[B] Innotrans & mehr

Eure Reportagen und Reiseberichte finden hier ihren Platz, gerne auch Bilder abseits von Gleisen
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Entenfang
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[B] Innotrans & mehr

Beitrag von Entenfang »

Tag 1

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Ich lasse mir ein erstes Bild vor dem Einsteigen nicht nehmen, dann beziehe ich mein Liegewagen-Abteil. Zwei Schweizer um die 40 haben die beiden oberen Liegen und sind gerade dabei, die Lüftungsöffnungen in der Decke mit Klebeband zu verschließen, weil es so stark zieht. In der Tat ist es im Abteil ziemlich kalt, obwohl die Heizungsregelung auf Maximum steht.

Einer der beiden fährt für den Marathon am Sonntag nach Berlin, der andere besucht seine Tochter, die dort studiert. Ersterer legt sich direkt nach Verschließen der Lüftung zum Schlafen hin, während der andere etwas an seinem Laptop erledigt. Der Zug setzt sich pünktlich in Bewegung und saust die Rheintalbahn nach Norden. Der Schaffner sammelt meine Fahrkarte ein und erklärt, dass er ab halb sechs das Frühstück ausgibt. "Nur, dass Sie nicht überrascht sind. Ich muss zwei Wagen betreuen." Dieser ganz besondere Service ist mir nur allzu gut von früheren Fahrten bekannt...

Als wir uns Karlsruhe nähern, lege ich mich schließlich hin. Da es so kalt im Abteil ist, schlafe ich trotz Decke vollständig bekleidet und muss sogar noch einen Pullover zusätzlich anziehen. Der vierte Fahrgast steigt in Karlsruhe dazu, aber das bekomme ich nur noch im Halbschlaf mit.

Tag 2

Als wir das Frühstück bekommen, ist es zu meiner positiven Überraschung nicht halb sechs, sondern 6:45 Uhr. Wir sind pünktlich unterwegs und rollen im Tagesanbruch durch Brandenburg. Der in Karlsruhe zugestiegene Fahrgast fährt ebenfalls zum Berlin-Marathon, kommt aus Cambridge und verreist aus ökologischen Gründen nur mit dem Zug.

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Pünktlich auf die Minute endet die Fahrt am Berliner Hbf, wo mich Moritz voller Vorfreude auf die Innotrans bereits erwartet. Meine Tasche verstaue ich im Schließfach, das leider in verwinkelten und vollgepissten Gängen im Parkhaus zu finden ist.

Durch die pünktliche Ankunft bleibt uns noch Zeit für ein Frühstück. Dafür steigen wir in die nur schwach gefüllte Tram M10 und fahren ein paar Haltestellen nach Osten.
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Nach einem kurzen Spaziergang durch den für mich nach dem immer noch andauernden Dürresommer erfrischend kühlen Freitagmorgen entdecken wir eine ansprechende Bäckerei und gönnen uns einen Kaffee, um die kurze Nacht zu kompensieren.

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Ein äußerst emotionales Wahlkampfthema waren die Poller, welche Schleichverkehr durch die Wohngebiete unterbinden sollen und von der CDU vehement bekämpft werden.

Dann nehmen wir die S-Bahn Richtung Messe und sind definitiv nicht die einzigen.
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Menschenmassen strömen vom S-Bahnsteig zum Eingang.

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Vor dem Eingang erlangt ein Zelt von Alisa unsere Aufmerksamkeit. Dieses Forschungsprojekt arbeitet an einem völlig neuen Konzept von Nachtzügen, welche das größere GC-Profil (das aber noch längst nicht auf allen europäischen Strecken gegeben ist) ausnutzen, um teils ziemlich großzügige Abteile in völlig neu zu konstruierenden Dostos anzubieten. Dabei wird der Platz an den Wagenenden geschickt genutzt, um Familienabteile einzurichten, die einem Hotelzimmer nicht nachstehen.

