Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Strecken und Fahrzeuge des Regionalverkehrs (ohne S-Bahn!)
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Rohrbacher
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Re: Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Rohrbacher »

Mark82216 hat geschrieben: 07 Jun 2022, 04:53 Ja, die gute alte Zeit, als das Navi noch am Anfang war.
2022?
Mark82216 hat geschrieben: 07 Jun 2022, 04:53Gibt es schon. Läuft zuverlässiger als die Echtzeitauskunft von Verkehrsunternehmen.
Nö.
Mark82216 hat geschrieben: 07 Jun 2022, 04:53Da lief ja auch bei der Bahn alles besser. Also so ohne Taktverkehr, drei Züge täglich und sowas.
Ja und sogar ohne WLAN im Zug ...

Kauf dir in Ebay ein altes Kursbuch und du wirst feststellen, dass die konkreten Strecken mit solchen Fahrplänen heute in der Regel null Züge und teilweise sogar null Busse haben. Oder ganze vier Zugpaare wie auf der wie zu Bundesbahnzeiten eigenwirtschaftlich ohne Zuschüsse und sogar gegen politische Widerstände (auch wie zu Bundesbahnzeiten) betriebenen Bürgerbahn im Ilztal, wo ab ca. Pfingstsonntag nachmittags alle Züge ausfielen, weil der eingesetzte 650 mit bereits höher Verspätung fahrend irgendwann ganz kaputt ging. Das vielleicht noch als konstruktiven Beitrag zum Thema. ;)
AK1
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von AK1 »

Hast Du da auch ein Beispiel, wo das so ist?
Strecken, wo heute mehr los ist, gibt es wie Sand am Meer. Das aktuelle MVV-Fahrplanbuch enthält zum Jubiläum auch den Abfahrtsplan München Hbf (wie heute oberirdischer Teil) von 1972. Das ist verdammt übersichtlich und das, obwohl damals noch die am Holzkirchner Bahnhof fahrende S10 enthalten war.
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Rohrbacher
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Rohrbacher »

AK1 hat geschrieben: 07 Jun 2022, 20:44 Hast Du da auch ein Beispiel, wo das so ist?
Abfahrten SPNV Wolnzach Bf nach Wolnzach Markt 1958 (Mo-Fr):
05:55, 07:08, 09:03, 09:50, 10:52, 12:50, 15:00, 17:45, 18:20, 19:10 (10 Stück)

Abfahrten SPNV Wolnzach Bf Rohrbach(Ilm) nach Wolnzach Markt 2022 (Mo-Fr):
-- (0 Stück)

;)
AK1 hat geschrieben: 07 Jun 2022, 20:44Strecken, wo heute mehr los ist, gibt es wie Sand am Meer. Das aktuelle MVV-Fahrplanbuch enthält zum Jubiläum auch den Abfahrtsplan München Hbf (wie heute oberirdischer Teil) von 1972. Das ist verdammt übersichtlich und das, obwohl damals noch die am Holzkirchner Bahnhof fahrende S10 enthalten war.
Toll. Ich glaub, ich muss mal was erklären. Natürlich gab's damals allein mangelns Bedarf (wo damals nur die Hälfte Leute wohnte und viel kürzere Pendlerwege üblich waren) keine Halbstundentakte z.B. eines RE München - Augsburg. Allerdings ist Augsburg Hbf 60 km weit weg, du konntest 1972 für die Direktfahrt aufpreisfrei die meisten Fernzüge mitnutzen. Das ist schonmal das erste, was gerne unterschlagen wird. ;)

Und die Welt besteht auch nicht nur aus München Hbf und den Hauptlinien, sondern z.B. auch aus dem, was man "für die S-Bahn", also um "Defizit" freizumachen, kurz hinter der S-Bahn stillgelegt hat, was in der großen Stadt und am Hauptbahnhof eher keiner mitbekommen hat. Es ist schon auffällig, dass diese ganzen Strecken im heutigen MVV oder nah dran alle während des S-Bahn-Aufbaus binnen 5 Jahren flöten gegangen sind. Erstere Strecke ist eine Ausnahme, die war nur dem Auto im Weg:

