Südostbayernbahn Sammelthema

Strecken und Fahrzeuge des Regionalverkehrs (ohne S-Bahn!)
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Rohrbacher
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Rohrbacher »

panurg hat geschrieben: 27 Nov 2025, 10:49 In Burghausen steht eine Wendezeit von ca. einer halben Stunde zum Laden zur Verfügung
Und was machen wir eigentlich, wenn wir wegen einer Verspätung kurzwenden müss(t)en?
rautatie
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von rautatie »

Rohrbacher hat geschrieben: 27 Nov 2025, 11:51
Und was machen wir eigentlich, wenn wir wegen einer Verspätung kurzwenden müss(t)en?
Lass mich raten: dann fällt die nächste Fahrt eben aus.
Wo ist das Problem?
Martin H.
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Martin H. »

Hab mich immer schon gewundert wnen ich in Augsburg an der Messe war, dass gefühlt immer der Mireo da rumsteht.
Plus zwei Auflieger der DB als mobile Tankstelle aufgebaut samt Blitzableiter und Co.
Alex101
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Alex101 »

panurg hat geschrieben: 27 Nov 2025, 10:49Der Transport des Wasserstoffs von Burghausen nach Mühldorf läuft dabei natürlich weder über die Schiene mit einem Güterwagen oder per Pipeline (ok, zugegebenermaßen für die benötigten Volumina übertrieben) sondern schön per LKW über die Straße...
Die SOB schreibt, dass der Wasserstoff in Mühldorf per eigener Elektrolyse-Anlage hergestellt wird:
Um die Züge zu betanken, wird eine Wasserstoff-Tankstelle in Mühldorf installiert werden, an der wir Wasserstoff mittels Elektrolyse herstellen werden. Da die Elektrolyse mit 100% Ökostrom betrieben wird, gilt der Wasserstoff als „grüner" Wasserstoff.
https://www.suedostbayernbahn.de/wir/neuigkeiten
Dass die Züge auf der RB42 nach Burghausen verkehren, scheint mir eher ein Marketing-Aspekt, als eine tatsächlicher technischer Vorteil zu sein.

rautatie hat geschrieben: 27 Nov 2025, 11:57Lass mich raten: dann fällt die nächste Fahrt eben aus.
Wahrscheinlich, denn heute fallen ja auch Fahrten aus um den Betrieb zu erleichtern: Erst gestern hat man einen Umlauf auf der RB41 ausfallen lassen offenbar um den RE4 mit über +60 kurz hinter dem Regeltakt (der die Fahrgäste vom RE in Mühldorf schon aufgenommen hatte) nach Simbach bringen zu können.
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panurg
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von panurg »

rautatie hat geschrieben: 27 Nov 2025, 11:57
Rohrbacher hat geschrieben: 27 Nov 2025, 11:51
Und was machen wir eigentlich, wenn wir wegen einer Verspätung kurzwenden müss(t)en?
Lass mich raten: dann fällt die nächste Fahrt eben aus.
Mühldorf-Burghausen sind 32 Kilometer. Bei unterstellten 20 Minuten Verspätung blieben wenigstens 5 Minuten zum Laden.
Selbst bei 0 Minuten Ladezeit wäre man bei einer Gesamtdistanz ohne Laden von 3 x 32km = 96km
Bei konservativen 100km Reichweite einer Akkuladung würde dies immer noch für die Rückfahrt nach Mühldorf ausreichen, wo der Zug dann eben zum Laden rausgezogen und durch einen anderen ersetzt wird.

Zwar ist auf der Strecke Tüßling-Burghausen mit dem Alztal und dem Piracher Berg eine Steigungsstrecke, die aufgrund des Verkehrshalts in Burgkirchen nicht mit Schwung durchfahren werden kann und westwärts nur wenig Rekuperation beim Bremsen zulässt [nahezu voll in Burghausen startend wäre dieser Fakt nicht von Bedeutung], aber die Streckenhöchstgeschwindigkeit beträgt auch nur 80km/h, was weniger Luftwiderstand und dementsprechend weniger Energieverbrauch mit sich bringt als eine Strecke, die auf gesamter Länge die fahrzeugseitige Höchstgeschwindigkeit von 120/140/160 hergibt. Der durchschnittliche Haltabstand liegt bei knapp 5km, das ist jetzt auch nicht unbedingt S-Bahn Niveau.

