Der 4693 scheint sonst immer noch mit 111 gefahren zu werden. Aber wenn die ggf. "dem Laden" nicht zur Verfügung steht, dann fällt da kein mehrteiliger Triebwagenzug vom Himmel ohne dass der wiederum woanders fehlt. So ist das halt mit dem Wettbewerb und den Reserven.
Ein anderes Problem, was man hier sieht, ist natürlich auch wieder, die unflexible Flotte mit mehreren untereinander nicht kompatiblen Baureihen, wo man den einen abzweigbaren 442 nicht mit einem woanders abzweigbaren 440, zwei Dostos oder einem Desiro HC kuppeln kann. Mit Einzelwagen mit Lok oder einem Triebwagenkonzept wie beim Twindexx oder diversen
älteren schweizer Baureihen ginge im Störfall sowas theoretisch, bei den genannten Altbaureihen auch
praktisch und mit Zulassung. Aber wenn das Material nur artrein eingesetzt werden kann und die freien Reserven nicht artrein sind, dann fährt der Zug eben nicht mit allen theoretisch verfügbaren Kapazitäten.
Ich sage schon länger, dass ich eine Wagenserie genial fände, die man flexibel mit Triebwagen oder Loks und Standardsteuerung kombinieren kann. Der Twindexx war da ein guter Anfang, leider hat das System der Wettbewerbsbahn die Möglichkeiten nie ausgenutzt. Im Gegenteil, auf dem RE1 produzieren von Herstellern und Auftraggebern so gewollte Lok-Wagenzüge mit die größen Ausfallquoten in Bayern, weil man die sechs Wagenzüge nur artrein mit ihren früher mal sechs Loks fahren kann. Seit wir nur noch maximal vier im Einsatz haben, stehen also wegen zwei defekten, nicht ersetzbaren Loks insgesamt 12 Dostos (!) zwangsweise ungenutzt rum und können weder mit einer Mietlok auf dem RE1 fahren noch z.B. auf dem RE61. Das ist alles so ein Wahnsinn, dass man ihn schwer in Worte fassen kann. Und das ist jetzt nur innerhalb eines EVU. Dass wir davon mehrere haben und die verfügbaren Flotten und Personalbestände bei gleichzeitig vergrößerter Verwaltung künstlich weiterverkleinern, ist das nächste ...