München Isartalbf – Großhesselohe Isartalbf (1964)
Dorfen Bf – Velden (1968)
Bad Endorf – Obing (1968)
Übersee – Marquartstein (1968)
Eggmühl – Langquaid (1968)
Thann-Matzbach – Haag (1968)
Wolnzach Bf – Mainburg (1969)
Unterzolling – Mainburg (1969)
Grafing Bf – Glonn (1970)
Rosenheim – Rohrdorf (1970)
Wolfratshausen – Beuerberg (1972)
Kaufbeuren – Schongau (1972)
Langenbach – Unterzolling (1973)
Bad Aibling – Feilnbach (1973)

Auch der Zubau an Regionalzügen in 80er und 90ern auf den großen Zulaufstrecken ist relativ, wenn man überlegt, was man selbst auf den Hauptstrecken 1972 alles am S-Bahnende gebrochen hat. Bis auf ein paar Nahverkehrszüge in der HVZ fuhr damals ab Sommer 1972 erstmal gar kein Nahverkehr mehr aus Mühldorf, Landshut, Ingolstadt, Augsburg etc. nach München durch. Man musste ja die S-Bahn füllen, z.B. in Petershausen steppte damals noch nicht so der Bär, damit man deswegen alle 40 Minuten eine S-Bahn hinschicken konnte. Und selbst dann reichten Kurzzüge. Man kann nicht Fahrpläne von heute mit den Rahmenbedingungen von heute einfach so plump vergleichen.

Kurzum: Wir können auch heute einen 5-Minutentakt einführen, den aber auf die Strecken von München nach Augsburg, Nürnberg, Regensburg und Salzburg beschränken und alles andere einstellen. Dann kann man auch sagen, hey, alle Strecken alle 5 Minuten, eine Elektrifizierungsquote von 100%, sind doch Traumwerte, oder? Und man könnte sagen, dass auf allen Strecken, die dann noch welche sind, viel mehr los ist als in der grusligen Vergangenheit, die heute noch die Gegenwart ist.

Solange das Streckennetz und die Zahl der Zugangsstellen zum SPNV heute kleiner ist als "früher", kann man vor allem durch Wachstum an Einwohnern und viel längere Pendlerwege begündete Taktverdichtungen im Rumpfnetz nicht wirklich abfeiern.

Abfahrten SPNV Wolnzach Bf nach München Hbf 1958 (Mo-Fr):
04:28, 05:04, 05:42, 06:53, 07:47 (Eiltriebwagen), 09:00, 09:46, 12:48, 14:41 (Eilzug), 16:14, 16:56 Eilzug), 18:18, 19:08 (Eilzug), 20:03, 22:05 (freitags), das wären also 15 Stück.

Das ist ein Verhältnis Hauptstrecke - Lokalbahn von 1,5 zu 1 oder eben addiert 25 Zugpaare. Das wären heute auf der Lokalbahn, wenn man die im gleichen Verhältnis betreiben würde, also ca. 20 Züge, wir haben aber satte 0.

Haupt- und Lokalbahn addiert sind das gar nichtmal so viele Zugpaare bzw. mögliche Verbindungen weniger gewesen als heute in einer viel verkehrsreicheren Zeit, wenn man die Zahl der möglichen SPNV-Halte, die man gerechnet mal der Anzahl wie oft sie angefahren werden, erreichen kann. Und ich würde als Maßstab eher dieses Verhältnis als Maßstab für eine gute Bahnversorgung in der jeweiligen Zeit nehmen als die plumpe Zahl an Zügen im übriggebliebenen Netz.