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Der wesentliche Unterschied zum Konzept der neuen Nightjets ist, dass die Abteile sowohl tagsüber als auch nachts bequem sind und durch die Fahrgäste selbst umgebaut werden können. Im Bild das Familienabteil, welches am Wagenende im Untergeschoss in der „Sackgasse“ vorgesehen ist. Wir stehen hier also am Abteilzugang, links die Betten in Nachtstellung, rechts die Tagstellung (das obere Bett kann über die Schienen nach oben gehoben werden). Ein großer Tisch lädt zum Spielen und Essen ein. Was mir dagegen weniger gefällt sind die Bänke quer zur Fahrtrichtung, die ich eher unangenehm finde und keinen schönen Blick nach draußen erlauben. Schön finde ich dagegen, dass man auch vom oberen Bett aus nach draußen schauen kann.
Geradeaus der Zugang zum eigenen WC mit Dusche. Links hinter der „Leiter“ gibt es viel Stauraum für Gepäck.
Vergleicht man den Platzbedarf mit einem klassischen Liegewagenabteil (in dem ebenfalls 6 Personen Platz finden), wird mehr als deutlich, dass so wohl nur sehr zahlungskräftige Familien verreisen werden.

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Am Wagenende im oberen Stockwerk gibt es ein Abteil, dass für gemeinsam reisende Paare gedacht ist und ebenfalls eine eigene Dusche und WC aufweist. Hier kann man es auch tagsüber sehr gut aushalten. Der großzügige Raum erinnert mich eher an russisches Breitspurprofil – der freizügige Einsatz dieser Wagen dürfte in Mitteleuropa wohl noch lange auf sich warten lassen.
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Vorgesehen sind auch Einzel- und Zweierabteile, die von der Tag- in die Nachtstellung umgebaut werden können und sehr bequem aussehen.

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Für die Preisbewussten sind Ruhesessel im Gang vorgesehen.

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Auch mit Business-Class-ähnlichen Sitzen experimentiert man, vorne in der Tagstellung, hinten komplett flach in der Nachtstellung (wobei dann wohl nur eine Person Platz findet).

Die Mock-Ups werden von sehr vielen, meist jungen Menschen betreut, die gern Auskunft geben. Hier steht ganz klar eine starke persönliche Motivation der Entwickler dahinter, das Nachtzuggeschäft der Zukunft mitzugestalten. Das Design lässt auf ein tendenziell hochpreisiges Segment schließen. Man darf gespannt sein, ob dieser grundsätzlich andere Ansatz die hohen Hürden der Zulassung nehmen kann, da es sich um eine völlig neue Wagenkonstruktion handelt.

Starten wir nun mit dem bunten Fahrzeugpark auf dem Freigelände der Messe:

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Der Blick in die Bozankaya-Tram für Neapel beginnt mit unangenehm starken Plastikgeruch - und überrascht mich dann doch positiv, da die Innenraumgestaltung einen klaren Fortschritt gegenüber meinen Fahrten in Rumänien gemacht hat (wobei das Beispiel Iasi Meterspur, während Neapel Regelspur hat) https://flic.kr/p/2pKDfUq

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Die Funktion dieser „Bürsten“ an den Türen hat sich mir nicht erschlossen

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Der Führerstand wirkt etwas unübersichtlich mit einer großen Zahl an Bedienelementen, die überall verteilt sind.

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Diese knuffige Maschine dient der Instandhaltung.

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Eine große Überraschung war sicher die Ankündigung von Nox, dass sie ab März 2027 einen Nachtzug München - Hamburg (mit Zwischenhalt in Augsburg und Bremen) anbieten. Zunächst gibt es nur Liegesitze, die an die Business-Class im Flugzeug erinnern, in einem umgebauten IC-Wagen. Abteile für 1 oder 2 Personen sind für 2028 angekündigt. Ob man den großspurigen Plan, bis 2035 100 europäische Städte mit Nachtzügen zu verbinden, tatsächlich halten kann, bleibt abzuwarten. Mit der Vorstellung eines Wagens auf der Innotrans (den man nur mit vorher gebuchter Führung, die wir leider am Freitag nicht mehr bekommen konnten) begann der Fahrkartenverkauf für München - Hamburg.

Flixtrain stellt einen der neuen Talgo-Wagen aus. Gerüchteweise haben sie abgewartet, bis die DB den aufwändigen Zulassungsprozess erledigt hat und haben dann dieselben Fahrzeuge bestellt, worauf auch die Länderzulassung hindeutet.
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Der Sitzabstand ist bekanntlich ziemlich gering, für mich persönlich aber ausreichend.
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Für einen Aufpreis erhält man etwas mehr Beinfreiheit und verstellbare Sitze.
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Leselampen gibt es überraschenderweise an jedem Platz.
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Dass Wandfensterplätze nicht relevant sind, ist offensichtlich und wird auch durch den Mann bestätigt, der sich nach unserer Meinung zum Fahrzeuggestaltung erkundigt.
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Man hat eine Standardausführung von Talgo genommen und Sitze so eingebaut, dass man möglichst viele reinbekommt. Auch die Gepäckregale sind ziemlich klein und dürften bei einem voll besetzten Wagen nicht ausreichend sein. Hier bleibt ganz klar der Fokus auf den günstigen Preis sichtbar. Die Talgozüge sollen übrigens laut Beispielansicht auf den Bildschirmen 13 Wagen erhalten, was laut dem Flixtrain-Angestellten nur versehentlich veröffentlicht wurde.

