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Entenfang
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Beitrag von Entenfang »

Jean @ 10 Jan 2020, 16:13 hat geschrieben:Ich finde es immer witzig wie die Digitalisierung als Allheilmittel dargestellt wird. Wissen die Politiker überhaupt was das ist?  :rolleyes:
Lass uns doch einen digitalen Straßenausbau machen. :D

Interessant finde ich auch die Begründung, warum man den Radverkehr nicht weiter fördern will:
Nach Zahlen des BMVI (Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur) wurden 2017 lediglich 3 % der zurückgelegten Personenkilometer mit dem Rad bewältigt. Für München liegt dieser Anteil 2019 je nach Quelle bei 3-5%, während auf den ÖPNV 37-39% und auf das Auto fast 55-58% entfallen. Erfreulicher Weise nimmt die Nutzung des Radls zu, aber selbst bei einer Verdoppelung des Radver-kehrs würde dieser Verkehrsträger nach wie vor nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Verkehrswege der Menschen abdecken.
Nur ist der letzte Satz sachlich falsch - denn die hier betrachtete Verkehrsleistung bezieht die Entfernung mit ein (Personen-km), wenn man aber von Wegen spricht, muss man das Verkehrsaufkommen als Messgröße nehmen (Anteil der Wege). Und da gibt sich ein völlig anderes Bild, nämlich 24% Radverkehrsanteil. https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwal...ell-VisMuc.html

Und die "Studie", die angeblich die hohe Bedeutung des Autoverkehrs belegt, ist vermutlich diese hier, durchgeführt von einem "in München ansässige[n] Verkehrsverein und Automobilclub".

Außerdem wird noch die rhetorische Frage gestellt:
München ist im Fahrradfieber. Es wird aller Orten in der Stadt umgebaut. Ganze Fahrspuren werden in Fahrwege umgewandelt und Parkplätze großräumig rückgebaut. Bis Ende 2020 könnten so 2.000 Parkplätze in München wegfallen. Zu Recht? Hat sich die Mobilität der Menschen so verändert und ist der Wunsch nach dem Fahrrad so viel größer geworden? Diese Fragen sind in München weder jemals vom Oberbürgermeister noch von der SPD oder den Grünen gestellt worden. Sie sind aber die wichtigsten Fragen überhaupt.
Die RU nennt dazu folgende Zahlen:
Noch deutlicher stieg die Verkehrsleistung, also die auf die Bevölkerung Münchens hochgerechneten Personenkilometer: Sie wuchs im gleichen Zeitraum von gut 44 Millionen Personenkilometern pro Tag (2008) auf rund 60 Millionen Personenkilometer pro Tag im Jahr 2017. Beim Fahrrad stieg die Kilometersumme, die die Münchnerinnen und Münchner im Schnitt täglich fahren, zwischen 2008 und 2017 von 2,1 Millionen auf 3,1 Millionen Kilometer. Im öffentlichen Verkehr, einschließlich öffentlicher Fernverkehr, legten die Münchnerinnen und Münchner 2008 täglich zirka 13 Millionen Personenkilometer zurück. 2017 waren es bereits über 20 Millionen Personenkilometer täglich. Dennoch stieg im gleichen Zeitraum auch die tägliche Verkehrsleistung im motorisierten Individualverkehr (MIV) von etwa 28 Millionen Personenkilometern 2008 auf rund 33 Millionen Personenkilometer 2017.
Also ein Zuwachs von fast 50% beim Fahrrad. Ich würde die Frage, ob denn der Wunsch nach dem Fahrrad so viel größer geworden ist, durchaus mit "Ja!" beantworten.
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Beitrag von Hot Doc »