Wie wär's denn mit Testfahrten eines oder mehrerer vergleichbaren/r BEMU aus einem anderen Netz, um Erfahrungen zu sammeln? Am besten im Februar bei entsprechend geringen Außentemperaturen. Vollgeladen startend in Mühldorf, ein Schlepp-Tfz mittig an der Strecke auf den Gütergleisen bei Kastl positionieren und dann den Versuch starten, mit allen Unterwegshalten (ohne Fahrgastwechsel) zwei Runden fahrplangetreu um eine halbe Stunde versetzt zum Regeltakt nach Burghausen zu fahren, bei ausreichendem SOC auch gern drei Runden. Die Ergebnisse dieses Praxistests sollte man doch dann verwerten können.
Wenn man Angst hat, in diesen zwei/drei Stunden nicht ausreichend Güterverkehr abwickeln zu können, müssten diese Versuche eben spätabends oder nachts stattfinden. "Betriebsruhe" ist auf der Strecke ohnehin nur von 24:00 bis 03:00, dann fahren die ersten Güterzüge wieder.
Alex101 hat geschrieben: 27 Nov 2025, 17:08 Die SOB schreibt, dass der Wasserstoff in Mühldorf per eigener Elektrolyse-Anlage hergestellt wird:
Um die Züge zu betanken, wird eine Wasserstoff-Tankstelle in Mühldorf installiert werden, an der wir Wasserstoff mittels Elektrolyse herstellen werden. Da die Elektrolyse mit 100% Ökostrom betrieben wird, gilt der Wasserstoff als „grüner" Wasserstoff.
https://www.suedostbayernbahn.de/wir/neuigkeiten
Dass die Züge auf der RB42 nach Burghausen verkehren, scheint mir eher ein Marketing-Aspekt, als eine tatsächlicher technischer Vorteil zu sein.
Das habe ich wohl gekonnt nicht gefunden, danke dafür :)
Bedeutet im Gegenzug natürlich auch, dass der "graue" Wasserstoff aus Burghausen eben nicht zum Einsatz kommt oder eben doch per LKW verbracht wird, falls die technische Leistungsfähigkeit des Elektrolyseurs nicht ausreichen sollte.
Alex101 hat geschrieben: 27 Nov 2025, 17:08
rautatie hat geschrieben: 27 Nov 2025, 11:57Lass mich raten: dann fällt die nächste Fahrt eben aus.
Wahrscheinlich, denn heute fallen ja auch Fahrten aus um den Betrieb zu erleichtern: Erst gestern hat man einen Umlauf auf der RB41 ausfallen lassen offenbar um den RE4 mit über +60 kurz hinter dem Regeltakt (der die Fahrgäste vom RE in Mühldorf schon aufgenommen hatte) nach Simbach bringen zu können.
Das ist dieses typische Mühldorf-München-Problem, welches mindestens solange bestehen wird, wie zwischen Markt Schwaben und Ampfing eingleisige Abschnitte vorhanden sind. Verspätungen schaukeln sich auf, geschweige denn dass sie reduziert werden könnten und werden in Mühldorf bis zu +15 an die Anschlusszüge weitergegeben, die dies "verkraften" können, namentlich die RB41, RB42, RB45 und RB46. Richtung Rosenheim wird gar nicht gewartet, Richtung Traunstein maximal fallweise und Richtung Landshut 5, maximal 10 Minuten.
Der Langläufer RE4, der bis Simbach durchfährt und dort dann bis zum nächsten Morgen "übernachtet", bringt oft genug am Nachmittag/Abend Chaos auf die KBS 941.
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Auer Trambahner »

Alex101 hat geschrieben: 27 Nov 2025, 17:08 Die SOB schreibt, dass der Wasserstoff in Mühldorf per eigener Elektrolyse-Anlage hergestellt wird:
Klar muß da was eigenes gemacht werden.
Grünstoff könnte man zwar aus Pfeffenhausen holen, aber das lässt sich marketingtechnisch nicht so schön darstellen.
Die Elektrolyse muß idealerweise durchlaufen heißts immer, wie soll die Anlage mit 3 Fzg entweder nicht ausgelastet zukunftsgroß (und dann bis zum Mehrbedarf "Kaputtgespielt" sein) oder bei weiterer Fahrzeugbeschaffung nicht zu klein werden?