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Zu sehen ist ein BEMU von CAF für NRW und soll dort auf diversen Strecken eingesetzt werden, auf denen teilweise eine Oberleitung installiert ist, unter der sie auch geladen werden können.
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Der Trend zur Elektrifizierung auf der Fahrzeug- statt Infrastrukturseite setzt sich (leider) fort. Der Innenraum überzeugt mich durch seine großzügige Durchgangsbreite, angenehmen Sitze mit Klapptischen und durchdachte Innenraumaufteilung.
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Insbesondere die breiten Treppen von den Türen zu den Sitzplätzen finde ich vorteilhaft, um den Fahrgastwechsel zu beschleunigen.
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Die 1. Klasse unterscheidet sich im Wesentlichen durch die Farbe der Sitze.
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Im Führerstand setzt man laut Auskunft des CAF-Mitarbeiters bewusst auf verhältnismäßig viele herkömmliche Knöpfe, um die wichtigsten Funktionen für den Tf schnell zugänglich zu machen, anstatt sie in Untermenüs auf den Touchscreens zu verstecken.

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Der Güterwagen hat schon im Auslieferungszustand das obligatorische Graffiti…

Äußerst beliebt und daher sehr voll ist der KTX (koreanischer HGV) von Hyundai-Rotem. Die Front weist eine ähnliche „Kante“ wie der ICE 4 auf, nur fällt sie aufgrund der dunklen Lackierung wesentlich weniger auf.
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Der Zug erhält drei verschiedene Komfort-Niveaus, wobei es die außerordentlich luxuriösen Einzelsitze für den anspruchsvollen Geschäftsreisenden vielen Messebesuchern angetan haben. Fehlt eigentlich nur noch die Massagefunktion...
„Normale“ 1. Klasse
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Auch die 2+2-Bestuhlung ist durchaus großzügig.
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Ähnlich wie beim Shinkansen sind die Fenster eher klein (passen aber zu den Sitzreihen) und alle Sitze sind um 180° drehbar, damit sie in Fahrtrichtung angeordnet werden können. Die Anordnung als Vierergruppen ist vermutlich nicht vorgesehen, da sich dann ein sehr geringer Sitzabstand ergibt.
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Der Klappsitz im Einstiegsbereich ist vermutlich zum Telefonieren gedacht
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Eine echt rote Blackbox gibt es auch
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KTX neben 52T
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Auge des 52T
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Für mich persönlich sehr interessant ist natürlich die neue Tram von Škoda für Prag, welche dort im Laufe der nächsten Jahre die Flotte vergrößern wird, um den ambitionierten Netzausbau bedienen zu können. Die Innenraumgestaltung hat sich verglichen mit den früheren Serien der Prager Niederflurfahrzeuge recht deutlich geändert. Er ist deutlich offener geworden, statt Holz (wie in der 1. Serie) oder Plastik (wie in der 2. Serie) gibt es jetzt Kunstledersitze, welche einheitlich auch in neu beschafften Bussen in Prag eingebaut werden.
