Wie steht ihr zum Elektroauto?

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Jean
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Jean »

146225 hat geschrieben: 24 Apr 2026, 21:32
Jean hat geschrieben: 24 Apr 2026, 17:08 So wenig wird der "Klimawandel" eine Rolle noch spielen in ein paar Jahren. Ablenkung für das Volk. Soviel zu meinen Geschwurbel.
Genau, was man als "Konservativer" nicht versteht, gibt es nicht, und dann werden physikalische Fakten einfach abmoderiert. Blöd nur, dass Physik keiner Ideologie folgt.

Verstehen muss man es nicht mehr: Wirtschaftlich verliert konservative Politik den Anschluss, weil Innovation anderswo auf der Welt stattfindet. Christlich-konservativ wird Gottes Schöpfung mit den (Gas-)Füßen getreten. National-konservativ wird "gutes, deutsches Geld" im Ausland für fossile Energie verschwendet.

Fazit: nicht nur in Physik 'ne 5, sondern auch noch peinlich.
Sorry, du bist peinlich. Und lass Gott außen vor. Das ist Blasphemie! Meinst du wirklich Gott interessiert "Links", "Rechts"? Nein. Du bist der beste Beispiel wie "Gehirnwäsche" funktioniert. Meinst du wirklich du erreichst hier was?
Dein Hass gegen die Rechten ist viel größer als mein "Hass" gegen die Grünen...obwohl mein "Hass" inzwischen in Mitleid sich verändert hat.
Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von 146225 »

Jean hat geschrieben: 25 Apr 2026, 08:26 Sorry, du bist peinlich. Und lass Gott außen vor. Das ist Blasphemie! Meinst du wirklich Gott interessiert "Links", "Rechts"? Nein. Du bist der beste Beispiel wie "Gehirnwäsche" funktioniert. Meinst du wirklich du erreichst hier was?
Dein Hass gegen die Rechten ist viel größer als mein "Hass" gegen die Grünen...obwohl mein "Hass" inzwischen in Mitleid sich verändert hat.
Genau, weil du etwas nicht verstehst oder nicht verstehen kannst bzw. willst, bin ich von Hass zerfressen. Mehr ist dir dazu nicht mehr eingefallen? Bedauerlich!
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von BG »

Russischer Spion hat geschrieben: 24 Apr 2026, 17:03 "Alternative" bedeutet Wettbewerb mit bestehenden Energie-Anbietern, nicht deren Ersatz. Ist das verständlich?
Nicht dass ich glaube, dass du irgendwas von Fakten halten würdest, aber für den Rest hier:
Die fossilen Energieträger sind nur so günstig, weil es eben keinen marktwirtschaftlichen Wettbewerb gibt. Dann müssten nämlich die Nutzer der Energie die Leute, die den Schaden davon haben (Gesundheitsschäden durch Luftverschmutzung, Lärm, Klimawandel usw.), den Schaden ersetzen. Da das nicht gemacht wird sind die fossilen Energieformen hochsubventioniert.
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Russischer Spion
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Russischer Spion »

BG hat geschrieben: 25 Apr 2026, 09:25Die fossilen Energieträger sind nur so günstig, weil es eben keinen marktwirtschaftlichen Wettbewerb gibt.
Kernkraftwerke, Wasserkraftwerke, Gaskraftwerke, Kohlekraftwerke... Überall wird die Energieart genutzt, die wirtschaftlich (und nicht ideologisch) am vernünftigsten ist.
Dann müssten nämlich die Nutzer der Energie die Leute, die den Schaden davon haben (Gesundheitsschäden durch Luftverschmutzung, Lärm, Klimawandel usw.), den Schaden ersetzen. Da das nicht gemacht wird sind die fossilen Energieformen hochsubventioniert.
Echt jetzt :) ?
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Cloakmaster »

Kernkraftwerke waren zu keiner Zeit wirtschaftlich vernünftig, nirgends auf der Welt. Vor allem wurden - auch beim klassischen Kraftwerksbau - bisher so gut wie nie die Gesamtkosten berechnet, sondern nur die jeweiligen Betriebskosten. Der Gedanke, die Lebenszyklus-Kosten in die Berechnung mit einzubeziehen, ist erst relativ neu.
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Hot Doc »

