AK1 hat geschrieben: ↑02 Aug 2026, 16:39
Rohrbacher hat geschrieben: ↑02 Aug 2026, 16:30
AK1 hat geschrieben: ↑02 Aug 2026, 16:25
Bei dem dritten Zugteil wäre es wohl zielführend gewesen, damit den RE zu verstärken.
Kommt drauf an. Wenn dadurch zwei Züge statt einem nicht mit der bestellten Kapazität laufen, kann es im Wettbewerbszeitalter für den Betreiber sinnvoll sein, die RB (und die Folgezüge im Umlauf) wie bestellt zu fahren und beim RE, der wohl nicht so stark mit den anderen Umläufen verwoben ist, nur zu schauen, dass er eben nicht ausfällt ...
Und welcher soll der zweite sein, wenn der Zugteil in GAP abgekuppelt wird oder eben nicht?
Nochmal: Bei der RB den Garmischer Zugteil weglassen und dem RE mitgeben, mag von der Sitzplatzverteilung her in diesem Beispiel sinnvoll erscheinen, ohne Zweifel, ich würde aber meinen, in der BEG-Logik ist es das nicht. Da ist ein Zug wie bestellt sicher zur Vermeidung von Strafzahlungen besser als zwei auf dem Papier zu kurze. Soweit ich weiß, ist es weitgehend egal wie viele Plätze fehlen, das Verfehlen der Zielvorgabe ist das Verfehlen der Zielvorgabe. Du brauchst im Wettbewerbssystem harte Messkriterien. Ob die Sinn ergeben steht wie so oft auf einem anderen Blatt.
Zu Bundesbahnzeiten hätte man so denken können, dass es sinnvoller ist, den Fahrzeugausfall so zu verteilen, dass es in mehreren Zügen nur ein bisschen enger wird.
Züge abschnittsweise ausfallen zu lassen, um andere Abschnitte pünktlich und mit voller bestellter Zuglänge zu fahren und andere hierzuforum ja immer wieder diskutierten Gemeinheiten sind Wettbewerbsfolgen, ob dir das gefällt oder nicht. Und darauf reite ich richtigerweise so lange rum wie ich will.
AK1 hat geschrieben: ↑02 Aug 2026, 16:39Wir wissen, dass Wettbewerb für Dich Teufelszeug ist. Das brauchst Du nicht in jedem Beitrag erwähnen. In aller Regel tut es nichts zur Sache.
Doch, wie beschrieben, genau das tut's!
AK1 hat geschrieben: ↑02 Aug 2026, 16:39Die Ausbreitung der Triebzüge sehen wir in Österreich genauso.
Sogar in der Schweiz. Aber Funfact: Die kompensieren ohne Wettbewerb die Nachteile der Triebzüge, indem sie einfach in den Fahrzeugenerationen und für die Dienststellen sehr viele gleiche davon bestellen (die SBB z.B. ein paar hundert technisch quasi gleiche FLIRT 3 Evo ...) statt den Wettbewerb auswürfeln zu lassen, dass vier (!) verschiedene Baureihen allein bei DB Regio München eine gute Idee sein könnten, die genau zu dem führen, was hier kritisiert wird. Rechnet man einfach nur die Stückzahlen, stehen in München so viele DB-Züge rum, dass nie irgendwas ausfallen müsste. Aber dummerweise funktioniert nicht jeder Zug mit jedem anderen und jedem Tf auf jeder Strecke ... Und das ist ein Wettbewerbsschaden, den insbesondere die Schweiz beim Triebwagenkauf explizit vermeiden möchte, indem sie eben nicht 17 verschiedene Lose ausschreiben bei der Bestellung des Rollmaterials. Sorry, ist so.
Trotzdem braucht man mit den Triebwägen größere Reserven, weil beim Fahrzeugausfall im Zweifel mehr Kapazität auf einmal ausfällt. Wenn man sich diese Reserven leistet, um die betrieblichen Vorteile der Triebwagen zu nutzen, ist alles wunderbar, aber rate mal in welchem Vergabesystem der Betreiber gewinnt, der mit den wenigsten Ressourcen irgendein Minimalziel auf dem Papier meint erfüllen zu können, weswegen wir hier gerade diskutieren?
