[M] Avenio Sammelthema

Strecken, Fahrzeuge und Technik von Straßenbahnen und Stadtbahnen
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Jojo423 @ 23 Nov 2018, 22:31 hat geschrieben: Nachdem in den nächsten Jahren nur der Bus einigermaßen wachsen kann
Wobei man diesen Zustand grob fahrlässig oder je nach Lesart mutwillig herbeigeführt hat.
ist der Standort auch eher suboptimal. Ist doch relativ weit ab vom Schuss.
Eine Aussage, welche noch viel mehr auf die MVG Lösung bei der Hauptwerkstätte zutrifft.
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Jojo423
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Beitrag von Jojo423 »

Iarn @ 23 Nov 2018, 22:48 hat geschrieben: Wobei man diesen Zustand grob fahrlässig oder je nach Lesart mutwillig herbeigeführt hat.
Was die Politik verschlafen hat.
Eine Aussage, welche noch viel mehr auf die MVG Lösung bei der Hauptwerkstätte zutrifft.
Werden in der Hw Trambahnen abgestellt?
Viele Grüße
Jojo423
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Lazarus
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Beitrag von Lazarus »

Jojo423 @ 23 Nov 2018, 22:31 hat geschrieben: Man braucht die Fläche aktuell. Bis der neue Betriebshof genutzt werden kann, wird noch einiges an Zeit vergehen. Nachdem in den nächsten Jahren nur der Bus einigermaßen wachsen kann, braucht man die Flächen eben.
Soweit ich weiß, sind die Flächen des Betriebshof an der Westendstraße doch schon längst verplant. Insofern wird man den wohl nicht zum Tram Betriebshof umwandeln können. Und bevor die Westtangente nicht da ist, ist der Standort auch eher suboptimal. Ist doch relativ weit ab vom Schuss.
Sorry, aber die Aussage zeigt leider mehr als deutlich, das man bei der MVG noch immer rein gar nichts verstanden hat....
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Beitrag von Mark8031 »

Lazarus @ 23 Nov 2018, 23:02 hat geschrieben:
Jojo423 @ 23 Nov 2018, 22:31 hat geschrieben: Man braucht die Fläche aktuell. Bis der neue Betriebshof genutzt werden kann, wird noch einiges an Zeit vergehen. Nachdem in den nächsten Jahren nur der Bus einigermaßen wachsen kann, braucht man die Flächen eben.
Soweit ich weiß, sind die Flächen des Betriebshof an der Westendstraße doch schon längst verplant. Insofern wird man den wohl nicht zum Tram Betriebshof umwandeln können. Und bevor die Westtangente nicht da ist, ist der Standort auch eher suboptimal. Ist doch relativ weit ab vom Schuss.
Sorry, aber die Aussage zeigt leider mehr als deutlich, das man bei der MVG noch immer rein gar nichts verstanden hat....
Welche der Aussagen meinst Du?

Zum Bahnhof 3 und Betriebshof West: ein Stadtratsbeschluss aus der Ära Ude besagt deren Auflösung und Bebauung mit Wohngebäuden. Wenn ich mich richtig erinnere, durch eine der städtischen Wohnungsgesellschaften. Hierzuforum wird ja gerne ein Stadtratsbeschluss auch als Ultima Ratio und Zielvereinbarung gesehen. Insofern macht die MVG doch alles richtig.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Jojo423 @ 23 Nov 2018, 23:02 hat geschrieben:Was die Politik verschlafen hat.


Jetzt frage ich mich, wo die Vorgabe nur noch Bus Konzepte zu entwickeln und die Straßenbahn zu ignorieren im RIS zu finden ist?

Abgesehen davon: argumentierst Du nicht immer für den Erhalt der Autonomie der MVG? Wenn man reiner Befehlsempfänger der Politik ist und keinerlei eigene Ideen entwickelt, dann könnte man ja durchaus einiges im Management streichen.
Werden in der Hw Trambahnen abgestellt?
Und wo wird die neue Abstellung gebaut :rolleyes: ?

