diese Optionen zur Verfügung, und eine ungerechtfertigte Krankmeldung wird ja auch häufig nicht wohlwollend akzeptiert.

Im übrigen haben bisweilen auch Unbeteiligte einen Schaden durch den Streik, ohne hinterher irgendwelche Vorteile zu haben. Beispielsweise hat mir heute mein kleiner Kiosk mit Backwaren erzählt, dass er morgen zwangsweise schließen muss, weil er an Streiktagen so wenig Kundschaft hat, dass es sich nicht lohnt, zu öffnen. Immerhin ein Verdienstausfall, ohne dass er hinterher von Tarifverhandlungen profitieren würde.
Wo ist das Problem?
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von 4002 »

Allen kann man es nicht allen recht machen, dafür profitieren Taxifahrer von mehr Aufträgen bspw.

Auf jede Aktion gibt auch eine Reaktion. Ein riesiges Spinnennetz und die Zahl der Mitbürger die gar keine Möglichkeit haben dürfte sehr beschränkt sein.

Der Streik betrifft jeden, am Ende ist es ein wichtiges Recht von Arbeitnehmern. Sonst würden wir noch in feudalen Zeiten leben
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Lazarus
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von Lazarus »

Ich bin einer davon @4002.
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von ET 420 192 »

4002 hat geschrieben: 10 Feb 2026, 13:35
Hier hat sich der FCB eben proaktiv drum gekümmert und ist mit der MVG in Verbindung getreten. Dabei ist man zu einer Lösung gekommen.

Gegen Streikbrecher kann man jedoch nichts machen. Die können das evtl. nicht mit Ihrem Gewissen vereinbaren und haben sich explizit für den Stadionantransport gemeldet etc.
Man muss bei diesem Streik das Große Ganze betrachten und auch die Hintergrundinformationen kennen. Bei der MVG gibt es zwei verschiedene Gewerkschaften, einmal die Verdi und die NahVG. Die NahVG hat dieses Mal nicht zum Streik aufgerufen, d.h. das deren Mitglieder schon mal nicht streiken sollten. Beim letzten Streik haben auch genug in der Leitstelle gestreikt. Wenn jetzt nur der Fußballtransport erfolgen soll, dann kann man das zur Not auch mit einem einzigen Disponenten bewerkstelligen. Warum nur bis Marienplatz gefahren wird? Die Stellwerksgrenze von UBZ 5 und 6 liegt zwischen MP und SE. Und in der aller größten Not könnte man das Ganze auch vom Stellwerk Kieferngarten steuern (wie auch bei Räumung der Leitstelle das gesamte U-Bahnnetz vom Stellwerk Kieferngarten aus gesteuert wird, bis die Notleitstelle am Marienplatz den Betrieb aufnimmt) mit Gleiswechsel am OD. Personal für die Sicherheit kann auch von Privat gestellt werden, drei Einsatzleiter (MP, OD, FT) und der Dorawagen, sprich vier VM hat man sicher auch.
Und zu den Streikbrechern. Viele sind mit der Verfahrensweise von Verdi unzufrieden. Die NahVG hat bereits letztes Jahr den Tarifvertrag gekündigt, der Arbeitgeber hat auch ein relativ gutes Angebot gestellt, was sich am TVÖD orientiert. Die Verdi wollte unbedingt dieses Jahr verhandeln, damit es bundesweit einheitlich ist. Jetzt hat München kein Geld. Also wurde letztes Jahr eine Nullrunde gefahren. Viele Mitglieder der Verdi sind damit auch nicht einverstanden.
Und auch sind Einige nicht in der Gewerkschaft und bekommen kein Streikgeld, dank Inflation können sie es sich auch nicht leisten einen Tag nichts zu verdienen, denn leider wird das Fahrpersonal nicht unbedingt gut bezahlt
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Jean
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von Jean »

4002 hat geschrieben: 10 Feb 2026, 14:01 Der Streik betrifft jeden, am Ende ist es ein wichtiges Recht von Arbeitnehmern. Sonst würden wir noch in feudalen Zeiten leben
Keiner sagt, dass der Streik nicht gerechtfertigt ist, oder man den Streikrecht verbieten sollte. Ich finde aber, es sollte bei Streiks ein Notfahrplan geben, der auch fest hinterlegt ist.
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von DBBahn »

ET 420 192 hat geschrieben: 10 Feb 2026, 14:09 Warum nur bis Marienplatz gefahren wird? Die Stellwerksgrenze von UBZ 5 und 6 liegt zwischen MP und SE. Und in der aller größten Not könnte man das Ganze auch vom Stellwerk Kieferngarten steuern (wie auch bei Räumung der Leitstelle das gesamte U-Bahnnetz vom Stellwerk Kieferngarten aus gesteuert wird, bis die Notleitstelle am Marienplatz den Betrieb aufnimmt) mit Gleiswechsel am OD. Personal für die Sicherheit kann auch von Privat gestellt werden, drei Einsatzleiter (MP, OD, FT) und der Dorawagen, sprich vier VM hat man sicher auch.
Damit kann doch dann aber nicht der "gewohnte" Stadionbetrieb gefahren werden. Das sind doch normal immer 3 Züge pro 10 Minuten. Der Gleiswechsel ist ja zwischen Odeonsplatz und Universität. Das bedeutet doch wenn überhaupt 5 Minutentakt. Und das aufgrund des vermutlich hohen Fahrgastaufkommens und des Blockierens Gleiswechsel ziemlich instabil und chaotisch.
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Lazarus
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Re: Warnstreik 2026 im städtischen Nahverkehr

Beitrag von Lazarus »

@ Jean
Die MVG macht nur etwas, wenn es dafür Kohle gibt. In Nürnberg gibt es einen. Dass man durchaus reagieren kann, hat man ja für den Fußball gesehen.
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