Während Heinrich und Moritz sportlich ehrgeizig zu Fuß hochlaufen, nehme ich lieber die Bahn. Durchaus happige 20 CHF kostet mich die Fahrt, denn es gibt weder Rabatt für die reine Bergfahrt noch für Halbtax/GA.
Wenige Minuten später bin ich mitten im Skigebiet und muss mal wieder den richtigen Weg suchen.
Größtenteils scheinen Schulklassen im Skilager an diesem Dienstagmittag unterwegs zu sein und einige wenige Kinder kämpfen noch etwas mit dem Schlepplift, doch die meisten bekommen das elegant hin.

Blick nach Grimentz – das Dorf liegt im Januar fast durchgehend im Schatten. Nur für etwa zwei Stunden in der Mittagszeit dringen Sonnenstrahlen in den Ort.

Und der Blick zum Hotel Weisshorn (rechts im Bild), unser heutiges Ziel überragt vom Bec de Nava und Les Diablons hinten links

Werfen wir noch den Blick über das Rhône-Tal auf die verschneiten Gipfel zwischen dem Wallis und Bern
Zeitweise ist es so warm in der Sonne, dass ich Mütze und Handschuhe ausziehen muss. Doch dann komme ich an eine Stelle mit leichtem Wind und schlagartig wird es gefühlt 10° kälter, sodass ich alles wieder anziehe. Spur im Schnee
Der Weg zum Hotel Weisshorn ist allerdings ein präparierter Fahrweg
Der Schnee glitzert in der Sonne
Blick auf Le Toûno
Mit etwas mehr Tele schweift der Blick über Crans-Montana (der Ort wirkt auf mich irgendwie abstoßend, außer man steht auf brutalistische 70er-Jahre-Architektur), überragt vom Wildhorn
Kurz vor dem Ziel setze ich mich auf eine Bank in der Sonne. Es ist nahezu windstill und so kann ich den Ausblick in Ruhe genießen, während Heinrich und Moritz noch aufsteigen.
Die Lawinensituation ist relativ ungünstig – seit einigen Tagen verharrt die Warnstufe auf 3 und kaum eine Änderung in Sicht.

Auf diesem Bild sieht man sehr schön die Lawinensituation, die sich ergibt, wenn sich eine Neuschneedecke auf einer Altschneedecke ablagert und sich diese nicht verbinden. Der Riss in der Neuschneedecke ist ein typisches Warnzeichen und höchstwahrscheinlich durch die Belastung der Skispur rechts daneben entstanden.
Le Toûno im warmen Nachmittagslicht

Standseilbahn St-Luc – Tignousa

Schließlich schaffen es auch die beiden Sportlichen ans Ziel. Zeit für einen Kaffee, der mehr kostet als ein Zimmer in diesem Hotel auf einem (vermutlich sehr) alten Werbeplakat – 4 CHF…