Um zum Thema zurück zu kommen, der Witz auf Rädern (Zweiteiler) hat seine erste Überführungsfahrt gemacht Tramreport
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Jean
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Beitrag von Jean »

Und nur so nebenbei: die Planungen der Westendstraße sind ja eh für die Katz da ja bereits Fertighäuser und Container stehen. Die Container kann man sicherlich schnell abbauen...die Fertighäuser wird man aber nicht so schnell wieder entfernen! :ph34r:
Und ja...Jojo vergisst, dass die Hauptwerkstatt irgendwann auch ein Depot beinhalten soll...
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Beitrag von Mark8031 »

Iarn @ 24 Nov 2018, 09:15 hat geschrieben: der Witz auf Rädern (Zweiteiler) hat seine erste Überführungsfahrt gemacht Tramreport
Ist ja niedlich, wächst der noch, wenn man ihn gießt?
Diese Menschen, die in einem Eisenbahnforum pro Auto argumentieren und in ihrer Kleinsichtigkeit ständig für das Auto Werbung machen, finde ich hier schon etwas deplaziert.
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Beitrag von Auer Trambahner »

Iarn @ 24 Nov 2018, 10:15 hat geschrieben: der Witz auf Rädern (Zweiteiler)
Ein P Solo sorgt für verstärkten Speichelfluß, der Bambinio ist ein Witz, Zumutung und Armutszeugnis.

Soviel zum Thema verzerrte Sichtweise.
Der mit dem Ölkännchen tanzt!
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Auer Trambahner @ 24 Nov 2018, 09:37 hat geschrieben: Ein P Solo sorgt für verstärkten Speichelfluß, der Bambinio ist ein Witz, Zumutung und Armutszeugnis.

Soviel zum Thema verzerrte Sichtweise.
Auch wenn der P hier im Forum seine Fans hat, gehöre ich definitiv nicht dazu. Am P Hype habe ich mich im Forum nie beteiligt. Einerseits finde ich von den musealen Wagen den M deutlich schöner und zum anderen steh ich nicht auf Gedränge im Solo.
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S-Bahn 27
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Beitrag von S-Bahn 27 »

Es liegen halt auch ein paar Jahrzehnte zwischen P und Avenio 2-Teiler, mit der angepriesenen Entwicklung der R3.3 wirkt das jetzige Konstrukt halt arg rückschrittlich.
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Beitrag von Hot Doc »

Ein T2 (heißen die jetzt wirklich so?) ist halt wie ein P-solo kein fertiger Zug, sonder eine Notlösung bei Fahrzeugmangel. Für den gibt es selbstverschuldete und auch andere Gründe, der T2 und auch der P-solo können aber für beide nix.
Selbst bei der Bestellung von mehr T4 (warum eigentlich eine Nummer mehr als z.B. bei den R3?) wäre aktuell nix geholfen, die fahren nämlich auch noch nicht.

Der P-Hype hat wohl eher nostalgische Gründe und Häufigkeitsgründe.
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TramBahnFreak
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Beitrag von TramBahnFreak »

Zumal ein P-Solo in etwa das gleiche Fassungsvermögen hat wie ein R2.
Ich glaube nicht, dass der Baby-Avenio da ran kommt...
cilio
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Beitrag von cilio »

TramBahnFreak @ 24 Nov 2018, 13:39 hat geschrieben: Zumal ein P-Solo in etwa das gleiche Fassungsvermögen hat wie ein R2.
Ich glaube nicht, dass der Baby-Avenio da ran kommt...
So ein T2 ist von der Kapazität möglicherweise ausreichend für eine Stadt wie Nordhausen oder Halberstadt. Aber selbst auf der Linie 12 kann man ihn nicht ernst nehmen. Dazu müsste man wenn ein paar Sitzplätze ausbauen, damit man da paar Leute mehr mit transportieren kann.
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TramBahnFreak
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Beitrag von TramBahnFreak »

Ist halt eigentlich nix anderes als ein Gelenkbus auf Schienen.
Und ich warte noch immer auf den Tag, an dem die MVG ein Fahrzeug völlig ohne Sitze und statt Türen mit einem Rolltor über die gesamte Fahrzeugbreite präsentiert.