Was nutzt es, wenn man selektiv insbesondere auf München eilzugmäßig oder per S-Bahn alle 10-30 Minuten fährt, 80% der Fläche Bayerns aber in der Wüste liegen lässt? Das sieht man auch in jedem zweiten Kommentar im Internet zum 9-Euro-Ticket, wo es heißt: "Was nutzt mir das? Bei mir fährt kein Zug/Bus!" Und genau das war oft mal anders oder der Unterschied zur Schweiz, wo die Fahrpläne in den 50ern, 60ern und 70ern durchaus vergleichbar waren, dann aber fast im gesamten Netz mit dem heutigen Bedarf mitgewachsen sind und nicht nur auf einigen Achsen, ergo für einen Teil der Bevölkerung.
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TramBahnFreak
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von TramBahnFreak »

Rohrbacher hat geschrieben: 07 Jun 2022, 23:05Und genau das war oft mal anders oder der Unterschied zur Schweiz, wo die Fahrpläne in den 50ern, 60ern und 70ern durchaus vergleichbar waren, dann aber fast im gesamten Netz mit dem heutigen Bedarf mitgewachsen sind und nicht nur auf einigen Achsen, ergo für einen Teil der Bevölkerung.
Das ist eine sehr schöne Zusammenfassung.
Ich bin immer wieder überrascht, wie viel selbst hier im sehr dünn besiedelten Graubünden auf Bus-Verbindungen weit ab vom Schuss noch los ist.
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rautatie
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von rautatie »

Rohrbacher hat geschrieben: 07 Jun 2022, 23:05
Was nutzt es, wenn man selektiv insbesondere auf München eilzugmäßig oder per S-Bahn alle 10-30 Minuten fährt, 80% der Fläche Bayerns aber in der Wüste liegen lässt? Das sieht man auch in jedem zweiten Kommentar im Internet zum 9-Euro-Ticket, wo es heißt: "Was nutzt mir das? Bei mir fährt kein Zug/Bus!"
Ich bin ja jemand, der gern hobbymäßig mit der Bahn (und gelegentlich auch mit Bussen) seine Region, sein Bundesland und auch ganz Deutschland nach und nach erkundet. Dabei fällt mir immer wieder auf, dass es beispielsweise in Bayern etliche "blinde Flecken" für mich gibt, also Regionen und Städte, wo ich noch nie gewesen bin, weil sie ÖPNV-mäßig nicht angebunden sind. Ich denke zum Beispiel neben dem erwähnten Wolnzach an Tirschenreuth, Herzogenaurach, die Volkacher Mainschleife, Lindenberg im Allgäu, Oettingen, Dinkelsbühl (wobei ich dort mal mit einem Museumszug hingekommen bin) und generell viele Umlandregionen.
Wo ist das Problem?
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Rohrbacher
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Rohrbacher »

AK1 hat geschrieben: 07 Jun 2022, 20:44 Strecken, wo heute mehr los ist, gibt es wie Sand am Meer.
Nur weil's grad dazu passt: Wieder ein Bahnhalt weniger! Änderungen zum kleinen Fahrplanwechsel
"Auf der Linie RE 41 Nürnberg Hbf – Neustadt (Waldnaab) entfallen die bisherigen vereinzelten Halte in Etzenricht (13:35 Uhr und 20:09 Uhr)."

Einige werden sicherlich wieder sagen, dass die BEG endlich die schlimmen Bundesbahn-Alibihalte abschafft. :)

Abfahrten SPNV Etzenricht nach Weiden 1984 (Mo-Fr):
05:49, 07:15, 08:45, 12:36, 15:33, 19:40 (6 Stück)

Abfahrten SPNV Etzenricht nach Weiden 2022 (Mo-Fr):
-- (0 Stück)
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Jean
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Jean »

Rohrbacher hat geschrieben: 08 Jun 2022, 23:38 Einige werden sicherlich wieder sagen, dass die BEG endlich die schlimmen Bundesbahn-Alibihalte abschafft. :)

Abfahrten SPNV Etzenricht nach Weiden 1984 (Mo-Fr):
05:49, 07:15, 08:45, 12:36, 15:33, 19:40 (6 Stück)

Abfahrten SPNV Etzenricht nach Weiden 2022 (Mo-Fr):
-- (0 Stück)
Bahnland Bayern halt... Entweder man hält nach Takt oder gar nicht...
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Südostbayer
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Stellwerksstörung München Ost

Beitrag von Südostbayer »

Derzeit gibt es eine Stellwerksstörung in München Ost ("Fernbahn"), die zu größeren Verzögerungen im Regionalverkehr führt.