Ich hab auch noch n paar:
Zur Ehrlichkeit gehören auch die richtigen Fakten ...
Im Gegensatz zu den falschen Fakten, oder was? Klingt bei mir irgendwie nach den berühmten alternativen Fakten.
Für einen stadtweit fließenden Verkehr, der diesen Namen auch verdient, benötigen wir die Einführung einer vernetzten, digitalen Verkehrssteuerung und – im ersten Schritt – die Einführung der »Grünen Welle«.
Gaaaanz neue Idee!!! Nicht, dass es die jetzt überall gibt, aber die Grüne Welle existiert in München schon auch an einigen Stellen, nur merkt man sie nicht, da man halt dazwischen im Stau steht.
Wir streben die Prüfung von Seilbahnen und Schwebebahnen sowie von Flugtaxis und autonomen Bussen als Ergänzung zum bisherigen Netzangebot an und sind offen für weitere innovative Ideen.
Man versucht wirklich alles, um bloß keinen Meter vom MIV abzwacken zu müssen....
Wir wollen auch in Ringen denken und den Verkehr um München herumleiten, in München tangential und um die Innenstadt führen, Pendler außerhalb der Stadt, am Stadtrand und innerhalb der Stadt zum Umstieg auf den ÖPNV motivieren. Daher brauchen wir Ringe für den ÖPNV, den Autoverkehr und Park &  Ride sowie Bike&Ride.
Schön, dass man sich für Ringe ausspricht, nachdem man Jahrzehnte lang das massivste Projekt, um Leute aus dem Umland direkt ins Zentrum zu verfrachten, durchgesetzt hat.
Für das Gesamtverkehrskonzept benötigen wir eine valide Datengrundlage. Sie muss von Fachleuten, Wissenschaftlern und den Referaten erhoben und dafür genutzt werden, bestehende tatsächliche und zukünftige Verkehre neu zu managen.  [...] Der Modal Split ist nicht immer das probateste Mittel und liefert manchmal falsche Zusammenhänge, die für eine Planung und Lösung des Problems irrelevant sind.
Da hat einer nicht wirklich verstanden was der Modal Split ist. Zudem erinnert mich das ganze an irgendwas.........ah, ja: "richtige Fakten"!
Das Rückgrat unseres Konzeptes sind U- und S-Bahn - sie haben die höchste Transportkapazität, ergänzt um tangentiale Verbindungen bzw. Ringe. Sie haben die höchste Transportkapazität.
Die haben gleich doppelt die höchste Transportkapazität! Aber gleichzeitig auch die schlechteste Feinverteilung und die höchsten Kosten.
Durch kurzfristige Maßnahmen wie Bahnsteig-türen und Verbesserungen an der Steuerungs- und Weichentechnik wollen wir schnell die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kapazität erhöhen.
Kurzfristig...soso. Das möcht ich mal sehen, wie kurzfristig der Einbau von Bahnsteigtüren z.B. für die ganze U-Bahn ist.
Mit einer Bus-Offensive sollen Kapazitäten schnell erhöht und Busspuren ausgebaut werden.
Schreiben die, die gegen JEDE Busspur wettern, als hätte sie der Teufel persönlich auf den Asphalt gepinselt.

Wo ist der "Kotz-Smiley" wenn man einen braucht??!?
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Beitrag von Tram-Bahni »

Hot Doc @ 10 Jan 2020, 20:05 hat geschrieben:Schreiben die, die gegen JEDE Busspur wettern, als hätte sie der Teufel persönlich auf den Asphalt gepinselt.
Die schreiben halt auch:
Das KVR wird angewiesen, die Grüne Welle in der Stadt zeitnah umzusetzen. Gute Beispiele sind zweispurige Ein- und Ausfall- straßen: Dachauer Straße, Grünwalder Straße, Landsberger Straße, Wasserburger Landstraße, Lindwurmstraße u.v.m. Sollte das im Konflikt mit einer bereits bestehen- den ÖPNV-bevorrechtigten Schaltung der Signalanlagen stehen, dann muss genau abgewogen werden. Ideologie darf hier keine Rolle spielen.
Sollte klar sein, wie das gemeint ist.
Tram-Bahni
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Beitrag von Tram-Bahni »

Entenfang @ 10 Jan 2020, 18:47 hat geschrieben: Und die "Studie", die angeblich die hohe Bedeutung des Autoverkehrs belegt, ist vermutlich diese hier, durchgeführt von einem "in München ansässige[n] Verkehrsverein und Automobilclub".
Sympathisch, wenn der Automobilclub auch noch von einem besonders radikalen Stadtratskandidat der CSU geführt wird.
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Beitrag von Bayernlover »

Tram-Bahni @ 10 Jan 2020, 23:15 hat geschrieben: Sympathisch, wenn der Automobilclub auch noch von einem besonders radikalen Stadtratskandidat der CSU geführt wird.
Ich kenne den Typen persönlich, in meinen Augen hat er sie nicht alle.