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Was mir weniger gefällt, sind die Kindergartenbänke über den Drehgestellen (die Variobahn lässt grüßen) und die kleinen Rampen seitlich der Türen, welche fiese Stolperfallen werden könnten. Auch hier spricht uns ein Škoda-Mitarbeiter an, was wir denn von der Gestaltung halten würden. Auf die Punkte angesprochen, wird die Stolpergefahr heruntergespielt und die Kindergartenbänke als Feature statt Bug verkauft (dort könnten Familien mit Kindern sitzen und für andere Fahrgäste würden ja noch andere Plätze zu Verfügung stehen). Das ist insbesondere deswegen interessant, da es eine Abkehr von früheren Fahrzeugserien z.B. in Miskolc ist, welche die Sitze über den Drehgestellen auf Podesten haben, damit überall dieselbe Sitzhöhe gewährleistet ist. Zur Benutzung des Notführerstands im Heck muss der Fahrer übrigens tatsächlich auf dem Einzelsitz knien. Das Wegklappen o.Ä. ist nicht vorgesehen. Als Begründung wird die dadurch bessere Übersicht genannt, welche in vielen Fällen beim Rangieren gebraucht werde.
Ich frage nach, was denn die wesentlichen technischen Neuerungen sind, da sich diese nicht unbedingt auf den ersten Blick erschließen. "Basically everything." Man hat von der Portalbauweise mit Jakobsdrehgestellen abgesehen, wodurch sich Erschütterungen und Lärmemissionen erheblich reduzieren lassen. Ich solle mal demnächst eine Testfahrt in Prag machen und mich selbst vom deutlich verbesserten Fahrkomfort überzeugen. In der Tat habe ich die ersten beiden Niederflurserien als recht laut, insbesondere im Weichenbereich, in Erinnerung. Natürlich gibt es auch eine leistungsfähige Klimaanlage, betont der Škoda-Angestellte. Anm.: Die erste Serie der Prager Niederflurbahnen hat noch keine Klimaanlage, soll aber in naher Zukunft nachgerüstet werden.
Auf Nachfrage darf ich auch in den Führerstand, allerdings keine Fotos machen. Am Fahrerarbeitsplatz auffällig ist der inzwischen ungewohnte Einbau von "echten" Spiegeln statt Kameras. In Prag würden bei Unfällen Fahrer gern behaupten, sie hätten das auf dem Bildschirm nicht erkennen können oder es hätte einen Zeitversatz vergeben, auch wenn es entsprechende Sicherheitsnachweise gebe, dass das nicht passieren könne. Der Škoda-Führerstand hat die Anzahl der Knöpfe auf ein absolutes Minimum reduziert und setzt stattdessen auf große Touchscreens. Die Panoramaverglasung sorgt für den perfekten Überblick über das Straßengeschehen. Außerdem ist ein System zur Geschwindigkeitsüberwachung verbaut, welches sicherstellt, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu keinem Zeitpunkt überschritten wird. Dafür gibt es eine detaillierte Karte und auf Basis eines besonders genauen Ortungssystems (präziser als GPS) können nicht nur unterschiedliche Weichengeschwindigkeiten bei unterschiedlichen Fahrtrichtungen, sondern auch zu frühes Beschleunigen nach dem Ende eines engen Bogens berücksichtigt werden. Er ist ganz offenbar sehr überzeugt vom neuesten Trammodell von Skoda und dass sie generell sehr qualitativ hochwertige Fahrzeuge bauen würden. Überhaupt wären die deutschen Städte, die Skoda-Wagen bestellt haben, sehr zufrieden (z.B. Mannheim). Auf meinen Hinweis, dass man das ja wohl nicht absolut generalisieren könne (z.B. MüNüX), meint er etwas verkniffen, dass er nur für den Straßenbahn- nicht aber für den Eisenbahnbereich zuständig wäre.
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf meine erste Testfahrt - ein Grund mehr, mal wieder nach Prag zu fahren.


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Končar zeigt einen Triebwagen für den kroatischen Fernverkehr, welcher sowohl unter Oberleitung als auch mit Dieselantrieb verkehren kann. Er soll das Rückgrat des kroatischen Fernverkehrs werden und auf den Strecken Zagreb - Split, Zagreb - Osijek sowie Zagreb - Pula via Slowenien zum Einsatz kommen, wobei in Slowenien aufgrund des anderen Stromsystems der Dieselantrieb genutzt wird.