RE 27001 München Hbf ab 15:22 Uhr fährt deswegen heute ohne Zwischenhalt über Landshut Hbf nach Mühldorf und weiter nach Simbach (Inn).
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von ET 415 »

Das ist ja eine interessante Umleitung. Weißt du, welchen Weg dieser Zug zwischen München Ost und Landshut nimmt? Fährt er über den Südring (und passiert damit den momentan nur eingleisig befahrbaren Abschnitt, den er eigentlich meidet und wegen dessen er in München Ost beginnt) oder fährt er über den Nordring mit Kopfmachen in Moosach?
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Jean
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Jean »

ET 415 hat geschrieben: 14 Jun 2022, 15:46 Das ist ja eine interessante Umleitung. Weißt du, welchen Weg dieser Zug zwischen München Ost und Landshut nimmt? Fährt er über den Südring (und passiert damit den momentan nur eingleisig befahrbaren Abschnitt, den er eigentlich meidet und wegen dessen er in München Ost beginnt) oder fährt er über den Nordring mit Kopfmachen in Moosach?
Ich verstehe das so, dass er den Ostbahnhof gar nicht anfährt.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von ET 415 »

Laut RIS beginnt er in München Ost hält danach wieder in Landshut Hbf: https://abload.de/image.php?img=re27001 ... 4ccjm0.png
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Südostbayer
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Südostbayer »

ET 415 hat geschrieben: 14 Jun 2022, 15:46 Das ist ja eine interessante Umleitung. Weißt du, welchen Weg dieser Zug zwischen München Ost und Landshut nimmt? Fährt er über den Südring (und passiert damit den momentan nur eingleisig befahrbaren Abschnitt, den er eigentlich meidet und wegen dessen er in München Ost beginnt) oder fährt er über den Nordring mit Kopfmachen in Moosach?
Richtungswechsel am Flughafen?

Im Ernst: In der ersten Fahrgastinfo war implizit vom Hauptbahnhof die Rede, so dass ich das erstmal so wie Jean interpretiert hatte. Die Garnitur stand aber tatsächlich am Ostbahnhof. Von dort nach Landshut in 50 Minuten (laut RIS) ist eh sportlich und über den Nordring und Fahrtrichtungswechsel eigentlich nicht zu schaffen, so dass ich eine Fahrt über den Südring annehme.
GT6M
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von GT6M »

kann der vielleicht über Flughafen umgeleitet worden sein? 17.14 war er wohl in Mühldorf aber des ist mit schleicherei über nordring+Fahrtrichtungswechsel und Halt in Landshut nicht machbar. was fährt auf dem 628?
Mühldorfer
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Mühldorfer »

Künftige Störung? Schwellenschrauben fehlen und Kleineisen unbefestigt.

Heute am Bahnhof ( Haltepunkt? ) Pfreimd, Strecke Weiden-Schwandorf, Richtungsgleis südwärts, direkt vor der Nord-Ost-Ecke des alten Bahnhofsgebäudes. Mehere Schrauben am rechten und linken Gleis fehlten, Unterlegplatten auf den Betonschwellen teils verschoben. Die weitere Strecke ging ich nicht ab, aber ich sagte es dem Zugbegleitern nach meinem Einstieg.
Mühldorfer
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Mühldorfer »

Rohrbacher hat geschrieben: 07 Jun 2022, 23:05 Was nutzt es, wenn man selektiv insbesondere auf München eilzugmäßig oder per S-Bahn alle 10-30 Minuten fährt, 80% der Fläche Bayerns aber in der Wüste liegen lässt? Das sieht man auch in jedem zweiten Kommentar im Internet zum 9-Euro-Ticket, wo es heißt: "Was nutzt mir das? Bei mir fährt kein Zug/Bus!" Und genau das war oft mal anders oder der Unterschied zur Schweiz, wo die Fahrpläne in den 50ern, 60ern und 70ern durchaus vergleichbar waren, dann aber fast im gesamten Netz mit dem heutigen Bedarf mitgewachsen sind und nicht nur auf einigen Achsen, ergo für einen Teil der Bevölkerung.