Ist übrigens auch der Veranstalter der AfterWorkTram ;)
Für mehr Administration. Gegen Sittenverfall. Für den Ausschluss nerviger Weiber.
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Beitrag von andreas »

Problem am Fahrrad ist halt, daß das Fahrrad halt ein Schönwetterverkehrsmittel ist - ist es nass oder kalt fahren nur noch die Hardcore Radler.....
Darum bin ich schon ein wenig dagegen, wenn man Einschränkungen beim fließenden Verkehr macht, die dann im Winter keinen nutzen....

Dinge wie in der Frauenhofer Straße dagegen finde ich ganz ok, auch wenns noch nicht ganz durchdacht ist, weil da halt jetzt die ganzen Handwerker, Paketdienste und sonstigen Lieferanten die Fahrradspur zuparken - da brauchts noch bessere Lösungen.....
Das Abschaffen von Parkplätzen ist meiner Meinung nach die beste Möglichkeit, die Leute in alternative Verkehrsträger zu bekommen - wenn in denen Platz ist...
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Jean
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Beitrag von Jean »

andreas @ 11 Jan 2020, 09:28 hat geschrieben: Dinge wie in der Frauenhofer Straße dagegen finde ich ganz ok, auch wenns noch nicht ganz durchdacht ist, weil da halt jetzt die ganzen Handwerker, Paketdienste und sonstigen Lieferanten die Fahrradspur zuparken - da brauchts noch bessere Lösungen.....
Das Abschaffen von Parkplätzen ist meiner Meinung nach die beste Möglichkeit, die Leute in alternative Verkehrsträger zu bekommen - wenn in denen Platz ist...
Für den Lieferdienst muss man in der Tat Lösungen finden. Ich bin aber dagegen, dass die Stadt den Bewohnern auf der Straße Parkplätze zu verfügen stellt, weil sie keine im Haus haben. Noch schlimmer sind die die eins hätten, es ihnen aber zu teuer ist und somit auf der Straße parken...
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Bei den meisten anderen Parteien kann man noch sagen, das ist gut und das ist schlecht aber bei den Vorschlägen der CSU hätte ich mehrfach das Gefühl, mein Frühstücks Joghurt war schlecht. Gut die haben mit Freien Wählern, Bayernpartie, BIA und bald auch AfD eine Menge Populisten rechts von sich. Aber das dann die Devise ist, ich mache noch mehr populistischen Blödsinn halte ich für einen falschen Weg. Und anders als populistischen Blödsinn kann man vieles nicht bezeichnen.

Wobei man auch nicht in das Gegenextrem verfallen sollte. Die Ermittlung des Modal Split nach Wegen und nach Kilometern hat seine Berechtigung. Und beide Sichten verfälschen zu einem gewissen Grad. Ja die CSU war blöd genug, in ihrer Argumentation nicht stringent zu sein und beides in einen Topf zu werfen.
Aber prinzipiell ist die Problemetatik da, dass sich manche Verkehrsmittel wie Fuß, Elektroroller und zum Teil auch das Fahrrad eher für kurze Wege eignen und dann noch eher witterungsabhängig sind. Bei Elektroroller drängt sich der Verdacht schon auf, dass hauptsächlich Fusswege ersetzt werden.
Beim Fahrrad kenne ich keine Statistik aber kann sagen, bei mir ersetzt das Fahrrad nahezu ausschließlich Fußwege oder ÖPNV Fahrten, keine Autofahren und natürlich nichts im Fernverkehr. Wenn jetzt nur Wege im Jahresmittel gerechnet werden, kann man natürlich dem Fahrrad ein größeres Potential zubiligen als dieses dann auch im Februar auf der Strecke Hasenbergl -Trudering hat.
Für den ÖPNV halte ich das Thema Fahrrad auch nicht für ungefährlich. Für den ÖPNV ist ein Ganzjahresfahrer mit Jahreskarte besser als ein Fahrer der nur im Winter oder gar nur an Schlechtwettertagen den ÖPNV nutzt, Stichwort Finanzierung und Dimensionierung. Also Skepsis bezüglich dem manchmal überbordenden Rad Enthusiasmus ja aber bitte nivht so billig wie vo der CSU.
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Beitrag von Iarn »

