Kollege, gib dir keine Mühe! Es bringt leider nichts zu sagen, wie es wirklich ist - da wird doch eh wieder nur geschmunzelt und gedacht: Lass die Säcke doch reden...das interessiert mich überhaupt nicht.
So Jungs, und mal wieder 423176, vielleicht geht's auch etwas freundlicher. Oder passt's mal wieder nicht, dass jemand nicht Eurer Meinung ist?
Die Leute sind ja nicht überall so dumm wie auf den Bahnsteigen im S-Bahntunnel. Wo ist eigentlich die Gehirnabgabestelle für S-Bahn-Benutzer?
Zu denen ich mich auch zähle und somit schon wieder beleidigt werde <_< . Es entsteht aber der Eindruck, als ob auch ein paar Bedienstete diese Abgabstelle zu nutzen pflegen.
Aber bleiben wir sachlich:
Du meinst also, dass jemand, der ins Gleis fällt, mit 60 nicht mehr überollt wird, aber nur wenn er eben nicht am Anfang des Bahnsteigs hineinfällt. Und das soll nun ein Argument für das Gepfeife sein?! Vielleicht lässt Du Dir das nochmal durch den Kopf gehen... denn dieser Vorteil zieht nur für einen derart geringen Anteil an Fahrgästen, dass es eindeutig vernachlässigbar ist.
Wie oft kommt es denn vor, dass jemand ins Gleis fällt?
Und wie wahrscheinlich ist es, dass er dann genau auf den paar Metern runterfällt, bei denen dieser Vorteil, eben durch Geschwindigkeit 60 statt 80, nicht mehr überfahren zu werden, noch relevant ist. Und warum fahren wir dann überhaupt mit 60? WEarum schützen wir dann nicht noch die Fahrgäste am Beginn des Bahnsteigs und fahren mit 20 oder 30 ein?
Ich glaube ohne weitere Ausführungen, dieses Argument also entkräftet zu haben.
Und sonst?
Aber sehen wir weiter:
Die Aufsichten. Gut, ich hab's ja shcon angesprochen, aber gern nochmal deutlicher:
Die Aufsichten erfahren doch jetzt auch, dass ein Zug einfährt, bevor dieser zu Pfeifen beginnt. Also warum sollten die einen Pfiff brauchen? Es ging auch Jahrzehnte ohne Pfiff und trotzdem konnten die Bahnen angesagt werden, warum sollte sich das nun ändern.
Irgendwer hat hier glaub ich gemeint, es sei jetzt so.. aber man wisse nicht, wie lang in der Zukunft noch. Na aber meine Herrscahften (und Damen) wie unwahrscheinlich ist denn der Fall? Da kauft man für Millionen oder Milliarden neue Züge, baut die Stammstrecke aus, bekommt evtl. bald nen neuen Tunnel aber es soll an den Monitoren für die Aufsichten scheitern? Eher unwahrscheinlich, oder ?
Und mal ehrlich: Ist es nicht fast schon lächerlich, dass die Bahnen per LZB fahren, neue Anzeigentafeln sogar evtl. die Minuten bis zur Abfahrt anzeigen können, ich sogar zu Hause im Internet, die aktuellen Verspätungen abrufen kann, aber ein Typ in der Aufsichtskanzel nur durch einen Pfiff über die einfahrende S-Bahn informiert werden kann? Ja, das ist lächerlich und auch meiner Ansicht nach vollkommen unrealistisch.
Somit : 2. entkräftetes Argument
Zum Thema: Aufsichten/Hilfen an den Bahnsteigen:
Die, wenn die sowieso den ganzen Tag am Bahnsteig stehen, haben sicherlich ein empfindlichere Ohr für einfahrende S-Bahnen und hören diese schon zuvor. Wer das nicht hat, der horche einfach auf die Ansagen, welcher Zug denn als nächstes einfahren werde. Für was brauchen die nun extra noch ne Warnung? Und davon abgesehen, seh ich es nichtmal als notwendig an, dass wenn bspw. mal eine Ansage ausbleiben sollte, dass diese Helferlein nochmal extra informiert werden müssen, dass JETZT ne S-Bahn einfährt. Warum denn? Das merken die dann schon oder erfahrend durch das Geräusch oder durch die Ansage.
Also wiederum: Argument entkräftet
zum Thema: Sicherheit
Dazu hab ich ja oben schon was geschrieben. Also bis auf die paar Hansel in Jahrzehnten, die genau in den Bereich fallen, in dem die Geschwindigkeitsreduzierung relevatn wird (für den Reingefallenen), ist doch nirgends ein triftiger Sicherheitsgrund vorhanden.
Dass S-Bahnen einfahren dürfte hinreichend bekannt sein. Es gibt ja jetzt dann auf der ganzen Stammstrecke Aufsichten, die den Bahnsteig immer überblicken (und davon abgesehen ja auch die anderen MVVler, die am Bahnsteig mit rum stehen - die Einstiegshelfer

).
Warum brauchts bei einer so offensichtlichen Situation wie einem leeren S-Bahn-Bahnsteig noch eine extra Warnung, dass nun eine S-Bahn einfährt? Weil manche auf den Sicherheitstreifen treten? Die werden dann bereits von der Aufsicht zurückgepfiffen -verbal. Und wenn dieses Zurückpfeifen ausbleiben sollte, wird die übertretende Person den Sicherheitsstreifen-Bereich dann verlassen, nur weil ne S-Bahn zu pfeifen beginnt? Ganz gewiss nicht. Wenn da einer steht, weil er da stehen will, dann wird er sich auch von einem Pfiff nicht beeindrucken lassen.
Darum auch hier: Argument entkräftet
Mal von den ganzen Sachen hier abgesehen, die alle keinen Sinn ergeben, stumpft der gemeine (und böse böse) Fahrgast mit dem regelmäßigen Gehupe wohl ab. Angenommen, es gäbe wirklich mal Grund zu pfeifen ... wer hört denn dann noch drauf? Niemand, weil jeder den nervigen Pfiff als "Information" interpretiert. Exakt nach dem Prinzip: Wer ständig unnötig nach Hilfe schreit, braucht sich nicht wundern, wenn keiner kommt, wenn mal wirklich was passiert.
Und lustig ist auch, dass ich noch vor wenigen Monaten mir anhören durfte (bei einem U-Bahn Thema zu Kameraüberwachung), dass man nicht alles absichern kann und dies auch für die wenigen Unglücklichen, die das betreffen würde, nicht nötig sei, und nun pötzlich soll genau dieser Pfiff aber für die Sicherheit notwendig sein. Sachen gibt's, nicht wahr?
Fakt ist aber: Man kann's nicht 100% sicher machen.
Und nachdem es keinen gscheiden Grund zu geben scheint, und das Getröte ziemlich auf die Nerven geht, wäre es das Beste, diese Regel wieder abzuschaffen - schnellstens.
Viele Grüße,
pok