Wacker verkündet jetzt erstmal seine Sparpläne für Burghausen. Davor wird garnix neu angefangen werden?
Der mit dem Ölkännchen tanzt!
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panurg
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von panurg »

Die stillgelegte Bahnstrecke von Neumarkt St. Veit nach Marklkofen soll umgenutzt werden (leider hinter Paywall)
Kurzzusammenfassung:
Auf Initiative des Bauamts Staatl. Passau wird die Errichtung eines Fahrradwegs auf der Trasse geprüft, die Weichenverbindung von der Strecke zur Rottalbahn existiert seit 2024 nicht mehr.
Das Ks-Signal dürfte aber noch munter vor sich hin leuchten, muss die Woche direkt mal nachsehen, wenn ich da lang komme.
Planung und Ausführung sollen durch den Freistaat getragen werden, der anschließende Unterhalt und Weiterbetrieb des Radwegs an die Kommunen abgegeben werden.
rautatie
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von rautatie »

panurg hat geschrieben: 09 Dez 2025, 01:50
Auf Initiative des Bauamts Staatl. Passau wird die Errichtung eines Fahrradwegs auf der Trasse geprüft, die Weichenverbindung von der Strecke zur Rottalbahn existiert seit 2024 nicht mehr.
Mich würde generell mal interessieren, wie gut solche zu Radwegen umgewidmete Bahntrassen eigentlich genutzt werden. Gibt es dazu irgendwelche Erfahrungen oder Erhebungen?
Wo ist das Problem?
Christian Sch.
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Christian Sch. »

mtg hat geschrieben: 24 Nov 2025, 16:19 Der Region geht es nicht nur um den Anschlussverkehr in Simbach. In erster Linie sieht man die durchgehenden Züge des RE4 in Gefahr. Damit wäre Schluss nach Elektrifizierung München-Mühldorf.
Ich habe die Befürchtung, die Strecke Mühldorf - Simbach(Inn) wird als Kolateralschaden der "Neuen Inkreisbahn" enden...

Gruß
Christian
AK1
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von AK1 »

rautatie hat geschrieben: 09 Dez 2025, 09:32
panurg hat geschrieben: 09 Dez 2025, 01:50
Auf Initiative des Bauamts Staatl. Passau wird die Errichtung eines Fahrradwegs auf der Trasse geprüft, die Weichenverbindung von der Strecke zur Rottalbahn existiert seit 2024 nicht mehr.
Mich würde generell mal interessieren, wie gut solche zu Radwegen umgewidmete Bahntrassen eigentlich genutzt werden. Gibt es dazu irgendwelche Erfahrungen oder Erhebungen?
Die sind das Beste was man als Radler findet, deswegen sehr beliebt. Da geht es recht entspannt bergauf und runter muss man nicht viel bremsen, sondern kann schön rollen auch dank weiten Kurven. Bin im Sommer den Bahnradweg Hessen gefahren. Im Vogelsberg und der Rhön geht das wunderbar, dazwischen im Tal gibt's dann die stärkeren Steigungen, da ist ja nix stillgelegt...
Aber es gibt sicher auch was in Deiner Nähe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von ... ahntrassen
cretu
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von cretu »

AK1 hat geschrieben: 14 Dez 2025, 10:21 Die sind das Beste was man als Radler findet, deswegen sehr beliebt.
Nicht nur für Radler sehr beliebt.

Ich selbst habe 15 Jahre an der ehem. Bahntrasse zwischen Dorfen und Velden gelebt. Heute ein Rad- und Fußweg. Zu meiner Zeit war der mehr als nur beliebt bei Radlern, Fußgängern und Inlinern. Es gab Tage, da kam man aus dem Grüßen der Mitnutzer nimma raus. Angenommen wurde die ehm. Bahntrasse von jeder Bevölkerungsschicht. Wie oft ich dem ehm. Bürgermeister von Taufkirchen/Vils, heute m. W. Landrat, dort beim Joggen begegnet bin, könnte ich niemals aufzählen.