Heute in der Süddeutschen ein Artikel zu dem Thema Wachstum und Wohnen innerhalb des Wahlkampfes mit einer Aufzählung von Alleinstellungsmerkmalen, Stellenwert und fehlendes Aspekten der jeweiligen Wahlprogramme.
Den Artikel finde ich lesenswert, die Aufzählung verkürzt oft sehr.
Ergänzend wird das Thema Hochhäuser beleuchtet
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Jean
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Beitrag von Jean »

Wer Französisch kann, hier ein kurzer Beitrag zu der Fahrrad Situation in Paris.
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Beitrag von Entenfang »

Jean @ 11 Jan 2020, 15:01 hat geschrieben:Wer Französisch kann, hier ein kurzer Beitrag zu der Fahrrad Situation in Paris.
Ich habe mal im Radverkehrsthread geantwortet.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Abendzeitung mit einer Umfrage zur OB Wahl

Reiter 42, Haberschaden 17, Frank 14, Hoffmann (FDP) 2%
In den potentiellen Stichwahl Kombinationen liegt Reiter deutlich vorn.
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Lazarus
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Beitrag von Lazarus »

Das könnte tatsächlich zu der kuriosen Situation kommen, das Reiter zwar OB bleibt, aber dann mit einer Grün-Schwarzen Mehrheit dasteht.
Mehr Geld für den ÖPNV-Ausbau in München! Es wird höchste Zeit!
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Beitrag von Iarn »

Ich bezweifle, dass beide Parteien wesentlich mehr Prozente als in der OB Wahl ergattern können. Bei der Stadtratswahl treten wesentlich mehr Parteien an, die ab ca 1,25% den Einzug in den Stadtrat schaffen können. Da wird es vermutlich links von den Grünen noch 2-3 oder mehr Parteien geben (ÖDP, Linke, ectl ein paar neue Parteiem) genauso wie rechts von der CSU (FW, BP, AfD, evtl BIA und München Partei). Die FDP wird sicher auch mehr bekommen als bei der OB Frage. Zwar wird die SPD sicher weit schlechter abschneiden aber ich sehe die eher bei den kleineren Partei ohne OB Kandidaten von Belang.
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andreas
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Beitrag von andreas »

Lazarus @ 12 Jan 2020, 14:34 hat geschrieben: Das könnte tatsächlich zu der kuriosen Situation kommen, das Reiter zwar OB bleibt, aber dann mit einer Grün-Schwarzen Mehrheit dasteht.
was aber eigentlich die Ideallösung wäre - weil dann muß jeder Kompromisse machen und man kann vielleicht mal wirklich das machen, was für die Stadt am besten ist und nicht immer nur das, was der Parteilinie entspricht....
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Beitrag von Iarn »

andreas @ 12 Jan 2020, 16:09 hat geschrieben: was aber eigentlich die Ideallösung wäre - weil dann muß jeder Kompromisse machen und man kann vielleicht mal wirklich das machen, was für die Stadt am besten ist und nicht immer nur das, was der Parteilinie entspricht....
Das kann aber auch ganz schnell im kleinsten gemeinsamen Nenner enden. Und Stillstand kann München nun wahrlich nicht mehr gebrauchen.

Ich gehe ob formell oder informell von einem wesentlich breiteren Bündnis aus meindestens drei Parteien aus. Oder es gibt wie nach der letzten Wahl auch schon mal angedacht keine feste Kooperation. Koalitionen sind ja in der bayrischen Gemeindeordnung eh eigentlich nicht vorgesehen.
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Beitrag von Autoverbot »

Die SPD ist im Bund eh bald Geschichte :D
U5 = letzter U-Bahn-Neu- und Ausbau in München!
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Beitrag von Hot Doc »