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Hier fällt die völlig andere Fenstergestaltung mit nur sehr schmalen Wänden dazwischen auf. Dies dient dem Zweck, dass jede Sitzreihe das Sonnenschutzrollo nach eigenem Wunsch runterziehen kann. Da es allerdings nicht besonders gut abdunkelt, dürfte es auf den Sonnenplätzen dennoch unangenehm heiß werden. Jedenfalls sucht man hier Wandfensterplätze vergeblich.
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Feuerlöscher im Gepäckregal – ob das wirklich der geschickteste Platz ist?
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Kurzer Blick in den sehr aufgeräumten Führerstand
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Die 1. Klasse ist ein echtes Komfort-Upgrade
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Etwas eng ist der Durchgang zu den Snackautomaten, neben denen es nur diesen Stehbereich gibt. Meiner Meinung nach hätte man den Platz besser nutzen können.
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Arbeitsplatz des Zugbegleiters
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Fahrradstellplätze des Grauens – wenn man die Fahrt ohne kaputte Felgen am Vorderrad übersteht, wäre das ein kleines Wunder (diese kleinen Befestigungsbänder sind die einzige vorgesehene Möglichkeit, das Fahrrad zu befestigen). Auch bezweifele ich, dass sie besonders robust sind.
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Die Rollstuhlrampe blockiert leider wie in vielen anderen Zügen mehr als eine halbe Türspur.
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Die Stellplätze sind dagegen mehr als großzügig.
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Man möchte laut Aussage des Končar-Mitarbeiters die Eisenbahn komfortabler gestalten, wenn schon die Reisegeschwindigkeiten relativ niedrig sind. Insgesamt überzeugt mich die Innenraumgestaltung.

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Von außen wirkt es so, als wären die Fensterelemente eingeklebt und würden auch eine tragende Funktion übernehmen.

Ein echter Hingucker ist sicher die führerlose Metro/S-Bahn von CRRC, die mit ihrer großen runden Fensterfront besticht.
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Ob und wo diese Fahrzeuge bereits im Einsatz sind, lässt sich nicht in Erfahrung bringen und warum diese Fahrzeuge besonders digital, kundenfreundlich und energiesparend sind, erfährt man eher oberflächlich in langen Fließtexten in kleiner Schriftgröße, wenn man sich durch die Monitore drückt, während in vielen anderen Fahrzeugen mehr oder weniger Personal der Fahrzeughersteller und teils auch Betreiber vor Ort ist und uns oft auch aktiv angesprochen hat.
Zumindest stinkt es nicht mehr unangenehm nach Plastik wie in früheren Modellen von CRRC.

Außerdem zeigt CRRC eine Brennstoffzellen-Lok, die es auch als klassische Diesellok gibt.
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Nett finde ich, dass man das Logo in den Spitzenlichtern wiederfindet
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Im Führerstand gibt es einen großen Bildschirm…
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…und die gesamte Umgebung ist mit Kameras inklusive Personenerkennung einsehbar.
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Der neue Frecciarossa von Hitachi wird auch gezeigt.
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Aktuell laufen die Zulassungen für Deutschland, um in Kooperation FS/ÖBB/DB ab Sommer 2027 Direktzüge München - Mailand/Rom anbieten zu können.
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Insgesamt gibt es 4 Klassen, wobei nur Wagen der Executive und Business-Klasse zugänglich waren, die absolut super-duper-premium sind.
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Braucht man für ein WC, das kaum größer als 1 m2 ist, wirklich eine Übersichtskarte?

Anscheinend gibt es gleich zwei Orte mit Verpflegung – einmal diese Miniküche mitten im Durchgang, was mir ziemlich unpraktisch erscheint…
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…sowie einen Bistrowagen.
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Neben der Mikrowelle gibt es auch einen Panini-Toaster.

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Die Executive Class lässt keine Wünsche offen…

…und auch die Business-Klasse überzeugt durch sehr hochwertiges Design.
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Fortsetzung folgt...
Mein Bahnjahr 2025
Zurückgelegte Strecke: 30.600 km - Planmäßige Gesamtreisezeit: 16,2 Tage - Gesamtverspätung (analog FGR): 882 min - Planmäßige Reisegeschwindigkeit: 79 km/h - Durchschnittliche Fahrzeitverlängerung aufgrund von Verspätung: 3,8% - Fahrtkosten: 10,0 Cent/km - Anschlussquote (alle Anschlüsse einer Verbindung mit min. 1 Umstieg erreicht): 89,1% -
3-min-Pünktlichkeit innerhalb CH: 90,4% - 6-min-Pünktlichkeit innerhalb D sowie international D/CH: 57,8%
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TramBahnFreak
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Re: [B] Innotrans & mehr

Beitrag von TramBahnFreak »