Sicherlich mag evtl. nicht jede Bahntrasse so gut angenommen werden. Dieser Einzelfall jedoch hat als Fuß- und Radweg seine künftige Bestimmung sicherlich gefunden und hat meiner Beobachtung nach wohl eine weitaus höhere Frequenz an Fußgängern, Inlinern und Radfahrern, als die damalige Bahn wohl an Passagieren hatte.
Oliver-BergamLaim
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Oliver-BergamLaim »

Auf den Gleisen der Mühldorfer Bahn konnte ich von Berg am Laim Bf. aus gerade eine Doppeltraktion 642er Richtung Mühldorf fahren sehen, davon ein 642er in lila Folierung mit dem Taufnamen "Pfarrkirchen".

Ich konnte leider aus der Ferne nicht erkennen, ob Fahrgäste drinnen waren oder nicht.

War das eine Überführung ohne Fahrgäste, oder werden die 642er jetzt auch im Fahrgastbetrieb auf der Strecke München - Mühldorf eingesetzt?
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Fahrgast
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Fahrgast »

heute, 20.02.2026: Beinahe-Zusammenstoß auf eingleisiger Bahnstrecke bei Weidenbach:
Eine Bahnsprecherin bestätigte dem Bayerischen Rundfunk, dass im Bereich Weidenbach gegen 9 Uhr "versehentlich ein Zug der Südostbayernbahn in einen Gleisabschnitt geleitet worden ist, der besetzt war".
und weiter:
Vorangegangen war laut BR-Informationen eine Stellwerksstörung. Zugfahrten durften nur, wie es bei der Bahn heißt, "auf schriftlichen Befehl" zugelassen werden.
...sicher, dass die BEU dem Fall werde nachgehen müssen.

ganze Meldung des BR:
https://www.br.de/nachrichten/bayern/be ... ch,VBmOgT5
Oliver-BergamLaim
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Oliver-BergamLaim »

Wenn man die KBS 940 nach München mal aus der Betrachtung rauslässt:

wie ist eigentlich auf den Strecken, die vom Linienstern Mühldorf ausgehen, aktuell die Verteilung zwischen 628ern und 642ern?

Gibt es bestimmte Strecken die nur mit entweder 628 oder 642 gefahren werden, oder wird das auf jeder Strecke bunt gemischt je nach tagesaktueller Verfügbarkeit?

Wie ist insgesamt das prozentuale Verhältnis von eingesetzten 628ern und 642ern? Ich habe keinen Überblick über die aktuell vorhandenen Stückzahlen dieser Baureihen in Mühldorf.
gio79de
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von gio79de »

Auf der RB 48 (Wasserburg Bahnhof <-> Grafing Bahnhof) sind weiterhin nur 628er unterwegs.
Nordlicht
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Nordlicht »

Ich habe keinen detaillierten Überblick, bin aber im Januar zwei Mal in Mühldorf gewesen und habe ganz überwiegend 628er sichten können.
642er schienen mir am ehesten in Richtung Traunstein/Traunreut zu fahren, einmal sah ich auch einen auf einer Tour nach Burghausen.
Richtung Landshut und Rosenheim bin ich bislang ausschließlich mit 628ern gefahren und habe auch bei Zugkreuzungen keine 642er auf diesen Strecken gesehen.
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von anian »

Nach Rosenheim sind vor ein paar Monaten mal vereinzelt 642er gefahren, regulär trifft man sie auf der Strecke aber definitiv nicht an (eigentlich nie).
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Alex101 »

RB 27011 hab ich die letzten Wochen einige Male als 642 gesehen und die fährt ab Mühldorf lt. Plan weiter nach Rosenheim.
Haupteinsatzstrecken für die Desiro sind weiter Passau unnd Traunstein/Traunreut. Wirklich zuverlässig scheint der Einsatz aber auf keiner Strecke zu sein.
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Bahnhofsvorstand »

Natürlich soll der 642 auch auf der "Hauptabfuhrstrecke" von Traunstein nach Waging fahren, weil dies umlaufmäßig mit Mühldorf-Traunstein verbunden ist.
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von rautatie »

Hat eigentlich jemand von Euch etwas davon mitbekommen und weiß genauer, wie das passiert ist?
https://www.br.de/nachrichten/bayern/be ... ch,VBmOgT5

Ich muss zugeben, dass mir auf der SOB häufiger mal etwas mulmig zumute ist, wenn sich mal wieder die Verspätungen häufen und die Züge gegenseitig aufeinander warten müssen, weil ich mir dann oft denke "Hoffentlich geht es gut und keiner macht einen Fehler....".
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Tegernseebahn
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Tegernseebahn »