Iarn @ 11 Jan 2020, 11:07 hat geschrieben: Wobei man auch nicht in das Gegenextrem verfallen sollte. Die Ermittlung des Modal Split nach Wegen und nach Kilometern hat seine Berechtigung. Und beide Sichten verfälschen zu einem gewissen Grad. Ja die CSU war blöd genug, in ihrer Argumentation nicht stringent zu sein und beides in einen Topf zu werfen.
Vor allen in der Stadt macht das deutlich mehr Sinn, es nach Wegen zu berechnen.
Aber prinzipiell ist die Problemetatik da, dass sich manche Verkehrsmittel wie Fuß, Elektroroller und zum Teil auch das Fahrrad eher für kurze Wege eignen und dann noch eher witterungsabhängig sind. Bei Elektroroller drängt sich der Verdacht schon auf, dass hauptsächlich Fusswege ersetzt werden.
Das hatten wir doch erst neulich, dass zwar eine Abhängigkeit vom Wetter besteht, dass diese aber nicht so hoch ist, wie man gerne vermutet. Dass der E-Roller hauptsächlich Fußwege ersetzt ist inzwischen hinreichend nachgewiesen. Das Rad hingegen wird meistens erst dann rausgeholt, wenn ich den Weg eben nicht mehr zu Fuß gehen würde/möchte. Bei mir erstetzt das Rad so ca. 50/50 ÖPNV oder Autowege. Wobei die ÖPNV-Wege auch nur deshalb solche sind, weil die Parksituation am Ziel schrecklich ist, oder ich nicht sicher bin, ob ich ggf. ein Bier trinken möchte.

Das Problem ist aber ein anderes: Wenn du eine radgerechte Stadt baust, wird es auch mehr Angebote für Radler geben. Radständer am Supermarkt, weniger Läden in Industrievierteln am Rand, mehr in erreichbarer Nähe..... Heutzutage hat fast jeder Supermarkt einen riesigen Parkplatz davor. Warum kann ich beim Bauhaus Anhänger fürs Auto mieten, aber keine Anhänger fürs Rad? 99% der Teile die ich da brauche, könnte ich auch mit dem Rad transportieren. (Das einzige ist eigentlich die Küchenplatte, da wirds wirklich schwierig.)
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Beitrag von Iarn »

Der Vollständigkeit halber noch ein Interview mit dem Spitzenkandidaten der Bayernpartei, welche ja durch zahlreiche Überläufer eine aktuell nivht unerhebliche Stärke im Stadtrat hat bei Hallo München
Gerade im letzten Teil lässt er seine Maske fallen und zeigt, dass die Bayernpartei eine rechtslastige Partei ist. Die Abgrenzung von der AfD besteht eher in der Abneigung gegenüber Deutschland als den Inhalten
Könnten Sie sich eine Koalition mit der AfD vorstellen?
Als Bayer mag man keine Deutsch-Nationalen.
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Beitrag von Iarn »

Hier auch noch der ÖPNV Ausschnitt aus dem Programm der FDP

Bus
Für München mit dem Bus
Mehr Expressbuslinien
Wir setzen uns für die Einrichtung weiterer Expressbuslinien ein.
Wir setzen uns zudem für den durchgehenden 10 Minuten-Takt auf allen Buslinien zwischen 6:00 Uhr und 22:00 Uhr, am Wochenende bis 24:00 Uhr ein. Außerhalb dieser Zeiten wollen wir einen Takt von maximal
30 Minuten durchsetzen.

Doppeldecker-Busse für München
Wir fordern den bedarfsgerechten Einsatz von Doppeldecker-Bussen, wie sie in anderen Metropolen - etwa in Berlin oder London -bereits
üblich sind. Diese sind wesentlich platzsparender als etwa Busanhänger, welche unnötig die Verkehrsdichte erhöhen und beim Abbiegen häufig Kreuzungen blockieren.

Oberleitungsbusse
Ebenso soll geprüft werden, wieder Oberleitungsbusse einzuführen, wiesie bis in die 60er Jahre bereits in München verkehrten ("Stangerlbusse"/ O-Busse), die die Oberleitungen von Straßenbahnen benutzen können. Diese sind eine gute Alternative für die noch nicht ausgereifte Elektrotechnologie für Busse.