Jean hat geschrieben: 25 Apr 2026, 08:22 Wenn es soweit ist. Noch ist alles in den Anfängen.
Wirklich?
60% EE im Strommix, Mehr E-Autos als Diesel bei den Neuzulassungen, mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft...und viele Länder sind da schon deutlich weiter als wir.
Das sind die Anfänge?
Wirklich nicht! Das ist gerade sehr solide bei der Durchsetzung.
Ja, was noch lange braucht ist bis die Altfahrzeuge, Altheizungen etc. allesamt abgelöst sind. Aber das ist eine Frage der Zeit. Wichtig ist es jetzt dafür zu sorgen, dass möglichst wenige neue falsche Entscheidungen getroffen werden.

Und zu dem anderen "Gespräch":
Es ist schon wirklich schwer erträglich, wie konservative Parteien in Deutschland vor lauter "die Grüüüünen sind Schuld!!!1!!ELF!!" jedwede wirtschaftliche Rechnung und Vernunft, jedwede Zukunftsplanung zu Lasten des eigenen Volkes abwehren und verächtlich machen.
In den skandinavischen Ländern fördern (fast) alle Parteien erneuerbare Energien und kümmern sich um die Transformation. Übrigens mit wirtschaftlich deutlich besseren Zahlen als hier.
Hot Doc
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Hot Doc »

Russischer Spion hat geschrieben: 25 Apr 2026, 14:05
BG hat geschrieben: 25 Apr 2026, 09:25Die fossilen Energieträger sind nur so günstig, weil es eben keinen marktwirtschaftlichen Wettbewerb gibt.
Kernkraftwerke, Wasserkraftwerke, Gaskraftwerke, Kohlekraftwerke... Überall wird die Energieart genutzt, die wirtschaftlich (und nicht ideologisch) am vernünftigsten ist.
Wirtschaftlich für die Elite, die Millionäre und die Oberschicht vielleicht. Volkswirtschaftlich nicht unbedingt.
Dann müssten nämlich die Nutzer der Energie die Leute, die den Schaden davon haben (Gesundheitsschäden durch Luftverschmutzung, Lärm, Klimawandel usw.), den Schaden ersetzen. Da das nicht gemacht wird sind die fossilen Energieformen hochsubventioniert.
Echt jetzt :) ?
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von andreas »

Jean hat geschrieben: 25 Apr 2026, 08:22
Hot Doc hat geschrieben: 25 Apr 2026, 01:10 Da geb ich dir sogar Recht. Der Klimawandel wird in ein paar Jahren kaum noch eine Rolle spielen. Aber nicht, weil er irgendwie nicht stimmen würde, sondern weil E-Mobilität, Wärmepumpen, Solar und Windkraft, Speicher etc. so günstig geworden sind und dabei so effektiv, dass alles andere nur noch belächelt wird.
Wenn es soweit ist. Noch ist alles in den Anfängen.
achso, wegen so Leuten wie dir kam die Aussage von Merz, daß man abwarten muß ob die Technologie marktreif ist....

würde uns nicht die Bürokratie im Weg stehen wären wir schon so viel weiter grad in Bezug auf PV....

Und wenn die CSU nicht all die Jahre den Windkraftausbau so sabotiert hätte.... neben den KKW in Ohu konnten die Leute wohnen, aber ein Windrad muß 10 h haben....
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Auer Trambahner »

Cloakmaster hat geschrieben: 25 Apr 2026, 18:20 Kernkraftwerke waren zu keiner Zeit wirtschaftlich vernünftig, nirgends auf der Welt.
Warum zum gehörnten wollen die Chinesen trotzdem MikroAKW bauen?
Funktioniert bei denen wohl doch nicht so gut mit Wind, Solar und so.
Der mit dem Ölkännchen tanzt!
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Cloakmaster »

Weil die Chinesen für ihre Atombomben ohnehin AkW brauchen.