Da wurde wohl von Weidenbach aus ein Zug in Richtung Schwindegg losgeschickt, obwohl der vorherige offenbar an der Einfahrt Schwindegg stand.
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Alex101 »

rautatie hat geschrieben: 23 Feb 2026, 13:17Hat eigentlich jemand von Euch etwas davon mitbekommen und weiß genauer, wie das passiert ist?
https://www.br.de/nachrichten/bayern/be ... ch,VBmOgT5
Der Merkur dazu: https://www.merkur.de/bayern/beinahe-au ... 83240.html
Entgegen der BR-Meldung wahr es potentiell kein Frontalzusammenstoß sondern ein Auffahrunfall. Beteiligt waren meiner Meinung nach 27024 (vorausfahrender Zug) und 27028 (hinterer Zug).

Im Artikel steht, dass der hintere Zug ca. 200 Meter vor dem Bahnhof Schwindegg zum Stehen gekommen sein soll. Da der vordere Zug ca. 150 Meter lang war, würde das tatsächlich den erwähnten finalen Abstand von ca. 50 Metern bedeuten. Anhand der Bilder scheint mir das aber unrealistisch:
Das aus dem zweiten Zug sichtbare Notfallmanager-Fahrzeug parkt meiner Meinung nach hier und von dort bis zum Einfahrsignal (hier) sind es ca. 550 Meter. Auf diesem Bild (bitte den Unsinn im Text ignorieren) sieht man noch, dass der zweite Wagen etwa auf Höhe des Notfallmanagers steht. Der vordere Zug hätte schon sehr weit vor dem Esig warten müssen damit am Ende 50 Meter rauskommen. Aber selbst wenn es 300 Meter gewesen sein sollte, war es gefährlich genug.
rautatie hat geschrieben: 23 Feb 2026, 13:17Ich muss zugeben, dass mir auf der SOB häufiger mal etwas mulmig zumute ist, wenn sich mal wieder die Verspätungen häufen und die Züge gegenseitig aufeinander warten müssen, weil ich mir dann oft denke "Hoffentlich geht es gut und keiner macht einen Fehler....".
Solange der Streckenblock funktioniert sind schwerwiegende Fehler meines Wissens technisch sehr gut abgesichert. Die Gefahren entstehen meist bei Störungen wie hier wo auf Ersatzsignal oder Befehl ohne technische Sicherungen gefahren werden muss. Das ist aber auch auf zweigleisigen Strecken gefährlich.
Und als Perspektive: Auf der A94 habe ich schon deutlich mehr gefährliche Situationen gesehen, als ich mir auf der KBS 940 vorgestellt habe.
Rohrbacher
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Rohrbacher »

Alex101 hat geschrieben: 24 Feb 2026, 21:58 Im Artikel steht, dass der hintere Zug ca. 200 Meter vor dem Bahnhof Schwindegg zum Stehen gekommen sein soll. Da der vordere Zug ca. 150 Meter lang war, würde das tatsächlich den erwähnten finalen Abstand von ca. 50 Metern bedeuten.
Was ich so gehört habe, fiel der Fehler erst auf als der Tf des hinteren Zugs nach der Vorbeifahrt am Vr0 statt einem Hp0 das plötzlich das Zg2 des da schon stehenden Zugs gesehen hat. Es erscheint daher naheliegend, dass es zwischen den beiden Fdl wieder eins der in Bayern fast schon berüchtigten Missverständnisse gegeben haben könnte, in dem Fall hinsichtlich der genauen Position des ersten Zugs. Nur mal rein spekulativ: Schwindegg sagt, dass der Zug "da" sei oder irgendwas vom Script abweichendes, was Weidenbach als "im Bahnhof vollständig angekommen, Blockabschnitt wieder frei" gewertet hat, entsprechend schreibt er einen Befehl zur Ausfahrt für den nächsten Zug und schon ist die Kacke wieder am Dampfen wie 2020 in Griesen ...
rautatie hat geschrieben: 23 Feb 2026, 13:17 Ich muss zugeben, dass mir auf der SOB häufiger mal etwas mulmig zumute ist, wenn sich mal wieder die Verspätungen häufen und die Züge gegenseitig aufeinander warten müssen, weil ich mir dann oft denke "Hoffentlich geht es gut und keiner macht einen Fehler....".
Dann ist dir hoffentlich bei der Einfahrt nach München Hbf, wo sich dutzende potentielle Fahrstraßen kreuzen können, auch mulmig und auf jeder zweigleisigen Strecke, wo Gleiswechselbetrieb mit fliegenden Überholungen oder Parallelfahrten sein kann oder mal ein Streckengleis gekreuzt wird wie in Tauberfeld 1981. Auch in Meerbusch 2017 oder Reichertshausen 2023 war's zweigleisig ...