Schnellbusroute entlang wichtiger Verkehrsrouten
Der Bus gilt als unbeliebtes Verkehrsmittel, weil er ewig braucht. Wir wollen dieses Image mit Schnellbusrouten z.B. entlang des
Mittleren Rings verändern: Busse können sofort eingesetzt werden,weil keine teure und zeitaufwändige Infrastruktur erforderlich ist.
Wir können damit die verschiedenen Außenäste der U-Bahnen miteinanderverbinden, insbesondere, wenn diese Busse nur wenige Haltestellen haben.

Mehr Wohlbefinden durch bessere Ausleuchtung
Das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste im ÖPNV muss gesteigert werden. Vor allem in den Randgebieten setzen wir uns deshalb für eine bessere Ausleuchtung der Bushaltestellen ein.

Mehr Übersicht auch für Gelegenheitsfahrer
An allen U-Bahn- und S-Bahnhaltestellen sollen Karten mit den abfahrenden Buslinien in der entsprechenden Laufrichtung
angebracht werden, um es einfacher zu machen die entsprechende Buslinie zu finden. Gerade für Gelegenheitsfahrer und Touristen ist
vor allem an Knotenpunkten nicht klar ersichtlich von welcher Ecke und Straßenseite die Busse abfahren.
Die Idee mit den Doppeldeckerbussen finde ich einen guten Denkanstoss, nachdem die Buszüge doch sehr behäbig sind und leider nicht ganz unfallfrei.

Tram
Für München mit der Straßenbahn
Eine Tram durch den Englischen Garten
Wir befürworten die Errichtung einer Tram-Linie durch den Englischen Garten zur besseren Verbindung zwischen Bogenhausen und Neuhausen. Die Linienführung soll dabei so schonend wie möglich gestaltet sein, z.B. durch begrünte Trassen. Der Gefährdung von Fußgängern muss vorgebeugt werden, beispielsweise durch eine angepasste Geschwindigkeit der Trambahnen. So lassen sich Gitter, die den Englischen Garten trennen würden, vermeiden. Auch eine oberleitungsfreie Tram ist zu prüfen, muss aber wirtschaftlich vertretbar sein.
Außerdem fordern wir, die Trasse von der Münchner Freiheit nach Süden bis zur Franz-Josef-Straße weiterzuführen, sodass die Linie 23 vom Elisabethplatz über den Teilabschnitt der Nordtangente via Leopoldstraße bis Kieferngarten durchfahren kann.

Tram Westtangente
Die FDP München spricht sich für den Bau der Tram Westtangente aus, welche eine neue und sinnvolle Querverbindung darstellt.

Verlängerung der Tram 23
Die Verlängerung der Tram 23 über das Wohngebiet Bayernkaserne bis zum U-Bahnhof Kieferngarten ist unser Ziel. Die Vernetzung der Tram 23 mit der U6 besitzt das Potential einer attraktiven Umsteigeverbindung im Norden.
Darüber hinaus wollen wir eine weitere Verlängerung nach Fröttmaning untersuchen. Diese könnte den Stadion-Verkehr entlasten und stellt eine Anbindung zum MVG-Betriebswerk her. Zusätzlich fordern wir den Ausbau der Tramstrecke durch die Parzivalstraße für die Personenbeförderung, so dass die Tram 23 direkt an das Tramliniennetz angebunden wird und über die Streckenführung der Tram 28 eine attraktive Direktverbindung zum Hauptbahnhof entsteht. Hierzu fordern wir den Bau einer Gleiskurve von der Parzivalstraße Richtung Süden in die Belgradstraße. Vorübergehend wäre auch der Umweg über den Scheidplatz denkbar.

Verlängerung der Tram 18
Eine Verlängerung der Tramlinie 18 nach Ottobrunn schafft eine zusätzliche Verbindung nach Neuperlach und verbessert die Vernetzung mit dem Umland. Der Weiterbau der Tram vom St. Emmeran-Platz nach Unterföhring ermöglicht eine zusätzliche Verbindung ins Umland und schafft eine weitere Umsteigemöglichkeit zur Flughafen S-Bahn.