Noch einmal, für den Trambauern, der in der Baumschule sitzen geblieben ist: Der Anteil an Atomstrom ist in China auf unter 1% gefallen. Also alles tutti mit dem Atomstrom, und ein wahrer Standort-vorteil gegenüber anderen.

Der Anteil an den unnützen Wind, Solar und so ist dagegen binnen weniger Jahre auf über 40% gestiegen. Also totaler Quatsch, da in der Richtung weiter zu machen.
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von 4002 »

Mit Kernkraftwerken die gebaut werden, bekommt man kein Material für eine Kernwaffe!

Deutsche AKW die abbezahlt waren, konnten Strom für 15cent/kWh liefern.

Ja, PV und Wind sind günstiger. Solange man den Strom auch nutzen kann und nicht wegregeln muss. Dann wird es teurer, um jedoch 100% Versorgungssicherheit mit erneuerbaren zu garantieren, braucht man erhebliche Überkapazitäten. Wir müssen bereits jetzt jede Menge PV abregeln. Dadurch verteuert sich die jede kWh und die Rechnung sieht wieder ganz anders aus. Ganz so schwarz weiß wie ist es nicht.

Das Gleiche bei Speichersystemen, die werden günstiger je mehr Zyklen diese machen, wenn man nun jedoch auch langfristig Energie speichern möchte oder muss, wird es eben wieder teurer. Die Baukosten bleiben die gleichen, aber das System setzt in Summe weniger Energie um, ergo wird jede kWh teurer.

Evtl. kann man mittelfristig auf Kernenergie verzichten, aber jetzt wurde ein Großteil davon mit Kohleenergie ersetzt und wir sind einfach noch nicht soweit. Drei Kraftwerken haben 6% des deutschen Strombedarf gedeckt. 24/7 ohne direkten CO2 Ausstoß und abbezahlt waren sie auch noch
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von andreas »

Ein Kernkraftwerk ist nie abbezahlt, weil du immer noch Jahrhunderte den Dreck irgendwo lagern musst, diese Kosten haben sie ja fein der Allgemeinheit raufgedrückt..
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Cloakmaster »

4002 hat geschrieben: 28 Apr 2026, 15:31 Mit Kernkraftwerken die gebaut werden, bekommt man kein Material für eine Kernwaffe!
Na, dann könnte man den Iranen ja ihr ach so rein ziviles Atomprogramm ja auch lassen.
Deutsche AKW die abbezahlt waren, konnten Strom für 15cent/kWh liefern.
{/quote]
Welche Milchmädchen-Rechnung steckt hinter dieser Fabel-Zahl?
Ja, PV und Wind sind günstiger. Solange man den Strom auch nutzen kann und nicht wegregeln muss. Dann wird es teurer, um jedoch 100% Versorgungssicherheit mit erneuerbaren zu garantieren, braucht man erhebliche Überkapazitäten. Wir müssen bereits jetzt jede Menge PV abregeln. Dadurch verteuert sich die jede kWh und die Rechnung sieht wieder ganz anders aus. Ganz so schwarz weiß wie ist es nicht.
Das gleiche gilt für Kernkraft. So ein AKW lässt sich nämlich auch nicht nach belieben hoch- und wieder runterfahren, und die Steuerung ist extrem träge. Davon ab kostet jeder Regelungsvorgang sehr viel Aufwand und Energie, weshalb man erst recht nicht beliebig wie man grad gerne hätte mal mehr, mal weniger, mal viel, und dann wieder wenig Atomstrom produzieren kann, bzw. auch sollte.
Das Gleiche bei Speichersystemen, die werden günstiger je mehr Zyklen diese machen, wenn man nun jedoch auch langfristig Energie speichern möchte oder muss, wird es eben wieder teurer. Die Baukosten bleiben die gleichen, aber das System setzt in Summe weniger Energie um, ergo wird jede kWh teurer.
Ein Grund mehr, den viel zu lange verschleppen Ausbau der Speichersysteme mit Vollgas voran zu treiben.
Evtl. kann man mittelfristig auf Kernenergie verzichten, aber jetzt wurde ein Großteil davon mit Kohleenergie ersetzt und wir sind einfach noch nicht soweit. Drei Kraftwerken haben 6% des deutschen Strombedarf gedeckt. 24/7 ohne direkten CO2 Ausstoß und abbezahlt waren sie auch noch
Wie viele Kohlekraftwerke wurden denn so gebaut und in Betrieb genommen, um die ach so bitter benötigten AKW zu ersetzen? Wegen 6% machst du also so einen Aufriss, daß diese mittelfristig noch völlig unverzichtbar sein sollen?

