Und endlich kommt das Ziel in Sicht – wir haben es tatsächlich zur Gletscherhöhle geschafft!
Doch auch der Blick zurück kann sich sehen lassen
Ein asiatisches Pärchen hat die Höhle als Fotomotiv entdeckt und ist fleißig am Selfies machen. Und es ist einfach ein faszinierender Anblick.
Unter dem Gletscher fließt ein kleiner, teilweise zugefrorener Bach hervor
In den größeren Höhleneingang kann man gut reingehen – komplett windgeschützt ist es hier viel angenehmer als draußen.
Falls jemand Eiswürfel braucht – hier gäbe es welche…
Tief unter dem Eis entspringt der Bach

Dieses Loch im Eis sieht fast aus wie ein Schlüsselloch…

…und hier noch ein paar klassische Gletscherspalten.
Allmählich wird es Zeit, den Rückweg anzutreten. Nur wann ist der richtige Zeitpunkt? Wir stellen fest, dass wir keinen Empfang haben. Ich weiß nur noch, dass der Bus eben keinen sauberen Stundentakt sondern eher einen Dreiviertelstundentakt hat. Dummerweise habe ich entgegen meiner Angewohnheit heute die möglichen Rückfahrtszeiten nicht auf einem Zettel notiert. Als letzte Rückfahrt kurz vor Einbruch der Dunkelheit habe ich noch 17:37 Uhr im Kopf – also dürfte die nächstfrühere Abfahrt etwa um 16:50 Uhr sein. Wir brechen etwa um 15:20 Uhr auf.
Die Bergflanke liegt nun im Licht zwischen der mittelhohen Bewölkung und dem Schatten der nächsten Bergkette.
Blick zurück – die kleine Spitze mittig ist der immerhin 3790 m hohe Pointe de Zinal.
Blick nach oben zum Le Besso
Nachdem wir eine Weile flott abgestiegen sind und wieder Empfang haben, stellt sich heraus, dass der nächste Bus in genau einer Stunde fährt. Das scheint nicht realistisch und so bleiben wir beim ursprünglichen Plan. So haben wir nochmal Zeit für eine Pause an derselben Stelle wie vorhin. Nun liegt das Weisshorn im schönsten Nachmittagslicht
Während wir ruhen, kommen drei Leute auf Skiern vorbei. Sie haben eine Skitour zur Cabane Arpitettaz gemacht. Mit maximalem Tele entdecke ich sie dann am Fuß des Weisshorns.
Der obere Teil wäre sehr schön gewesen, aber der untere „Grand shit. There was no snow, just rocks.“
Der Nachmittag schreitet voran und heute lag die Wettervorhersage bei der Anzahl der Sonnenstunden wirklich komplett daneben – es klart bald wieder auf und so erstrahlt Le Besso in den letzten Sonnenstrahlen
Und das Weisshorn hat sich einen Schleier umgelegt
Abendstimmung beim Abstieg
Die meisten vereisten Stellen lassen sich gut umgehen, nur an der einen zuvor gezeigten Passage schnallen wir dann doch die Spikes auf die Schuhe. Ist schon etwas Besonderes, einfach mühelos über blankes Eis zu laufen…
Nun sind wir fast die letzten Menschen im Tal. Nach kurzer Wartezeit bringt uns der Bus zurück nach Grimentz.