Verlängerung der Tram 16/17
Eine Verlängerung der Tram 16/17 von St. Emmeran ließe sich nicht nur nach Unterföhring denken, sondern auch über den Föhringer Ring (Bay. Rundfunk mit 2000 Mitarbeitern) und Frankfurter Ring bis zur Tram 23. Auch im Westen muss die Linie 17 mindestens bis zum Schloss Blutenburg verlängert werde [sic]

Wiederinbetriebnahme der Tram 24
Eine Wiederinbetriebnahme der Tramlinie 24 vom Ostbahnhof nach Ramersdorf wollen wir ebenso überprüfen.

Taktverdichtung
Mittelfristig soll auch bei der Tram grundsätzlich eine Verdichtung hin zum 5-Minuten-Takt erfolgen. Auf der Linie der Tram 23 fordern wir angesichts der Bebauung der Bayern-Kaserne mindestens einen 3-Minuten-Takt.
Bin hier positiv überrascht, wirklich durchgehend nur vernünftige Gedanken und alle wichtigen Projekte sind dabei.

Die Bahn Vorschläge zitiere ich hier nicht, da hier S-Bahn (wo man nur indirekt EInfluss ausüben kann (ist auch nicht anders formuliert) mit der U-Bahn durcheinander gewürfelt werden. Dabei gibt es ein klares Bekenntnis zu U9 und U26 aber keinerlei Erwähnung der U5 Verlängerung.

Das komplette Programm

Aus meiner Sicht ist das Programm echt nicht verkehrt auch wenn das Thema Auto ambivalent ist (zwar für Ausbauten aber im Gegenzug auch eine Citymaut). Aber der ÖPNV Abschnitt geht für mich in die richtige RIchtung und ist auch koalitions-tauglich in Richtung Ampel. Erfreulich finde ich, dass sich die FDP nun ohne wenn und aber hinter die Westtangente stellt und auch sonst ist der Abschnitt Tram sehr vernünftig. Beim Bus leichte Bezüge in der B Note für die grobe Vereinfachung des Oberleitungsprinzips aber nichts ideologisch unvernünftige dabei.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Ich würde jetzt auch das Thema Verkehr der Freien Wähler beleuchten, aber die Substanz ist dünn

Anbei der komplette (!) Abschnitt zu Bus und Tram:
Beschaffung zusätzlicher Fahrzeuge (im Tram-, Bus-, U-Bahn- und S-Bahnbereich) sowie die Einstellung/Ausbildung des hierfür erforderlichen Fahr- und Betriebspersonals. Dabei Beschaffung von Bussen mit Schwerpunkt auf E-Antrieb mit  zusätzlicher Schaffung entsprechender Schnellladeinfrastruktur.
Ergänzende Linien im innerstädtischen Bus- und Trambahnverkehr.
Wahlprogramm FW Verkehr

Sorry aber das ist einfach nur armselig :(
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Beitrag von TramBahnFreak »

Im Bezug auf die Vorschläge zur Tram muss ich sagen, bin ich von der FDP ehrlich positiv überrascht.

Die Ausführungen zum Bus wirken eher ein wenig wie Augenwischerei, Beschwichtigung oder ideologisches Getue; und spätestens bei den O-Bussen, die die Tram-Oberleitung mitnutzen sollen, konnte ich das ganze leider nicht mehr ernst nehmen...
Quak!

Rettet den Stammnetzpendel!

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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Ja das mit den O Bussen fand ich auch skurril, aber gut vielleicht will man es dem Wähler so erklären. Dafür fand ich den Baschnitt mit den Doppeldeckern zumindest überdenkenswert. Die Münchner Buszüge blockieren die Kreuzungen doch mehr als die Berliner Doppeldecker und beim Thema Rad und Fussgänger Unfälle sehe ich auch wir den Vorteil beim Doppeldecker.
Natürlich ist der entscheidende Faktor ob die lichte Höhe entlang der Routen der aktuellen Buszüge auch für Doppeldecker ausreichen würde.
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Beitrag von Entenfang »

TramBahnFreak @ 26 Jan 2020, 22:57 hat geschrieben: Im Bezug auf die Vorschläge zur Tram muss ich sagen, bin ich von der FDP ehrlich positiv überrascht.
Ja, ich auch. In München sind die keine "Ihr Auto würde uns wählen"-Partei wie in Dresden.