Ein Beispiel: In Rohrbach ist das (wie in vielen Bahnhöfen) fast ein alltäglicher Vorgang, dass irgendein Zug mit z.B. "ein paar Litern" Kerosin mal ins "Gegengleis" gestellt wird, damit in Lastrichtung Strecken- und Bahnsteiggleis frei sind. In der Gegenrichtung kommt's dann zur Situation, dass die RB16 oder ein ICE schon am Esig wartet und von dort zuschauen kann bis der entgegenkommende Kerosinzug steht. Wenn das mit dem Durchrutschweg hoffentlich besser geklappt hat als vor zwei Jahren in Reichertshausen, kriegt die RB Einfahrt und fährt dann (wenn sie nicht warten musste sogar mit 80 km/h) bis auf ein paar Meter frontal auf den Kerosinzug zu, in der "Hoffnung", dass die Weiche dann wirklich ins Bahnsteiggleis gestellt ist: Hier ohne, aber es kommt eigentlich täglich vor, dass an dem Signal hinter der Weiche ein Gegenzug steht. Selbe Situation wie auf einer eingleisigen, das ist nichts anderes als eine Zugkreuzung, wo besser nix schiefgehen sollte, wenn man gerade in dem Moment mit Befehlen ohne technisches Netz und doppelten Boden arbeiten müsste. Wer sich bei sowas unsicher fühlt, sollte lieber Auto fahren. ;-)
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von rautatie »

Rohrbacher hat geschrieben: 24 Feb 2026, 23:49 [
Dann ist dir hoffentlich bei der Einfahrt nach München Hbf, wo sich dutzende potentielle Fahrstraßen kreuzen können, auch mulmig
Warum hoffentlich? Ist es wichtig bzw. relevant, dass den Fahrgästen möglichst häufig mulmig ist während der Fahrt? Ansonsten ergibt der Wunsch nach häufiger Mulmigkeit für mich irgendwie keinen rechten Sinn.
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Martin H.
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von Martin H. »

Natürlich soll es das nicht. aber wenn es Dir bei der SOB häufig mulmig ist gäbe es eben im Restnetz auch zig Stellen wo es das sein müsste....


Ein früherer Ausbilder sagte schon immer, wenn er mit dem Zug fährt setzt er sich möglichst mittig, und in Fahrtrichtung rechts hin.
Und in Fahrtrichtung, obwohl dagegen besser wäre.
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von rautatie »

Martin H. hat geschrieben: 25 Feb 2026, 09:42 Natürlich soll es das nicht. aber wenn es Dir bei der SOB häufig mulmig ist gäbe es eben im Restnetz auch zig Stellen wo es das sein müsste....
Das eine schließt das andere ja nicht aus.

Nur weil ich nicht geschrieben habe "Außerdem wird mir mulmig auf Strecken im Oberland, Richtung Füssen, zwischen Regensburg und Ingolstadt, auf der Schnellfahrstrecke Ulm - Stuttgart, auf der Strecke Landshut - Passau, etc." bedeutet das nicht, dass ich auch auf anderen Strecken bisweilen Bedenken habe. Man kann halt nicht immer umfassend bei jeder Gelegenheit alle weiteren Aspekte des Bahnfahrens betonen, sonst würde jeder Beitrag mehrere Seiten lang.

Also, zur Erklärung: wenn ich eine Befindlichkeit erwähne, die die SOB betrifft, kann man nicht daraus schließen, dass ähnliche Befindlichkeiten nur ausschließlich diese eine Strecke betreffen, auch wenn ich nicht explizit auch alle anderen Strecken erwähne.