Der Fehler ist aber nicht Eisenbahn sondern 60 Jahre "Häuschen im Grünen" mit 7b-Abschreibung und Pendlerpauschale oder Arbeitsweg-Werbungskosten.

Klein- Mittel- und Großstädte mit immer mehr Arbeitsplätzen als für die Einwohner benötigt. Also Pendlei, neue Wohnungen dort wo keine Arbeit ist, neue Arbeit dort wo keine Wohnugen sind.

Dabei zeigt doch gerade die Wirtschaftstruktur in Deutschland, Schweiz und Östereich dass interessante Arbeit auf Weltspitzenniveau in Klein- und Mittelstädten funktioniert.

Nicht alles sind Sprengstoffabriken ungeeignet für Wohnen neben dem Lager...

Niemand zum Pendeln zwingen, neue zusätzliche Arbeitspläze wo auch immer nur wenn in max. 2 km auch entsprechend zusätzliche Wohnungen gebaut werdern, gleichzeitig!

Umzüge nicht erzwingen, aber auch nicht bestrafen, Abschaffung der Grunderwerbssteuer für Private,Wohnung verkaufen, anderswo eine andere kaufen...
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Bahnfan68 »

Gestern wollte ich mit dem R 12 um 11.58 von Fürth nach Langenzenn. Die Fahrt ging aber nur bis zum nächsten Bahnhof, Unterfarrnbach. Da stand er erstmal. Eine Durchsage des Zugführers besagte, daß auf der Strecke zwischen Burgffarrnbach und Siegelsdorf ein Zug liegengeblieben wäre.
Was war das für ein Zug, evtl. ein Personenzug? Hat da jemand von euch nähere Infos?

Na ja, wir hatten jedenfalls die Wahl auszusteigen und mit einem Bus zurück nach Fürth zu fahren, oder sitzenzubleiben, da der liegengebliebene Zug nicht auf die Schnelle abgeschleppt werden konnte und der R12 wieder zurück nach Fürth fuhr. Ich blieb dann also sitzen und fuhr mit noch einigen anderen Fahrgästen nach ca. 1h Aufenthalt zurück nach Fürth. Auf dem Bahnhof totales Chaos mit Zügen Richtung Würzburg bzw. Neustadt/Aisch....
Ich fuhr dann mit dem Bus nach Siegelsdorf und wollte von da um 15.10 mit dem R12, der noch 15 oder 20 min Verspätung hatte, weiter nach Langenzenn.
Auf dem anderen Gleis war eine Bahn Richtung Nürnberg "gestrandet", mindestens für 45 min. Hätten die Reisenden gewußt, daß Busse von Siegelsdorf nach Fürth fahren, hätten viele bestimmt diese Möglichkeit gewählt!

Ich war dann nach 3,5h Stunden Rückfahrt endlich zuhause...
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Valentin »

Fortsetung viele Folgegleislagestörungen im Oberland aus Zug bei Garmisch entgleist
Um folgende Störung geht es hier :
Bild
Valentin hat geschrieben: 14 Jun 2022, 09:17 Auch Bad Kohlgrub - Oberammergau ist jetzt wegen Gleisverwerfungen vom 12.6 bis 21.6 gesperrt. SEV Murnau - Bad Kohlgrub - Oberammergau mit Bus und Taxi.

Nimmt die Planung des SEV auch Rücksicht auf die Passionsspiele?
Dann gebe ich mir mal selber die erwartete Antwort: Nein
eine Reparatur an der Strecke beeinträchtigt den Zugverkehr zwischen Bad Kohlgrub und Oberammergau. Die Strecke ist zwischen Murnau und Oberammergau gesperrt.

Zur Zeit kann leider kein Schienenersatzverkehr sichergestellt werden. Weitere Informationen folgen. [Hervorhebung im Original]

+++ Von nicht zwingend erforderlichen Zugfahrten im Bereich Werdenfels wird abgeraten. +++
(Auskunft der DB an die Tourismusinformation Oberammergau. Allerdings erst nach expliziter Nachfrage!)
Es wird daher von der Tourismusinformation den Passionsspielbesuchern geraten, eine Übernachtung zu buchen oder wenigstens ein Taxi nach Oberau vorzubestellen...