Die Obusse an der Tramfahrleitung sind naürlich Unsinn, auch wenn ich die Wiedereinführung von Obussen grundsätzlich unterstütze.

Mit Doppeldeckerbussen bin ich sehr skeptisch. Mag ja sein, dass sie kürzere Räumzeiten an den Kreuzungen haben, dafür aber wesentlich längere Fahrgastwechselzeiten. Und das ist wohl auch einer der Hauptgründe, warum die MVG sich für Buszüge entschieden hat. Außerdem kann der Hänger am Wochenende im Betriebshof bleiben und man hat mehr Solowagen frei.
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Beitrag von Tram-Bahni »

Entenfang @ 26 Jan 2020, 23:47 hat geschrieben: In München sind die keine "Ihr Auto würde uns wählen"-Partei wie in Dresden.
Natürlich sind sie das. Möglicherweise haben sie aber verstanden, dass man mit ein paar Zugeständnissen bei der Tram andere noch härtere Einschnitte fürs Auto vermeiden kann.
Cloakmaster
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Beitrag von Cloakmaster »

GErüchteweise hat es in München zu viele niedrige Unterführungen, durch die ein Doppeldecker nicht durch käme. Das war jedenfalls vor ettlichen Jahren mal des Argument contra Doppeldecker in München.
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Iarn
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Beitrag von Iarn »

Ich bin überzeugt die Zahl der Unterführungen auf Routen der Metrobusse plus deren Zuläufer kann man ermitteln. Ich denke man sollte darüber mal nachdenken. Für mich ist das wichtigste Argument weder die Räumzeit von Kreuzungen noch die Fahrgastwechselzeit sondern die Verkehrssicherheit.
Ich bin genau aus dem Grund auch kein Freund von LKW Gespannen. Und wir hätten hier im Forum auch schon Berichte von Unfällen mit Bus Gespannen, wo der Verdacht im Raum stand, dass die ohne Anhänger nicht passiert wären.
Autonome Volksfront für die Wiedererrichtung der klassischen 22er Tram in München
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Jean
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Beitrag von Jean »

Der Fahrgastwechsel bei Doppeldeckerbussen dauert viel zu lange. Nicht umsonst hat Berlin kaum noch Doppeldecker. Selbst London hat inzwischen Gelenkbusse. Eigentlich gehören alle Metrobuslinien auf Trambahn umgestellt. Dann stellt sich das Problem mit den Anhängerbusse gar nicht mehr.
Für den ÖPNV Ausbau Gegen Experimente und Träuereien. Eine Trambahn braucht einen eigenen Fahrweg, unabhängig vom MIV!
Fahrradwege auf Kosten des ÖPNV braucht keiner!
AndiFant

Beitrag von AndiFant »

Im Busprogramm der FDP fehlt das Bekenntnis zu mehr Busspuren. Die Busse sollen schneller werden, mehr Expressbusse sollen fahren, aber wenn es darum geht, dafür Verkehrsflächen exklusiv zu reservieren, herrscht Schweigen im Walde? Oder habe ich etwas übersehen?
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MVG-Wauwi
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Beitrag von MVG-Wauwi »

Iarn @ 27 Jan 2020, 08:44 hat geschrieben: Ich bin überzeugt die Zahl der Unterführungen auf Routen der Metrobusse plus deren Zuläufer kann man ermitteln. Ich denke man sollte darüber mal nachdenken. Für mich ist das wichtigste Argument weder die Räumzeit von Kreuzungen noch die Fahrgastwechselzeit sondern die Verkehrssicherheit.
Dann aber bitte auch im Hinblick auf die Verkehrssicherheit im Fahrzeug. Von einem verwinkelten DD mit Treppenhäusern und eingeschränkten Stehhöhen dürfte ein ungleich höheres Fahrgastrisiko ausgehen als das bei einstöckigen Fahrzeugen der Fall ist. Das mag bei längeren Strecken mit geringem Durchsatz zwischen 'oben' und 'unten' in Kauf genommen werden, aber sicher nicht in so einem dichten Stadtverkehr wie in München. Im Gegensatz zu Berlin gibt es hier innerhalb der Stadtgrenzen auch keine einzige Linie mit 'Überlandcharakter'.
Gruß vom Wauwi
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