Daß wir noch nicht ganz soweit sind, zeitgleich auf Atom und Gas und Kohle und Öl zu verzichten liegt vor allem an der viel zu lange verschleppten Modernisierung unserer Energieversorgung, zu der eben nicht nur die Stromproduktion, sondern auch deren Transport und Speicherung gehören.

Da kann man noch eher Hoffungen auf die Kernfusion setzen, als auf Kernspaltung.
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Jean
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Jean »

Müsste nicht jedem bewusst sein, dass AKW's nur für die Grundlast gedacht sind?
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Cloakmaster »

6% als Grundlast?
andreas
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von andreas »

fairerweise muß man sagen, daß die Kernenergie bis zu 30% des Strommixes hatte - es wäre halt einfach so viel sinnvoller gewesen, die Kernkraftwerke weiterlaufen zu lassen und aus der Kohle auszusteigen.... Aber selbst mit den 6% der letzten KKW hätte man noch einiges an Kohle ersetzen können.... Aber da war Ideologie wichtiger als Klimaschutz. (nicht, daß ich Atomkraft gut finde)
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von 4002 »

Deutsche Kohlekraftwerke erzeugen jährlich mehr strahlenden und endzulagernden Müll, als alle Kernkraftwerke der Welt zusammen.

Die allermeisten Isotope sind sogenannte Alphastrahler, die durchdringen nichtmal die Haut oder gar Schleimhäute, die kann man mit einem Stück Papier aufhalten.

Die allermeisten Isotope haben dazu eine vglw. kurze Halbwertszeit, die sind innerhalb eines Menschenleben strahlungstechnisch unrelevant.

Nur ein kleiner Bruchteil muss lang eingelagert werden.

Eben aus jenem Grund, damit der Iran die richtige Technik nutzt und kein waffenfähiges Plutonium anreichert, gab es das Abkommen über die zivile Nutzung der Kernenergie im Iran.


Dazu durch Braunkohleabbau entstandenen Mondlandschaften, der CO2 Ausstoß, ein Einfluss auf den Grundwasserspiegel, die umgesiedelten Menschen, die durch den Schornstein legal freigesetzte Strahlung.

Die Folgen der Braunkohle sind erheblich größer als die der Kernenergie.

Da weiß ich, was mir lieber ist.
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Rohrbacher »

4002 hat geschrieben: 28 Apr 2026, 15:31 Ja, PV und Wind sind günstiger. Solange man den Strom auch nutzen kann und nicht wegregeln muss. Dann wird es teurer, um jedoch 100% Versorgungssicherheit mit erneuerbaren zu garantieren, braucht man erhebliche Überkapazitäten. Wir müssen bereits jetzt jede Menge PV abregeln. Dadurch verteuert sich die jede kWh und die Rechnung sieht wieder ganz anders aus. Ganz so schwarz weiß wie ist es nicht.
Ähm... du hast dir mal die Verfügbarkeit der AKW angeschaut, oder? Nehmen wir mal im Mittel 85 %, dann heißt das, dass in den anderen 15 % der Zeit mal eben im Mittel 1.000 MW fehlen. Und zwar punktuell als ziemlich großes Loch. Deswegen stehen die Anlagen ja gerne mal im Rudel, so kann das eine Strom machen, wenn das andere mal wieder Schlagzeilen oder einfach gar nichts macht.

