[M] Störungschronik S-Bahn München

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ralf.wiedenmann
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Bis Leuchenberg an 15:08 fährt S4 nur bis Leuchtenbergring statt Haar.
S4 Leuchtenbergring an 15:28 fährt bis Zorneding statt Haar.
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ralf.wiedenmann
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Minga Jung hat geschrieben: 24 Jun 2026, 19:13
Man muss halt ehrlich sein und sagen, dass sowohl das Museumsfahrzeug 420, als auch die moderneren 424 und 423 im Sommer ihre Probleme haben. Warum? Weil sie zu ihrer Konstruktionszeit nicht auf unsere aktuellen Sommer ausgelegt sind.
Warme Sommer gab es früher auch schon in München:
1: 37,0 °C: 13.08.2003
2: 36,9 °C: 05.07.2015
2: 36,9 °C: 27.07.2013
4: 36,8 °C: 20.07.2022
5: 36,5 °C: 07.08.2015
6: 36,2 °C: 28.07.2013
7: 35,9 °C: 15.07.2023
7: 35,9 °C: 7.7.2015
7: 35,9 °C: 10.8.2003
10: 35,8 °C: 01.08.2017
10: 35,8 °C: 26.08.2011
10: 35,8 °C: 27.07.1983
13: 35,6 °C: 13.08.2015
13: 35,6 °C: 17.07.2015
13: 35,6 °C:?11.07.1984
16: 35,5 °C: 11.07.2023
16: 35,5 °C: 25.07.2022
16: 35,5 °C: 08.08.2015
karlingersepp
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von karlingersepp »

ralf.wiedenmann hat geschrieben: 25 Jun 2026, 13:56 Warme Sommer gab es früher auch schon in München:
...
Es ist aber schon erschreckend, dass bis auf wenige Ausreißer alle diese Werte aus den letzten 15 Jahren sind. Früher hätte man so eine Hitze als "Jahrhundertsommer" bezeichnet (z.B. 2003), jetzt haben wir alle paar Jahre so eine Hitzewelle und die Jahre dazwischen sind auch nicht viel kühler.

Der 423 wurde vor diesen Extremwerten entwickelt, man hätte aber auch in den 90ern schon gewusst, dass es heißer wird, aber wenn man die Fahrzeuge besser an die Hitze angepasst hätte, wären sie vielleicht teurer geworden, was damals schlecht zu verkaufen gewesen wäre.
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ralf.wiedenmann
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von ralf.wiedenmann »

Ich erinnere an Dezember 2023. Standschäden wegen Schnee und Kälte. Da ging auch fast gar nichts mehr. Zur Erinnerung die Werbekampagne von 1967: Alle reden vom Wetter. Wir nicht.
Rohrbacher
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Rohrbacher »

karlingersepp hat geschrieben: 25 Jun 2026, 14:10
ralf.wiedenmann hat geschrieben: 25 Jun 2026, 13:56 Warme Sommer gab es früher auch schon in München:
...
Es ist aber schon erschreckend, dass bis auf wenige Ausreißer alle diese Werte aus den letzten 15 Jahren sind. Früher hätte man so eine Hitze als "Jahrhundertsommer" bezeichnet (z.B. 2003), jetzt haben wir alle paar Jahre so eine Hitzewelle und die Jahre dazwischen sind auch nicht viel kühler.
Das sind ja nur die Tage mit den Rekordwerten. Die sind für das Thema hier eigentlich völlig egal, in der Spitze ist es nicht so viel heißer als "früher". Eine mir vorliegende Statistik von Freising/Flughafen kennt amtliche Werte von 35 oder auch 37 Grad auch aus den 90ern, 80ern, 70ern etc.

Was aber definitiv anders ist: Dass diese Rekordwerte öfter, zum Teil regelmäßig durchgehend tagelang erreicht werden. Als man den 420 gebaut hat, hatte man im Raum München vielleicht drei bis fünf Tage im Jahr über offiziell ermittelten 30 Grad. Seit 2010 haben wir kaum noch Jahre mit unter 10 Tagen, das Jahr 2015 schießt den Vogel mit 31 (!) solcher Tage ab, aber 2023 hatten wir auch 21, 2024/25 jeweils 16. Für den Betrieb von Fahrzeugen, aber auch von Büros oder anderen Arbeitsplätzen macht's einen riesen Unterschied, ob wir drei heiße Tage im Jahr irgendwie rumkriegen oder ob das rechnerisch in einem ganzen Monat normal ist und man dann ggf. als Betreiber/Chef was machen muss.