Das Schweizer PostAuto hat Fahrzeuge, die auf 10 Metern Länge mehr Sitze unterbringen als manche MVG-Busse mit 8 Metern mehr...
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Beitrag von 146225 »

Auer Trambahner @ 24 Nov 2018, 09:37 hat geschrieben: Ein P Solo sorgt für verstärkten Speichelfluß, der Bambinio ist ein Witz, Zumutung und Armutszeugnis.

Soviel zum Thema verzerrte Sichtweise.
Och, der wäre für die Straßenbahn schon tauglich - zum Beispiel in Dessau oder so ... :ph34r:
München kann jeder. Duisburg muss man wollen!
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Beitrag von Hot Doc »

TramBahnFreak @ 24 Nov 2018, 15:33 hat geschrieben: Ist halt eigentlich nix anderes als ein Gelenkbus auf Schienen.
Und damit genau das, was beim Ausfall und SEV der Linie 12 zu erwarten wäre. Bevor ich nen Bus mit gleicher Kapazität aber am Ersarzhaltestellen und teilweise ohne eigenen Fahrstreifen auf die Reise schicke, nehme ich doch lieber die Tram mit gleicher Kapazität aber auf eigenem Gleiskörper und den bekannten Haltestellen.
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S-Bahn 27
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Beitrag von S-Bahn 27 »

Genau, 2-Teiler für den Ersatzverkehr wegen eventuell verspäteter Zulassung der anderen Gefäßgrößen bestellt, toller Gedanke. :rolleyes:
Sind dann auch ziemlich teure Ersatzfahrzeuge.
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imp-cen
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Beitrag von imp-cen »

Auer Trambahner @ 24 Nov 2018, 09:37 hat geschrieben: Ein P Solo sorgt für verstärkten Speichelfluß, der Bambinio ist ein Witz, Zumutung und Armutszeugnis.

Soviel zum Thema verzerrte Sichtweise.
Der P ist halt da, dann soll man ihn auch nutzen.

Der 2-teiler ist jetzt zwar auch da und er wurde eigentlich nicht für den Solo-Einsatz beschafft, aber wie wird dessen Einsatz bei "Otto Normal" ankommen?

Da werden sich wieder genug bestätigt fühlen, dass man die Tram auch gleich abschaffen kann, wenn man den Verkehr auch mit einem Gelenkbus reissen könnte. etc., pp

Da draussen interressiert sich doch erstmal keiner für TAB-Zulassungsgedöhns, Wagenlänge, Werkstattleistung. Da kommt eher nur ein "San die deppaert?!".
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

S-Bahn 27 @ 25 Nov 2018, 02:19 hat geschrieben: Genau, 2-Teiler für den Ersatzverkehr wegen eventuell verspäteter Zulassung der anderen Gefäßgrößen bestellt, toller Gedanke. :rolleyes:
Sind dann auch ziemlich teure Ersatzfahrzeuge.
Natürlich hat man sich das anders gedacht. Aber statt vernünftigerweise erst die Pflicht und dann die Kür anzugehen, wollte man halt besonders schlau sein und ist auf die Schnauze geflogen. Wäre man die Sache konservativ angegangen, also erst genug Vierteiler in Betrieb nehmen um den Betrieb zu stabilisieren und dann die Experimente, hätte man den Schlamassel nicht gehabt.
Selbiges habe ich auch von Anfang an im Doppeltraktionsthema geschrieben. Über die Idee kann man vielleicht noch diskutieren, auch sie für Murks halte, denn der Gewinn an Sitzplätzen steht in keinem Vergleich zum Aufwand, der sich meiner Meinung navh frühestens bei 3÷3 gelohnt hätte. Aber der Zeitpunkt der Umsetzung (bevor man genug Vierteiler hat) war einfavh nur dämlich.
Dazu kommt, dass man die Probleme mit der TAB kennen sollte und da ist die gleichzeitige Beschaffung von drei Typen (2, 3 und 4 Teiler) ebenfalls nicht gerade weise.
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Beitrag von Hot Doc »

S-Bahn 27 @ 25 Nov 2018, 03:19 hat geschrieben: Genau, 2-Teiler für den Ersatzverkehr wegen eventuell verspäteter Zulassung der anderen Gefäßgrößen bestellt, toller Gedanke. :rolleyes:
Sind dann auch ziemlich teure Ersatzfahrzeuge.
Man kann einem auch jeden Satz im Mund umdrehen. Allein, eine vernüntige Diskussion wird daraus nicht!