Punkt 2: Hast du dir angeschaut, mit welcher Leistung die AKW in den "verfügbaren" 85 % gelaufen sind? Wenn z.B. das Wasser gerade mal zu warm war, war das gar nicht mal so viel. Deswegen gingen auch überraschend nicht die Lichter aus als 2011 eine größere Zahl an AKW mal eben aus dem Markt genommen wurden.
4002 hat geschrieben: 28 Apr 2026, 15:31 Deutsche AKW die abbezahlt waren, konnten Strom für 15cent/kWh liefern.
Aber auch nur, wenn man die Bau- und Entsorgungskosten weitgehend sozialisiert und die möglichen Schäden, die beim Betrieb entstehen können, wegen des gigantischen Ausmaßes einfach mal gar nicht versichert. Jedes Mofa braucht eine Haftpflicht, so ein AKW ist unversicherbar. Das zählt dann quasi als Naturkatastrophe.

Und billigen Strom macht es auch nur eine gewisse Zeit lang. So ein AKW läuft dummerweise nicht ewig und wird nach einer gewissen Zeit im kerntechnischen Bereich irreparabel geschädigt. Alles, was über die meist vorgesehenen 40 Jahre hinausgeht, ist dann wie bei einem Flugzeug, das schon deutlich "drüber" ist, nur noch Gewürge weit jenseits der Wirtschaftlichkeit aus'm Prospekt.

Als die CDU-geführte Regierung 2011 u.a. den beiden AKW Biblis (Inbetriebnahme 1975/77) nach weniger als 40 Jahren den Stecker gezogen hat, lag die Verfügbarkeit über die gesamte Betriebsdauer bei 68,7 % bzw. 74,5 %. In den ersten 20 Jahren sicher ganz ordentlich, aber "hinten raus" extrem stark nachlassend. Die haben den Dingern, die irgendwann mehr runtergefahren als am Netz waren, quasi den Gnadenschuss gegeben. Mit Billigstrom und Grundlast war da schon lang nix mehr. Das ist auch in Frankreich, Belgien oder der Schweiz bei vielen Anlagen so. Auch die Dinger sind in weiten Teilen wirtschaftlich schon lange fertig. De facto ist Deutschland schon um 2000 aus der Atomkraft ausgestiegen. Da hätte man (wie die Finnen) Neubauten mit Inbetriebnahme in den 2020er Jahren für die damals noch halbwegs relevanten AKW aus den 80ern auf den Weg bringen müssen. Alles danach war und ist nur noch Show für die politischen Kulturkrieger. Es mag sein, dass ein Hand voll recht neue Anlagen wie z.B. Isar II bis zum Schluss recht stabil gelaufen sind, das wäre aber naturgemäß nur noch ein paar Jahre weitergegangen, vielleicht eine Legislatur oder zwei.

Und letztlich muss man sehen, ist ein AKW eigentlich nur ein sehr teurer und nicht ungefährlicher Wassererhitzer für eher ineffizente Dampfturbinen. Ein AKW ist letztlich auch nur eine Dampfmaschine, wenn man sich das emotionale Atomthema, mit dem man einfach nur das Wasser warm macht, mal wegdenkt. Da haben wir heute echt effizientere und kostengünstigere Möglichkeiten, um Stromgeneratoren zum Laufen zu bringen oder den Strom einfach per Fotozelle zu erzeugen. Bei mir sind heute ein paar kWh einfach wieder vom Himmel gefallen. Krass.
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Valentin »

Rohrbacher hat geschrieben: 28 Apr 2026, 18:19 Ähm... du hast dir mal die Verfügbarkeit der AKW angeschaut, oder? Nehmen wir mal im Mittel 85 %, dann heißt das, dass in den anderen 15 % der Zeit mal eben im Mittel 1.000 MW fehlen. Und zwar punktuell als ziemlich großes Loch. Deswegen stehen die Anlagen ja gerne mal im Rudel, so kann das eine Strom machen, wenn das andere mal wieder Schlagzeilen oder einfach gar nichts macht.
Der Betrieb von AKWs erfordern regelmäßige Revisionen, für den die Kraftwerke im Sommer monatelang abgeschaltet werden. Diese geplanten Auszeiten wurden doch sicherlich nicht mitgezählt? Im Rudel sind Kernkraftwerke übrigems genauso wie Kohleblöcke einfach kostengünstiger zu betreiben. Daher auch hier die Zusammenballung.
Punkt 2: Hast du dir angeschaut, mit welcher Leistung die AKW in den "verfügbaren" 85 % gelaufen sind? Wenn z.B. das Wasser gerade mal zu warm war, war das gar nicht mal so viel. Deswegen gingen auch überraschend nicht die Lichter aus als 2011 eine größere Zahl an AKW mal eben aus dem Markt genommen wurden.
Außer man hatte vorrausschauend Luftwärmetauscher nachgerüstet, wie an der Isar.
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Auer Trambahner »