Im Mischbetrieb 420 vs. 423/424 oder 111 vs. 101/102/146/440/445 ist es ja ganz einfach, indem man das Personal rotiert, sodass ein Tf im Schnitt auch nicht häufiger bei 35 Grad auf einem unklimatisierten Führerstand sitzen muss als früher. Also kein Problem, jedenfalls kein größeres als früher.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Minga Jung »

ralf.wiedenmann hat geschrieben: 25 Jun 2026, 13:56
Minga Jung hat geschrieben: 24 Jun 2026, 19:13
Man muss halt ehrlich sein und sagen, dass sowohl das Museumsfahrzeug 420, als auch die moderneren 424 und 423 im Sommer ihre Probleme haben. Warum? Weil sie zu ihrer Konstruktionszeit nicht auf unsere aktuellen Sommer ausgelegt sind.
Warme Sommer gab es früher auch schon in München:
1: 37,0 °C: 13.08.2003
2: 36,9 °C: 05.07.2015
2: 36,9 °C: 27.07.2013
4: 36,8 °C: 20.07.2022
5: 36,5 °C: 07.08.2015
6: 36,2 °C: 28.07.2013
7: 35,9 °C: 15.07.2023
7: 35,9 °C: 7.7.2015
7: 35,9 °C: 10.8.2003
10: 35,8 °C: 01.08.2017
10: 35,8 °C: 26.08.2011
10: 35,8 °C: 27.07.1983
13: 35,6 °C: 13.08.2015
13: 35,6 °C: 17.07.2015
13: 35,6 °C:?11.07.1984
16: 35,5 °C: 11.07.2023
16: 35,5 °C: 25.07.2022
16: 35,5 °C: 08.08.2015
Selbst dir müsste doch aber auffallen, dass die meisten Werte von 20xx sind? Aber das ist ja noch nicht mal das Problem, dass es "mal" wärmer wird. Es geht doch darum wie lang es pro Jahr so warm ist. Und hier haben wir einen massiven Anstieg. 1990 waren es im Schnitt 6 Tage. Jetzt sind es 11. Das heißt natürlich auch, dass es im Schnitt wärmer ist. Und darauf muss eine Maschine (=Klimaanlage) ausgelegt sein. Beim 423 kühlt die Klimaanlage aber nicht nur den Fahrgastraum, sondern auch noch technische Geräte wie den Antrieb. Überspitzt gesehen: wenn noch bisschen Kälteleistung da ist, dann geht das in den Fahrgastraum. Nicht umsonst baut man heutzutage eine getrennte Klimaanlage für den Fahrgastraum und eine Kühlung für die Technik.
Minga Jung
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Minga Jung »

ralf.wiedenmann hat geschrieben: 25 Jun 2026, 15:26 Zur Erinnerung die Werbekampagne von 1967: Alle reden vom Wetter. Wir nicht.
Und die Werbung sagte früher immer die Wahrheit?
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von 146225 »

Minga Jung hat geschrieben: 25 Jun 2026, 17:31 Und die Werbung sagte früher immer die Wahrheit?
Aus der Ferne besehen ist alles schön...
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Rohrbacher »

Minga Jung hat geschrieben: 25 Jun 2026, 17:26 Nicht umsonst baut man heutzutage eine getrennte Klimaanlage für den Fahrgastraum und eine Kühlung für die Technik.
Das hat man eigentlich bei neuen Typen Mitte der 90er auch schon so gebaut. Man hat die Klimaanlage beim 423 einfach nochmal ganz eingespart und stattdessen diesen Kunstgriff gemacht, indem man ein bisschen gekühlte Luft aus den Geräten in die Drucklüftung umleiten kann. Im Prinzip genauso wie der 420 im Winter heizt, also kaum. Die einschlägigen bösen Zungen könnten jetzt richtigerweise feststellen, dass der 423 der allerletzte (?) Entwicklungsauftrag der sparsamen Bundesbahn war. :lol:

Dass auch die Technik ausreichend gekühlt werden muss, insbesondere die sensible Elektronik, ist natürlich der nächste Punkt, warum mittlerweile vergleichsweise moderne, aber noch nicht auf "spanisches Sommerwetter" ausgelegte Fahrzeuge bei Hitze ab und zu mal ausfallen, 111 und 218 in den üblichen Diensten aber vermutlich noch fahren würden, wenn ihre Tf längst hartgekocht sind.