@Iarn:
Wäre man die Sache konservativ angegangen, also erst genug Vierteiler in Betrieb nehmen um den Betrieb zu stabilisieren und dann die Experimente, hätte man den Schlamassel nicht gehabt.
Die Idee hat einen Fehler: Wenn man zunächst genügend 4-Teiler bestellt hätte, dann hätte man die 5-Teiler garnicht mehr gebraucht. Trotzdem hätte man die Probleme auf der 20/21 weiter gehabt.

Wirklich nachteilig ist aktuell nur die sinnlose neue Linienverknüpfung der 21 und die damit verbundene Überzahl an Doppeltraktionen. (Wobei mich die 9 Züge schon immer gewundert haben. Die 20 hat doch normalerweise 6 Kurse, oder? Und die 21 wird doch mehr als 3 haben?) Wobei - wie ich schon mehrfach geschrieben habe - sowohl auf der 22 als auch, mit kleinen Umbauten, auf der 23 5-Teiler sinnvoll eingesetzt wären.

Ich hoffe, dass man die Westtangente durchgehend für mindestens 5-Teiler (lieber wären mir 6-Teiler) auslegt. Auch da wird man die Züge dringend brauchen. Also kann ich keinen Fehler darin sehen, lange Züge (oder Doppeltraktionen) zu bestellen. Dass jetzt die Zulassung - mal wieder - zu lang braucht, ist sicherlich ärgerlich, aber in der aktuellen Situation ist ein Einsatz von 2-Teilern halt die rationalste Übergangslösung.
Nur wegen ein paar Wochen oder Monaten Zeitverzug jetzt die ganze Wagenplanung zu verteufeln, halte ich für ziemlich anmaßend.

Das Problem der Zulassung hat München nun einmal, sich davon etwaige Fuhrparkplanungen durchkreuzen zu lassen, halte ich für Unsinn. Im Gegenteil, ich finde die aktuelle Taktik von einer Baureihe diverse Versionen, die auch untereinander nutzbar sind, zuzulassen, auch wenn es länger dauert, genau richtig. Gleichzeitig hat man sich relativ große Optionen für weitere Fahrzeuge gesichert. Sich da jetzt nur auf die 4-Teiler zu beschränken wäre grundfalsch!
Wie es ausschaut, kommen ja die 4-Teiler jetzt halbwegs pünktlich zum Fahrplanwechsel und die 2-Teiler zumindest hoffentlich kurz danach. Ich hoffe mal nach und nach werden die "Kurzen" dann zumindest von neuen 3-Teilern ersetzt, sobald die zugelassen sind.
Dann kann man den geplanten Fahrplan zumindest nach Zuganzahl fahren. Die Zulassungen der Doppeltraktionen haben dann etwas mehr Zeit.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Hot Doc @ 25 Nov 2018, 13:09 hat geschrieben: @Iarn:
Die Idee hat einen Fehler: Wenn man zunächst genügend 4-Teiler bestellt hätte, dann hätte man die 5-Teiler garnicht mehr gebraucht. Trotzdem hätte man die Probleme auf der 20/21 weiter gehabt.

Wirklich nachteilig ist aktuell nur die sinnlose neue Linienverknüpfung der 21 und die damit verbundene Überzahl an Doppeltraktionen. (Wobei mich die 9 Züge schon immer gewundert haben. Die 20 hat doch normalerweise 6 Kurse, oder? Und die 21 wird doch mehr als 3 haben?) Wobei - wie ich schon mehrfach geschrieben habe - sowohl auf der 22 als auch, mit kleinen Umbauten, auf der 23 5-Teiler sinnvoll eingesetzt wären.
Nein wenn man genügend Vierteiler im Betrieb hätte, hätte man die freiwerdenden Züge durch eine Beschaffung größerer Gefäßgrößen gut für Angebotserweiterungen nutzen können.
Ich hoffe, dass man die Westtangente durchgehend für mindestens 5-Teiler (lieber wären mir 6-Teiler) auslegt. Auch da wird man die Züge dringend brauchen. Also kann ich keinen Fehler darin sehen, lange Züge (oder Doppeltraktionen) zu bestellen. Dass jetzt die Zulassung - mal wieder - zu lang braucht, ist sicherlich ärgerlich, aber in der aktuellen Situation ist ein Einsatz von 2-Teilern halt die rationalste Übergangslösung.
Nur wegen ein paar Wochen oder Monaten Zeitverzug jetzt die ganze Wagenplanung zu verteufeln, halte ich für ziemlich anmaßend.