Cloakmaster hat geschrieben: 28 Apr 2026, 10:56 Noch einmal, für den Trambauern, der in der Baumschule sitzen geblieben ist
Könnts ihr grünen Kaschpalköpf immer nur mit Beleidigungen reagieren, wenn jemand nicht eure Kreiswichstexte mitbetet?
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Auer Trambahner »

Und zurück zum Thema:

Es wurde in letzter Zeit die "Donut Batterie" als Heilsbringer der E-Mobilität gepriesen.
Schneller, stärker, haltbarer, leichter usw.
Sollte für Motorräder des zugehörigen Herstellers den Ersteinsatz haben, das angekündigte Gerät wurde bisher nicht auf den Markt gebracht.
Dafür haben Messungen herausgestellt, das von versprochenen 100.000 Ladezyklen eher nur 100 überbleiben. Die Temperaturunempfindlichkeit ist auch höchstens unterkontrollierten Bedingungen annähernd zu erreichen.
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von mapic »

Auer Trambahner hat geschrieben: 28 Apr 2026, 21:47 Und zurück zum Thema:

Es wurde in letzter Zeit die "Donut Batterie" als Heilsbringer der E-Mobilität gepriesen.
Schneller, stärker, haltbarer, leichter usw.
Sollte für Motorräder des zugehörigen Herstellers den Ersteinsatz haben, das angekündigte Gerät wurde bisher nicht auf den Markt gebracht.
Dafür haben Messungen herausgestellt, das von versprochenen 100.000 Ladezyklen eher nur 100 überbleiben. Die Temperaturunempfindlichkeit ist auch höchstens unterkontrollierten Bedingungen annähernd zu erreichen.
Seit mindestens 10 Jahren werden immer wieder irgendwelche Wunderbatterien angekündigt, die eine gigantische Kapazität haben, in 5 Minuten aufgeladen werden können, praktisch nichts mehr wiegen und nichts mehr kosten, ewig haltbar und unzerstörbar sind, und üblicherweise "nächstes Jahr" auf den Markt kommen, bis man dann einfach nie mehr was davon hört. Das ist also nix Neues. Derartige Meldungen kann man getrost ignorieren.

Das ändert aber auch nichts daran, dass die längst vorhandenen Batterietechnologien immer weiter verbessert und vor allem immer günstiger werden.
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von Cloakmaster »

Auer Trambahner hat geschrieben: 28 Apr 2026, 21:41

Könnts ihr grünen Kaschpalköpf immer nur mit Beleidigungen reagieren, wenn jemand nicht eure Kreiswichstexte mitbetet?
jo mei, der AfDepp ist hoit a Depp, a depperter. Dem muss man es scho mit deutlichen Worten einhämmern, was die Uhr geschlagen hat - und trotzdem versteht der Depp es meist immer noch nicht.
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Re: Wie steht ihr zum Elektroauto?

Beitrag von 146225 »

mapic hat geschrieben: 28 Apr 2026, 22:22 Das ändert aber auch nichts daran, dass die längst vorhandenen Batterietechnologien immer weiter verbessert und vor allem immer günstiger werden.
Das kann man mal getrost realistisch zur Kenntnis nehmen, dass dem so ist. Und die Innovation auf diesem Gebiet findet nicht wirklich in Deutschland statt. Ergo wird auch das Geld damit anderswo verdient.
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