Analoges Beispiel:
wenn jemand schreibt "Ich mag keine Bananen", dann kann man daraus nicht schließen, dass diese Person ausschließlich nur Bananen nicht mag, aber alle anderen Nahrungsmittel schon, weil er ja nur die Bananen erwähnt hat und sonst keine Früchte oder Lebensmittel.
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von 218 466-1 »

rautatie hat geschrieben: 23 Feb 2026, 13:17 Ich muss zugeben, dass mir auf der SOB häufiger mal etwas mulmig zumute ist, wenn sich mal wieder die Verspätungen häufen und die Züge gegenseitig aufeinander warten müssen, weil ich mir dann oft denke "Hoffentlich geht es gut und keiner macht einen Fehler....".
rautatie hat geschrieben: 25 Feb 2026, 09:50 Nur weil ich nicht geschrieben habe "Außerdem wird mir mulmig auf Strecken im Oberland, Richtung Füssen, zwischen Regensburg und Ingolstadt, auf der Schnellfahrstrecke Ulm - Stuttgart, auf der Strecke Landshut - Passau, etc." bedeutet das nicht, dass ich auch auf anderen Strecken bisweilen Bedenken habe. Man kann halt nicht immer umfassend bei jeder Gelegenheit alle weiteren Aspekte des Bahnfahrens betonen, sonst würde jeder Beitrag mehrere Seiten lang.

Also, zur Erklärung: wenn ich eine Befindlichkeit erwähne, die die SOB betrifft, kann man nicht daraus schließen, dass ähnliche Befindlichkeiten nur ausschließlich diese eine Strecke betreffen, auch wenn ich nicht explizit auch alle anderen Strecken erwähne.
Aber wie viele Züge fahren in dem Netz und auf vielen anderen Strecken und wie viele davon sind in ein Zugunglück verwickelt?
Die absolute Sicherheit gibt es nirgends.
Manchmal sind es gar nicht die FdL die Fehler machen, sondern die Techniker .
Dir ist dann auch bei Doppelausfahten, Parellelfahrten und sogar fliegenden Kreuzungen mulmig?
Also im Strassenverkehr sehe ich dauernd viel brenzligere Situationen wo sich Verkehsteilnehmer nur um cm verpassen...
Keine Alternative zum Transrapid MUC
Bild
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von rautatie »

218 466-1 hat geschrieben: 25 Feb 2026, 12:02
Aber wie viele Züge fahren in dem Netz und auf vielen anderen Strecken und wie viele davon sind in ein Zugunglück verwickelt?
Die absolute Sicherheit gibt es nirgends.
Nichts davon widerspricht allerdings dem, was ich in meinem letzten ausschweifenden Beitrag geschrieben hatte.

ich würde meinen, es ist nicht nötig, mir noch viele weitere Situationen, Strecken, Verkehrsmittel aufzulisten, in denen es ebenso zu riskanten Situationen kommen kann. Denn ich hatte doch eigentlich gerade erklärt (bzw. erklären wollen), dass mir das eigentlich ohnehin klar ist und ich auch gar nicht anders hätte ausdrücken wollen.
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von ET 412 »

Ist dir dann auf der Fahrt von München nach Lenggries oder zum Tegernsee auch mulmig?
rautatie
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Re: Südostbayernbahn Sammelthema

Beitrag von rautatie »

ET 412 hat geschrieben: 25 Feb 2026, 12:56 Ist dir dann auf der Fahrt von München nach Lenggries oder zum Tegernsee auch mulmig?
Die Frage, auf welchen Strecken mir wie mulmig ist, scheint von außerordentlicher Wichtigkeit zu sein. Wenn es so brisant ist und unbedingt geklärt werden muss, kann ich eine Mulmigkeitsstatistik erstellen und hier monatlich aktualisiert zur Verfügung stellen. Bei Bedarf kann sie auch auf Fahrstrecken im Auto (z.B. auf bestimmte Straßenabschnitte) ausgeweitet werden. Auch Flughäfen und Fluglinien, sowie Flugzeugtypen können mit Berücksichtigung finden.

Des weiteren kann natürlich auch die Mulmigkeit bei allen sonstigen Erlebnissen, Ereignissen und Vorfällen detailliert aufgeschlüsselt werden.

(Meine Güte, warum man jetzt da so auf meiner Anmerkung herumreitet, weiß nur der liebe Gott.... Zumindest bin ich nächste Woche abwesend. Vielleicht hat sich die Mulmigkeitsfrage ja bis dahin etwas beruhigt.)
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