Erstmal vielen Dank für die Einblicke!
Entenfang hat geschrieben: ↑07 Okt 2026, 23:52 das Familienabteil, welches am Wagenende im Untergeschoss in der „Sackgasse“ vorgesehen ist.
Dieses Konzept kommt mir von Amtrak bekannt vor und ich fand das dort schon recht überzeugend.
Aber klar, auch in Nordamerika gibt's ganz anderen Spielraum beim viel größeren Lichtraumprofil.
Die Funktion dieser „Bürsten“ an den Türen hat sich mir nicht erschlossen
Eventuell den Türantrieb vor Dreck schützen?
Dass Wandfensterplätze nicht relevant sind, ist offensichtlich und wird auch durch den Mann bestätigt, der sich nach unserer Meinung zum Fahrzeuggestaltung erkundigt.
Offensichtlich gibt es (leider) eine nennenswerte Masse an potentiellen Kunden, denen das tatsächlich komplett egal zu sein scheint.
Eine entsprechende Auswahl im Buchungs-Menü sollte aber doch eigentlich kein allzugroßes Problem darstellen...
Zu sehen ist ein BEMU von CAF für NRW und soll dort auf diversen Strecken eingesetzt werden, auf denen teilweise eine Oberleitung installiert ist, unter der sie auch geladen werden können.
Aaaahhhh, Schweizer Satzbau! Hilfe! 8) :lol:

Im Führerstand setzt man laut Auskunft des CAF-Mitarbeiters bewusst auf verhältnismäßig viele herkömmliche Knöpfe, um die wichtigsten Funktionen für den Tf schnell zugänglich zu machen, anstatt sie in Untermenüs auf den Touchscreens zu verstecken.
Großartig! Gute Firma! <3
Der Škoda-Führerstand hat die Anzahl der Knöpfe auf ein absolutes Minimum reduziert und setzt stattdessen auf große Touchscreens.
Sicher besteht hier keinerlei Zusammenhang zu potentieller Ablenkung im Falle allfälliger Unfälle. :roll:
sondern auch zu frühes Beschleunigen nach dem Ende eines engen Bogens berücksichtigt werden.
Das ist tatsächlich eine sinnvolle Idee. Aus eigener Erfahrung (mit längeren Fahrzeugen, zugegeben) kann ich bestätigen, dass man das komplette "Abdecken" einer engen Kurve / Weiche / etc manchmal nicht recht einschätzen kann und dann entweder unnötig lange schleicht (Fahrplan!) oder, noch schlimmer, gefährlich früh wieder beschleunigt.
Das geht stark in Richtung Vollüberwachung wie bei der Eisenbahn mit ETCS. Und die hat durchaus ihre Vorteile. (Auch wenn ich als Lokführer natürlich kein Fan von zu restriktiver Gängelung bin - aus einem Grund sind wir ausgebildet, das Ding sicher zu führen!)
Er ist ganz offenbar sehr überzeugt vom neuesten Trammodell von Skoda und dass sie generell sehr qualitativ hochwertige Fahrzeuge bauen würden. Überhaupt wären die deutschen Städte, die Skoda-Wagen bestellt haben, sehr zufrieden (z.B. Mannheim). Auf meinen Hinweis, dass man das ja wohl nicht absolut generalisieren könne (z.B. MüNüX), meint er etwas verkniffen, dass er nur für den Straßenbahn- nicht aber für den Eisenbahnbereich zuständig wäre.
Als dauerhafter Benutzer und Bediener von Stadler-Fahrzeugen kann ich bestätigen, dass es hierbei zu signifikanten Unterschieden kommen kann - diesmal eben in der anderen Richtung. 8)
Ich bin auf jeden Fall gespannt auf meine erste Testfahrt - ein Grund mehr, mal wieder nach Prag zu fahren.
Dafür gibt es eh genügend Gründe!
Jedenfalls sucht man hier Wandfensterplätze vergeblich.
Damit schon ein Highlight! 8)
Feuerlöscher im Gepäckregal – ob das wirklich der geschickteste Platz ist?
Also, wenn man ihn möglichst zuverlässig nicht erreichen will, dann sicherlich. :roll:
…und die gesamte Umgebung ist mit Kameras inklusive Personenerkennung einsehbar.
Die Personenerkennung ist sicher typisch chinesisch.
Aber die Möglichkeit, die Fahrzeugumgebung in alle Richtungen zu beobachten, ist für's Rangieren in belebten Bereichen ein tolles Feature!
Fortsetzung folgt...
Ich freu mich schon!

(Das ist jetzt auch so ein Beitrag geworden, der sich eher als Chat-Unterhaltung identifiziert. Egal.)
Quak!

Rettet den Stammnetzpendel!

Gegen die Gartentram!
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