Als Kunde muß man noch glücklich sein, wenn man dann einmal mitfahren darf.
The wonderful thing about being on the right side of history is that we can encourage big tech censorship without any fear that it might one day be used against us.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von GT6M »

Des war Montag oder Dienstag von Betriebsbeginn bis gegen Mittag wohl schonmal das man keine Busse oder Taxis herbekommen hat
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Mark82216 »

GT6M hat geschrieben: 16 Jun 2022, 00:44 Des war Montag oder Dienstag von Betriebsbeginn bis gegen Mittag wohl schonmal das man keine Busse oder Taxis herbekommen hat
Das ist aber auch gemein, dass es keine Busse und Taxis bzw. deren Fahrer gibt, die Tag und Nacht 24/7 auf einem Stuhl sitzen und darauf warten, dass sie abgerufen und gebraucht werden.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von GT6M »

Mark82216 hat geschrieben: 17 Jun 2022, 00:25
GT6M hat geschrieben: 16 Jun 2022, 00:44 Des war Montag oder Dienstag von Betriebsbeginn bis gegen Mittag wohl schonmal das man keine Busse oder Taxis herbekommen hat
Das ist aber auch gemein, dass es keine Busse und Taxis bzw. deren Fahrer gibt, die Tag und Nacht 24/7 auf einem Stuhl sitzen und darauf warten, dass sie abgerufen und gebraucht werden.
Junge, das weiß ich selber und hab ich damit ich in meinem Zitat in keiner Weise geschrieben oder willst du mich absichtlich falsch verstehen?

Das Problem ist meiner Meinung nach tatsächlich Momentan nich der Fahrpersonalmangel sondern die Verfügbarkeit einsatzfähig Busse in nem akzeptablen finanziellen Aspekt zu finden. Wie viele Busse bräuchte man um Garmisch - Reutte / Garmisch - Mittenwald / Garmisch - Oberau / Murnau - Oberammergau nachfragegerecht (ohne zu kuscheln) im SEV zu bedienen? 18? 20? Dazu die normalen Buslinien. Da bliebe bloß Dieselbusse im besten Fall aus dem Landsberger, Rosenheimer oder Augsburger bis Münchnerraum anzufordern
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von TramBahnFreak »

GT6M hat geschrieben: 17 Jun 2022, 02:50Das Problem ist meiner Meinung nach tatsächlich Momentan nich der Fahrpersonalmangel
Doch.
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von uferlos »

TramBahnFreak hat geschrieben: 17 Jun 2022, 04:05
GT6M hat geschrieben: 17 Jun 2022, 02:50Das Problem ist meiner Meinung nach tatsächlich Momentan nich der Fahrpersonalmangel
Doch.
An Bussen selbst mangelt es nicht. In Bayern sind ja derzeit Schulferien, da stehen viele Schulbusse in den Betriebshöfen abgestellt. Fahrermangel ist das Problem.
mfg Daniel
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Mark82216
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Re: Störungschronik Regionalverkehr Bayern

Beitrag von Mark82216 »

GT6M hat geschrieben: 17 Jun 2022, 02:50
Mark82216 hat geschrieben: 17 Jun 2022, 00:25
GT6M hat geschrieben: 16 Jun 2022, 00:44 Des war Montag oder Dienstag von Betriebsbeginn bis gegen Mittag wohl schonmal das man keine Busse oder Taxis herbekommen hat
Das ist aber auch gemein, dass es keine Busse und Taxis bzw. deren Fahrer gibt, die Tag und Nacht 24/7 auf einem Stuhl sitzen und darauf warten, dass sie abgerufen und gebraucht werden.
Junge, das weiß ich selber und hab ich damit ich in meinem Zitat in keiner Weise geschrieben oder willst du mich absichtlich falsch verstehen?
Das Zitat ist dein kompletter Beitrag und liest sich in der Tat als Vorwurf der Unfähigkeit. Also ja, Du hast es so geschrieben, auch wenn Du es anders gedacht und gemeint hast.
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