Das Problem der Zulassung hat München nun einmal, sich davon etwaige Fuhrparkplanungen durchkreuzen zu lassen, halte ich für Unsinn. Im Gegenteil, ich finde die aktuelle Taktik von einer Baureihe diverse Versionen, die auch untereinander nutzbar sind, zuzulassen, auch wenn es länger dauert, genau richtig. Gleichzeitig hat man sich relativ große Optionen für weitere Fahrzeuge gesichert. Sich da jetzt nur auf die 4-Teiler zu beschränken wäre grundfalsch!
Wie es ausschaut, kommen ja die 4-Teiler jetzt halbwegs pünktlich zum Fahrplanwechsel und die 2-Teiler zumindest hoffentlich kurz danach. Ich hoffe mal nach und nach werden die "Kurzen" dann zumindest von neuen 3-Teilern ersetzt, sobald die zugelassen sind.
Dann kann man den geplanten Fahrplan zumindest nach Zuganzahl fahren. Die Zulassungen der Doppeltraktionen haben dann etwas mehr Zeit.
Größere Züge an sich sind durchaus eine Überlegung wert, aber bei 3+2 fallen die Vorteile des Koppelns weitgehend weg (weil die Einzelteile nicht wirklich alleine nutzbar sind) und die Nachteile, insbesondere bei den LLC bleiben bestehen. Da hätte man einfach paar Jahre warten können, bis man Abstellungen und Werkstatt Kapazitäten für Fünfteiler hat. Oder halt 3+3 oder größer um einen echten Vorteil zu haben. So hat man mit 3+2 nur etwas mher Kapazität aber einen ungleich höheren Aufwand.
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Beitrag von Hot Doc »

Iarn @ 25 Nov 2018, 17:14 hat geschrieben: Nein wenn man genügend Vierteiler im Betrieb hätte, hätte man die freiwerdenden Züge durch eine Beschaffung größerer Gefäßgrößen gut für Angebotserweiterungen nutzen können.
Wir müssen man Traumwelt und Realwelt trennen. Klar wären tolle Angebotserweiterungen super. Aber aktuell gehts darum, den bestehenden Plan zu fahren, dafür reichen ja kaum die Fahrer.
Und da wird jetzt gejammert, weil ein paar Wochen oder wenige Monate noch nicht das geplante Angebot angeboten werden kann.

Mit 4-Teilern statt 5-Teilern wäre übrigens genau die gleiche Kapazität weniger gewesen, die jetzt durch 2-Teiler statt 3-Teiler fehlt, nur halt auf einer anderen Linie. Den Vorteil erklärst du mir mal!
Nur dass der jetztige Zustand (hoffentlich) in relativ kurzer Zeit beendet sein kann. Eine Nachbestellung von 5-Teilern dauert, vor allem wenn man sie nicht als Doppeltraktion kauft, sondern bis zur Fertigstellung der neuen Werkstatt wartet.
Größere Züge an sich sind durchaus eine Überlegung wert, aber bei 3+2 fallen die Vorteile des Koppelns weitgehend weg (weil die Einzelteile nicht wirklich alleine nutzbar sind) und die Nachteile, insbesondere bei den LLC bleiben bestehen.
Sehe ich nicht so. 3-Teiler kann man auf einigen Linien und vor allem in Schwachlastzeiten noch lange gebrauchen. Und man kann auch 2+2 ohne Probleme nutzen oder ggf. später 3+3, wenn man die Voraussetzungen dafür schaffen sollte. (Vielleicht gibts auch mal koppelbare 4-Teiler....)
Da hätte man einfach paar Jahre warten können, bis man Abstellungen und Werkstatt Kapazitäten für Fünfteiler hat.
Klar, aber ein paar Wochen/Monate warten für mehr Kapazität, das ist jetzt nicht drin.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Selbst die MVG plant ab und an Angebotserweiterungen.

