Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

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Jo B.
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von Jo B. »

146225 hat geschrieben: 15 Jan 2025, 21:05
Das ist zumindest genau das, was Moskaus Spießgesellen (warum wohl?) und auch andere, am Verkehrsmittel Eisenbahn desinteressierte Kreise einen glauben machen möchten.
„Moskauer Spießgesellen“, warum erinnert mich dieser Duktus bloß an einen kleinen Österreicher mit Schnauzbart? Ist der jetzt wieder gesellschaftsfähig?
Was die Strecke angeht, hat man als Steuerzahler durchaus das Recht, solch eine Kastration der Planungen zu hinterfragen.
Wenn es hauptsächlich um eine Militärbahn geht, dann sollte man das wenigstens offen sagen, und nicht die Leute hinters Licht führen.
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von 146225 »

Jo B. hat geschrieben: 15 Jan 2025, 22:56 „Moskauer Spießgesellen“, warum erinnert mich dieser Duktus bloß an einen kleinen Österreicher mit Schnauzbart? Ist der jetzt wieder gesellschaftsfähig?
Im Herkunftsland des angesprochenen Brandstifters sieht es ja ganz danach aus, als ob solche Ideologien wieder schwer gesellschaftsfähig wären. Oh, mit freundlicher Unterstützung aus Moskau natürlich. Die Methode, dergestalt Unfrieden und Streit unter seinen Gegnern zu provozieren ist ja nicht neu.
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Russischer Spion
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von Russischer Spion »

146225 hat geschrieben: 16 Jan 2025, 07:05 Oh, mit freundlicher Unterstützung aus Moskau natürlich. Die Methode, dergestalt Unfrieden und Streit unter seinen Gegnern zu provozieren ist ja nicht neu.
Dieser Logik folgend, sollten "Moskauer Spießgesellen" den Grünen größtmögliche Unterstützung gewähren. Denn es gibt keine zerstörerischer Kraft als diese Partei.
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von Jo B. »

146225 hat geschrieben: 16 Jan 2025, 07:05

Im Herkunftsland des angesprochenen Brandstifters sieht es ja ganz danach aus, als ob solche Ideologien wieder schwer gesellschaftsfähig wären.
Mit dieser Aussage relativierst Du die Verbrechen der Nazis.
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von Jo B. »

Zurück zum Thema, hier mal etwas zum militärischen Nutzen der Strecke:

https://www.lok-report.de/news/europa/i ... itaet.html

Das ist also keinesfalls eine Verschwörungstheorie.
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von 146225 »

Jo B. hat geschrieben: 17 Jan 2025, 04:31 Mit dieser Aussage relativierst Du die Verbrechen der Nazis.
In keinster Weise. Ich verurteile damit die unter anderem in Österreich erneut aufkeimende Tendenz, völkisches und rassistisches Gedankengut zu leben, und auch all jene, die für ihre eigenen üblen Zwecke derartige Bewegungen unterstützen.
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von 146225 »

Jo B. hat geschrieben: 17 Jan 2025, 04:35 Zurück zum Thema, hier mal etwas zum militärischen Nutzen der Strecke:

https://www.lok-report.de/news/europa/i ... itaet.html

Das ist also keinesfalls eine Verschwörungstheorie.
Natürlich nicht. Es ist eine angemessene Reaktion auf die durch gewisse Aktivitäten veränderte Sicherheitslage an der Ostgrenze der EU.
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von Markus »

Jo B. hat geschrieben: 11 Jan 2025, 18:51 Seht selbst:
https://www.youtube.com/watch?v=P_4cMPYFPa4&t=13s

Die größte Stadt an der ehemals geplanten Strecke soll gar nicht mehr angefahren werden, stattdessen Zubringer mit der russischen Spurweite. Eingleisigkeit um Geld zu sparen, eine neue Brücke, deren Bau begonnen wurde, die wahrscheinlich nicht mehr gebraucht werden wird.
Hört sich so an, als wenn sich das ehemals hochtrabende Projekt zu einer Nato-Versorgungsbahn wandelt. Fehlt jetzt nur noch, dass man auch auf eine Elektrifizierung verzichtet…
Die Rail Baltica war von Anfang an in Normalspur geplant, weil es ursprünglich ja eine HGV-Strecke sein sollte.
Der Ukraine-Krieg hat die Strecke auch zu einem Militärprojekt gemacht. Das ist ebenfalls kein Geheimnis und ein Teil der Finanzierung wird von der NATO kommen. Dies Bundeswehr hat auch ein starkes Interesse an der Strecke.

Generell ist es okay, wenn man das Projekt eindampft, damit sie ökonomischer und finanzierbarer wird. Ein richtig teure HGV-Strecke wäre ein finanzielles Grab geworden. Die Bevölkerungsdichte ist zu gering in den drei baltischen Staaten.
Aber ein Mischverkehr von Fern-, Regional- und Güterverkehr auf der Rail Baltica - das macht Sinn.