Die "alten" ICE-Klimaanlagen waren da ja nur die medial beachtete Eisbergspitze eines Problems. Meine Workstation hat bei den üblichen 10% CPU-Last eh genug Reserven, der alte Laptop von 2008, dem man beim Denken noch zuschauen kann, hat's auch nicht interessiert, aber den neuen Hochleistungslaptop hab ich gestern nach drei Minuten 3D-Anwendung mit'm Standventilator zusätzlich kühlen müssen. Grüße aus'm nicht klimatisierten Büro.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von 4002 »

Da war die BR143 zumindest fürs Fahrpersonal gut.

Eigene Fahrerklima und sonst eher alte Technik.

Dafür natürlich auch wenig Leistung, keine regenerative Bremse usw.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von 146225 »

4002 hat geschrieben: 25 Jun 2026, 20:24 Dafür natürlich auch wenig Leistung, keine regenerative Bremse usw.
Wenig Leistung ist immer relativ. Im Südschwarzwald, wo die 143 die noch deutlich älteren 139 vor Personenzügen abgelöst hat, war das vor 35 Jahren durchaus ein Quantensprung. Und auch bei der S-Bahn Rhein-Ruhr: statt einer ruckelnden 111, die im S-Bahn-Dienst eh nie 160 km/h fuhr, die ruckfrei kraftvoll beschleunigende 143 - doch, vor 35 Jahren war das ein Fortschritt.

Aber halt genau das: vor 35 Jahren.
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Re: [M] Störungschronik S-Bahn München

Beitrag von Rohrbacher »

4002 hat geschrieben: 25 Jun 2026, 20:24 Eigene Fahrerklima und sonst eher alte Technik.
Wobei halt die Frage ist, wie leistungsfähig die Klimaanlage bei Wetter ist, das man so nicht hat kommen sehen. Die ICE3 hatten ja schon immer, aber die erste Ausführung ist aufgrund zu kleiner Auslegung reihenweise ausgefallen, was ja bis heute das Bahn-Image mitprägt ...

Und so ganz unelektronisch sind die (nach der 120 vorgestellten) 143 ja nicht mehr. Die 120 ist der Vergleichsmaßstab, nicht die die 111, deren letzte Serie die DB ja schon 10 Jahre vor der Wende eigentlich nicht haben wollte, nachdem 1979 ja die 120.0 als quasi Urmutter aller modernen E-Loks auf der Welt war ...
146225 hat geschrieben: 25 Jun 2026, 20:43 Quantensprung
Natürlich, es wird sicherlich 35 Jahre später auch mal Leute geben, die 102 wegen ihres ergonomischen Führerstands oder so loben werden ... 8)

Tatsächlich hat man aber die 143 nicht u.a. nach NRW umbeheimatet und erstmal mit "Westbremse" und ZWS ausgestattet, weil die Loks besser waren, sondern weil man zwecks Mehrbedarf die schnellen Loks nach dem abgesagten Neubau von weiteren 120 abziehen musste. Da hätte man wahrscheinlich jedes Gerümpel genommen. Kurz vorher bei der S-Bahn Nürnberg ja z.B. 141 - mit deren Ausmusterung die DB gerade begonnen hatte, die dann über die Reformjahre auch wesentlich verlangsamt wurde, wie auch die der 110, wo man ja zum Schluss teilweise sogar noch die Wendezugsteuerungen aus den ausgemusterten 141 reingespaxt hat statt die "modernen 143" z.B. zu schnellen 112 umzubauen oder mit ihnen bei DB Cargo die alten 139/140 zu ersetzen, was viel einfacher gewesen wäre. Aber so der "Quantensprung" waren die 143 im Ganzen dann eben doch nicht.

Und manche von den schnellen Westloks auf dem technischen Stand der frühen 70er Jahre müssen deswegen noch heute laufen. Tatsächlich muss man die Wettbewerbs- und Reformbahn schon mal fragen, warum man eigentlich in den 111 (im Prinzip auch bei den 218) nie Klimaanlagen nachgerüstet hat, wie die Staatsbahn SBB bei den Re 4/4 beispielsweise. Im Nachhinein hätte sich das schon gelohnt. Auch als klar war, dass man die 420.4 in München noch 10-15 Jahre brauchen wird, hätte sich der Einbau von Führerstandsklimaanlagen (Stichwort 420-Plus) sicherlich genauso gelohnt wie die LZB.
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