So und jetzt vergleichen wir bitte mal den Rangierauffwand zwischen dem Abkuppeln und zusammen rangieren der Zweiteiler von einem 3+2 Gespann und dem einfachen Trennen von 3+3. Das wird nur an wenigen Stellen im Netz gehen, während trennen überall gehen sollte. Und das Um rangieren benötigt wenn man nicht beliebig viel Zeit hat wohl einen Fahrer mehr.
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Beitrag von Auer Trambahner »

Das Kuppeln geht halt beim Avenio nicht mal eben quasi nebenher. Bis die Kupplungen aus- bzw. eingefahren sind und der Übersteigschutz angebracht/entfernt ist kannst mal vorsichtshalber 5 Minuten einplanen.
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Beitrag von bestia_negra »

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man vor hat die Gespanne allzuoft ausßerhalb von Betriebshof und HW zu trennen oder zusammenzukuppeln.


Die werden mMn in der Regel als Gespanne unterwegs sein (sobald die Zulassung vorliegt) und nur zur Wartung getrennt werden.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Dann sehe ich den Sinn der Gespanne noch weniger. Man hat ja damit argumentiert, diese in Schwachlastzeiten flexibel neu zusammen stellen zu können.
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Beitrag von bestia_negra »

Iarn @ 26 Nov 2018, 08:50 hat geschrieben: Dann sehe ich den Sinn der Gespanne noch weniger. Man hat ja damit argumentiert, diese in Schwachlastzeiten flexibel neu zusammen stellen zu können.
Also bei der Tram ist mMn der einzige Sinn und Zweck der Gespanne, dass man damit längere Züge auf die Strecke schicken kann. Solange man keine Werkstatt für 5-Teiler hat sind die Gespanne die einzige Möglichkeit längere Züge als 4-Teiler in den Linienbetrieb zu schicken.

Bei den Buszügen ist es mMn das gleiche. Diese sorgen für mehr Kapazität auf den hochbelasteten Linien.
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Beitrag von Hot Doc »

Ich bin auch mal gespannt, ob die Gespanne im Betrieb geschwächt werden, wenn es in den Nachtverkehr geht. Schwierig wäre das nicht, aber der Platz für mehrere Züge ist an den Wendeschleifen nicht vorhanden. Insofern sehe ich das so nicht kommen. Ggf. rückt man ein und mit einem 3-Teiler wieder auf die Nachtlinie aus.

Mit Schwachlastzeiten denke ich sind auch mehr die Wochenenden oder Ferien gemeint, als verschiedene Tageszeiten. Man hat einfach einen flexibleren Wagenpark. Reine 5-Teiler wären ja aktuell auf eine Linie beschränkt. 2-, 3-, oder 2+2-Teiler könnten überall fahren. Bei der angespannten Fahrzeugsituation wäre es hanebüchen 9 Züge zu haben, die nur eine relativ kurze Strecke bedienen können. Allein die Umplanung der 21 macht die Entscheidung für Traktionen wichtig. Stell dir mal vor, man hätte 9 Stück 5-Teiler bestellt, dann stünden jetzt täglich 3 oder 4 davon rum.
bestia_negra
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Beitrag von bestia_negra »

Hot Doc @ 26 Nov 2018, 09:23 hat geschrieben: Stell dir mal vor, man hätte 9 Stück 5-Teiler bestellt, dann stünden jetzt täglich 3 oder 4 davon rum.
In dem Fall wäre es dann sinnvoll gewesen, wenn man weitere Linien für längere Züge fit macht.

Gibt schon noch andere Abschnitte als den 20er wo man mehr Kapazität brauchen kann. Den Ast zur St-Veit zum Beispiel. Oder die Barerstraße.
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khoianh
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Beitrag von khoianh »

Man wird es wohl wie biem Buszug handhaben. Manche Linien fahren da stur über die Betriebszeit durch, manche Linien schnappen sich abends Gelenkbusse, die auf anderen Linien einrücken. Beispielsweise wäre es ja ein Leichtes, R3 vom 21er am Westfriedhof, statt um 22 Uhr einzurücken, nach Moosach rauszuschicken, um die Traktionszüge des 20ers abzulösen.
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