Und langfristig - wenn der Krieg nicht bald endet, ist auch eine Komplettumspurung im Baltikum denkbar. So viel Streckennetz ist ohnehin nicht vorhanden. Selbst in Finnland wird schon darüber nachgedacht, auch aus militärischen Gründen.

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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von Russischer Spion »

Markus hat geschrieben: 17 Jan 2025, 11:39Die Rail Baltica war von Anfang an in Normalspur geplant, weil es ursprünglich ja eine HGV-Strecke sein sollte.
Ich denke, dass selbst diejenigen, die diese Idee geplant haben, die Absurdität dieser Idee von Anfang an klar war. Aber es besteht kein Zweifel, dass einige Leute mit dieser Idee gutes Geld "verdient" haben :roll: .
Und langfristig - wenn der Krieg nicht bald endet, ist auch eine Komplettumspurung im Baltikum denkbar. So viel Streckennetz ist ohnehin nicht vorhanden. Selbst in Finnland wird schon darüber nachgedacht, auch aus militärischen Gründen.
Absolute Utopie. Die "Baltischen Staaten" sind de-facto bankrott, die allein dank massiver EU-Injektionen auf künstliche Beatmung angewiesen sind. In Finnland steigt das Haushaltsdefizit jedes Jahr. Jedes Jahr gehen zahlreiche Unternehmen, die zuvor mit Russland Geschäfte gemacht hatten, in Konkurs. Unter diesen Bedingungen ist eine Änderung der Spurweite das Letzte, was einem in den Sinn kommt.
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von 146225 »

Derartige Infrastrukturen baut man ja nicht für 4 Wochen, sondern eher auf Jahrzehnte hin. Und sollte Russland eines Tages wieder ein zivilisiertes Mitglied in der europäischen Völkerfamilie sein (und damit ist jetzt nicht die alles beherrschende Großmacht gemeint, vor der die anderen im Staub liegen müssen) und es wieder durchgehende Züge aus Richtung Westen dorthin geben, dann sind die Bahnhöfe an welchen umgespurt, umgestiegen oder umgekrant (Container) wird, halt ggf. hier und da andere als früher. Ja und?
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von Russischer Spion »

146225 hat geschrieben: 17 Jan 2025, 16:39Derartige Infrastrukturen baut man ja nicht für 4 Wochen, sondern eher auf Jahrzehnte hin.
Und wer soll das alles "auf Jahrzehnte" finanzieren? Anna & Lena + Kiesewetter?
Und sollte Russland eines Tages wieder ein zivilisiertes Mitglied in der europäischen Völkerfamilie sein (und damit ist jetzt nicht die alles beherrschende Großmacht gemeint, vor der die anderen im Staub liegen müssen) und es wieder durchgehende Züge aus Richtung Westen dorthin geben, dann sind die Bahnhöfe an welchen umgespurt, umgestiegen oder umgekrant (Container) wird, halt ggf. hier und da andere als früher. Ja und?
Niemand weiß, was morgen passiert und ob es die "europäische Völkerfamilie" überhaupt geben wird :roll: ...
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von karhu »

Die Eröffnung der Rail Baltica verschiebt sich um weitere 10 Jahre auf verausichtlich das Jahr 2040. Das schreibt die Financial Times: https://www.ft.com/content/0fe9d0fb-23a ... 25a6b1a6=1

Schuld hat natürlich wieder Russland :mrgreen: Der Fokus liegt zur zeit mehr darauf die bestehenden Strecken auszubauen.
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von Iarn »

Die Wahrheit wird wie immer in der Mitte liegen, 2030 ist wohl nicht zu halten aber Polen will vermutlich auch mit 2040 politische Signale senden.
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
Nicht zu verwechseln mit der Populären Front
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von einen_Benutzernamen »

:lol: Wie immer geht es nur darum Waffen und Truppen an die Ostfront transportieren zu können.
Aktuell wird sich zeigen ob Europa noch das Geld hat um es in die Ukraine umzuverteilen.
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von 146225 »

einen_Benutzernamen hat geschrieben: 18 Mär 2026, 19:30 Aktuell wird sich zeigen ob Europa noch das Geld hat um es in die Ukraine umzuverteilen.
Europa kann das auch lassen und bei den russischen Aggressionen tatenlos zuschauen. Nur, ob dann die "Ostfront" nur in der Ukraine bleibt und ob das am Ende billiger kommt...
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Re: Rail Baltica entwickelt sich immer mehr zur Lachnummer

Beitrag von 4002 »

Die Argumentation für den Iran ist sehr ähnlich, in Foren immer schwierig mit solchen Themen.

Um Truppen zu transportieren braucht man keine Hochgeschwindigkeitstrassen.

Ein kurzer Blick auf die Karten offenbart, viele relevanten Achsen sind auf 160km/h ausgebaut und in der Hälfte des gesamten Netzes kann man mindestens 120km/h fahren.

Der Elektrifizierungsgrad ist höher als in Deutschland, einzig beim Thema Zugsicherung besteht massiv Nachholbedarf.

Sieht von Außen betrachtet erstmal solide aus.
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